DE2539757A1 - Wendeschluessel fuer zylinderschloss mit magnetischen zuhaltungen - Google Patents
Wendeschluessel fuer zylinderschloss mit magnetischen zuhaltungenInfo
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Description
- Wendeschlüssel für Zylinderschloß mit magnetischen Zuhaltungen Patentbeschreibung Die erfindung bezieht sich im Allgemeinen auf Schließvorrichtungen mit magnetischen Zuhaltungen und speziell auf solche Schlösser nach meinen Patenten No. 1 280 085 und Io. 1 553 365. In der Patentanmeldung, die zu der Offenlegungsschrift 1 678 003 vom 23. Dezember 1970 führte, wurde bereits ein Wendeschlüssel für solche Schlösser beschrieben. Die dort erwähnte Anordnung zeigte jedoch in der praktischen Verwertung verschiedene Nachteile. Der erste Nachteil ist der, daß die Magnetisierung auf beiden Seiten des Schlüsselmagneten gleichzeitig durchgeführt werden muß.
- Dies hat bei der notwendigen Benutzung von isotropen Magnetwerkstoffen zur Folge, daß zwangsläufig mit der Magnetisierung eine Verlagerung bezw. Verzerrung der vorbestimmten Pollage der Magnete erfolgt, sodaß die erhaltenen Magnete nicht in das festgelegte Polsystem passen. Wegen der Unübersichtlichkeit der Polverlagerungen auf der Ober- und Unterseite der Magnete des Schlüsselmagneten sind Korrekturen, die zur richigen Pollage führen würden, nicht möglich. In der Offenlegungsschrift No. 1 678 003 ist zwar auch ein geteilter Schlüsselmagnet in Figur 5 gezeigt, aber da das dazwischenliegende Material des Schlüsselkörpers nicht ferromagnetisch ist, werden die Felder der Magnete 9 nicht gegeneinander abgeschirmt, sodaß stets ein resultierendes Feld wirkt. zudem bedingt die geringe Dicke der Teilschlüsselmagnete ein sehr stark seitlich austretendes Streufeld, sodaß das Wirkfeld dieser Anordnung klein ist. Eine größere Dicke der Magnete gestattet der Schlüsselaufbau nicht, und zudem würde der Schlüsselkanal im Schloß zu weit, Ein weiterer Nachteil ist dadurch bedingt, daß als Werkstoff für dies Magnete nur ein isotroper Magnetwerkstoff verwendet werden kann. Hierdurch entstehen starke Streufelder der Magnete, die die Wirkfelder der Magnete erheblich verkleinern.
- Zur Vermeidung dieser Nachteile werden bei der vorliegenden Erfindung Magnete benutzt, die aus einem oberen und einem unteren Teilmagneten bestehen, und die beiderseits einer dünnen Platte aus ferromagnetischem Werkstoff angebracht sind.
- Eine solche Anordnung erlaubt die Benutzung von anisotropen Magnetwerkstoffen. Zudem werden durch die Zwischenschicht aus ferromagnetischem Werkstoff, die als Trennschicht oaer Abschirmung wirkt, jegliche Beeinflussungen vom oberen zum unteren Magneten bezw. umgekehrt aufgehoben. Mit der neuen Anordnung ist es also möglich, Doppelmagnete herzustellen, die in ein vorgegebenes Schlüsselschema genau hinein passen und keine Winkelverschiebung der Magnetfelder durch gegenseitige Beeinflussung von Ober- und Untermagnet haben.
- In der folgenden Beschreibung wird die Erfindung unter Bezugnahme auf die Figuren in der anliegenden Zeichnung näher erläutert. In der Zeichnung sind Figur 1 eine Darstellung des neun Schlüsselmagneten; Figur 2 eine Aufsicht auf einen Wendeschlüssel; Figur 3 eine Darstellung der magnetischen Feldlinien eines Schlüsselmagneten bei Benutzung eines isotropen Magnetwerkstoffes; Figur 4 die gleiche Darstellung der magnetischen Feldlinien bei Benutzung eines anisotropen Magnetwerkstoffes; Figur 5 die magnetischen Feldlinien in einem geschnittenen Magneten für den oberen Teilmagneten bei Benutzung eines isotropen Werkstoffes, Figur 6 die gleiche Darstellung bei Benutzung eines anisotropen Werkstoffes; Figur 7 die Darstellung eines Wendeschlüssels bei Benutzung einer Platte aus anisotropem Magnetwerkstoff3 Figur 8 die gleiche Darstellung im Schnitt.
- Die Definition und die Vorteile eines Wendeschlüssels wurden bereits in der Anmeldung No. P 16 78 003. 3 gegeben bezw. beschrieben. Es handelt sich dabei um einen Schlüssel, wie er heute insbesondere bei Krafttahrzeugschlössern vielfach verwendet wird, der nicht nur in einer Lage in das Schloß eingeführt werden kann, sondern unabhängig von der Lage in jedem Fall das Schloss öffnet oder schließt. Bezogen auf den Schlüssel nach der Erfindung bedeutet dies, daß das Polbild des Schlüssels nach Figur 2 mit den Magneten 5, 6 und 7 bei einer Drehung des Schlüssels um die Achse A - A' um 1800 die gleiche Polung zeigen muß, wie sie in der Figur 2 gezeigt ist.
- In der Praxis sind natürlich durch Drehung der Polfelder der Magnete 5, 6 und 7 um deren Achse zahlreiche Variationen möglich, Bei einem Wendeschlüssel muß die Polung der Gegenseite des Magneten jedoch stets so sein, daß bei einer Drehung des Schlüssels um 1800 auf diesem das auf der ersten Seite gezeigte Polbild wieder erscheint.
- Die Benutzung eines Wendeschlüssels ist insbesondere für Magnetschlösser mit magnetisch betätigten Drehzuhaltungen wichtig. Einen Schlüssel für einen Platten- oder Stiftzylinder kann man schon wegen der meist vohandenen Profilnuten nicht falsch in ein Schloß einführen. Beim Schlüssel für ein Magnetschloß ist eine solche Profilierung jedoch nicht vorhanden, und es ist möglich, den einfachen Schlüssel (also kein Wendeschlüssel) in jeder Lage in den Schlüsselkanal einzuführen. Das Schloß öffnet dabei nicht, und es wird unwillkürlich vom Benutzer ein zu hohes Drehmoment aufgebracht, das zu einer Beschädigung des Schlüssels führt.
- Selbst wenn man zur Fixierung der richtigen Schlüsselstellung im Schlüsselkanal an dem Schlüssel verschieden hohe Nocken N, N' (Figur 2) anbringt, die in entsprechende Kulissen des Schlsselkanals eingreifen, kann nicht verhindert werden, daß durch ein ungewollt aufgebrachtes Drehmoment der nicht ganz eingeführte Schlüssel an den schwachen Stegen S, S' (Figur 2) der Schlüssel abbrechen kann, wie dies die Praxis gezeigt hat.
- Ein Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist die Auf-Teilung des Schlüsselmagneten in zwei Teilmagnete und das Einfügen einer Zwischenschicht aus ferromagne-tischem Werkoff. In Figur 1 sind 1 und 2 die Teilmagnete mit der niwischenschiexit 3. Winden vollständigcn Schlüssel mit drei Schlüsuelmagneten 5, 6 und 7 zeigt die figur 2. Damit dieser ein Wendeschlüssel ist, müssen die Magnete der Gegenseite entsp-echend der vorherigen Erklärung gepolt sein.
- Die Figuren 3 und 4 zeigen die Nachteile bezw. die Vorzeile der benutzung von isotropen benz. anisotropen Magnete werkstoffen für die Schlüsselteilmagnete. Bei dem isotropen Werkstoff (Figur 3) entspricht das resultierende Feld praktisch dem eines Stabmagneten mit starkem streufeld; die Zwischenschicht 3' wirkt hier nur als Abschirmung. Der Hauptkraftlinienfluß verbleibt innerhalb der Magnete 1' und 2'.
- Der anisotrope Werkstoff, für den Figur 4 gilt, hat eine Vorzugsrivhtung der Magnetisierung, die in Figur 4 mit X bezeichnet ist. Dadurch verläuft der Fluß zwischen den Polen eines Magneten im wesentlichen innerhalb der ferromagnetischen Zwischenschicht 3'' , und die resultierenden Magnete 1- t und 2" haben ähnlich wie Hufeisenmagnete ein kleines Streufeld.
- Zudem sind die austretenden Kraftlinien direkt auf den Magneten der Zuhaltung im Schloß gerichtet, mit der der entsprechende Schlüsselmagnet zusammenarbeitet. Die Figuren 5 und 6 verdeutlichen dies noch einmal an einem geschnittenen Schlüsselmagneten, bei dem nur der Feldverlauf des oberen Teilmagneten gezeigt ist.
- Während bis heute für die Schlüsselmagnete fast ausschließlich feste Magnetwerkstoffe, zumeist isotrope benutzt werden, ist es nun möglich, plastische Werstoffe mit Vorzugsrichtung (anisotrope) zu benutzen. Sie bringen einmal eine leichtere Verarbeitung bei der Fertigung, zum anderen ergeben sie größere Polmomente. Mit diesen Werkstoffen ist es nach der Erfindung möglich, die gesamten Schlüsselteilmagnete 5', 6' und 7' aus einem Stück anisotropen Werkstoffs herzAstellen.
- Eine derartige Anordnung ist in den Figuren 7 und 8 gezeigt.
- In den Schlüsselkörper 4 ' sind die Teilmagnete 5',6', 7' und die ferromagnetische Platte 3" eingelagert. Die Magnetisierung mit entsprechender Polung kann vor Einlegen in den Schlüssel erfolgen, jedoch mit beigelegter ferromagnetischer Leitschicht 3" . Zu der Platte 8 mit den Teilmagneten 5',6' und 7' gehört im Schlüssel nach den Figuren 7 und 8 natürlich auch eine Gegenplatte 9, die ebenfalls drei Teilmagnete aufgeprägt hat und deren Polung der eines Wendeschlüssels entspricht. Die Magnetisierung dieser Platte kann auch vor dein Inlegen in den Schlüs.elkörper erfolgen.
- Der fertige Schlüssel enthält dann eine ferromagnetische Zwischenschicht, die aus z:ei dünneren Teilschichten bestcht (nicht gezeigt).
Claims (6)
1. Ein Wendeschlüssel für Zylinderschlösser mit magnetisch betätigten
Zuhaltungen, insbesondere für die Verwendung als Kraftfahrzeugschlüssel geeignet,
gekennz^ichnet dadurch, daß die in den Schlüssel eingeleg-ten Magnete aus zwei Teilmagneten
bestehen, zwischen denen sich eine Abschirmachicht aus ferromagnetischem Werkstoff
befindet,dädurch die Felder der Einzelmagnete gegeneinander abgeschirmt sind und
eine Verschiebung der Magnetpole durch gegenseitige Beeinflussung der 'Reilmagnete
verhindert wird.
2. Ein Wendeschlüssel nach Anspruch 1. ,bei dem die Teilmagnete aus
einem anisotropen Werkstoff bestehen, die Abschirmschicht in diesem Fall als Leitschicht
für die magnetischen Kraftlinien benutzt wird und so ein magnetfeld der Einzelmagnete
erhalten wird, dessen KrafUlinien senkrecht zur Oberfläche des Teilmagneten austreten
und direkt auf den Magneten der zugehörigen Zuhaltung gerichtet sind.
3. Ein Wendeschlüssel nach den Ansprüchen 1. und/oder 2.
bei dem die Teilmagnete in jeder Schlüsselbohrung mit einer Abschirm-
bezw. Leitschicht verbunden sind, sodaß die Deilmagnete fertig magnetisiert in den
Schlüssel eingesetzt werden können und sich zwischen den Teilmagneten zwei Abschirm-
bezw. Leitschichben befinden.
4. in Wendeschlüssel nach den Ansprüchen 1. und/oder 2.
bei dem die Teilmagnete jeder Schlüsselseite zu einer 2latte zusammengefaßt
sind und diese Platte aus einem anisotropen Dauermagnetwerkstoff besteht.
5. Ein Wendeschlüssel nach Anspruch 4. ,bei dem die Magnetpla-tten
auf jeder Seite des Schlüssels aus einem plastischen bauermagnetwerkstoffR mit ma
netischer Vorzugsrichtung bestehen.
6. Ein Wendeschlüssel nach Anspruch 5. ,dessen Teilma£netplatten mit
je einer Abschirm- bozw. Leitschicht versehen sind und vor dem Einbau in den schlüssel
magnetisiert werden können.
Leerseite
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19752539757 DE2539757A1 (de) | 1975-09-06 | 1975-09-06 | Wendeschluessel fuer zylinderschloss mit magnetischen zuhaltungen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19752539757 DE2539757A1 (de) | 1975-09-06 | 1975-09-06 | Wendeschluessel fuer zylinderschloss mit magnetischen zuhaltungen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2539757A1 true DE2539757A1 (de) | 1977-03-10 |
Family
ID=5955809
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19752539757 Pending DE2539757A1 (de) | 1975-09-06 | 1975-09-06 | Wendeschluessel fuer zylinderschloss mit magnetischen zuhaltungen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE2539757A1 (de) |
Cited By (7)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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-
1975
- 1975-09-06 DE DE19752539757 patent/DE2539757A1/de active Pending
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