DE2647000A1 - Abstandshaltegitter fuer brennelemente - Google Patents
Abstandshaltegitter fuer brennelementeInfo
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Description
2847000 I1,
UIiIOM AEPIMaESBELSOHAPT Unser Zeichen
ypa 78 P e 3 8
Abstanöshaltegitter für Brennelemente
Die Erfinduag "betrifft ein Abstandshaltegitter für Brennelemente,
mit einem gleichartige, vieleckige Gltterfeldeinlieiten und sugeliörige
Gdtterstege aufweisenden Gitterfeld, das durch Herausarbeiten
von Material aus eiaeia Scheiben- oder Plattenkörper herstellbar
XSt5 wobei die in das jeweilige G-itterfeld eingefügten
Brennstäbe mit ihrem Außenuafang jeweils an Zsntrierfläehen von
Poppen der G-itterstege zentriert und achsparallel zueinander gehalten
sind und wobei der ütsergangsbereicii von den Gitterstegen
zu den %©ntrierflächen der Uoppen mit das Einführen bzw. Herausziehen
der Srenastäte erleichternden Sehrägflachen versehen ist.
Ein solches Abstaadshaltegitter ist bekannt (DT-OS 2 111 349 und
DT-OS 2 227 970). Hierbei erstrecken sich die AbstütznoppeB praktisch
über die gesamte axiale Länge des Abstandshaltegitters«
Derartige Abstandshaltegitter haben die Aufgabe, eine Vielzahl von langgestrecktes Brennstäben in ihren Sitterfeldeinheiten,
auch als Maschen bezeichnet, zu führen und in der Soll-Lage zu halten. In der Begel werden eine Mehrzahl derartiger Abstandshaltegitter
in iTueht zueinander und mit axialem Abstand
innerhalb des Brennelementes angeordnet, wobei die Brennstäbe durch die in llueht zueinander liegenden Maschen der Abstandshaltegitter
gesteckt werden. Bei verschiedenen Kernreaktoren, insbesondere bei schnellen Brütern, wie gasgekühlten schnellen
Brutreaktoren, ist man dasu übergegangen, die Abstandshaltegitter aus dem Vollen herauszuarbeiten und auch hierbei die Noppen
Bu 21 Po / 7.10.1976 809817/0051
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dadurch auszubilden, daß aie aus dem vollen Querschnitt eines
platten- oder scheibenförmigen Körpers herausgearbeitet werden, weil eine Ausbildung der Noppen in Form von Federelementen oder
angeschweißten oder angelöteten Stollen nicht die erforderliche Sicherheit gewährleistet. Damit kein Schaben oder Kratzen an der
Brennstaboberfläche beim Einfügen der Brennstäbe in die Abstandshaltegitter
erfolgt, werden die Abstütznoppen an ihrem Einführende und auch an ihrem anderen Ende mit Schrägflächen versehen. Die
axiale Höhe bzw. Dicke des Abstandshaltegitters ist durch die Belastung,
insbesondere die axiale Gewichtsbelastung, aber auch durch
thermisches Schieben, Differenzdehnung der Stäbe bzw. Elementstruktur und Schwingungs-Belastung, bestimmt; für ein Brennelement
einer bestimmten Leistung läßt sich deshalb eine minimale axiale Dicke des Abstandshaltegitters nicht unterschreiten. Die Erfindung
geht nun von der Überlegung aus, daß bei den bekannten Abstandshaltegittern
die Gefahr besteht, daß während des Betriebes durch thermisches Verbiegen (thermal bowing) und durch Volumenschwellen
ein Zwängen der Brennstäbe im Bereich ihrer Anlageflächen an den Abstütznoppeh eintreten kann, da die Anlageflächen
sich über praktisch die gesamte axiale Länge des Abstandshaltegitters erstrecken. Weiterhin ist bei den bekannten Gittern nachteilig,
daß die Gittermaschen bzw. Gitterfeldeinheiten dann, wenn sie durch elektrοerosive Bearbeitung, insbesondere Funkenerosion,
aus dem Vollen herausgearbeitet werden, eine geringfügige Deformation ihrer Stege aufweisen, was zu einer Verlagerung der Mittellinie
des eingeschriebenen Kreises und zu einer Veränderung des Durchmessers dieses Kreises führen kann. Werden nun die genauen
Auflageflächen durch weitere Bohr- oder Fräsoperationen in den Gitterkörper eingebracht, dann erhält man eine große Variation
der Auflagefläche der Abstütznoppen, denn aufgrund der erforderlichen Anschrägung, die sich mit dem eingeschriebenen Kreis
schneidet, muß sich der Innenumfang dieses Kreises je nach dem
Grad der Exzentrizität axial verlängern oder verkürzen. Das Ansohrägen
jeder einzelnen Masche zur Vermeidung dieser üngenauigkeiten
bedeutet einen erheblichen Fertigungsaufwand, der erfindungsgemäß
vermieden werden soll.
Der Erfindung liegt mithin die Aufgabe zugrunde, ein Abstandshaltegitter
für Brennelemente der eingangs genannten Art zu schaf-
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fen, bei dem die geschilderten Schwierigkeiten vermieden sind, d.h. welches eine hohe Genauigkeit seiner Zentrierflächen bei
vergleichsweise geringen Herstellungskosten aufweist und mit dem sich die Brennstäbe so zentrieren lassen, daß während des Betriebes
ein Zwängen der Brennstäbe ausgeschlossen ist. Der Erfindung liegt weiterhin die Aufgabe zugrunde, ein vorteilhaftes Verfahren
zur Herstellung eines diese Merkmale aufweisenden Abstandshaltegitters
anzugeben.
Gegenstand der Erfindung ist ein Abstandshaltegitter für Brennelemente
der eingang genannten Art, bei dem die gestellte Aufgabe erfindungsgemäß dadurch gelöst wird, daß die Noppen sich
lediglich über einen Teil der axialen Länge des Gitters erstrecken
und daß die Schrägflächen eine solche Neigung zur Gitterebene (Achsnormale der Gitterstege) aufweisen, daß die
Schrägflächen wiederum nur einen Teil der axialen länge der Noppen überstreichen. Die axiale Länge der Noppen und der Grad
der Anschrägung der Schräglächen läßt sich unschwer für das jeweilige Brennelement bestimmen; hierbei ist zu berücksichtigen,
wieviele Abstandshaltegitter in axialem Abstand verwendet werden und welche Abmessungen der jeweilige Brennstab hat. Es läßt sich
dann für den Betrieb eine etwa wellen- oder schlangenlinienförmige Anlage des Brennstabes an den jeweiligen Noppen zugrundelegen,
d.h. der Brennstab liegt abwechselnd über seine axiale Länge gesehen an gegenüberliegenden Noppen der axial aufeinanderfolgenden
Gitterfeldeinheiten bzw. Gitter an. Besonders vorteilhaft ist es, wenn die Noppen mittig innerhalb der jeweiligen Gittersteglänge
angeordnet sind. Eine zweckmäßige Bemessung ist es, wenn die Noppen 1/2 bis 1/5, vorzugsweise etwa 1/4, der Gittersteglänge
überstreichen. In diesem Falle ist eine Anlage des Brennstabes nur auf einem kleinen axialen Stück gewährleistet,
ohne daß Zwänge oder Zwangsspannungen im Stab auftreten können, was vom festigkeitsmäßigen Gesichtspunkt weniger günstig wäre.
Eine besonders vorteilhafte Neigung der Schrägflächen beträgt gemäß einer Weiterbildung der Erfindung 45 - 70°, vorzugsweise
ca. 60°. Durch eine solche Abschrägung erhält man beim Einführen des Stabes eine Vorzentrierung und vermeidet ein seinseitiges
Schrammen, Kratzen oder Schaben der Noppen-Zentrierflächen an der Brennstaboberfläche. Dieser Vorteil gilt sinngemäß bei einem
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Herauszieh-Vorgang des Stabes, z.B. für Reparatur-Maßnahmen bei
der Montage des Elementes. Mt neigung der Schrägflächen ist
zweckmäßigerweise an beiden Noppenenden gleich. Es ist günstig, wenn die Zentrierflächen der Moppen ebene, auf Sehnen liegende
Flächen sind, so daß sich eine linien- oder punktförmige Anlage
mit dem Brennstab ergibt. Die Kanten der Noppen werden zweckmäßigerweise durch Radien abgerundet.
Gegenstand der Erfindung ist auch ein vorteilhaftes Verfahren zur Herstellung eines Abstandshaltegitters der vorbeschriebenen
Bauform, das dadurch gekennzeichnet ist, daß in einem vollen Scheiben- bzw. Plattenkörper (Rohling) zunächst dem Brennstabaußendurchmesser
entsprechende Durchgangsbohrungen für die Gitterfeldeinheiten gebohrt werden, daß hierauf mit einem
Bohrer, der um das Maß des Noppentiberstandes vergrößert und
mit einem der Schrägflächen-Heigung entsprechenden Spitsenwinkel
versehen ist, von beiden Stirnseiten des Gitters her die Noppen herausgearbeitet und die Schrägflächen angesenkt
werden, und daß schließlich der restliche Materialüberstand der jeweiligen Gitterfeldeinheit durch elektroerosive Bearbeitung,
insbesondere funkenerosive oder elektrochemische, entfernt wird, so daß die Form der Masche und die ebenen Anlagen der Noppen auf
einem Durchmesser geringfügig größer als der Stabdurchmesser gebildet werden.
Im folgenden werden anhand der ein Ausführungsbeispiel darstellenden
Zeichnung Aufbau und Wirkungsweise sowie weitere Merkmale der Erfindung erläutert. Dabei zeigen:
Fig. 1 im Grundriß ein Abstandshaltegitter nach der Erfindung,
wobei ein Teil der Gitterfeldeinheiten bzw. Maschen lediglich durch Schnittlinien angedeutet ist, da der
Aufbau über das gesamte Gitter gesehen gleichartig ist;
Fig. 2 die Einzelheit Y aus Fig. 1 im Ausschnitt und vergrößert; Fig. 3 den Schnitt längs der Linie III-III aus Fig. 2;
Fig. 4 den Schnitt längs der linie IV-IV »us Fig. 2;
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Pig. 5 die Einzelheit W aus Pig. 2 vergrößert im Detail;
Pig. 6 einen Vergleich einer herkömmlichen Noppenform im
Ausschnitt und im Aufrißschnitt (Pig. 6a) mit der erfindungsgemäSen
Noppenform (Pig. 6b);
Pig. 7 schematisch und zur Verdeutlichung in übertriebener Darstellung die Anlage eines Brennstabes an den
lioppen der Abstandshaltegitter in Porm einer leichtgewsllten
Biegelinie und
Pig. 8 in schematischer Darstellung einzelne Phasen des Herstellungsverfahrens,
und zwar Pig. 8a das Bohren der Gitterdurchgänge, Pig. 8b das Herausarbeiten der IToppen
durch Senken und Pig. 8c die funkenerosive Bearbeitung zum Entfernen des restlichen Materials.
Pig. 1 zeigt ein Abstandshaltegitter für Brennelemente, vorzugsweise
für einen gasgekühlten schnellen Brutreaktor. Prinzipiell ist das Abstandshaltegitter jedoch auch für andere Eernreaktortypen,
wie z.B. Druckwasser- oder Siedewasserreaktoren, anwendbar. Das im folgenden vereinfachend als Gitter bezeichnete Abstandshaltegitter
1 weist ein im wesentlichen hexagonales bzw. sechseckiges
Gitterfeld 2 auf mit einzelnen Gitterfeldeinheiten bzw. Maschen 3 und die Maschen 3 begrenzenden Gitterstegen 4. Man
sieht, daß das Gitterfeld 2 aus einer Vielzahl von zwölfeckigen
Gitterfeldeinheiten bzw. Masehen 3 gebildet ist, welche jeweils drei um eine Zentralachse 5 gruppierte und aneinandergrenzende
Sechsecke 3a, 3b, 3c (vgl. auch vergrößerte Darstellung der
Pig. 2) des dem Gitterfeld 2 zugrundeliegenden Sechseck-Hasters 2a umfassen. Das Gitterfeld 2 ist durch Herausarbeiten von
Material aus einem Scheiben- oder Plattenkörper entsprechender Grundform herstellbar, was weiter unten noch näher erläutert
wird. Eine Mehrzahl der in Pig. 1 dargestellten Abstandshaltegitter
wird planparallel, in Plucht und mit Abstand zueinander zu einem Brennelementkörper vereinigt, der die achsparallel
zueinander eingefügten und in der Pigur nicht dargestellten Irennstäbe enthält. Wenn alle Brennstabpositionen des Gitterfeldea
2 besetzt sind, so lassen sich 264 Brennstäbe in das
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dargestellte Gitter einfügen, wobei an den Sechseckpunkten anstelle von Zwölfeck-Maschen Montageaugen 6 vorgesehen sind,
welche zum Einfügen von axialen, stangenförmigen Zentrierelementen
7 dienen, wenn, wie beschrieben, eine Vereinigung zu einem Brennelement-Körper erfolgt. In entsprechender Weise ist
im Zentrum des Gitters anstelle einer Brennstabposition die Einfügung einer weiteren Zentrierstange 7a vorgesehen, wobei
die entsprechende Masche mit 6a bezeichnet ist.
Wie es Fig. 2 deutlicher zeigt, sind die in das jeweilige Gitterfeld 2 eingefügten Brennstäbe, die durch ihre Außenkontur
8 dargestellt sind, mit ihrem Außenumfang jeweils an Zentrierflächen 9a von Noppen 9 der Gitterstege 4 zentriert und achsparallel
zueinander gehalten. Fig. 3 in Verbindung mit I1Ig. 2
zeigt, daß der Übergangsbereich von den Gitterstegen 4 zu den Zentrierflächen 9a der Noppen 9 mit das Einführen bzw. Herausziehen
der Brennstäbe erleichternden Schrägflächen 10 versehen ist. Im dargestellten Ausführungsbeispiel sind die jeweils um
120° um ihre Zentralachse 5 gegeneinander räumlich verdrehten,
einwärts vorspringenden drei Seitenpaare 4.1» 4.2 und 4.3 der zwölfeckigen Masche 3 zur Ausbildung der Noppen 9 vorgesehen.
Der in die jeweilige Masche (im folgenden wird statt Sitterfeldeinheit der Ausdruck Masche zur Vereinfachung benutzt) 3 einzufügende
Brennstab 8 ist dadurch mit seinem äußeren Umfang in Dreipunktauflage bezüglich der Noppen 9 sehr genau zentrierbar.
Wie es Fig. 2 weiter zeigt, sind die äußeren Maschen 3, also z.B. die in der Fig. unten dargestellte Masche 3'» die an das
Auge 6 unmittelbar angrenzt, nicht punktsymmetrisch wie die übrigen Maschen 3 des Gitterfeldes 2, sondern mit ihren Gitterstegen
4 zum Teil asymmetrisch durch Verlängerungen bzw. Verkürzungen 3d , 3e ausgebildet, damit die äußeren Umrisse des
Gitterfeldes 2 mit denen der Zentrieraugen 6 fluchten; für die Dreipunktauflage-Befestigung bedeutet dieses jedoch keine Abänderung.
Ein Vergleich der Schnitte nach Figuren 3 und 4 in Verbindung mit Fig. 2 zeigt, daß die Noppen 9 mittig innerhalb
der jeweiligen axialen Gittersteglänge I0 angeordnet sind. Hierbei
überstreichen die Noppen 9 etwa 1/4 der Gittersteglänge 1_,
el
d.h. ihre axiale Länge 1« ist etwa 1/4 la· Bei einer axialen
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Gittersteglänge 1 = 13 mm hat sich für die axiale länge In
a y
ein vorteilhafter Wert von 4 mm ergeben, wobei acht über die
Brennstablänge gleichmäßig verteilte Gitter 2 verwendet wurden und die Gesamtlänge der Brennstäbe 2100 mm beträgt. Ein bevorzugter
Bereich für die axiale Noppenlänge Ig beträgt 1/2 bis
1/5 von lo. Die genauen Werte lassen sich abhängig von der
Brennstablänge und der Gitterstärke durch Annahme der Verformungslinie der Brennstäbe leicht ermitteln. Die Neigung OC der Schrägflächen
9a zur Gitterebene gg beträgt im dargestellten Ausführungsbeispiel 60 . Diese Neigung ist an beiden Noppenenden gleich.
Dieser Wert hat sich als vorteilhaft erwiesen, weil hierdurch einerseits das Einfügen der Brennstäbe in die Gitter unter Vorzentrierung
leicht möglich ist und andererseits auch das Bohrwerkzeug mit einem zur Herstellung dieser Anschrägung erforderlichen
spitzen Winkel ohne Probleme ausgestattet werden kann. Ein bevorzugter Bereich für die Neigung der Schrägflächen liegt
zwischen 45 und 70°.
Fig. 5 zeigt, daß die Zentrierflächen 9a der Noppen 9 ebene,
auf Sehnen liegende Flächen sind, so daß sich bezüglich des Außenumfanges der Brennstäbe 8 eine punkt- oder linienförmige
Anlage ergibt, was durch gestrichelte Andeutung des Kreises 8 verdeutlicht ist.
Fig. 6 verdeutlicht den Vorteil der erfindungsgemäßen Noppenform (Fig. 6b) gegenüber einer Noppenform nach Fig. 6a, bei
welcher der Noppen 9' mit Schrägflächen 10' versehen ist, die
wesentlich steiler als in Fig. 6b dargestellt verlaufen. Hier beträgt der Neigungswinkel lediglich 3°, wobei die Schrägung
bereits an der Ober- bzw. Unterseite des Gitters 11 beginnt.
Versuche mit der Noppenform nach Fig. 6a haben ergeben, daß hier abhängig von einer Exzentrizität el des eingeschriebenen
Kreises k1 eine Toleranz a in der axialen länge Ig der Zentrierfläche
9a1 auftritt, so daß unter Umständen statt der axialen Länge
Iq auch eine axiale Länge Ig1 der Zentrierflächen auftreten
kann. Diese große Toleranz kann dadurch bedingt sein, daß bei der elektroerosiven Bearbeitung des Vollquerschnittes ein Verziehen
des Gitters 11 eintreten kann, so daß dann beim Bohren der
eingeschriebenen Kreise k1 und beim Einarbeiten der Schrägflächen
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101 die angegebenen großen Toleranzen auftreten. Demgegenüber ist
bei der erfindungsgemäßen Gitterkonstruktion nach Pig. 6b infolge einer angenommenen Exzentrizität e2, die zur Verdeutlichung des
Vorteils sogar größer ist als die Exzentrizität el, trotzdem eine Toleranz aa festzustellen, die wesentlich geringer, d.h. um eine
Größenordnung kleiner ist als die Toleranz a.
Pig. 8 verdeutlicht das erfindungsgemäße Verfahren zur Herstellung
eines Gitters mit den Merkmalen nach den Figuren 1 bis 5, sowie 6b. Gemäß Pig. 8a werden in einen vollen Scheiben- bzw. Plattenkörper,
d.h. den Rohling 11, zunächst dem Brennstabaußendurchmesser
8 entsprechende Durchgangsbohrungen 12 für die Maschen 3 gebohrt, wobei der Bohrer 13 einer nicht näher dargestellten Bohrmaschine
einen entsprechenden Durchmesser D aufweist. Hierauf wird gemäß Pig. 8b mit einem Bohrer 14, der um das Maß 15 des Noppen-Überstandes
vergrößert ist und mit einem der Schrägflächen-Neigung entsprechenden Spitzenwinkel ß versehen ist, von beiden Stirnseiten
des Gitters her die Noppen 9 herausgearbeitet und die Schrägflächen 10 angesenkt. Hierbei wird das Gitter 2 zunächst
von der einen Seite und anschließend von der anderen Seite mit den Bohrern 14 bearbeitet. Schließlich wird ge&äß Pig. 8c der
restliche Materialttberetand der jeweiligen Hasche 3 durch elektroerosive
Bearbeitung mit einer Werkzeugelektrode 16 entfernt. Insbesondere kommt hierbei funkenerosive Bearbeitung in Betracht;
grundsätzlich würde sich jedoch auch ein elektrochemisches Senken eignen. Die funkenerosive Bearbeitung hat jedoch den Vorteil
höherer Genauigkeit. Mit der funkenerosiven Bearbeitung können mithin die Maschen 3 ihre endgültige Form erhalten, so wie in
Pig. 2 dargestellt, außerdem können die Noppen 9 mittels dieser Bearbeitung ihre ebenen Anlageflächen 9a (vgl. Fig. 5) erhalten.
Als besonderer Vorteil des erfindungsgemäßen Verfahrens ergibt sich, daß ein Verziehen bzw. eine unerwünschte Deformation des
Gitters bei der Bearbeitung gemäß Figuren 8a und 8b nicht eintreten kann. Die definierte Kaltverfestigung bleibt vielmehr
erhalten. Diese ist notwendig, um das Verhalten der Abstandhalter im Neutronenfluß zu verbessern. Im letzten Arbeitsgang gemäß
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Pig. 8c entsteht dann die endgültige genaue Porm des Abstandshaltegitters»
Pig. 7 zeigt schematisch noch die Biegelinie des Brennstabes 8, wenn er innerhalb eines Brennelementes an den einzelnen Gittern
2 zentriert ist. Es ist ersichtlich, daß der Brennstab abwechselnd an gegenüberliegenden Noppen 90 und 90' zur Anlage
kommt. Da die Anlagefläche des Brennstabs 8 bezüglich der Zentrierfläche 9a, wie erläutert, lediglich linien- oder punktförmig
ist, können sich praktisch keine unerwünschten Zwängungen oder Zwangskräfte an den Brennstäben innerhalb ihrer Brennelement-Halterung
ausbilden. Bemerkt sei noch, daß mit den Pfeilen R Abrundungsradien in Fig. 1 bis 5 angedeutet sind.
Als Material für das Gitter hat sich z.B. ein Legierungsstahl der Type X8 Cr Ni Mo Nb 1616 als vorteilhaft erwiesen.
9 Patentansprüche
8 Figuren
8 Figuren
Leerseife
Claims (9)
1. Abstandshaltegitter für Brennelemente, mit einem gleichartige, vieleckige Gitterfeldeinheiten und zugehörige
Gitterstege aufweisenden Gitterfeld, das durch Herausarbeiten von Material aus einem Scheiben- oder Plattenkörper
herstellbar ist, wobei die in das jeweilige Gitterfeld eingefügten Brennstäbe mit ihrem Außenumfang jeweils
an Zentrierflächen von Noppen der Gitterstege zentriert und achsparallel zueinander gehalten sind und wobei der
Übergangsbereich von den Gritterstegen zu den Zentrierflächen der Noppen mit das Einführen bzw. Herausziehen der Brennstäbe
erleichternden Schrägflächen versehen ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Noppen (9) sich lediglich über einen Teil
der axialen Länge (1 ) des Gitters (1) erstrecken und daß die Schrägflächen (10) eine solche Neigung ( Ού ) zur Gitterebene
(gg) (Ach3normale der Gitterstege) aufweisen, daß die Schrägflächen (10) wiederum nur einen Teil der axialen Länge (l_)
der Noppen (9) überstreichen.
2. Abstandshaltegitter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Noppen (9) mittig innerhalb der jeweiligen Gittersteglänge
(l„) angeordnet sind.
3.
3. Abstandshaltegitter nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die Noppen (9) 1/2 bis 1/5, vorzugsweise etwa 1/4, der Gittersteglänge (1Ώ) überstreichen.
4. Abstandshaltegitter nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Neigung {00) der Schrägflächen (10)
zur Gitterebene (gg) 45° bis 70°, vorzugsweise ca. 60° beträgt .
5. Abstandshaltegitter nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß die Neigung ( ού) der Schrägflächen (10) an beiden Noppenenden gleich ist.
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6. Abstandshaltegitter nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, daß die Zentrierflächen (9a) der Noppen (9) ebene, auf Sehnen liegende Flächen sind, so daß sich eine punkt-
oder linienförmige Anlage mit dem Brennstab (8) ergibt und daß diese Anlage durch einen Erosionsprozeß (letzter Arbeitsgang)
hergestellt ist.
7. Abatandshaltegitter nach einem der Ansprüche 1 bis 6, mit
einem Gitterfeld hexagonaler Grundform, dadurch ^kennzeichnet, daß das Gitterfeld (2) im wesentlichen aus zwölfeckigen Gitterfeldeinheiten
(Maschen 3) besteht, welche jeweils drei um eine Zentralachse (5) gruppierte und aneinandergrenzende Sechsecke
(3a, 3b, 3c) des dem Gitterfeld (2) zugrundeliegenden Sechseckrasters
(2a) umfassen, und daß die um je 120° um ihre Zentralachse
gegeneinander räumlich verdrehten, einwärts vorspringenden drei Seitenpaare (4.1, 4.2, 4.3) des Zwölfecks zur Ausbildung
der Noppen (9) vorgesehen sind, wobei der in die jeweilige Masche (3) einzufügende Brennstab (8) mit seinem
äußeren Umfang in Dreipunktauflage bezüglich der Noppen (9) zentrierbar ist.
8. Abstandshaltegitter nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet,
daß im Bereich der sechs Eckpunkte des Gitterfeldes (2) anstelle von Zwölfeck-Gitterfeldeinheiten (3) Montageaugen (6)
vorgesehen sind, welche zum Einfügen von axialen Zentrierelementen (7) und der Aufhängung dienen, wenn mehrere Abstandshaltegitter
(1) planparallel und mit axialem Abstand zueinander zu einem Brennelement-Körper zusammengebaut werden.
9. Verfahren zur Herstellung eines Abstandshaltegitters nach einem
der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß in einen vollen Scheiben- bzw. Plattenkörper (Rohling 11) zunächst dem
Brennstab-Außendurchmesser entsprechende Durchgangsbohrungen (12) für die Maschen (3) gebohrt werden, daß hierauf mit einem
Bohrer, der um das Maß des NoppenüberStandes vergrößert und
mit einem der Schrägflächen-Neigung (aO) entsprechenden Spiteenwinkel
(ß) versehen ist, von beiden Stirnseiten des Gitters (1)
809817/0061
- ur- fcP 9 3 8 4 BRD
her die Noppen (9) herausgearbeitet und die Schrägflächen (10) angesenkt werden, und daß schließlich der restliche Materialüberstand
der jeweiligen Masche (3) durch elektroerosive Bearbeitung, insbesondere funkenerosive oder elektrochemische,
entfernt wird.
809817/0051
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