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Verfahren und Vorrichtung zur
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Herstellung einer dekorativen Bahn Die Erfindung betrifft ein Verfahren
und eine Vorrichtung zum Herstellen einer dekorativen Bahn bzw. eines dekorativen
Bahnmaterials und insbesondere zum mechanischen Einprägen eines Musters in ein Bodenbelagmaterial.
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Aus der US-PS 3 741 851 sind ein Produkt und ein Verfahren bekannt,
bei denen ein Bodenbelag aus geschäumtem Vinylkunststoff verwendet wird. Zwischen
einer Schaumharzschicht und einer transparenten Harzschicht ist ein gedrucktes Farbmuster
vorgesehen. Das Prägen erfolgt an der transparenten Harzschicht in Deckung mit dem
gedruckten Muster.
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Aus der US-PS 3 176 o58 ist eine Vorrichtung zum Prägen von bahnförmigem
Material bekannt. Eine Wasserkühlung dient zur Kühlung einer der beiden Seiten der
Bahn vor dem Prägen.
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Die US-PS 3 305 419 betrifft eine Vorrichtung zum Prägen eines mit
einer Polyurethanbahn hinterlegten Schaums. Dabei wird nur die zu prägende Oberfläche
mit Wärme behandelt, so daß das darunterliegende Schaummaterial nicht zerstört wird.
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Aus der US-PS 3 196 o62 ist noch ein Verfahren bekannt, bei dem gekühlte
Prägewalzen zur Erzeugung eines Prägemusters auf einem bahnförmigen Material verwendet
werden, das aus einer schäumbaren thermoplastischen Harzbasis und einer Oberflächenbeschichtung
aus thermoplastischem Harz besteht. Die Erhitzung der Oberfläche erfolgt unmittelbar
vor dem Prägen.
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Zum Stand der Technik gehören außerdem die US-PS 2 723 937, die ein
Produkt zum Prägen eines Bodenbelagmaterials beschreibt, wobei das Prägen von einer
mit Stützwalzen zusammenwirkenden Prägewalze ausgeführt wird, die US-PS 3 776 797,
die eine Prägungseinrichtung erläutert, bei der das Prägen mit einer Prägewalze
und Stützwalzen ausgeführt wird, die US-PS 3 246 365, aus der eine Prägevorrichtung
mit einer Vielzahl von Präge- und Stützwalzen bekannt ist, sowie die US-PS 3 338
731, die ein Verfahren zum Prägen von Polyvinylchloridbeschichtungen auf einer Trägerbasis
beschreibt.
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Nach dem erfindungsgemäßen Verfahren werden das Schäumen eines dekorierten
Schaums und des Drucken eines Musters auf den Schaum in einer früheren Stufe des
gleichen Herstellungs verfahrens abgeschlossen, bei welchem das Prägen ausgeführt
wird. Das heißt mit anderen Worten, daß das Prägen am Ende des Prozesses ausgeführt
wird, bei welchem das geschäumte Produkt mit dem daraufgedruckten Muster ausgebildet
wird.
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Das geschäumte bahnförmige Produkt wird von einer Unterlage getragen,
hat jedoch keine Trittschicht bzw. Verschleißschicht auf der zu prägenden Schaumoberfläche
aufgeschmolzen oder durch Härten aufgebracht. Die Oberfläche des zu prägenden Schaums
wird auf einer hohen Oberflächentemperatur
gehalten, während die
Unterlage der Bahn und der darauf befindliche Schaum durch die kombinierten Maßnahmen
einer rückseitigen Benetzung und einer Trommelkühlung gekühlt werden, wobei auch
zur Kühlung nur die Benetzung allein verwendet werden kann. Mittels geeigneter Führungsanordnungen
und Steuerungen wird die Kombination Unterlage-Schaumschicht in eine Prägeanordnung
geführt, so daß das Prägemuster auf der Schaumschicht in Deckung mit dem gedruckten
Muster auf der Oberfläche des Schaums aufgebracht wird. Durch die Benetzung und/oder
Kühlung ergibt sich ein Temperaturunterschied zwischen der Oberfläche des prägenden
Schaums und der von der zu prägenden Oberfläche abgewandten rückseitigen Schicht
des Schaums von ca. 47 grd C bis 83 grd C (85 F bis 150 F) bzw. 30 grd C bis 65
grd C.
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Nachdem das Produkt geprägt worden ist, kann es mit einem Trittschichtüberzug
bzw. einem Verschleißschichtüberzug versehen werden, der anschließend aufgeschmolzen
oder durch Härten aufgebracht wird.
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Erfindungsgemäß kann die Bahn teilweise um die Stützwalze der Prägevorrichtung
herumgelegt werden, ehe die Bahn in den Spalt zwischen der Prägewalze und der Sützwalze
der Prägevorrichtung geführt wird. Nachdem die Bahn durch den Spalt zwischen der
Prägewalze und der Stützwalze gegangen ist, kann sie um einen Abschnitt der Oberfläche
der Prägewalze herumgelegt werden. Wie erwähnt, kann nach diesem Prägevorgang in
der vorstehenden Weise ein Verschleißschichtüberzug aufgebracht werden.
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Wenn erfindungsgemäß flache Prägewalzen mit großer Prägefläche benutzt
werden, wird das mechanische Prägen mit einstellbaren Prägetiefen sowie die fertigen
Endprodukte auf den Schaumstrukturen gegenüber dem Stand der Technik erheblich verbessert.
Zusätzlich erlauben die kombinierte Benetzung der Rückseite und die Trommelkühlung
eine erhöhte
Produktionsleistung und gewährleisten bei dicken Schaumprodukten
ein Prägen in mehreren Höhen.
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Wenn die Bahn um die Stützwalze herumgelegt wird, ergibt sich ein
zwangsweiser Eingriff zwischen der Stützwalze und der Bahn, wodurch die Kombination
Stützwalze-Prägewalze wirksam angetrieben wird. Das Herumlegen der Bahn um die Prägewalze
trägt dazu bei, die Schärfe des eingeprägten Musters in der geprägten Schaumschichtoberfläche
insbesondere bei dicken Schäumen zu verbessern.
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Anhand der beiliegenden Zeichnungen wird die Erfindung beispielsweise
näher erläutert.
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Fig. 1 zeigt schematisch eine Vorrichtung zur Durchführung des erfindungsgemäßen
Verfahrens.
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Fig. 2 zeigt eine gegenüber Fig. 1 modifizierte Vorrichtung.
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Bei dem aus der US-PS 3 741 851 bekannten Verfahren wird ein Ofen
dazu verwendet, Harzmaterialien zu schmelzen und das Schäum- oder Treibmittel gleichmäßig
über der ganzen Fläche des Produktes zu versetzen. Danach wird die Bahn in heißem
Zustand, beispielsweise bei einer Temperatur zwischen 107 und 1630 C einer Prägeanordnung
zugeführt. Die Erfindung betrifft nun eine Modifizierung der gemäß dem Stand der
Technik behandelten Bahn.
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Die erfindungsgemäß verwendete Bahn 2, die aus einem Ofen kommt, besteht
nur aus einer Unterlagenschicht und aus einer Schaumschicht. Bei der Bahn 2 fehlt
somit die gemäß der US-PS 3 741. 851 und der Patentanmeldung P 26 o7 695.9-45 vorhandene
Verschleißschicht.
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Die warme Bahn 2 läuft um eine herkömmliche Führungsanor<1-nung
4,die in Querrichtung zur Bewegungsrichtung der Bahn 2
das Druckmuster
auf der Bahn in Deckung mit dem Prägewalzenmuster hält. Die Führungsanordnung 4
besteht aus zwei Führungswalzen 6 und 8. Die Rückseite der Bahn 2 läuft über die
Walze 6. Darauf bewegt sich die Bahn 2 unter der Walze 8 hindurch, wobei die Walzenoberfläche
die zu prägende Oberfläche der Bahn 2 berührt. Diese Oberfläche ist ziemlich warm,
so daß es sich empfiehlt, die Walze 8 mit einem Polytetrafluoräthylenüberzug zu
versehen, um ein Ankleben der oberen Prägebahnfläche der Bahn 2 an der Oberfläche
der Walze 8 zu verhindern. Die Oberflächentemperatur der Walze 8 wird auf einem
Wert zwischen etwa 93 und etwa 121°C gehalten.
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Die Führungsanordnung 4 besteht aus zwei winklig auf einem Träger
in Querrichtung beweglich befestigten Führungswalzen.
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Diese Walzenanordnung wird als "Kambe - Roller" bezeichnet.
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Die Querführung der Bahn wird mittels dieser Walzenanordnung erreicht.
Es können jedoch auch Führungsstangen verwendet werden, die längs der Kante der
Bahn angeordnet sind und so die Bahnkante und damit die Musterkante bezüglich der
im Fertigungsverlauf nachgeordneten Prägewalze führen. Rambe-Roller-Anordnungen
sind aus den US-PSn 3 o24 955 und 2 797 o91 bekannt.
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Die Bahn 2 läuft dann über eine im folgenden als Kühleinrichtung bezeichnete
Einrichtung zur Benetzung der Rückseite der Bahn 2. Die Kühleinrichtung 1o besteht
vorzugsweise aus einer teilweise in ein Flüssigkeitsbad 14 eintauchenden, mit Filz
überzogenen Walze 12. Die mit Filz überzogene Walze 12 der Kühleinrichtung 1o kann
auch durch eine Stahlwalze oder ein Wassersprühsystem ersetzt werden. Die Kühleinrichtung
lo führt der Rückseite, also dem nicht zu prägenden Bereich, Wasser zu, so daß sie
gekühlt wird und der der Rückseite der Bahn 2 am nächstenliegende Schaum aus heißem
thermoplastischen Kunststoff stabilisiert wird. Durch das Aufbringen von Wasser
und das Verdampfen des Wassers auf der Rückseite der Bahn 2 kühlen diese und die
an sie angrenzende Schaumschicht auf etwa 51 bis 1350C bzw. 57 bis 1350C ab, bis-die
Bahn 2
in die Prägevorrichtung einläuft Die je Zeiteinheit aufgebrachte
Wassermenge wird durch die Wärmemenge bestimmt, die von dem der Rückseite der Bahn
2 am nächsten liegenden thermoplastischen Schaum abzuführen ist, um zu verhindern,
daß der bedruckte Schaum am Prägespalt verformt wird oder daß sich Blasen bilden
Inzwischen beträgt die Temperatur der oberen zu prägenden Fläche der Bahn 2 etwa
99°C bis etwa 149°C. Unter bestimmten Umständen kann eine mit einem Polytetrafluoräthylenüberzug
versehene Walze 16 verwendet werden, um der Oberseite der Bahn 2 zusätzlich Wärme
zuzuführen, wodurch Wärmeverluste,kompensiert werden, die während der Bewegung der
Bahn 2 vom Ofen zur Prägevorrichtung in der Umgebungsluft auftreten können.
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Die Prägevorrichtung besteht aus einer Stützwalze 20 und einer Prägewalze
22, die, wie in Fig f gezeigt, angeordnet sein kann. Dabei wird die Bahn 2 unmittelbar
nach dem Berühren der Stützwalze 20 geprägt. Die Prägewalze kann auch die Stellung
der Walze 24 von Fig. 1 einnehmen. In diesem Fall läuft die Bahn 2 teilweise um
die Stützwalze 20 aus Stahl, ehe eine Prägung mittels der Prägewalze 24 ausgeführt
wird. Wenn anstelle der Prägewalze 22 die Prägewalze 24 zum Einsatz gelangt, wird
die Stützwalze 20 durch sehr kaltes Wasser auf eine Oberflächentemperatur von etwa
240C bis etwa 38°C abgekühlt, so daß sie die Rückseite der Bahn 2 vor dem Prägen
weiter abkühlt. Die Stützwalze 20 wird dann sowohl zum Kühlen der Bahn als auch
zum Stützen der Prägewalze 42 verwendet. Da die Benetzung der Rückseite vor dem
Prägen erfolgt, kann die Tiefe der Prägewalze sowohl in der STellung der Walze 22
als auch in der Stellung der Walze 24 recht falch sein. Besonders günstig sind Prägewalzen,
deren eingraviertes Muster eine Tiefe von etwa o,25 mm hat. Gegebenenfalls st eine
teilweise Umschlingung der Präg walze 24 erforderlich, um auf die heiße Schaumschicht
ein kompliziertes,In mehrere Höhen reichendes Prägemuster aufzubringen.
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Bei der in Fig. 2 gezeigten Ausführungsform kann die Rolle 16 auch
dazu verwendet werden, das Bahnmaterial um einen Abschnitt der Stützwalze der Prägeeinrichtung
herumzulegen.
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Die Prägeeinrichtung besteht aus einer Stützwalze 20, einer Prägewalze
22 und einer Führungswalze oder Schärfenausbildungswalze 24'. Die Stützwalze und
die Prägewalze können getrennt angetrieben werden. Zweckmäßigerweise sind sie jedoch
mittels eines an sich bekannten Transmissionssystems (US-PS 3 741 851) gekoppelt.
Die Rolle 16 sorgt dafür, daß die Bahn teilweise um die Stützwalze 20 aus Stahl
gelegt ist, ehe das Prägen mittels der Prägewalze 22 ausgeführt wird.
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Die Stützwalze wird durch kaltes Wasser gekühlt, so daß sie eine Oberflächentemperatur
von etwa 240C bis etwa 380C hat.
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Die abgekühlte Stützwalze 20 kühlt somit die Rückseite der Bahn weiter
ab, ehe die Prägung ausgeführt wird. Somit wirkt die Stützwalze 20 aus Stahl sowohl
als Kühltrommel als auch als Stützwalze für die Prägewalze 22. Durch das teilweise
Herumlegen der Bahn um die Stützwalze' 20 wird zwischen den Walzen ein guter Reibungskontakt
erhalten. Die Bahn 2 wird mittels Zugazalzen 28' durch die Behandlungsvorrichtung
gezogen. Dadurch, daß die Bahn auf die Stützwalze 20 gelegt wird, ergibt sich eine
Drehbewegung dieser Rolle, die für den Antrieb der Prägewalze erforderlich ist.
Nachdem das Bahnmaterial durch den Spalt zwischen der Prägewalze 22 und der Stützwalze
20 hindurchgegangen ist, sorgt die Walze 24' dafür, daß die Bahn teilweise um die
Prägewalze 22 herumgelegt wird. Dadurch wird das einzuprägende Muster in der Bahn
schärfer ausgebildet, da der Prägeaufbau in Kontakt mit der Bahn gehalten wird,
während sich die Bahn bis zu einem bestimmten Maß abkühlt. Die Bahn wird dann wieder
in Kontakt mit der Stützwalze 20 gebracht und dann für eine weitere Behandlung durch
eine weitere Führungsrolle 26 ausgerichtet.
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Die Bahn kann auch direkt zur Führungswalze 26 geführt werden, ohne
daß ein weiterer Kontakt mit der Stützwalze 20 herbeigeführt wird.
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Da das Produkt, welches geprägt worden ist, im wesentlichen ein Schaumstoff
ist, der auf einer Unterlagenschicht getragen wird, besteht die Notwendigkeit, daß
eine Verschleißschicht bzw. Trittschicht auf die geprägte Oberfläche aufgebracht
wird, damit die Bahn als Bodenbelag besser eingesetzt werden kann. Um dies zu erreichen,
wird die prägbare Oberfläche nach dem Prägen um die Führungsrolle 26 geführt, wodurch
die geprägte Oberfläche in eine insgesamt horizontale Ebene gelangt, wobei die geprägte
Oberfläche nach oben weist.
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Mittels einer Einrichtung 28 wird dann ein Trittbelag auf die geprägte
Oberfläche aufgebracht. Der Belag kann durch einen Vorhangbeschichter, einen Rollenbeschichter,
eine Sprüheinrichtung oder irgendeine andere zweckmäßige Einrichtung aufgebracht
werden, mit der es möglich ist, einen dünnen Trittbelag auf die geprägte Fläche
aufzubringen. Ein bekanntes Vorhangbeschichtungsverfahren (US-PS 3 838 725) kann
zum Aufbringen einer nassen Polyurethanbeschichtung auf einen sich bewegenden geprägten
Schaum verwendet werden. Die Bahn mit der Trittschicht wird dann zu Einrichtungen
30 geführt, mittels derer die Trittschicht auf die geprägte Schaumfläche aufgeschmolzen
oder durch Härten befestigt wird.
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Da das Prägemuster mit dem Druckmuster auf der Bahn 2 in Deckung gebracht
werden muß, muß eine Steuerung des Prägewalzenmusters gegenüber dem Druckmuster
vorgesehen werden.
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Die Deckung in Maschinenrichtung oder Bewegungrichtungg der Bahn wird
in bekannter Weise (US-PSn 3 655 312, 3 694 634, 3 741 851) aufrechterhalten. Die
Deckung in Maschinenrichtung kann durch Einsatz entsprechender Steuerungsgeräte
(Modell R-Soo, Digital Control; Modell R-425-1, Feathering Drive Control, Firma
Bobst Champlain Inc., Abt. Reqistron) erreicht werden. Die Einstellung der Deckung
in Bewegungsrichtung der Bahn 2 und quer zur Bahn ist nötig, um ein brauchbares
Produkt zu erhalten, bei dem Präge- und Druckmuster einander decken. Diese Steuerungen
oder Regelungen sind jedoch nicht Gegenstand der Erfindung.
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Gegenstand der Erfindung ist die Ausnutzung der Benetzung der Rückseite
der Bahn mit oder ohne Kühlung der Stützwalze 20 zur Kühlung der Rückseite der Bahn
und des angrenzenden Schaums, während die zu prägende Oberfläche des Schaums auf
einer Temperatur gehalten wird, bei der das Prägen in Deckung mit einem gedruckten
Muster auf der oberen Schicht des Schaums ausgeführt werden kann. Es wurde festgestellt,
daß zum Prägen von Schaumbahnen mit einer beträchtlichen Stärke von etwa 2,5 bis
etwa 3,1 mm eine zusätzliche Kühlanordnung lo für die Rückseite erforderlich ist.
Diese wird zur Vermeidung der Bildung von Blasen in der Bahn vor der Führungseinrichtung
4 angeordnet.
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Wenn ein bekanntes Material (US-PS 3 741 851) ohne Trittschicht in
der erfindungsgemäßen Vorrichtung verwendet wird und die Rückseite der Bahn nicht
benetzt oder gekühlt w rde, tritt die Bahn mit einer Oberflächentemperatur an der
zu prägenden Fläche von etwa 104°C und an der nicht zu prägenden Rückseite von etwa
1320C in den Prägewalzenspalt ein.
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Unter diesen Umständen beträgt die Temperatur in der Mitte der Bahn
etwa 149 0C. Dies sind ideale Bedingungen für die Bildung von Blasen in der Schaumschicht,
d. h. man erhält ein unbrauchbares Produkt.
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Gegenstand der Erfindung ist weiterhin die Verwendung des in Fig.
2 gezeigten Prägewalzenaufbaus, mit dem das Prägen in Deckung mit einem gedruckten
Muster auf die Oberseite des Schaums ausgeführt werden kann. Bei dünnen Schaumstoffen
mit einer Stärke von o,8 bis 1,1 mm, für welche diese Ausführungsform des Prägewalzenaufbaus
besonders geeignet ist, ist die Verwendung der Rückseitenbenetzung zum Kühlen der
Rückseite der Bahn und der benachbarten Schaumschicht erforderlich. Für Schaumbahnen
mit einer größeren Schaumstärke (2,5 bis 3 mm), die ihre Wärme im Inneren beibehalten,
ist die Benetzungskühlung lo einschließlich der Trommelkühlung durch die Stützwalze
20 erforderlich. Bei noch dickeren
Schäumen oder komplizierteren
Mustern kann zusätzlich eine weitere Benetzungskühleinrichtung erforderlich werden,
die dann vor der ~Kambe-RoIler"-Anordnung vorgesehen wird.
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Die bekannten Prägewalzen (US-PS 3 741 851) haben "bodenlose" Prägewalzenvertiefungen,
so daß die Bahn nur durch die vorspringenden Bereiche der Prägewalze geprägt wird.
Bei der erfindungsgemäßen Prägewalzenanordnung 20, 22 oder 20, 24 berühren sowohl
die vorspringenden als auch die vertiefenden Bereiche der Prägewalzen die Bahn.
Diese erhöhte Prägefläche ist besonders vorteilhaft. Mit der bekannten Anordnung
kann nur eine Prägefläche von 25 % der Gesamtfläche der Bahn erreicht werden, während
mit der erfindungsgemäßen Prägeanordnung dieser Anteil bis zu 80 und 9o % der gesamten
Oberfläche erreichen kann. Gewöhnlich beträgt die geprägte Fläche 30 bis 9o % der
gesamten Bahnoberfläche. In Betrieb wird die Prägewalze 22 bzw. 24 auf eine Temperatur
von 24 bis etwa 380C gekühlt., um das in die Bahn geprägte Muster in der Bahn ~einzufrieren
bzw. zu fixieren. Hierzu kann die Bahn erforderlichenfalls auch teilweise um die
Prägewalze 24 geführt werden, um den gewünschten Mustereffekt zu erreichen.
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Bei der in Fig. 2 gezeigten Ausführungsform kann die zu prägende Bahn
um die Stützrolle um etwa 38 % ihrer Oberfläche gelegt werden. Das Herumlegen kann
auch 30 % bis 75 % der Oberfläche der Stützwalze ausmachen, so daß der notwendige
Antrieb der Stützwalze durch die Bahn gewährleistet ist.
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Die Prägewalze 22 wird normalerweise auf einer Temperatur von 240C
bis 38 0C gehalten, um das in die Bahn eingeprägte Muster auszufrieren. Infolge
der die Nusterschärfe verbessernden Walze 24'wird die Bahn teilweise um die Prägewalze
22 herumgelegt, wodurch das Ausfrieren bzw. Fixieren des gewünschten Musters in
der geprägten Oberfläche weiter begünstigt wird. Die Bahn wird dabei über etwa 8,5
% der Prägewalzenoberfläche herumgelegt und kann einen Bereich der
Prägewalzenoberflache
von 0 % bis 20 % der gesamten Prägewalzenoberfläche betragen.
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Das bekannte Material (US-PS 3 741 851) ohne die Trittschicht kann
aus einem Ofen über Führungsanordnungen und die Kühleinrichtung lo direkt zur Stützwalze
20 und zur Prägewalze 22 geführt und ohne Blasenbildung im Endprodukt bei guter
Deckung zwischen Prägemuster und Druckmuster geprägt werden. Dabei wird das Material
durch die gegen die Stützwalze 20 drückende Prägewalze 22 bis auf den Boden geprägt,
also voll ausgeprägt. Die Kühlung der Rückfläche der Bahn vor dem Prägen trägt direkt
zur Verhinderung einer Blasenbildung und zum vollständigen Ausprägen des Materials
(bottoming out) durch die Prägewalze unter Aufrechterhaltung der Deckung bei.
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Das Herumlegen der Bairn um die Stützwalze gemäß Fig. 2 ergibt einen
guten zwangsweisen Antrieb der Stützwalze und der Prägewalze. Das Herumlegen der
Bahn um die Prägewalze 22 verbessert die Musterschärfe des geprägten Produktes.
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Obwohl Prägemuster hergestellt werden können, die auch bei den Trittschichten
aus Vinylzusammensetzungen (US-PS 3 741 851) erkennbar sind, ist das Prägen von
zusätzlichen Materialien möglich. So kann beispielsweise ein Produkt dadurch hergestellt
werden, daß das nachstehende Plastisol auf einer Trägerbahn aufgebracht wird (US-PS
2 759 813).
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Das verwendete Plastisol wird durch inniges Mischen der folgenden
Bestandteile hergestellt: Bestandteile Gewichtsanteile Polyvinylchlorid loo Dioctylphthalat
(Weichmacher) 49,55 Octylepoxytallat (Stabilisator) 5,0 Titandioxyd 3,6
Azodicarhonamid
(Treibmittel) 2,3 Talk o,6 Zinkoctoat (Treibmittelaktivator) 1,95 Das Plastisol
wird auf den Träger aufgetragen, der aus einer Folie aus in einer Schlagmühle behandelten
Asbestfasern besteht und dessen Stärke etwa o,7 mm beträgt. Das Plastisol wird mit
einem rückwärts laufenden Rollenbeschichter mit einer Filmstärke von etwa o,25 mm
aufgetragen.
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Die mit Plastisol beschichtete Unterlage wird dann während einer Minute
im Warmluftofen auf eine Austrittstemperatur von 132°C geliert.
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Diese Bahn wird dann abgekühlt und auf die Bahn ein Druckmuster aufgebracht.
Das Druckmuster kann ein beliebiges bekanntes Muster (US-PS 3 741 851) sein. Die
Druckfarben werden durch inniges Mischen folgender Bestandteile hergestellt: Bestandteile
Gewichtsanteile Vinylbindemittel 33,0 Pigment 12,8 Cellosolvacetat 1,6 2-Nitropropan
5°,° Isopropylacetat 1,o Alkylalkoholarylpolyäther 1 ,o Es werden unterschiedliche
Farben auf der Basis der obigen Rezeptur unter Verwendung von Druckzylindern einer
herkömmlichen Rotogravurdruckpresse auf den gelierten Plastisolfilm aufgetragen,
Die Druckzylinder werden normalerweise so betrieben, daß das in Deckung liegende
Druckmuster entsteht.
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Die Farben werden getrocknet, indem über die umschlossenen Trockenzonen
der Presse zugeführte Warmluft auf die Bahn aufgeblasen wird. Die Druckfarben sind
nicht erfindungswesentlich, sie müssen lediglich an dem Plastisol trocknen und haften.
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Das Plastisol kann weiterhin in einem Heißluftofen eine Minute lang
auf eine Austrittstemperatur von 19100 erhitzt werden, um die Zersetzung des Treibmittels
in dem gelierten Plastisolüberzug zur Umwandlung in die Schaumschicht zu vervollständigen.
Es ist auch möglich, diesen zweiten Erhitzungsvorgang wegzulassen und die mit Plastisol
beschichtete Unterlage durch einen Heißluftofen zu führen und nahezu das ganze Treibmittel
vor dem Druckvorgang zu zersetzen. Unter diesen Umständen wird der Heißluftofen
dazu verwendet, um in einer Minute eine Austrittstemperatur von 191°C zu erhalten,
wodurch man ein völlig ausgeschäumtes Produkt erhält, das dann bedruckt werden kann.
Ein erneutes Erhitzen für das Prägen kann dann später vor dem Prägen ausgeführt
werden.
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Nach dem Bedrucken des gelierten Plastisols und nachdem dieser Aufbau
durch einen Ofen geführt worden ist, um die Zersetzung des Treibmittels zur Umwandlung
des Plastisols in eine Schaumschicht abzuschließen, kann das Prägen ausgeführt werden.
Die bedruckte und geschäumte Schicht verläßt den Ofen mit etwa 149°C. Die aus dem
Ofen kommende zusammengesetzte Bahn, die aus der Unterlage und der Schaumschicht
mit dem Druckmuster besteht, bildet die in der Zeichnung gezeigte Bahn 2. Diese
Bahn läuft an geeigneten Querführungen vorbei zur Benetzungskühleinrichtung lo.
Die Unterlage der Bahn 2 wird benetzt. Durch die Verdampfung der Flüssigkeit darauf
kühlt die Unterlage auf eine Temperatur ab, die wesentlich unter der der Schaumfläche
der Bahn 2 liegt. Die mit Polytetrafluoräthylen beschichtete beheizte Walze 16 (9300
bis 12100) greift an der oberen Fläche der Bahn an, führt ihr erforderlichenfalls
Wärme zu und sorgt dafür, daß sich die Bahn teilweise um die Stützwalze 20 herumlegt.
Die Bahn läuft dann auf der Stützwalze 20 zur Prägewalze 22.
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Die Prägewalze 22 wird auf einer Oberflächentemperatur von etwa 2400,
die Stützwalze 20 auf einer Oberflächentemperatur von etwa 24 bis 38°C gehalten.
Während das Produkt den Spalt zwischen der Stützwalze 20 und der Prägewalze 22 durchläuft,
hat die Oberseite der Schaumschicht eine Temperatur von etwa 12100 Durch die Benetzung
der Rückseite haben die Unterlage oder der Träger und der daran angrenzende Schaum
eine Temperatur von etwa 66 bis etwa 9300. Die kalte Prägewalze läßt das in den
Schaum geprägte Muster unmittelbar erstarren. Die Stärke der Bahn beträgt etwa 1,5
mm. Das Prägemuster auf der Prägewalze beträgt 55 bis 6c t der gesamten Walzenoberfläche.
Die Tiefe des Musters auf der Walze beträgt etwa o,4 mm. Die Bahn wird vollständig
durchgeprägt, wobei sowohl die Vertiefungen als auch die Erhöhungen auf der Walzenoberfläche
die Bahnoberfläche berühren. Wegen des Rückfedervermögens hat das Endprodukt eine
Prägetiefe von etwa o,4 mm. Die Schaumschicht in den geprägten Vertiefungen wird
komprimiert und in den ungeprägten Bereichen nicht komprimiert.
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Bei herkömmlichen Polyvinylchloridschäumen mit einer Stärke von über
2 mm kann es wünschenswert sein, die Bahn 2 teilweise um die Stützwalze 20 herumlaufen
zu lassen und die Prägewalze an der Stelle der Prägewalze 24 anzordnen. Unter diesen
Umständen beträgt beim Prägen die Temperatur des zu prägenden Schaums 93 bis 1700C,
die der Rückseite des Schaum angrenzend an den Träger oder die Unterlage etwa 52
bis 66°C.
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Die Temperaturverminderung der Bahnrückseite ergibt sich dadurch,
daß die Bahn 2 die Stützwalze 20 teilweise umschlingt. Außerdem wird dadurch ein
Schlupf der Bahn verhindert, so daß das Muster der Prägewalze und das Druckmuster
besser in Deckung gebracht werden können. Bei Prägewalzen mit einem großen Anteil
an Einzelheiten muß zur Erzielung des gewünschten Mustereffektes die Prägewalze
24 zum Teil von der Bahn 2 umschlungen werden. Die teilweise Umschlingung wird durch
Verwendung der Walze 26 erreicht,
die dafür sorgt, daß die Bahn
teilweise um die Walze 24 gelegt wird. In allen Fällen wird das Prägen in Deckung
zu dem aufgedruckten Muster auf dem Schaum ausgeführt.
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Bei der in Fig. 2 gezeigten Ausführungsform hat die Schaumoberseite
der Bahn, wenn sie zwischen dem Prägewalzenspalt, also zwischen den Walzen 22 und
20, hindurchgeht, eine Temperatur von etwa 12100. Die rückseitige Benetzung einschließlich
der Kühlwirkung der Stützrolle 20 führt dazu, daß die Temperatur der Unterlage oder
des Trägers und der Rückseite der daran angrenzenden Schaumschicht auf etwa 52°C
bis 93°C absinkt. Die kalte Prägewalze läßt das geprägte Muster in der Schaumschicht
sofort nach dem Prägen erstarren. Die Stärke der Bahn beträgt etwa 1,5 mm. Das Prägemuster
auf der Prägewalze nimmt 55 % bis 60 % der gesamten Walzenoberfläche ein. Die Tiefe
des Musters auf der Walze beträgt etwa o,43 mm. Die Bahn wird vollständig durchgeprägt,
wobei sowohl die Vertiefungen als auch die Erhöhungen auf der Walzenoberfläche die
Bahnobe fläche berühren. Wegen des Rückfedervermögens hat das Endprodukt eine Prägetiefe
von o,3 mm. Die Schaumschicht wird in den Vertiefungen der Prägebereiche komprimiert
und bleibt in den nicht geprägten Bereichen unkomprimiert. Die Umschlingung der
Bahn um die Stützwalze 20 beträgt etwa 38 % der Gesamtfläche der Stützwalze. Die
Umschlingung der Bahn um die Prägewalze 22 beträgt etwa 8,5 % der Gesamtfläche der
Prägewalze. Das Prägen wird fluchtend zu dem aufgedruckten Muster auf dem Schaum
ausgeführt.
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Auf die vorstehend beschriebene Weise erhält man ein Produkt, das
aus einer Unterlage und aus einer Schaumschicht besteht, in die in Deckung zu einem
auf dem Schaum gedruckten Muster eine Einprägung vorhanden ist. Dieses Produkt ist
zum Abdecken von Wänden brauchbar, jedoch nicht für Fußbodenbeläge, es sei denn,
daß eine Trittschicht bzw.
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eine Abnutzungsschicht darauf aufgebracht wird. Um dies zu
erreichen,
wird die vollständig geprägte Bahn 2 durch eine Beschichtungseinrichtung 28 geführt,
in der auf die geprägte Bahn 2 eine Trittschicht aufgebracht wird. Die Bahn wird
dann durch eine Erhitzungseinrichtung 30 geführt, in der die gerade aufgebrachte
Trittschicht aufgeschmolzen oder durch Aushärten befestigt wird. Die verwendete
Trittschicht kann irgendeine herkömmliche Trittschicht sein, wie sei bei Bodenbelägen
verwendet wird. Die einzige Begrenzung hinsichtlich der Trittschicht besteht darin,
daß ihre Schmelz- oder Härtungstemperatur niedrig genug sein muß, um die Schaumschicht
nicht zu zerstören oder das eingeprägte Muster im Schaum nicht zu entspannen, so
daß die Prägungsform beeinträchtigt wird. Wenn das Schmelzen oder Aushärten der
Trittschicht unter Erhitzung der gesamten Bahn ausgeführt wird, muß die Schmelz-
oder Härtungstemperatur deutlich niedrig genug sein, um eine Beeinträchtigung des
Schaums zu verhindern. Wenn das Härten oder Schmelzen der Trittschicht durch Oberflächenerhitzung
ausgeführt wird, die gerade auf die Trittschicht gerichtet wird, können höhere Temperaturen
verwendet werden. Unter höheren Temperaturen sind Temperaturen zu verstehen, die
normalerweise auf den Schaum einwirken könnten. Diese höheren Temperaturen werden
jedoch nur für einen kurzen Zeitraum benutzt und hauptsächlich bei der Trittbeschichtung
erreicht. Die Temperaturen können keinen Anstieg der Schaumtemperatur bis zu einem
Punkt herbeiführen, an dem der Schaum von dieser Temperatur beeinflußt würde.
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Die nachstehenden Beispiele zeigen die Verwendung typischer durchsichtiger
Polyvinylchloridtrittschichten.
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Beispiel 1 Gemäß einem ersten Ansatz erhält man folgende Zusammensetzung:
Ansatz
1 Bestandteile Gewichtsteile Polyvinylchloridmischpolymerisat lot ,ovo Dioctylphthalat
(Weichmacher) 60,ovo Octylepoxytallat (Stabilisator) 3,00 Bariumcadmiumzink (Stabilisator)
3,00 Diese Trittschichtzusammensetzung wird auf eine vollständig ausgeprägte Bahn
2 mit einer Stärke von 1,5 mm durch eine herkömmliche Vorhangbeschichtungseinrichtung
28 in einer Filmstärke von o,15 mm aufgebracht. In diesem Fall enthält der Kopfhohlraum
des bekannten Vorhangbeschichters (US-PS 3 828 725) keine Strömungsdrosseleinrichtungen
wegen der höheren Viskosität und der Feststoffpegel der obigen Plastisoltrittschichtzusammensetzung.
Die nasse Beschichtung wird kontinuierlich nach dem Prägen der Schaumschicht, wie
dies in den Figuren gezeigt ist, aufgebracht. Die Trittschicht wird unter Verwendung
einer Heißlufterhitzung 30 geschmolzen, wobei die Heißluft auf die Oberseite der
Bahn 2 gerichtet ist. Typische Schmelzbedingungen machen ein Auftreffen von Heißluft
über etwa einer halben Minute mit einer Lufttemperatur von 260°C erforderlich. Alternativ
kann der geprägte Schaum durch Rollen 32 gekühlt werden, wobei die Bahn die Beschichtungseinrichtung
28 und die Heizeinrichtung 30 durchläuft und auf einer Spindel 34 aufgewickelt wird.
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Im Falle der in der vorstehend beschriebenen Weise aufgebrachten durchsichtigen
Polyvinylchloridtrittschicht erhält man ein elastisches Bodenbelagsmaterial mit
einer Prägungstiefe von o,25 mm, wenn die Trittschicht durch Schmelzen aufgebracht
ist.
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Beispiel 2 Beispiel 1 wird wiederholt, wobei eine dünne tIaftschicht
des nachstehenden Ansatzes 2 auf die o,15 mm starke aufgeschmolzene Plastisoltrittschicht
gemäß Beispiel 1
aufgebracht und in einer Heizeinrichtung 30 getrocknet
wird, wofür Luft von 600C verwendet wird. Bei diesem Beispiel wird ein voll geprägter
Schaum von 2,o3 mm verwendet.
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Ansatz 2: Bestandteile Gewichtsteile Polyvinylchloridlösung 30,00
Xylol 21,00 Methyläthylketon 48,64 Thiotin (Stabilisator, Thermolite-31) 0,36 Auf
die Schicht wird eine durchsichtige o,o5 mm starke trockene Schicht aus härtbarem
Polyurethan gemäß der US-PS 3 828 725 aufgebracht. Die Polyurethanbeschichtung ist
eine einen Katalysator enthaltende Lösung aus 62,5 Teilen Xylol und 37,5 Teilen
Harz. Die Polyurethanbeschichtung kann auch durch Verwendung herkömmlicher luftfreier
Aufsprühgeräte aufgebracht werden. Das Verfahren der Aufbringung des Trittschichtbelages
ist nicht wesentlich. Mittels heißer Luft, die aufgeblasen wird, wird Wärme zugeführt,
wofür eine Heizeinrichtung 30 verwendet wird. Es wird über einen Zeitraum von 3
min bei einer Lufttemperatur von 14900 erhitzt. Der zuletzt aufgebrachte Belag ist
die Trittschichtoberfläche des sich ergebenden Bodenbelags. Polyurethanbeschichtungen
werden verwendet, um ein Produkt zu sichern, das eine harte flochglanzoberfläche
hat, wodurch die Notwendigkeit für ein späteres Wachsen durch den Bodenbenutzer
entfällt.
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L e e r s e i t e