DE2644877A1 - Verfahren und vorrichtung zur separierung von suspendiertem material aus einem fluessigkeitsstrom - Google Patents
Verfahren und vorrichtung zur separierung von suspendiertem material aus einem fluessigkeitsstromInfo
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Description
Ο,,,Ν,.-.. OIPL..IN«. M. SC. OIPL.-PMYS. DF«. DIPL.-PHYS.
PARAISTEN KALKKI OY - PARGAS KALK AB A 41 961 in
Parairien / Finnland . ·>
£·
Verfahren und Vorrichtung zur Separierung von suspendiertem Material aus einem Flüssigkeitsstrom
Diese Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zur
kontinuierlichen Separierung von suspendiertem Material aus Flüssigkeiten. Die Vorrichtung ist für den genannten Zweck verwendbar, wenn
die Flüssigkeit, die gewöhnlich Wasser ist, kontinuierlich dem Apparat
zugeführt wird und das suspendierte Material sich entweder in dem zugeführten Flüssigkeitsstrom befindet oder gänzlich oder teilweise z.B.
durch Chemikalienzusatz in dem Apparat selbst erzeugt wird. Aus dem Apparat laufen ebenfalls kontinuierlich zwei Strömungen ab, die im
folgenden Klarwasserstrom und Schlammstrom genannt werden. Der Klarwasserstrom enthält den Hauptteil der zugefü.hrten Flüssigkeit und nur
einen geringen Teil von dem suspendierten Material. Der Hauptteil des suspendierten Materials befindet sich im Schlainmstrom, der einen verhältnismässig
hohen Trockensubstanzgehalt hat.
Eine derartige Separierung kann durch Sedimentierung erreicht
werden, falls die Dichte des suspendierten Materials grosser ist als
diejenige der Flüssigkeit. Falls das Umgekehrte zutreffen sollte,
findet eine Separation durch Flotation statt. Falls in bezug auf die Dichte des suspendierten Materials und der Flüssigkeit ein Unterschied
vorliegt, kann die Separierung auch mittels Zentrifugalkraft erzielt werden. Filtrierung ist ein anderes übliches Verfahren zur Separierung
von suspendiertem Material aus Strömungen. Die. Separierurigsmechanismen
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2.
werden in seit langem bekannten Vorrichtungen, wie z.B. Sedimentationstroge} Flotationsanlagen, Zentrifugen, Zyklonen und Filtern ausgenutzt.
Trotz der Vielfalt von Apparaten, die für Separierung von suspendiertem
Material aus Flüsssigkeitsströmen vorhanden sind, hat es sich erwiesen, dass keine von den bisher bekannten Apparaten ohne erhebliche
Nachteile in speziellen Fällen sind. Derartige Fälle kommen z.B. bei der Reinigung grosser Abwasserströme vor, wo die Partikelgrösse
bei dem suspendierten Material klein und seine Dichte etwa die gleiche wie diejenige des Wassers ist. Als ein. zweites Beispiel kann
die Rückgewinnung von Fibern aus dem Nullwassersystem der Papiermaschinen erwähnt werden. In solchen Fällen erfordert eine effektive Separierung
durch Sedimentierung von suspendiertem Material aus dem Flüssigkeitsstrom lange Aufenthaltszeiten für die Flüssigkeit in dem
Sedimentationsapparat, der dadurch unwirtschaftliche grosse Abmessungen
erhält. Der Schlammstrom wird jedoch aus den Sedimentationsanlagen durch Pumpen zusammen mit der Flüssigkeit entnommen, welches zur Folge
hat, dass der Trockensubstanzgehalt des Schlamms niedrig ist und dass er in der Regel eine sekundäre Entwässerung in einem anderen Apparat,
z.B. in einer Zentrifuge oder einer Filterbandpresse durchmachen muss, um als festes Material behandelt werden zu können.
Durch Filtrierung können suspendierte Partikel aus der Flüssigkeit
ausgeschieden werden, unabhängig davon ob ein Unterschied zwischen der Dichte der Partikeln und der Flüssigkeit besteht oder nicht. In
Filter wird der Schlammstrom im allgemeinen oberhalb der freien Flüssigkeitsfläche
im Apparat herausgenommen. Der Schlamm hat daher einen verhält nismässig hohen Trockensubstanzgehalt. In einem Filter wirkt der
sich bildende Filterkuchen als filtrierendes Medium. Dieser Umstand
begrenzt die Möglichkeiten Filter für die Separierung von suspendiertem
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Material aus grossen Flüssigkeiten anzuwenden, da der entstehende Filterkuchen, der mikroporös und ausserdem kompressibel ist, einen
grossen Strömungswiderstand für die Flüssigkeit bildet. Da der ganze Flüssigkeitsstrom den Filterkuchen passieren muss, sind aus wirtschaftlichem
Standpunkt unrealistisch grosse Filterflächen erforderlich,
wenn der Flüssigkeitsstrom gross ist.
Durch das schwedische Patent Nr. 333 721 kennt man eine Vorrichtung
zur Separierung von suspendiertem Material aus einer Flüssigkeit unter Ausnutzung von Strömungskanälen für die Suspension
mit in der Längsrichtung des Kanals beweglich angeordneten Kanalwänden zum Zustandebringen eines Geschwindigkeitsgradients
in der Suspension, wobei das suspendierte Material danach strebt gegen das Gebiet in der Suspension zu wandern, wo der Geschwindigkeitsgradient
kleiner ist, so dass eine Klarlösung und eine verdickte Lösung erhalten werden.
Diese bekannte Vorrichtung hat jedoch eine allzu niedrige Kapazität um eine praktische Verwendung zu finden. Um ein Geschwindigkeitsgradient
im Flüssigkeitsstrom zu erhalten, soll dieser laminar sein, was bedeutet, dass die Strömungsgeschwindigkeit
so niedrig bleibt, dass man mit dieser Vorrichtung keine in der Praxis verwendbare Separationskapazität erzielen kann.
Der Zweck der vorliegenden Erfindung ist somit ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Separierung von suspendiertem Material aus
einem Flüssigkeitsstrom zustandezubringen, in denen die früheren Ungelegenheiten entfernt worden sind und dazu mit einer guten Kapazität.
Die hauptsächlichen Kennzeichen der Erfindung gehen aus dem •beigefügten Patentanspruch 1 hervor.
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In einer Vorrichtung gemäss der vorliegenden Erfindung werden
die an sich bekannten physikalischen Separationsverläufe in einer neuen Weise ausgenutzt, so dass die Vorteile der Sedimentierung und
Filtrierung kombiniert werden. Dieses geschieht in einem Apparat, dessen prinzipielle Gestaltung aus den Figuren 1-4 hervorgeht. In
Figur 1 wird ein vertikaler Längsschnitt des Apparats dargestellt und
in Figur 2 wird der Apparat von dessen einer Kurzseite sowie dessen äussere Rohrleitungen gezeigt. Figur 3 stellt den Querschnitt eines
für den Apparat typischen Strömungskanals dar und in Figur 4 ist der prinzipielle Aufbau der speziellen Apparateelemente ersichtlich, die
die begrenzenden Wände für die Strömungskanäle bilden und wesentliche Teile des betreffenden Apparats sind. Diese Figuren sollen jedoch nur
als Beispiele einer technischen Ausführung des Apparats betrachtet werden, auch andere Ausführungen können in Frage kommen, in denen die
Funktion des Apparats verwirklicht werden kann.
In diesen Figuren ist 1 ein Trog, zu dem die Flüssigkeit, aus der feste suspendierte Partikeln ausgeschieden werden sollen, durch
das Einlassrohr 2 geleitet wird. Dieses Einlassrohr mündet an einer wahlfreien Stelle im Trogteil 3, der mit strömungssteuerndei Blechen
versehen sein kann, und zu welchem Teil Chemikalien zugeführt xverden
können, um eine Ausfällung oder Flockung zu grösseren Agglomeraten von den suspendierten Partikeln in der Flüssigkeit zu erzielen. Im
Trog 1 befinden sich zx^ei oder mehrere Apparateelemente S, die im
folgenden Kassetten genannt werden, die so angebracht sind, dass das
eine Ende je einer Kassette sich unterhalb der Flüssigkeitsfläche 6 befindet, wogegen das andere Ende sich oberhalb der Flüssigkeitsfläche
6 im Trog befindet. In Bild 1 sind drei derartige Kassetten ersichtlich, deren Anzahl kann aber mehrere Dutzend im gleichen Trog sein.
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Zwischen dem unteren Ende der Kassetten und dem Trtgboden liegt
ein freier Strömungskanal 7 über die ganze Breite des Trogs 1. Durch
diesen Strömungskanal kann die Flüssigkeit vom Trogteil 3 zu den über
die gesamte Trogbreite gebildeten Strömungskanälen 8, die sich zwischen
je zwei nacheinander folgenden Kassetten befinden, fliessen. Die Kassetten stützen sich auf Unterlagslexsten 93 die an den längsläufigen
Trogwänden befestigt sind. Diese Leisten hindern auch den Lauf der Flüssigkeit zwischen der längsläufigen Wand und der Kassette von einem
Strömungskanal 8 zu einem anderen. Das Aussehen der Strömungskanäle
geht aus Figur 3 hervor, wo ein Querschnitt eines typischen Strömungskanals abgebildet ist.
Die Kassetten 5 können, aber sie brauchen nicht unbedingt, so im Trog 1 angebracht sein, dass jede Kassette aus dem Trog herausgehoben
werden kann, dessen ungeachtet ob die anderen Kassetten sich auf ihrem Platz befinden oder nicht. Die Kassetten können auch als
identische, mit einander austauschbare Einheiten gestaltet werden.
Der prinzipielle Aufbau, der Kassetten 5 wird mit Hilfe der
Figuren 1 und 4 beschrieben. Jede Kassette besteht aus einem, z.B. aus
einem Rohr und einem Blech gebauten Rahmen 10, auf dem sich zwei, an je einem Ende der Kassette angebrachten Walzen 11 und 12 stützen. Die
Walze 11, die an demjenigen Ende der Kassette liegt, das sich oberhalb der Flüssigkeitsfläche 6 im Trog befindet, wird von einem Drehungswerk
13 gedreht, xvelches ein auf jede Kassette für sich montierter elektrischer
Motor oder ein gemeinsamer Antrieb für die Walzen mehrerer Kassetten sein kann. Die Walze 12, die sich unter der Flüssigkeitsfläche
im Trog befindet, ist eine ungetriebene Wendewalze. Über diese Walzen
läuft ein endloses Siebgewebe 14> z.B. aus Kunststoff- oder Metallsieb
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6.
hergestellt. Dieses Siebgewebe wird von der Walze 11 durch den Antrieb
13 derart getrieben, dass der obere Teil sich schräg nach oben bewegt, und der untere Teil bewegt sich schlag nach unten der Kassette entlang,
wenn diese sich auf ihrem Platz im Trog 1 befindet. Das Siebge\\rebe ist
so breit, dass es sich über die ganze Kassette, bis zu den Unterlagsleisten 9 erstreckt, ohne diese jedoch zu berühren. Eine besondere
Abdichtung des Siebgeweberandes gegen die übrige Kassette ist nicht erforderlich.
Am Rahmen der Kassette, unterhalb des Siebgewebes sind mindestens zwei Saugkasten 15 und 16 eingebaut. In den Saugkasten 15 kann durch
eine Menge Öffnungen Flüssigkeit durch das Siebgewebe"aus dem Strömunng
kanal 8 einlaufen, der sich unterhalb der betreffenden Kassette befindet. In entsprechender Weise kann in den Saugkasten 16 Flüssigkeit
durch das Siebgexvebe und durch eine Menge von den mit dem Siebgewebe
bedeckten Öffnungen aus dem Strömungskanal 8 einlaufen, der sich oberhalb der betreffenden Kassette befindet. Jeder Saugkasten steht in
offener Verbindung 22 mit je seinem Rohr 17, das zum Teil in der Rahrnkonstruktion
der Kassette eingehen kann, und das ausserhalb der Viand zum Trog 1 münden kann. Im übrigen sind die Saugkasten durch geschlosse;
Wände begrenzt.
Aus Figur 2 geht hervor, wie an jedes Rohr 17 ein Fallrohr 18 angeschlossen
ist, das über ein V/asserverschluss 19 in einem offenen
Kanal 20, auf einem niedrigeren Niveau als das freie Flüssigkeitsniveau
6 im Trog 1 mündet. An den Rohren können Ventile 21 eingebaut sein.
Alternativ können die Rohre 18 an einer geschlossenen Rohrleitung angeschlossen
sein, aus der die Flüssigkeit durch Selbstlauf oder Pumpen zum strömen gebracht werden kann. Eine geschlossene Rohrleitung, die
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7.
alternativ zu der offenen Rinne 20, auf ein Niveau angebracht werden
kann, das von dem freien Flüssigkeitsniveau im Trog 1 unabhängig ist.
Jede Kassette ist in dem Teil gelegen, der sich oberhalb der
freien Wasserfläche 6 befindet, mit einer Vorrichtung zum Entfernen des Schlamms vom Siebgewebe versehen, z.B. mit einem Schaber 2 3 oder
einer Vorrichtung für das Durchblasen des Siebgewebes mit Pressluft vom Inneren nach aussen. Diese Vorrichtung kann jedoch auch fortgelassen
werden.
Mit Hilfe der Figuren 1-4 und der dort eingetragenen Zifferhinweise
auf die verschiedenen Apparateteile wird die Separationsweise beschrieben. Durch die Rohrleitung 2 wird dem Trogteil 3 die
Flüssigkeit zugeführt, die die suspendierten Partikeln enthält, oder aus der die suspendierten Partikeln mittels Chemikalxeiizufu.hr erzeugt
werden können. Im letzteren Fall kann die Chemikalienzufuhr durch den
Trogteil 3 geschehen, der mit Umrührer und strömungssteuernden Blechen versehen ist. Aus diesem Teil des Trogs strömt .die Flüssigkeit mit
den suspendierten Partikeln herunter in den Strömungskanal 7 und von
dort hinauf in die Strömungskanäle 8 zwischen den Kassetten 5 in dem
Apparat. Die Anzahl derartiger Kassetten und dementsprechend auch der Strömungskanäle 8 im Apparat wird je nach dem zugeführten Flüssigkeitsstrom
derart angepasst, dass die Strömungsgeschwindigkeit in je einem Kanal ausreichend niedrig bleibt, damit die Sedimentierung der
festen Partikeln herunter auf das unterhalb liegende Siebgewebe 14
stattfinden kann. Zu Folge der Sedimentierung bildet sich zunächst an
der unteren Seite der obenliegenden Kassette eine Flüssigkeitsschicht, die nur einen kleinen Teil des suspendierten Materials enthält. Die
Flüssigkeit von dieser Schicht wird durch das Siebgewebe der oberhalb
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8.
befindlichen Kassette in deren Saugkasten 15 filtriert, wobei die
Druckdifferenz auf dem Siebgewebe dadurch erzielt wird, dass der Flüssigkeitsauslauf des Saugkastens durch die Fallrohre 18 auf ein
niedrigeres Niveau mündet, als das freie Flüssigkeitsniveau 6 im Trog Mit Hilfe der Ventile 21 kann der Volumenstrom durch jedem Saugkasten
und somit auch in je einem■Strömungskanal 8 im Apparat geregelt werden.
Da der Ilauptteil der festen Partikeln in der in die Saugkasten 15
filtrierten Flüssigkeit durch Sedimentierung aus diesem Teil der Flüssigkeit entfernt worden ist, wird kein dicker Filterkuchen mit
grossem Strömungswiderstand bei dieser Filtrierung gebildet. Der Ilauptteil des zugeführten Flüssigkeitsstroms kann demnach aus der Klarflüssigkeitsschicht
der Sedimentierung filtriert werden.
Aufgrund dessen, dass das Siebgewebe 14 auf der unteren derjenigen
Kassetten 53 die in Höhenrichtung den betrachteten Strömungskanal 8 begrenzen, durch die Rotation der Walze 11 sich nach oben bewegt,
wird das auf dem Siebgewebe sedimentierte Material auch aufwärts, der unterhalb liegenden Kassette entlang, befördert. Hierbei passiert
das Sedimentbett auf dem Siebgewebe über den Saugkasten 16 in der
Kassette, wobei die Differenz zwischen dem Druck im Strömungskanal 6 und Saugkasten 16 das auf dem Siebgewebe befindliche Sediment kompakt
macht, indem gleichzeitig ein kleinerer Teil der Flüssigkeit durch den gebildeten Filterkuchen filtriert wird. Der kompakt gewordene Filterkuchen
wird,von dem Siebgexvebe bewegt nach oben, oberhalb der Flüssigkeitsfläche
6 im Trog 1 geführt, und vom Siebgewebe z.B. mit einem
Schaber 22 losgemacht und von den Siebgeweben der nachfolgenden Kassetten
aus dem Apparat hinaus befördert.
Aus den Poren des derart entstandenen Filterkuchens kann noch zusätzlich Wasser entfernt werden, indem Luft durch den Filterkuchen
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gesaugt wird. Diese an sich gut bekannte Technik kann, aber braucht
nicht, in diesem Apparat ausgenutzt werden. Falls dieses geschieht,
wird ein zusätzlicher Saugkasten in der Kassette, in dem oberhalb der freien Flüssigkeitsfläche 6 befindlichen Teil, eingebaut. Der Saugkasten
wird an ein Unterdrucksystem angeschlossen, das eine Luftdurchsaugung
durch den Filterkuchen zustande bringt. Diese Möglichkeit ist nicht aus den Figuren 1-4 ersichtlich.
Die mit einem Prototyp des hier beschriebenen Apparats ausgeführten
Versuche haben erwiesen, dass bei der Renigung verschiedenartiger Abfallwasser die mittlere Strömungsgeschwindigkeit in den
Kanälen 8 von der Grössenordnung 1 m/min gewählt werden kann, wobei eine solche Klarsehicht im oberen Teil des Strömungskanals gebildet wird, dass der Hauptteil des zugeführten Wassers durch das Siebgewebe in den Saugkasten 15 gesaugt werden kann. Ein kleiner Teil des zugeführten Flüssigkeitsstroms kann durch den Filterkuchen in den Saugkasten l6 filtriert werden, aber dieser verhältnismässig kleine
Flüssigkeitsstrom ist ausreichend, um in wirksamer Weise den Filterkuchen kompakt zu machen} damit er mit dem Siebgewebe aufwärts, über die Flüssigkeitsfläche im Apparat folgen kann.
Kanälen 8 von der Grössenordnung 1 m/min gewählt werden kann, wobei eine solche Klarsehicht im oberen Teil des Strömungskanals gebildet wird, dass der Hauptteil des zugeführten Wassers durch das Siebgewebe in den Saugkasten 15 gesaugt werden kann. Ein kleiner Teil des zugeführten Flüssigkeitsstroms kann durch den Filterkuchen in den Saugkasten l6 filtriert werden, aber dieser verhältnismässig kleine
Flüssigkeitsstrom ist ausreichend, um in wirksamer Weise den Filterkuchen kompakt zu machen} damit er mit dem Siebgewebe aufwärts, über die Flüssigkeitsfläche im Apparat folgen kann.
Bei dieser Strömungsgeschwindigkeit ist der Flüssigkeitsstrom turbulent in der Nähe der oberen Begrenzungsfläche des Strömungskanals,
wo sich das Siebgewebe gegen die Hauptströmungsrichtung der· Flüssigkeit bewegt. Ein bestimmter Geschwindigkeitsgradient kann daher im
Flüssigkeitsstrom nicht aufrecht erhalten werden, und ist weder erforderlich noch in den Strömungskanälen anzustreben.
Flüssigkeitsstrom nicht aufrecht erhalten werden, und ist weder erforderlich noch in den Strömungskanälen anzustreben.
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Lee
rseite
Claims (13)
1. Verfahren zur Separierung von suspendierten festen Partikeln aus einem Flüssigkeitsstrom, wobei der Flüssigkeitsstrom
in Teilflüssigkeitsströme in Strömungskanälen (8) aufgeteilt wird, die mit einer oberen und einer unteren beweglichen
Siebfläche (14) versehen sind, von denen die obere Siebfläche gegen die Hauptströmungsrichtung der Flüssigkeit und die untere
in der Hauptströmungsrichtung der Flüssigkeit läuft, d a d u r c
gekennzeichnet, dass die Strömungsgeschwindigkeit in den Strömungskanälen (8) so höh ist, dass die Strömung turbulent
ist aber gleichzeitig so niedrig, dass eine Sedimentierung von suspendiertem Material zur Bildung einer Klarschicht mit
einem wesentlich verminderten Gehalt an suspendiertem Material am oberen Teil des Flüssigkeitsstroms geschieht, und dass über
die Hälfte der dem Strömungskanal (8) zugeführten Flüssigkeit durch der oberen Siebfläche abfiltriert (15) wird, und dass
weniger als die Hälfte der dem Strömungskanal zugeführten Fluss keit durch das gebildete Sediment gesaugt (16) wird, und schlie:
lieh das Sediment von der unteren Siebfläche entfernt wird.
2. Verfahren gemäss Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das gebildete Sediment über
die frei Fläche (6) der Flüssigkeit befördert wird bevor es von der unteren Siebfläche entfernt wird.
3. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens gemäss Patenι
anspruch 1 umfassend einen offenen Trog (1) mit Seitenwänden um Einlauf (2) für die Suspension, gekennzeichnet
durch verschiedene, nach einander im Trog (1) wenigstens
teilweise übereinander angeordnete, geneigte Kassetten (5), die zusammen mit den Seitenwänden des Trogs verschiedene Strömungs-
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kanäle (8) für die Suspension bilden und die sich an einer oberhalb des Bodens des Trogs (1) zu einem Punkt oberhalb der
Fläche (6) der Suspension erstrecken und die einen Rahmen (10) umfasst, dessen obere und untere Fläche zu mehr als zweidrittel
aus einem Siebgewebe (14) besteht, sowie Organe (11, 12, 13) um das genannte Siebgewebe (14) abwärts der oberen Fläche der
Kassette entlang und aufwärts der unteren Fläche der Kassette entlang über wenigstens zwei Saugkästen (15, 16) mit einem
separaten Auslauf (17), welche Saugkasten sich gegen die obere und untere Fläche der Kassette öffnen für Entfernung von Flüssig
keit von der Suspension durch das Siebgewebe (14)· und Vorrichtungen
(23) für Entfernung des Sediments aus festen Partikeln von dem Siebgewebe (14) oberhalb der Fläche der Suspension (6).
4. Vorrichtung gemäss Patentanspruch 3, gekennzeichnet
dadurch, dass die Kassetten eine solche Neigung haben, dass die Bewegungsrichtung des Siebgewebes(14)
einen Winkel von 10° bis 60° gegen die Horizontalebene bildet.
5. Vorrichtung gemäss Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Siebgewebe (14), das sich
über die gegen die Strömungskanäle (8) angrenzenden Flächen der Kassette bewegt, endlos ist und über eine Walze (11, 12)
an je einem Ende der Kassette läuft, von welchem Walzen die obere (11) mit einem Antrieb (13) gedreht wird und die ihrerseits
die Bewegung des Siebgewebes (14) über die Kassette bewirkt.
6. Vorrichtung gemäss Anspruch 3, 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass die sämtlichen Kassetten
unter sich im Trog (1) auswechselbar sind, und dass jede Kassette in den Trog hineingeführt oder entfernt werden kann,
dessen ungeachtet, ob die übrigen Kassetten auf ihrem Platz sind oder nicht.
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7. Vorrichtung gemäss einem der Ansprüche 3 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Kassetten
im Trog derart angebracht sind, dass im Trog (1) ein Flüssigkeitsvolumen (3) ausserhalb der Strömungskanäle (8) mit einer
so grossen mittleren Aufenthaltszeit für die Flüssigkeit verbleibt,
dass eine chemische Flockung oder Ausfällung des in der Flüssigkeit suspendierten Materials hier geschehen kann.
8. Vorrichtung gemäss einem der Ansprüche 3 bis 7,
gekennzeichnet durch Rohrleitungen (17, 18), durch welche die Flüssigkeit aus den Saugkästen (15, 16) herausströmen
kann, mit einem offenen Auslauf oberhalb einer offenen Rinne (20) auf einem niedrigeren Niveau als die freie Flüssigkeitsfläche
(6) in dem Trog (1) haben, und dass jede Rohrleitung in der unmittelbaren Nähe dieses Auslaufs als ein Wasserverschluss
(19) gebildet ist.
9. ' Vorrichtung gemäss e.inem der Ansprüche 3. bis 7,
dadurch gekennzeichnet, dass die Ausläufe,
durch welche die Flüssigkeit aus den Saugkästen herausfliessen
kann, an einer gemeinsamen geschlossenen Rohrleitung angeschlossen sind.
10. Vorrichtung gemäss Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass in den Rohrleitungen (18),
durch die Flüssigkeit aus den Saugkästen (15, 16) herausströmen kann, .mit Ventilen (21) zur Einstellung des FlussigkeitsStroms
durch die Rohrleitungen versehen sind.
11. Vorrichtung gemäss einem der Ansprüche 3 bis 10,
dadurch gekennzeichnet, dass eine wahlfreie
Anzahl von Kassetten noch zusätzlich mit einem Saugkasten
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versehen wird, der durch Zwischenwände gänzlich von den übrigen Saugkästen in der Kassette abbegrenzt ist, und dass ein solcher
Saugkasten nur mittels einer Menge von Öffnungen durch das Siebgewebe
mit der umgebenden Luft oberhalb der freien Flüssigkeitsfläche im Trog in Verbindung steht, und dass diese Saugkästen
durch Rohrleitungen an eine gemeinsame Vakuumpumpe angeschlossen werden.
12. Vorrichtung gemäss einem der. Ansprüche 3 bis 11,
dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtungen, die den Hauptteil der festen Partikeln entfernen sollen,
die das Siebgewebe (14) aus den Strömungskanälen (8) heraufbefördert, aus Schaber (23) bestehen, die sich über die gesamte
Breite des Siebgewebes (14) erstrecken.
13. Vorrichtung gemäss einem der Ansprüche 3 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtungen,
die den Hauptteil der festen Partikeln entfernen sollen, die das Siebgewebe aus den St.römungskanälen herauf befördert, aus
einem Luftkanal mit einer schmalen spaltenartigen Öffnung bestehen,
die sich über die gesamte Breite des Siebgewebes erstreckt und durch welche Spalte Luft unter Druck durch das Siebgewebe
auf das Sediment geblasen wird.
7098U/0820
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