DE2640583C2 - Verfahren zum Trennen von Isotopen - Google Patents
Verfahren zum Trennen von IsotopenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Trennen der Isotope eines Elements in einer gasförmigen Verbindung
durch isotopisch selektive Anregung und Umwandlung, wobei die Umwandlung entweder eine Zersetzung
oder eine Reaktion mit einem zweiten Gas ist, unter gleichzeitigem Bestrahlen der Verbindung mit
zwei Strahlungen von unterschiedlicher Wellenlänge über weniger als 10~5 Sekunden, wobei die erste Strahlung
eine IR-Strahlung mit einer Wellenlänge ist, die der Absorptionsbande einer Molekülschwingung der Verbindung
entspricht, an der die Atome des Elements teilhabeti,
wobei ferner die Intensität der ersten Strahlung ausreicht um das Molekül so anzuregen, daß es die
zweite Strahlung zu absorbieren vermag, aber unterhalb der Intensität liegt, welche zu einer die Isotopenselektivität
beeinträchtigenden Niveauverbreiterung führt, und durch anschließende Abtrennung und Isolierung
der umgewandelten Moleküle von den nicht umgewandelten Molekülen. Das erfindungsgemäße Verfahjren
eignet sich zur Auftrennung von Uran in dessen wichtige Isotope, ist hierauf jedoch nicht beschränkt.
Die Erfindung geht von der Lehre der US-PS 37 956 (DE-OS 24 49 424) sowie der US-PS 40 03 809
aus, d. h. von einem Isotopentrennverfahren, bei dem zuerst eine Isotopeiiart eines Isotopengemisches durch
IR-Photonenabsorption selektiv angeregt und die angeregte Isotopenart anschließend in eine aus dem Ge
misch abtrennbaren Form umgewandelt wird.
Aus der US-PS 27 13 025 und der GB-PS 12 37 474 sind bereits fotochemische Iscitopentrennverfahren zum
Trennen von Quecksilberisotopen bekannt Dabei müssen zunächst Bedingungen gefunden werden, unter denen
die Atome oder Moleküle eines Isotops eines bestimmten Elements Strahlung stärker absorbieren als
die Atome oder Moleküle eines anderen Isotops desselben Elements. Quecksilber ist ein flüchtiges Metall, das
leicht Atomdampf bildet der ultraviolette Strahlung von 2537 Ä absorbiert Die AbsoTrtionslinie von Hg203
ist bezüglich der Absorptionslinie von Hg200 um etwa 0,01 Ä verschoben. Da die Absorptionslinien äußerst
schmal sind, kann man entweder Hg200 oder Hg202 mittels
einer entsprechend schmalbandigen Strahlung anregen.
Weiter ist es bei der fotochemischen isotopentrennung
erforderlich, daß die strahlungsangeregten Atome oder Moleküle einem Prozeß unterliegen, den die unangeregten
Atome oder Moleküle nicht oder zumindest nicht so schnell durchlaufen. Ein Quant UV-Strahlung
von 2537 Ä überträgt eine Anregungsenergie von 112,7 kcal/mol auf das diese Strahlung absorbierende
Quecksilberatom. Die Anzahl der bei Raumtemperatur thermisch auf diese Energie angeregten Quecksilberatome
ist verschwindend klein, so daß strahlungsangeregte Atome nicht mit thermisch angeregten Atomen
verdünnt sind. Atome dieser hohen Anregungsstufe gehen leicht Reaktionen mit H2O gemäß der US-PS
27 13 025 oder mit O2, HCI oder Butadien gemäß der GB-PS 12 37 474 ein, wobei diese Reaktionen bei Raumtemperatur
mit unangeregtem Quecksilber nicht ablaufen.
Hingegen ist Uran ein hoch-feuerfestes Metall, das einen äußerst hohen Siedepunkt hat Das bekannte Verfahren
läßt sich somit nur schwer mit Uranatomen anstelle von Quecksilberatomen durchführen. Die flüchtigste
Uranverbindung ist UF6. Sowohl U235F6 als au>
H U238F6 absorbieren UV-Strahlung in genau gleichem
Maße und bei allen Wellenlängen des UV; UV-Anregung von UF6 erfüllt somit nicht die erste Bedingung zur
fotochemischen Isotopentrennung. UF6 absorbiert jedoch IR-Strahlung im Bereich von 626 cm-1 (der
Vj-Bande) und 189cm-' (der V4-Bande). Die Vr und
Vi-Banden von U215F6 sind bezüglich der Vj- und
Vt-Banden von U-18F6 jeweils etwas gegen höhere Energie
verschoben, die Größe dieser Verschiebungen ist jedoch klein im Verhältnis zur Breite der Banden; dies
bedeutet, daß die infraroten Absorptionsspektren von U238Ft und U235F6 nicht genau zusammenfallen, sondern
SKh bei allen Wellenlängen derart überlappen, daß bei
der Strahlungsabsorption eines Isotops auch das andere Isotop Strahlung in einem wesentlichen Maße absorbiert.
Die Infrarotanregung von UF6 durch Einzel-IR-Photonenabsorption
ist somit ein Prozeß von begrenzter isotopischer Trennschärfe.
Da jedoch mehrstufige Isotopentrennverfahren bekannt
sind, ist diese begrenzte Trennschärfe u. U. doch nützlich; aber auch die zweite Bedingung zur fotochemisehen
Isotopentrennung bereitet für UF6 Schwierigkeiten,
und zwar unterscheiden sich die durch Einzel-IR-Photonenabsorption
angeregten UF6-Moleküle nur geringfügig von den unängeregten Molekülen, da sie nur
einen geringen Energiebetrag aufgenommen haben.
Will man lediglich die angeregten Moleküle ohne Beeinflussung der unängeregten Moleküle umwandeln, dann
ist ein in bezug auf den Energiegehalt der Moleküle äußerst trennscharfes Umwandlungsverfahren erfor-
derlich.
Eine weitere Schwierigkeit liegt darin, daß die durch Photonenanregung zur Verfugung gestellte Energie äußerst
gering ist und die Moleküle auch thermisch auf das gleiche Energieniveau angeregt sein können. Wenn eine
Gruppe von Molekülen jeweils ein IR-Photon absorbiert,
dann werden diese isotopisch selektiv fotoangeregten Moleküle mit unselektiv thermisch angeregten
Molekülen verdünnt Die fotoangeregten Moleküle verschwinden schnell, während die thermisch angeregten
Moleküle fortlaufend ergänzt werden. Je mehr Zeit nach der Anregung vergeht, desto stärker wird die Verdünnung
der selektiv angeregten Moleküle durch unselektiv angeregte Moleküle, so daß es offensichtlich notwendig
ist, die Zeitspanne zwischen Anregung und Umwandlung äußerst klein zu machen, um diese unerwünschte
Verdünnung auf ein Mindestmaß zu begrenzen. Sind die Bestrahlungsbedingungen derart, daß ein
Molekül mehr .Js ein IR-Photon absorbiert, dann wird dieses auf ein wesentlich höheres Energieniveau als die
thermischen Energieniveaus angeregt In der Praxis kann das Molekül bis zur Dissoziationsgrenze angeregt
werden.
Zur Mehrfachphotonenabsorption müssen zumindest zwei Bedingungen erfüllt werden: Erstens muß der Anregungsprozeß
schneller als die verschiedenen molekularen Relaxationsprozesse sein, und zweitens muß ein
Prozeß gewählt werden, der den anharmonischen Charakter von molekularen Oszillatoren, nämlich die Anharmonizität
zu r-barwinden hilft. Zur Lösung des ersten
Problems wird die Anregungsimpulsbreite kürzer als die entsprechenden Relaxationsztiten gewählt. Zur Lösung
des zweiten Problems wird in der US-PS 39 37 956 und der US-PS 40 03 809 die Verwendung eines zweiten
Gases vorgeschlagen, das die Rotationsrelaxation zwischen der Absorption von IR-Photonen fördert. Es kann
auch ein Laser verwendet werden, der anstelle einer einzelnen exakten Wellenlänge einen begrenzten Wellenlängenbereich
aussendet, so daß die Anharmonizität auf /7-Niveaus überwunden wird. Schließlich läßt sich
Mehrfachphotonenabsorption durch Leistungsverbreiterung erreichen, die durch die Schwelle für den laserinduzierten
Durchbruch in der bestimmten Gasart oder der Gasartenmischung und durch das Erfordernis, daß
die Selektivität der Anregungsstrahlung bezüglich der Isotopen nicht beeinträchtigt werden darf, begrenzt
wird.
Es ist demgegenüber Aufgabe der Erfindung, ein Verfahren zur Oberwindung der Anharmonizität zu schaffen,
bei dem Mehrfachphotonenabsorption mit zusätzlicher Isotopenanreicherung im Vergleich zu Einzelphotonenabsorption
erreicht wird.
Zur Lösung dieser Aufgabe dient ein Verfahren der eingangs erwähnten Art, welches dadurch gekennzeichnet
ist, daß die zweite Strahlung eine IR-Strahlung mit einer höheren Intensität als 106 Watt/cm2 ist.
Das erfindungsgemäße Verfahren ist somit ein zweistufiger Prozeß, wobei der erste Schritt eine Kombination
von isotopisch selektiver Anregung und Umwandlung ist und der zweite Schritt die Trennung und Isolierung
der umgewandelten Moleküle von den nicht umgewandelten Molekülen auf an sich bekannte Weise umfaßt
Die Kombination von Anregung und Umwandlung wird durch gleichzeitiges Bestrahlen der gasförmigen
Moleküle, deren Isotope eines Elements getrennt werden sollen, mit einer Infrarotstrahlung von zwei unterschiedlichen
Wellenlängen erreicht. Eine dieser Strahlungen wird als Resonanzstrahlung bezeichnet, da ihre
Wellenlänge einer Absorptionsbande der Moleküle entsprechen muß, welche ihrerseits einer Schwingungsform entspricht, an der die Atome des Elements teilhaben.
SiRd die gasförmigen Moleküle UFö, dann liegt eine
bevorzugte Resonanzstrahlung in einem der folgenden Wellenlängenbereiche: 1888 bis 1852 cm-', 1300 bis
1280 cm-', 1170 bis 1143 cm-', 636 bis 613 cm-' und 196 bis 186cm-'. An die Resonanzstrahlung werden
keine hohen Intensitätsanforderungen gestellt Die zweite Strahlung wird als verstimmte (nicht rescnante)
Strahlung bezeichnet und erfordert eine hohe Intensität, insbesondere muß die Intensität der verstimmten Strahlung
größer als 107 Watt/cir·2 und vorzugsweise größer
jls 108 Watt/cm2 sein. Zwischen der Wellenlänge der
verstimmten Strahlung und den Absorptionsbanden der Moleküle ist keine Abhängigkeit erforderlich, so daß
jeder Hochleistungslaser verwendbar ist Vorzugsweise liegt jedoch die Frequenz der Hochleistungsstrahlung
nahe bei einer Resonanzfrequenz des durch die StrahlunCT
niedriger Intensität an^re^en Moleküls. We^en
ihres hohen Wirkungsgrades werden CO2-, CO-, HF- und DF-Laser bevorzugt verwendet Die Bestrahlungszeit ist kürzer als 10~5 Sekunden, vorzugsweise kürzer
als IQ-6 Sekunden und besonders bevorzugt kürzer als
10-'Sekunden.
Die Umwandlung erfolgt vorzugsweise durch unimolekulare
Zersetzung, d. h. die bestrahlten Moleküle nehmen so viel Energie auf, daß sie zerfallen. Es liegt im
Rahmen der Erfindung, daß die bestrahlten Moleküle eine Energie aufnehmen, die zu ihrem Zerfall nicht ausreicht,
die sie jedoch mit einigen anderen in dem bestrahlten Volumen vorhandenen gasförmigen Molekülen
reagieren läßt. Die US-PS 39 37 956 beschreibt verschiedene chemische Umwandlungsprozesse für selektiv
angeregte Moleküle.
Am einfachsten läßt sich der kombinierte Anregungsund Uniwandlungsvorgang als aufeinanderfolgender
Prozeß beschreiben. Die Resonanzs'-^hlung bewirkt eine
isotopisch selektive Anregung der Moleküle. Die angeregten Moleküle haben eine höhere Dichte der zur
weiteren Anregung verfügbaren Schwingungszustände als die unangeregten Moleküle, und sie unterliegen daher
leichter der Absorption von verstimmter Hochintensitätsstrahlung, was zu ihrem Zerfall führt Unter
verstimmter Hochintensitätsstrahlung wird hierbei die Anwendung einer Strahlung verstanden, die nicht vom
molekularen Schwingungsgrundzustand absorbiert wird. Dies setzt jedoch voraus, daß die verstimmte
Hochintensitätsstrahlung die Absorption der Resonanzstrahlung nicht beeinflußt. Es hegt aber außerdem im
Rihmen der Erfindung, Verfahrensbedingungen auszuwählen,
bei denen die verstimmte Hochintensitätsstrahlung bei der Absorption der Resonanzstrahlung wesentlich
mitwirkt. Es liegt außerdem im Rahmen der Erfindung, daß die verstimmte Hochintensitäts-Laserstrahlung
bei direkter Strahlungsabsorption unelastisch gemäß einem Raman-Prozeß streut, so daß die entsprechende
Mehrphotonenschwingungsanregung erreicht wird. Bei einer großen Photonenanzahl führt dies zu
einem stimulierten Streuprozeß mit einem größeren Querschnitt als bei kleinerer Photonenzahl. Aufgrund
der hohen Zustandsdichte der Moleküle überwiegt resonante Raman-Streuung.
Demgegenüber beschreibt die US-PS 34 43 087 die Trennung von U235Fe von U238Fo durch.selektives Anregen
einer der beiden Verbindungen mit einem IR-Laser und anschließendes Ionisieren der angeregten Moleküle
mit UV-Strahlung sowie Regenerieren der Ionen mit
Hilfe von elektrischen und/oder magnetischen Feldern
oder chemischen Reaktionen. In dem Artikel »Photochemical Isotope Separation as Applied to Uranium«,
erschienen unter der Nummer K-L-3054, Revision 1, Seite 29 am 15. März 1972 in einer Veröffentlichung der
Union Carbide Corporation Nuclear Division, Oak Ridge Gaseous Diffusion Plant, besprechen Farrar und
Smith die obige Patentschrift und beurteilen die Brauchbarkeit der a's zweiten Schritt vorgeschlagenen Fotoionisation
äußerst skeptisch. Statt dessen schlagen sie Fotodissoziation durch einzelne UV-Photonen vor.
D;e GB-PS 12 84 620 und die DE-OS 19 59 767 sowie
21 50 232 beschreiben die Verwendung von infraroter Strahlung zur selektiven Anregung von Molekülen, die
anschließend einer chemischen Reaktion unterworfen ',5 werden, der die unangeregten Moleküle nur langsamer
unterliegen. Als einziges Beispiel für eine derartige Reaktion ist der thermische Zerfall von U(BH^ angegeben.
In allen genannten Druckschriften wird die auf die Moleküle bei der Fntoanregung übertragene Energie
klar als die Energie eines einzigen IR-Phomns angegeben,
während die erfindungsgemäß übertragene Energie die Energie mehrerer IR-Photonen ist.
Mehrfach-IR-Photonenabsorption ist beispielsweise in der US-PS 39 37 956 vorgeschlagen, wobei die Moleküle
mittels einer infraroten Resonanzstrahlung isotopisch selektiv bei einer erforderlichen Intensität von zumindest
104 Watt/cm2 je Torr der gasförmigen Verbindung
angeregt werden, die das Element enthält, deren Isotope getrennt werden sollen. Der isotopisch selektive
Zerfall von SF6 durch Resonanzstrahlung bei Intensitäten
von 109 Watt/cm2 wurde beobachtet und in Artikeln
von Ambartzumian et al (erschienen in Soviet Physics JETP 21, Seite 375, 1975) und von Lyman et al (in Applied
Physics Letters 27, Seite 87,1975) beschrieben. Alle diese Druckschriften verlangen die Verwendung eines
eine Resonanzwellenlänge aussendenden Hochleistungslasers, d. h. eines Hochleistungslasers, der eine
von den ..j trennenden Molekülen bestimmte Wellenlänge
aussendet Demgegenüber kann bei dem erfindungsgemäßen Verfahren in vorteilhafter Weise ein eine
beliebige Wellenlänge aussendender Hochleistungslaser verwendet werden, was einen höchst wirksamen
Laserbetrieb gestattet Es ist klar, daß der Wirkungsgrad
und die Aufwendungen zur E beugung von infraroter Hochintensitätsstrahlung von der Wellenlänge abhängig
sind, die der Laser aussenden muß. Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren wird diese Schwierigkeit
wesentlich verkleben da die Resonanzstrahlung, also so
die den Molekülen, deren Isotope getrennt werden sollen, ang; paßte Strahlung lediglich eine geringe Energie
haben muß.
Es wurde Uranerz von natürlicher Isotopenverteilung auf bekannte Weise in UF6 umgewandelt und das UF6
gleichzeitig mit einer Infrarotstrahlung aus dem Wellenlängenbereich von 636 bis 613cm-' und mit der IR-Strahlung
eines COYLasers kürzer als iO~s Sekunden
lang bestrahlt, wodurch das UFe isotopisch selektiv zerfiel. Die Intensität des CO2-Lasers war größer als
ΙΟ« Watt/crrA
Die Resonan^strahlung niedriger Intensität sollte
günstigerweise ausreichend stark sein, um das Molekül so anzuregen, daß J:e Absorption der verstimmten
Strahlung hoher Intensität möglich wird. Die Intensität der Strahlung niedriger Intensität sollte die Werte nicht
überschreiten, weiche zu einer solchen Niveauverbreiterung führen, daß die Selektivität bezüglich der Isotope
verloren geht. Für den ^-Übergang von UF6 im Bereich
von 636 bis 613 cm-' ist diese Intensität auf den Bereich
von 100 Watt/cm2 bis 106 Watt/cm2 begrenzt
Die Strahlung hoher Intensität sollte geeigneterweise eine solche Frequenz und eine solche Intensität aufweisen,
daß sie zu der Niveauverbreiterung zum Nachteil der durch die Strahlung niedriger Intensität allein erreichten
Selektivität bezüglich der Isotope nicht beiträgt Vorzugsweise soll die Frequenz der Strahlung hoher
Intensität nahe bei einer Resonanzfrequenz des durch die Strahlung niederer Intensität angeregten Moleküls
liegen.
Die Wellenlängen, die Bandbreite, die Energie, die Impulsbreite sowie der Impulszeitcharakter sowohl der
Strahlung niedriger Intensität als auch der Strahlung hoher Intensität müssen so eingestellt werden, daß eine
maximale Ausbeute bei optimaler Isotopentrennung erreicht wird.
Die zerfallenen Moleküle wurden anschließend isoliert und von den unzerfallenden Molekülen abgetrennt,
so daß isotopisch angereichertes und verarmtes Uran gebildet wurde. Die Trennung und Isolierung erfolgten
nach .fgendeinem bekannten Verfahren. Weitere Verarmung
des verarmten Urananteils oder stärkere Anreicherung des bereits angereicherten Urananteils lassen
sich durcludie bekannte mehrstufige Isotopentrennung erzielen, wobei das Trennverfahren wiederholt durchgeführt
wird.
Claims (5)
1. Verfahren zum Trennen der Isotope eines Elements in einer gasförmigen Verbindung durch isotopisch
selektive Anregung und Umwandlung, wobei die Umwandlung entweder eine Zersetzung oder eine
Reaktion mit einem zweiten Gas ist, unter gleichzeitigem Bestrahlen der Verbindung mit zwei Strahlungen
von unterschiedlicher Wellenlänge über weniger als 10-? Sekunden, wobei die erste Strahlung
eine IR-Strahlung mit einer Wellenlänge ist, die der
Absorptionsbande einer Molekülschwingung der Verbindung entspricht an der die Atome des Elements
teilhaben, wobei ferner die Intensität der ersten Strahlung ausreicht, um das Molekül so anzuregen,
daß es die zweite Strahlung zu absorbieren vermag, aber unterhalb der Intensität liegt welche zu
einer die Isotopenselektivität beeinträchtigenden Niveauverbreiterung führt und durch anschließende
Abtrennung und Isolierung der umgewandelten Moleküle von den nicht umgewandelten Molekülen,
dadurch gekennzeichnet, daß die zweite Strahlung eine IR-Strahlung mit einer höheren Intensität
als 106 Watt/cm2 ist
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die gasförmige Verbindung eine Uranverbindung,
vorzugsweise UF6, ist.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die zweite Strahlung von einem CO2-Laser erzeugt wird.
4. Verfahren nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Wellenlänge der ersten Strahlung
im Bereich von 636 bis 613 cm"1 liegt.
5. Verfahren nach Anspruch 1 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß die erste Strahlung eine Intensität
zwischen 100 Watt/cm2 und 106 Watt/cm2 aufweist
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