-
-
3REIISTOHMISCIIUIG UND VERFAHREN ZU DEREN HER-
-
STELLUI;G Die vorliegende Erfindung betrifft die Herstellung flüssiger
Brennstoffe, insbesondere Brennstoffmischungen, welche hochsiedende Erdölbrennstoffe
und Zuschläge enthalten, die bei der Verbrennung der Brennstoffmischung die schädliche
Wirkung der im Erdölbrennstoff enthaltenen Schwefel, Natrium und Vanadium auf die
Teile der Vorrichtungen, die mit dem Brennstoff betrieben werden, vermindern.
-
Die Erfindung kann mit bestem Erfolg in der Brennstoffindustrie sowie
in derEnergetikund anderen Zweigen der Technik bei der Verbrennung des Brennstoffs,
vorzugsweise in Kesselaggregaten, Gasturbinen, Dampf-Gas-Anlagen, Wärmeöfen u.ä.
-
verwendet werden.
-
Die Verbrennung des Erdölbrennstoffs, welcher Schwefel-, Natrium-
und Vanadium-Verbindungen enthält, fülirt zur Korrosion, Schlackenbildung und Verschmutzung
durch Ascheablagerungen auf den Elementen der Vorrichtungen, die die Brennstoffe
verwenden.
-
Ein wirksames Mittel zur Verhinderung der genannten Prozesse
ist
die Einführung in die bei der Verbrennung von Erdölbrennstoff entstehenden Rauchgase
von mineralischen Zuschlägen.
-
Das Zusammenwirken des Zuschlagstoffes mit der Brennstoffasche führt
zur Erhöhung der Schmelztemperatur der Asche und zum Verlust der Eigenschaften,
dichte Ablagerungen auf den Elementen der den Brennstoff verwendenden Vorrichtungen
zu bilden, sowie zur Desaktivation korrosionsaktiver Bestandteile der Verbrennungsprodukte
und zu einer jähen Senkung des Taupunktes der Rauchgase.
-
Am einfachsten und zugänglichsten ist in technischer Hinsicht, besonders
in hochleistungsfähigen Vorrichtungen, die inführung der genannten Zuschläge zusammen
mit dem Brennstoff in Form einer im voraus aufbereiteten Mischung oder während der
Zuführung des Brennstoffs zur Verbrennung oder während der Brennstoffverbrennung.
-
Bekannt sind Brennstoffmischungen, welche einen hochsiedenden Erdölbrennstoff
und einen Zuschlagstoff auf der Basis hochdisperser (feinzerkleinerter) Verbindungen
von Elementen aus der Gruppe Si, Al und Mg enthalten (siehe z.B. die DDR-Patentschrift
Nr. 52 761).
-
Der Nachteil der Brennstoffmischungen dieser Art und der Verfahren
zu deren Herstellung besteht darin, daß in dem Zuschlagstoff Verbindungen von nicht
allen Elementen enthalten sind, die für den genannten Zweck verwendet werden können,
und daß es erforderlich ist, die genannten festen Bestandteile des Zuschlagstoffes
vorher fein zu zerkleinern. Dies ist mit einem hohen Energieaufwand, dem Einsatz
von teuren und wenig leistungsfähigen Einrichtungen sowie mit einer komplizierten
Aufbereitung der Mischung und einer geringen Reaktionsfähigkeit der Bestandteile
des Zuschlagstoffes verbunden. Solche Mischungen besitzen außerdem eine begrenzte
Stabilität und können zu einer Erosion der Ausrüstungen für
die
Brennstoffzufuhr führen.
-
Die genannten Nachteile lassen'sich zum Teil beseitigen durch Erweitern
der Anzahl von den im Zuschlagstoff enthaltenen Elementen, z.B. Verbindungen von
Elementen der Gruppe Mn, Fe und Ca, sowie durch deren vorherige Aufschwemmung in
einer Zwischenflüssigkeit, wie dies in der US-PS 3 332 755 vorgesehen ist.
-
Gemäß der genannten Patentschrift enthält die Brennstoffmischung hochsiedendai
Erdölbrennstoff und Zuschlagstoff, welcher Verbindungen auf der Basis der Elemente
der Gruppe Si und/oder Ca, und/oder Mg, und/oder Al, und/oder Fe, und/oder Mn enthält.
Zur Ilerstellung des Zuschlagstoffes werden die Verbindungen der oben erwähnten
aktiven Elemente mit einer Flüssigkeit vermischt, welche oberflächenaktive Stoffe,
helle Öle vor allem naphthenischer Herkunft, oder flüchtige Erdöldestillate, oder
Kresol, oder flüssige Amine sowie Glycoläther, gelatinierendes Agens oder Pigmentstabilisator,
hydrophiles Kolloid und Wasser enthält.
-
Da die Verbindungen der aktiven Elemente im Zuschlagstoff in Form
eines feinen Pulvers enthalten sein müssen, sind sie entweder vor der Vermischung
mit Flüssigkeit oder während der Vermischung sorgfältig zu zermahlen.
-
Die genannte Brennstoffmischung und das Verfahren zu deren Herstellung
sind mit folgenden Nachteilen behaftet.
-
Zur Aufbereitung des Zuschlagstoffes wird eine große Anzahl von speziell
anzuschaffenden, teuren Rohstoffbestandteilen verwendet.
-
Bei der Aufbereitung des Zuschlagstoffes müssen die aktiven
Bestandteile
fein zermahlen werden, was mit einem hohen Energieaufwand und der Verwendung von
teuren und wenig leistungsfähigen Einrichtungen verbunden ist.
-
Die Stabilität des Zuschlagstoffes und der Brennstoffmischung wird
durch Zugabe einer in ihrer Zusammensetzung komplizierten und teuren Zwischenflüssigkeit
erreicht.
-
Zugleich ist man gezwungen, wegen des Anstiegs des Energiebedarfs,
eines begrenzten Vorrats an hochwertigen Brennstoffen und einer ungleichmäßigen
Standortverteilung ihres Vorkommens minderwertige feste Brennstoffe zu verwenden.
Da die Verbrennung von minderwertigen Brenns-toffen wenig rationell ist, werden
sie einer thermischen Verarbeitung unterworfen und man erhält dann flüssigen und
gasförmigen Brennstoff.
-
Dies führt jedoch zur Veraschung eines Teiles des flüssigen Brennstoffs.
-
Das sich durch eine thermische Zerlegung des festen Brennstoffs gebildete
Gemisch aus Teerdämpfen und einem Gas (Dampf-Gas-Gemisch) reißt die feine Asche
des verarbeiteten Brennstoffs mit. Im weiteren wird die genannte Asche bei der Kondensation
durch den Teer (vor allem dessen Schwerfraktionen) niedergeschlagen.
-
Der aschenreiche Teer findet keine Verwendung.
-
Um den Aschengehalt in den Warenproduken zu vermindern, werden das
Dampf-Gas-Gemisch und der kondensierte Teer gereinigt. Dadurch erhöhen sich Kapitalauslagen
und Betriebskosten in den Verarbeitungsbetrieben, geht ein Teil vom Teer zusammen
mit der aus ihm zu entfernenden Asche verloren und wird die Umgebung durch Abfälle
verunreinigt.
-
Das Ziel der vorliegenden Erfindung ist die Beseitigung der genannten
IJachteile.
-
Der Erfindung lag die Aufgabe zugrunde, eine solche Brennstoffmischung
und ein Verfahren zu deren Herstellung zu schaffen, die es gestatten, die Abfälle
der thermischen Verarbeitung des festen Brennstoffs, den aschenreichen Teer, effektiv
zu verwerten.
-
Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß in einer Brennstoffmischung,
die hochsiedenden Brennstoff und Zuschlagstoff enthält, welcher Verbindungen der
Elemente Si und/oder Ca, und/ oder Mg, und/oder Al, und/oder Fe und/oder Mn enthält,
gemäß der Erfindung der Zuschlagstoff einen Teer enthält, der bei der thermischen
Verarbeitung des festen Brennstoffs hergestellt wird und die Asche enthält.
-
Die Erfindung gestattet es, den aschenreichen schweren Teer effektiv
zu verwerten, der bei der thermischen Verarbeitung fester Brennstoffe gewonnen wird.
Dabei wird die Asche, die der Teer enthält und die früher als eine schädliche Beimengung
galt, in der Brennstoffmischung als aktiver Stoff des Zuschlages verwendet, welcher
die schädliche Wirkung von Schwefel, Natrium und Vanadium, die im Erdölbrennstoff
enthalten sind, vermindern, während der schwere Teer zur Mischung als vollwertiger
Brennstoff gehört.
-
Die Verwendung der vorliegenden Erfindung ermöglicht es, die Rohstoffbasis
zur Herstellung von hochwertigen flüssigen Brennstoffen zu erweitern, da man in
die Brennstoffmischung den Teer der thermischen Verarbeitung des festen Brennstoffs
einführt; den Aufwand zur Verarbeitung des festen Brennstoffs
zu
vermindern, da es nicht mehr erforderlich ist, den schweren Teer zu reinigen und
die Abfälle nach der Reinigung abzulagern; die ökonomischen Kennziffern bei der
Herstellung der Brennstoffmischung durch Senkung von Kapitalanlagen und Betriebskosten
zu verbessern; den schädlichen Auswurf in die Umgebung durch Verminderung des Gehalts
an schädlichen Stoffen in den Verbrennungsprodukten der Brennstoffmischung und durch
Fehlen der Abfälle der Teerreinigung zu senken.
-
Es erfolgt außerdem eine Erweiterung der funktionalen Wirkung des
Zuschlagstoffes auf Kosten von Wascheigenschaften des aus dem festen Brennstoff
gewonnenen Teers gegenüber den Niederschlägen, die bei der Lagerung des Erdölbrennstoffs
gebildet werden.
-
Bei dem Verfahren zur Herstellung einer Brennstoffmischung, bei dem
man den Zuschlagstoff durch die thermische Verarbeitung eines festen Brennstoffs
mit Erhalt eines staubhaltigen Dampf-Gas-Gemisches, durch darauffolgende Kondensation
des Teers aus dem gewonnenen Dampf-Gas-Gemisch und durch Abführung des genannten
Teers zusammen mit dem abgesetzten Staub herstellt, gemäß der Erfindung in das Dampf-Gas-Gemisch,
welches zur Kondensation geleitet wird, eine Verbindung der Elemente Ca und/oder
Mg, und/oder Al, und/ oder Fe, und/oder Mn in Form von Salzen, Oxiden, Halogeniden,
insbesondere Chloriden, Chloroxiden oder Hydrooxiden einführt.
-
Bei dem vorliegenden Verfahren wird die Herstellung des Zuschlagstoffes
mit der Verarbeitung des festen Brennstoffs vereinigt, wobei sich die Herstellung
des Zuschlagstoffes
wesentlich vereinfacht und verbilligt.
-
Die vorliegende Erfindung gestattet es, die Nomenklatur und den Verbrauch
an mineralischen Rohstoffen bei der Herstellung des Zuschlagstoffes zu reduzieren.
Außerdem entfällt die Notwendigkeit der Feinzerkleinerung des mineralischen Rohstoffes
und der Verwendung von teuren Komponenten der Zwischenflüssigkeit. Wesentlich vermindert
wird auch der Verbrauch an Elektroenergie.
-
Es ist zweckmäßig, daß man während der Kondensation das Dampf-Gas-Gemisch
bis auf eine Temperatur von nicht unter 300°C abkühlt, und dessen Geschwindigkeit
bis auf eine Größe von nicht unter 3 m/s bringt, und dann in das genannte Dampf-Gas-Gemisch
Verbindungen der Elemente Ca und/oder Mg, und/ oder Al, und/oder Fe, und/oder Mn,
die man vorher auf eine Temperatur von 110 bis 2500C erwärmt, einführt.
-
Die genannten Temperaturbereiche und die Geschwindigkeit des Dampf-Gas-Gemisches
gewährleisten die beste Dispergierung aktiver Elemente im Zuschlagstoff (Abscheidung
aktiver Elemente in feinzerkleinerter Form und Vermischung mit der Asche des Dampf-Gas-Gemisches).
-
Es ist ferner zweckmäßig, daß man die Verbindungen der Elemente Ca
und/oder Mg, und/oder Al, und/oder Fe, und/oder Mn in das Dampf-Gas-Gemisch in einer
Menge (umgerechnet in Oxide) einftihit, daß ihr Gewichtsverhältnis zur Asche des
niedergeschlagenen Staubes des verarbeitbaren Brennstoffes 0,3 bis 2 beträgt.
-
Der Gehalt an aktiven Elementen im Zuschlagstoff im genannten Bereich
gewährleiste-t den größten Effekt der Wirkung des Zuschlagstoffes zur Vermeidung
der Bildung von Ablagerungen der Asche und der Schlacke, zur Verhinderung der
Erosion
und Korrosion der Elemente der Vorrichtungen, in denen die Brennstoffmischung verwendet
wird.
-
Weitere Ziele und Vorteile der vorliegenden Erfindung werden verständlich
sein aus der nachstehenden ausführlichen Beschreibung eines Ausführungsbeispiels
und der beiliegenden Zeichnung, in der das Strukturschema einer Anlage zur Durchführung
des Verfahrens zur Herstellung des Zuschlagstoffes gemäß der Erfindung dargestellt
ist.
-
Die Anlage enthält einen Reaktor 1, der mit Stutzen 2 und 3 für die
Zuführung des zu verarbeitenden festen Brennstoffs und eines Wärmeträgers und mit
einem Stutzen 4 für die Abführung des festen Rückstandes, der bei der thermischen
Verarbeitung des Brennstoffs gewonnen wird, versehen ist.
-
Im Reaktor 1 erfolgt die thermische Zerlegung des Brennstoffs.
-
Der Reaktor kann in Form eines Bunkers oder eines Schachtes und für
Brennstoffe, die zum Agglomerieren oder Zusammenbacken neigen, in Form einer rotierenden
Trommel ausgebildet sein. Mit Hilfe einer Rohrleitung 5 ist der Reaktor 1 mit einem
Skrubber (Wäscher) 6 verbunden, in dem man die Kondensation des Schweröls und'die
Abscheidung des Staubes aus dern staubhaltigen Dampf-Gas-Gemisch durchführt, welches
bei der thermischen Zerlegung des festen Brennstoffs im Reaktor 1 gewonnen wird.
Der Skrubber 6 kann als Sprühturm ausgebildet sein.
-
Mit Hilfe von Rohrleitungen 7 und 8 ist der Skrubber 6 mit einem Kondensator
9 verbunden. Die Rohrleitung 7 ist um Durchgang des Dampf-Gas-Gemisches und die
Rohrleitung 8 zum Durchgang des schweren Teers zusammen mit dem ausgeschiedenen
Staub bestimmt. Der Kondensator 9 ist mit einem Stu-tzen 10 versehen, durch welchen
die Rückstände der Teerdämpfe,
die Wasserdämpfe und das Gas zur
weiteren Verarbeitung gelangen.
-
Der untere Teil des Kondensators 9 ist mittels einer Rohrleitung 11
mit einem Behälter 12 für den Zuschlagstoff verbunden. Die in Reihenfolge verbundene
Rohrleitung 13, Umlaufpumpe 14, Rohrleitung 15, Kühler 16, Rohrleitung 17, Mischer
18 und Rohrleitung 19 verbinden den Behälter 12 mit dem Skrubber 6.
-
Der Behälter 20 für die Lösung der Verbindungen der Elemente Ca und/oder
Mg, und/oder Al, und/oder Fe, und/oder Mn, z.B. eine Lösung von Magnesiumchlorid,
ist mit Hilfe einer Rohrleitung 21 mit einer Speisepumpe 22 verbunden, die ihrerseits
durch eine Rohrleitung 23 mit dem Mischer 18 in Verbindung steht.
-
Der Behälter 12 ist mittels einer Rohrleitung 24 mit der Pumpe 25
verbunden, die den Zuschlagstoff für dessen weitere Verarbeitung auspumpt.
-
Die Anlage arbeitet wie folgt.
-
Der zerkleinerte getrocknete Brennstoff, z.B. Ölschiefer, wird dem
Reaktor 1 über den Stutzen 2 kontinuierlich zugeführt. Ebenfalls kontinuierlich
wird dem Reaktor 1 über den Stutzen 3 ein fester Wärmeträger, z.B. die auf 700 bis
11000C eniärmte Asche des vorher verarbeiteten Ölschiefers zugeführt. Das aus Schiefer
und Wärmeträger bestehende Gemisch wird im Reaktor 1 während einer Zeitdauer gehalten,
die für die Erwärmung des Schiefers auf 450 bis 650 0C und für dessen vollständige
Zerlegung erforderlich ist. Das Gemisch aus dem Wärmeträger und dem festen Rückstand
der thermischen Zerlegung des Schiefers wird aus dem Reaktor über den Stutzen 4
kontinuierlich herausgeführt.
-
Die flüchtigen Produkte der thermischen Zerlegung des Schiefers, wie
das Gemisch aus Teerdampf, Wasserdampf und Gas und der von diesen erfaßte Staub
werden aus dem Reaktor 1 durch die Rohrleitung 5 dem Skrubber 6 zugeführt, in dem
die Kondensation von besonders schweren Teerfraltionen und das Niederschlagen des
Hauptteils des Staubs erfolgt. Zur Gewährleistung der Kondensation des Teers und
zur Erleichterung der Entfernung des staubhaltigen Teers wird in den Skrubber 6
durch die Rohrleitung 19 der gekühlte Teer des vorher verarbeiteten Schiefers kontinuierlich
zugeführt.
-
Aus dem Skrubber 6 wird das Dampf-Gas-Gemisch durch die Rohrleitung
7 in den Kondensator 9 geleitet, dem auch der im Skrubber 6 zirkulierende und kondensierte
Teer zusammen mit dem niedergeschlagenen Staub durch die Rohrleitung 8 zugeführt
wird. Im Kondensator 9 erfolgt eine zusätzliche Kondensation des Teers in einer
Menge, die zum Erhalt des Zuschlagstoffes erforderlich ist, und wird der im Dampf-Gas-Gemisch
gebliebene Staub aufgefangen. Das restliche Dampf-Gas-Gemisch, das praktisch vom
Staub gereinigt ist, wird über den Stutzen 10 zur weiteren Verwertung geleitet.
-
Das Teergemisch, welches aus dem Skrubber 6 kommt und im Kondensator
9 kondensiert wird, wird durch die Rohrleitung 11 dem Behälter 12 zugeführt. Von
hier aus wird das Teergemisch mittels Umlaufpumpe 14 dem Skrubber 6 durch die in
Reihe verbundenen Rohrleitung 15, Kühler 16, Rohrleitung 17, Mischer 18 und Rohrleitung
19 zugeführt.
-
Dem Mischer 18 wird mittels der Pumpe 21 aus dem Behälter 20 durch
die Rohrleitung 23 die Lösung des Magnesiumchlorids kontinuierlich zugeführt.
-
In dem Mischer 18 wird die Lösung des Magnesiumchlorids mit dem zirkulierenden
Teer vermischt und auf 110 bis 2500C erwärmt.
-
Durch Änderung der Temperaturführung des Kühlers 16 reguliert man
die Temperatur des Teers, der durch die Rohrleitung 17 in den Mischer 18 gelangt,
und gewährleistet die erforderliche Erwärmung der Lösung des Magnesiumchlorids.
-
Im Skrubber 6 verdampft das Wasser, in welchem das Magnesiumchlorid
gelöst ist, und das aus der Lösung ausfallende Magnesiumchlorid wird im Teer als
Feinstaub suspendiert.
-
Der durch die Rohrleitung 11 in den Behälter 12 abfließende staubhaltige
Teer stellt einen fertigen Zuschlagstoff dar, welcher dann je nach dem Ansammeln
oder kontinuierlich mittels der Pumpe 25 zur weiteren Verwendung gefördert wird.
-
Nachstehend soll ein konkretes Ausführungsbeispiel der Brennstoffmischung
und des Verfahrens zu deren Herstellung gemäß der Erfindung näher beschrieben werden.
-
Zur Verarbeitung gelangt ein Ölschiefer mit folgenden Charakteristiken:
Aschegehalt der Trockenmasse 49,0 % Gehalt der Carbonat-Kohlensäure der Trockenmasse
17,5 % Verbrennungswärme der Trockenmasse in der kalorimetrischen Bombe 3000 kkal/kg.
-
Dem Reaktor 1 wird der Schiefer kontinuierlich zugeführt, der vorgetrocknet
und bs auf 1200C eniärrnt ist, wo er im Vehältnis 1:2,2 mit einem fes-ten VJärmeträger,
der bis auf 8500C erwärmt ist, vermischt wird. Das Gemisch von Schiefer und festem
Wärmeträger wird im Reaktor 1 während 13 min bei einer Endtemperatur des Gemisches
von 4900C, bei der der Prozeß
der Halbverkokung des Schiefers verläuft,
gehalten.
-
Die sich bei der Halbverkokung ausscheidenden flüchtigen Produkte
enthalten 170,0 kg Teerdampf je 1 t verarbeiteten Trockenschiefers, 10,5 kg/t Gasbenzindampf,
58,3 kg/t Schwelgas, 20,0 kg/t Wasserdampf und 1,9 kg/t Asche, welche 35,0 c/Q,
SiO2, 4,6% Fe203, 15,3 % Al203, 29,2 % CaO, 9,6 % 503, 4,0 % K20, 1,8 % Mg0 und
0,5 % Na20 enthält.
-
Durch Regelung der Temperaturführung des Kondensators 9 beim Kühlen
wird die Temperatur des Dampf-Gas-Gemisches am Austritt des Kondensators 9 auf einer
Höhe von 2000C gehalten.
-
Das kristalline Magnesiumchlorid in einer Menge von 5,0 kg je Tonne
zu verarbeitenden Schiefers löst man im Wasser auf und vermischt als 20%-Lösung
mit dem zirkulierenden Teer im Mischer 18. Durch Regelung der Temperaturführung
des Kühlers 16 wird die Temperatur des Gemisches auf einer Höhe von 1500C gehalten.
-
Im Ergebnis erhält man 63 kg/t Zuschlagstoff bei einem Aschegehalt
von 4,3%, bestehend aus 22,0% Si02, 2,9% Fe2O3, 9,6 eo Al203, 18,4 90 CaO, 6,0 %,
S03, 2,5 K20, 0,3 % Na2O und 38,3% MgO.
-
Man vermischt den genannten Zuschlagstoff mit einem Masut in einer
Menge von 7 kg je 1 t Masut bei einem Aschegehalt von 0,10%, bestehend aus 1,85
% SiO2, 2,1,6 CaO, 3,2 54 MgO, 1,3 °Ó Fe203, 22,7% V205, 15,3 % Na2O und 34,8 %
503. Der Aschegehalt der Brennstoffmischung beträgt 0,13 %. Der mineralische Anteil
der Mischung enthält 6,5 °S SiO2, 6,5 % CaO, 11,3% MgO, 1,7% Fe203, 17,5 % V205,
11,8 % Na2O und 28,2 % SO3.
-
Die genannte Brennstoffmischung wurde auf einem Dampfgenerator mit
einer Dampfleistung von 320 t/h, Dampfdruck 120 ata
und iIeißdampftemperatur
von 545/5450C geprüft. Nach einer Betriebszeit des Dampfgenerators von über 10.000
Stunden wies dieser keine Spuren einer Hochtemperaturkorrosion des Dampfgenerators
auf, der aus einem Perlitstahl hergestellt worden war.
-
Die Temperatur zu Beginn des Schmelzens des mineralischen Anteils
der Mischung in einer oxydierenden Atmosphäre übertraf 8500C gegenüber 6200C für
den mineralischen Anteil des Ausgangsmasuts.
-
Die Ablagerungen auf den Hochtemperatur-Heizflächen des Dampfgenerators
waren locker und konnten im wesentlichen durch Strömungen von Rauchgasen entfernt
werden.
-
Die Korrosionsaktivität des mineralischen Anteils der genannten Zusammensetzung
die nach der Korrosion des austentischen Stahls bei einer Temperatur von 750 0C
bestimmt wurde, betrug 0,12 g/m2 Btd.
-
Zur Einschätzung des Einflusses aktiver Bestandteile auf die Qualität
der Brennstoffmischung bei deren verschiedenem Verhältnis sind nachstehend Angaben
über die Schmelztemperatur der Asche, die letzten Endes ihre schlackenbildende Fähigkeit
der Elemente der den Brennstoff verwendenden Vorrichtung charakterisiert. Die Brennstoffmischung
wurde auf der Basis eines schwefelhaltigen Masuts zusammengestellt. Die Schmelztemperaturen
der Asche wurden auf einem Derivatograph, System E. Paulik, F. Paulik, L. Erdei
(Journal of thermal Anal 3, 63, 1971) bestimmt.
-
Verhältnis von Dosierung des Temperatur Bestandteilen Zuschlagstof-
zu Beginn fes auf die des Asche-Masutasche schBelzens, kp/kp °C Ohne Zuschlagstoff
- 660 MgO Am = 0,6 : 1 0,5 : 1 750 MgO : Al203 : Am = 0,6:0,6:1 0,5 : 1 1040 MgO
: Fe203 : Am = 0,6:0,6:1 0,5 : 1 890 MgO : MnO: Am = 0,6:0,6:1 0,5 : 1 1150 MgO
: Am = 1 : 1 0,5 : 1 920 MgO : Al203 : Am = 1 : 1 : 1 0,5 : 1 1170 MgO : Fe203 :
Am = 1 : 1 : 1 0,5 : 1 1025 MgO : MnO : Am = 1 : 1 : 1 0,5 : 1 1280 Anmerkung: Am
- Aschegehalt des Ausgangsteers