DE2644217A1 - Verfahren zur frueherkennung, lokalisierung und bekaempfung von khaprakaefern und deren larven und geruchs-, geschmacksund/oder tastreiz-falle zur durchfuehrung des verfahrens - Google Patents
Verfahren zur frueherkennung, lokalisierung und bekaempfung von khaprakaefern und deren larven und geruchs-, geschmacksund/oder tastreiz-falle zur durchfuehrung des verfahrensInfo
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Description
PATENTANWALT ..
8MUNCHEN22 " 2644217
THIERSCHSTRASSE S
M 115/116 30. September 1976
Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e. V.
Bunsenstraße 10, 3400 Göttingen
Verfahren zur Früherkennung, Lokalisierung und Bekämpfung von Khaprakäfern und deren Larven und Geruchs-, Geschmacks- und/oder
Tastreis-Falle zur Durchführung des Verfahrens
8098U/0173
Verfahren zur Früherkennung, Lokalisierung und Bekämpfung von
Khaprakäfern und deren Larven und Geruchs-9 Geschmacks- und/
oder Tastreiz-Falle zur Durchführung des Verfahrens
In Räumen, die zur Lagerung und zum Transport von insbesondere Getreide dienen, gehört der Khaprakäfer Trogoderma granarium
(Everts) zu den gefährlichsten Vorratsschädlingen, dessen Bekämpfung
nicht zuletzt deshalb so schwierig ist, weil er sich durch eine geringe Körpergröße, unauffällige Färbung, gute Anpassungsfähigkeit
an Klimaänderungen sowie die Fähigkeit, bei Nahrungsmangel und anderen ungünstigen Bedingungen jahrelang
im Larvenstadium zu verharren, auszeichnet. Erschwerend für seine Bekämpfung ist ferner, daß sich die Larven in Mauerritzen
und Spalten der Vorratsspeicher aufhalten und bis su etwa 10 cm tief in Mauerwerk eindringen und sich dort versteckt halten
können. Der Khaprakäfer ist nicht nur in trocken-warmen Ländern ein besonders gefährlicher Schädling, sondern inzwischen auch
in Mitteleuropa^ wohin er mit importierten Lebensmitteln eingeschleppt
wurde und wo er schon beträchtlichen Schaden in beispielsweise Malzlagern angerichtet hat«
Mit herkömmlichen Bekämpfungsmaßnahmen ist diesem Vorratsschädling nicht in zufriedenstellender Weise beizukommen. Dem
Einsatz von Insektiziden^ mit denen das Lagergut üblicherweise in regelmäßigen Abständen begast wirdp sind Grenzen gesetzt,
insbesondere aufgrund der dabei anfallenden hohen Kosten, wegen der enormen Anpassungsfähigkeit und Resistanzsteigerung
der Schädlinge, aufgrund von nachteiligen 9 für Mensch und Tier
schädlichen Rückstandsbildungen auf den behandelten Produkten und wegen mit Fragen des Umweltschutzes zusammenhängenden
Problemen. Trotz dieser Nachteils stellt das Begasen des Lagerguts mit Pestiziden die gängigste Schädlingsbskämpfungsmethode
dar und sie wird oftmals rein prophylaktisch auch in den Fällen angewandt, wo ein Schädlingsbefall noch nicht feststeht»
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Aufgabe der Erfindung ist es, Mittel und Wege anzugeben, mit
deren Hilfe Khaprakäfer und deren Larven in Lagerräumen erkannt
und in besonders einfacher, billiger, sehr wirksamer und völlig unschädlicher Weise bekämpft werden können.
Der Erfindung liegt die Erkenntnis zugrunde, daß die angegebene Aufgabe dadurch lösbar ist, daß als Falle wirkende Anordnungen
aus Textil- und Papierstreifen bestimmten Typs eingesetzt werden, welche, gemäß einer bevorzugten Ausführungsform
in Kombination mit Lockstoffen, als Befallsmonitor zur routinemäßigen Quarantäneprüfung von Importgütern dienen oder
als Insektistatikum wirken durch Verdünnen der Schädlingspcpulation oder Verhinderung des Populationsaufbaus, oder ein
Insektizid darstellen bei Zusatz von Pathogenen.
Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Früherkennung, Lokalisierung und Bekämpfung von Khaprakäfern und deren Larven
in Lagerräumen für vom Schädlingsbefall bedrohte oder heimgesuchte Nahrungsmittel, das dadurch gekennzeichnet ist, daß
man an den auf Schädlingsbefall zu prüfenden oder gegen Schädlingsbefall zu behandelnden Stellen des Lagerraums Streifenstücke
aus Textil- oder Papiermaterialien mit faseriger Oberfläche, die unter Bildung von Schlitzen und/oder Röhren eng
benachbart zueinander angeordnet sind, in einer für die Schädlinge zugänglichen Weise auslegt, die Menge an in den Streifenstücken
angesammelten Schädlingen bestimmt 9 bei positivem Befund
Streifenstücke des angegebenen Typs gezielt und routinemäßig auslegt und erneuert, und die jeweils angesammelten
Schädlinge ggf. zusammen mit den Streifenstücken vernichtet.
Gegenstand der Erfindung ist ferner eine Geruchs-, Geschmacks- und/oder Tastreiz-Falle für Khaprakäfer und deren Larven, die
dadurch gekennzeichnet ist, daß sie aus mehreren Streifenstücken aus Textil- oder Papiermaterialien mit faseriger Oberfläche
besteht, die in solcher Weise eng benachbart zueinander
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angeordnet sind, daß zwischen ihnen schlitz- ■und/oder röhrenförmige
Zwischenräume von einer die Schädlinge aufgrund von Kontaktreizen anlockenden Größe gebildet werden.
Die Erfindung wird durch die beigefügte Zeichnung näher erläutert,
in der darstellen:
Figur 1 eine perspektivische Schemaansicht einer aus Textilmaterialien
aufgebauten Falle,
Figur 2 a eine perspektivische Ansicht eines zu einer Falle zusammenfaltbaren Wellpapier-Streifens vor dem Zusammenfalten
desselben und
Figur 2 b eine perspektivische Ansicht des in Figur 2a dargestellten
Wellpapier-Streifens nach dessen Zusammenfalten zur Falleβ
Die in Figur 1 dargestellte Falle ist hergestellt aus drei
an der Kante A zusammengehefteten Stoffstücken la, 1b und 1c,
welche aus Materialien mit faseriger Oberfläche, z, B. Sackleinen (Jute), Filz oder- Baumwolle bestehen und die verschiedenste
Größe aufweisen können, wobei sich Stoffstücke von etwa 10 cm Breite und 11 cm Länge bewährt haben. Vorzugsweise im
Zentrum des mittleren StoffStücks 1b werden die Lockstoffe
und/oder Pestizide aufgebracht. Die Oberflächenbeschaffenheit der verwendeten Stoffe begünstigt die massenhafte Ansammlung
der thigmotaktisch veranlagten, d. h. sich nach dem Tastsinn orientierenden Larven und Imagines des Khaprakäfers. Selbstverständlich
können Fallen dieses Typs auch aus mehr als drei derartigen Stoffstücken bestehen. Zweckmäßigerweise werden
diese Fallen einfach auf die zu prüfende Stelle, z. B. auf das Lagergut gelegt, obwohl sie auch aufgehängt werden können,
wenn dafür gesorgt wird, daß ihr unteres Ende mit dem Lagergut in Berührung steht.
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Die in den Figuren 2a und 2b dargestellte Falle wird aus einem Wellpapier-Streifen gebildet, der drei Falzstellen
aufweist, welche ein Zusammenklappen in solcher Weise ermöglichen, daß zwei Deckabschnitte 2a und zwei Mittelabschnitte
2b entstehen und aus den Aussparungen 3 der Mittelabschnitte 2b ein Innenhohlraum gebildet wird, der die
Ansammlung zahlreicher Käfer und Larven ermöglicht. Dieser Innenhohlraum ist für die Schädlinge sowohl durch die
Röhren, die im Wellpapier vorliegen, als auch durch die Röhren, die von den Erhebungen und Vertiefungen des Wellpapiers
beim Zusammenklappen gebildet werden, zugänglich. Die Lockstoffe und/oder Pestizide werden wiederum vorzugsweise
in der Mitte der Falle, d, h. im Bereich des Innen— hohlraums, aufgebracht. Gegebenenfalls können die zusammengeklappten
und gebrauchsfertigen Fallen des in Figur 2b gezeigten Typs mit einem einfachen Gummiband oder Bindfaden
zusammengehalten werden. Die Fallen dieses Typs werden wiederum einfach auf die zu prüfenden oder gegen Schädlings
befall zu behandelnden Stellen des Lagerraums oder Lagerguts gelegt.
Die Vernichtung der in den Fallen angesammelten Schädlinge erfolgt in üblicher bekannter Weise, z. B. mit heißem Wasser,
Dampf oder Heißluft, wobei es sich anbietet, die Schädlinge samt den Fallen zu vernichten, da die Fallen nur
Pfennigbeträge kosten.
Es hat sich als besonders vorteilhaft erwiesen, die Fallen mit dem von ungepaarten Khaprakäferweibchen abgesonderten
Pheromon zu versehen, dessen Hauptkomponenten vor kurzem aufgeklärt und synthetisiert wurden. Es handelt sich dabei
um (Z)-14-Methyl-8-hexadecenal (Lm folgenden Z-Trogodermal
genannt) und (E)-14-Methyl-8-hexadecenal (im folgenden E-Tro godermal genannt). Bei Verwendung der Syntheseprodukte werden
diese zur Vereinfachung der Dosierung zweckmäßigerweise
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in einem rasch verdampfenden Lösungsmittel, z. B, Hexan, gelöst
und in der Mitte der Fallen aufgetropft. Nach dem Verdampfen
des Lösungsmittels sind die Fallen einsatzbereit. Außer den Syntheseprodukten sind auch aus den Khaprakäferweibchen
unter Verwendung eines geeigneten Lösungsmittels, z. B. Hexan, gewonnene Extrakte verwendbar« Die Anwendung
derartiger Extrakte erfolgt in analoger Weise wie diejenige
der Syntheseproduktlösungen.
Die mit Weibchen-Pheromon beköderten Fallen locken nicht nur die Khaprakäfermännchen an, sondern auch die Weibchen des
Khaprakäfers, allerdings erst bei mehrfach höheren Dosen als
der für die Männchenanziehung benötigten Konzentration. Dieser Duftstoff ist somit kein ausgesprochener Sexuallockstoff
und wird als "Versammlungsduft" bezeichnet. Die auf diese
Weise geköderten Käfer verkriechen sich zwischen die Stoffschichten und/oder Hohlräume und verbleiben dort aufgrund
des anhaltenden, von der faserigen Oberfläche der Fallenmaterialien
sowie der haarigen Oberfläche des Körpers anderer Käfer ausgeübten Kontaktreizes tagelang in Ruhestellung.
Die Käferlarven verkriechen sich auch ohne Anwendung des Pheromons langfristig in den Zwischen- und Hohlräumen der
Fallen, doch läßt sich die Zahl der angelockten Larven erheblich vergrößern durch Anwendung von Fraßlockstoffen, als
welche sich geradkettige Fettsäuren, insbesondere Valeriansäure, erwiesen haben.
Die kombinierte Anwendung von Pheromon und Fraßlockstoffen
.beweglicher ermöglicht somit die Köderung von Schädlingen aller/Stadien
und da neben Larven prozentuell weitaus mehr Männchen als Weibchen angelockt und vernichtet werden können, ergibt sich
die Möglichkeit, die Schädlingspopulation zu verdünnen oder den Aufbau einer Schädlingspopulation zu verhindern. Gemäß
dieser Ausführungsform der Erfindung wirken die Fallen im Sinne eines Insektistatikums und können als Geruchs-, Ge-
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/ο
schmacks- und Tastreiz-Kombifallen bezeichnet werden.
Darüberhinaus kann erfindungsgemäß auch eine auf die Totalausrottung
der Schädlinge gerichtete Insektizidwirkung erzielt werden, indem die angegebene Geruchs-, Geschmacks- und
Tastreiz-Kombifalle zusätzlich mit Pathogenen versehen wird, welche in der Schädlingspopulation einen Krankheitsherd verbreiten.
Ein typischer hierfür geeigneter Krankheitserreger ist z. B. Mattesia trogodermae Canning.
Die folgenden Beispiele sollen die Erfindung näher erläutern.
Dieses Beispiel zeigt den Einfluß, den die Oberflächenbeschaffenheit
der zum Aufbau der Fallen verwendeten Materialien auf den Köderungseffekt hat.
Pro Versuch wurden 100 Weibchen (W), 100 Männchen (M) sowie 100 Larven (L) des Khaprakäfers Trogoderma granarium eingesetzt
und es wurde die Verteilung der Schädlinge, die innerhalb von 24 Stunden in die Fallen gingen, bestimmt. Neben zu
Vergleichszwecken eingesetzten unbeköderten Fallen (b) wurden beköderte Fallen verwendet, die mit jeweils 100 /ug synthetischem
(Z)-Trogodermal beladen waren (a). Die erhaltenen Ergebnisse (ausgedrückt in Prozent) sind in der folgenden Tabelle I
aufgeführt.
In der Tabelle beziehen sich die Angaben "hell" und "dunkel" auf die im Versuchsraum herrschenden Lichtbedingungen. Die Angaben
"eben", "gewellt" und "Röhren" betreffen die Ausgestaltung der zur Fallenherstellung verwendeten Papiermaterialien, wobei
mit "Röhren" ein röhrenhaltiges Wellpapier bezeichnet wird.
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Tabelle I
| (a) | beködert | eben | gewellt | der Falle | insgesamt | |
| Flächenbeschaffenheit | 4,0 | 13,0 | Röhren | angelockt | ||
| Schädling | 0,0 | 18,0 | 73,0 | 90,0 | ||
| M | hell | 8,5 | 26,5 | 70,0 | 88,0 | |
| M | dunkel | 0,0 | 29,0 | 54,5 | 89,5 | |
| W | hell | 8,0 | 23,0 | 57,5 | 86,5 | |
| W | dunkel | 1,0 | 14,0 | 49,0 | 80,0 | |
| L | hell | 45,0 | 60,0 | |||
| L | dunkel |
(b) unbeködert
| M | hell | 4,0 | 12,0 | 23,0 | 39,0 |
| M | dunkel | 0,0 | 8,0 | 26,0 | 34,0 |
| W | hell | 5,0 | 20,0 | 38,0 | 63,0 |
| W | dunkel | o,o· | 20,0 | 32,0 | 52,0 |
| L | hell | 9,0 | 22,0 | 49,0 | 80,0 |
| L | dunkel | 0,0 | 15,0 | 48,0 | 63,0 |
Die Ergebnisse zeigen, daß röhrenhaltige Fallen, bei denen es sich um solche des in den Figuren 2a und 2b gezeigten
Typs handelte, den weitaus größten Effekt bewirkten. Ferner ist ersichtlich, daß mit dem Pheromon beköderte Fallen des
erfindungsgemäßen Typs weitaus mehr Männchen anlockten als Weibchen. Bei den unbeköderten erfindungsgemäßen Fallen war
die Zahl der angelockten Männchen etwas geringer als diejenige der angelockten Weibchen. Etwa gleich viele Larven gingen
in beköderte und unbeköderte Fallen.
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fi.
Dieses Beispiel zeigt die Anlockung von männlichen und weiblichen Khaprakäfern in Fallen des in Figur 1 dargestellten Typs
in kleinen Vorratslägern.
Auf die Oberfläche von gelagertem Weizen (10 kg), in den 300 ungepaarte Weibchen und 300 ungepaarte Männchen (im Alter von
2 bis 3 Tagen) eingebracht worden waren, wurde je eine beköderte
und unbeköderte Falle horizontal gelegt· Als Köder wurde anstelle von synthetischem Pheromon ein unter Verwendung von
Hexan aus 100 bis 125 ungepaarten Weibchen frisch hergestellter Pheromonextrakt verwendet, mit dem die Fallen imprägniert wurden.
Die Anzahl der angelockten Khaprakäfer wurde täglich um etwa 15 Uhr registriert. Die erhaltenen Ergebnisse sind in der
folgenden Tabelle II aufgeführt, weüie die Anzahl der in die
Falle gegangenen männlichen und weiblichen Khaprakäfer wiedergibt, ausgedrückt in $ der insgesamt ausgesetzten Käfer.
| Tab | eile | 1 | II | Versuchs besinn | 4 | 5 |
| 83 | Tag nach | 3 | 90 | 75 | ||
| 56 | 2 | 86 | 49 | 37 | ||
| 87 | 50 | |||||
| 54 | ||||||
mit Pheromon
ohne Pheromon
ohne Pheromon
Die Ergebnisse zeigen, daß mit den beköderten Fallen beträchtlich frühere und höhere Köderungsraten als mit den unbeköderten
Fallen erzielt wurden. Die nicht unwesentliche Köderwirkung der unbeköderten Fallen beruht offensichtlich auf den davon
ausgehenden Kontaktreizen sowie auf einer Pheromonabgabe der zuerst aggre gierenden Khaprakäf erweibchen.
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Ab
Die Ergebnisse zeigen ferner, daß die Käfer ab dem 5. Tag sowohl
die beköderte als auch die unbeköderte Falle in beträchtlicher
Zahl wieder verließen, was damit zu erklären ist, daß
zu diesem Zeitpunkt die Kopulation stattgefunden hat. Der Test wurde daher abgebrochen, da bei dieser Versuchsanordnung eine
systematische Bekämpfung der ausgesetzten Käfer nicht beabsichtigt war.
Entsprechende Ergebnisse wurden erhalten, wenn als Köder das
der Hauptkomponente des natürlichen Pheromons chemisch eng "verwandte, synthetisch gewonnene Z-8-Hexadecenal verwendet
wurde, das trotz des Fehlens der Methylgruppe in 14-Stellung
überraschenderweise praktisch die gleiche Wirkung wie Z-Trogodermal
entfaltet, dabei jedoch wesentlich billiger ist.
8098Ϊ4/0173
Leerseite
Claims (14)
- PatentansprücheVerfahren zur Prüherkennung, Lokalisierung und Bekämpfung von Khaprakäfern und deren Larven in Lagerräumen für vom Schädlingsbefall bedrohte oder heimgesuchte Nahrungsmittel, dadurch gekennzeichnet, daß man an den auf Schädlingsbefall zu prüfenden oder gegen Schädlingsbefall zu behandelnden Stellen des Lagerraums Streifenstücke aus Textil- oder Papiermaterialien mit faseriger Oberfläche, die unter Bildung von Schlitzen und/oder Röhren eng benachbart zueinander angeordnet sind, in einer für die Schädlinge zugänglichen Weise auslegt, die Menge an in den Streifenstücken angesammelten Schädlingen bestimmt, bei positivem Befund Streifenstücke des angegebenen Typs gezielt und routinemäßig auslegt und erneuert, und die jeweils angesammelten Schädlinge ggf. zusammen mit den Streifenstücken vernichtet.
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man die Streifenstücke mit dem von ungepaarten Khaprakäferweibchen ausgeschiedenen Pheromon versieht.
- 3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß man das Pheromon in Form eines aus Käferweibchen gewonnenen Lösungsmittelextrakts verwendet.
- 4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß man einen mit Hexan als Lösungsmittel erhaltenen Extrakt verwendet .
- 5. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß man das Pheromon in Form der Syntheseprodukte (Z)-14-Methyl-8-hexadecenal und (E)-14-Methyl-8-hexadecenal verwendet.809814/.0173 ORIGINAL INSPECTED
- 6. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man die Streifenstücke mit dem Pheromonwirkung-entfaltenden Z-8-Hexadecenal versieht.
- 7. Verfahren nach Ansprüchen 1,/oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß man die Streifenstücke mit einem Fraßlockstoff versieht.
- 8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß man als Praßlockstoff geradkettige Fettsäuren verwendet.
- 9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß man als geradkettige Fettsäure Valeriansäure verwendet.
- 10. Verfahren nach Ansprüchen 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß man die Streifenstücke mit Insektiziden und/oder Pathogenen versieht.
- 11. Geruchs-, Geschmacks- und/oder Tastreiz-Falle für Khaprakäfer und deren Larven zur Durchführung des Verfahrens nach Ansprüchen 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß sie aus mehreren Streifenstücken aus Textil- oder Papiermaterialien mit faseriger Oberfläche besteht, die in solcher Weise eng benachbart zueinander angeordnet sind, daß zwischen ihnen schlitz- und/oder röhrenförmige Zwischenräume von einer die Schädlinge aufgrund von Kontaktreizen anlockenden Größe gebildet werden.
- 12. Falle nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest das praktisch, in der Mitte angeordnete Streifenstück mit Khaprakäferweibchen-Pheromon und/oder mindestens einem Fraßlockstoff, Insektizid und/oder Pathogen versehen ist.80981A/0173
- 13. Falle nach Ansprüchen 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, daß sie aus mindestens drei an einer Kante zusammengehefteten Stoffstücken (la, 1b und 1c) aus Sackleinen (Jute), Filz oder Baumwolle besteht.
- 14. Falle nach Ansprüchen 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, daß sie aus einem Wellpappe-Streifen besteht, der unter Bildung von'zwei Deckabschnitten (2a) und zwei mit Aussparungen (3) versehenen Mittelabschnitten (2b) in solcher Weise zusammengefaltet ist, daß die Aussparungen (3) der Mittelabschnitte (2b) einen Innenhohlraum bilden.80 &a U/0173
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