DE2538730C2 - Verfahren zur Kälteerzeugung mittels eines Kompressions-Absorptions-Kreisprozesses und Anlage zur Durchführung des Verfahrens - Google Patents
Verfahren zur Kälteerzeugung mittels eines Kompressions-Absorptions-Kreisprozesses und Anlage zur Durchführung des VerfahrensInfo
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Description
die Kompressorausgangstemperaturen über diejenigen hinaus zu erhöhen, die normalerweise bei bekannten
Kältemaschinen auftreten. Wie in Fig. 1 schematisch gezeigt, ist dieser Kreis zwischen der Förderseite des
Kompressors und der Einlaßseite des Kondensators 15 in das System eingebaut. Folglich kann dieser Kreis in
einfacher Weise auch nachträglich in vorhandene Einheiten integriert werden, die gegenwärtig in Betrieb
sind, ohne daß es dabei nötig wäre, größere Veränderungen oder Abwandlungen an den Hauptbestandteilen
vorzunehmen.
Der den großen Temperaturanstieg bewirkende Kreis enthält eine Lösungspumpe 36, wahlweise einen
Lösungswärmetauscher 38, einen Hochtemperaturwärmetauscher 25, einen Schwerkraftabscheider 30 sowie
einen Austreiber 35. Durch die Lösungspumpe 36 wird eine starke Lösung des Absorptionsmittels von dem
Austreiber 35 abgezogen, durch den Lösungswärmetauscher 38 hindurchgeführt und über eine Lösungsleitung
55 an eine Reihe von Sprühdüsen 39 abgegeben. Die Bezeichnung »starke Lösung« bezieht sich in diesem
Zusammenhang auf eine Absorptionsmittellösung mit einer solchen Konzentration, aufgrund derer die Lösung
stark ist im Hinblick auf ihre Fähigkeit zur Absorption von Kältemitteln. In ähnlicher Weise wird die
Bezeichnung »schwache Lösung« für eine Lösung benutzt, die sich in einem stark verdünnten Zustand
befindet und daher schwach ist hinsichtlich ihrer Fähigkeit zur Absorption von Kältemitteln.
Wie in F i g. 1 gezeigt, sind die Sprühdüsen 39 in dem
Ablaßrohr 4t des Kompressors angeordnet, und zwar sind die Düsen im Einlrittsbereich 40 des Wärmetauschers
25 für hohe Temperaturen angeordnet Im Betrieb bewegen sich von dem Kompressor abgegebene,
gesättigte oder überhitzte Kältemitteldämpfe in den Eintrittsbereich des Wärmetauschers für hohe Temperaturen
hinein, wo die Dämpfe der aus den Sprühdüsen abgegebenen starken Lösung ausgesetzt werden.
Innerhalb der Mischung wird ein Teil der Kältemitteldämpfe durch die Lösung absorbiert und so die
Temperatur der Mischung auf einen Wert angehoben, der größer ist als die Sättigungstemperatur der aus dem
Kompressor abgegebenen Dämpfe. -.:
Bei dem hier dargestellten Wärmetauscher 25 handelt es sich um einen Wärmetauscher. mit einfachem
Durchgang und senkrecht ausgerichtetem Rohrbündel 42 zur Führung des Gemisches hoher Temperatur nach
unten durch das Gehäuse. In den Boden des Gehäuses wird durch ein Einlaßrohr 46 eine Wärmerückgewinnungssubstanz
eingeführt, die aus Wasser bestehen kann. Die Rückgewinnungssubstanz wird veranlaßt, sich
in Aufwärtsrichtung durch das Gehäuse hindurchzubewegen, wobei der Strom mittels in Segmente aufgeteilter
Prallplatten 46 vor und zurück gelenkt wird. Der Gegenstrom der beiden über die Wärmeübertragungsflächen
der Rohre fließenden Strömungsmittel erzeugt einen wirksamen Energieaustausch zwischen den
Substanzen, wodurch die Temperatur der Rückgewinnungssubstanz etwa auf diejenige der Mischung hoher
Temperatur angehoben wird. Schließlich wird die Rückgewinnungssubstanz aus dem oberen Teil des
Wärmetauschers mittels einer Ablaßleitung 48 abgegeben.
Die Absorbereinheit ist aufgrund ihrer Konstruktion so ausgelegt, daß annähernd die Hälfte oder etwas
weniger als die Hälfte der gesamten volumetrischen Förderleistung des Kompressors durch die starke
Lösung absorbiert wird, wenn'der Stromkreis unter Spitzenheizlasten arbeitet. Das bedeutet, daß etwa 50%
der in den aus dem Kompressor austretenden Kältemitteldämpfen enthaltenen Gesamtenergie bei der
Absorption verbraucht wird, während die verbleibenden 50% in der Mischung in Form nicht absorbierter
Kältemitteldämpfe durch den Wärmetauscher hindurchgeführt werden. Wie im weiteren Verlauf dieser
Beschreibung noch erläutert wird, wird die Energie in dem nicht absorbierten Kältemittel abstromseitig von
ίο dem Wärmetauscher 25 benutzt, um die verdünnte
Lösung wieder zu konzentrieren. Weil das Absorptionsverfahren grundsätzlich ein reversierbares Verfahren
ist, wird etwa dieselbe Menge der in der Absorption verbrauchten Energie zur erneuten Konzentration der
Lösung benötigt. Durch Aufrechterhalten eines Gleichgewichts an innerer Energie in der beschriebenen Weise
ist immer eine ausreichende innere Energie in der Anlage vorhanden, um die Lösung für alle Heizlasten
erneut zu konzentrieren. - .
Die Mischung, die das Rohrbündel des der Wärmegewinnung dienenden Wärmetauschers verläßt, strömt
direkt in den Schwerkraftabscheider 30. Die schwache Lösung, die sich in einem flüssigen Zustand befindet,
wird in dem Speicherbereich 49 des Abscheiders gesammelt während die nicht absorbierten Kältemitteldämpfe,
die sich im gasförmigen Zustand befinden, in die waagerecht fluchtende Rohrreihe 50 des abstromseitigen
Austreibers 35 einströmen können.
schwache Lösung wird als nächstes . durch den Wärmetauscher 38 hindurchgeführt .Die schwache
Lösung wird beim Verlassen des Wärmetauschers 38 und beim Einströmen in den Austreiber 35 durch
Entspannung gekühlt, und zwar durch Expandieren auf einen niedrigeren Druck. In der ^Praxis wird die
schwache Lösung etwa vom Förderdruck des Kompressors bis etwa auf den Kompressoreinlaßdruck gedrosselt;
der Zweck dieser Drosselung wird aus der folgenden Beschreibung deutlich. Der Druckunterschied
zwischen dem Lösungszufuhrbereich im Austreiber und dem Speicher in dem Abscheider sichert den Transport
der schwachen Lösung durch den Lösungswärmetauscher hindurch. Die Zufuhr der im Austreiber enthaltenen
Lösung wird auf einem solchen Stantflgehalten, daß
die Oberflächen der Rohre der Rohrrcjbe 50 benetzt
sind. ... .·£■■;
Das Entspannungskühlen der schwachen Lösung dient zur Absenkung der Temperatur, der Lösung
reichlich unterhalb derjenigen der. nicht absorbierten
Kältemitteldämpfe, die durch die Rohrreihe 50 der
KcnzEiitriereinrichtung hindurchgehen. Demzufolge
werden, wenn die beiden Substanzen innerhalb des Austreibers in Wärmeaustausch miteinander gebracht
werden, die nicht absorbierten Kältemitteldämpfe in den Rohren veranlaßt zu kondensieren und so
Wärmeenergie an die in dem Zufuhrbereich gespeicherte schwache Lösung abzugeben. Es ist zu beachten, daß
der Lösungszufuhrbereich innerhalb des Austreibers mittels des Einlaßkanals 52 wirksam mit der Einlaßseite
des Kompressors verbunden ist Der Kompressor wird somit benutzt, um den Druck innerhalb des Zufuhrbereichs
unter dem Dampfdnick;3eVr"<iainn enthaltenen
Lösung zu halten, um das Kältemittel durch Kochen zu entfernen, wenn die Lösung dmfäi^el^idensierenden,
nicht absorbierten KältemüteToBüinpf!?^rwärrat wird.
Die aus der Lösung herausgekochten reinen Kältemitteldämpfe werden durch den^EjflaBkanal '52.zur
Wiederverwendung mden Kompressor abgezogen. ''■"
Die erneut konzentrierte Lösung, die nun in einem starken Zustand ist, wird durch die Kreiselpumpe 36 aus
dem Austreiber herausgezogen. Die starke Lösung wird unter dem Einfluß der Pumpe durch den Lösungswärmetauscher
38 hindurchgeführt, wo Wärmeenergie von s der wärmeren verdünnten Lösung, die in den Austreiber
35 eintritt, auf die kühlere starke Lösung übertragen wird, bevor sie an die Sprühdüsen 39 abgegeben wird.
Die Steuerung des Wärmerückgewinnungsverfahrens wird in Abhängigkeit von der Temperatur der
Wärmerückgewinnungssubstanz aufrechterhalten, die aus dem Wärmetauscher 25 austritt. In dem Auslaßrohr
48 ist ein Meßelement 57 angeordnet, welches in der Lage ist, die Temperaturinformation einem Regler 58 zu
übermitteln, der mit dem Ventil 56 in der Lösungsleitung ι s 55 verbunden ist Wenn sich die Temperatur der
austretenden Wärmerückgewinnungssubstanz von dem gewünschten Wert entfernt, dann stellt der Regler das
Steuerventil entweder zur Erhöhung oder zur Verminderung der den Sprühdüsen zugeführten Lösungsmenge
ein. Es kann jede beliebige geeignete Steuerungseinrichtung benutzt werden, um den Durchfluß in der hier
beschriebenen Weise zu regeln.
Wie ersichtlich, wird das Volumen der starken Lösung
zur Steuerung der Menge der in dem Eintrittsbereich des Wärmetauschers 25 absorbierten Kältemitteldämpfe
geregelt Dieses wiederum bestimmt die Menge der Dampfenergie, die in dem Absorptionsprozeß verbraucht
wird, um den hohen Temperaturanstieg zu bewirken, sowie auch die Menge der in den nicht
absorbierten Kältemitteldämpfen vorhandenen Energie, die für die erneute Austreibung verfügbar ist. Wie
erwähnt, ist der entsprechende Kreis so ausgelegt, daß
bei seinem Betrieb unter Spitzenwärmebelastungen in den nicht absorbierten Dämpfen genügend Energie
vorhanden ist, um eine erneute Austreibung zu erreichen. Hierbei wird innerhalb des Kreises zwischen
dem Wärmeaustauscher 25 und dem Austreiber 35 ein selbstregelndes Gleichgewicht erreicht. Wenn beispielsweise
mehr als die erforderliche Wärmemenge in dem Absorptionsprozeß für eine vorgewählte Heizlast
verbraucht wird, dann befindet sich die aus dem Wärmetauscher 25 austretende Lösung in einem
übermäßig verdünnten oder schwachen Zustand. Infolgedessen
wird die in den nicht absorbierten Kältemitteldämpfen enthaltene Energiemenge, die in den Austreiber
35 eintritt, proportional reduziert und vermindert dadurch die Energiemenge, die für die erneute
Konzentration dieser übermäßig verdünnten Lösung innerhalb des Austreibers 35 vorhanden ist. Die
Konzentration der den Austreiber 35 verlassenden Lösung wird daher schwSchcr, was dazu führt, daß bei
der Absorption während des nächsten Arbeitszyklus entsprechend weniger Energie verbraucht wird. Unter
demselben Vorzeichen kann, wenn die an den Wärmetauscher 25 herangeführte Lösung relativ dünn
ist, weniger Kältemittel absorbiert werden, und es wird
in den nicht absorbierten Dämpfen mehr Energie zur Konzentration verfügbar gemacht, was zu einer
Verstärkung der aus dem Austreiber austretenden Lösung führt. Dieses Verfahren setzt sich fort, bis ein
ausgeglichenes Energieverhältnis zwischen dem Austreiber 35 und dem Wärmetauscher 25 für die
erwünschte Wärmelast erreicht ist
Das sich durch die Rohrreihe des- Austreibers
hindurchbewegende Kältemittel wird in eine innerhalb '
des Gehäuses 15 enthaltene Kammer 61 abgegeben. Der Zustand des in die Kammer eintretenden
Kältemittels schwankt natürlich je nach der Menge des im Austreiber kondensierten Kältemittels. Das den-Austreiber
in der flüssigen Phase verlassende Kältemittel wird unmittelbar in die Schwimmerventilkammer 63
der Anlage hinein abgegeben. Andererseits werden die aus dem Austreiber austretenden Kältemitteldämpfe
durch eine Leitung 61 nach oben in einen üblichen Kondensator geführt, wo diese Dämpfe kondensiert und
dann wieder zur Schwimmerkammer 63 zurückgeführt werden. Die Kondensation der Kältemitteldämpfe
verteilt sich somit zwischen dem Austreiber und dem Kondensator, wobei der von jeder dieser beiden
Einrichtungen geleistete Beitrag von der Wärmelast des den hohen Temperaturanstieg bewirkenden Kreises
abhängig ist.
Von der Schwimmerkammer wird das Kältemittel durch das Expansionsventil 13 hindurchgeführt und in
dem Verdampfer 12 für Kühlzwecke nutzbar gemacht. Das Verdampfungserzeugnis aus dem Verdampfer wird
dann durch den Einlaß 21 in den Kompressor eingebracht, wo es zusammen mit dem aus der
schwachen Lösung freigesetzten Kältemittel weiter verwendet wird.
Es wird nunmehr auf das in F i g. 2 gezeigte Schema Bezug genommen. Es sei davon ausgegangen, daß
hierbei der Lösungswärmetauscher 38 nicht in dem Kreis vorhanden ist. Der gezeigte Arbeitszyklus ist
aufgetragen für eine Anlage, die mit einem üblichen Kältemittel und einem Gleitöl als Absorptionsmittel
arbeitet. Die Kältemittelkonzentration der Lösung ist auf der Abszisse des Schemas aufgetragen (Konzentration
in Gew.-%). Die linke Ordinate zeigt den absoluten Lösungsdampfdruck in bar; die entsprechende Sättigungstemperatur
des Kältemittels ist auf der rechten Ordinate angegeben. Die Sättigungstemperatur der
Lösung ist auch in dem Schema dargestellt und wird durch die schrägen Kurven verdeutlicht.
Punkt A auf dem Schema bezeichnet den Ausgangsdruck des Kompressors am Eintritt des Wärmetauschers
25. Wie erwähnt, beträgt der absolute Abgabedruck etwa 2,1 bar. Bei diesem Abgabedruck beträgt die
Sättigungstemperatur der Kältemitteldämpfe etwa 46° C Die in diesen Bereich eingesprühte starke Lösung
ist dem Abgabedruck des Kompressors ausgesetzt und absorbiert somit Kältemitteldämpfe. Infolgedessen wird
die Lösungstemperatur auf etwa 71 "C angehoben, mit einer Konzentration von etwa 23%. Die Mischung
hoher Temperatur bewegt sich dann in den Wärmetauscher 25 hinein und beginnt Wärme an die Wiedergewinnungssubstanz
abzugeben und dabei die Temperatur der Substanz auf etwa diejenige der Lösung anzuheben.
Bei fortgesetzter Wärmeabgabe seitens der Lösung an die Wärmerückgewinnungssubstanz verdünnt sich die
Lösung selbst und verläßt schließlich den Wärmetauscher bei Stufe B. An diesem Punkt hat die Lösung eine
Temperatur von etwa 49° C und ist bis auf eine Konzentration von etwa 76,6% herunter verdünnt
worden.
Die Lösung und die nicht absorbierten Kältemitteldämpfe, die sich noch im Sättigungszustand oder in etwa
im Sättigungszustand befinden, verlassen den Wärmetauscher 25 und werden in den Abscheider 30
hineingeführt, wo die Bestandteile wie oben beschrieben voneinander getrennt werden.
Die abgeschiedene schwache Lösung wird dann durch Entspannung von dem Zustand B auf den Zustand C
heruntergekühlt, indem man die Lösung durch irgendeine
bekannte Entspannuhgsvorrichtung hindurchführt.
um dieses Ergebnis zu erreichen. Wie erwähnt, wird die Entspannungskühlung erreicht durch Herabsetzen der
Lösungsdrücke von dem Abgabedruck des Kompressors auf den EinlaQdruck des Kompressors oder von
einem absoluten Druck von etwa 2,1 bar auf etwa 0,5 bar. Die Entspannungskühlung verändert unter
diesen Umständen die Lösungskonzentration von 76,6% auf 68%, während dabei die Lösungstemperatur
auf 8°C vermindert wird. Die Lösung tritt in diesem Zustand in den Austreiber 35 ein.
Im Austreiber 35 kommt die Lösung in Wärmekontakt mit dem nicht absorbierten Kältemittel, das durch
die Rohrreihe hindurchgeht; die Dämpfe sind noch gesättigt oder in etwa gesättigt. Die kühlere schwache
Lösung kondensiert die Dämpfe, und die latente Wärme wird in die Lösung hinein abgegeben. Die Lösung, die
dem Einlaß des Kompressors ausgesetzt ist, kocht und treibt das Kältemittel heraus und bringt somit die
Lösung in den Zustand D. Während der erneuten Konzentration wird der Lösungsvorrat im Austreiber
im Idealfall von etwa 67% Kältemittel auf etwa 10,5% gebracht, während die Temperatur auf etwa 41°C
gesteigert wird.
Die erneut konzentrierte Lösung bei Stufe D wird dann durch die Kreiselpumpe 36 zu den Sprühdüsen 39
bewegt, wo sie dem Abgabedruck des Kompressors ausgesetzt ist. Beim Hineinsprühen in die Abgabe
verändert sich der Zustand der Lösung von dem Zustand D auf den Zustand A, und der Arbeitstakt wird
wiederholt
Es wird nunmehr auf F i g. 3 Bezug genommen; diese Figur zeigt eine schematische Darstellung einer
Kälteanlage bei Verwendung eines Schraubenkompressors 120. Die Kälteanlage enthält einen Kondensator
112 und einen Verdampfer 113. Der Kondensator und der Verdampfer sind durch ein Entspannungsventil 15,
das in der Schwimmerkammer 116 angeordnet ist, und eine Leitung 114 miteinander verbunden. Die zu
kühlende Substanz, die Wasser oder dergleichen sein kann, wird über ein Einlaßrohr 117 in den Verdampfer
eingeführt, durch eine Reihe von Verdampferrohren hindurchgeführt, wo Wärme von der wärmeren
Substanz in das Kältemittel hinein abgegeben wird, und dann durch ein Auslaßrohr 118 aus der Anlage
herausgeführt Das Kältemittel verläßt den Verdampfer in Dampfform und wird durch einen Einlaßkanal 121 an
die Saugseite des Kompressors 120 herangeführt Wie gezeigt, ist der Kompressor 120 ein herkömmlicher
Schraubenkompressor, angetrieben durch eine beliebige geeignete Antriebseinrichtung 122, beispielsweise
einen Elektromotor, obwohl ein Schraubenkonipressor
für die hier in Rede stehenden Zwecke ideal geeignet ist, können auch andere geeignete Kompressoren Verwendung
finden.
Wie in der Zeichnung gezeigt, enthält der den hohen Temperaturanstieg bewirkende Kreis einen Absorber
125 und einen Generator 140. Der Kreis ist zwischen dem Auslaß des Verdampfers 113 und dem Einlaß des
Kondensators 112 in die Kälteanlage integriert Es wird durch das Lösungsansaugrohr 123 eine konzentrierte
Lösung eines Absorptionsmittels in den Kältemitteleinlaßkanal 121 hinein abgegeben, wodurch die Lösung den
Kältemitteldämpfen am Einlaß des Kompressors ausgesetzt wird. Die Mischung aus reinen Kältemitteldämpfen
und konzentrierter Lösung wird durch den Kompressor hindurchgeführt, der Druck der Mischung
gesteigert und die Mischung an die Hochdruckseite der Kälteanlage abgegeben. Die Lösung kann in ähnlicher
Weise dem Kältemittel im Kompressor ausgesetzt werden, indem man die Lösung abstromseitig vom
Einlaß direkt in den Kompressor einspritzt. Unter dem Einfluß des Kompressors wird das Gemisch aus Lösung
und Kältemittel abstromseitig in den Absorber-Austreiberkreis hineingepumpt, und zwar mittels der Kompressorabgabeleitung
127. Bei ihrem Durchgang durch den Kompressor wird das Energieniveau innerhalb der
Mischung auf einen ausreichend hohen Stand angehoben, um das Kältemittel in einen Sättigungszustand oder
leicht überhitzten Zustand zu bringen.
Bei der Absorbereinheit 125 handelt es sich um einen Wärmetauscher mit einfachem Durchgang und einem
senkrecht ausgerichteten Rohrbündel 126, das so angeordnet ist. daß es die Mischung hoher Temperatur
durch das Absorbergehäuse nach unten führt, wo die Absorptionsmittellösung die Innenseiten der Rohre
benetzt In den unteren Teil des Absorbergehäuses wird durch ein Einlaßrohr 128 eine Wärmerückgewinnungssubstanz
eingeführt die Wasser oder irgendeine andere Substanz mit einer hohen spezifischen Wärmeleitfähigkeit
sein kann, und veranlaßt sich in Aufwirtsrichtung durch das Gehäuse hindurchzubewegen. Die Strömung
wird mittels in Segmente aufgeteilter Prallplatten 129 zurück und wieder nach vorn gelenkt so daß zwischen
der Wärmerückgewinnungssubstanz und der sich durch die Rohre nach unten bewegenden Mischung hoher
Temperatur ein wirksamer Wärmeaustausch im Gegenstrom möglich ist. Die Wärmerückgewinnungssubstanz
χ wird durch das Rohr 130 aus der Absorbereinheit abgegeben und in eine beliebige geeignete abstromseitige
Vorrichtung zur Rückgewinnung der darin enthaltenen Energie eingebracht
Während sich die Mischung von dem Kompressor in
Während sich die Mischung von dem Kompressor in
is den Absorber hineinbewegt beginnt die konzentrierte
Lösung in der Mischung, Kältemitteldampf zu absorbieren. Beim Eintritt in die Absorbereinheit bewegt sich die
Mischung im Wärmeaustausch mit der Wärmerückgewinnungssubstanz durch das Rohrbündel nach unten,
wobei Energie (Wärme) an die Rückgewinnungssubstanz abgegeben wird. Bei der Abgabe von Energie aus
der Mischung erhöht sich der Absorptionsgrad. Der Kreis ist aufgrund seiner Konstruktion so ausgelegt, daß
eine Hälfte oder weniger als eine Hälfte der gesamten,
durch den Kompressor hindurchgehenden Kältemittelmenge in der konzentrierten Lösung absorbiert wird,
wenn der Kreis unter Spitzenwärmebelastungen arbeitet. Demzufolge verbleiben 50% oder mehr der
verfügbaren Energie der von dem Kompressor abgegebenen Kältemitteldämpfe in einem reinen oder nicht
absorbierten Zustand an der Abgabeseite der Absorbereinheit
Die verbleibenden 50% oder weniger des von dem Kompressor abgegebenen Kältemittels werden in
der Lösung absorbiert und heben die Temperatur der Mischung auf einen Temperaturwert über denjenigen
der Sättigungstemperatur des reinen Kältemittels hinaus an. Wie im folgenden ausfuhrlicher erläutert
wird, wird die in den nicht absorbierten Kältemitteldämpfen zurückgehaltene Energie abstromseitig von
der Absorbereinheit benutzt um die verdünnte Lösung erneut zu konzentrieren. Da das Absorptionsverfahren
grundsätzlich ein reversierbarrs Verfahren ist, wird in
dem Absorptionsverfahren .etwa .die gleiche Energiemenge
verbraucht, die notwendig ist um die Losung
erneut zu konzentrieren. Durch Aufrechterhaltung eines Energiegleichgewichts in der hier b^rie'behen Weise
ist immer genügend innere Enerjgie'in Vder Anlage enthalten, um die Lösung für alle Warmelasten wieder
konzentrieren zu können.
Die das Rohrbündel des Wärmetauschers verlassende Mischung strömt unmittelbar in den Abscheider 131 ein.
Dort werden die nicht absorbierten Käitemitteldämpfe durch Schwerkraft von der jetzt verdünnten Flüssigen
Lösung getrennt. Die flüssige Lösung wird in einem Speicherbereich am Boden der Kammer gesammelt,
während die nicht absorbierten Kältemitteldämpfe durch den Kanal 132 in den abstromseitigen Austreiber
140 hineinströmen können. Der Austreiber 140, der ein
zweiter Wärmetauscher ist, ist so ausgelegt, daß er zum erneuten Konzentrieren der verdünnten Lösung und
wenigstens teilweisen Kondensieren der den Absorber verlassenden nicht absorbierten Kältemitteldämpfe
dient. ι S
Es wird nunmehr auf die Austreiberkonstruktion
Bezug genommen; wie ersichtlich, ist diese Einheit in einen mittig angeordneten Hochdruckabschnitt 141 und
einen Niederdruckabschnitt unterteilt, der die Endkammern 143 und 144 enthält, die durch eine Reihe sich
durch den Hochdruckabschnitt erstreckender Rohre 146 miteinander in Strömungsmittelverbindung stehen.
Der Niederdruckabschnitt des Generators ist durch eine Leitung 123 mit der Saugseite des Kompressors
verbunden, um diesen Abschnitt auf dem Kompressoreinlaßdruck zu halten. Der Hochdruckabschnitt des
Generators, welcher durch die Endwand 147, 148 von dem Niederdruckabschnitt getrennt ist, wird im
wesentlichen auf dem Kondensatorförderdruck gehalten. Μ
Die in dem Abscheider gesammelte flüssige verdünnte Lösung wird durch die Leitung 135 in die
Niederdruckseite des Generators eingebracht Vor dem Eintritt in den Generator wird die verdünnte Lösung
durch Entspannung gekühlt indem das Strömungsmittel js durch das Entspannungsventil 137 hindurchgeführt wird.
Infolgedessen wird die Lösung von der Hochdruckseite der Anlage zur Niederdruckseite gedrosselt.
Die entspannungsgekühlte Lösung wird in den Austreiber, und zwar in die Kammer 143. eingeführt und
sofort dem Einfluß des Kompressoreinlasses ausgesetzt und durch die Rohre 146 nach oben gezogen. Die
Dämpfe des nicht absorbierten Kältemittels, die eine relativ höhere Temperatur und einen relativ höheren
Druck haben als die Lösung, werden von dem Abscheider in den Hochdruckabschnitt des Generators
hineingezogen und veranlaßt sich über die Außenseite der Wärmetauscherrohre hinwegzubewegen. Infolgedessen
kondensieren die Dämpfe wenigstens teilweise auf den Rohroberflächen, und die Kondensationswärme
geht in die Lösung innerhalb der Rohre über. Der Dampfdruck der Lösung innerhalb der Röhre, der 3üf
dem Wert des Kompressoreinlaßdrucks liegt ist relativ niedrig und das darin enthaltene Kältemittel läßt sich
demzufolge leicht aus der Lösung heraustreiben. Die das freigesetzte Kältemittel und die die konzentrierte
Lösung enthaltende Mischung wird zur Wiederverwendung in den Kompressor übergeführt
Die reinen nicht absorbierten Kältemitteldämpfe, die durch den Hochdruckabschnitt des Austreibers hindurchgehen,
treten in einen geteilten Auslaß 150 ein. In dem Auslaß wird das kondensierte Kältemittel, das sich
nunmehr in einer flüssigen Phase befindet, unmittelbar in die Schwimmerkammer 116 hinein abgegeben. Die
nicht kondensierten Dämpfe, welche den Austreiber verlassen, werden nach oben in einen üblichen
Kondensator 112 geführt, wo die Dämpfe in bekannter
Weise durch ein Kühlmittel, das durch ein Einlaßrohr 152 und ein Auslaßrohr 153 durch die Kondensatorschlange
151 hindurch umgewälzt wird, in flüssigen Zustand zurückgeführt werden. Das in dem Kondensator
112 erzeugte Kondensat wird auch in die Schwimmerkammer 116 hinein abgegeben, wo es mit
Kondensat von dem Austreiber 140 gesammelt wird. Wie ersichtlich, biloen der Austreiber 140 und der
Kondensator 112 eine Kombination zur Aufteilung der Kondensation; der von jeder einzelnen Einheit geleistete
Beitrag ist abhängig von dem Heiz- und Kühlbedarf der Anlage.
Die Steuerung der Wärmerückgewinnung erfolgt in dem Kreis in Abhängigkeit von der Temperatur der aus
dem Wärmetauscher 125 austretenden Wärmerückgewinnungssubstanz. Im Bereich des Auslaßrohrs 130 ist
ein Meßelement 157 angeordnet, und zwar derart, daß es die Temperatur der die Absorbereinheit verlassenden
Wärmerückgewinnungssubstanz mißt. Die Temperaturinformation wird an den Regler 158 weitergegeben, der
mit dem Entspannungsventil 137 verbunden ist, das den Durchfluß der verdünnten Lösung regelt Wenn die
Temperatur der den Absorber verlassenden Rückgewinnungssubstanz sich von einem gewünschten Wert
entfernt, dann wird ein Signal an den Regler gesendet, der die Entspannungsventileinstellung entweder zur
Erhöhung oder Verminderung der an den Austreiber abgegebenen Lösungsmenge einstellt und so die
Temperatur auf den gewünschten Zustand zurückbringt.
Die Durchflußgeschwindigkeit der Lösung durch den Austreiber wird somit gesteuert wodurch effektiv der
Durchfluß durch die Absorbereinheit 125 geregelt wird. Dadurch wird diejenige Menge an Kältemittelenergie
festgelegt, die in dem Verfahren verbraucht wird, sowie die Energiemenge, die in den nicht absorbierten
Kältemitteldämpfen verfügbar ist um die verdünnte Lösung wieder zu konzentrieren. Aufgrund der
vorliegenden Absorber-Austreiberanordnung ist der Kreis in der Lage, die von den beiden Einheiten
durchgeführte Arbeit auszugleichen, um die Anlage auf der erwünschten Wärmelast zu halten. Wenn beispielsweise
in dem Absorptionsverfahren für eine vorgegebene Wärmelast mehr als die erforderliche Energiemenge
verbraucht wird, dann befindet sich die den Absorber verlassende Lösung in einem übermäßig verdünnten
Zustand. Infolgedessen wird die Energiemenge, die in den in den Austreiber hineinströmenden, nicht absorbierten
Kältemitteldämpfen enthalten ist proportional herabgesetzt und dadurch die für die Wiederherstellung
der Lösung verfügbare Energiemenge vermindert Die Konzentration der den Austreiber verlassenden Lösung
wird daher in ihrer Fähigkeit zur Absorption von Kältemittel entsprechend geschwächt Demzufolge
wird während des nächsten Arbeitszyklus weniger Energie in dem Absorptionsverfahren verbraucht.
Unter demselben Vorzeichen wird auch weniger Kältemittel absorbiert, wenn die in den Absorber
eingeführte Lösung relativ dünn ist und es wird in den nicht absorbierten Dämpfen mehr Energie für die
erneute Konzentration verfügbar. Dieses wiederum führt zu einer Stärkung der während des nächsten
Arbeitstaktes aus dem Austreiber austretenden Lösung. In der Praxis setzt sich dieser Ausgleichsprozeß für
jeden folgenden Arbeitszyklus fort bis die richtige Energierelation zwischen dem Absorber und dem
Generator für die erwünschte Wärmelast aufgebaut ist
Die Kapazität der Kälteanlage wird durch ein Drosselventil 160 oder irgendeine ähnliche Einrichtung
gesteuert, um die DurchfluBmenge des Kältemittels zu
regeln, das durch den Einlaß 121 hindurchströmt,
welcher den Verdampferausgang mit dem Kompressoreinlaß verbindet. Die Position des Drosselventils 160
wird in Abhängigkeit von der Temperatur der abgekühlten Substanz geregelt, die aus dem Verdampfer
austritt und durch das Meßelement 161 an der Kühlmittelabgabe gemessen wird. Im Betrieb kann der
Schraubenkompressor ständig mit höchsten Drehzahlen laufen, wodurch der Kompressor eine maximale
Saugwirkung auf den Austreiber ausübt, um die höchstmögliche Lösungskonzentration zu erzeugen.
Auf diese Weise werden herkömmliche Ventilschiebersteuerungen oder dergleichen vermieden, die eine
Störung des Arbeitsgleichgewichts innerhalb des Austreibers bewirken würden. Es ist eine relativ
einfache Steueranlage vorgesehen, die eine unabhängige Regelung der Heiz- und Kühllasten der Anlage
gestattet.
Wie aus dieser zweiten Ausführungsform ersichtlich, wirkt der Kompressor als eine Pumpe zum Transport
der Mischung durch den Kreis hindurch und schaltet dadurch die Notwendigkeit einer Lösungspumpe aus.
Wie bei dem ersten Ausführungsbeispiel kann auch hier ein übliches Kältemittel und ein Gleitöl als Absorptionsmittel
benutzt werden. Diese Kombination ist in idealer Weise zur Verwendung in Verbindung mit einem
Schraubenkompressor geeignet, wenn die Lösung vor dem Eintritt in den Kompressor dem Kältemittel
ausgesetzt oder direkt in den Kompressor eingespritzt wird. Die Lösung bietet unter diesen Umständen die
erforderliche Schmierung für den Kompressor und schaltet somit die Notwendigkeit einer zusätzlichen
Schmieranlage aus, die normalerweise bei einem solchen Anwendungsbereich erforderlich ist.
Claims (7)
1. Verfahren zur Kälteerzeugung mittels eines Kompressions-Absorptions-Kreisprozesses, bei dem
der im Kompressor verdichtete Kältemitteldampf einer konzentrierten Absorptionsmittellösung ausgesetzt
wird, wobei durch Absorption von Kältemitteldampf Temperaturen oberhalb der Sättigungstemperatur
des Kältemitteldampfes erzeugt werden, bei denen Wärme abgeführt wird, wonach die
verdünnte Absorptionsmittel-Kältemittellösung zur erneuten Verwendung in dem Verfahren durch
Austreiben des absorbierten Kältemitteldampfes is unter Wärmezufuhr wieder konzentriert und die
konzentrierte Absorptionsmittel-Kältemittellösung der erneuten Absorption von verdichtetem Kältemitteldampf
zugeführt wird, dadurch gekennzeichnet,
daß nur ein Teil des verdichteten Kältemitteldampfes von der konzentrierten Absorptionsmittel-Kältemittellösung
absorbiert und die dabei abgeführte Wärme auf ein Wärmerückgewinnungsmittel übertragen wird, daß anschließend die
verdünnte Lösung von dem nichtabsorbierten Anteil des verdichteten Kältemitteldampfes getrennt wird,
die verdünnte Lösung entspannt und der nichtabsorbierte verdichtete Kältemitteldampf im Wärmeaustausch
mit der entspannten verdünnten Lösung geführt wird, wobei er wenigstens teilweise kondensiert
und dabei die zum Austreiben des Kältemittels aus der verdünnten Lösung benötigte Wärme liefert,
und anschließend vollständig kondensiert, gedrosselt, zur Kälteerzeugung verdampft und zusammen
mit dem aus der Lösung ausgetriebenen Kältemitteldampf erneut verdichtet wird, während die Menge
der der erneuten Absorption von verdichtetem Kältemitteldampf zugeführten konzentrierten Absorptionsmittel-Kältemittellösung
in Abhängigkeit von der Temperatur des Wärmerückgewinnungs- <o
mittels gesteuert wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die erneut konzentrierte Absorptionsmittel-Kältemittellösung
bei ihrer Rückführung zur erneuten Absorption von verdichtetem Kältemitteldampf im Wärmeaustausch mit der verdünnten
Absorptionsmittel-Kältemittellösung vor deren Entspannung geführt wird.
3. Kompressions-Absorptions-Kälteanlage zur
Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1 oder 2 mit einem Kondensator, einem Verdampfer, einer
Expansionseinrichtung für das Kältemittel zwischen dem Kondensator und dem Verdampfer, einem
Kompressor zum Verdichten des aus dem Verdampfer austretenden Kältemittels, einem Absorber, in
dem der Kältemitteldampf einer konzentrierten Absorptionsmittellösung ausgesetzt wird, einem
Austreiber, in dem die verdünnte Absorptionsmittel-Kältemittellösung unter Wärmezufuhr wieder konzentriert
und der Kältemitteldampf ausgetrieben wird, und Einrichtungen zur Rückführung der
konzentrierten Absorptionsmittel-Kältemittellösung zum Absorber· zur erneuten Absorption von
verdichtetem Kältemitteldampf, dadurch gekennzeichnet, daß der Absorber mit einer Vielzahl von
Sprühdüsen (39) für die konzentrierte Absorptionsmittellösung versehen ist, daß den Sprühdüsen (39)
ein Wärmetauscher (25) zur Übertragung der bei der Absorption von Kältemitteldampf frei werdenden
Wärme auf ein Wärmerückgewinnungsmittel nachgeschaltet ist, daß die Anlage ferner einen dem
Wärmetauscher (25) nachgeschalteten Schwerkraftabscheider (30) aufweist, daß der Austreiber (35) mit
dem Schwerkraftabscheider in Verbindung steht und als Wärmetauscher zwischen dem nichtabsorbierten
Kältemitteldampf und der verdünnten Absorptionsmittel-Kältemittellösung
ausgebildet ist und daß eine Expansionseinrichtung für die vom Schwerkraftabscheider
(30) dem Austreiber (35) zugeführte verdünnte Absorptionsmittel-Kältemittellösung
vorgesehen ist
4. Kälteanlage nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet daß sie Steuereinrichtungen (56, 57) zur
Mengenregulierung der vom Austreiber (35) zu den Sprühdüsen (39) geförderten konzentrierten Absorptionsmittel-Kältemittellösung
in Abhängigkeit von der Temperatur des Wärmerückgewinnungs- mhtels aufweist
5. Kompressions-Absorptions-Kälteanlage zur Durchführung des Verfahrens nach einem der
Ansprüche 1 oder 2 mit einem Kondensator, einem Verdampfer, einer Expansionseinrichtung für das
Kältemittel zwischen dem Kondensator und dem Verdampfer, einem Kompressor zum Verdichten
des aus dem Verdampfer austretenden Kältemittels, einem Absorber, in dem der Kältemitteldampf einer
konzentrierten Absorptionsmittellösung ausgesetzt wird, einem Austreiber, in dem die verdünnte
Absorptionsmittel-Kältemittellösung unter Wärmezufuhr wieder konzentriert und der Kältemitteldampf
ausgetrieben wird, und Einrichtungen zur Rückführung der konzentrierten Absorptionsmittel-Kältemittellösung
zum Absorber zur erneuten Absorption von verdichtetem Kältemitteldampf, dadurch gekennzeichnet daß sie eine Leitung (123)
zur Einführung der konzentrierten Absorptionsmittellösung in den dem Kompressor (120) saugseitig
zuströmenden Kältemitteldampf aufweist, daß der an die Druckseite des Kompressors (120) anschließende
Absorber (125) einen Wärmetauscher zur Übertragung der bei der Absorption von Kältemitteldampf
frei werdenden Wärme auf ein Wärmerückgewinnungsmitte] aufweist, daß dem Absorber
(125) ein Schwerkraftabscheider (131) nachgeschaltet ist, daß die Anlage ferner Leitungen zur
Einführung des nichtabsorbierten Kältemitteldampfes in einen Hochdruckabschnitt (141) des Austreibers
(140) aufweist, der ein Rohrbündel (146) zur Durchführung eines Wärmetausches mit der in einen
Niederdruckabschnitt (143,144,146) des Austreibers (140) eingeführten verdünnten Absorptionsmittel-Kältemittellösung
enthält, wobei der Niederdruckabschnitt über die Leitung (123) mit der Kompressorsaugseite
in Verbindung steht und daß zwischen dem Schwerkraftabscheider (131) und dem Niederdruckabschnitt
des Austreibers (140) ein Entspannungsventil (137) angeordnet ist
6. Kälteanlage nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet daß sie Steuereinrichtungen (157,158) zur
Mengenregulierung der vom Schwerkraftabscheider (131) zu dem Austreiber (140) strömenden verdünnten
Absorptionsmittel-Kältemittellösung in Abhängigkeit von der Temperatur des Wärmerückgewinnungsmittels
aufweist
7. Kälteanlage nach einem der Ansprüche 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet daß der Kompressor ein
Schraubenkompressor (120) und die Absorptionsmittellösung ein Schmieröl ist
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Kälteerzeugung mittels eines Kompressions-Absorptions-Kreisprozesses
nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
£in Verfahren dieser Art ist aus der US-PS 11 09 923
bekanntgeworden. Ein ähnliches Verfahren ist in der US-PS 25 48 699 beschrieben. Aus der US-PS 23 07 380
ist eine kombinierte Kompressions-Absorptions-Kälteanlage bekannt, bei der der verdichtete Kältemitteldampf
in indirekten Wärmeaustausch mit der entspannten verdünnten Absorptionsmittel-Kältemittellösung
gebracht wird und dabei unter Kondensation die zum Austreiben des Kältemittels erforderliche Wärme
liefert, während der aus der Lösung ausgetriebene Kältemitteldampf unmittelbar der Kompressorsaugseite
zugeführt wird.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren der gattungsgemäßen Art zu schaffen, das
eine verbesserte Rückgewinnung von Wärmeenergie ermöglicht und bei dem der Absorptionskreis der
Anlage kapazitätsmäßig gesteuert werden kann, ohne dadurch den Betrieb des Kompressionskreises zu
beeinflussen.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch ein Verfahren der eingangs angegebenen Art mit den
kennzeichnenden Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst Die Erfindung betrifft des weiteren eine Kompressions-Absorptions-
Kälteanlage zur Durchführung des vorstehend genannten Verfahrens. Eine derartige Kälteanlage
ist im Anspruch 3 angegeben.
Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren bzw. der zugehörigen Anlage arbeit« der Kondensator im
Kompressionskreis mit dem Austreiber zusammen, um den Kompressionskreis mit Kondensat zu versorgen.
Wenn der Absorptionskreis mit maximaler Auslastung gefahren wird, stellt der Austreiber nahezu 100% des
Kondensatbedarfs des Kompressionskreises zur Verfügung. Wenn jedoch der Absorptionskreis mit einer
Auslastung von 0% gefahren wird, liefert der Kondensator das gesamte Kondensat für den Kompressionskreis. Der Absorptionskreis kann somit zwischen 0 und
100% kapazitiver Auslastung gefahren werden, ohne daß dadurch der Betrieb des Kompressionskreises in
irgendeiner Weise beeinflußt wird.
Eine etwas abgewandelte Kälteanlage zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens ist im Anspruch
5 angegeben.
Weitere Verfahrens- bzw. Vorrichtungsmerkmale gehen aus den Unteransprüchen hervor.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen in Verbindung mit der Zeichnung im
einzelnen beschrieben. Es zeigt
F i g. 1 eine schematische Darstellung einer ersten Ausführungsform einer Kompressions-Absorptions-Kälteanlage;
F i g. 2 ein Diagramm, in dem der Lösungsdampfdruck in Abhängigkeit von der Kältemittelkonzentration der
Lösung bei einem Zyklus des Kompressions-Absorp tions-Kreisprozesses dargestellt ist; und
F i g. 3 eine schematische Darstellung einer weiteren Ausführungsform einer Kompressions-Absorptions-Kalteanlage.
' ;V '
F i g. 1 ist eine schematische Darstellung einer Anlage 10 zur Kälteerzeugung, mit der ein großer Temperaturanstieg
erzielbar ist, wodurch die aus der Anlage abgegebene Energie leicht für industrielle oder häus'iehe
Heizzwecke nutzbar gemacht werden kann. Die Anlage 10 enthält einen Kondensator 11 und einen
Verdampfer 12, die über ein Schwimmerventil 13 miteinander in Verbindung stehen, durch welches das
Kältemittel bei seiner Bewegung von der Hochdruckseite der Anlage in die Niederdruckseite expandiert wird.
Zur Erläuterung werden die oben erwähnten Bestandteile in einem einzigen Gehäuse 15 untergebracht
gezeigt, jedoch können diese Bestandteile natürlich auch einzeln in mehreren Gehäusen untergebracht sein.
is Wie bei dieser Art Anlagen üblich, wird eine zu kühlende Substanz, beispielsweise Wasser, durch das
Einlaßrohr 16 in den Verdampfer eingespeist, durch eine Reihe von Verdampferrohren geführt, wo die Substanz
Wärmeenergie an das Kältemittel abgibt; und mittels eines Auslaßrohrs 17 aus der Vorrichtung herausgeführt
Das Kältemittel verläßt den Verdampfer im dampfförmigen Zustand und wird über den Kanal 21 an
die Einlaßseite eines Kompressors 20 abgegeben. Der Kompressor 20, der in F i g. 1 gezeigt ist, ist ein
elektrisch betriebener, hermetisch abgedichteter. Kreiselkornpressor, obwohl auch'jegliche andere bekannte
und in der Technik verwendete Art eines mechanischen Kompressors Anwendung Finden kann. Auch als
Kältemittel und Absorptionsmittel können beliebige geeignete Substanzen Verwendung finden, solange nur
beide miteinander verträglich sind. Bei dem speziellen Kältemittel, von dem dieses AusfOhrungsbeispiel ausgeht,
wird die Niederdruckseite der Anlage auf einem absoluten Druck von etwa 0,5 bar und die Hochdrucksehe'.;auf
einem absoluten- Druck.'von-^etwa' 2.-1 bar
gehalten: Es ist eine Einrichtung 22 zur Regulierung der Kältemittelströmung vom Verdampfer zum "Kömptessoreinlaß
vorgesehen. Die Durchflußgeschwihdigkett wird in Abhängigkeit von einem Meßfühler 23
moduliert, der elektrisch oder pneumatisch mit der Einrichtung 22 verbunden ist und zum Messen der
Temperatur der aus dem Verdampfer austretenden abgekühlten Substanz und zum Einstellen der Einrichtung
22 in Abhängigkeit davon diente «ΐψ.·*Ζ&ι?*<)>
·-■ Bei dem oben bezeichneten Betriebsdruck erreicht das 'spezielle Kältemittel dieses Be1spiels*äentSattigungszüstand
bei oder unterhalb von 49°Ö· Die/ybri der
Anlage abgegebene Energie befindet'sich1 "daher auf
einem Wert, der ihre praktische Benutziing~begfenzL
so Die'"von einem Kompressor ' zur-1 Erhöhung der
Kältemitteltemperatur auf Sattdampftemperaturen über 49° C benötigte Leistung nimmt mit dem Anstieg
dieser Temperatur drastisch zu. Infolgedessen wird eine Erhöhung des Temperaturanstieges eines Zyklus durch
mechanische Einrichtungen wirtschaftlich undurchführbar. Außerdem nimmt mit der Erhöhung der Kompressorausgangstemperatur
die Zersetzungsgeschwindigkeit der meisten bekannten Kältemittel in starkem Maße zu, was einer rein mechanischen Lösung der
Aufgabe zur Erzeugung eines hohenTemperaturanstieges weitere Grenzen setzt. Mit dem erfindungsgemäßen
Verfahren werden diese alten Schwierigkeiten überwunden, indem an der Ausgangsseite des Kompressors
ein Kreis vorgesehen wird, der sich die Vorteile eines Absorptionssystems zunutze macht, um relativ hohe
Temperaturen zu erreichen, ohne daß es dabei erforderlich ware, die Kapazität des Kompressors zur
Erzeugung eines Temperaturanstieges zu erhöhen oder
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| D2 | Grant after examination | ||
| 8325 | Change of the main classification |
Ipc: F25B 25/00 |
|
| 8339 | Ceased/non-payment of the annual fee |