DE2649766C2 - - Google Patents
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- B23—MACHINE TOOLS; METAL-WORKING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Werkzeug zum spanenden
Herstellen eines Gewindes nach dem Oberbegriff des Haupt
anspruches.
Werkzeuge zum spanenden Herstellen eines Gewindes umfassen
Gewindebohrer zur Herstellung von Innengewinden und Schneid
eisen zur Herstellung von Außengewinden. Solche Werk
zeuge sind aus der US-PS 31 25 772 bekannt und weisen drei
unterschiedliche Gewindeabschnitte auf. Zwischen den beiden
äußeren Gewindeabschnitten sind - also etwa mittig - einige
Gewindegänge vorgesehen, die eine geringere Höhe aufweisen.
Statt der Gewindespitzen sind umlaufende, zur Achse um 60°
geneigte Rampen angeordnet. Jede dieser Rampen hat im Be
zug auf die Achse des Werkzeuges einen unterschiedlichen
Abstand, so daß jede Rampe eine andere Abmessung aufweist.
Dieses Werkzeug dient nur dazu, einwandfreie Gewinde mit
einem V-förmigen Gewindegang - im Querschnitt gesehen - auch
bei schwerbearbeitbaren Werkstoffen durch Schnittaufteilung
herzustellen.
Demgegenüber liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein
Werkzeug der im Oberbegriff des Hauptanspruches angegebenen
Art so zu verbessern, daß mit dem Werkzeug ein Gewinde mit
optimaler Sperrung bei entsprechender Belastung der Gewin
deverbindung hergestellt werden kann.
Zur Lösung dieser Aufgabe ist das erfindungsgemäße Werkzeug
in der im Kennzeichen des Hauptanspruches angegebenen Weise
ausgebildet.
Wenn beispielsweise in einem Werkstück ein Gewinde mit dem
erfindungsgemäßen Gewindebohrer hergestellt wird, und wenn
in dieses Gewinde ein Bolzen mit Normgewinde eingeschraubt
wird, kann der Bolzen frei laufend in das Gewinde einge
schraubt werden, bis eine axiale Kraft vorgegebener Größe
zwischen Bolzen und Werkstück auftritt. Bei Auftreten die
ser Kraft kommt der Gewindescheitel des Bolzens in Berüh
rung mit der Rampe des Gewindeganges in dem Werkstück, so
daß dem weiteren Einschrauben des Bolzens eine entsprechen
de Haftreibung entgegengesetzt wird. Wird die Kraft bei
einem völligen Festziehen des Bolzens an dem Werkstück wei
ter erhöht, so greifen die hinteren Flanken des Gewinde
gangs an dem Bolzen an den gegenüberliegenden Flanken des
Gewindes am Werkstück an, so daß eine vollständige Sper
rung der beiden Teile gegeneinander erreicht wird.
Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung des erfindungsgemäßen
Werkzeuges nimmt der Winkel der Rampe mit der Härte des
Werkstückes zu. Damit ist eine optimale Abstimmung der
Sperrung des Gewindes auf die Härte des verwendeten Materials
möglich.
Nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung des erfin
dungsgemäßen Werkzeugs beträgt der Winkel bei American Stan
dard- und Unified Standard-Gewinden zwischen 3/8 und 3/4 Zoll
zwischen 15° und 35°. Durch eine geeignete, im folgenden
näher erläuterte Wahl des Winkels kann eine maximale Sper
rung zwischen den beiden Teilen erzielt werden, ohne daß
die Bruchfestigkeit der Teile beeinträchtigt wird.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nun anhand der
Zeichnung beschrieben. Es zeigt
Fig. 1 eine Seitenansicht eines Gewindebohrers als Aus
führungsbeispiel des Werkzeuges;
Fig. 2 einen vergrößerten Schnitt entlang der Linie 2-2
in Fig. 1;
Fig. 3 einen vergrößerten Ausschnitt entlang der Linie
3-3 in Fig. 1;
Fig. 4 eine vergrößerte Darstellung der Anordnung, die
in dem Kreis 4 von Fig. 3 gezeigt ist; und
Fig. 5 eine ausschnittsweise Querschnittsansicht einer
mit einem Gewinde versehenen Bohrung, die mit dem
Gewindebohrer hergestellt wurde und in die ein
Gewindebolzen eingeschraubt ist.
In Fig. 1 ist als Ausführungsbeispiel für das erfindungsge
mäße Werkzeug ein Gewindebohrer 10 zum Bohren eines Schrau
bengewindes gezeigt, der einen zylindrischen Schaft 12 mit
einem Endabschnitt 14 an einem seiner Enden zum Eingriff
eines Betätigungswerkzeugs aufweist. Das gegenüberliegende
Ende des Schaftes 12 ist mit einem Hauptabschnitt 16 verse
hen, der mit einem Gewinde 18 versehen ist. Mehrere, mit
Umfangsabstand zueinander angeordnete, sich in Längsrich
tung erstreckende Spannuten 20, 22, 24 sind im Hauptab
schnitt 16 ausgebildet. Das vordere (linke) Ende des Ge
windebohrers 10 ist mit einem Anschnittabschnitt 26 mit
verjüngtem oder verringertem Durchmesser zum Ausrichten des
Gewindebohrers 10 innerhalb einer geeigneten Bohrung verse
hen, in der das Gewinde geschnitten werden soll.
Das Gewinde 18 weist einen schraubenförmigen Gewindegang 28
auf, der, wie in Fig. 3 und 4 zu sehen ist, radial nach
außen konvergierende Flanken 30, 32 aufweist, die einen
Fußbereich 34 und einen Kammbereich 36 begrenzen. Der Kamm
bereich 36 des Gangs 28 ist mit einer Rampe 38 ausgebildet,
die unter einem vorgegebenen Winkel A zu der Achse des Ge
windebohrers 10 angeordnet ist, wobei der Winkel derart ge
wählt ist, daß er einen wirksamen Eingriff des Gewindekamms
des zugeordneten Gewindebolzens mit dem Gewinde sicher
stellt, das mit dem Gewindebohrer 10 hergestellt wird. Es
hat sich gezeigt, daß eine optimale Sperrung zwischen Bol
zen und Muttergewinde erzielt werden kann, ohne daß diese
Teile an Bruchfestigkeit verlieren, indem man die axiale
Länge der Rampe 38 auf etwa 0,508 mm fest
setzt und deren Winkel zu der Achse des Gewindebohrers 10
derart ausbildet, daß ungefähr die Hälfte der maximalen
Toleranz zwischen Bolzen und Muttergewinde sowie ein Si
cherheitsspiel von ungefähr 0,0508 mm auf der Rampenlänge
von 0,508 mm aufgenommen wird.
Beispielsweise ist für eine Standardmutter mit Bolzen mit 3/8-
Zoll-Gewinde und einer Gangzahl von 16 pro Zoll das zu
lässige Durchmessergrößtmaß 9,525 mm und das zulässige
Durchmesserkleinstmaß 9,1313 mm. Die Differenz zwischen
diesen beiden Grenzen, d. h. 9,525 - 9,1313, ergibt 0,3937
mm. Wenn dazu das obengenannte Sicherheitsspiel von 0,0508
mm addiert wird (das einen Ausgleich für Werkzeugabnutzung
und dergleichen schafft), ergibt sich 0,4445 mm. Die Hälfte
hiervon ist 0,22225 mm. Der Winkel A, dessen Tangens
0,22225 dividiert durch 0,508 entspricht, ist 23,5°. Des
halb ist der optimale Winkel, mit dem die Rampe 38 be
züglich der Achse des Gewindebohrers 10 angeordnet ist,
gleich 23,5°. Bei American Standard- oder Unified Standard-
Gewinden ist demnach der Rampenwinkel bei einem 3/8-Zoll-
Normgewinde mit einer Gangzahl von 16 pro Zoll in der To
leranzklasse 1 gleich 23,5 ± 0,5°, in der Toleranzklasse 3
gleich 15,9 ± 0,5° und bei einem 3/4-Zoll-Normgewinde mit
einer Gangzahl von 10 pro Zoll in der Toleranzklasse 1
gleich 30,1 ± 0,5°.
Die vorstehend erläuterte Berechnung für den Rampen
winkel gilt nicht nur für American Standard- oder Unified
Standard-Gewinde, sondern auch für andere Normgewinde oder
auch für Sägengewinde. Die Rampenwinkel können auch auf die
Härte des Materials des Werkstückes abgestimmt werden, in
dem das Gewinde hergestellt wird, wobei der Winkel A mit
der Härte des Werkstückes zunimmt, um eine optimale Sperrung
zu erreichen.
Fig. 5 zeigt ein Werkstück 50, das mit einer Bohrung 52
ausgebildet ist, die ein Gewinde 54 aufweist, das mit dem
Gewindebohrer 10 hergestellt wurde. Insbesondere weist das
Gewinde 54 einen Schraubengang 56 mit einem Fußbereich 58
auf, der mit einer Rampe 60 ausgebildet ist, die komple
mentär zur Rampe 38 des Gewindebohrers 10 ist, und von die
ser gebildet wurde. Die mit Gewinde versehene Bohrung 52
nimmt einen Gewindebolzen 62 mit einem Standardaußenge
winde 64 auf, das einen schraubenförmigen Kammbereich 66
aufweist. Wenn der Gewindebolzen 62 in die Bohrung 52 der
art eingeschraubt ist, wie in Fig. 5 gezeigt ist, ist der
Gewindebolzen 62 frei drehbar, bis das Werkstück 50 und
der Gewindebolzen 62 einer vorbestimmten axialen Kraft aus
gesetzt werden. Dann kommt der Kammbereich 66 des Gewindes
64 in Berührung mit der Rampe 60, und der Gewindebolzen 62
wird in der Bohrung 62 durch Haftreibung gesperrt. Wird ein
höheres Drehmoment beispielsweise auf den Gewindebolzen 62
aufgebracht, dann tritt eine noch größere Kraft und damit
eine größere Haftreibung zwischen dem Kamm 66 und der Rampe
60 auf, bis die Flanken des Ganges 56 mit den gegenüberlie
genden Flanken des Ganges 64 in Eingriff kommen, worauf jede
Relativbewegung zwischen dem Werkstück 50 und dem Gewinde
bolzen 62 gesperrt ist.
Claims (3)
1. Werkzeug zum spanenden Herstellen eines Gewindes mit
einem Hauptabschnitt und einem Anschnittabschnitt zur
Zentrierung des Werkzeuges am Werkstück, wobei der Haupt
abschnitt und der Anschnittabschnitt einen schrauben
förmigen Gewindegang mit jeweils einer vorderen und einer
hinteren Gewindeflanke, die im Fall eines Gewindebohrers
radial nach außen und im Fall eines Schneideisens radial
nach innen konvergieren, aufweist,
dadurch gekennzeichnet,
daß im Falle eines Gewindebohrers der radial äußere Rand
und im Fall eines Schneideisens der radial innere Rand der
vorderen Gewindeflanke (32) mit der hinteren Gewindeflan
ke (30) mittels einer Rampe (38) verbunden ist, die sich
unter einem vorgegebenen Winkel (A) zur Achse des Werk
zeuges erstreckt.
2. Werkzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
der Winkel (A) der Rampe (38) mit der Härte des Werkstücks
(50) zunimmt.
3. Werkzeug nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß der Winkel (A) bei American Standard- oder Unified
Standard-Gewinden von 3/8 Zoll bis 3/4 Zoll zwischen 15° und 35°
beträgt.
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Free format text: HOLMES, HORACE DEAL, FARMINGTON HILLS, MICH., US |