DE2644470A1 - Vorzugsweise als bohrplattform ausgebildete speicheranlage - Google Patents
Vorzugsweise als bohrplattform ausgebildete speicheranlageInfo
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Classifications
-
- E—FIXED CONSTRUCTIONS
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- E02B—HYDRAULIC ENGINEERING
- E02B17/00—Artificial islands mounted on piles or like supports, e.g. platforms on raisable legs or offshore constructions; Construction methods therefor
- E02B17/02—Artificial islands mounted on piles or like supports, e.g. platforms on raisable legs or offshore constructions; Construction methods therefor placed by lowering the supporting construction to the bottom, e.g. with subsequent fixing thereto
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Description
Odense Staalskibsvesrft A/S
Odense - Havnegade 100
Odense - Havnegade 100
Dänemark
München, den I.Oktober 1976
Vorzugsweise als Bohrplattform ausgebildete
Speicheranlage
Speicheranlage
Die Erfindung betrifft eine vorzugsweise als Bohrplattform ausgebildete
Speicheranlage mit einem auf den Meeresboden absenkbaren Bodenponton, der über senkrechte hohle Stützen eine sich über
der Wasseroberfläche befindende Plattform trägt, vrobei der Ponton und/oder die Plattform in als Lager- oder Ballasttanks dienende
Zellen mit gesonderten Rohrverbindungen aufgeteilt ist. Die Bohrplattform ist vorzugsweise aus Stahl gefertigt.
Es ist beispielsweise aus der USA-Patentschrift Nr. 3-145.539
bekannt, eine Unterwasser speicheranlage beispielsweise für
Rohöl als einen in Zellen aufgeteilten Senkkasten auszubilden, der auf dem Meeresboden ruhen kann und über senkrechte Stütz-
Rohöl als einen in Zellen aufgeteilten Senkkasten auszubilden, der auf dem Meeresboden ruhen kann und über senkrechte Stütz-
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säulen eine über der wasseroberfläche liegende Plattform trägt
Der Unterwasserspeicher dient sowohl als ölreservoir für eine nahe Bohrplatt form wie als Boje für ein ankerndes und das
Lager leerendesTankschiff.
Der vorerwähnte bekannte Speicher weist den Nachteil auf, dass sich die Rohrverbindungen zu gewissen Lagerzellen durch eine
oder mehrere Trennwände anderer Zellen erstrecken und erst dann durch eine der senkrechten Stützsäulen nach oben geführt
sind. Durch diese Rohrdurchführungen wird das Undichtigkeitsrisiko erhöht, was insbesondere dann sehr nachteilig ist, wenn
Rohöl als Naturgas gespeichert werden sollen, wie es bei den ersten Produktionsbohrungen auf noch nicht ganz erforschten
Olfeidern der Fall ist. Die bekannten Lager sind auch insofern
nachteilig, als die einzelnen Zellen nicht direkt zugänglich sind.
Zweck der Erfindung ist die Schaffung einer Lageranlage, welche die obengenannten Mängel der bekannten Speicheranlage nicht aufweist.
Dies wird erfindungsgemäss dadurch erreicht, dass ein verhältnismässig kleiner Teil jeder Lagerzelle innerhalb eines
für eine Gruppe " von Zellen gemeinsamen Bereichs liegt, und dass für jede solche Gruppe eine den gemeinsamen Bereich einschliessende
hohle S'tützsäule vorgesehen ist. Bei dieser Bauweise entfallen die
erwähnten, sich durch Nachbarzellen erstreckenden Rohrverbindungen.
Erfindungsgemäss können mindestens einige der Bodenpontonzellen sich ein Stück in die zugehörige Stützsäule nach oben erstrecken,
wodurch die Lagerkapazität gesteigert wird. Ausserdem wird dadurch
erreicht, dass ein Taucher durch die Stützsäule zu jeder Zelle der betreffenden Gruppe Zugang hat, ohne dass hierfür eine
Druckausgleichsausrüstung erforderlich ist. Das obere Ende der Zelle befindet sich normalerweise nie höher, als dass über den
Zellen an der Tragsäule unter dem tiefsten Wellentalniveau ein Meerwassereinlass vorsehbar ist.
Die Zellen können erfindungsgemäss gleichartig ausgebildet sein und aus Plattenfeldern bestehen, die durch gerade oder kreisförmige
Träger versteift sind, wodurch bei der Fertigung der-Anlage
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aus Stahl auf einer Schiffswerft dersn Produktionsausrüstung
zweckmässig ausnutzbar ist.
Die Erfindung wird nachstehend anhand der Zeichnung näher erläutert. Es zeigen
Pig. 1 eine als Bohrplattform ausgebildete erfindungsgemas.se
Speicheranlage,
Fig. 2 einen Horizontalschnitt nach der Linie II-II in Fig. 1,
Fig. 3 einen waagerechten Schnitt nach der Linie III-III in
Fig. 1, und
Fig. 4 einen senkrechten Schnitt in Fig. 1 gemäss der Linie IV in Fig. 2.
Fig. 1 zeigt eine Bohrplattform für Wassertiefen zwischen ca.
35 und 80 Meter mit einem auf dem Meeresboden ruhenden Ponton
1, der über senkrechte hohle Stützen 3, 4, 5, 6 eine sich über
der Wasseroberfläche befindende Plattform 2 trägt und Speichertanks
enthält. Auch in der Plattform 2 selbst sind Lagertanks vorgesehen. Auf der Plattform finden sich Bohrgerät, eine Kraftanlage,
Aufenthaltsräume m. w.., so dass gleichzeitig mit einer gewissen Olproduktion Neubohrungen erfolgen können. Die gesamte
Konstruktion ist in Stahl ausgeführt, so dass die Plattform erstens verhältnismässig leicht von einer Position zu einer anderen
Position geschleppt werden kann und andererseits vorteilhafterweise die Möglichkeit besteht, ein Tankschiff an der Plattform
zu verankern, da diese im Gegensatz zu beispielsweise Betonplattformen zur Aufnahme von Zugspannungen gut geeignet ist.
Die dargestellte Rattform ist beispielsweise mit Vorteil auf Olfeldern einsetzbar, wo die Ölvorkommen noch nicht erfox-scht
sind. Die Plattform wird in solchen Fällen über einem ermittelten
Ölvorkommen plaziert, und es erfolgen Bohrungen und eine vorläufige
Produktion, um Qualität und Quantität des Ölfeldes zu beurteilen..
In solchen Fällen lohnt es sich nicht, Rohrleitungen an Land zu führen, weshalb es wichtig ist, dass auf der Plattform
die aus den Bohrlöchern gewonnenen Produkte gelagert werden können,
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bis sie auf einem Tankschiff abtransportierbar sind. Bohrungen können Naturgas sowie flüchtige und schwere Öle enthalten,
weshalb die Bohrplattform gesonderte Lagerungseinheiten Oder Zellen zur Speicherung der verschiedenen Produkte aufweisen
muss. Die Speicherzellen der erfindungsgemässen Speicheranlage sind im Hinblick auf eine möglichst geringe Gefahr für Lecks
zwischen den Zellen eingerichtet und zwecks Reinigung und Inspektion leicht zugänglich. Das Bohren und die Förderung erfolgen
durch Führungsrohre .19 in den Tragsäulen wie in .Fig. 2
bezüglich der Tragsäule 3 veranschaulicht. '!
Fig. 2 zeigt den Grundponton . in Horizontalschnitt II-II in Fig.
1. Es ergibt sich aus Fig. 2, dass die Zellen 7a, b, e und f erfindungsgemäss so gruppiert sind, dass die zugehörige Tragsäule
3 einen verhältnismässig kleinen Teil jeder Zelle umfasst. Die restlichen Zellen bis einschliesslich Zelle 7p sind' entsprechend um jeweils die Tragsäulen 4, 5 oder 6 gruppiert. Hierdurch
wird erreicht, dass die durch die Tragsäulen geführten Rohrverbindungen von den Zellen zur Plattform selbst unmittelbar
an die betreffende Zelle anschliessbar sind und nicht etwa durch die Wände anderer Zellen geführt werden müssen. Jeder einzelne
Zellentank kann durch ein Mannloch vom Innern der betreffenden Tragsäule aus zugänglich sein, so dass die Zellen erforderlichenfalls
leicht zu reinigen sind. Bei der dargestellten Ausführungsform sind im unteren Ponton sechzehn Zellen vorgesehen.
Der Ponton ist in waagerechter Richtung durch mehrere entsprechende Zellengruppen mit zugehörigen Tragsäulen erweiterbar.
Ein solcher Zubau ist zweckmässig, wenn der Ponton 1 die in Fig. 1 dargestellte Form hat, d.h. eine im Verhältnis zu seiner Höhe
grosse Bodenfläche aufweist, so dass die Bohrplattform -auch auf losem Meeresboden sicher ruht und durch horizontale Wellenkräfte
nur wenig beeinflusst wird. Der untere Ponton könnte jedoch auch anders gestaltet, beispielsweise aus vier im Quadrat
angeordneten, im Horizontalschnitt jeweils kreisrunden Einzelpontonen mit im Horizontalschnitt teilkreisförmigen Zellen aufgebaut
sein, deren Spitzenbereiche alle von einer diesen Zellen zugeordneten gemeinsamen senkrechten Tragsäule abgedeckt sind.
Fig. 3 zeigt eine Plattform 2 mit 25 Zellen 8a-8z. Jeweils vier
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Zellen sind um jeweils eine von vier Tragsäulen gruppiert (z.B. die Zellen 8a, b, f,und g) um die Tragsäule (3X Diese
Zellen sind direkt an Rohrv.erbindungen im Innern der zugehörigen Tragsäule anschliessbar. Die restlichen neun Zellen, von denen
drei mit 8c, k und m bezeichnet sind, bilden ein zwischen den vorerwähnten vier Zellengruppen liegendes Kreuz, Jessen Zellen
vorzugsweise als Lagerbehälter, beispieslweise Trinkwassertanks oder Kraftstofftanks für die Kraftanlage der Bohrplattform verwendbar
sind, die keinen Rohranschluss an die Tragsäulen erfordern.
Fig. k zeigt die Bohrplattform gemäss Fig. 1 im Vertikalschnitt,
aus dem ersichtlich ist, dass beispielsweise die Zellen 7e und 7f bis zum Niveau H in der Tragsäule 3 nach oben ragen. Durch
die dargestellten Rohrverbindungen, welche sich nur bis zu ihren Zellen, nicht aber durch andere Zellen erstrecken, sind die betreffenden
Zellen beispielsweise mit Rohöl, Meerwasser oder Naturgas füllbar. Die dargestellten Rohrverbindungen deuten an,
wie die Zellen des unteren Pontons individuell mit Ol aus einer Pufferlagerzelle 8g füllbar sind, die als Abscheidetank dient,
in welchem eventuelle Verunreinigungen im Rohöl äus,geschielen werden
können. Der Abscheidetank ist zwecks Reinigung leicht zugänglich. Aus den Zellen des Bodenpontons kann das Ol beispielsweise
zwecks Überleitung in ein Tankschiff in eine zweite Lagerzelle 8f in der Plattform hochgepumpt werden, was dadurch erfolgt,
dass über ein oder mehrere Dreiwegeventile 9a, b, c, d Meerwasser zum Boden, der betreffenden Lagerzelle geführt und
gleichzeitig hiermit 01 über eines oder mehrere der Ventile 10a, b, c, d abgezapft wird. Bei der Produktion von 01 verlässt das
Ballastwasssi? den Boden der Zellen und wird wie an sich bekannt
durch Schäumtanks 11 geleitet, bevor es ins Meer abgelassen wird.
Die dargestellte Ausführungsform ist wie bereits erwähnt aus Stahl gefertigt, was mehrere Vorteile bietet, hierunter den bereits
erwähnten Vorteil, dass die Bohrplattform relativ leicht von einer Position zur anderen transportierbar ist. Dies ist
nicht nur bei Ortsänderungen der Plattform innerhalb von 01-feidern
sondern auch dann von Bedeutung, wenn die Plattform zwecks Reparatur an Land verbracht xverden muss, oder wenn sie
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wegen ihres Schrottwertes verschrottet werden soll. Es sind auch Gitterkonstruktionen aus Stahl bekannt, die im Gegensatz
zu Betonkonstruktionen ebenfalls einen gewissen Schrottwert haben. Diese Stahlkonstruktionen sind jedoch schwerer transportierbar
als die erfindungsgemässe Anlage, die vor dem Beschweren
derselben mit festem Ballast vorteilhaft nur einen
kleinen Tiefgang aufweist. Der Transport der Anlage.vom Baudock,
in welchem die Bohrplattform vor dem Entdocken weitgehend fertiggestellt werden kann, ist folglich in relativ seichtem
Gewässer durchführbar. Der Tiefgang der Anlage kann mit zunehmender
Meerestiefe allmählich durch Einfüllen von Dauerballast 12, Fig. 4, beispielsweise von Sand oder Steinen vom Meeresboden,
Beton oder Eisenerz erhöht werden. Zu diesem Zweck ist auch ein
den Bodenponton umgebender äussere Ballast, beispielsweise ein Steinballast, 13, Fig. 4, verwendbar, der den auf dem Meeresboden
ruhenden Ponton zudem gegen Unterspülung schützt. Ein solcher äusserer Steinballast ist während des Transportes für Meeres- und
WellenstrÖmurigen verhältnismässig frei passierbar und hat bei
freischwebendem Bodenppnton auf die Stabilitätsverhältnisse somit
keinen wesentlichen Einfluss.
Wegen der erfindungsgemässen Gruppierung der Zellen sind diese als gleichartige Baublöcke herstellbar, die beispielsweise im
Trockendock einer Schiffswerft zusammenfügbar sind. Werden lediglich ebene Stahlbleche 14 und kreisförmige Stahlbleche 15
verwendet, die durch gerade Stahlträger 16, 18 bzw. kreisförmige Träger 17 versteift sind, ist dadurch die Fertigung der Speicheranlage
den Produktionsmöglichkeiten einer Schiffswerft weiterhin anpassbar, da solche Konstruktionselemente auch Bestandteil
grosser Tanker sind.
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Claims (2)
1.' Vorzugsweise als Bohrplattform ausgebildete Speicheranlage mit einem auf den Meeresboden absenkbaren Bodenponton,
der über senkrechte hohle Stützen eine sich über der Wasseroberfläche befindende Plattform trägt, wobei der Ponton und/oder die
Plattform in als Lager- oder Ballasttanks dienende Zellen mit
gesonderten Rohrverbindungen aufgeteilt ist, dadurch g e kennz ei chnet, dass ein verhältnismässig klein--r
Teil jeder Speicherzelle innerhalb eines für eine Gruppe von Zellen gemeinsamen Bereichs liegt, und dass für jede solche
Zellengruppe eine den gemeinsamen Bereich umfassende hohle Stützsäule vorgesehen ist,
2. Speicheranlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens einige der Bodenpontonzellen
sich ein Stück in die zugehörige Stützsäule nach oben erstrecken,
3» Speicheranlage nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
dass die Zellen gleichartig ausgebildet sind und aus Plattenfeldern bestehen, die durch gerade oder kreisförmige
Träger versteift sind.
709817/0690
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