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DE2649248A1 - Vorrichtung zur beschickung eines schachtofens, insbesondere eines hochofens - Google Patents

Vorrichtung zur beschickung eines schachtofens, insbesondere eines hochofens

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Publication number
DE2649248A1
DE2649248A1 DE19762649248 DE2649248A DE2649248A1 DE 2649248 A1 DE2649248 A1 DE 2649248A1 DE 19762649248 DE19762649248 DE 19762649248 DE 2649248 A DE2649248 A DE 2649248A DE 2649248 A1 DE2649248 A1 DE 2649248A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
chute
frame
drives
furnace
coolant
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE19762649248
Other languages
English (en)
Inventor
Stephan Walterfang
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
KOELSCH FOELZER WERKE AG
Original Assignee
KOELSCH FOELZER WERKE AG
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Filing date
Publication date
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Publication of DE2649248A1 publication Critical patent/DE2649248A1/de
Pending legal-status Critical Current

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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C21METALLURGY OF IRON
    • C21BMANUFACTURE OF IRON OR STEEL
    • C21B7/00Blast furnaces
    • C21B7/18Bell-and-hopper arrangements
    • C21B7/20Bell-and-hopper arrangements with appliances for distributing the burden

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Metallurgy (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Blast Furnaces (AREA)

Description

  • Vorrichtung zur Beschickung eines Schachtofens,
  • insbesondere eines Hochofens Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zur Beschickunq eines Schachtofens, insbesondere eines Hochofens, mit Brennstoff (Koks) und Schmelzstoffen (Möller), mit einer schwenkbar gelaqerten Verteilerschurre.
  • Es sind bereits verschiedenartige Grundkonstruktionen von Beschickungsvorrichtungen bekanntgeworden. Eine dieser Grundkonstruktionen arbeitet mit mehreren übereinander anqeordneten Glocken, die unter Bildung von abdichtenden Schleusenbunkern eine ringförmige Verteilung des Beschickungsmaterials bewirken, wobei zusätzliche Vorrichtungen vorgesehen sein können, die zur Ablenkung des Beschickungsmaterials dienen, so daß das Material abwechselnd mal auf einem äußeren Ringbereich, mal auf einem inneren Rinqbereich in den Hochofen gelangt.
  • Bei einer anderen Konstruktionsart ist in der Mitte des oberen Hochofenkopfendes eine rüsselartiqe Schurre drehbar gelagert, die verhältnismäßig langsam in Drehung um eine vertikale Achse versetzt wird, so daß das Beschickungsmaterial wiederum in Ringform, nun aber nicht mehr gleichzeitig, sondern kontinuierlich in Form eines Ringes zugegeben wird. Das Beschickungsmaterial wird wieder mehr oder weniger diskontinuierlich von Schleusenbunkern zur Verteilerschurre freigegeben. Das Ausgangsende der Verteilerschurre im Hochofenkopf beisitzt meist eine solche radiale Abmessung, daß sie dem halben Durchmesser des Schachtofenkopfes entspricht, damit die-- gesamte Querschnittsfläche des Ofens mit Material beschickt wird. Zur besseren Verteilung sind meist verstellbare Regelklappen oder unterteilende Leitbleche in der Verteilerschurre vorgesehen.
  • Bei einer weiteren Art einer Beschickungsvorrichtung ist eine rinnenförmige Verteilerschurre im Innern des Schachtofenkopfes um eine vertikale Achse drehbar und gleichzeitig um eine horizontale Achse schwenkbar gelagert. Die Anordnung einer solchen Verteilerschurre erfolgt entweder unmittelbar unter einer Eintrittsöffnung in der Mitte der oberen Wandung des Ofenkopfes oder aber die Schurre ist weiter tiefer angeordnet, so daß noch zwischen ihr und den Materialbunkern besondere Zuleitungen zwischengeschaltet sind. Die Verteilung des Beschickungsmaterials erfolgt auch hier im Prinzip wieder in Ringform, das heißt die Verteilerschurre wird auf eine bestimmte Schrägstellung eingestellt und sodann um die vertikale Achse gedreht, so daß das Beschickungsmaterial, das während der Drehung von der Schurre abgegeben wird, sich im Schachtofen über eine Ringfläche oder ein Ringsegment verteilt. Danach wird die Schurre auf eine andere benachbarte Neigung eingestellt und der Vorgang wiederholt sich, bis die Ablage som Ofenrand bis zur Mitte erfolgt ist. Das Grundelement der Bewegung bei der Verteilung ist also auch hier stets ein Kreisbogen, d.h. bei dieser bekannten Vorrichtung ist es ebenfalls nicht möglich, z.B. eine geradlinige Bewegung der Schurre bei der Beschickung vorzunehmen.
  • Die Wirkungsweise eine Schachtofens hängt in bekannter Weise sehr wesentlich von der Gleichmäßigkeit der Burch~tasung und damit von der Beschickung mit Brennstoff und Schmelzstoffen über die Beschickungsfläche, d.h. über den Querschnitt des Schachtofens, ab. Trotz des zum Teil sehr großen Bauaufwandes bei den bekannten Beschickungsvorrichtungen konnte eine wirklich frei wählbare gleichmäßige Verteilung nicht erzielt werden.
  • Der Erfindung liegt demgegenüber die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zur Beschickung eines Schachtofens zu schaffen, welche bei einfacher, wartungsleichter, robuster und sicherer Konstruktion eine wesentliche Verbesserung der Verteilung des Beschickungsmaterials ermöglicht.
  • Die gestellte Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Verteilerschurre kardanisch aufgehängt ist, so daß sie beliebig nach allen Richtungen in bezug auf die Beschickungsfläche des Schachtofens schwenkbar ist, und daß die Antriebe für die Schwenkbewegungen mit der kardanischen Aufhängung verbunden sind. Auf diese Weise ist es möglich, die Verteilerschurre von jedem beliebigen Punkt direkt zu jedem beliebigen anderen Punkt der Verteilungsfläche zu bewegen. Daraus ergibt sich, daß beliebige unterschiedliche Bewegungsabläufe der Verteilerschurre, sowohl was die Wegführung als auch die Geschwindigkeit der Bewegung anbelangt, auf einfache Weise steuerbar sind.
  • Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.
  • In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele der Erfindung im Schema dargestellt, und zwar zeigen Fig. 1 eine Draufsicht auf eine Beschickungsvorrichtung, Fig. 2 einen Teil-Vertikalschnitt gemäß Schnitt linie II-II in Fig. 1, Fig. 3 einen Teil-Vertikalschnitt gemäß Schnittlinie 111-111 in Fig. 1, Fig. 4 eine Draufsicht entsprechend Fig. l mit prinzipieller Darstellung einer anderen Ausführung des Kühlmittelkreislaufes, Fig. 5 eine Darstellung einer Ausführungsmöglichkeit des Beschickungsweges nach einer Mäanderlinie, Fig. 6 eine Teildraufsicht auf ein anderes konstruktives Awlsführungsbeispiel einer Beschickungsvorrichtung entsprechend Fig. l, Fig. 7 einen Teil-Vertikalschnitt hierzu gemäß Schnittlinie VII-VII in Fig. 6 und Fig. 8 eine Teilansicht und einen Teil-Vertikalschnitt gemäß Schnittlinie VIII-VIII in Fig. 6.
  • Die Fig. 1 bis 4 veranschaulichen in schematischer Darstellung ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Vorrichtung zur Beschickung eines Schachtofens, insbesondere eines Hochofens, mit Brennstoff, wie Koks,und mit Schmelzstoffen, die allgemein mit Möller bezeichnet werden. Die Zuführung dieser Stoffe in den Schachtofen kann beispielsweise zentral mittels eines feststehenden vertikal angeordneten Rohres i erfolgen, welches in der Decke des Hochofenkopfes 2 befestigt ist1 wobei das obere Ende des Rohres t mit Schleusenbunkern od. dgl.
  • verbunden sein kann. Das Rohr l ragt unten frei in das oben offene Ende einer Verteilerschurre 3 hinein. Diese Verteilerschurre ist mit besonderem Vorteil rohrförmig ausgebildet, d.h.
  • sie besitzt einen ringsum geschlossenen Mantel. Wie die Fig. 2 und 3 hierzu verdeutlichen, ist diese Schurre zweckmäßig konisch ausgebildet, wobei sie sich nach unten hin verjüngt. Diese rohrförmige Ausbildung der Schurre bringt im Vergleich mit allen bisher bekannten rinnenförmigen Verteilerschurren den wesentlichen Vorteil mit sich, daß die Standzeit erheblich höher ist, was darauf zurückzuführen ist, daß die Verteilerschurre bei der erfindungsgemäßen Ausgestaltung wechselweise über den gesamten Umfang mit Beschickungsmaterial beaufschlagt wird, und zwar Je nach Schrägstellung, wie weiter unten noch näher erläutert ist.
  • Nach einem wesentlichen Merkmal der Erfindung ist die Verteilerschurre kardanisch aufgehängt, so daß sie beliebig nach allen Richtungen in bezug auf die Beschickungsfläche des Schachtofens schwenkbar ist. Die kardanische Aufhängung der Verteilerschurre 3 erfolgt nach einer konstruktiven Ausführung der Erfindung vorteilhaft in der Weise, daß das obere Ende der Verteilerschurre von einem Rahmen 4 umgeben ist, der im Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 in Draufsicht quadratisch gezeichnet ist, der aber in Anpassung an die Innenwandung des Schachtofenkopfes bzw. sonstiger räumlicher Gegebenheiten auch jede andere geeignete Bauform erhalten kann. Dieser Rahmen ist einerseits mittels zweier Schwenkgelenke 5, 6 bzw. Drehlager od. dgl. im Ofenkopf 2 gelagert. Andererseits ist das obere Ende der Verteilerschurre 3 mittels zweier weiterer Schwenkgelenke bzw. Drehlager in dem Rahmen 4 aufgehängt. Die beiden Drehachsen 9, 10 der Schwenkgelenkpaare 0 sind unter einem Winkel von vorzugsweise 90 zueinander angeordnet.
  • Die Antriebe für die Schwenkbewegungen der Verteilerschurre sind mit der vorbeschriebenen kardanischen Aufhängung verbunden. Dies erfolgt zweckmäßig in der Weise, daß die Antriebe als solche außerhalb des Schachtofenkopfes angeordnet und derart mit der kardanischen Aufhängung verbunden sind, daß im Innern des Schachtofenkopfes 2 nur die vorerläuterten Schwenkgelenke 5, 6 bzw. 7, 8 als miteinander in Berührung stehende bewegliche Bauteile vorhanden sind. Soweit die Schwenkgelenke überhaupt im Innern des Schachtofenkopfes liegen oder mit diesem in Berührung kommen, können sie in jedem Falle trotz des rauhen Schachtofenbetriebes leicht gegen die Gichtgase geschützt werden, so daß der Verschleiß aller Bauteile, die mit der Bewegung der Verteilerschurre in Beziehung stehen, im Vergleich mit bekannten Antriebseinrichtungen für Verteilerschurren,außerordentlich gering ist. Bei bekannten Konstruktionen sind dagegen Getriebe bzw.
  • Zahnradpaarungen innerhalb des Schachtofenkopfes angeordnet, die mit der Ofenatmosphäre, insbesondere den unter Umständen aggressiven Gichtgasen, in Verbindung stehen.
  • Wie aus den obigen Erläuterungen ersichtlich ist, wird die kardanische Aufhängung durch den Rahmen 4 verwirklicht, wobei die Schwenkgelenke paarweise unter einem Winkel von 900 zueinander angeordnet sind. Insbesondere zur Yerstärkung des oberen Endes der Verteilerschurre, aber auch zur Erreichung einer besseren Stabilität der Vorrichtung und aus Gründen der konstruktiven Fertigung,kann vorteilhaft zwischen dem Rahmen 4 und dem oberen Ende der Verteilerschurre ein weiterer Rahmen 11 vorgesehen sein, so daß der Rahmen 4 einen äußeren Rahmen und der Rahmen 11 einen inneren Rahmen bildet. Das obere Ende der Verteilerschurre ist dann mit dem inneren Rahmen 11 fest verbunden und die entsprechenden Schwenkgelenke 7, 8 werden, gemäß Fig. 1, zwischen dem inneren und äußeren Rahmen gebildet.
  • Die Form jedes Rahmens läßt sich den örtlichen Platzverhältnissen im Schachtofenkopf anpassen, d.h. die Rahmen können kreisringförmig, quadratisch oder sechseckig od. dgl.
  • ausgestaltet sein.
  • Insbesondere bei solchen Schachtöfen, in deren Ofenkopf heiße Gichtgase vorhanden sind, die eine entsprechende Wärmebelastung der Beschickungsvorrichtung ergeben, ist es vorteilhaft, daß die Rahmen hohl ausgebildet sind und daß an diesen Hohlkörpern Anschlüsse für die Zuführung eines Kühlmittels vorgesehen sind. Als Kühlmittel kann Wasser verwendet werden. Wie in den Fig. 1 bis 3 dargestellt ist, sind die Hohlkörper der Rahmen zweckmäßig mit doppelwandigen Kühlmänteln 12 versehen, durch die im Kreislauf das Kühlmittel hindurchströmt, wie mit Pfeilen und strichpunktierten Linien in Fig. 1 angedeutet ist. Dabei kann beispielsweise das Kühlmittel für den Außenrahmen durch Bohrungen in der Achse des linken Schwenkgelenkes 5 zu- und abgeleitet werden, während die Anschlüsse für die Kreislaufführung des Kühlmittels für den Innenrahmen li über die Achse des rechten Schwenkgelenkes 6, durch separate Leitungen im Außenrahmen 4 und über die Schwenkgelenke 7, 8 zum Innenrahmen 11 erfolgen.
  • Gemäß Fig. 4 kann der Kühlmittelkreislauf auch derart gestaltet sein, daß das Kühlmittel in Richtung des Pfeiles 13 über das eine Schwenkgelenk des äußeren Rahmens 4 zugeführt wird, sodann zunächst die eine Hälfte des äußeren Rahmens, anschliessend über die Schwenkgelenke des inneren Rahmens den inneren Rahmen 11 durchströmt, zurück über die andere Hälfte des BReren Rahmens und das Schwenkgelenk 6 wieder nach außen gelangt.
  • Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung zur Kühlung der Beschickungsvorrichtung im Innern des Schachtofenkopfes besteht darin, daß als Kühlmittel kaltes Gichtgas verwendet wird, das wiederum in geeigneter Weise durch die Hohlrahmen bzw. Kühlmäntel geleitet wird. In diesem Zusa enhang ist es vorteilhaft, den inneren Rahmen mit Öffnungen zu versehen, die vorzugsweise in Richtung auf die Schurre münden, so daß das Gichtgas nach Durchströmen der Lager und der Rahmen in den Innenraum des Ofens ausströmen kann.
  • Die Antriebe, die die beiden Schwenkbewegungen der Verteilerschurre 3 um die beiden Schwenkgelenkpaare erzeugen, sind vorteilhafterweise außerhalb des Schachtofenkopfes angeordnet.
  • Dies ist besonders zweckmäßig bei allen denjenigen Schachtöfen, in deren Kopfbereich höhere Temperaturen herrschen.
  • Bei Schachtöfen allerdings, in deren Ofenkopf niedrige Temperaturen vorhanden sind, ist es auch möglich, einen oder beide Antriebe zu einer kompakten Baueinheit mit der kardanischen Aufhängung im Innern des Ofenkopfes anzuordnen, wobei die Antriebe dann gegen die Gicht gase abgekapselt werden.
  • Bei den in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispielen sind die Antriebe 15 und 16 als hydraulische Antriebe mit Hydraulikzylinder und Hydraulikkolben ausgebildet und die Kolbenstangen sind über Gelenkhebelarme 17, 18 mit dem oder den schwenkbaren Rahmen 4, 11 verbunden.
  • Die beiden Antriebe zum Schwenken des äußeren und inneren Rahmens,bzw. bei Verwendung nur eines Rahmens,dieses Rahmens und der Verteilerschurre sind unabhängig voneinander steuerbar eingerichtet, und zwar sind die beiden Antriebe zweckmäßig derart ausgebildet, daß sie sich in bezug auf die Schwenkbewegungen der Schurre gegenseitig nicht beeinflussen. Das heißt mit anderen Worten, daß bei Betätigung nur eines der beiden Antriebe, d.h. bei Ausführung nur einer Schwenkbewegungoder Verteilerschurre, diese auch exakt die betreffende Schwenkbewegung ausführt, ohne daß der zweite nicht betätigte Antrieb einen ungewollten Einfluß auf die ausgeführte Schwenkbewegung nimmt. Wie man aus Fig. 1 erkennt, führen die Schwenkelenke 7, 8 die Schwenkbewegung des äußeren Rahmens 4 mit aus, wenn nur der Antrieb für die Schwenkbewegung des äußeren Rahmens um die Schwenkgelenke 5, 6 allein betätigt wird, und es ist erkennbar, daß der Antrieb für die Schwenkbewegung des inneren Rahmens auf diese vorerläuterte Schwenkbewegung des äußeren Rahmens keinen Einfluß nimmt.
  • Fig. 5 zeigt ein Ausführungsbeispiel, in welcher Weise die Verteilerschurre mittels der Kardanaufhängung bewegt werden kann, um eine gleichmäßige Verteilung der Beschickungsstoffe über die Querschnittsebene des Schachtofens zu erhalten, und zwar kann die Verteilerschurre,beispielsweise von einer Stellung 19 ausgehend, in Richtung des eingezeichneten Pfeile nach einer Mäanderlinie zunächst bis zur gegenüberliegenden Stellung 20 gesteuert werden, um dann in Weiterführung der Mäanderlinie wieder zur ursprünglichen Stellung 19 zurückzufinden. Die Verteilerschurre kann anschließend beispielsweise nach einer Stellung 21 bewegt werden, um dann von hier aus eine neue Mäanderlinie zu beschreiten, die zu der vorhergehenden unter einem Winkel von 900 verläuft oder bei einer anderen Ausgangsstellung unter einem entsprechenden anderen Winkel.
  • Es ist von Vorteil, die Antriebe zur Erzielung jedes beliebigen Bewegungsablaufes der Verteilerschurre mit einer elektronischen Steuerung nach Art eines Computers zu verbinden.
  • Sodann ist es möglich, einen bestimmten günstigen Bewegung ablauf vorauszuberechnen und automatisch zu steuern, was infolge der kardanischen Aufhängung möglich ist.
  • Es sei bemerkt, daß anstelle der oben erläuterten hydraulischen Antriebe auch andere geeignete Antriebe, wie z.B.
  • elektrische Antriebe, gewählt werden.
  • Die Fig. 6 bis 8 zeigen ein anderes konstruktives Ausfiihrungsbeispiel der erfindungsgemäßen Beschickungsvorrichtllng, wobei die gleich gestateten oder gleichartig wirkenden Bauteile mit den gleichen Bezugszeichen wie die Bauteile in den Fig. t bis 4 versehen sind. Gemäß diesem Ausführungsbeispiel sind die beiden Antriebe 15, 16 derart angeordnet und die zur Verbindung zwischen den Antrieben und den Rahmen dienenden Bauteile derart gestaltet, daß nur eine Durchführungsöffnung 22 durch den Ofenmantel vorgesehen und erforderlich ist. Bei diesem Ausführungsbeispiel sind beide Antriebe außerhalb des Schachtofenkopfes angeordnet. Das Schwenkgelenk 5 des äußeren Rahmens 4 weist eine Hohlachse 23 auf, durch welche axial ein Verlängerungsbauteil 24 der Kolbenstange des hydraulischen Antriebes 16 für den Innenrahmen bzw. die Verteilerschurre hindurchgeführt ist. Das nach innen ragende Ende dieses Verlängerungsbauteiles ist mit der Mitte einer halbkreis-oder hufeisenförmigen Gabel 25 verbunden. Die freien Enden 25a dieser Gabel greifen über Hebelarme 18 an dem Innenrahmen 11 an. Die Kolbenstange 26 des hydraulischen Antriebes für den Außenrahmen 4 greift über einen Hebelarm 27 (Fig. 8) außerhalb des Ofenkopfes an der Hohlachse 23 des Schwenkgelenkes 5 des äußeren Rahmens an.
  • Fiir das Ausführungsbeispiel nach den Fig. 6 bis 8 gelten im übrigen die Ausführungen zu dem ersteren Ausführungsbeispiel.

Claims (19)

  1. Patentansprüche 1. Vorrichtung zur Beschickung eines Schachtofens, insbesondere eines Hochofens, mit Brennstoff (Koks) und Schmelzstoffen (Möller), mit einer schwenkbar gelagerten Verteilerschurre, dadurch gekennzeichnet, daß die Verteilerschurre kardanisch aufgehängt ist, so daß sie beliebig nach allen Richtungen in bezug auf die Beschickungsfläche des Schachtofens schwenkbar ist, und daß die Antriebe für die Schwenkbewegungen mit der kardanischen Aufhängung verbunden sind.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Antriebe außerhalb des Schachtofenkopfes angeordnet sind und derart mit der kardanischen Aufhängung verbunden sind, daß im Innern des Schachtofenkopfes nur Schwenkgelenke als miteinander in Berührung stehende bewegliche Bauteile vorhanden sind.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das obere Ende der Schurre von einem Rahmen umgeben ist, der einerseits mittels zweier Schwenkgelenke im Ofenkopf gelagert ist und an welchem andererseits das obere Ende der Schurre mittels zweier Schwenkgelenke aufgehängt ist, und daß die beiden Drehachsen der Schwenkgelenkpaare unter einem Winkel, vorzugsweise einem Winkel von 900, zueinander angeordnet sind.
  4. 4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem Rahmen als äußerer Rahmen und dem oberen Ende der Schurre ein weiterer Rahmen als innerer Rahmen angeordnet ist, und daß die Rahmen mit den Schwenkgelenken versehen sind und das obere Ende der Schurre fest mit dem inneren Rahmen verbunden ist.
  5. 5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Rahmen ringförmig, vorzugsweise kreisringförmig, ausgebildet sind.
  6. 6. Vorrichtung nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Rahmen hohl ausgebildet und Anschlüsse für die Zuführung eines Kühlmittels vorgesehen sind.
  7. 7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Anschlüsse und Kühlmittelleitungen derart gestaltet nd miteinander verbunden sind, daß das Kühlmittel von außen durch die Lager der Schwenkgelenke der beiden Rahmen und durch die Rahmen selbst hindurchströmt.
  8. 8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß als Kühlmittel kaltes Gicht gas verwendet wird und daß der innere Rahmen mit Öffnungen, vorzugsweise in Richtung auf die Schurre, versehen ist, so daß das Gichtgas nach Durchströmen der Lager und der Rahmen in den Innenraum des Ofens ausströmen kann.
  9. 9. Vorrichtung nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß als-Kühlmittel Flüssigkeit, wie Wasser, verwendet wird, und daß die Anschlüsse und Kühlmittelleitungen derart gestaltet sind, daß das Kühlmittel im Kreislauf geführt wird.
  10. 10. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Schurre rohrförmig mit einem ringsum geschlossenen Mantel ausgebildet ist.
  11. 11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Schurre konisch, sich nach unten hin verjüngend ausgebildet ist.
  12. 12. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Anspriiche 2 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß die außerhalb des Hochofenkopfes angeordneten Antriebe als hydraulische Antriebe mit Hydraulikzylinder und Hydraulikkolben ausgebildet sind, und daß die Kolbenstangen über Gelenkhebelarme mit dem oder den schwenkbaren Rahmen verbunden sind.
  13. 13. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Antriebe zum Schwenken des äußeren und inneren Rahmens unabhängig voneinander steuerbar sind.
  14. 14. Vorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Antriebe derart ausgebildet sind, daß sie sich in bezug auf die Schwenkbewegungen der Schurre gegenseitig nicht beeinflussen.
  15. 15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 12 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Antriebe derart angeordnet und die zur Verbindung zwischen den Antrieben und den Rahmen dienenden Bauteile derart gestaltet sind, daß nur eine Durchführungsöffnung durch den Ofenmantel vorgesehen ist.
  16. 16. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß das eine Schwenkgelenk des äußeren Rahmens eine Hohlachse aufweist, durch welche axial ein Verlängerungabauteil der Kolbenstange des hydraulischen Antriebes für den Innenrahmen bzw. die Schurre hindurchgeführt ist, daß das nach innen ragende Ende dieses Verlängerungsbauteiles mit der Mitte einer halbkreis- oder hufeisenförmigen Gabel verbunden ist, daß die freien Enden dieser Gabel über Rebelarse an dem Innenrahmen angreifen, und daß die Kolbenstange des hydraulischen Antriebes für den Außenrahmen über einen Hebelarm außerhalb des Ofenkopfes an der Hohlachse des Schwenkgelenkes des äußeren Rahmens angreift.
  17. 17. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11 und 1i, dadurch gekennzeichnet, daß die Antriebe als .lektrischs Antriebe ausgebildet sind.
  18. 18. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Antriebe zur Erzielung jedes beliabigen Bewegungsablaufes des Verteilerschurre mit einer elektronischen Steuerung nach Art eines Computers verbunden sind.
  19. 19. Vorrichtung nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, daß der Bewegungsablauf der Verteilerschurre nach einer Mäanderlinie gesteuert wird.
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