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Fehlerstromschutzs chal ter
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Die Erfindung betrifft Fehlerstromschutzschalter' welche vor allem
den Menschen vor elektrischen Schlägen schützen sollen0 Dieses Ziel versuchte man
bisher zu erreichen, indem man folgende Aufgaben mit mehr oder weniger Erfolg löste:
1) der Schalter 8011 schon auf Fehlerströme von geringer Stärke reagieren und abschalten
2) der Schalter soll auch auf gleichstromhaltige Fehlerströme ansprechen, wie sie
von Geräten mit Gleichrichtern oder den neuerdings immer häufiger anzutreffenden
Geräten mit thyristorgesteuerter Leistung verursacht werden können.
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Die erste Aufgabe ist an sich befriedigend gelöst. Es lassen sich
Schutzschalter bauen9 welche schon bei einem Behlerstrom von 5 mA abschalten9 bei
einer Stromstärke also, die keine allzu starken Muskelverkrampfungen auslöst, sodass
man sich normalerweise aus eigener Kraft von der Stromeinwirkung befreien kanne
So empfindliche Schutzschalter konnten sich aber bisher in der Praxis nicht durchsetzen.
Viele Verbraucher lehnen sogar die von den Fehlerstromschutzschalterfabrikanten
allgemein propagierten Schalter mit dem viel höheren Abschaltsohwellwert von 30
mA Fehlerstrom ab, weil allzuhäufige Fehlabschaltungen auftreten. Ein typiseher
Fall ist in der Elektrotechnischen Zeitschrift 6 + 7 / 76 etz b vom 26e3.76 auf
Seite 165 als "3. Beispiel" aufgeführte Hier wird dargelegt, wie in einem grossen
Industrieunternehmen auf die Sicherung der Steckdosenanschlüsse mit Pehlerstromschutzschaltern
verzichtet wurde, weil die Kosten für Massnahmen zur Vermeidung von Fehlabschaltungen
allzu hoch geworden wären0 Obwohl die
Hersteller der Schutzschalter
und namhafte Fachleute immer wieder darauf hinweisend dass die wirklichen Ursachen
der Fehlabschaltungen in Installationsfehlern zu suchen sind, konnte sich im vorliegenden
Fall nicht einmal der allgemein empfohlene Schutzschalter mit 30 mA Abschaltfehlerstrom
durchsetzen.
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Es wäre sehr zu wünschen, dass der Schutzschalter auf jeden Fall abschaltet,
wenn ein über einen Menschen fliessender F lerstr so stark ist, dass dieser sich
infolge Muskelverkrampfung nicht mehr aus eigener Kraft von der Einwirkung des Stroms
befreien kann0 Das wurde bedeuten, dass ein Schutzschalter bei Fehlerströmen von
10-15 m& abschalten soll. Es wäre sogar ein Schutzschalter nötig, der schon
bei 0,5 mA abschaltet, wenn man auch Sekundarunfälle vermeiden Will, das heisst
Unfälle, die durch die Schreck- und Schockwirkung des elektrischen Stromdurchgangs
auf das Nervensystem verursacht werden0 Fehlerstromschutzschalter der heutigen Bauart
gewährleisten in vielen Fällen weder einen störungsfreien Betrieb, noch befriedigen
sie die Forderungen nach einem erhöhten Unfallschutz.
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Um beide Ziele zu erreichen,wird erfindungsgemäss die neue Aufgabe
gestellt, die Abschaltung des Schutzschalters von der Grösse der Anderung des Fehlerstromes
in einer gegebenen Zeit abhängig zu machen. Bisher war die Abschaltung abhängig
davon, ob der Fehlerstrom einen vorgegebenen Wert, etwa 30mA überschreitet. Dieser
Fehlerstrom ist gleich der Differenz
der Ströme in den durch den
Wandler geführten Leitern0 Gemäss der neuen Aufgabenstellung wird die Differenz
des gerade fliessenden Fehlerstromes gegenüber einem vorher gewesenen Fehl erstrom
untersucht0 Dessen Zunahme ist bei Berücksichtigung noch anderer Daten ein ziemlich
sicheres Indiz, dass ein Mensch von einem Strom durchflossen wird0 Gemäss der gestellten
Aufgabe soll die Abschaltung von den in einer gegebenen Zeit auf tretenden Fehlerstromänderungen
abhängig gemacht werden0 Diese Aufgabe lässt sich in drei Teilaufgaben unterteilen:
1) Erfassung der Fehlerstromänderungen #IF 2) Unterscheidung der ungefährlichen
von den gefährlichen Fehlerstromänderungen, das heisst von solchen, die fast mit
Sicherheit einen ernstzunehmenden Fehler als Ursache haben, wie Stromdurchgang durch
einen Menschenkörper oder Verschmoren einer Isolierung0 3) Quantitative Auswertung
der als gefährlich erkannten FehlerstromänderungenO Erfassung der Fehlerstromänderungen
Es ist möglich, gemäss Patentanspruch 4, den Wechselstromanteil des Fehlerstromes
über die Sekundärspule des Summenstromwandlers zu erfassen Günstiger ist es jedoch9
wie in den Patentansprüchen 1, 2 und 3 die Grösse des Konpensationsstromes zu erfassen,
der über eine Spule des Summenstromwandlers fliesst und die vom Fehlerstrom hervorgerufene
Induktion komsensiert. Der Wert dieses Kompensationsstromes ist dem gesamten Fehlerstrom9
das heisst dem Wechselstromanteil plus Gleichstromanteil, proportional.
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Um die innerhalb von beispielsweise 2 Sekunden auftretenden Fehlerstromänderungen
festzustellen, kann eine Subtrahierschaltung einen 2 Sekunden vorher gewesenen und
gespeicherten Wert As von dem gerade auftretenden momentanen Wert Am subtrahieren.
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Erkennung der gefährlichen Fehlerstromänderungen Durch die in Anspruch
14 vorgeschlagene Massnahme bleibt der für die eventuelle Abschaltung des Fehlerstromschutzschalters
massgebende Wert #A von einer durch das Schalten eines Gerätes hervorgerufenen Fehlerstromänaerung
ß IFsch unbeeinflusst. Letztere stellt normalerweise keine Gefahr für den Menschen
dar una soll daher keine Abschaltung bewirken. Zur Erkennung solcher, mit grosser
Wahrscheinlichkeit ungefährlicher Fehlerstromämderungen gibt es mehrere Möglichkeiten
1. Feststellung einer starken Änderung des Betriebsstromes innerhalb einer Zeit,
welche der normalen Dauer eines Schaltvorgangs entspricht 2. Feststellung von hochfrequenten
Spannungen, wie sie von funkenbildenden mechanischen Schaltern erzeugt werden, mittels
Schwingungskreisen und Verstärkern wie in Rundfunkempfängern 5. Feststellung, dass
der Quotient aus der zweiten Ableitung des betriebsstromes nach der Zeit dividiert
durch den Augenblickswert aes Betriebsstromes ungleich ist dem Quotient aus der
2. Ableitung aer Netzspannung nach der Zeit
aiviaiert durch den Augenblickswert der Netzspannung.
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Die Schaltung muss aber auch eine Fehlerstromänderung, die
durch
Anderung der Netzspannung hervorgerufen wird, von einer solchen unterscheiden, welche
von einem einen Menschen durchfliessenden Strom hervorgerufen wird0 Sie soll daher
den Fehlerstrom durch die Spannung9 welche ihn verursacht, dividiereine So ist der
Einfluss der Netzspannungsänderungen eliminiert. Das Resultat dieser Division ist
ein Leitwert.
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In den Ansprüchen 4, 5 und 6 kann mit Effektivwerten gerechnet werdeno
Hier ist der Leitwert mit Y bezeichnet9 da er eine ohmsche und eine kapazitive Komponente
enthält. Die Division des Fehlerstromes durch die Spannung (uAS + uNS), gemäss den
Ansprüchen 4, 5 und 6, kann auch bei Fehlerstromschutzschaltern verwendet werden,
welche die Abschaltung lediglich von dem Betrag des Quotienten,nicht aber von dessen
Anderung, abhängig machen. Dies gilt auch für Schutzschalter nach Anspruch 7.
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Bei Schaltungen gemäss Anspruch b 8, 9, 10, 11, 12, 13, 14 und 15
wird der Einfluss der Netzspannungsänderung vermieden, wenn man für A den ohmschen
Leitwert G oder die Kapazität C einführt.
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Quantitative Auswertung der Fehlerstromänderungen.
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In Anspruch 8 ist ausgedrückt, dass die Grösse Wg, deren Wert dafür
massgebend ist, ob eine Abschaltung erfolgt oder nicht, eine Funktion von # #A sein
soll, wobei A beispielsweise der Fehlerstrom sein kann, wobei die gewahlte Funktion
etwa Wg = (#iF)² oder Wg = ( G)2
11 sein kann. In Patentanspruch
# wird auch die Zeit in die Grösse Wg eingeführt. Dann kann
sein.
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Herleitung der Gleichungen, welche zur Berechnung des ohmschen Leitwertes
und der Kapazität verwendet werden.
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Der Fehlerstrom ist durch folgende Gleichung gegeben:
Die hier und in dem weiter folgenden Text verwendeten Buchstaben und Indizes haben
dabei folgende Bedeutungen: t G ohmscher Leiwert, C Kapazität, A Aussenleiter, E
Erde, N Nulleiter, S SchutzleiterF t Zeit, u Spannungsaugenblickswert0 Zwischen
den Buchstaben G oder C oder u und seinen ersten Index wird das Wort "zwischen"
eingeschoben, zwischen den ersten und zweiten Indexbuchstaben das Wort undO Also
bedeutet GAE ein ohmscher Leitwert zwischen Aussenleiter und Erde. uAE bedeutet
einen Spannungsaugenblickswert zwischen Aussenleiter und Erde0 Nimmt man nun an,
dass die Länge des zum Hausinstallationsnetz gehörenden Nulleitere gleich sei der
Länge des zum Hausinstallationsnetz gehörenden Aussenleiters, so sind auch die für
den Fehlerstrom massgebenden ohmschen Leitwerte G und die Kapazitäten gleich, also
GNE
= GAE 9 CNE = CAE , GNS = GAS 9 CNs = CAS Durch Einsetzen findet man
In einem Verteilungsnetz9 wo die Erdung als Schutzmassnahme vorgeschrieben ist,
gilt mit genügender Genauigkeit uNs = uNE und uAS = UAE
Die Gleichung ist richtig unter der Voraussetzung, dass der ohmsche Leitwert des
Mauerwerkes, welcher mit dem kapazitiven Leitwert in Serie liegt, gegenüber letzterem
gross ist und vernachlässigt werden kann. Sollte dies in der Praxis nicht immer
in ausreichendem Masse zutreffen, so kann man die Leiter in elektrisch leitenden
Rohren verlegen und letztere mit dem Schutzleiter verbinden. Wendet man diese Massnahme
auch dort an, wo die Nullung als Schutzmassnahme vorgeschrieben ist, und haben die
meisten Geräte ein metallisches Gehäuse, das über den Schutzleiter mit dem Nulleiter
verbunden ist, so wird GAE klein gegenüber GAS und CAE klein gegenüber CAS , so
dass man die Gleichung (701.) schreiben kann
Der Effektivwert eines sinusförmigen Fehlerstromes ist dann proportional dem Auadruck
(uAs + uNS), bei einer Anlage mit Nullung sowohl wie bei einer solchen mit Schutzerdung.
Man
kann daher mit einer geeigneten Rechnerschaltung den Effektivwert
des Fehlerstromes durch den Effektivwert von (uAs + UN) dividieren und hat damit
den Scheinleitwert, wie er für eine Schaltung nach Anspruch 4 benötigt wird0 Es
kann, statt des Effektivwertes, auch ein anderer im Sinne des Patentanspruches 4
geeigneter Wert des Pehlerstronies oder der Aussenleiter- oder Nulleiterspannung
benutzt werden, beispielsweise der sogenannte Gleichrichtwert, also das arithmetische
Mittel einer Halbwelle oder etwa der Scheitelwert, Die Gleichung (7020) kann man
nach der Zeit differenzieren:
Aus den Gleichungen (7.20) und (8.1.) findet man für eine Anlage mit Schutzerdung
(7.5.) Man kann die Gleichung
differenzieren und findet dann für eine Anlage mit Nullung 2 Gleichungen, welche
sich von den Gleichungen (bo28) und (8o3o) nur dadurch unterscheiden9 dass links
vom Gleichheitszeichen die Grössen GAE und CAE fehlen.
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Man kann daher dieselbe Rechenschaltung verwenden, einerlei ob die
Schutzerdung oder die Nullung als Schutzmassnahme angewendet wird.
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Ein Fehlerstromschutzschalter mit einer geeigneten Rechenschaltung
berechnet den Wert von G auch dann noch, wenn die Netzspannung sehr weit unter ihrem
Sollwert liegt Daraus ergibt sich die Möglichkeit eine Schalterart, nachstehend
mit WE bezeichnet, zu bauen, die nach einer durch einen Behler hervorgerufenen Abschaltung
automatisch wieder einschaltet, wenn dieser Fehler aufhört zu bestehen, oder eine
Schalterart, nachstehend mit GE bezeichnet, welche das Hausinstallationsnetz nur
dann unter Betriebsspannung (normal 220 Volt) setzt, wenn ein Gerät eingeschaltet
wird, das heisst nur dann, wenn auch wirklich Strom gebraucht wird0 Ein Schalter
der Bauart WE möge für zwei Schaltzustände A und B gebaut seine Im Schaltzustand
A ist der Aussenleiter ALV des Versorgungsnetzes mit dem Aussenleiter ALH der Hausinstallation
verbunden, während der Nulleiter NLV des Versorgungsnetzes mit dem Nulleiter NLH
der Hausinstallation verbunden ist. Im Schaltzustand B ist die Verbindung ALV mit
ALH und jene von NLV mit NLH unterbrochen, während ALH mit dem einen Ende der Sekundärspule
eines Transformators verbunden ist, dessen Ausgangsepannung etwa 20 Volt sein soll,
während der Leiter mit dem anderen winde der Sekundärspule dieses Transformators
und
ausserdem mit dem Schutzleiter des Hausinstallationsnetzes verbunden isto Das Hausinstallationsnetz
ist im Schaltzustand B also nur an eine niedrige Spannung von 20 Volt, im Schaltzustand
A dagegen an die Netzspannung, welche in Westeuropa normalerweise 220 Volt ist,
angeschlossene Ein solcher Schalter soll so gebaut sein, dass er auch im Zustand
B den Leitwert G kontrolliert, dass er vom Zustand B in den Zustand A schaltet9
respektiv im Zustand A verbleibt, wenn die Zunahme des Leitwertes G in zwei Sekunden
weniger als etwa 220 E betragt, und dass er wieder vom Zustand A in den Zustand
B schaltet, wenn die Zunahme des Leitwertes G in zwei Sekunden mehr als 1/220 k#
beträgt. Berührt ein Mensch ein spannungführendes Geräteteil oder einen spannungführenden
Leiter währenddem der Schalter sich im Schaltzustand B befindet, und ist aer Widerstand
RSF des dabei entstehenden Strompfades grösser als 220 k#, , so kann der Schalter
in den Zustand A umschalten. 220 V Der alsdann durch den Menschen fliessende Strom,
IM= , 220 k# ist geringer als 1 mA und damit ungefährlich. Ist jedoch infolge der
Berührung durch den Menschen der Widerstand kleiner als 220 k£, so unterbleibt das
Umschalten in den Zustand A während mindestens 2 Sekunden. Nur wenn in der Folge
der Strom um weniger als 2 mA in 2 Sekunden ansteigt, soll eine Umschaltung in den
Zustand A möglich sein. Der betroffene Mensch hat dann genügend Zeit, sioh von der
Einwirkung dieses langsam steigenden Stromes zu befreien und wird dies auch tun,
da er den Strom schon bei ungefährlichen Werten sehr unangenehm verspürt.
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Für einen Schalter der Bauart GE muss noch eine andere Bedingung
erfüllt
sein, damit er in den Zustand A umschaltet.
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Es muss ein Gerat eingeschaltet sein. Dies bedeutet, dass der zwischen
dem Aussenleiter ALH des Hausinstallationsnetzes und dem Nulleiter NLH des Hausinstallationsnetze
bestehende Widerstand RH kleiner sein muss als ein vorgegebener Wert RHmax . Ist
beispielsweise RHmax = 20 k#, so würde schon das Einschalten einer Glühlampe von
15 Watt oder eines Elektrorasierers genügen dass der Schalter das Hausinstallationsnetz
unter Betriebsspannung setzt Wird gemäss den Patentansprüchen 1, 2 oder 3 die Induktion
auf einem bestimmten Wert festgehalten, so ergeben sich folgende Vorteile: 1) Bei
Auftreten eines Fehlerstromes,der Gleichstrom enthält, schaltet der Schutzschalter
nicht nur sofort ab, sondern der kern des Wandlers gerät normalerweise auch in diesem
Ball nicht in die magnetische Sättigung Er ist also beim Wiedereinschalten des Schalters
sofort wieder voll funktionsfähig.
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2) Der im Anspruch 1 erwahnte Strom IeG entspricht dem Fehlerstrom
mit hoher Genauigkeit. Dies ist eine Voraussetzung, damit die Leitwerte, wie der
Wirkleitwert G, die Kapazitat C und sogar deren Augenblickswerte genau errechnet
werden können.
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3) Bei Schutzschlatern mit polarisiertem Haltemagnetsystem der bisher
üblichen Bauart tritt in gewissen Fällen eine Verzögerung der Abschaltung ein, namlich
dann, wenn ein Fehler der eine Abschaltung erfordert, zu einem Zeitpunkt eintritt,
wo der in der Sekundärspule des Summenstromwandlers
induzierte
Strom eine solche Richtung hat, dass er das Magnetfeld des Permanentmagneten verstärkt0
Die Abschaltung erfolgt dann erst, wenn dieser Strom seine Richtung geändert hat9
sodass er das Magnetfeld des Permanentmagneten schwäche Dadurch kann eine Verzögerung
der Abschaltung von einer halben Periode oder 10 msec eintreten. Wird gemass Anspruch
1, 2 oder 3 die'Induktion im Kern des Stromsummenwandlers auf einem bestimmten Wert
festgehalten, so bleibt das Magnetfeld des Permanentmagneten unbeeinflusst. Tritt
aber ein Fehler auf, der eine Abschaltung erforaert, so wird durch eine zusätzliche
Schaltung sofort durch einen Stromimpuls von richtiger Grösse und Richtung ein Magnetfeld
erzeugt, das dem des Permanentmagneten entgegengesetzt ist und durch magnetische
Abstossung eine beschleunigte Abschaltung bewirkt0 Ein weiterer Vorteil der Schaltung
ist es, dass bei Fehlern, die keine Abschaltung erfordern, die Sekundärspule des
Stromsummenwandlers keinen Strom führt, und daher das Magnetfeld des Permanentmagneten
ganz ungestört bleibt Damit ist ein solcher Schalter auch weniger empfindlich gegen
Erschütterungen0 Ein Schalter nach Patentanspruch 4 hat den Nachteil, dass der geeignete
Wert 9 wie etwa der Effektivwert oder der arithmetische Wert oder der Scheitelwert9
jeweils nur nach einer Halbwelle zur Verfügung steht0 Im Gegensatz hierzu arbeitet
ein Schutzschalter nach Patentanspruch 7 oder 8 mit Augenbiickswerten und kann somit
beim Auftreten einer gefährlichen Änderung des Fehlerstromes sofort die nötigen
Werte berechnen
und schneller abschalten0 Gemass Patentanspruch
7 und 8 wird ausserdem die Berechnung der Kapazität vorgeschlagen, welche den Fehlerstrom
bestimmte Bei Berührung eines spannungführenden Teils durch einen Menschen tritt
eine Kapazitätsänderung auf, welche eine Abschaltung auch dann schon hervorrufen
soll, wenn noch gar kein verspürbarer Strom über den Menschenkörper fliesst, wenn
also der Mensch beispielsweise auf einem isolierenden Fussboden steht. Ein solcher
Schalter schaltet auch dann ab, wenn ein fast den Körper durchfliessender Stromausscnliesslich
über den Aussenleiter und den Mittelpunktleiter fliesst 9 weil gleichzeitig ein
kapazitiver Strom zur Erde fliesst. Normale Fehlerstromschutzschalter der bisher
bekannten Bauart reagieren in diesem Fall überhaupt nicht.
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Bezüglich Patentanspruch 8 stellt sich die Frage, durch welche Formel
die Gefährdung eines von einem Menschen durchflossenen Stromes am besten ausgedrückt
werden kann. Hier gehen die Meinungen in Fachkreisen auseinander. Bedenkt man, dass
bei konstantem Effektivwert der Netzspannung die bei elektrischen Hautverbrennungen
freigesetzte Leistung proportional ist dem Quadrat des Fehlerstromes, und wünscht
man, dass die Abschaltung von einem Wert Wg = f ( A) - (#G)² = (Gm - GS)² abhängig
sein soll, so ist die Aufgabenstellung gemss Anspruch 8 die richtige. Hierin ist
Gm der Wert des gerade laufenden Momentes, GS etwa der niedrigste in den verflossenen
2 Sekunden aufgetretene Wert G. Ist man jeaoch der Ansicht, dass die Gefährdung
eines Menschen besser aurch ein Integral nach der
Zeit, etwa
wiedergegeben wird, so ist aie Aufgabenstellung gemass Anspruch 11 die richtige.
Auch hier ersetzt man i zweckmässigerweise durch G und baut den Schalter so, aass
er
berechnet0 Die Aufgabenstellung in Patentanspruch 8 geht von der Hypothese aus,
dass ein Strom, der über einen Menschen fliesst, der von Null beginnend sehr langsam
ansteigt, etwa 1 m A pro Sekunde, nicht gefährlich ist, da der mensch genügend Zeit
nat, sich vor aer Erreichung einer gefährlicnen Stromstärke selbst zu befreien.
Es wird daher im Patentanspruch 8 die Aufgabe gestellt, den Wert A, welcher der
Fehlerstrom sein kann, mit einem Bezugswert AS zu vergleicnen, aer selbst veränaerlicn
isto Bei den heute üblichen Fehlerstromschutzschaltern hat der bezugswert einen
festen Wert, nämlich null m A. Bei der am meisten eingeführten EFI-Ausführung erfolgt
eine Abschaltung, wenn dieser Wert um circa 25 mA überschritten wird. Ist der bezugswert
aber veränderlich und ändert er sich so, dass er dem Wert Am nach einem Zeitplan
zustrebt, der eine Änderung um maximal 2 m A in 2 Sekunden zulasst, so kann der
Fehlerstrom viel höhere Werte annehmen, ohne dass eine Abschaltung des Schutzschalters
nötig wird, weil er aiese Werte in einer zur den Menschen ganz ungefährlichen weise
erreicht.
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Im Anspruch 8 ist nicnt ausgedrückt, dass der Wert AS sich
dem
Wert Am nähert. Es kann namlich vorkommen9 dass AS langsamer steigt als Am und sich
also dem Wert Am nicht zu nähern vermag, wogegen die in Anspruch 8 gemachte Aussage9
dass AS grösser wird, wenn Am grösser ist, noch stimmt, Die in Figur 5 dargestellte
Schaltung ist ein Beispiel für eine solche Ausführung. Sobald am Punkt (305) die
den Wert Am repräsentierende Spannung steigt, nimmt am Punkt (306) die Spannung
langsam aber sofort zu. Die Schaltung kann auch einen Regelkreis enthalten, welcher
etwa die Temperatur eines Widerstandes regelt, wobei der Temperatursollwert durch
den Wert Am bestimmt wird. Die Verzugszeit9 das heisst die Verspätting, mit welcher
die Regelgrösse den sollwert erreicht oder zu erreichen sucht, sind hier ganz erwünscht.
Eine solche Schaltung entspricht nicht mehr dem Anspruch 8, wenn der Regelwert über
den Sollwert hinausschwingt, wohl aber dem Anspruch 12. Der Änderungsverlauf von
AS lässt sich in weiten Grenzen ändern, sodass im Patentanspruch 7 keine genauen
Grenzen für den Verlauf der Anderung von AS angegeben werden können. Für einen Schutzschalter
nach Anspruch 9 sind etwas genauere Angaben über den Verlauf des Wertes AS gemacht,
da der hier definierte A5-wert als halbwegs ideal angesehen wird.
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Der Patentanspruch 9 gibt die Aufgabe an, welche die Schaltung zu
erfüllen hat, das heisst wann sie abzuschalten hat.
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Das bedeutet aber nicht 9 dass sie unbedingt so gebaut sein muss,
dass sie den Wert < AS wirklich berechnet, und dass dabei AS der kleinste Wert
ist, der in einem Zeitraum aufgetreten ist, welcher mit einem Zeitpunkt begonnen
hat9 der mindestens um die Zeitspanne TB vor dem Augenblicks zeitpunkt liegt. Die
Schaltung kann beispielsweise zu einem bestimmten t Zeitpunkt, der durch die Zeitangabe
# = 0 sec bestimmt sein
soll, einen gerade auftretenden Wert AO
2 speichern und ihn von jedem der in den folgenaen 2 Sekunden auftretenden Werten
A substrahieren. Das Resultat ist also die Differenz # A#-z = = Am A0-2. Zum zeitpunkt
t = 2 sec soll der Vorgang von neuem beginnen, d.h. es wird aer zum Zeitpunkt t
= 2 sec auftretende Wert A2-4 gespeichert, der, wie der Index andeutet, für die
Zeit t = 2 sec bis t = 4 sec gültig ist und von allen in diewird.
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ser Zeit auftretenden A-Werten substrahiert. Man nehme nun an, bei
der Konstruktion des Schalters habe man als Wert A den Zeitwert GF gewählt, d.h.
den Leitwert, welcher den Fehlerstrom bestimmt Die Schaltung soll nun so gebaut
sein, dass sie den Wert GF berechnet, beispielsweise durch Division des Fehlerstromes
durch den geeigneten Spannungswert
una dass sie abschaltet, wenn #A0-2 =GO2 grösser wird als + 10 5 Siemens oder kleiner
als - 10-5 @ Siemens. Man nehme weiter an, dass der Wert Gm zur Zeit t = 0 sec etwa
8.10-5 Siemens betrage, dass zur Zeit t = 1,1 sec der Wert A auf 7§01 ° 10-5 5 Siemens
falle, dass er zur Zeit t = 1,9 sec auf 8,99 10-5 Siemens steige, zur Zeit t = 2,1
sec weiter auf 9,97 ° 10-5 5 Siemens steige und bis zur Zeit t = 4 sec unverändert
bleibe. Von t = 195 sec bis t = 3,5 sec, also in 2 Sekunden, hat eine Erhöhung des
Leitwertes um 2,97 o 10-5 Siemens stattgefunden. Trotzdem erfolgt keine Abschaltung.
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Zu Beginn der ersten Sekunde wurde nämlich der Bezugswert 8 . 10 5
Siemens gespeichert. Die Erniedrigung des Leitwertes zu Beginn der zweiten Sekunde
war geringer
als der zugelassene Wert. Die Erhöhung von 1,98 .
10-5 Siemens .10-5 gegen Enae aer zweiten Sekunde, also auf 8,99 Siemens, stellt
gegenüber dem Bezugswert von 8 . 10-5 Siemens nur eine Erhöhung von 0,99 . 10-5
Siemens dar. Zum Zeitpunkt t = 2 sec wird als neuer Bezugswert A2-4 der Wert 8,99
. 10 5 Siemens gespeichert.
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Kurz danach erfolgt eine Erhöhung um o,s . 10-5 5 Siemens, die also
wieder geringer ist als der zugelassene Wert. Fs erweist sich also, dass eine Abschaltung
mit Sicherheit aann erfolgt, wenn die Erhöhung des Leitwertes innerhalb eines Zeitraumes
von 2 Sekunden grösser ist als 3 . 10-5 Siemens, einerlei wie die Leitwerterhöhung
zeitlich abgelaufen ist Bleibt aber der Leitwert in den 2 ersten Sekunden konstant,
und tritt zum Zeit-10-5 punkt t = 2,1 sec eine Erhöhung des Leitwertes von 1,01
. Siemens auf, so erfolgt eine Abschaltung0 Wird nun die Aufgabe gestellt, dass
ein Fehlerstromschutzschalter gebaut wird, der auf jeden Fall dann abschaltet, wenn
der Leitwert um mehr als 3 . 10-5 Siemens in 2 Sekunden steigt, so wira sie durch
die beschriebene Schaltung erfullt, obwohl die beiden Bezugswerte Ao 2 und A2-4
, aie subtrahiert werden, nicht die Eigenschaften haben, die für den im Patentanspruch
9 genannten Wert AS angegeben sind. Für das angegebene Beispiel ist im Patentanspruch
8 für Wghz der Wert 3 . 10-5 Siemens einzusetzen.
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Für die Funktion Wg = f (#A) wird die Funktion Wg = G, für der Wert
2 Sekunden eingesetzt. Da die beschriebene Schaltung unter Umständen auch abschaltet
kann, wenn Wgzh den Wert von nur 1,01 . 10-5 Siemens annimmt, könnte der Eindruck
entstehen, sie entspreche damit nicht mehr dem Patentanspruch 9.
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Bs sei daher darauf hingewiesen, dass es im Patentanspruch 9 nicht
heisst, dass eine Abschaltung nur dann erfolgen darf, wenn Wg>Wgzh ist. Hier
wird lediglich ausgesagt, dass sie
dann auf jeden Metall erfolgen
muss. Man kann den Schutzschalter so bauen, dass er tatsächlich mit einem Wert AS
rechnet, wie er im Anspruch 9 angegeben ist. Wird gewünscht, dass der Niedrigstwert
eines Zeitraumes verwendet wird, der vor ziemlich genau 2 Sekunaen begonnen hat,
so ist eine grosse Zahl Speicher nötig. Gemass Anspruch 9 ist es auch zulassig,
dass der Zeitabstand zwisenen dem gerade laufenden Augenblick una tl grösser ist
als TB. e Man kommt dann mit weniger Speichern aus.
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Figur 3 zeigt eine Schaltung, welche nur 2 Speicher, nämlich aie Kondensatoren
(170) und (211), benötigt Das Prinzip der Arbeitsweise zeigt Figur 2o An den Punkten
(145) und (186) wirkt die den Wert A reprasentierende Spannung. Der Multivibrator
(173) erzeugt an dem Ausgang (174) vom Zeitpunkt t = 0 sec bis t = 2 sec eine positive
Spannung, die als Logisch-EINS gelten soll, ebenso von t = 4 sec bis t = 6 sec,
von t = 8 sec bis t = 10 sec, usw, Eine Spannung Null, die als Logisch-NULL gilt,
entsteht von t =2sec bis t = 4 sec, von t = 6 sec bis t = 8 sec, usw. Die am Ausgang
(175) auf tretenden Werte sina denjenigen am Ausgang (174) logisch komplementar.
Am Eingang (145) soll, ebenso wie am Eingang (186), die den Wert A repräsentierende
Spannung wirksam sein.
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Für den Wert A ist in dem angenommenen Beispiel der Leitwert G gewählt
worden. Die Schaltungen (214) und (220) sind Track-Store-Rinheiten, nachstehend
abgekürzt TS-Einheiten genannt, welche hier alleraings nicht als Speichereinheit
sondern nur als Umschalter benutzt werden. Liegt am Steuereingang (217) der TS-Einheit
(214) eine EINS, eo leitet sie den Spannungswert des Eingangs (215) auf den Ausgang
(219).
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Liegt am Steuereingang (218) eine EINS, so leitet die TS-
Einheit
den Spannungswert pes Punktes -(216J an -den Ausgang (219.)o In gleicher weise leitet
die einheit (220) die Spannung von (221) nach (225), wenn an- (223) eine EINS liegt
und-von (222) nach (225), wenn an t224) eine Logisch-EINS liegt. Am Ausgang (21Y)
tritt eine Spannung auf, welche, abgesehen von dem durch die 1>ioaen una Transistoren-bedingten-Spannungsabfall,
gleich ist dem niedrigsten Spannungswert, welcher seit dem Zeitpunkt, zu dem der
Multivibrator zum letzten Mal umgeschaltet hat, bis zu dem Zeitpunkt des gerade
laufenden Augenblicks aufgetreten ist. So ist beispielsweise zu einem Zeitpunkt
t = 3,8 sec die am Punkt (219) auftretende Spannung der annähernd niedrigste Wert,
der in aer Zeit von t = 2 sec bis t = 3,8 sec aufgetreten ist. Die zur Zeit t =
3,8 sec am Punkt (225) wirksame Spannung ist die höchste aufgetretene Spannung des
gleichen Zeitraumes. Die Schaltung soll so aufgebaut sein, dass die den Wert G repräsentierende
Spannung dem Wert G proportional und stets positiv ist. Die Spannung, welche die
bogisch-EINS repräsentiert, sollte so hoch gewählt werden, dass sie mit Sicherheit
immer höher liegt als die Emitterspannung.
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Die Schaltung in Figur 3 enthält 2 Addierschaltungen, welche den durch
Spannungsabfall an Dioden und Transistoren hervorgerufenen Fehler kompensieren.
In die Addierschaltung (141) wird der Wert A über einen Addiereingang (143), die
Spannung vor der Serienschaltung von Transistor und Diode über einen anderen Addiereingang
(144) die Spannung hinter dieser Serienschaltung über einen Subtrahiereingang (142)
eingeführt0 Vorteilhafter wäre es wahrscheinlich den Spannungsabfall separat
in
einer Subtrahierschaltung zu berechnen und aiesen über eine Ideal-Diode-Schaltung
und einen Addiereingang einzuführen. Im Vergleich zu der Figur 2 besitzt die Schaltung
noch 4 weitere Addierschaltung (158), (162), (199) und (203). Die Spannung an aer
Basis des betreffenden Transistors wird dadurch gleich der Smitterspannung plus
die Spannung des angeschlossenen Ausgangs der Multivibratorschaltung, sodass nunmehr
bei Auftreten einer bogisch-EiNS der Transistor sicher leitend wirdo Eine Schaltung
gemäss der Aufgabenstellung im Anspruch 10 begrenzt die Änderung des Fehlerstromes
auch nach unten In diesem Eall ist es vorteilhaft, von dem Augenblickswert Am den
höchsten in einer gegebenen Zeit aufgetretenen Wert A su subtrahieren0 Man nehme
nun an, an einem Gerät trete ein Fehlerstrom von 10,476 mA auf, derselbe fliesse
über den Schutzleiter ab, und der resultierende Gesamtfehlerstrom sei auch der höchste,
der in den letzten 2 Sekunden aufgetreten ist9 also gleich AS e Der diesem Fehlerstrom
zugrundeliegende Widerstand betragt 220 = 21 k# p . Es wird weiter an-10,476 genommen,
dass der Schutzleiter bricht und der Fehlerstrom über einen Menschen umgeleitet
wird und zur Erde fliesst, wobei der Widerstand über aen Menschenkörper bis zur
Erde 1 kG betragen soll. Dann ist der Gesamtwiderstand 21 + 1 = 22 kg und die Stärke
des Fehlerstromes 10 mA. Die Änderung des Fehlerstromes ist eine Abnahme, also negativ
und betragt 10 - 10,476 = - 0,476 mA. Hierbei hat sich der für den Fehlerstrom massgebende
Leitwert G von 1 auf 1 also von 21000 22000
4,7619 . 10-5 Siemens
auf 4,5454 . 10-5 Siemens geändert.
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#G G beträgt also - 0,2165 e 10-5 5 Siemens. Man nehme an, dass für
den Aufbau des Schutzschalters als Grösse A der Leitwert G gewählt wurde, soaass
#A A = fNG, dass für die Funktion W = f ( A) einfach W = AA und somit W = = G gewählt
wurde, und dass der Wert Wgzn auf - 0,2 . 10-5 Siemens festgesetzt wurde. Da in
dem angenommenen Beispiel Wg = # #G = - 0,2165 10-5 5 Siemens ist und bei Berücksichtigung
des Vorzeichens niedriger liegt als W , wird eine Abschaltung erfolgen0 gzn 0 0
Der Wert Wgzn = 0,2 . 10-5 Siemens entspricht bei 22# Volt einer Verminderung des
Fehlerstromes von nur o,44 mA. Nimmt man jedoch an, dass es kaum vorkommt, dass
der Widerstand des menschlichen Körpers einschliesslich des Übergangswiderstandes
zur Erde nur 1 kQ beträgt, dass er wohl nie unter 2 kp liegt, und verlangt man,
dass bei einem Stromdurchgang durch den Menschenkörper von 10 mA eine Abschaltung
erfolgt, so wird Wgzn = 0,4545 e 10-5 5 Siemens, was bedeutet, dass die Schaltung
bei 220 Volt Netzspannung auf eine Verminderung des Fehlerstromes um 1 mA mit einer
Abschaltung des Schutz-Schalters reagiert.
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Durch eine Schaltung, gemass Patentanspruch 14, wird verhindert, dass
der Ableitstrom eines elektrischen Gerätes, welches gerade ein- oder abgeschaltet
wird, einen Einfluss auf den Wert AA ausübt und eine unerwünschte Abschaltung des
Schutzschalters hervorruft. Solange kein Geräteschaltvorgang lauft, wird der Wert
#A errechnet, indem vom Momentanwert Am ein Vergleichswert gemäss Patentanspruch
7 oder 8 subtrahiert wird. Nehmen wir einmal an, es werde ein Gerät eingeschaltet
una
dadurch steige aer Ableitstrom und somit auch der Momentanwert Am ç Bedeutet AV
denjenigen Wert, der vor dem Einschaltvorgang bestanden hat und AN den Wert, der
nach dem Rinschaltvorgang auftritt, so ist aie in der Schaltzeit aufgetretene Steigerung
der Grösse A durch den Ausaruck AN - AV wiedergegeben. Sie soll sich nicht als Steigerung
des Wertes #A auswirken, aa sonst auch Wg grösser wird und eine Abschaltung bewirken
kanne Da alle nach dem Einschaltvorgang auftretenden Werte Am um den Betrag AN -
AV erhöht sind, muse man auch den Wert AS um den gleichen Betrag vergrössern.
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oder ASchK Dieser vergrösserte Wert wira in Anspruch 14 mit ASchSbezeichnet.
Bs ist klar, dass ein Wert As, der nur aus Werten A gebildet wird, die nach einem
vollendeten Schaltvorgang aufgetreten sind, nicht mehr um den Wert AN - AV erhöht
werden darf, da er schon durch den hinzugekommenen Ableitstrom bestimmt ist. Im
Anspruch 14 sind drei Beaingungen aufgezahlt, von denen das Ersetzen von AS durch
ASch abhängig gemacht werden kann. Alle drei sind je nach Ausführung der Schaltung
ein mehr oaer weniger sicheres Erkennungszeichen, dass ein Geräteschaltvorgang läuft.
Man kann sie auf mehrere Weisen miteinander kombinieren etwa durch ein Logisch-UND-Verknüpw
fung, das heisst dass AS nur dann durch ASch ersetzt #ird, wenn sowohl b wie c und
d einen Geräteschaltvorgang anzeigen. Eine Schaltung, welche feststellen kann, ob
die Bedingung c gegeben ist, könnte beispielsweise folgendermassen aufgebaut sein.
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Um die Zu- oder Abnahme des im Anspruch 14 genannten Leitwertes GB
festzustellen, wird der im gerade laufenden Augenblick auftretende Leitwert Gm mit
einem im Patentanspruch 14 definierten Bezugswert Gc verglichen. Als einen solchen
Bezugswert
GC kann man einfach einen zu einem gewissen Zeitpunkt
gewesenen wert GB benützen Die Schaltung (287) in Figur 4 liefert einen solchen
Bezugswert0 Die Multivibratorschaltung (240) soll am Q-Ausgang (241) von einem Logisch-NULL-Wert
auf Logisch-EINS schalten, diesen Wert etwa 20 msec lang beibehalten, dann auf Logisch-NULL
schalten, diesen Wert 20 msec beibehalten, danach wieder auf Logisch-EINS scnalten,
den Wert wieaer 20 msec beibehalten, una so weiter, Tritt am Ausgang (241) ein Übergang
von Logisch-NULL auf Logisch-EINS auf, so gelangt ein EINS-Impuls zuerst auf aen
Steuereingang (261) der TS-Einheit (259).
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Diese leitet die Spannung am Eingang (260) während der kurzen Dauer
des NULL-EINS-berganges zum Ausgang (262), Anschliessend wird dieser Wert bis zum
nächsten NULL-EINS-Übergang gespeichert.
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Sehr kurze Zeit danach wird auch die TS-Einheit (25) leitend Die Spannung
an ihrem Eingang (256) gelangt zum Ausgang (258) und zum Eingang (260). Die TS-Einheit
(259) kann ihn erst beim Übergang nächsten NULL-EINS-/ übernehmen, welcher nahezu
40 msec spater erst eintritt. Diese Spannung hat bei ihrer Ankunft im Punkt (262)
den gleichen Wert wie jene, welche vor 40 msec am Eingang (256) aufgetreten war.
Sie ändert sich nun nicht, bis der nachste NULL-EINS-Übergang einen neuen Wert einschleust,
der dann wieder gleich ist einem vor 40 msec am Punkt (256) gewesenen Wert0 Der
Punkt ( (256) ist mit dem Punkt (239) verbunden, an welchem eine den Wert GB darstellende
Spannung auftritt.
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Dieser Wert wira von aer Rechenschaltung (236) berechnet etwa durch
Division des Scheitelwertes des Betriebs stromes durch den Scheitelwert der Netzspannung.
Die Schaltung (236) besitzt daher ausser den Eingängen (7.14) und (115), welche
auch in Figur 1 eingezeichnet sind, noch 2 weitere Eingänge (232) und
(233)9
welche nur in Figur 4 dargestellt sind. Der Eingang (232) ist an den Aussenleiter,
der eingang (233) an den Nullleiter anzuschliessen. Die an den Eingängen (114) und
(115) auftretenue Spannung ist dem in dem zu überwachenden Aussenleiterzweig (98)
von Figur 1 fliessenden Betriebsstrom proportionalO Die Spannung am Punkt (262)
wird als Wert GC benützt. Sie ist mit dem Stibtrahiereingang (264) der Subtrahierschaltung
(263) verbunden, wo sie von einer Spannung subtrahiert wird, welche den rezentesten
Wert GB darstellt.
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Ist aie Differenz G3 G GC grösser als GB-ein so tritt am Ausgang (278)
der Komparatorschaltung (275) eine Logisch-EINS auf, ist sie bei Berücksichtigung
des negativen Vorzeichens von GB-aus kleiner als GBaus so tritt am Ausgang (282)
der Komparatorschaltung (279) ein EINS-Signal auf. Somit tritt am Punkt (117) in
beiden Fällen eine EINS auf. Der Wert am Punkt (118) ist gegenüber dem Wert am Punkt
(117) durch einen Inverter (286) invertiert. Die beiden Punkte (117) und (118) in
Figur 1 sind identisch mit den Punkten (117) und (118) in Figur 4. Es wäre vorteilhaft,
wenn die Rechenschaltung (236) nicht nur bei jedem auftretenden Scheitelwert den
Leitwert berechnen würde, sondern in jedem Augenblick. Es wird daher vorgeschlagen
diese Augenblickswerte aufgrund einer Gleichung zu berechnen, welche in ahnlicher
Weise entwickelt ist, wie jene für die Fehlerstromleitwerte auf Seite 8. Da für
den Betriebsstrom wohl fast nur induktive neben ohmscher Belastung in Frage kommt,
wäre die folgende Gleichung geeignet
Die Schaltung der Figur 4 könnte zusatzlich noch eine Schaltung enthalten, welche
die Bedingung b berechnet, die bedingung d feststellt una die 3 beuingungen Logisch-UND
verknüpft.
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Die Erkennungsschaltung (131) in Figur 1 gibt an ihrem Ausgang das
Signal ab, welches bewirkt, dass die Schaltung (57) oder ASchK an ihrem Ausgang
den Wert AS durch ASchS # ersetzt, wenn die Beaingungen b, c oder d oder die richtige
Kombination derselben gegeben ist. Zur ieststellung dieser Bedingungen benötigt
die Schaltung (131) an ihren Eingängen (105) und (106) geeignete Daten des Betriebsstromes,
Daher sind diese Eingänge mit den Anschlussdrähten (100) und (102) eines Widerstandes
(101) verbunden. Die beiden Kondensatoren (107) und (108) schützen die Schaltung
vor der hohen Aussenleiterspannung.
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oder ASchK Das Ersetzen des Wertes @ durch @ / ist nicht erforderlich
Das bei Geräten, die einen so geringen Ableitstrom führen, dass eine Fehlabschaltung
beim Geräte einschalten nicht möglich 131
ist. In Figur 1 ist aie Schaltung
nur an einem (98) von drei Aussenleiterzweigen angeschlossen, an welchem etwa ein
Ölbrenner einer Warmwasserzentralheizung und die Pumpe für den Wasserumlauf angeschlossen
sein mag. Die Erkennung von Schaltvorgängen ist hier wesentlich sicherer, da der
auf Änderungen zu überwachende Strom dieses Aussenleiterzweiges nicht durch Ströme
anderer elektrischer Geräte überlagert ist. hervorzuheben ist noch, aass während
der Dauer
eines Schaltvorgangs aie hohe Schutzwirkung der Zusatzschaltung
(126) aufgehoben ist, falls ein Teil des über den Aussenleiterzweig (98) fliessenden
Stromes über einen Menschen fliesst. Es erscheint daher ratsam, die Schaltung so
zu ergänzen9 dass eine Abschaltung auch dann erfolgt, wenn AN ~ AV einen gewissen
Wert überschreitet. Der Widerstand (101) sollte so klein wie möglich sein, das heisst
nur so gross, dass die am Widerstand (112) entstehende Spannung einwandfrei verstärkt
und ein Schaltvorgang mit Sicherheit erkannt werden kann.
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Es gibt heute Fehlerstromschutzschalter, welche in eine Steckdose
eingebaut sind und nur ein einziges Gerät überwachen.
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Auch mit diesen Schutzschaltern treten Fehlabschaltungen auf, wenn
das angeschlossene Gerät einen zu hohen Ableitstrom abfliesen lässt. Verzichtet
man hier auf die Forderung, dass der Fehlerstromschutzschalter auch bei einer Verringerung
des Fehlerstromes bezugsweise des Fehlerstromleitwertes abschalten soll, so tritt
auch keine Fehlabschaltung auf, wenn ein Gerät ausgeschaltet wird, das einen hohen,
aber noch zumassigen Ableitstrom fliessen lässt. Die Massnahme zur Verhütung von
Fehlabschaltungen gemäss Patentanspruch 14 braucht daher nur noch für den Einschaltvorgang
wirksam zu sein. Das würde bedeuten, dass AS oder AK nur dann durch ASchS , respektiv
ASchK ersetzt wird, wenn IB - IC > #IB-ein t nicht aber wenn IB - ( < #IB-aus
9 oder wenn GB - GC > #GB-ein nicht aber wenn GB - GC < ist aus . Die Berechnung
des Wertes ASchS= AS + AN ~ AV vereinfacht sich zu ASchS= AS ~ AN .
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da der Wert AV zu Null wird, Die Schaltungen (32) und
sowie der Subtrahiereingang (58) in Figur 1 werden damit überflüssig.
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Es ist bekannt, dass der Hautwiderstand sich schnell ändert, wenn
ein Strom über den Menschen fliesst. Auch aie unwillkürlichen Bewegungen Qes vom
Stromdurchgang Betroffenen rufen Änderungen des Widerstandes des Menschenkörpers
und des Widerstandes an den Übergangsstellen zur Erde und zu dem fehlerhaften elektrischen
Gerät hervor.
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Tritt nun der Fall ein, dass ein Gerät eingeschaltet wird und fliesst
ein Teil des eingeschalteten Stromes über einen Menschen, so reagiert der Schutzschalter
während des Schaltvorgangs überhaupt nicht, solange AN - AV einen eventuell festgesetzten
Höchstwert nicht überschreitet. Nach Beendigung des Schaltvorgangs können aber die
genannten Widerstandsänderungen sehr wohl zu einer Abschaltung führen.
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s Der von der Schaltung bei der Errechnung de/ Wertes ASchS oder
ASchK benutzte Wert AV sollte mit Sicherheit ein Wert sein, welcher vor dem Beginn
des Schaltvorgangs aufgetreten war. Wird zur Erkennung des Schaltvorgangs die in
Anspruch 14 erklärte Bedingung c benützt, so wird der Schaltbeginn mit einer gewissen
Verspätung festgestellt.
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Ist diese Verspätung etwa bis zu 20 msec, so muss als Wert AV ein
Wert benutzt werden, welcher mindestens 20 msec vorher gespeichert wurde. Einen
solchen Wert liefert die Schaltung (32). Ihr Aufbau ist mit dem Aufbau der Schaltung
identisch, welche in der Schaltung(287) in Figur 4 zwischen den Punkten (256) und
(262) angeordnet ist. Auch die Funktionsweise
ist aie gleiche.
Diese Schaltung besteht aus sämtlichen Bauteilen mit den fortlaufenden Zahlen von
240 bis 262 als bezugszeichen. Ihr Punkt (256) stimmt mit dem funkt (51) von Figur
X, ihr Punkt (262) mit dem Punkt (33) dieser Figur überein.
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In dem Patentanspruch 8 ist angegeben, dass AS ein Wert sein soll,
aer grösser wird, wenn Am grösser ist als AS Der Zeitraum, wahrend dessen die Schaltung
untersuchen soll, ob Am grösser ist als AS s ist in dem Anspruch 8 nicht festgelegt.
Es erscheint aber vorteilhaft, wenn diese Zeit in der ungefähren Grössenordnung
der Xeaktionszeit für die Selbstbefreiung eines Menschen liegt, und wenn der Wert
AS sich dem Wert Am innerhalb einer solchen Zeit angleicht9 sofern Am in dieser
Zeit ständig grösser als AS und nahezu konstant war.
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Zusammengefasst ist die Funktionsweise des vorgeschlagenen Fehle rstromschutzschalters
folgende: 1) Die Schaltung (127) in Figur 1 hält gemäss Patentanspruch 1, 2 oder
3 die Induktion im Kern 8 des Summenstromwandlers konstant und liefert an den Punkten
(23) und (25) eine dem Fehlerstrom proportionale Spannung0 2) Die Schaltung (28)
bildet daraus eine elektrische Grösse, etwa eine Gleichspannung9 welche den Augenblickswert
Am oder den Wert A zum Zeitpunkt des letzten Durchgangs durch den Scheitelpunkt
des Fehlerstromes darstellt.
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3) Am Ausgang der Schaltung (57) wird ein Bezugswert AS gemäss Anspruch
7 gebildet.
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4) Eventuell ist die Schaltung so gebaut, dass sie den Einfluss von
Fehlerstromänderungen eliminiert, welche während eines Schaltvorgangs auftreten,
wie im Patentanspruch 14 angegeben.
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5) Die Schaltung-berechnet laufend oder nur zum Zeitpunkt des Durchgangs
des Fehlerstroms durch den Scheitelpunkt die Differenz zwischen dem Augenblickswert
Am und dem Bezugswert AS .
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6) Eventuell ist eine Schaltung (74) vorhanden, welche den Wert A
A durch eine Rechenoperation richtig bewertet, wenn sie daraus den Wert Wg als Mass
für die Gefährdung eines Menschen ableitet.
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7) Die Schaltung (129) vergleicht den an ihrem Eingang auftretenden
Wert Wg mit einem oberen und eventuell einem unteren Grenzwert, die beide von einer
Schaltung (128) geliefert werden. Eine Abschaltung erfolgt nicht, wenn Wg zwischen
diesen Grenzwerten liegt.
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Die Erfindung basiert hauptsächlich auf der Kombination mehrerer Aufgabenstellungen
1) Die vom Fehlerstrom bewirkte Durchflutung eines Wandlerkerns wird kompensiert
und der Wert des gesamten Fehlerstromes, auch des Gleichstromanteils, wird über
den Umweg des Kompensationsstromes erfasst.
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2) Als zu überwachende Grösse werden die Fehlerstromstärke, der Fehlerstromleitwert
oder die Fehlerstromkapazität verwendet.
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3) Massgebend dafür, ob der Schutzschalter abschaltet, ist
die
Differenz der überwachten Grösse, welche in einer Zeitspanne auftritt, die ein normal
reagierender Mensch für seine Befreiung von der Einwirkung eines seinen Körper durchfliessenden
Stromes benötigt.
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Beschreibung eines Ausführungsbeispiels Figur 1 zeigt aas Schema
für den Aufbau eines neuartigen FehlerstromschutzschalterSF der durch Hinzufügen
einer Zusatzschaltung (126) zu einem beliebig gebauten Fehlerstromschutzschalter
(125) erhalten werden kann. Von dem Fehlerstromschutzschalter (125) sind nur der
Kern (3) des Summenstromwandlers und die Sekundärspule (4), welche auf das Abschaltsystem
wirkt, in die zeichnung aufgenommen, Teile also, welche bei allen Fehlerstromschutzschaltern
gleichermassen vorhanden sind, Sollte einmal die zusätzliche Schaltung (126) nicht
funktionnieren, so funktioniert der Schalter (125) immer noch auf jene Art, für
die er in seiner alten Ausführung gebaut war. Der Fehlerstromschutzschalter (125)
steht nur über die 2 Anschlusspunkte (5) una (6) mit der Zusatzschaltung (126) in
elektrischer Verbindung. Der Anschlusspunkt (10) der Schaltung (9) ist mit dem Anschlusspunkt
(12) der Spule (13) und mit dem Anschlusspunkt (16) der Schaltung (17) verbundene
Der Anschlusspunkt 1) der Schaltung (9) ist mit dem Anschlusspunkt (15) der Schaltung
(17) und mit dem Anschlusspunkt (14) der Spule (13) verbunden. Die Ausgänge (18)
und (19) der Schaltung (17) sina an die Serienschaltung eines ohmschen Wiaerstanues
(24) una einer Spule (20) angeschlossen, welch letztere sich ebenfalls auf dem Wandlerkern
(8) befindet. Der eine Anschlusspunkt (23) des Widerstandes (24) ist ausserdem mit
dem einen
Eingang (26), der andere Anschlusspunkt (25) desselben
mit dem anderen Eingang (27) einer Schaltung (28) verbunden. Der Ausgang (29) der
Schaltung (28) ist mit dem Anschlusspunkt (31) der Schaltung (32), mit dem Anschlusspunkt
(34) der Schaltung (35), mit dem Anschlusspunkt (60) der Schaltung (61) und mit
dem Anschlusspunkt (66) der Schaltung (68) verbunden. Der Anschlusspunkt (30) der
Schaltung (28) ist mit Masse verbunden.
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Der Anschlusspunkt (33) der Schaltung (32) ist mit dem Anschlusspunkt
(41) der Schaltung (42) und mit dem Anschlusspunkt (67) der Schaltung (68) verbunden.
Der Anschlusspunkt (36) der Schaltung (35) ist mit dem Anschlusspunkt (54) der Schaltung
(57) und dem Anschlusspunkt (124) des UND-Tores >123) verbunden. Der Anschlusspunkt
(37) der Schaltung (35) ist mit dem Anschlusspunkt (52) der Schaltung (57) und dem
Anschlusspunkt (59) der Schaltung (61) verbunden. Der Anschlusspunkt (43) der Schaltung
(42) ist mit dem Anschlusspunkt (40) des Kondensators (39) und dem Anschlusspunkt
(45) des Widerstandes (46) verbunden. Der Anschlusspunkt (47) des Widerstandes (46)
ist mit Masse verbunden. Der Anschlusspunkt (38) des Kondensators (39) ist mit dem
Anschlusspunkt (ll'l) der Schaltung (116) und mit dem Anschlusspunkt (70) der Schaltung
(68) verbundene der Anschlusspunkt (44) der Schaltung (42) ist mit dem Anschlusspunkt
(58) der Schaltung (61) verbunden. Der Anschlusspunkt (53) der Schaltung (57) ist
mit dem Anschlusspunkt (62) der Schaltung (61) verbunden.
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Der Anschlusspunkt (55) der Schaltung (57) ist mit dem Anschlusspunkt
(50) des Kondensators (49) und über den Widerstand (51) mit Masse verbunden. Der
Anschlusspunkt (48) des Kondensators (49) ist mit dem Anschlusspunkt (118) der Schaltung
(116),
dem Anschlusspunkt (122) aes UND-Tores (123) und dem Anschlusspunkt (69) der Schaltung
(68) verbunden. Der Anschlusspunkt (56) der Schaltung (57) ist mit dem Anschlusspunkt
(63) der Schaltung (65) verbunden. Der Anschlusspunkt (64) der Schaltung (65) ist
mit dem Anschlusspunkt (71) der Schaltung (6d) verbunden. Der Anschlusspunkt (72)
der Schaltung (65) ist mit dem Anschlusspunkt (73) der Schaltung (74) verbunden.
Der Anschlusspunkt (75) der Schaltung (74) ist mit dem Anschlusspunkt (85) des Komparators
(88) und dem Anschlusspunkt (86) des Komparators (89) verbunden. Der Anschlusspunkt
(84) des Komparators (88) ist mit dem Abgriffpunkt (78) des Spannungsteilers (128)
verbunden. Der Anschlusspunkt (87) des Komparators (89) ist mit dem Anschlusspunkt
(81) des Spannungsteilers (128) verbunden. Am Anschlusspunkt (76) des Spannungsteilers
(128) liegt eine vorgegebene Spannung von beispielsweise etwa + 15 V. Am Anschlusspunkt
(83) des Spannungsteilers (128) liegt eine vorgegebene Spannung von beispielsweise
etwa - 15 Vo Der Ausgang (90) des Komparators (88) ist mit der Anode der Gleichrichterdiode
(91) verbunden. Der Ausgang (92) des Komparators (89) ist mit der Anode der Gleichrichterdiode
(93) verbunden.
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Die Kathode der Gleichrichterdiode (91) ist mit der Kathode der Gleichrichterdiode
(93) und mit dem Eingang einer Verstärkerschaltung (130) verbunden. Der Ausgang
der Schaltung 130 ist mit dem Anschlusspunkt (5) der Spule (4) verbunden, welche
sich auf dem Kern (3) des Summenstromwandlers des Fehlerstromschutzschalters (125)
befindet. Der andere Anschlusspunkt (6) der Spule (4) liegt an Masse. Der vom Hausanschlusskasten
kommende Aussenleiter (1) ist zuerst durch
den Summenstromwandlerkern
(3) des konventionellen Fehlerstromschutzschalters (125), dann durch den Wandlerkern
(8) der Zusatzschaltung (126) geführt. Er teilt sich alsdann in 3 Zweige auf, einen
Zweig (94), der durch eine Schmelzsicherung (95) gesichert ist, einen Zweig (96),
der durch eine Schmelzsicherung (97) gesichert ist und einen Zweig (98), der durch
eine Schmelzsicherung (99) gesichert ist. In den Leiterabschnitt, welcher von der
Schmelzsicherung (99) aus in Richtung der Anschlüsse für die Elektrogeräte läuft,
ist ein Widerstand (lol) eingefügt. Der eine Anschlusspunkt (loo) des Widerstandes
(lol) ist mit dem Anschlusspunkt (105) eines kondensators (107) verbunden. Der andere
Anschlusspunkt (102) des Widerstandes (101) ist mit einem Anschlusspunkt (106) eines
Kondensators (108) verbunden. Der zweite Anschlusspunkt (109) des Kondensators (107)
ist mit einem Anschlusspunkt (114) der Schaltung(116) und mit einem Anschlusspunkt
(111) des Widerstandes (112) verbunden. Der Anschlusspunkt (110) des Kondensators
(108) ist mit dem zweiten Anschlusspunkt (113) des Widerstandes (112) und mit einem
Anschlusspunkt (115) der Schaltung(116) verbunden. Der Ausgang (120) der Schaltung
(119) ist mit dem Eingang (121) eines logischen UND-Tores (124) verbunden. Der Anschlusspunkt
(132) der Schaltung (28) ist mit dem Aussenleiter (1) verbunden. Der Anschlusspunkt
(135) der Schaltung (28) ist mit dem Nulleiter (2) verbunden. Der Anschlusspunkt
(134) der Schaltung (28) ist mit dem Schutzleiter verbunden. Diese Verbindung und
der Schutzleiter selbst sind in der Figur 1 nicht eingezeichnet.
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Die Schaltung (9) ist eine Konstantstromquelle von erhöhter
Frequenz.
Der von dieser Schaltung gelieferte Strom fliesst über uie Spule (13) und ruft an
deren Anschlusspunkten (12) und
eine Spannungsaifferenz hervor, welche den Istwert
der Induktivität repräsentiert. Diese Spule bildet zusammen mit der Spule (20),
den beiden Schaltungen (9) und (17), sowie den Verbindungsleitern eine Regeleinrichtung
(127), welche in der Spule (20) einen Strom hervorruft, der jeder von einem iehlerstrom
hervorgerufenen Durchflutung entgegenwirKt und aie
im Kern (8) auf einen bestimmten
Sollwert einregelt, soaass der Wandlerkern konstant vormagnetisiert ist. Bei gegebener
Augenblicksrichtung eines auftretenden Fehlerstromes stellt sich eine Änderung aer
Induktivität der Spule
ein, welche von der Regeleinrich-
tung sofort ausgeregelt wird. Eine gewisse Trägheit soll die Regeleinrichtung trotzaem
noch aufweisen, damit sie die schnellen Induktionsänderungen, welche der Hochfrequenzstrom
in der Spule (13) hervorruft, nicht ausregeln kann.
-
Diese Schwierigkeit lässt sich aber auch auf andere Art umgehen, wenn
man ähnlich wie in der Magnetverstärkertechnik einen zweiten gleichartigen Wandler
verwendet, auf welchem aie aen Bochfrequenzstrom führende Spule entgegengesetzt
gewickelt ist. Der Hochfrequenzstrom bewirkt dann in dem einen Wandlerkern eine
Erhöhung, in dem andern eine Erniedrigung der Induktivität. Sind die beiden hochfrequenzführenden
Spulen ion Serie geschaltet, so ändert sich bei relativ kleiner Amplitude des Hochfrequenzstromes
die Summe der Induktivitäten nicht und die Regeleinrichtung reagiert auf den Hochfrequenzstrom
überhaupt nicht. Bei der in Figur 1 dargestellten Ausführung bewirkt die Schaltung
(127) an den Anschlusspunkten (23) und (25) eine Spannung upF , welche dem Fehlerstrom
proportional ist. Wählt man als Grösse A gemäss An-
spruch 8 einfach den Fehlerstrom, so soll die Schaltung (28) eine
Schaltung sein, welche an ihren Ausgängen eine Gleichspannung Ugp liefert, welche
dem Scheitelwert der Spannung UpF mehr oder weniger genau proportional ist. Im Prinzip
könnte die Schaltung (28) eine einfache Demodulatorschaltung sein. Damit die Welligkeit
der Spannung UgF nicht zu gross wird, müsste die Zeitkonstante KC wesentlich grösser
sein als die Periodendauer der Wechselspannung upF . Im Falle eines Fehlers, der
eine Abschaltung erfordert, hätte dies leicht eine unannehmbare Verzögerung der
Abschaltung zur Folge. Es ist daher besser, wenn die Schaltung (28) eine TS-Speichereinheit
enthält, welche bei jedem Durchgang der Spannung upF durch ihren Scheitelwert diesen
beheitelwert speichert. Um diese Speichereinheit zu steuern, kann eine astabile
Kippschaltung, also eine XIultivibratorschaltung verwendet werden, welche von aer
Brequenz der Spannung upF getaktet wird. Aber auch dann hat die Schaltung immer
noch aen Nachteil, dass bei Änderungen der Netzspannung eine unerwünschte Abschaltung
eintreten kann. Dieser Nachteil verschwindet, wenn die Schaltung (28) eine Rechenschaltung
ist, welche gemäss Anspruch 4 etwa den jeweiligen Scheitelwert des Fehlerstromes
durch den Scheitelwert der Spannung uAs + uNS oder uAE + uNE dividiert, oder eine
Schaltung, die gemäss Anspruch 7 den ohmschen Leitwert oder den Scheinleitwert oder
die Kapazität des Fehlerstromkreises aus Augenblickswerten des Fehlerstromes iF
w der Spannung uAs + uNS oder uAS + uNS und aus deren Ableitungen nach der Zeit
errechnet. Der am Ausgang (29) erscheinende Wert ist der in den Patentansprüchen
genannte Wert A.
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Falls die gestrichelt umrahmte Schaltung (131) keine Schaltvorgänge
in aem Aussenleiterzweig (98?, den sie überwacht, feststellt, so ist an ihrem Ausgang
(117) aie Spannung annähernd Null und reprasentiert eine Logisch-NULL9 während sie
am komplementären Ausgang (118) etwa 5 Volt betragt und eine Logisch-EINS repräsentiert0
Die Schaltung (119) ist eine Multivibratorschaltung, welche in Abständen von 2 Sekunden
ein kurzes Logisch-EINS-Signal in Form eines positiven Impulses über den Ausgang
(120) zum Eingang (121) des UND-Tores (123) sendet0 Wenn nun an beiaen Eingängen
(121) una (122) eine Logisch-EINS liegt, so wird am Ausgang (124) ein kurzes Logisch-EINS-Signal
wirksam, gelangt zum Steuereingang (36) der TS-Einheit (35),und der vom Punkt t29)
auf den Eingang (34) gelangende Spannungswert A wird an den Ausgang (37) und den
Eingang (52) weitergeleitet. In der TS-Einheit (57) ist der Punkt (54) der Steuereingang
für den Analog-Eingang (52), während der Punkt (55) der Steuereingang für den Analog-Eingang
(53) ist.
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Da die Logisch-EINS von Punkt (124) auch nach Punkt (54) gelangt,
wird der Spannungswert des Punktes (52) zum Ausgang (56) weitergeleitet und gelangt
weiter an den Subtrahiereingang (b)) der Schaltung (65). Hier wird sein Wert von
dem Spannungswert am Eingang (64)e der die Grösse Am repräsentiert, subtrahiert.
Diese Spannung gelangt nämlich vom Punkt (29) zum Punkt (66) der TS-Einheit (68).
Der Steuereingang für den analogen Eingang (66) ist der Punkt (69)o An diesem liegt
die Spannung der Logisch-EINS vom Punkt (118). Infolgedessen wird der die Grösse
Am reprasentierende Spannungswert von Punkt (29) über (66) und (71) zum
(64) der Schal-
tung (65) geleitete Ist der von Punkt (124) ausgesandte Impuls
zu Ende, so leiten die TS Einheiten (35) und (57) die von (29)
kommenden neuen Spannungswerte nicht mehr weiter, sondern speichern den Wert A,
welcher vorher9 während des Impulses, zuletzt bestanden hat. Dieser gespeicherte
A-Wert wird jetzt mit AS bezeichnet. In der Subtrahierschaltung (65) wira von den
neuen momentanen Spannungswerten9 die Am repräsentieren und am Punkt (64) auftreten,
dieser neu gespeicherte Spannungswert AS subtrahiert, der am Punkt (63) auftritt.
Das Resultat9 die Differenz A = Am - AS erscheint am Ausgang (72). Je grösser sie
ist, umso mehr wird der in der nachfolgenaen Schaltung (74) berechnete Wert Wg von
Null abweichen. Die Komparatorschaltung t (129) vergleicht, ob diese Abweichung
den oberen oder uneren Grenzwert überschreitet. Der Grenzwert Wgzh wird durch die
Spannung am Abgriff (78) des Spannungsteilers (128)9 der Grenzwert Wgzn durch die
Spannung am Abgriff (81) des Spannungsteilers (128) bestimmt. Wird einer der Grenzwerte
überschritten, so gibt einer der beiden Komparatoren (88) oder (89) ein Logisch-EINS-Signal
ab9 das über die nachfolgende Diode geleitet, in Schaltung (130) verstärkt wird
und zur Sekundärspule (4) gelangt. Hat dieses Signal die richtige Stromrichtung
und Stromstärke, so bringt es den konventionellen Fehlerstromschutzschalter (125)
zur Abschaltung0 Die Schaltung benötigt einen Spannungswert Wg welcher ein möglichst
getreues Bild der Gefährdung des Menschen gibt.
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Bekanntlich ist diese Gefährdung nicht eine einfache lineare Funktion
des einen Menschenkörper durchfliessenden Stromes.
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Ausserdem ist sie von der Einwirkungszeit abhängig. Will man dies
berücksichtigen, so soll die Schaltung (74) eine entsprechend
aufgebaute
Rechenschaltung sein.
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Stellt die gestrichelt umrahmte Schaltung (lSl) den Beginn eines Schaltvorganges
fest, so tritt am Ausgang (117) der Schaltung (116) ein Logisch-EINS-Signal aufc
Der Ausgang (118) ist im Vergleich zu (117) invertiert und führt dann eine Logisch-NULLO
Sollte dann während des Schaltvorganges von der Multivibratorsehaltung (lly) ein
Impuls ausgehen, so bleibt er wirkungslos, da er vom UND-Tor (123) nicht zum Punkt
(124) weitergeleitet wird. Dagegen bewirkt das von (i17) ausgehende Logisch-EINS-Signal,
dass über den Kondensator (39) ein kurzer positiver Impuls auf den Steuereingang
(43) der TS-Einheit (42) gelangt und aie am analogen Eingang (41) liegende Spannung,
welche vom Ausgang (33) der Schaltung (32) stammt und den Wert AV repräsentiert,
am Ausgang (44) auftritt, von wo sie zum Subtrahiereingang (58) der Schaltung (61)
gelangte Am Addiereingang (54) liegt aie von der Schaltung (35) am Ausgang (X7)
gebildete, den Wert AS reprasentierende Spannung.
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Solange die vom Ausgang (117) kommende Logisch-EINS anhält, gelangt
der Spannungswert am Punkt (33), der AV reprasentiert, über (70) und (71) zum Eingang
(64) der Subtrahierschaltung.
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Letztere liefert während dieser Zeit an ihrem Ausgang (72) den Wert
AV - AS . Hierbei ist AS ein Wert, der kurz vor dem Schaltbeginn bestanden hat.
Die eventuelle Zunahme des Fehlerstromes wirkt sich also während der Dauer des Schaltvorganges
nicht auf Wg auso In-dem Augenblick, wo der Schaltvorgang gerade zu Ende ist, erscheint
am Ausgang (118) eine Logisch-EINS. Der in diesem Augenblick am Punkt (29) auftretende
Spannungswert wird AN genannt. Am Ausgang (62) tritt also
das Resultat
der Rechnung AschS = AS + AN - Av auf. Erst jetzt wird der Spannungswert am Punkt
(62) vom Eingang (53) der TS-Einheit (57) zum Ausgang (56) weitergeleitet, da von
(118) über den Kondensator (49) ein Logisch-EINS-Impuls zum Steuereingang (55) gelangt.
Er tritt am Subtrahiereingang (63) der Schaltung (65) auf und ersetzt die bis dahin
hier gewesene, den Wert AS repräsentierende Spannung, wie es in Anspruch 14 verlangt
wird0 Am Ausgang (72) tritt das Resultat = = Am - ( As + AN - AV ) auf.
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Sobald von der Multivibratorschaltung der nächste Logisch-EINS-Impuls
abgegeben wird, entsteht auch am Ausgang (124) des UND-Tores ein Logisch-EINS-Impuls
und die TS-Einheit (35) leitet den am Ausgang (29) bestehenden Wert, der A repräsentiert,
von Punkt (34) nach (37)9 da am Steuereingang (36) ein Logisch-EINS-Impuls auftritt0
Die TS-Einheit (57) leitet den Spannungswert des Punktes (37), der zum Eingang (52)
gelangt, auf den Ausgang656), wo er weiter zum Eingang (63) gelangt. Dieser Wert
wird nach Abklingen des Logisch-EINS-Impulses gespeichert und stellt dann AS dar.
Die Subtrahierschaltung führt jetzt wieder die für die normale Bunktionsweise vorgeschriebene
Subtraktion A = Am - AS aus.
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Die beschriebene Schaltung hat nicht die Eigenschaft9 dass sie'wie
auf Seite 12 beschrieben, bei einem Schutzschalter mit polarisiertem Haltemagnetsystem
den Permanentmagnet unbeeinflusst låsstO Wird diese Eigenschaft gewünscht, so kann
man auf den Stromsummenwandler (3) eine zusätzliche Spule anbringen, welche von
dem gleichen Strom durchflossen wird
wie die Spule (20) und so
die Induktion des Kernes (3) auf einem konstanten Wert festhält. Je nach der Bauart
des angeschlossenen konventionellen FI-Schalters kann es sein, dass ein von dem
Ausgang aer Lusatzschaltung abgegebener Impuls den FI-Schalter nicht abzuschalten
vermago In diesem Fall kann man den Impuls zum abschalten eines Reed-Relais verwenden,
welches an aie Anschlüsse (5) und (6) der Spule eine Wechselspannung legt9 welche
jener gleich ist, aie aort entsteht, wenn der konventionelle FI-Schalter für sich
allein verwendet wird und eine Situation eintritt, dass er auf konventioneile Art
abschaltet.
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Für die Gewinnung des Wertes AS lassen sich auch Regeleinrichtungen
verwenden. Beispielsweise kann eine Regeleinrichtung den Unterschied zwischen Raumtemperatur
und der Temperatur eines Widerstandes, sozusagen dessen Übertemperatur, auf einen
Wert regeln, welcher dem Wert Am proportional ist.
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Der von der Messeinrichtung aer Regeleinrichtung gemessene Ist-Temperatur-Wert
kann als As-Wert benutzt werden, weil infolge der Wärmekapazität des Widerstandes
sich aie Solltemperatur erst nach einer gewissen Verzugszeit einstellt.
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Wird ein Integralregler benutzt, so kann es auch zu einem Uberschwingen
der Regelgrösse kommen, Ein solches Verhalten kann zur Vermeiaung von Fehlabschaltungen
sehr erwünscht sein, besonders bei heizgeräten, bei welchen die verwendeten Isoliermaterialien
sich nach dem Einschalten schnell aufheizen,und dadurch aer Fehlerstrom schnell
zunimmt. Der Wert AS entspricht dann nicht mehr der im Patentanspruch 8 gegebenen
Definition, sondern jener im Patentanspruch 12.
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Bei den bisher beschriebenen Schaltungen wurde davon ausgegangen9
aass es unzulässig sei, dass am Eingang (64) der Subtrahierschaltung (65) auch noch
andere Werte auftreten als jene, welche wirklich Am repräsentieren. Bei einer Schaltung,
welche den einen der beiaen Scheitelwerte des Fehlerstromes als Am benutzt, können
aber auch die anderen Augenblickswerte A auftreten, wenn die entsprechenden resultierenden
Spannungswerte infolge des Aufbaus der Schaltung wirkungslos bleiben.
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Auf diese Art arbeitet die in Figur 6 gestrichelt umrahmte Schaltung
(402). Die von einem Fehlerstrom in der Spule 4 des konventionellen Fehlerstromschutzschalters
induzierte Wechselspannung wird vom Verstarker (320) verstärkt und tritt als Wechselspannung
upF am Ausgang (321) auf. Die Zeitkonstante R ' C zu der Parallelschaltung des Widerstandes
(336) und des Kondensators (333) soll etwa 5 Sekunden betragen.
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Der Widerstand soll so bemessen sein, dass die mittlere Spannung,
welche am Anschlusspunkt (332) auftritt und als Wert benutzt wird, etwa gleich ist
der Hälfte des Scheitelwerte. der am Punkt (32L) vJirksailezi 5pæjrlu-Xig, falls
der Scheitelwert der Spannung upS während mehrerer Zeitkonstanten unverändert geblieben
ist. In diesem Fall sollen die Widerstände (323) und (326) gleich sein, sodass die
Spannung am Addiereingang (345) der Schaltung (346) gleich ist dem positiven Scheitelwert
der an dem Punkt (324) und auch am Eingang (347) wirksamen Wechselspannung. Die
Schaltung (546) subtrahiert den am Eingang (347) auftretenden, den Wert Am reprasentierenden
Spannungswert von dem am Eingang (345) auftretenden, den Wert AS darstellenden Spannungswert.
Ausjedem enthält die Schaltung (346) 2 Komparatorschaltungen
Die
eine bewirkt, aass am Ausgang (348) eine Logisch-EINS erscheint, wenn Wg = #A =
Am - AS > Wgzh. Die Logisch-EINS soll durch eine positive Spannung von etwa 10
Volt dargestellt sein, die Logisch-NUL durch den opannungswert von etwa 0 Volt.
Da A normalerweise nur während des Scheitelpunktdurchgangs grösser als AS sein kann,
tritt aie EINS nur während dieser kurzen Leit auf, und der Kondensator (360) laut
sich nur während dieser Zeit. Der Widerstand (363) soll so bemessen sein, dass aie
Spannung des geladenen Kondensators innerhalb einer Periode nicht unterhalb des
Geltungsbereichs der Logisch-EINS abfällt. Ist auch bei den folgenden Scheiteldurchgängen
Wg grösser als Wgzh, so wird der Kondensator wieder aufgeladen. Eine am Komparatorausgang
(348) auftretende NULL kann also nur dann am Punkt (367) eine NULL bewirken, wenn
die NULL am Ausgang (348) länger dauert als 2 Perioden Die Schaltung (36b) ist eine
Regenerierungsschaltung, welche aie Spannung des jeweiligen logischen Signals auf
den eigentlich richtigen Wert bringt.
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Die Funktionsweise des zweiten Komparators ist folgende: Ist der Scheitelwert
der den Wert Am reprasentierenden Spannung niedriger als AS so bleibt #A ständig
negativ, r ebenso Wg. Liegt Wg niedriger als Wgzn, so bewikt der zweite Komparator
eine Logisch-NULL an seinem Ausgang, welche auch am Punkt t364) wirksam bleibt und
über die Xegenerierungsschaltung (371) nach Punkt (373) gelangt. Die Schaltung (374)
ist ein Inverter, andert also aie NULL in eine EINS um. Diese gelangt über die diode
(377) zur Verstärkerschaltung, welche am Punkt 5 den für eine Abschaltung notwendigen
Spannungszustand hervorruft. Liegt der Scheitelwert der den wert Am reprasentierenden
Spannung
höher als AS , so wird iLA bei jedem Scheitelpunktaurchgang kurz grösser als W.
Diese kurze Zeit (356) genügt um den Kondensator/ auf EINS aufzuladen. Zu einer
Entladung, welcne die Spannung in den Bereich der Logisch-NULL absinken lasse, kommt
es nicht, wenn der nächste Scheiteldurchgang eine erneute Aufladung bewirkt. Die
wirddurch den
Inverter (371) zu einer
umgeänaert,und somit unterbleibt
die Abschaltung, sofern auch der erste Komparator im Punkt (369) eine NULL bewirKt,
Verbindet man, wie durch punktierte Linien angedeutet, den Punkt (338) mit Punkt
(340) und den Punkt (339) mit (344), so werden durch die Schaltung (405) unerwünschte
Abschaltungen durch Geräteschaltvorgänge verhindert. Die Schaltung (405) welche
genau so aufgebaut sein soll wie die gestrichelt umrahmte Schaltung (404). Jedoch
soll die Zeitkonstante RC hier etwa 10 msec betragen, d.h. in der ungefähren Größenordnung
der Dauer eines Schaltvorganges liegen. Die Schaltung (403) verhindert unerwünschte
Abschaltungen durch Netzspannungsänderungen. Sie enthält die Schaltung (394), welche
genau so wie die Schaltung (397) aufgebaut sein soll, mit einer Zeitkonstante, welche
der Dauer von normalerweise vorkommenden Änderungen der Netzspannung, etwa 50 msec,
entsprechen soll.
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Zu berichtigen ist noch folgendes: DJe Spannung an den Punkten 23
und 25 soll proportional dem Fehlerstrom sein. Dies ist jedoch nur möglich, wenn
z.B. auf dem Kern 8 eine weitere, nicht eingezeichnete Spule vorhanden ist, welche
von Gleichstrom durchflossen ist und für sich allein die Induktion auf den fraglichen
Wert bringt.