[go: up one dir, main page]

DE2651548A1 - Verfahren und vorrichtung zum mahlen und sichten eines gutes - Google Patents

Verfahren und vorrichtung zum mahlen und sichten eines gutes

Info

Publication number
DE2651548A1
DE2651548A1 DE19762651548 DE2651548A DE2651548A1 DE 2651548 A1 DE2651548 A1 DE 2651548A1 DE 19762651548 DE19762651548 DE 19762651548 DE 2651548 A DE2651548 A DE 2651548A DE 2651548 A1 DE2651548 A1 DE 2651548A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
grinding
mill
constant
cement
stream
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Withdrawn
Application number
DE19762651548
Other languages
English (en)
Inventor
Karl Ing Hauser
Hans Ing Hiettler
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Perlmooser Zementwerke AG
Original Assignee
Perlmooser Zementwerke AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Perlmooser Zementwerke AG filed Critical Perlmooser Zementwerke AG
Publication of DE2651548A1 publication Critical patent/DE2651548A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B02CRUSHING, PULVERISING, OR DISINTEGRATING; PREPARATORY TREATMENT OF GRAIN FOR MILLING
    • B02CCRUSHING, PULVERISING, OR DISINTEGRATING IN GENERAL; MILLING GRAIN
    • B02C17/00Disintegrating by tumbling mills, i.e. mills having a container charged with the material to be disintegrated with or without special disintegrating members such as pebbles or balls
    • B02C17/18Details
    • B02C17/183Feeding or discharging devices
    • B02C17/1835Discharging devices combined with sorting or separating of material
    • B02C17/184Discharging devices combined with sorting or separating of material with separator arranged in discharge path of crushing zone
    • B02C17/1845Discharging devices combined with sorting or separating of material with separator arranged in discharge path of crushing zone with return of oversize material to crushing zone
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B02CRUSHING, PULVERISING, OR DISINTEGRATING; PREPARATORY TREATMENT OF GRAIN FOR MILLING
    • B02CCRUSHING, PULVERISING, OR DISINTEGRATING IN GENERAL; MILLING GRAIN
    • B02C25/00Control arrangements specially adapted for crushing or disintegrating

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Food Science & Technology (AREA)
  • Crushing And Grinding (AREA)
  • Disintegrating Or Milling (AREA)

Description

  • Verfahren und Vorrichtung zum Mahlen und Sichten
  • eines Gutes Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Mahlen und Sichten eines körnigen Gutes im geschlossenen Kreislauf, insbesondere von Zement, bei welchem das Aufgabegut gemahlen und das Mahlgut anschließend gesichtet und in einen Grießenstrom und in einen Feingutstrom zerlegt wird, wobei der Grießenstrom in den Aufgabegutstrom zurückgeführt wird und das Feingut das Fertigprodukt bildet.
  • Ferner betrifft die Erfindung auch eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens, welche eine Mühle und zumindest eine grießenseitig in den geschlossenen Kreislauf der Mühle eingeschaltete Trennvorrichtung insbesondere einen Sichter, sowie ein dem Mühlenaustrag mit dem Sichtereintrag verbindendes Becherwerk aufweist, wobei der Feingutaustrag des Sichters in eine Fertiggutleitung mündet und die Grieße aus der Trennvorrichtung der Mühlenaufgabe zuführbar sind.
  • Die heute im Bauwesen eingesetzten Bindemittel, wie Zement, Kalk, Gips usw. sind pulverförmige Stoffe hoher Feinheit, die in der Regel durch Vermahlung von Zwischenprodukten erhalten werden. Es ist somit verfahrenstechnisch ein Zerkleinerungsvorgang notwendig, wobei ein oder mehrere Zwischenprodukte gemeinsam zur Vermahlung gelangen.
  • Verfahren und Vorrichtungen zum Mahlen sind beispielsweise aus der DT-OS 2 032 736, der GB-PS 830 582 und der US-PS 3 401 891 bekannt.
  • Aus der DT-AS 1 913 440 ist ein Verfahren zum Mahlen und Sichten eines körnigen Gutes im geschlossenen Kreislauf, insbesondere von Zement, bekannt, bei welchem das Aufgabegut gemahlen und das Mahlgut anschließend gesichtet und in einen Grsßenstrom und in einen Feingutstrom zerlegt wird, wobei der Grießenstrom in den Aufgabegutstrom zurückgeführt wird und das Feingut das Fertigprodukt bildet, bei den dem Feingutstrom unmittelbar nach seiner Trennung vom Grießenstrom ein Teilstrom entnommen und wieder in den geschlossenen Kreislauf eingeführt wird. Dabei ist eine vom Feingutaustrag des Sichters kommende Feingutleitung vorgesehen, die in eine Weiche mündet, welche austragseitig sowohl in die Fertiggutleitung als auch ion eine in den geschlossenen Kreislauf der Mühle mündende Teilstromleitung mündet.
  • Ein Verfahren bzw. eine Vorrichtung ähnlich dem eingangs genannten Verfahren bzw. ähnlich der eingangs genannten Vorrichtung ist aus der DT-OS 1 813 134 bekannt.
  • Bei diesem Verfahren zur Regelung der Sichtgutzuführung zu mehreren parallel geschalteten Sichtern einer Zementmahlanlage wird das Mengenverhältnis der den einzelnen Sichtern aufgegebenen Sichtgutmengen zueinander über jeweils eine jedem Sichter zugeordnete, an sich bekannte Dosierbandwaage beliebig fest eingestellt und zur Anpassung der Förderleistung der Dosierbandwaagen an den Durchsatz der Mühle dieser laufend gemessen und das Meßsignal den Drehzahlregeleinrichtungen des Dosierbandwaagen aufgeschaltet.
  • Insbesondere für kleinere Leistungen, in der Regel unter 25 t/h, finden heute Durchlaufkugelmühlen mit zwei oder mehr Kammern Verwendung, welche im offenen Kreislauf arbeiten, d.h. eine gewisse Menge Aufgabegut wird der Mühle über den Einlauf kontinuierlich aufgegeben, verbleibt eine gewisse Zeit in der Kugelmühle und verläßt beim Mühlenauslauf als Endprodukt mit der gewünschten Feinheit das Mahlsystem. Die Feinheit bei dieser Art von Vermahlung wird mit der Menge des Aufgabegutes geregelt. Wird die Menge des Aufgabegutes verringert, erhöht sich die Verweilzeit im Mahlsystem und es verläßt das Fertiggut die Mühle in einem feineren Zustand. Solche Verbundmühlen oder Durchlaufmühlen sind jedoch für größere Durchsatzleistungen nicht geeignet.
  • Zur Erzielung höherer Leistungen bis in die Größenordnung bis 200 t/h und darüber werden Mahlanlagen im geschlossenen Kreislauf verwendet. Bei dieser Art von Vermahlung gelangt das Mahlgut, das die Mühle verläßt, über Becherwerke oder pneumatische Hebeleitungen in Sichtanlagen, welche imstande sind, den Anteil an Fertiggut der gewünschten Feinheit auszusichten. Alles gröbere Mahlgut wird dem Mahlsystem zur weiteren Vermahlung rückgeführt.
  • Beim Betrieb von Mahlanlagen im geschlossenen Kreislauf ist es verfahrenstechnisch wichtig, die Umlaufmenge im Mahlsystem konstant zu halten. Derzeit bekannte Regelungsverfahren sehen vor, die Konstanthaltung der Umlaufmenge durch Veränderung der Frischgutzugabe zu erreichen. Wenn die Umlaufmenge steigt, wird die Frischgutmenge verringert, wenn die Umlaufmenge unter das gewünschte Maß fällt, wird die dem Mahlsystem zugeführte Frischgutmenge erhöht. Für die Bestimmung der Umlaufmenge kann die Leistungsaufnahme des Becherwerkes oder die Wiegung der Grießrückführung herangezogen werden.
  • Bei Mahlungen mit geringen Unterschieden in der Mahlbarkeit des Aufgabegutes kann eine derartige Regelung des Mahlvorganges durchwegs zum Erfolg führen.
  • Diese Regelungsverfahren haben zwei wesentliche Nachteile, die im folgenden näher erläutert werden.
  • Wenn das Mahlergebnis in der Mühle z.B. durch Änderung der Mahlbarkeit und gegebenenfalls Änderungen in der Temperatur und Feuchtigkeit des Frischgutes schlechter wird und erhöhte Mengen Grieße zur Mühle rückgeführt werden bzw. zuwenig Fertiggut aus den Sichtern gelangt, vermindert die Regelung die Frischgutmenge. Dies bewirkt eine Veränderung der Zusammensetzung des Aufgabegutes bezüglich Mengenverhältnis zu den Großen und in der Folge eine Veränderung des Mahlergebnisses. Die Verminderung der Frischgutaufgabe bewirkt eine Verbesserung des Mahlergebnisses über den Normalfall hinweg. Die Umlaufmenge vermindert sich und die bekannte Regelung vermehrt die Frischgutmenge. Es wird also unmittelbar nach der erstgenannten Störung eine weitere folgen, bei welcher viel Fertiggut die Mühle bzw. die Sichter verläßt und somit zu wenig Große zur Mühle zurückgeführt werden. Dies bewirkt eine Steigerung der Mühlenaufgabe und abermals eine Veränderung des der Mühle zugegebenen Mahlgutes, da zuviel Grieße rückgeführt werden. Bei vielen Mahlanlagen treten nun in der Umlaufmenge Schwingungen auf, welche die Regelung nicht mehr in der Lage ist auszugleichen. Diese Schwingungen können Formen annehmen, daß in einem Fall die Mühle überfüllt und im anderen Fall mit zu wenig Material läuft. Es ist insbesondere für Kugelmühlen charakteristisch, daß die Feinheit des Endgutes -zunimmt, wenn man weniger Material der Mühle aifgibt und anderseits abnimmt, wenn die Mühle mit mehr Material beschickt wird.
  • Die nun vorher erwähnten Schwingungen im Mahlsystem von Mahlanlagen, welche im geschlossenen Kreislauf arbeiten, haben zwangsläufig starke Schwankungen in der Korngrößenverteilung des Fertiggutes zur Folge, welche eine Qualitätsverminderung bewirkt und z.B. bei der Ermahlung von hydraulischen Bindemitteln - ungleichmäßige Festigkeitsmerkmale hervorruft. Es ist aber aus Qualitätsgründen eine absolute Notwendigkeit, wie z.B. bei der obengenannten Ermahlung von hydraulischen Bindemitteln, Fertiggut mit gleichmäßiger Feinheit und mit gleichmäßigen Festigkeitsmerkmalen zu erzeugen.
  • Ein zusätzlicher Grund für das Aufschwingen der Umlaufnenge ist das entgegengesetzte Verhalten von Mühle und Sichter bei Änderung der Aufgabemenge.
  • Eine Mahlanlage reagiert bei Erhöhung der Aufgabemenge mit einer Vergröberung des Fertiggutes. Die Sichter, die heute durchwegs bei Mahlanlagen, welche im geschlossenen Kreislauf arbeiten, eingesetzt sind, zeigen jedoch eine entgegengesetzte Charakteristik. Wenn solche Sichter mit mehr Material beschickt werden, verfeinert sich die Trenngrenze und es scheidet der Sichter feiner und weniger aus. Im entgegengesetzten Fall, wenn die Sichter mit weniger Material beschickt werden, vergröbert sich die Trenngrenze und es scheidet der Sichter ein gröberes Fertiggut und mehr aus.
  • Diese Schwingungen im Mahlsystem von Mahlanlagen, welche im geschlossenen Kreislauf arbeiten, haben zwangsläufig Schwankungen in der Feinheit des Fertiggutes zur Folge, welche eine Qualitätsverminderung bewirkt und ungleichmäßige Festigkeitsmerkmale hervorrufen.
  • Ein weiterer Nachteil des bekannten Regelungsverfahrens ist das den Festigkeitserwartungen entgegengesetzte Verhalten bei der Vermahlung von Zementklinker.
  • Bei der Ermahlung von Zement stammen die Unterschiede in der Mahlbarkeit uberwiegend von der Klinkerkomponente. Klinker gleicher chemischer Zusammensetzung, der stärker gebrannt ist, ist meist schwerer mahlbar, bringt aber dafür eher einen Zement besserer Festigkeiten. Klinker der schwächer gebrannt ist, ist leichter mahlbar, bringt aber einen Zement mit etwas schlechteren Festigkeiten. Die bekannte Regelung von Mahlanlagen arbeitet jedoch den vorgegenannten Erfahrungen entgegen. Wenn stärker gebrannter Klinker schwererer Mahlbarkeit, aber besserer Festigkeitserwartungen, der Mühle zugeführt wird, ergibt sich ein Endprodukt, das feiner ist und höhere Festigkeiten erwarten läßt, was jedoch im vorliegenden Falle nicht erwünscht ist, da ja sowieso Klinker höheren Festigkeitserwartens zur Vermahlung gelangte.
  • Wenn schwächer gebrannter Klinker oder lang abgelagerter Klinker aus Freilagern der Mühle aufgegeben wird, erhält man bei der derzeitigen Regelung ein Endprodukt das gröber ist und daraus schlechtere Festigkeiten zusätzlich zu dem niedrigen Festigkeitserwarten dieses Klinkers.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein neues Regelverfahren zu schaffen, welches die vorbeschriebenen Nachteile ausschließt und mit denxdie vorbeschriebenen Nachteile bei der Ermahlung von pulverförmigen Stoffen, insbesondere Stoffen hoher Feinheit, bei Mahlanlagen, welche mit der herkömmlichen Regelung betrieben werden, vermieden werden können.
  • Dazu ist bei einem Verfahren der eingangs genannten Art vorgesehen, daß die Konstanthaltung einer gewünschten Umlaufmenge durch das Verändern der Trenngrenze der einen oder der mehreren Trennvorrichtungen, insbesondere der Sichter, in Abhängigkeit von der Menge insbesondere von dem Gewicht des Grießenstromes nach dem Sichten geregelt wird, wobei die Aufgabemenge der Mahlanlagnder geforderten Endfeinheit entsprechend konstant gehalten wird.
  • Beim erfindungsgemäßen Verfahren wird somit im Gegensatz zu der vorher beschriebenen Regelung nicht die Mühlenaufgabemenge verändert, um die Umlaufmenge konstant zu halten, sondern das Trennverhalten der Sichter. Dies bringt folgende Vorteile:.
  • Die der Mühle zugeführte konstante Frischgutmenge bringt bessere Voraussetzungen für eine gleichmäßige Mahlung in der Mühle selbst. Es ändert sich praktisch das Verhältnis zwischen Grießmenge und festem Aufgabegut wenig.
  • Es wird gleichzeitig eine bessere Gleichmäßigkeit in der Temperatur des Aufgabegemisches erreicht und es werden Feuchtigkeitsschwankungen in engerenGrenzen gehalten. Die Frischgutmenge wird nur verändert, wenn die Feinheit des Endgutes verändert werden soll, ähnlich wie bei Verbund-bzw. Durchlaufmühlen.
  • Die Folge des Vorhergesagten ist ein viel gleichmäßigerer Betrieb der Mahlanlage. Schwingungen im Umlaufsystem und die damit zusammenhängende Störung im Mahl-und Leistungsverhalten der Mühle werden vermieden. Mahlbarkeitsunterschiede der Komponenten des Frischgutes, wie z.B. schwerer oder leichter gebrannter Klinker, werden nun durch Änderung der Trenngrenze der Sichter ausgeregelt, so daß die Umlaufmenge konstant bleibt.
  • Besser gebrannter Klinker mit höherem Festigkeitserwarten sowie schwächer gebrannter Klinker bzw. lang abgelagerter Freilagerklinker mit geringem Festigkeitserwarten wird durch die Regelung entsprechend dem erfindungsgemäßen Verfahren nicht unterschiedlich fein zerkleinert und es sind näherliegende Festigkeiten zu erwarten.
  • Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren wird bevorzugt, wenn die Menge in Abhängigkeit von der Leistungsaufnahme zumindest eines Becherwerkes oder pneumatischen Hebewerkes geregelt wird. Ferner ist erfindungsgemäß vorgesehen, daß bei der Mahlung von schwerer mahlbarem Zementklinker bei konstanter Aufgabemenge die Trenngrenze der Sichter in Richtung auf eine gröbere Trenngrenze und daß bei Mahlung von leichter mahlbarem Zementklinker bei konstanter Aufgabenmenge die Trenngrenze der Sichter in Richtung auf eine feinere Trenngrenze verändert wird.
  • Eine Vorrichtung der eingangs genannten Art zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens ist erfindungsgemäß dadurch gekennzeichnet, daß zur Konstanthaltung einer gewünschten Umlaufmenge eine Reglereinheit zur Veränderung der Trenngrenze der einen oder der mehreren Trennvorrichtungen, insbesondere der Sichter, vorgesehen ist, wobei diese vom Ausgangssignal zumindest einer die aus der Trennvorrichtung kommenden Grieße mengenmäßig bestimmendenEinrichtung insbesondere einer die GrießewägendenGriflenwaage,beaufschlagte Reglereinheit dieses Ausgangssignal mit einem vorgegebenen Sollwert vergleicht, und in Abhängigkeit davon die Trenngrenze der Trennvorrichtungen verändert, und wobei Einrichtungen zur Konstanthaltung der Aufgabemenge der Mahl anlagen in Abhängigkeit der geforderten Endfeinheit vorgesehen sind.
  • Bevorzugt ist es, daß als die Grieße mengenmäßig bestimmende Einrichtungen Leistungsmeßeinrichtungen für zumindest ein Becherwerk oder pneumatisches Hebewerk vorhanden sind. Dabei kann es zweckmäßig sein, daß die Sichter Lüfter und Gegenlüfter aufweisen und deren Drehzahl mechanisch, elektromotorisch, elektronisch oder pneumatisch veränderbar ist.
  • Im folgenden soll noch der Vollständigkeit halber eine Mahlanlage anhand einer in der Zeichnung dargestellten Prinzipdarstellung ausführlich beschrieben werden.
  • In dem Prinzipschema ist eine Mahlanlage 1 dargestellt, bestehend aus einer 2-Kammer-RohrmUhle, in welcher die beiden Mahlkammern mit Stahlkugeln bei einem Füllungsgrad von ca. 30 C/o gefüllt sind, ein Becherwerk 2 für den vertikalen Transport des Mahlgutes vom Mühlenauslauf zu den beiden Sichtanlagen 3 (Sichter), einer Förderstrecke 4 für Fertiggut, einer Förderstrecke 5 für die Grieße mit integrierter Grießbandwaage 6 und 3 Waagenanlagen 7 für die Frischgutkomponente, im gegebenen Fall für Zementklinker, Rohgips und granulierte Hochofenschlacke.
  • Das Produktionsschema von dem vorgenannten Beispiel einer Zementmahlanlage verläuft wie folgt: Mit den drei Waagen 7 werden die einzelnen Frischgutkomponenten in der Zusammensetzung entsprechend der gewünschten Zementsorte und in der Menge entsprechend der gewünschten Feinheit der Mühlenaufgabe zugeführt. In der Mühle 1 selbst erfolgt die Zerkleinerung, wobei zum Mahlen aufgabegut noch die Menge Grieße dazukommt, welche von den Sichtanlagen 3 als zu grob abgeschieden wurden. Das Mahlgut verläßt die Mühle 1 über den Auslauf, gelangt in das Becherwerk 2 und wird den Sichtanlagen 3 gleichmäßig aufgeteilt zugeführt. In den Sichtanlagen 3 findet eine Trennung des Mahlgutes mit einer variablen Trenngrenze statt, wobei jener Teil des Mahlgutes, welcher feiner als die eingestellte Trenngrenze ist, als Fertiggut abtransportiert, während jener Teil des Mahlgutes, welcher gröber als die Trenngrenze ist, als Grieße der Mühle 1 zur Weitervermahlung zugeführt wird.
  • Die vorbeschriebene Umlaufmengenregelung gemäß dem erfindungsgemäßen Verfahren der vordem als Beispiel angeführten Zementmahlanlage besteht im wesentlichen aus zwei Regelkreisen, welche im folgenden gleichfalls ausführlich beschrieben werden.
  • 1.) FrischFutmengenregelung: Die Frischgutkomponenten werden je nach gewünschtem Mahlgut in einem bestimmten Verhältnis zueinander mittels Dosiereinrichtungen (von Motoren 12 angetriebene Förderanlagen) aufgegeben. Eine erfahrungsgemäße Sollmenge wird über einen Potentiometerabgriff 9 für den Sollwert der Frischgut summe in Form einer Gleichspannung den Aufgabereglern 8 zugeführt und im erfindungsgemäßen Verfahren wird diese Frischgutmenge innerhalb der Reglertoleranzen konstant gehalten.
  • Die Aufgaberegler 8 erhalten von dem Gewicht der Bandbeladung und der Bandgeschwindigkeit abhängige Signale und steuern die Motoren 12.
  • 2.) Grießmen£enregelunz: Die Mengenermittlung des Rückgutes erfolgt mit einer Wiegeeinrichtung 6 (Gewicht der Bandbeladung x Bandgeschwindigkeit) und es dient dieser Meßwert einem elektronischen Regler 10 als Istgröße. Der aus Erfahrungswerten gebildete Sollwert wird direkt am genannten Regler 10 eingestellt. Entsprechend der Soll-Ist-Differenz gibt der PI-Regler Plus- bzw. Minus-Impulse an die Drehzahlregeleinrichtung des thyristorgesteuerten Gleichstrommotors 11 des Sichterstreutellers. Das vor Aufschaltung des Regelkreises notwendige Hochfahren der Streutellerdrehzahl erfolgt händisch, wobei dieser Drehzahlwert je nach Mahlgut differiert und für den Jeweils in Verwendung stehenden Sichter nach Erfahrungswerten erarbeitet werden muß.
  • Im folgenden soll der Regelungsvorgang bei Änderung in der Zusammensetzung der Aufgabemenge beschrieben werden.
  • Wie bereits erwähnt, stammen die Unterschiede in der Mahlbarkeit des Mahlgutes überwiegend aus der Klinkerkomponente. Im vorliegenden Fall wird Klinker schwerer Mahlbarkeit der Mahlanlage aufgegeben. Das die Mühle 1 verlassende Produkt weist nun eine gröbere Kornzusammensetzung auf, wobei diese Materialänderung eine Erhöhung der abgeschiedenen Grießmenge durch den Sichter 3 bewirkt. Auf das Ansteigen der Grießmenge reagiert der Regler 10 derart, daß er die Streutellerdrehzahl reduziert, damit also die Trenngrenze ändert. Demzufolge wird vom Sichter 3 entsprechend der Soll-Ist-Abweichung wieder weniger Rückgut abgeschieden. Es können somit zwei wesentliche Effekte erreicht werden, nämlich a) die der Mühle rückgeführte Grießmenge bleibt relativ konstant, d.h. das Verhältnis Frischgut zu Rückgut ist nahezu unverändert und b) es wird die Qualitätsverbesserung des Endgutes, welche durch den schwerer mahlbaren, aber qualitativ besseren Klinker erreicht werden würde, jedoch nicht erforderlich ist, verhindert. Ferner wird mit dieser regeltechnischen Maßnahme eine zusätzliche Verschiebung der Trenngrenze infolge erhöhtem Materialangebot in Richtung feinerem Austrag und somit weiterer Qualitätsverbeserung hintangehalten.
  • Die Richtigkeit des erfindungsgemäßen Verfahrens zur Regelung von Mahlanlagen ist in monatelangen Auswertungen von Zementmahlanlagen bestätigt worden, wie unter anderem aus beiliegender Gegenüberstellung ersichtlich ist.
  • Die statische Auswertung der Schwankungen von Zementfeinheit und Druckfestigkeit nach 3, 7 und 28 Tagen bei der Mahlung von Portlandzement 275 (H) zeigt deutlich die starken Verbesserungen in der Gleichmäßigkeit des Endgutes durch beachtliche Erniedrigung von Standardabweichungen und Variationskoeffizient bei den Feinheit-und Festigkeitswerten.
  • PZ 275 (H) - Mahlungsproben einer Zementmühle Statistische Auswertung der Schwankungen von Blainewert und Druckfestigkeit von 3, 7 und 28 Tagen Gegenüberstellung mit herkömml. mit erfdgms.
  • Regelung Sichterregelung Blainewert, cm²/g Niedrigster Wert 2950 3000 Höchster Wert 3530 3250 Mittlerer Wert 3207 3076 Standardabweichung, kp/cm2 + 120 +53 Variationskoeffizient, % 3,7 1,7 Druckfestigkeiten, kp/cm2, Prüfung nach ÖN B 3310 Nach 3 d.
  • Niedrigster Wert l39 175 Höchster Wert 266 226 Mittlerer Wert 192 193 Standardabweichung, kp/cm2 + 24,0 + 11,8 Variationskoeffizent, % 12,5 6,1 Nach7d.
  • Niedrigster Wert 217 262 Höchster Wert 346 326 Mittlerer Wert 282 284 Standardabweichung, kp/cm2 + 27,8 + 16,4 Variationskoeffizient, % 9,9 5,8 Nach 28 d.
  • Niedrigster Wert 355 390 Höchster Wert 498 461 Mittlerer Wert 427 425 Standardabweichung, kp/cm2 -+ 37,5 + 19,4 Variationskoeffizient, % 8,8 4,6 L e e r s e i t e

Claims (6)

  1. P a t-e n t a n s p r ü c h e 0 Verfahren zum Mahlen und Sichten eines körnigen Gutes im geschlossenen Kreislauf, insbesondere von Zement, bei welchem das Aufgabegut gemahlen und das Mahlgut anschließend gesichtet und in einen Grießenstrom und in einen Feingutstrom zerlegt wird, wobei der Grießenstrom in den Aufgabegutstrom zurückgeführt wird und das Feingut das Fertigprodukt bildet, dadurch gekennzeichnet, daß die Konstanthaltung einer gewünschten Umlaufmenge durch das Verändern der Trenngrenze der einen oder der Trennvorrichtungen, insbesondere der Sichter, in Abhängigkeit von der Menge insbesondere von dem Gewicht des Grießenstromes nach dem Sichten geregelt wird, wobei die Aufgabemenge der Mahlanlagen der geforderten Endfeinheit entsprechend konstant gehalten wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Menge in Abhängigkeit von der Leistungsaufnahme zumindest eines Becherwerkes oder pneumatischen Hebewerkes geregelt wird.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß bei der Mahlung von schwerer mahlbarem Zementklinker bei konstanter Aufgabemenge die Trenngrenze der Sichter in Richtung auf eine gröbere Trenngrenze und daß bei Mahlung von leichter mahlbarem Zementklinker bei konstanter Aufgabemenge die Trenngrenze der Sichter in Richtung auf eine feinere Trenngrenze verändert wird.
  4. 4. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 3, welche eine Mühle und zumindest eine grießenseitig in den geschlossenen Kreislauf der Mühle eingeschaltete Trennvorrichtung, insbesondere einen Sichter, sowie ein dem Mtllilenaustrag mit dem Sichtereintrag verbindendes Becherwerk aufweist, wobei der Feingutaustrag des Sichters in eine Fertiggutleitung mündet und die Grieße aus der Trennvorrichtung der Mühlenaufgabe zuführbar sind, dadurch gekennzeichnet, daß zur Konstanthaltung einer gegewünschten Umlaufmenge eine Reglereinheit (10) zur Veränderung der Trenngrenze der einen oder der-mehreren Trennvorrichtungen (3), insbesondere der Sichter, vorgesehen ist, wobei diese vom Ausgangssignal zumindest einer die aus der Trennvorrichtung (3) kommenden Grieße mengenmäßig bestimmendenEinrichtung (6), insbesondere einerdie Grieße wägenden Grießenwaage,beaufschlagte Reglereinheit (10) dieses Ausgangssignal mit einem vorgegebenen Sollwert vergleicht, und in Abhängigkeit davon die Trenngrenze der Trennvorrichtungen (3) verändert, und wobei Einrichtungen (7,8,9,12) zur Konstanthaltung der Aufgabemenge der Mahlanlagen (1) in Abhängigkeit der geforderten Endfeinheit vorgesehen sind.
  5. 5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß als die Grieße mengenmäßig bestimmende Einrichtungen (6) Leistungsmeßeinrichtungen für zumindest ein Becherwerk oder pneumatisches Hebewerk vorhanden sind.
  6. 6. Vorrichtung nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Sichter (3) Lüfter und Gegenlüfter aufweisen und deren Drehzahl mechanisch, elektromotorisch, elektronisch oder pneumatisch veränderbar ist.
DE19762651548 1975-11-12 1976-11-11 Verfahren und vorrichtung zum mahlen und sichten eines gutes Withdrawn DE2651548A1 (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT861575A AT339704B (de) 1975-11-12 1975-11-12 Verfahren und vorrichtung zum mahlen und sichten eines gutes

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE2651548A1 true DE2651548A1 (de) 1977-06-23

Family

ID=3607055

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE19762651548 Withdrawn DE2651548A1 (de) 1975-11-12 1976-11-11 Verfahren und vorrichtung zum mahlen und sichten eines gutes

Country Status (2)

Country Link
AT (1) AT339704B (de)
DE (1) DE2651548A1 (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0447669A1 (de) * 1990-02-20 1991-09-25 Krupp Polysius Ag Verfahren und Mahlanlage zur zweistufigen Zerkleinerung von sprödem Mahlgut
WO2009043503A3 (de) * 2007-09-29 2009-05-28 Holcim Technology Ltd Verfahren und anlage zur herstellung von mehrkomponentenzementen

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0447669A1 (de) * 1990-02-20 1991-09-25 Krupp Polysius Ag Verfahren und Mahlanlage zur zweistufigen Zerkleinerung von sprödem Mahlgut
WO2009043503A3 (de) * 2007-09-29 2009-05-28 Holcim Technology Ltd Verfahren und anlage zur herstellung von mehrkomponentenzementen

Also Published As

Publication number Publication date
AT339704B (de) 1977-11-10
ATA861575A (de) 1977-02-15

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2032736C3 (de) Verfahren zum Vermählen von grobkörnigen Mineralien
DE1281818B (de) Verfahren zum gleichzeitigen Mahlen mehrerer Rohstoffe unterschiedlicher Mahlbarkeit
EP0447669B1 (de) Verfahren und Mahlanlage zur zweistufigen Zerkleinerung von sprödem Mahlgut
EP0292739B1 (de) Verfahren und Anlage zur Zerkleinerung von Mahlgut
EP0403778B1 (de) Verfahren zum Betrieb einer Anlage zur zerkleinerung bzw. Mahlung von sprödem Gut
EP2193108A2 (de) Verfahren zur herstellung von portlandhüttenzementen und hochofenzement
WO2019030226A1 (de) Verfahren und anlage zur herstellung von zement
DE102015001404B3 (de) Kreislaufmahlanlage mit zwei Mahlvorrichtungen und Verfahren zum Betrieb der Kreislaufmahlanlage
EP0527333B1 (de) Verfahren und Anlage zum Zerkleinern von Hüttensand
DE3518543C2 (de)
DE19514971A1 (de) Verfahren und Anlage zur energiesparenden Herstellung eines Feingutes
DE3520069A1 (de) Verfahren und anlage zur zweistufigen zerkleinerung
EP0273198A2 (de) Verfahren und Anlage zur zweistufigen Zerkleinerung von sprödem Mahlgut
DE102012024316A1 (de) Behandlung von Mahlgut für die Zerkleinerung in einer Pressmühle
DE2545424A1 (de) Verfahren zur trockenen mahlung von erzen auf pelletierfeinheit
DE2651548A1 (de) Verfahren und vorrichtung zum mahlen und sichten eines gutes
DE102007046835B3 (de) Verfahren und Anlagen zur Herstellung von Mehrkomponentenzementen
AT218836B (de) Verfahren zum Steuern der Beschickung einer Rohrmühle
DE1104800B (de) Regelungsverfahren und Regeleinrichtung zum Konstanthalten des Feinheitsgrades der aus einem Sichtgutgemenge durch Windsichtung abgetrennten Feingutfraktion
DE3506502A1 (de) Verfahren zur mengenstromoptimierung bei der energiesparenden herstellung eines feingutes, insbesondere von zement
DE4447872C2 (de) Verfahren zur Herstellung einer Werktrockenmischung, Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens und Verwendung der nach dem Verfahren hergestellten Werktrockenmischung
EP0492080B1 (de) Verfahren und Einrichtung zur Regelung des Betriebs einer Gutbettwalzenmühle
EP1789363B1 (de) Verfahren zum aufbereiten von kohle-trockenstoff für die herstellung von elektroden
DE1298395B (de) Verfahren zum Regeln einer Mahlanlage
EP0068176A2 (de) Verfahren zur Regelung einer Mahlanlage

Legal Events

Date Code Title Description
8139 Disposal/non-payment of the annual fee