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Licht- und Klimadecke für insbesondere Großräume
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Die Erfindung betrifft eine Licht- und Klimadecke für insbesondere
Großräume mit unterhalb einer Konstruktionsdecke angeordneten, ggf. in eine Akustikzwischendecke
eingebauten Leuchten.
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Bei einer bekannten derartigen Decke sind unterhalb der Leuchten als
Hohlkörper ausgebildete und abwärts verlaufende Trennwände aufweisende Rasterelemente
angeordnet, welchen die Zuluft über Luftführungsstutzen zuführbar ist, und welche
Luftaustrittsöffnungen aufweisen. Derartige Rasterelemente sind teuer in der Herstellung,
wenig variabel hinsichtlich einer Verstellbarkeit der Luftaustrittsrichtung und
hinsichtlich unterschiedlicher Klimazonen im Raum.
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Darüber hinaus ist der optische Eindruck der Decke uniform.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Licht- und Klimadecke
der eingangs genannten Art zu schaffen, welche einfacher und damit preiswerter herstellbar
ist, außerdem eine einfache Verstellbarkeit der Luftaustrittsrichtung und eine Gestaltung
unterschiedlicher Klimazonen im Raum sowie weiterhin eine praktisch beliebige Gestaltung
des optischen Eindruckes der Decke ermöglicht. Zudem soll eine günstigere Ausgestaltung
in akustischer und sicherheitstechnischer Hinsicht möglich sein.
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Zur Lösung dieser Aufgabe ist erfindungsgemäß vorgesehen, daß unterhalb
der Leuchten ein in Richtung der Deckenebene verlaufendes, in Form eines Gitterwerkes
ausgebildetes Rohrsystem angeordnet ist, und das Rohrsystem miteinander verbundene,
mit Öffnungen in den Rohrwandungen versehene Rohre sowie Fluidanschlüsse aufweist
und unterhalb des Rohrsystems nach unten verlaufende Rasterelemente angeordnet sind.
Bei dieser Maßnahme ist vorteilhaft, daß das in einfacher Weise zu gestaltende Rohrsystem
für die Luftführung dient, und die davon getrennt ausgebildeten und an dem Rohrsystem
befestigten Rasterelemente entsprechend architektonischen Wünschen und Gegebenheiten
sowohl im Querschnitt und in unterschiedlichen Deckenbereichen ohne Rücksichtnahme
auf Luftführungsaspekte untereinander unterschiedliche geometrische Formen aufweisen
können. Das für die Luftführung verwendete Rohrsystem kann in einfacher Weise hergestellt
werden, wobei insbesondere die bei bekannten Decken vorhandenen Dichtungsprobleme
wesentlich reduziert sind.
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Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung kann vorgesehen
sein,
daß die Öffnungen in den Rohrwandungen der Rohre zur Erreichung einer gerichteten
Luftströmung druckknopfartig gestaltete Düseneinsätze aufweisen.
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In zweckmäßiger Ausgestaltung der Erfindung kann vorgesehen sein,
daß die Rohre, deren Querschnittsform beliebig sein kann, über Verteilerköpfe miteinander
verbunden sind und um die eigene Achse verdrehbar in den Verteilerkopfanschlüssen
gelagert sind. Da die Längen der Rohre durch die Verteilerköpfe begrenzt sind, kann
die Luftaustrittsrichtung bzw. der Luftaustrittswinkel bei den einzelnen Rohren
unterschiedlich eingestellt werden. Bei Einsatz dieser Maßnahme in einem Rastersystem,
beispielsweise bei einem Viereck-, Dreieck- oder Vieleckraster, kann durch diese
Maßnahme jeweils eine optimale Klimaverteilung bzw. Raumbelüftung eingestellt werden.
Die Abluft kann beispielsweise über Abluftleuchten abgeführt werden. Es besteht
aber auch die Möglichkeit, einzelne Rohre gegeneinander abzuschotten und einem Teil
der Rohre Zuluft zuzuführen und über einen anderen Teil der Rohre Abluft abzuleiten.
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Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung kann vorgesehen sein, daß
das Rohrsystem von quer zur Deckenebene angeordneten Fluidrohren getragen ist, und
die Fluidrohre an der Konstruktionsdecke befestigt sind.
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In weiterer Ausbildung der Erfindung kann vorgesehen sein, daß in
den Fluidrohren einzeln einstellbare Drosselelemente angeordnet sind.
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In weiterer Ausgestaltung der Erfindung kann vorgesehen sein, daß
die unteren Enden der Fluidrohre als Verteilerköpfe ausgebildet sind.
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In weiterer Ausgestaltung der Erfindung kann vorgesehen sein, daß
das Rohrsystem unterteilt ausgebildet ist, und die Fluidanschlüsse zum Teil als
Zuluftleitungen und zum Teil als Abluftleitungen ausgebildet sind.
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Die Rasterelemente, die, wie bereits erwähnt, unterschiedliche Querschnittsformen
und in ihren Seitenansichten geometrisch unterschiedliche Formen aufweisen können,
sind nach einem weiteren Merkmal der Erfindung mittels Abhängern an dem Rohrsystem
angebracht.
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Die Leuchten sind vorzugsweise als sogenannte Abluftleuchten konstruiert,
derart, daß ein Teil der Abluft oder die gesamte Abluft über die Leuchten abgeführt
wird. Die Abluft kann dabei der Sekundärseite der Klimaanlage durch einen zwischen
der Konstruktionsdecke und einer abgehängten Akustikdecke gebildeten Unterdruckraum
zugeführt werden. Ist dies nicht der Fall, kann die Abluft auch über an die Leuchtengehäuse
angeschlossene Abluftschläuche der Sekundärseite der Klimaanlage zugeführt werden.
Dadurch wird der größte Teil der durch die Leuchte erzeugten Direktwärme abgeführt,
was die Auslegung der Klimaanlage in günstiger Weise beeinflußt.
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Oberhalb der Leuchten sind zweckmäßigerweise Spiegelreflektoren angeordnet.
Um eine Verlängerung der Spiegelreflektoren der Leuchten zu erreichen und um eine
optimale Lichtverteilung zu ermöglichen, kann nach weiteren Merkmalen der Erfindung
vorgesehen sein, daß die Seitenflächen der Rasterelemente verspiegelt ausgebildete
Reflektorbereiche aufweisen, welche zusätzlich derart gekrümmt sind, daß die Krümmungen
Fortsetzungen der Reflektorparabeln bilden.
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Zusätzlich zu der klimatechnischen und beleuchtungstechnischen Seite
der erfindungsgemäßen Decke ist hinsichtlich des akustischen Aspektes zu bemerken,
daß die Anordnung einer Akustikdecke zwischen der Konstruktionsdecke und dem Rohrsystem
in akustischer Hinsicht von Vorteil ist und darüber hinaus auch Installationsanordnungen,
wie Elektrokabel, Zuluft- und Abluftkanale, Wasserleitungen od. dgl.
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verdeckt. Ist dies nicht der Fall, so kann die Konstruktionsdecke
schallabsorbierendes Material aufweisen.
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Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung kann vorgesehen sein, daß
die Rasterelemente schallabsorbierendes Material aufweisen bzw. schallabsorbierend
konstruiert sind. Wenn auf diese Weise die akustischen Eigenschaften der Decke derart
sind, daß der Geräuschpegel unter einem bestimmten Mindestgeräuschpegel abgesenkt
wird, können nach einem weiteren Merkmal der Erfindung in den Verteilerköpfen durch
Luftströmung betätigbare Schallerzeugungselemente ange-
bracht
sein, um einen positiven Mindestgeräuschpegel zu erzeugen. Diese Schallerzeugungselemente
können als sogenannte Beschallungspfeifen ausgebildet sein, durch deren Wirkung
einstellbar in bestimmten Frequenzbereichen eine zusätzliche Beschallung des Raumes
ermöglicht wird.
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Da das horizontale Rohrsystem zur Erzielung einer guten Luftverteilung
und infolge der Abhängemöglichkeit für die Rasterelemente zweckmäßigerweise gleichmäßig
über die gesamte Deckenfläche des Raumes installiert ist, ergibt sich bei der erfindungsgemäßen
Decke zusätzlich die Möglichkeit, im Brandfalle Teile des Raumes oder den gesamten
Raum über das Rohrsystem mittels Wasser zu berieseln, so daß eine optimale Brandbekämpfung
ermöglicht wird. Zu diesem Zweck kann nach einem weiteren Merkmal der Erfindung
vorgesehen sein, daß wenigstens ein Fluidanschluß des Rohrsystems als über durch
Rauchmelder od. dgl. zu betätigende Ventile einschaltbarer Wasseranschluß ausgebildet
ist. Dabei wird gleichzeitig die Zuluftzufuhr unterbrochen.
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Die erfindungsgemäße Decke bietet somit Vorteile in klimatechnischer,
lichttechnischer, akustischer und sicherheitstechnischer Hinsicht.
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Die Erfindung wird nachfolgend anhand der in den Zeichnungen dargestellten
Ausführungsbeispiele näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine schematische
Schnittdarstellung durch ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Licht- und
Klimadecke; Fig. 2 eine Ansicht gemäß der Linie II-II in Fig. 1, wobei die Befestigungseinrichtungen
für die Rasterelemente weggelassen sind; Fig. 3 eine Darstellung ähnlich Fig. 1
für ein weiteres Ausführungsbeispiel der Licht- und Klimadecke; Fig. 4 bis Fig.
8 schematische Querschnittsdarstellungen von Rasterelementen; Fig. 9 bis 12 schematische
Seitenansichten von Ausführungsbeispielen von Rasterelementen; Fig. 13 eine schematische
Seitenansicht eines Verteilerkopfes, teilweise im Schnitt; Fig. 14 eine schematische
Seitenansicht eines Fluidrohres mit Verteilerkopf mit in dem Fluidrohr angebrachtem
Drosselelement; Fig. 15 eine schematische Schnittdarstellung der Rohre eines Rohrsystems
mit teilweise in den Öffnungen angeordneten Düseneinsätzen.
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Unterhalb einer Konstruktionsdecke 1 ist eine Akustikzwischendecke
2 angebracht, in welche als sogenannte Abluftleuchten ausgebildete Leuchten 3 eingebaut
sind. Unterhalb der Leuchten 3 ist ein in Form eines horizontal verlaufen-
den
Gitterwerkes ausgebildetes Rohrsystem 4 angeordnet, welches Rohre 5 und quer dazu
verlaufende Rohre 6 aufweist, die über Verteilerköpfe 7 miteinander verbunden und
in den Verteilerkopfanschlüssen 7a (vgl. Fig. 13) um ihre eigene Achse verdrehbar
gelagert sind. Die Rohre 5 weisen über ihre Länge verteilt Öffnungen 8 auf, durch
die im Falle der Decke gemäß Fig. 1 und Fig. 2 Zuluft in Richtung der Pfeile A austreten
kann. Der Luftaustrittswinkel bzw. die Luftaustrittsrichtung kann durch Verdrehung
der Rohre 5 um ihre eigene Achse so verstellt werden, daß beispielsweise der Luftaustritt
in Richtung der Pfeile A' erfolgt. Das Rohrsystem 4 wird von quer zur Deckenebene
angeordneten Fluidrohren 9 getragen, welche Öffnungen 10 in der Zwischendecke 2
durchfassen und in einen im Zwischenraum 11 zwischen der Konstruktionsdecke 1 und
der Akustikzwischendecke 2 angeordneten Zuluftkanal 12 münden. Die Fluidrohre 9
sind ausserdem über (nicht dargestellte) Halterungen an der Konstruktionsdecke 1
angebracht. Die unteren Enden der Fluidrohre 9 sind als die Verteilerköpfe 7 ausgebildet.
Die Abluft wird über die Abluftleuchten 3 in Pfeilrichtung B in den Zwischenraum
11 abgesaugt.
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Um eine direkte Blendung durch die Leuchten zu vermeiden, sind unterhalb
des horizontalen Rohrsystems 4 an Abhängern 13 vertikal verlaufende Rasterelemente
14 angebracht. Die Rasterelemente, die gemäß Fig. 1 beispielsweise genau unterhalb
der Rohre 5 bzw. 6 verlaufend angeordnet sind, können unterschiedliche Querschnittsformen
aufweisen, wie in
Fig. 4 bis Fig. 8 mit 14a, 14b, 14c, 14d und
14e bezeichnet. Außerdem besteht die Möglichkeit, die Rasterelemente in ihren Seitenansichten
geometrisch unterschiedlich auszubilden, wie beispielsweise aus den in Fig. 9 bis
Fig. 12 dargestellten Seitenansichten 14f, 14g, 14h und 14i ersichtlich.
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Die Rasterelemente 14 können aus schalldämmendem Werkstoff bestehen
oder schalldämmenden Werkstoff aufweisen. So kann beispielsweise vorgesehen sein,
daß die Rasterelemente aus Lochblechen hergestellt oder mit Schalldämmatten hinterlegt
sind. Um einen Mindestgeräuschpegel in dem Raum zu erzeugen, können Beschallungselemente
vorgesehen sein, die beispielsweise als Schallpfeifen oder Schallerzeugungselemente
15 in den Verteilerköpfen 7 angeordnet sind, und die durch die Zuluftströmung betätigbar
sind. Damit wird zusätzlich zu den Raumgeräuschen regelbar in bestimmten Frequenzbereichen
eine zusätzliche Beschallung ermöglicht.
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Mit den Fluidrohren 9 ist außerdem ein Wasserleitungsanschluß 16 verbunden,
bei dem der Wasserzufluß durch ein Ventil 17 einschaltbar ist. Das Ventil 17 ist
beispielsweise durch einen Rauchmelder od. dgl. betätigbar. Bei Betätigung des Ventils
werden die in den Zuluftkanal 12 führenden Enden der Fluidrohre 9 über Absperrorgane
18 abgesperrt. Diese Maßnahme bietet die Möglichkeit, im Brandfalle durch das Rohrsystem
mittels Wasser entweder den gesamten Raum oder nur Teile des Raumes zu berieseln,
so daß
eine optimale Brandbekämpfung möglich ist. Voraussetzung
ist lediglich, daß die Rohre 5 bzw. 6 entsprechend druckstabil ausgelegt sind.
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In Fig. 3 sind gleiche bzw. entsprechende Teile wie in Fig. 1 mit
gleichen Bezugszeichen bezeichnet. Der wesentliche Unterschied dieses Ausführungsbeispiels
gegenüber dem in Fig. 1 dargestellten Ausführungsbeispiel besteht darin, daß über
einen Teil des Rohrsystems, und zwar über die mit 5a bezeichneten Rohre, Abluft
angesaugt und über Fluidrohre 9a einem Unterdruck-Abluftkanal 19 zugeführt wird.
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Wie aus Fig. 14 ersichtlich, kann vorgesehen sein, daß in den Fluidrohren
9 einzeln einstellbare Drosselelemente 20 angeordnet sind. Damit wird eine partielle
Einstellung unterschiedlicher Luftgeschwindigkeiten im Raum ermöglicht.
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In Fig. 15 ist dargestellt, daß die Öffnungen 8 von Rohren 5 druckknopfartig
gestaltete Düseneinsätze 21 aufweisen können. Zwischen den beiden Rohren 5 ist ein
mit 6a bezeichnetes Abluftrohr dargestellt, bei dem die Öffnungen 8 nicht mit diesen
Düseneinsätzen versehen sind.