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DE2650797A1 - Verfahren zur regelung auf eine zielgeschwindigkeit - Google Patents

Verfahren zur regelung auf eine zielgeschwindigkeit

Info

Publication number
DE2650797A1
DE2650797A1 DE19762650797 DE2650797A DE2650797A1 DE 2650797 A1 DE2650797 A1 DE 2650797A1 DE 19762650797 DE19762650797 DE 19762650797 DE 2650797 A DE2650797 A DE 2650797A DE 2650797 A1 DE2650797 A1 DE 2650797A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
brake
speed
braking
train
time
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Ceased
Application number
DE19762650797
Other languages
English (en)
Inventor
Herbert Bohms
Karl Dipl Ing Hahn
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Licentia Patent Verwaltungs GmbH
Original Assignee
Licentia Patent Verwaltungs GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Licentia Patent Verwaltungs GmbH filed Critical Licentia Patent Verwaltungs GmbH
Priority to DE19762650797 priority Critical patent/DE2650797A1/de
Publication of DE2650797A1 publication Critical patent/DE2650797A1/de
Ceased legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B60VEHICLES IN GENERAL
    • B60TVEHICLE BRAKE CONTROL SYSTEMS OR PARTS THEREOF; BRAKE CONTROL SYSTEMS OR PARTS THEREOF, IN GENERAL; ARRANGEMENT OF BRAKING ELEMENTS ON VEHICLES IN GENERAL; PORTABLE DEVICES FOR PREVENTING UNWANTED MOVEMENT OF VEHICLES; VEHICLE MODIFICATIONS TO FACILITATE COOLING OF BRAKES
    • B60T8/00Arrangements for adjusting wheel-braking force to meet varying vehicular or ground-surface conditions, e.g. limiting or varying distribution of braking force
    • B60T8/17Using electrical or electronic regulation means to control braking
    • B60T8/1701Braking or traction control means specially adapted for particular types of vehicles
    • B60T8/1705Braking or traction control means specially adapted for particular types of vehicles for rail vehicles

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Transportation (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Electric Propulsion And Braking For Vehicles (AREA)

Description

  • Verfahren zur Regelung auf eine Zielgeschwindigkeit
  • Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Regelung auf eine Zielgeschwindigkeit gleisgebundener Triebfahrzeuge über nichtelektrische Bremseinrichtungen, die größere Zeitkonstanten für Aufbau und Lösen der Bremse aufweisen, insbesondere für lokomotivbespannte Züge mit Druckluftbremse.
  • Bei Zügen mit Bremsen, die hohe Zeitkonstanten sowohl für den Aufbau wie für das Lösen der Bremse aufweisen (Aufbauzeit z.B.
  • 30 bis 45 s; Bremslösezeit ca. das 1,5 bis 1,8fache) ist es wesentlich, bei Sollwertwechseln der Geschwindigkeit zu niederen Geschwindigkeiten nicht nur die Bremse umgehend anzulegen, sondern auch und insbesondere so rechtzeitig wieder aufzulösen, daß der Zug nicht unterbremst wird. Bisher war das bei druckluftgebremsten Zügen nur schwer zu erreichen.
  • Aufgabe der Erfindung ist es, die unterschiedlichen Einflüsse von der Topographie der Strecke, den Beladungsverhältnissen des Zuges, der gerade vorliegenden Momentangeschwindigkeit und der eingesetzten Bremskräfte weitgehend auszuschalten, um auch bei langen Lösezeiten der Bremse ein zielpunktgenaues Erreichen einer Zielgeschwindigkeit zu bewirken.
  • Für ein Verfahren der eingangs genannten Art wird diese Aufgabe nach der Erfindung dadurch gelöst, daß für jedes Bremsspiel der Geschwindigkeitsverlustv des Fahrzeuges während des Bremsaufbaus ermittelt und zu einer vorzeitigen Bremsauflösung durch entsprechende Erhöhung der vorgegebenen Zielsollwertgeschwindigkeit oder abfälschenden Minderung der Fahrzeugistgeschwindigkeit herangezogen wird. Man geht dabei von der Überlegung aus, daß bei angenommen gleichen Aufbau- und Lösezeiten der Bremse, die sich einstellenden spezifischen Geschwindigkeitsdifferenzen jedes Bremse spiels in etwa gleich sind und man aus der jeweiligen Bremsaufbauzeit die nötige Bremslösezeit bzw. Geschwindigkeit, bei der diX Bremse aufzulösen ist, errechnen und berücksichtigen kann. In spezieller Ausbildung des Verfahrens wird der Geschwindigkeitsverlwst sv mit einem der höheren BremsauflösezeiËt Dremsawfhauzeit zugeordneten Faktor multi-plizLert sollwertgeschwindigkeit durch Addition oder die Fahrzeugistgeschwindigkeit durch Subtraktion beeinflußt. Nach einem weiteren vorteilhaften Gedanken erfährt der Faktor eine Erhöhungskorrektur, die abhängig vom erreichten Verzögerungsanstieg (- db) während der Bremsphase ist. In einer zweckmäßigen Andt ordnung zur Durchführung des Verfahrens ist ein der Geschwindigkeit entsprechendes Eingangssignal über zwei in Reihe geschaltete Differenzierglieder an den einen Eingang eines Multipliziergliedes gelegt, das an seinem anderen Eingang von einem vom Bremsbefehl ausgelösten Zeitintegrator beaufschlagt ist und der Ausgang des Multipliziergliedes speist sowohl ein Integrierglied als auch einen invertierenden roportionalverstärker, deren beider Ausgänge in Summationsschaltung an den Eingang eines den Soll-Istwertvergleich des Bremsregelkreises beeinflussenden Proportionalverstärkers gelegt sind.
  • An Hand einer Prinzipdarstellung und eines schematischen Ausführungsbeispiels wird die Erfindung im Nachstehenden näher erläutert.
  • Es zeigen: Fig. 1 - das Verzögerungsdiagramm einer Bremse über ein Bremsspiel Fig. 2 - ein Blockschaltbild Kurve I in Fig. 1 zeigt den Verlauf eines Bremsaufbaus an Hand der Zunahme der Bremskraft oder Verzögerung über der Zeit.
  • Nach einem bei T0 gegebenen Bremsbefehl beginnt die Bremse verzögert erst bei T1 einzusetzen. Die Erhöhung der Bremskraft pro Zeiteinheit nimmt zu, d.h. der Kurvenverlauf wird allmählich steiler. Bei T2 hat er seine größte Steilheit und nähert sich dann abnehmend asymptotisch der maximalen Bremskraft und größen Verzögerung bei T4. Eine solche Vollbremsung mit maximaler Bremskraft tritt im Betrieb seltener auf als kurzes Anbremsen mit abgebrochenem Bremsaufbau bei bestimmter Bremskraft, wie z.B. bei Langsamfahrstellen, Bahnhofseinfah*en usw. In einem solchen Fall wird z.B. der Bremskraft- oder Verzögerungsverlauf bereits im Punkt A abgebrochen (T3). Ein Lösen der Bremse erfolgt dann nach der Kurve II. Die in waagerechte Streifenab . t bis zum Punkt A. aufgeteilte Fläche oberhalb der Kurve I stellt
    fdb
    alSJ dt .
  • tdt ein Maß für die während des Bremsaufbaus bereits verlorengehende Geschwindigkeit av dar, ehe die Endverzögerung überhaupt erreicht ist. Auch beim Lösen der Bremse geht bis zur Verzögerung Null noch Geschwindigkeit verloren. Die schraffierte Fläche unterhalb der Kurve II gibt dieses A v wieder. Man geht davon aus, daß dieses Av für ein Bremsspiel, d.h. für Aufbau und Lösen der Bremse jeweils in etwa gleich ist und mißt bei jedem Bremsspiel das Av des Aufbaus. Der gespeicherte Wert wird zur rechtzeitigen Bremsauflösung herangezogen, indem diesesAv der vorgegebenen Sollgeschwindigkeit bei der Bremsregelung zuaddiert oder von der Istgeschwindigkeit abgezogen wird. Da die Lösezeit einer Druckluftbremse das 1,5 bis 1,8fache der Aufbauzeit entspricht, die Fläche und damit das während des Lösens zu berücksichtigende v sowie etwas größer ist, wird zum Ausgleich ein fester Korrekturfaktor k für den Meßwert eingeführt. Aus den Kurvenverläufen I und II ergeben sich weitere Flächenunterschiede, und wo je nachdem, obvauf der Kurve I abgebrochen wird. Besonders stark sind diese Unterschiede bei Bremsauflösungen aus Bereichen, wo die Bremsaufbaukurve I ihre größte Steilheit aufweist (z.B. um Punkt A). Eine von der Steilheit ät der Bremsdt aufbaukurve I abhängige Zusatzkorrektur mindert diese Ungleichheit.
  • Fig. 2 zeigt dazu in Blockbilddarstellung eine Schaltungsrealisierung. Die am Eingang 1 eines als Differenzierglied 2 arbeitenden Operationsverstärkers anstehende Istgeschwindigdv keit viSt wird zu - 7t = -b differenziert und anschließend einer nochmaligen Differenzierung in einem zweiten Differenzierglied 3 unterworfen. Das Ergebnis db (auch) wird l:f ein dt Multiplizierglied 4 gegeben und dort mit der von einem Zeitintegrator 5 während der Dauer des Bremsbefehls des Bremsspiels aufgelaufenen Zeit multipliziert. Der Bremsbefehl steht dabei beim Eingang 6 des Zeitintegrators 5 an und löst diesen aus. Das am Ausgang des Mu-ltipliziergliedes 4 auftretende Produkt dt t t wird in einem weiteren Integrierglied 7 zut v integriert und einem Proportionalverstärker 13 zugeführt. Dieser realisiert über das Widerstandsverhältnis der Widerstände 11 und 10 den auf Grund der erhöhten Bremsauflösezeit zugeordneten festen Erhöhungsfaktor k 1. Um, wie zu Fig. 1 Kurve II beschrieben, zu einer Kennlinienkorrektur zu~kommen, die abdb hängig vom Verzögerungsanstieg ist, wird dt t t noch einem invertierenden Proportionalverstärker 9 zugeftihrt. Dieser liefert über einen Anpassungswiderstand 12 ein additives Signal an den Proportionalverstärker 13. Das Verhältnis des Rückkopplungswiderstandes 11 und des Anpassungswiderstandes 12 bestimmt den Einfluß des verstärkten Korrektursignals auf den Festfaktor k. Bei Bremsauflösung aus der Maximalverzögerung heraus ist diese Signal ohne Einfluß, da dann der Verzögerungsanstieg Null ist. Das Signal am Ausgang 14 des P-Verstärkers 13 wird dem hier nicht näher gezeigten Bremsregelkreis zugeführt und bewirkt eine vorzeitige Wegnahme des Bremsbefehls, indem es entweder den Geschwindigkeitssollwert erhöht oder entsprechend den Fahrgeschwindigkeitssollwert abfälschend vermindert. Beträgt beispielsweise die Fahrgeschwindigkeit 60 km/h und dasnv des Bremsaufbaus wurde mit 20 km/h gespeichert, und man will eine Zielgeschwindigkeit von 30 km/h erreichen, dann sind bis zu einer Auflösung der Bremse nur noch 10 km/h abzubremsen. Es kann durch die Erfindung bei einem Bremsbefehl rigoros jede Bremskraft angesteuert werden, unabhängig welche Verzögerung letztlich auftritt. Das beim Aufbau der Bremse gemessenes v stellt, sofern nicht unrealistische Strekkenverhältnisse vorliegen, die rechtzeitige Auflösung der Bremse sicher.
  • 6 Seiten Beschreibung 4 Patentansprüche 1 Bl. Zeichnungen

Claims (4)

  1. Patentansprüche: Verfahren zur Regelung auf eine Zielgeschwindigkeit gleisgebundener Triebfahrzeuge über nichtelektrische Bremseinrichtungen, die größere Zeitkonstanten für Aufbau und Lösen der Bremse aufweisen, insbesondere für lokomotivbespannte Züge mit Druckluftbremse, dadurch gekennzeichnet, daß für jedes Bremsspiel der Geschwindigkeitsveriust (av) des Fahrzeuges während des Bremsaufbaus ermittelt und zu einer vorzeitigen Bremsauflösung durch entsprechende Erhöhung der vorgegebenen Zielsollwertgeschwindigkeit (vsoll-ziel) oder abfälschenden Minderung der Fahrzeugistgeschwindigkeit (list) herangezogen wird.
  2. 2.) Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Geschwindigkeitsverlust (Av) mit einem der höheren Bremsauflösezeit gegenüber der Bremsaufbauzeit zugeordneten Faktor (k> 1) multipliziert und die Zielsollwertgeschwindigkeit durch Addition oder die Fahrzeugistgeschwindigkeit durch Subtraktion beeinflußt wird.
  3. 3) Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Faktor (k) eine Erhöhungskorrektur erfährt, die abhängig vom erreichten Verzögerungsanstieg (- db> während dt der Bremsphase ist.
  4. 4.) Anordnung zur Durchführung des Verfahrens nach den vorhergehenden Ansprüchen, dadurch gekennzeichnet, daß ein der Geschwindigkeit (list) entsprechendes Eingangssignal über zwei in Reihe geschaltete Differenzierglieder (2 und 3j an den einen Eingang (a) eines Multipliziergliedes (4) gelegt ist, das an seinem anderen Eingang (b) von einem vom Bremsbefehl ausgelösten Zeitintegrator (5) beaufschlagt ist, und daß der Ausgang des Multipliziergliedes (4) sowohl ein Integrierglied (7) als auch einen invertierenden Proportionalverstärker (9) speist, deren beider Ausgänge in Summationsschaltung an den Eingang eines den Soll-Istwertvergleich des Bremsregelkreises beeinflussenden Proportionalverstärkers (13) gelegt sind.
DE19762650797 1976-11-03 1976-11-03 Verfahren zur regelung auf eine zielgeschwindigkeit Ceased DE2650797A1 (de)

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DE2650797A1 true DE2650797A1 (de) 1978-05-11

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