DE2538225B2 - Tauspiegelhygrometer - Google Patents
TauspiegelhygrometerInfo
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Description
Die Erfindung betrifft e,n Taus^iegelhygrometer nach
dem Oberbegriff des Patenlanipruchs I.
Ein derartiges Tauspiegelhygro .lelcr ist aus dem
Aufsatz in Philips Technische Rundschau 21 (1959/60) Nr. 7. Seite 211—215 bekannt. Dieses Gerät ist jedoch
relativ aufwendig, weil eine Einrichtung zur Bündelung einer von einer Glühlampe kommenden Strahlung und
ein PhotowiderstanJ benötigt und eine Regeleinrichtung
für die Leistung des Peltierelementes erforderlich ist.
Aus W. Lück »Feuchtigkeit«. München/Wien I960,
Seite 141 — 144 und 187-189 ist bekannt, Infrarotstrahlen
im Wellenlängenbcreich 4,5 < A < 7,5 μπι zum Nachweis von Wasser zu verwenden.
Aufgabe der Erfindung ist es, ein Tauspiegelhygrometer zu schaffen, das im Vergleich zu den bekannten
Geräten wesentlich einfacher aufgebaut und einfacher zu bedienen ist, sowie weniger Wartung erfordert.
Nach der Erfindung wird diese Aufgabe durch die im Kennzeichen des Anspruchs I beschriebenen Maßnahmen
gelöst. Weitere Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Ansprüchen 2 bis 5 beschrieben.
Der durch die Erfindung erzielte technische Fort schritt besteht darin, daß kein eigener Detektor
(Photowiderstand) für die Taufilmbildung mit nachgeschaltetem Regler für das Kühlelemcnt mehr erforderlich
ist. Weiterhin kann der Strahler sehr einfach aufgebaut sein. Die Herstellung des Tauspiegelhygrometers
nach der Erfindung ist deshalb einfacher als bei vergleichbaren bekannten Geräten dieser Art. Weiterhin
ist die Bedienung einfacher. Da kein Detektor für die Taufilmbildung erforderlieh ist, werden durch diesen
bedingte Meßfehler vermieden.
Die Erfindung wird anhand der Zeichnung näher erläutert. Ks zeigt
Fig. 1 eine schematische Darstellung des Schaltungsaufbatis
eines selbstregelnden Tauspicgclhygromctcrs,
Fig.2 die Reflektion von Wärmestrahlen bei Gold
und Silber als Spiegelmaterial im Wärmestrahlenbereich λ > 0,2 μπι,
Fig.3 die Durchlässigkeit bzw. Absorption von Wasser im Wärmestrahlenbereich A
> I μη-ι,
F i g. 4 den Schreibdiagrammauszug einer Vergleichsmessung.
Ein Tauspiegel 2 mit Temperaturmeßeinrichtung 6, ίο ein Kühlelement 1, z. B. eine Peltierbatterie mit
Stromversorgung 5, eine Strahlenquelle für Wärmestrahlen 3, Umlenkspiegel 4. Durch die Art und
Anordnung der benutzten Bauelemente stell: sich die "'"aupunkttemperatur selbstregelnd an der Spiegeloberfläche
ein.
Der von dem Kühlelement 1 gekühlte Spiegel 2 wird von der Wärmestrahlung des Strahlers 3 beaufschlagt.
Im Strahlengang befindet sich mindestens ein Umlenkspiegel 4 zur Absorption von Strahlung unerwünschter
Wellenlänge.
entweder der Tauspiegel selbst als Thermoelement oder als Widerstandsthermometer ausgebildet, oder es ist
dicht unter der Oberfläche ein solcher Meßfühler eingebaut.
Zum Verständnis .les Regelmechanismus ist erforderlich
zu wissen, daß
a) Gold, Silber und andere Metalle Strahlung von Wellenlängen λ
> I μπι nahezu vollständig reflek
in tieren (F ig. 2).
b) Wasser Strahlung z. B. von der Wellenlänge 5 <
A < 7 μπι fast vollständig absorbiert (F i g. 3).
Das Einlaufen der Taupunktiemperatur erfolgt
folgendermaßen: Der blanke Tauspiegel i reflektiert die
)? Wärmestrahlung und wird von dem Kühlelement 2
gekühlt. Ist die momentane Taupunkttemperatur erreicht,
schlägt Wasser aus dem Umgebungsmedium auf dem Spiegel nieder. Der so entstandene Wasserfilm
absorbiert die Wärmestrahlung. Das Wasser und mit
■"» ihm der Spiegel werden aufgeheizt. Da die absorbierte
Energie von der Schichtdicke des Wasserfilms abhängt, stellt sich nun diejenige Schichtdicke bei Taupunkttemperatur
ein, die gerade soviel Energie von der Strahlung absorbiert, wie das Kühlelement abpumpen kann.
•ti Würde mehr Energie abgepumpt als absorbiert, kühlt
der Wasserfilm unter den Taupunkt ab. es wird mehr Wasser aus dem Umgebungsmedium auf dem Spiegel
niederschlagen als vom Spiegel in die Umgebung verdampft wird. Folglich wird der Wasserfilm dicker
ίο und damit die absorbierte Energie größer. Würde
weniger Energie abgepumpt als absorbiert, steigt die Temperatur, es wird mehr Wasser verdampft als
niederschlägt, die Schicht wird dünner, das Gleichgewicht stellt sich wieder ein. Durch die auf den Tauspiegel
v> 2 gerichtete Quelle 3 für Wärmestrahlen im Wellenlängcnbereich
4,.'3 < A < 7,5 μπι, deren Intensität mit der
Kühlleistung des Kühlelementcs I abgestimmt ist. nimmt die Dicke des sich auf dem Tauspiegcl 2
bildenden Taufilms einen endlichen stationären Wert
mi ein. Auf diese Weise regelt sieh der Taupunkt in kurzer
Zeit ein, ohne daß eine aufwendige Regeleinrichtung für das Kühlelement 2 erforderlich ist. Beim Anmeldungsgcgensland
erfolgt daher die Tempcraturcinslellung des Kühlelementes 2 durch Selbstregelung.
'>■> Das F.ncrglevcrhältnis zwischen dem Kühlelcment
und der auf den Spiegel auftreffenden Strahlung sollte so eingestellt sein, daß in völlig trockener Luft die
Spicgcltcmpcratiir des gekühlten Spiegels nach l"in
schalten des Strahlers gerade nicht oder nur unwesentlich ansteigt. Für die Stromversorgung ist eine nicht
stabilisierte Gleichspannungsquelle von einigen 10 VA Leistung erforderlich.
Als Tauspiegel 2 können handelsübliche Tauspiegel verwendet werden. Der Strahler 3 kann beispielsweise
als Kupferstab ausgebildet sein, der mittels einer Heizspirale aufgeheizt wird. Bei Versuchen er^ab sich,
daß selbst bei Änderung des Leistungsverhältnisses zwischen Strahler 3 und Kühlelement 1 um 50% die
Selbstregelung noch erfolgt Es ändert sich dabei lediglich die Dicke des Wasserfilms auf dem Tauspiegel
2. Sie kann theoretisch um 6 10-er-Potenzen, zwischen
50· 10-8cm (Moldurchmesser von Wasser) und
1 · 10 --cm variieren.
Das selbstregelnde Tauspiegelhygrometer ermöglicht die dem Tauspiegel eigene hohe Meßgenauigkeit bei
einem technisch einfachen Aufbau mit geringer Wartung und hoher Lebendauer. Eine Vergleichsmessung
in Form eines Schreiberdiagrammauszuges wurde mittels eines bekannten LiCI-Meßgerätes und eines
erfindungsgemäßen selbstregelnden Tauspiegelhygrometers bei verschiedenen Raumtemperaturen im
Klimaraum durchgeführt. Die Meßkurven sind in F i g. 4 aufgezeichnet.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen
Claims (5)
1. Tauspiegelhygrometer mit einem Tauspiegel aus Metall, einem Kühlelement, das diesen kühlt und
einer Temperaturmeßeinrichtung zur Messung der Temperatur des Tauspiegels, gekennzeichnet
durch eine auf den Tauspiegel (2) gerichtete
Quelle (3) für Wärmestrahlen im Wellenlängenbereich 4,5 < A <
7,5 μπι, deren Intensität mit der Kühlleistung des Kühlelements (1) derart abgestimmt
ist, daß die Dicke des sich auf dem Tauspiegel (2) bildenden Taufilms einen endlichen stationären
Wert annimmt.
2. Tauspiegelhygromeier nach Anspruch 1, gekennzeichnet
durch mindestens einen Umlenkspiegel (4) für die Wärmestrahlung aus demselben Metall
wie der Tauspiegel (2).
3. Tauspiegelhygrometer nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Tauspiegel (2) und
die Umlenkspiegel (4) aus Gold bestehen.
4. Tauspiegelhygrometer nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Tauspiegel (2) und
die Umlenkspiegel (4) aus Silber bestehen.
5. Tauspiegelhygrometer nach Anspruch I bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Wärmestrahler aus
einem mittels einer Heizspirafe aufheizbaren Kupferstab besteht.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19752538225 DE2538225C3 (de) | 1975-08-28 | 1975-08-28 | Tauspiegelhygrometer |
Applications Claiming Priority (1)
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| DE19752538225 DE2538225C3 (de) | 1975-08-28 | 1975-08-28 | Tauspiegelhygrometer |
Publications (3)
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| DE2538225A1 DE2538225A1 (de) | 1977-03-10 |
| DE2538225B2 true DE2538225B2 (de) | 1980-04-17 |
| DE2538225C3 DE2538225C3 (de) | 1980-12-04 |
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19752538225 Expired DE2538225C3 (de) | 1975-08-28 | 1975-08-28 | Tauspiegelhygrometer |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE2538225C3 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE4005744C1 (de) * | 1990-02-23 | 1991-11-21 | Hans-Christian Prof. Dr.-Ing. 4513 Belm De Gudehus |
Families Citing this family (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3431624A1 (de) * | 1984-08-29 | 1985-01-17 | Heinz Walz Meß- und Regeltechnik, 8521 Effeltrich | Taupunktspiegel-hygrometer |
-
1975
- 1975-08-28 DE DE19752538225 patent/DE2538225C3/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE4005744C1 (de) * | 1990-02-23 | 1991-11-21 | Hans-Christian Prof. Dr.-Ing. 4513 Belm De Gudehus |
Also Published As
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| DE2538225C3 (de) | 1980-12-04 |
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