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DE2536799A1 - Verfahren und vorrichtung zum analysieren einer loesung niedrigen ionengehaltes - Google Patents

Verfahren und vorrichtung zum analysieren einer loesung niedrigen ionengehaltes

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DE2536799A1
DE2536799A1 DE19752536799 DE2536799A DE2536799A1 DE 2536799 A1 DE2536799 A1 DE 2536799A1 DE 19752536799 DE19752536799 DE 19752536799 DE 2536799 A DE2536799 A DE 2536799A DE 2536799 A1 DE2536799 A1 DE 2536799A1
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flow
electrodialysis
analysis
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reagent
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Gustav Lennart Dahl
Nils Rune Lundqwist
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Studsvik Energiteknik AB
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Studsvik Energiteknik AB
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    • G01N33/18Water
    • G01N33/182Specific anions in water
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    • Y10T436/193333In aqueous solution

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Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Analysieren eines niedrigen Halogenidionengehaltes in einer Lösung. Die Erfindung ist zwar allgemein anwendbar auf ionenbildende Lösungen, die Halogenidionen, bestehend aus Chlorid, Bromid oder Jodid, enthalten, sie ist aber besonders wertvoll für die Analyse, insbesondere für die kontinuierliche Analyse niedrigen Chloridionengehaltes in sehr reinem Wasser, wie des in der Reaktor te chnologie und Dampf techno logie benutzten Wassers, z.B.· eines Kondensates. Für die kontinuierliche Analyse beispielswei-
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se von Chloridionen in geringeren Konzentrationen als etwa 10 ppb ist bisher keine befriedigende Methode festgestellt worden. Das Bedürfnis für eine solche Methode ist jedoch sehr groß, beispielsweise um kleine dauernde Leckverluste aus Kondensatoren ermitteln zu können.
Aufgabe der Erfindung ist daher ein Verfahren und eine Vorrichtung für die vorzugsweise kontinuierliche Analyse niedriger Halogenidionengehalte in einer Lösung. Diese Aufgabe wird aufgrund der Tatsache gelöst, daß das Verfahren und die Vorrichtung gemäß der Erfindung die in den Ansprüchen angegebenen Merkmale zeigen.
Dementsprechend beruht die Erfindung auf einer anfänglichen Erhöhung der Konzentration durch ein Elektrodialyseverfahren mit anschließender photometrischer Analyse des erhaltenen Konzentrates. In dieser Hinsicht bedeutet es einen Vorteil, daß die Analyse des Konzentrates nicht aufgrund der ursprünglichen Ionen, sondern aufgrund der Elementarform durchgeführt wird, die bei Benutzung der Elektrolyse an Chlorid-, Bromid- oder Jodidionen erhalten werden kann. In dieser Ausführungsform wird das Ergebnis erzielt, daß ein etwaiges Vorhandensein von Ionen in dem Reagens, das bei der photometrischen Analyse des Konzentrates zugesezt wird, bei der Analyse das Analysenergebnis nicht beeinträchtigen kann.
Die Erfindung ist anwendbar auf die Analyse von Chlorid-, Bromid- und Jodidionen insofern,als sie bei der Elektrodialyse an eine Elektrode entladen werden können und in elementarer Form zurückbleiben, ohne daß Gefahr besteht, daß sie sich an der Elektrode anlagern.
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Die elektrische Leitfähigkeit der zu untersuchenden Lösungen, insbesondere von sehr reinem Wasser, ist sehr häufig viel zu gering, um daran eine Elektrodialyse durchführen zu können. Infolgedessen wird der Prüflösung vor der Elektrodialyse ein Elektrolyt zugesetzt, so daß die gewünschte Leitfähigkeit erreicht wird. Der Elektrolyt soll beispielsweise aus einer Säure, wie Essigsäure oder Kohlensäure bestehen, die nicht das zu analysierende Ion enthält. Andere Vorteile und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung einer als Beispiel gewählten bevorzugten Ausführungsform in Verbindung mit der Zeichnung.
Fig. 1 erläutert schematisch den Aufbau eines Gerätes gemäß der Erfindung zur kontinuierlichen Analyse niedriger Chloridiongngehalte in Wasser hoher Reinheit.
Fig. 2 zeigt im einzelnen in einem Querschnitt den oberen Teil des Elektrodialysegerätes aus Fig. 1.
Fig. 2 zeigt im einzelnen den unteren Teil eines Querschnittes des Elektrodialysegerätes aus Fig. 1.
Fig. 4 ist ein vergrößerter Querschnitt der Armatur des Dialyserohres aus Fig. 2.
Das in Fig. 1 gezeigte Gerät ist durch eine Leitung 1, die kontinuierlich Prüflösung abzieht, mit der Lösung verbunden, die kontinuierlich analysiert werden soll. Die auf diese Weise abgezogene Prüflösung wird erforderlichenfalls auf 25 bis 30° C gekühlt und durch ein Druckminderer- und Stabilisierventil 3 geleitet, bevor sie in eine erste Niveauregeleinrichtung 5 fließt, die mit einem Wehr 7 ausgerüstet ist. Aus dieser ersten Niveauregelvorrichtung 5 wird ein relativ konstanter Fluß der Prüflö-
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sung äurch Leitung 9 abgezogen. Der fließenden Prüflösung in Leitung 9 wird kontinuierlich ein Elektrolyt, und zwar durch Leitung 11, zugesetzt. Der Elektrolyt wird von einem Gefäß 13 mittels einer Rohrpumpe 15 abgemessen, die in der Leitung 11 angeordnet ist. Die zugesetzte Elektrolytmenge wird zweckmäßig in solcher Weise gewählt, daß die während der Elektrodialyse erzielbare höchste Stromstärke beispielsweise um 50 % überschritten wird, bei der die Elektrodialyse nach der Berechnung durchgeführt werden soll.
Die Prüflösung aus der ersten Niveauregelvorrichtung 5 und der Elektrolyt aus dem Gefäß 13 werden in einer Mischschlange 17 durchgemischt, die sehr einfach' durch Wickelung der Leitung 9 in Wendelform gefertigt ist. Darauf fließt die Prüflösung mit den zugesetzten Elektrolyten zu einer anderen Niveaure<Jelvorrichtung 19, die auf niedrigerer Höhe als die erste Vorrichtung 5 liegt und mit elrüajt Wehr 21 ausgerüstet ist. Aus der zweiten Niveaurege Ivor richtung 19 wird ein sehr stabiler Prüflösungsfluß abgezogen und zu einem Elektrodialysegerät 23 senkrecht unterhalb der Vorrichtung 19 geleitet. Der Prüflösungsfluß aus der Niveaurege !vorrichtung 19 wir"d in einen Hauptfluß,der dem Elektrodialysegerät 23 durch Leitung 25 zugeführt wird, und einen Analysefluß aufgeteilt, weicher der Elektrodialyseanordnung 2 3 unten durch eine Leitung 27 zugeführt wird. Der Hauptfluß wird am Boden des Elektrodialysegerätes 23 durch eine Austragleitung 29 abgezogen, wfihrend der Analysefluß am oberen Ende des Elektrodialysegerätes 23 durch eine Leitung 31 abgeführt wird.
Der AnalysefluB wird geregelt, indem man ihn durch die Leitung mit einer Rohrpumpe 33 pumpt. Dieselbe Rohrpumpe 33 dient zum
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Pumpen eines besonderen Flusses eines photometrischen Reagens aus einem Gefäß 35 durch Leitung 37. Daher haben der Analysefluß aus der Leitung 31 und der Reagensfluß aus der Leitung 37 stets ein konstantes Verhältnis zueinander, wenn sie unter Bildung eines Flusses in einer Leitung 39 vermischt werden, die durch eine Flußmeßzelle in einem Photometer 41 zu einer Austragleitung 43 geht. An das Photometer 41 ist ein Analysenaufzeichner über eine sogenannte Multianalogvorrichtung 47 angeschlossen. Zur Regelung des Flusses durch die Leitungen 11, 27, 29 und 37 ist in jeder von diesen ein Flußmesser F angeordnet.
Das Elektrodialysegerät 23 besitzt ein zylindrisches senkrechtes Glasrohr 51 und ein darin zentrisch angeordnetes Elektrodialysediaphragma in Gestalt eines Cellophanrohres 53, dessen lichte Weite verglichen mit dem Durchmesser des Rohres 51 klein ist. Zentrisch in dem Rohr 53 ist eine erste normalerweise positive Elektrode 55 in Form eines geraden Platindrahtes angebracht. Nahe der Innenwand des Rohres 51 befindet sich eine zweite normalerweise negative Elektrode 57 in Form einer senkrecht gewickelten Platindrahtspirale. Die Elektroden 55 und 57 sind über Leitungen 59 und 61 an einen Polwechselschalter 63 angeschlossen, der seinerseits an eine Gleichstromspannungsquelle 65 angeschlossen ist.
Während der Elektrodialyse fließt deshalb der Hauptfluß durch den Raum zwischen der Innenwand des Behälters 51 und dem Diaphragmarohr 5 3 abwärts, während der Analysenfluß in entgegengesetzter K ich tun'j aufwärts durch den Raum innerhalb des Diaphragmarohres fließt. Infolgedessen wandern die Chloridionen von dem Hauptfluß durch das Diaphragmarohr in den Analysefluß zu der po-
sitiven Elektrose 55. An dieser werden die Chloridionen entladen und in elementares Chlor umgewandelt. Das so freigesetzte Chlorgas wird vom Analysenfluß mitgenommen und löst sich in diesem. In der Analysenflußleitung reagiert das Chlor mit dem zugesetzten Reagens, so daß ein gefärbter Analysenfluß entsteht, dessen Intensität bei einer bestimmten Wellenlänge in dem Photometer ermittelt wird.
Was den im Elektrodialysegerät 23 erreichten Konzentrationsgrad betrifft, so ist dieser innerhalb gewisser Grenzen sowohl der Stromstärke bei konstanter Spannung und der Spannung bei konstantem Strom als auch dem Hauptfluß proportional, sowie umgekehrt proportional zum Analysenfluß. Der Konzentrationsgrad kann also ■ erforderlichenfalls leicht praktisch zwischen dem 10- und dem 100-fachen je nach Bedarf verändert werden und soll vorzugsweise in der Größenordnung des 20-fachen liegen.
Um das Gerät gemäß der Zeichnung zu kalibrieren, ist ein Gefäß 71 vorgesehen, das eine Lösung bekannten Chloridionengehaltes beispielsweise von.100 ppm NaCl-Lösung enthält, die durch eine Leitung 73 in vorbestimmter Menge in die Leitung 9 vor der Mischschlange 17 unter Benutzung eünes in der Leitung 73 angeordneten Meßinjektors 75 eingespritzt werden kann. Im Augenblick der Kalibrierung ist die Verbindung der Leitung 1 zu der zu analysierenden Lösung unterbrochen,und stattdessen wird die Leitung 1 mit reinem entionisiertem Wasser beschickt. Wenn an dem Aufzeichner 45 eine Nullinie erreicht ist, wird die Kalibrierlösung in einer konstanten Rate mittels des Injektors 75 eingespritzt, so daß an dem Aufzeicliner 45 eine gewisse Ablenkung entsprechend einem zuvor berechneten Chloridionengehalt erhalten wird.
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Eine Kalibrierung kann auch durchgeführt werden, wenn kein Deionisiertes reines Wasser zugänglich ist. In diesem Fall wird das Gerät zunächst in normaler Weise betrieben, aber die an das Elektrodialysegerät 23 angelegte Gleichstromspannung wird durch den Polumschalter 63 umgekehrt. Auf diese Weise erhält man eine Nulllinie. Darauf wird der Polumschalter 23 wieder in seine normale Lage zurückgelegt, so daß eine Anfangsablenkung im Aufzeichner 45 erhalten wird. Diese entspricht dem Chloridionengehalt in der analysierten Lösung. In diesem Augenblick wird ein bekannter Fluß kalibrierter Lösung in Leitung 9 gepumpt, und man erhält eine andere Ablenkung am Aufzeichner 45. Die Differenz zwischen der zweiten und der dritten Ablenkung entspricht einer bekannten früher berechneten Erhöhung im Chloridionengehalt und liefert infolgedessen den erforderlichen Skalenfaktor.
Was die Kalibrierung betrifft, so besteht eine andere Möglichkeit darin, daß man wiederum in die Leitung 9 spezifische Flußmengen bekannter Chloridionenkonzentrationen pumpt und aus den so erhaltenen Änderungen in der Ablenkung den Skalenfaktor ermittelt. Dies könnte z.B. dadurch gesehen, daß man die Rohrpumpe 15 benutzt, wie bei 77 angedeutet ist.
Bei Benutzung des in der Zeichnung dargestellten Gerätes bauen sich im allgemeinen nach gewisser Zeit Ablagerungen auf den Elektroden auf. Dies führt zu einer Herabsetzung im erzielten Konzentrationsgrad. Diesen Mangel kann man dadurch vermeiden, daß man regelmäßig die Fließrichtung des Stromes unter Benutzung des Polumschalters 63 wechselt. Letzterer kann entsprechend für eine automatische Richtungsumkehr des Stromflusses für einen Zeitraum
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von 15 Minuten alle 4 Stunden ausgebildet werden. Auf diese Weise wird gleichzeitig die Nullinie auf dem Aufzeichner 45 festgelegt.
Fig. 2 zeigt den oberen Teil des Glaszylinders 51 mit einer Erweiterung 80, die von einer Asbest-Graphitdichtung 81, einer Poly te traf luoräthylendichtung 82 und einer üblichen Metallflanschkupplung 83 umschlossen ist. Die Platinelektrode 57 ist in den
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Glaszylind 51 mittels einer Polypropylenfassung 84 eingeführt, während die andere Platinelektrode 55 im Dialyserohr 5 3 angeordnet ist, das seinerseits an ein Verbindungsstück 85 aus PoIytetrafluoräthylen angeschlossen ist. Das Verbindungsstück 85 besitzt einen Kanal 86 für den Analysefluß von dem Elektrodialysegerät, der auch durch ein Polypropylenpaßstück 87 geleitet wird. Der Hauptfluß zum Elektrodialysegerät geht durch das Polypropylenpaßstück 88.
In Fig. 3, das den unteren Teil des Glaszylinders 51 zeigt, sind solche Elemente, die denen in Fig. 2 ähnlich sind, mit den gleichen Bezugszahlen wie in Fig. 2 versehen. Zusätzlich zu diesen ähnlichen Bauteilen zeigt Fig. 3 den Einlaß 89 für den Analysefluß, der durch ein Polypropylenpaßstück 90 und Verbindungsstück 85 eingeleitet wird. Der Hauptfluß aus dem Elektrodialysegerät geht durch ein Polypropylenpaßstück 91.
Fig. 4 zeigt in größerem Maßstab das Verbindungsstück 85 der Fig. 2, das an das Dialyserohr 53 angeschlossen ist, irtit seiner Elektrode 55. Die Elektrode 55 wird von dem Rohr 53 mittels PoIytetrafluoräthyle,ndistanzstücken 92 in Abstand gehalten, die in der Zeichnung auch in Draufsicht dargestellt sind. Das Rohr 53 ist mittels eines gewickelten Drahtes 93 mit dem Anschlußstück 85 verbunden.
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Nachstehend wird die Erfindung anhand eines bevorzugten Beispieles näher erläutert.
Beispiel
Das Verfahren nach der Erfindung wurde zur Analyse von Chlor in Wasser hoher Reinheit unter Benutzung der folgenden Ausrüstung durchgeführt.
Ausrüstung (es wurde die in der Zeichnung dargestellte Apparatur benutzt)
Photometer Turner 330 (K.G. Turner, USA)
Multianalogvorrichtung Optilab 201 (B. Philiph Instrumentation, Schweden)
Registrier
gerät T02NI-H 2001 (Tohshin Electron Co., Ltd., Japan)
GIeich-
stromspan-
nungsquel-
Ie "Special" (G. Beckmann AB, Schweden)
Pumpen Masterflex (CoIe Parmer Instrument Co., USA) Rotameter Fischer & Porter
Elektrodi- Ein Glasrohr mit einer Länge von 1 m und einer lichten alysesäule Weite 65 mm enthaltend ein semipermeables nicht ionenselektives Cellophanrohr von einem Durchmesser von 6 mm. Als Elektroden wurden ein gerader Platindraht einer Länge von 1 m und eines Durchmessers von 1 mm sowie ein gewendelter Platindraht einer Länge von 5 m und eines Durchmessers von 1 mm benutzt. Die Rohrverbindungsstücke waren übliche Polypropylenverbindungsstücke, während die Dichtungen aus üblichen Polytetrafluoräthylen- und Asbest-Graphitdichtungen bestanden.
Die übrige Ausrüstung war völlig üblicher Art.
Als Reagens für die photometrische Analyse wurde o-Tolidin benutzt, das mit Chlor eine gelbe Farbe ergibt, deren Intensität bei etwa 440 nm, im vorliegenden Fall bei 445 nm, ermittelt wird. Dasselbe Reagens ist zur Bestimmung von Brom oder Jod brauchbar.
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Die benutzte Reagenslösung hatte die folgende Zusammensetzung: 10 g o-Tolidin wurden in 15OO ml konzentrierter Essigsäure aufgelöst und dann unter Benutzung von entionisiertem und natürlich chlorfreiem Wasser auf 10 1 verdünnt.
Der Versuch verlief wie folgt:
Aus der Niveauregelvorrichtung 5 wurde durch Leitung 9 ein konstanter Fluß Prüf lösung von 2150 ml/Min. abgezogen. Diese Prüfflußlösung in Leitung 9 wurde kontinuierlich mit 6 ml/Min. 0,5 %-iger Essigsäure ve^etzt. Die Prüflösung aus der Niveauregelvorrichtung 19 wurde in einen Hauptfluß von 2000 ml/Min, und einen Analysefluß von 10 ml/Min, aufgeteilt. Nach der Elektrodialyse bei einer Ausgangsspannung von 500 V und einer Ausgangsstromstärke von 1 A wurden dem Analysefluß 0,5 ml/Min. Reagenslösung zugesetzt, die im Photometer analysiert wurde. Dieses war mit einer Durchflußkuvette von 15 mm Länge versehen. Der Gehalt des Analysenflusses wurde zu 0,1 ppb cl~ bestimmt.
Das beschriebene Gerät ist am besten zur Messung von Chloridionengehalten im Bereich von 0,1 bis 20 ppb (1 ppb =10 g/l) geeignet. Der Anwendungsbereich des Gerätes soll jedoch mittels geringfügiger Abänderungen nach unten ausdehnbar auf rund 0,01 ppb sein, indem man beispielsweise im Photometer eine längere Durchflußkuvette von beispielsweise 100 mm statt der üblichen Durchflußkuvetteh benutzt, die z.B. eine Länge von 15 oder 50 mm haben. Im Hinblick auf die angegebene Größenordnung des Analysenflusses sollte dies völlig brauchbar sein.
Die Bedeutung der Tatsache, daß bei der Elektrodialyse das Chloridion in elementares Chlor umgewandelt wird, ergibt sich aus dem folgenden Beispiel:
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Eine allgemein benutzte Methode zur photometrischen Analyse von Chloridionen besteht in der Quecksilberthiocyanatmethode bei Durchführung der Analyse an Chloridionen.
20 ml Prüfwasser (mittels Eindampfung konzentriert) werden mit den folgenden Reagentien versetzt:
0,5 ml 70 %-iges HClO. verunreinigt mit 1,5 χ 10~ mg Cl"
0,5 ml Hg(SCN)2 verunreinigt mit 2,5 χ 10~5 mg Cl"
-4 0,2 ml Fe(ClO4J3 verunreinigt mit 1 ,4 χ 10 mg Cl
insgesamt etwa 1,6 χ 10 mg Cl
Wenn die Chloridionen von 2000 ml einer Prüfwasserlösung auf 20 ml Konzentrat eingeengt werden, dem das Reagens zuzusetzen ist, beträgt die Gesamtmenge an Cl in diesen 20 ml 2 χ 10 mg, wenn die Ausgangslösung (2000 ml) 1 ppb Chlorid enthielt. Selbst bei Benutzung zur Analyse einer Vergleichslösung aller Reagentien zugesetzt zu "absolut reinem Wasser" desselben Volumens wie die zu prüfende Lösung und Substraktion von der geprüften Probe sollte man öffentlich keine Proben mit niedrigeren Gehalten an Chloridionen als die Summe der Verunreinigungen der Reagenslösung analysieren.
Die Erfindung ist natürlich nicht auf die im einzelnen beschriebenen Ausführungsformen beschränkt; denn im Rahmen der Ansprüche sind Abänderungen möglich. Beispielsweise kann man für die Elektrodialyse zwei oder mehr perallel geschaltete Elektrodialyseapparate der angegebenen Art benutzen, so daß die Höhe des Glasrohres und damit auch die Abmessung des Gerätes herabgesetzt werden können.
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Claims (23)

Patentansprüche
1. ,/Verfahren zum Analysieren einer Lösung von niedrigem Halogenid-
ionengehalt bestehend aus Chlorid-, Bromid- und/oder Jodidionen, dadurch gekennzeichnet, daß man a) die Konzentration der Halogenidionen in der zu prüfenden Lösung durch deren Elektrodialyse erhöht, wobei die Halogenidionen in elementares Halogen umgewandelt werden und b) die so erhaltenen konzentrierte Lösung auf ihren Gehalt an elementarem Halogen photometrisch analysiert.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Prüflösung vor der Elektrodialyse ein Elektrolyt zugesetzt wird, der die elektrische Leitfähigkeit der Prüflösung erhöht.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Elektrolyt aus einer Säure besteht.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Säure aus Essigsäure besteht.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß von der Lösung ein konstanter Prüflösungsfluß extrahiert und dieser vor der Elektrodialyse in einen Analysefluß und einen Hauptfluß geteilt wird, die anschließend beide über die betref-
• fenden Seiten eines Elektrolysediaphragmas geleitet werden.
6. Verfahren nach. Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Volumenverhältnis zwischen dem Hauptfluß und dem Analysefluß mindestens 50 beträgt.
7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Volumenverhältnis in der Größenordnung von 200 liegt.
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8. Verfahren nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß während der Elektrodialyse der Hauptfluß und der Analysefluß in entgegengesetzten Richtungen über das Diaphragma geleitet werden.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß ein photometrisches Reagens nach der Elektrodialyse zugesetzt wird.
10. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß das Reagens dem Konzentratfluß nach der Elektrodialyse in solcher Weise zugesetzt wird, daß das Volumenverhälthis zwischen dem Reagensfluß und dem Analysefluß konstant bleibt.
11. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß das Volumenverhältnis zwischen Analysefluß und Reagensfluß in der Größenordnung von 20 liegt.
12. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 11, gekennzeichnet
durch kontinuierliche Betriebsweise.
13. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Richtung des Elektrodialysestromes in bestimmten Zeitintervallen für bestimmte Zeitspannen umgeschaltet wird.
14. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß man den Chloridionengehalt in Wasser hoher Reinheit analysiert.
15. Vorrichtung zur Analyse einer Lösung von geringem Gehalt an Halogenidionen, insbesondere Chlorid-, Bromid- und Jodidionen, gekennzeichnet durch
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a) eine Extraktionseinrichtung für einen konstanten Prüflösungsfluß aus der Lösung,
b) ein zur Aufnahme des Prüflösungsflusses dienendes Elektrodialysegerät und
c) ein Gerät zur photometrischen Analyse eines aus dem Elektrodialysegerät erhaltenen Analyseflusses.
16. Vorrichtung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß die Leitung des Prüflösungsflusses in einen Hauptfluß und einen Analysefluß verzweigt ist und das Elektrodialysegerät eine Hauptdur chf lußkammer und eine Konzentrationsdurchflußkammer besitzt, die durch ein Elektrolysediaphragma getrennt sind.
17. Vorrichtung nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß der Analysefluß durch das Elektrodialysegerät in entgegengesetzter Richtung zum Hauptfluß geführt ist.
18. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 16 oder 17, dadurch gekennzeichnet, daß die Durchflußrichtungen von Haupt- und Analysefluß durch das Elektrodialysegerät im wesentlichen senkrecht verlaufen.
19. Vorrichtung nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, daß die Richtung des Analyseflusses durch das Elektrodialysegerät aufwärts verläuft.
20. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 16 bis 19, dadurch gekennzeichnet, daß das Diaphragma rohrförmig und in einem vorzugsweise zylindrischen Gefäß angeordnet ist, wobei der Raum zwi-
der sehen den Gefäßwandungen und dem Diaphragma eine Kammer und rohrförmige Rauminhalt des Diaphragmas die andere Kammer bilden, wobei eine Elektrode um das Diaphragma in der einen Kammer und
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eine Elektrode im wesentlichen zentrisch innerhalb der anderen Kammer angeordnet sind.
21. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 16 bis 20, dadurch gekennzeichnet, daß das photometrische Analysegerät ein Photometer und Zuführungseinrichtungen für Reagens zu dem vom Elektrodialysegerät kommenden Analysefluß aufweist.
22. Vorrichtung nach Anspruch 21, gekennzeichnet durch einen Pumpe zur Förderung des Analyseflusses durch das Elektrodialysegerät in einem konstanten Volumenverhältnis zwischen dem Reagensfluß und dem Analysefluß und mit einem konstanten Analysefluß.
23. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 15 bis 22, dadurch gekennzeichnet, daß die Zuführeinrichtung für Elektrolyt zur Prüflösung vor dem Elektrodialysegerät angeordnet ist.
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DE2536799A 1974-08-21 1975-08-19 Verfahren zum Analysieren eines niedrigen Chlorid-, Bromid- und/oder Jodidionengehaltes Expired DE2536799C2 (de)

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Römpps Chemie-Lexikon, 7. Auflage, 1973, S. 979 *

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