DE2642510A1 - Vorrichtung zum abziehen eines fadens von einer spule - Google Patents
Vorrichtung zum abziehen eines fadens von einer spuleInfo
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Description
5000 KÖLN 1 HEUMARKT 14 T E LE F O N . (02 21 ) 23 58 68
A 76 Pa 76/4
Anmelderih : ASA S.A.
(Societe Anonyme)
58, boulevard Baron du Marals 42300 ROANNE/Frankreich
Titel der
Anmeldung : Vorrichtung zum Abziehen eines Fadens von
einer Spule.
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Abspulen eines textlien Fadens durch Abziehen von einer Wicklung auf
einem feststehenden Spulenträger, bei der der abgespulte Faden durch einen im wesentlichen auf der Längsachse der Spule
angeordneten Fadenführer läuft.
Es sind Verfahren bekannt, einen textlien Faden beliebiger Art von einer fest auf einem Spulengestell, einer Spindel oder ähnlichem
angeordneten Spule abzuziehen. Der von dieser feststehenden Spule ausgehende Faden läuft durch einen Fadenführer oder
eine öse, Abzugsöse genannt, und erreicht von dort die Bearbeitungsposition.
Während dieses Vorganges sollte die auf den Faden wirkende Spannung vor der Abzugsöse so konstant wie möglich
sein, ist dies nicht der Fall, so würde dies hinter der Abzugsöse zu Änderungen der Fadenspannung führen, die vielerlei
Fehler und gelegentlich sogar einen Bruch des Fadens bewirken.
—"
jam. _!
JNSPECTED
2BA251O
Es ist bekannt, dass beim Abziehen der "Abzugswinkel", der zwischen
der Verbindungslinie des Mittelpunkts der Abzugsöse zur Abspulkante der Spule und der Horizontalen liegt, zumindest nahe
bei, jedoch leicht oberhalb eines vorbestimmten Minimalwertes liegen muss. Dieser Abzugswinkel ändert sich wesentlich mit dem
Abstand zwischen der öse und der Spule, der Art des zu behandelnden
Fadens, dem Durchmesser der Wicklung auf der Spule, der Länge dieser Wicklung, deren Neigungswinkel, der Steigung des Fadens
auf der Wicklung, dem Reibungskoeffizienten des Fadens an der öse
und der Abzugs-Geschwindigkeit. In der Praxis wird dieser Abzugswinkel oC durch ein einfaches experimentelles Verfahren bestimmt.
Hierbei (s. Fig. 1 und 2) führt man folgendes Experiment durch: Der Faden 3 wird von der Wicklung 1 abgezogen, die sich auf
dem Spulenträger 2 befindet und läuft durch die Abzugsöse 4, die zum Beispiel aus Keramik hergestellt ist. Mit Hilfe einer
geeigneten Einrichtung, zum Beispiel vom Typ TENSOTRON, (s. Fig.2 misst man die Spannung des Fadens 3 hintewr der Abzugsöse 4 und
nähert dabei zugleich diese der Spule 1, 2. Dadurch erhält man ein Schaubild für die Spannung T über dem Abstand D, aus dem hervorgeht,
dass bei einem Verschieben der Abzugsöse 4 ins ünendliehe, die Schwankungen zwischen maximaler und minimaler Spannung
im wesentlichen konstant bleiben (Kurventeiloo -A). Dagegen erhöht
sich die Schwankung zwischen dem maximalen und dem minimalen Wert relativ schnell im Bereich A-B. Man sieht daraus,
dass man sich schon in der Nähe des Punktes A, dem minimalen
7 0 9 8 U / Q Γ, 9 Ii
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Abzugs-Abstand, befindet. Wenn man von hier aus die Abzugsöse 4
weiter der am Punkt B befindlichen Spule nähert, erhöht man nicht nur - wie bereits gesagt - die Spannungsschwankungen
und damit die Unregelmässigkeiten und Fehler, sondern man
kann dadurch einen Bruch des abzuziehenden Fadens hervorrufen. Man führt dieses experimentelle Messverfahren für eine volle
und für eine fast leere Wicklung 1 der Spule 1,2 durch. Der so gefundene Punkt A legt die Position der Abzugsöse 4 (s. Fig. 1)
fest und dadurch den AbzugswinkeloC.
Dieser Abstand A-B legt ebenso einen Platzbedarf für den von den Spulen eingenommenen Raum fest. Mit Vergrösserung der Abmessungen
der Spulen und der Arbeitsgeschwindigkeit, verkleinert sich der Winkeioc oder der Abstand A-B steigt, wodurch der Platzbedarf
der Textilmaschinen für das Abziehen des Fadens erhöht wird. Dieser Nachteil ist noch wesentlich grosser bei Spulengestellen
mit Reserve-Spulen, bei denen der Platzbedarf verdoppelt ist, wodurch man gezwungen ist, die Maschinen zunehmend voluminöser
zu bauen.
Aufgabe der Erfindung ist es, diese Nachteile zu beseitigen und
eine Abspuleinrichtung zum Abziehen eines textlien Fadens zu schaffen, die bei funktionssicherem Abziehen eine Verkürzung des
Abstandes zwischen der Abspulkante der Spule und der Abzugsöse ermöglicht. Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, dass bei einer
Vorrichtung zum Abspulen eines Fadens durch Abziehen von einer Wicklung auf einem feststehenden Spulenträger, bei der der ab-
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gezogene Faden durch eine im wesentlichen auf der Längsachse der
Spule angeordnete Abzugsöse läuft, gemäss der Erfindung zwischen der Spule und der Abzugsöse eine runde Scheibe im wesentlichen
senkrecht zur Achse der Spule und konzentrisch zu dieser Achse angeordnet ist, über die der sich abspulende Faden läuft, wobei
der Winkel zwischen der Verbindungslinie vom Anlagepunkt des Fadens an der Scheibe zur Abspulkante der Spule und der Horizontalen
dem halben Abzugswinkel entspricht und der Winkel zwischen der Verbindungslinie vom Anlagepunkt-an der Scheibe zur Abzugsöse und der Horizontalen beträchtlich grosser ist als der halbe
Ab zugswinke1.
In der praktischen Ausführung ist die Scheibe an einem zur Achse der Halterung der Spule parallelen Arm befestigt oder an der Spule
selbst.
Vorteilhafterweise ist der äussere Durchmesser dieser Scheibe kleiner als der innere Durchmesser der Spulenträger-Hülse, wodurch
die erfindungsgemässe Vorrichtung beim Wechsel oder beim Einsetzen der Spulen an ihrem Platz gelassen werden kann.'
In einer anderen Ausführungsform ist die Scheibe auf einem Rohr
angeordnet, mit einem inneren Durchmesset, der grosser ist, als der Durchmesser der Halterung der Spule, aber etwas kleiner ist
als der Durchmesser der als Spulenträger dienenden Hülse, derart, dass das Rohr in das Innere der Hülse einsteckbar ist.
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Im allgemeinen ist die Scheibe ein Kreisring aus poliertem Material,
insbesondere aus nichtrostendem Stahl, aber auch aus Kunststoff (CELORON).
Benutzt man die erfindungsgemässe Vorrichtung bei Reserve-Spulen,
so wird die Achse der Abzugsöse vorteilhafterweise in der Nähe der Symmetrieebene der beiden Spulen angeordnet.
Weitere Einzelheiten und Vorteile werden im folgenden unter Bezugnahme
auf die in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiele der Erfindung näher beschrieben. In der Zeichnung zeigt:
Fig. 1 die Spule mit der Abzugsöse, sowie den Abzugswinkel, diese Figur wurde bereits besprochen;
Fig. 2 ein Schaubild der hinter der Abzugsöse beobachteten Schwankungen in der Spannung des Fadens, wenn man die Abzugsöse
der Spule nähert;
Fig. 3 eine Seitenansicht einer auf einem Spulengestell angebrachten
Spule mit der erfindungsgemässen-Vorrichtung ;.
Fig. 4 dieselbe Spule in Stirnansicht;
Fig. 5 eine perspektivische Darstellung einer Spule Mit Reservespule,
die auf einem Spulengestell montiert sind und mit der erfindungsgemässen Vorrichtung ausgerüstet sind;
Fig. 6 eine andere Ausführungsform der Scheibe für die Anlage
des abzuspulenden Fadens in Ansicht von unten.
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Die Spule (s. Fig. 3 und 4) ist auf einem Spulengestell mit seitlich
verschwenkbaren Halterungen 6 befestigt.
Auf einer Stange 5 dieses bekannten Spulengestells ist eine seitlich
verschwenkbare, an sich bekannte Halterung 6 angeordnet, auf der sich die vom Spulenträger 2 getragene Wicklung 1 befindet.
Am äusseren Ende 7 der Halterung 6 ist ein Arm 8 befestigt, der an seinem äusseren Ende eine runde Scheibe 9 aus poliertem
Stahl trägt, deren Fläche senkrecht zur Achse der Spule 1,2 verläuft und die konzentrisch zur Halterung 6 angeordnet ist. Diese
Scheibe 9 ist an ihrer mit dem Faden 3 in Berührung kommenden Peripherie abgerundet, der Durchmesser dieser Scheibe ist kleiner
als der Innendurchmesser der Spulenträger-Hülse 2, so dass man bei eingebauter Vorrichtung die Wicklung 1 einfach entnehmen
oder einsetzen kann. Der Durchmesser dieser Scheibe 9 und die Länge des Armes 8 sind so berechnet, dass der Winkel ß, den die
Verbindungslinie zwischen dem Anlagepunkt 10 des Fadens an dieser Scheibe 9 und der Abspulkante 11 der Wicklung 1 mit der
Horizontalen einschliesst, dem halben Abzugswinkel, also oc /2 ,
der experimentell wie oben angegeben bestimmt wird, entspricht.
Direkt hinter dieser runden Scheibe 9 ist die Abzugsöse 4 in
Fluchtlinie mit der Längsachse der Spule 1, 2 angeordnet, wobei die Öse 4 soweit wie möglich an die Scheibe 9 herangerückt ist.
Auf diese Weise ist der von der Verbindungslinie der Anlagekante 10 der Scheibe 9 mit der Abzugsöse 4 und der Horizontalen eingeschlossene
Winkel beträchtlich grosser als der halbe Abzugswinkel, also als X/2.
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Die Fig. 5 zeigt eine perspektivische Darstellung eines Spulengestells
mit Reservespulen, die mit der erfindungsgemässen Vorrichtung
ausgerüstet sind. Jede Bearbeitungsposition weist zwei Spulen 1,2 und 12 auf, die durch das die Fadenreserven 14 verbindende
Andrehende 13 miteinander verbunden sind. Wird also die erste Spule leer, so leitet das Andrehende 13 die Abspulung des Fadens
3 von der zweiten Spule über die Abzugsöse 4 ein, die in der Nähe der Symmetrieebene der beiden Spulen 1,2 und 12 angeordnet
ist. .
Fig. 6 zeigt eine Ansicht eines anderen Ausführungsbeispiels der runden Scheibe für die Anlage des abzuspulenden Fadens. Diese
Scheibe hat die Form eines Kreisrings 20, der aus einem Rundstab aus nichtrostendem Stahl gebildet ist und dessen äusserer Durchmesser
etwas kleiner ist als der Innendurchmesser der Spulenträger-Hülse 2. Im Inneren dieses Ringes 20 sind zwei in derselben
Ebene angeordnete Verbindungsstäbe 21 und 22 angeschweisst, die an ihren anderen Enden mit einem weiteren Ring 23 verbunden sind,
den man mit geeigneten Vorrichtungen am äusseren Ende 7 der
schwenkbaren Halterung 6 befestigen kann.
Die erfindungsgemässe Vorrichtung hat viele praktische Vorteile.
Der Einsatz einer Scheibe 9 oder 20 erlaubt es, die Abzugsöse 4 der Spule 1,2 zu nähern und so den Abstand A-B zwischen der Abzugsöse
4 und der Spule 1,2 wesentlich zu verringern und damit den Platzbedarf für derartig ausgerüstete Maschinen zu senken.
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AO
Man hat zum Beispiel festgestellt, dass man für ein Spulengestell
mit Spulen für Polyesterfaden einhundertfünfζig (150) Denier mit
einem äusseren Durchmesser der Wicklung 1 von vierhundert (400) Millimeter, einer Höhe von hundertfünfundsiebzig (175) Millimeter,
einem inneren Durchmesser der Spulenträger-Hülse 2 von hundertvierzig (140) Millimeter, einer Abzugsgeschwindigkeit von
achtzig (80) Meter/Minute, einem Durchmesser der Scheibe 9 von hundertfünfunddreissig (135) Millimeter, die siebzig (70) Millimeter
von der Spule entfernt angeordnet ist, den Abstand A-B zwischen Abzugsöse 4 und Spule 1,2 um mindestens dreissig (30)
Prozent reduzieren kann, wobei alle anderen Merkmale wie sonst erhalten bleiben.
Diese Vorrichtung, die im Ausführungsbeispiel für ein Spulengestell
mit schwenkbaren Halterungen beschrieben worden ist, kann ebenso verwendet werden für Spulengestelle mit Schlitten oder
für Spulengestelle mit gleitender Führung der Halterungen.
Die erfindungsgemässe Vorrichtung kann mit Erfolg eingesetzt werden
in allen Einrichtungen zum Abspulen des Fadens durch Abziehen Als weitere Beispiele für die Anwendung können Schärgatter und
Aufsteckgatter für Doublin-Zwirnmaschinen genannt werden. Als besonders
vorteilhaft hat sich die Ausrüstung von Spulengestellen von Texturiermaschinen, insbesondere für Falschdraht-Texturierung
mit Vorrichtungen gemäss der Erfindung erwiesen.
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| 1 | Wicklung 1 Spule |
| 2 | Spulenträger J |
| 3 | Faden |
| 4 | Abzugsöse |
| 5 | Stange |
| 6 | halterung |
| 7 | ausseres Ende der Halterung |
| 8 | Arm |
| 9 | Scheibe |
| 10 | Anlagepunkt |
| 11 | Abspulkante |
| 12 | Reservespule |
| 13 | Andrehende |
| 14 | Reserve |
| 20 | Kreisring |
22 I Verbindungsstab
23 zweiter Kreisring °C Abzugswinkel
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Leerseite
Claims (8)
1. Vorrichtung zum Abspulen eines textlien Fadens durch Abziehen von einer Wicklung auf einem feststehenden Spulenträger, bei der
der abgezogene Faden durch einen im wesentlichen auf der Längsachse der Spule angeordneten Fadenführer läuft, dadurch
gekennzeichnet, dass zwischen der Spule (1,2) und
der Abzugsöse (4) eine runde Scheibe (9) im wesentlichen senkrecht zur Achse der Spule (1,2) und konzentrisch zu dieser Achse
angeordnet ist, über die der sich abspulende Faden (3) läuft, wobei der Winkel zwischen der Verbindungslinie vom Anlagepunkt
(10) des Fadens an der Scheibe (9) zur Abspulkante (11) der
Spule (1,2) und der Horizontalen dem halben Abzugswinkel entspricht und der Winkel zwischen der Verbindungslinie vom Anlagepunkt
(10) an der Scheibe (9) zur Abzugsöse (4) und der Horizontalen beträchtlich grosser ist als der halbe Abzugswinkel.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Scheibe (9) an einem Arm (8) angeordnet ist, der am äusseren
freien Ende (7) der die Spule (1,2) tragenden Halterung (6) befestigt und im wesentlichen parallel zur Achse dieser1 Halterung
(6) ausgerichtet ist.
3. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 - 2, dadurch gekennzeichnet,
dass die runde Scheibe (9) an ihrem Umfang abgerundet
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ORIGINAL INSPECTED
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, gekennzeichnet
durch eine Scheibe (9) aus Vollmaterial.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
dass die Scheibe (9) als Kreisring (20) ausgebildet ist.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Scheibe (9)*±m Bereich der Anlagepunkte
(10) ,wo der sich abwickelnde Faden (3) reibt, poliert ist.
7.Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet,
dass der äussere Durchmesser der Scheibe (9) etwas kleiner als der Innendurchmesser der Spulenträger-Hülse (2) ist.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, bei der der Faden sich von zwei, einander gegenüberliegenden Spulen, von denen
jeweils eine als Reservespule dient, abwickeln kann, dadurch gekennzeichnet, dass der Fadenführer (4) in der Nähe der
Symmetrieebene der beiden Spulen angeordnet ist.
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