DE2536590A1 - Halbharte magnetische legierung und verfahren zu ihrer herstellung - Google Patents
Halbharte magnetische legierung und verfahren zu ihrer herstellungInfo
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Description
NIPPON TEUCGRAPH AND TELEPHONE PUBLIC CORPORATION, Tokio, Japan
Halbharte magnetische Legierung und Verfahren zu ihrer Herstellung
Die Erfindung bezieht sich auf eine halbharte magnetische Legierung mit einer zusammengesetzten magnetischen
Eigenschaft und auf ein Verfahren zur Herstellung der Legierung. Die Erfindung betrifft insbesondere eine halbharte magnetische
Legierung, bei der es sich trotz der zusammengesetzten magnetischen Eigenschaft um eine magnetische Einzellegierung
handelt, und befaßt sich mit einem Verfahren zum
Herstellen einer solchen halbharten magnetischen Einzellegierung.
Herstellen einer solchen halbharten magnetischen Einzellegierung.
Übliche halbharte magnetische Werkstoffe oder harte magnetische Werkstoffe, die in der gleichen Weise -wie halbharte magnetische Werkstoffe verwendet v/erden können, haben
einfache Hysteresisschleifen entsprechend den Darstellungen
nach den Figuren 1 und 2. Die Kanalschalter eines elektronischen Wählsystems werden beispielsweise im allgemeinen elek-
einfache Hysteresisschleifen entsprechend den Darstellungen
nach den Figuren 1 und 2. Die Kanalschalter eines elektronischen Wählsystems werden beispielsweise im allgemeinen elek-
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tromagnetisch angetrieben und können grob in einen Kreuzschienenschalter
und eine Schaltmatrix unterteilt v/erden. Das vom Anmelder entwickelte elektronische Wählsystem
DSX-10 verwendet einen kleinen Kreuzschienenschalter. Es
wurde auch bereits die Verwendung eines magnetischen selbsthaltenden Schutzgasrelais in Verbindung mit der Schaltmatrix
untersucht, und man hat dafür einen halbharten magnetischen Werkstoff verwendet.
Die magnetischen selbsthaltenden Schalter werden in einen Ferreed-Typ mit einem erregenden magnetischen Kern aus
einem halbharten magnetischen Werkstoff und einem Schalter mit einer Zunge aus dem halbharten magnetischen Werkstoff
klassifiziert. Solche Schalter verwenden Hysteresisschleifen, wie sie in den Figuren 1 und 2 dargestellt sind. Sie x^erden
daher in einem hohen Maße durch eine Änderung im Antriebsstrom beeinträchtigt, und zwar beim Öffnen und Schließen,
besonders aber beim Schließen. Dadurch wird die Ansteuerung kompliziert, und man benötigt eine genaue Steuerung des Antriebsstromes.
Wenn man andererseits eine Hysteresisschleife entsprechend der Darstellung nach der Fig. 3 benutzt, in der
eine noch zu beschreibende zusammengesetzte magnetische Eigenschaft dargestellt ist, existiert ein stabiler Zustand
bei nicht vorhandener Magnetflußdichte, so daß für die Stromänderung ein ausreichender Spielraum vorgesehen werden kann.
In diesem Fall beruhen die Öffnungs- und Schließoperationen des Schalters auf der in der Fig. 3 durch eine dickere Linie
dargestellten kleineren Schleife. Es hat sich herausgestellt, daß die Vervrendung einer solchen zusammengesetzten magnetischen
Eigenschaft für die Operation des Schalters mit verschiedenartigen Vorteilen verbunden ist. Eine solche zusammengesetzte
magnetische Eigenschaft kann man jedoch mit irgendeiner üblichen Einzellegierung nicht erhalten. Zum Bereitstellen
einer in der Fig. 3 dargestellten zusarnmenge-
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setzten magnetischen Eigenschaft ist es notwendig, zwei Legierungen
mit unterschiedlichen magnetischen Eigenschaften durch Plattieren mechanisch miteinander zu verbinden. Man
muß also zwei Legierungen mechanisch miteinander verbinden, die beispielsweise die in den Figuren 1 und 2 dargestellten
magnetischen Eigenschaften zeigen. Für die zusammengesetzte magnetische Eigenschaft eines neuen Kanalschalters des elektronischen
Wahlsystems ist es erforderlich, daß die kleinere Koerzitivkraft H (a) mehr als einige zehn Oerstedt beträgt
und daß die größere Koerzitivkraft H (b) mehr als 200 0erstedt hat. Bis heute ist allerdings kein aus einer einzigen
Legierung hergestellter magnetischer Werkstoff bekannt, der eine Hysteresisschleife entsprechend der Darstellung nach
der Fig. 3 aufweist. Die Studien nach mechanischen Plattierverfahren von zwei Legierungen mit unterschiedlichen Koerzitivkräften
wurden daher fortgeführt. Als Ergebnis dieser Studien hat man gefunden, daß die beiden Legierungen bezüglich
der Wärnebehandlung und der Arbeitsbedingungen miteinander übereinstimmen sollten, daß das Plattieren von Legierungen
von unterschiedlichen Grundzusammensetzungen besonders schwierig ist und daß die Anzahl der üblichen halbharten
magnetischen Werkstoffe, die zum Plattieren geeignet sind, sehr klein ist. Aufgrund der Studien hat die Anmelderin das
System der Fe-Co-Ni-Cr-Cu-Legierung, im folgenden kurz FCNC-Systemlegierung
genannt, entwickelt, die eine Koerzitivkraft von 40 bis 350 Oerstedt hat und kalt verformt werden kann.
Durch die Verwendung dieser Legierung kann man einen plattierten zusammengesetzten magnetischen Kern erhalten, dessen
Hysteresisschleife entsprechend der Darstellung nach der Fig. 3 verläuft.
Das magnetische Material mit der zusammengesetzten magnetischen Eigenschaft kann man durch mechanisches Plattieren
erhalten. Entsprechende Plattierverfahren sind in der japanischen Patentschrift 554 846 (japanische Patentveröffentlichung
Nr. 7836/69)und in US-Patentschriften beschrieben.
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Ein solches plattiertes magnetisches Material ist
jedoch zur preisgünstigen Massenherstellung nicht geeignet und ist daher im Vergleich zu einer Einzellegierung mit
einer zusammengesetzten magnetischen Eigenschaft mit hohen Herstellungskosten verbunden.
Ferner wurde bereits ein Verfahren zum Herstellen einer magnetischen Co-V-Mn-Fe-Legierung entwickelt. Die
chemische Zusammensetzung und die Eigenschaften dieser Legierung sind in den deutschen Patentanmeldungen P 2k 57
und P 25 13 235 beschrieben. Die Zusammensetzung der chemischen
Komponenten dieser Legierung ist jedoch von derjenigen der erfindungsgemäßen Legierung verschieden. Die zusammengesetzte
Hysteresisschleife der erwähnten entwickelten Legierung unterscheidet sich ebenfalls von der zusammengesetzten
magnetischen Eigenschaft der erfindungsgemäßen Legierung. Die hier erwähnte zusammengesetzte magnetische
Eigenschaft wird später erläutert. An dieser Stelle soll lediglich erwähnt werden, daß es bei der Erfindung notwendig
ist, daß eine Treppenstufe, bei der sich die magnetische Eigenschaft ändert, in der Nachbarschaft der H-Achse existiert.
Ferner ist es bei der Herstellung der oben genannten Legierung erforderlich, daß für wenigstens 30 Sekunden
ein teilweises Glühen oder Tempern ausgeführt wird. Dieser Herstellungsschritt kann nur unter sehr schwierigen Bedingungen
durchgeführt werden.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine neuartige magnetische Einzellegierung mit einer zusammengesetzten
magnetischen Eigenschaft zu schaffen, wobei die erwähnten Schwierigkeiten und Unzulänglichkeiten nicht auftreten.
Ferner soll ein Verfahren zur Herstellung der genannten
magnetischen Legierung geschaffen werden, die unter Zugrundelegung der Wärmebehandlungs- und Verformungsbedingungen
einen Zustand aufweist, als ob Legierungsphasen von
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unterschiedlichen magnetischen Eigenschaften in einer Legierung vorhanden wären.
Die hier erwähnten Begriffe "zusammengesetzte magnetische Eigenschaft" und "halbharter magnetischer Werkstoff"
werden wie folgt definiert:
Die "zusammengesetzte magnetische Eigenschaft" weist eine zusammengesetzte Hysteresiskennlinie entsprechend der
Darstellung nach der Fig. 3 auf, bei der eine kleinere Koerzitivkraft H (a) und eine größere Koerzitivkraft H_(b)
vorhanden sind und die in der Nachbarschaft der Η-Achse eine Stufe aufweist, bei der nahezu keine Änderung in der magnetischen
Flußdichte auftritt. Der "halbharte magnetische Werkstoff" ist ein magnetisches Material, bei dem es sich um ein
hartes magnetisches Material handelt, das jedoch in der gleichen Weise wie ein weiches magnetisches Material benutzt
wird.
Nach der Erfindung wird die zusammengesetzte magnetische Eigenschaft mit einer einzigen Legierung erzielt. Der
Erfindungsgegenstand überwindet daher nicht nur die Schwierigkeiten bei der Herstellung der Legierung, sondern sorgt
auch für eine magnetische Legierung, die zur Massenherstellung geeignet ist, deren Herstellungskosten gering sind und
die ausgezeichnete Eigenschaften auf v/eist. Es hat sich überraschend
gezeigt, daß die neu geschaffene magnetische Legierrung die zusammengesetzte magnetische Eigenschaft aufweist,
und man die Legierung mit Erfolg praktisch verwendet. Ferner hat man den Bereich der Zusammensetzung der Legierung erstellt.
Die Legierung setzt sich grundsätzlich aus Kobalt, Nickel und Chrom zusammen und enthält eine oder mehrere Arten
von Komponenten, die aus einer aus Kupfer und Titan bestehenden Gruppe ausgewählt sind, wobei der Rest Eisen ist.
Ferner hat man die Herstellungsbedingungen zum Erzielen der zusammengesetzten magnetischen Eigenschaft angegeben.
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Nach der Erfindung ist eine magnetische Legierung dadurch gekennzeichnet, daß sie sich grundlegend aus 15 bis
50 Gew.^ Kobalt, 5 bis 25 Gew.% Nickel und 1 bis 9 Gew.%
Chrom zusammensetzt und weniger als 10 Gew.?o (ausschließlich von O Gew.%) von einer oder mehreren Arten von Komponenten
enthält, die aus einer aus Kupfer und Titan bestehenden Gruppe von Komponenten ausgewählt sind, und der Rest
Eisen ist. Die magnetische Legierung weist eine solche zusammengesetzte
magnetische Eigenschaft auf, daß ihre Hysteresiskennlinie eine Kombination aus harten und weichen magnetischen
Eigenschaften ist und daß die Gestalt der Hysteresisschleife derart ist, daß die magnetische Flußdichte (B)
in der Nachbarschaft der H-Achse eine stufenförmige Änderung
aufweist. Bei einem Verfahren zur Herstellung der magnetischen Legierung werden nach der Erfindung die Kaltverformung
und das Tempern der oben angegebenen Zusammensetzung mehrmals wiederholt, um die angegebene zusammengesetzte magnetische
Eigenschaft zu erreichen.
Die Erfindung wird an Hand von Zeichnungen im einzelnen erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 und 2 grafische Darstellungen von Hysteresisschleifen,
die die Eigenschaften eines herkömmlichen weichen und harten magnetischen Werkstoffes wiedergeben,
Fig. 3 eine grafische Darstellung einer Hysteresisschleife, die die zusammengesetzte magnetische Eigenschaft
darstellt, die man gemäß dem Stand der Technik durch mechanisches Plattieren von mehreren Legierungen, jedoch gemäß
der Erfindung mit einer einzigen Legierung erhält,
Fig. 4 eine grafische Darstellung der magnetischen Eigenschaften in Abhängigkeit von den Verformungs- und Temperungsschritten
zur Erläuterung der Herstellungsbedingungen bei einem Beispiel der erfindungsgemäßen Legierung, wobei die
Quadranten II und III der Hysteresisschleife gezeigt sind,
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ORIGINAL INSPECTED
Pig. 5 eine Reihe von grafischen Darstellungen zum Erläutern der Änderungen in der Eigenschaft einer erfindungsgemäßen
Legierung aus 20 Gew.% Kobalt, 10 Gew.54 Nickel,
9 Gew.% Chrom, 4 Gew.% Kupfer und Rest Eisen, wobei die Legierung
in Übereinstimmung mit einem anderen Beispiel der Erfindung wiederholt kaltgeformt und getempert wird,
Fig. 6a bis 6g grafische Darstellungen der Eigenschaft einer Legierung aus 20 Gew.% Kobalt, 12 Gew.% Nickel,
8 Gew.^i Chrom, 3 Gew.$o Kupfer und Rest Eisen in Abhängigkeit
von entsprechenden Herstellungsschritten in Übereinstimmung
mit einem weiteren Beispiel der Erfindung und
Fig. 7 eine grafische Darstellung der Hysteresiskennlinie einer Legierung aus 20 Gew.% Kobalt, 10 Gew.$>
Nickel, 9 Gew.% Chrom, 3 Gew.% Kupfer und Rest Eisen in
Übereinstimmung mit einem Ausführungsbeispiel der Erfindung.
¥ie bereits erwähnt, ist es Aufgabe der Erfindung, eine magnetische Legierung zu schaffen, bei der es sich um
eine Einzellegierung handelt, die jedoch die in der Fig. 3 dargestellte zusammengesetzte magnetische Eigenschaft aufweist.
Ferner soll ein Verfahren zum Herstellen einer solchen magnetischen Legierung geschaffen werden. Die in den folgenden
Punkten ausgeführten Angaben werden als verantwortlich dafür betrachtet, daß man die zusammengesetzte magnetische
Eigenschaft mit einer einzigen Legierung erhält.
1. Die Struktur der Legierung setzt sich aus wenigstens
drei Phasen zusammen. Zwei der drei Phasen sind ferromagnetische Phasen mit unterschiedlichen magnetischen Eigenschaften,
und die verbleibende Phase ist eine nichtmagnetische Phase, in der die beiden ferromagnetisehen Phasen fein
dispergiert sind.
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2. Die Struktur der Legierung setzt sich aus wenigstens einer ferromagnetisehen Phase und einer nicht magnetischen
Phase zusammen und die Richtung oder die Größe der Anisotropie (beispielsweise Anisotropie der Form) der
ferromagnetisehen Phase ist verschieden.
3. Man führt alles auf die Struktur des magnetischen Bereiches zurück. Die taillenartig eingeschnürte Hysteresisschleife
von Perminver, bei dem es sich um ein Material konstanter Permeabilität handelt, ergibt sich beispielsweise
aus dem Unterschied in der Stabilität der magnetischen Bereichswende, die durch die Wärmebehandlung hervorgerufen
werden.
Da in der Praxis die Struktur- und Phasenbedingungen der Legierung in einem hohen Maße von der Wärmebehandlung
und der Verformung abhängen, ist es sehr schwierig, den Grund für die zusammengesetzte magnetische Eigenschaft anzugeben.
Allerdings ist es möglich, die unter 1. und 2. genannten Zustände durch geeignete Wärmebehandlung und Verformung
zu erzeugen.
Nach der Erfindung werden geeignete Bedingungen für die Wärmebehandlung und die Verformung herangezogen, um die
zusammengesetzte magnetische Eigenschaft zu erzeugen, und es wird eine geeignete Zusammensetzung der Legierung verwendet,
mit der unter den angegebenen Bedingungen die zusammengesetzte magnetische Eigenschaft erzielt wird.
Nach dem Stand der Technik wird die magnetische Eigenschaft des halbharten magnetischen Werkstoffs im allgemeinen
durch Kaltverformen und Tempern festgelegt. Die eingangs erwähnte FCNC-Systemlegierung vom plattierten Typ
mit zusammengesetztem magnetischem Kern verbessert ihre magnetischen Eigenschaften bei Anwendung der folgenden Verfahrensschritte
in der genannten Reihenfolge: Kaltverformen,
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.253659*
Glühen bzw. Tempern, Kaltverformen und Glühen bzw. Tempern.
Eine Kaltverformung nach einem Glühvorgang liefert insbesondere eine Hysteresisschleife mit einem ausgezeichneten
Rechteckigkeitsverhältnis. Nach der Erfindung hat es sich überraschend herausgestellt, daß bei wiederholten
Kaltverformungs- und Temperungsvorgängen die zusammengesetzte
magnetische Eigenschaft in einem bestimmten Zusammensetzungsbereich des magnetischen Werkstoffs auftritt.
Die Erfindung zeichnet sich durch die folgenden Merkmale aus:
1. Eigenschaft: Die zusammengesetzte magnetische Eigenschaft wird mit einer einzigen Legierung erzielt. Insbesondere
ist eine solche magnetische Legierung von hoher Koerzitivkraft, wie sie nach der Erfindung geschaffen wird,
beispielslos.
2. Herstellungsverfahren: Die aufgefundenen Wärmebehandlungs- und Verformungsbedingungen rufen in der Einzellegierung
einen solchen Zustand hervor, als ob die Legierung aus zwei verschiedenen Legierungen mit unterschiedlichen
magnetischen Eigenschaften bestehen würde.
3. Bereich der Zusammensetzung der Legierung: Der Zusammensetzungsbereich,in dem man unter Berücksichtigung
des Herstellungsverfahrens unter Punkt 2. die zusammengesetzte magnetische Eigenschaft erreicht, und die Zugabebereiche
von additiven Elementen - Kupfer und Titan - wurden festgelegt.
4. Die erfindungsgemäße magnetische Legierung kann zum Herstellen von magnetischen Kernen für Relais, Schalter
usw. verwendet werden.
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" 10 " __ Z536590
Die Erfindung ist auf eine Legierung gerichtet, deren Zusammensetzung sich aus den Ansprüchen ergibt.
Die Legierung wird ohne mechanische Plattierung hergestellt. Durch auf diese Legierung abgestellte Verxormungs-
und Wärmebehandlungsschritte wird die zusammengesetzte magnetische Eigenschaft erzielt.
Als nächstes wird der Zusammensetzungsbereich der erfindungsgemäi3en Legierung angegeben, d.h. der Bereich
der Legierungskomposition, in dem die zusammengesetzte magnetische Eigenschaft erzielbar ist.
Die folgende Tabelle 1 zeigt die Ergebnisse von Experimenten, die zur Bestimmung des Bereiches der Legierungszusammensetzung
mit verschiedenen Kombinationen des Reduktionsverhältnisses mit dem Temperaturbereich für das
Tempern durchgeführt wurden. Die in der Tabelle zusammengestellten experimentellen V/erte sind diejenigen, die man
nach dem zweiten Glühen bzw. Tempern erhält. Die in der Tabelle angegebenen Bezeichnungen a und b entsprechen den
Koerzitivkräften der zusammengesetzten magnetischen Eigenschaft entsprechend der Darstellung nach der Fig. 3.
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Tabelle 1
Zusammensetzung und magnetische Eigenschciit
Zusammensetzung und magnetische Eigenschciit
Zusatnmensetzung (Gew.%) H (Oe) Br
Nr. Co Ni Cr Cu Ti Fe a b (kG)
R.est nichtmagnetisch
17,0 15,0 7,0 12,0
10,5
12,8 9,0
10,0 Performer
12,0
10,4 9,0 9,0
10.8 7,0 7,5 9,7 0,2 " 52 305 7,2
15,0 8,2
| 1 | 10 | 20 | 7 | 3 |
| 2 | 10 | 30 | 7 | 3 |
| 3 | 15 | 3 | 7 | 3 |
| 4 | 15 | 5 | 7 | 3 |
| 5 | 15 | 25 | 7 | 3 |
| 6 | 15 | 15 | 8 | 3 |
| 7 | 20 | 0 | 7 | 3 |
| 8 | 20 | 10 | 7 | 3 |
| 9 | 20 | 30 | 7 | 3 |
| 10 | 20 | 10 | 0 | 0 |
| 11 | 20 | 10 | VJl | 12 |
| 12 | 20 | 10 | 8 | 3 |
| 13 | 20 | 10 | 7 | 6 |
| 14 | 20 | 10 | 6 | 9 |
| 15 | 20 | 10 | 9 | 3 |
| 16 | 20 | 10 | 7 | 3 |
| 17 | 20 | 10 | 9 | 4 |
| 18 | 20 | 12 | 8 | 3 |
| 19 | 20 | 14 | 7 | 3 |
| 20 | 20 | 12 | 8 | 3 |
| 21 | 20 | 15 | 1 | 8 |
| 22 | 20 | 12 | 7 | 10 |
| ti | 25 | nichts | 270 |
| t! | 30 | 70 | 300 |
| ti | 10 | 30 | 240 |
| t! | 30 | 100 | 313 |
| Il | 23 | nichts | 300 |
| Il | 40 | 230 | 233 |
| Il | 3,0 | nichts | 297 |
| Il | 20 | nichts | 280 |
| ti | gerissen bei | 305 | |
| It | 60 | 80 | |
| It | 65 | 290 | |
| η | 65 | ||
| It | 44 | ||
| ti | 50 | ||
| It | 44 | ||
| ti | 48 | ||
| tt | 50 | ||
| Il | 52 | ||
| It | 30 | ||
| t? | 61 |
K Π 9813/0909
~ 12 Zusammensetzung (Gew. 1^)
(Oe)
| Nr. | Co | Ni | Cr | Cu | Ti | Fe | a | b | 100 | (kG) |
| 23 | 25 | 12 | 7 | 1,5 | Res | t 55 | 208 | 60 | 9,0 | |
| 24 | 25 | 12 | 7 | 3 | π | 50 | 235 | 150 | 12,0 | |
| 25 | 25 | 12 | 5 | 3 | tt | 70 | 145 | gerissen beim | 13,5 | |
| 26 | 25 | 14 | 10 | 3 | tt | 75 | 305 | 4,8 | ||
| 27 | 25 | 14 | 7 | 0,5 | It | 45 | 246 | 12,3 | ||
| 28 | 25 | 15 | 3,5 | 5 | tt | 42 | 92 | 13,0 | ||
| 29 | 25 | 20 | 9 | 6 | ti | 15 | 60 | 7,1 | ||
| 30 | 30 | 12 | 7 | 3 | ti | 56 | 235 | 10,5 | ||
| 31 | 40 | 0 | 7 | 3 | It | 95 | nichts | 10,5 | ||
| 32 | 40 | 5 | 5 | 3 | tt | 61 | 128 | 13,6 | ||
| 33 | 40 | 15 | 9 | 6 | It | 12 | 50 | 6,3 | ||
| 34 | 45 | 5 | 7 | 3 | tt | 20 | 95 | 7,5 | ||
| 35 | 45 | 10 | 7 | 3 | II | 60 | 175 | 11,6 | ||
| 36 | 45 | 20 | 9 | 6 | Il | 10 | 40 | 6,1 | ||
| 37 | 50 | 5 | 7 | 4 | It | 23 | 65 | 10,6 | ||
| 38 | 50 | 25 | 9 | 6 | tt | 9 | 30 | 6,0 | ||
| 39 | 53 | 28 | 7 | 3 | Il | 3 | nichts | 4,8 | ||
| 40 | 55 | 10 | 7 | 3 | Il | gerissen beim | Verformen | |||
| 41 | 30 | 25 | 3 | 0 | 5 | tt | 40 | . 6,0 | ||
| 42 | 30 | 25 | 3 | 0 | 3 | ti | 30 | 7,5 | ||
| 43 | 30 | 25 | 3 | 0 | 7 | ti | 60 | 5,0 | ||
| 44 | 20 | 10. | 6 | 9 | 2 | It | Verformen |
Die magnetischen Eigenschaften stellen verschiedenartige Werte entsprechend der Kombination des Reduktionsverhältnisses
mit dem Temperaturbereich für das Tempern dar. Die Tabelle zeigt allerdings nur ein Beispiel der
experimentellen Werte nach dem zweiten Temperungsschritt,
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Ferner wurden Experimente für verschiedenartige Zusammensetzungen der Legierung ausgeführt, wie es aus
noch zu beschreibenden Ausführungsbeispielen hervorgeht.
Daraus hat sich für die Legierung mit der zusammengesetzten magnetischen Eigenschaft und für die Mengen der chemischen
Komponenten der Legierung das Folgende ergeben: Die erfindungsgemäße Legierung ist grundlegend aus Eisen, Kobalt,
Nickel und Chrom zusammengesetzt und enthält eine oder mehrere Arten von Komponenten, die aus der aus Kupfer und Titan
bestehenden Gruppe ausgewählt sind. Die Bereiche der chemischen Komponenten der Legierung, in denen die zusammengesetzte
magnetische Eigenschaft auftritt, umfassen bis 50 Gew.% Kobalt, 5 bis 25 Gew.# Nickel, 1 bis 9 Gew.%
Chrom und 0,5 bis 10 Gew.Sa Kupfer. Es hat sich herausgestellt,
daß die zusammengesetzte magnetische Eigenschaft auch erreicht wird, wenn man anstelle von Kupfer Titan verwendet.
Ein Bereich von 3 bis 7 Gew.% Titan ist günstig. Kupfer und Titan kann man auch gleichzeitig verwenden. Dabei
ist ein Bereich von 0,2 bis 7 Gew.% Titan günstig, und
die Gesamtmenge von Kupfer und Titan kann bis zu 10 Gew.%, ausschließlich von 0 Gew.%, betragen.
Als nächstes werden die Veränderungen in der magnetischen
Eigenschaft in Abhängigkeit von der Wärmebehandlung und der Kaltverformung beschrieben. Es wird also
das Erscheinungsbild der zusammengesetzten magnetischen Eigenschaft erläutert.
Die in den angegebenen Bereichen aus den chemischen Komponenten zusammengesetzte Legierung muß einer wiederholten
Verformung und Temperung unterzogen werden, um die gewünschte zusammengesetzte magnetische Eigenschaft zu erreichen. Um die zusammengesetzte magnetische Eigenschaft zu
erzielen, ist es notwendig, in einer einzigen Legierung einen solchen Zustand herzustellen, der dem Zustand von
zwei miteinander verbundenen Legierungen mit unterschied-
B09813/0909
lichen magnetischen Eigenschaften entspricht. Zum Erreichen
dieses Zustands wurden Experimente durchgeführt, um für den genannten Zusammensetzungsbereich der Legierung spezifische
Bedingungen für die Verformung und die Wärmebehandlung anzugeben. In der Fig. 4 ist dargestellt, wie sich die magnetische
Eigenschaft in Abhängigkeit von der Wiederholung der Verformung und Temperung ändert.
Die untersuchte Probe wurde in einem Tammann-Ofen oder einem Vakuumschmelzofen mit einer vorbestimmten Legierungskomposition
erschmolzen und dann in einen Stab gegossen. Der Stab wurde einer Heißverformung und einer Homogenisierungsbehandlung
bei einer Temperatur von mehr als 1000 0C (für etwa eine Stunde) unterworfen und danach in
Wasser abgeschreckt. Diese Behandlung wird im folgenden mit Vorbehandlung bezeichnet. Nach dieser Vorbehandlung
schließt sich mit mindestens zweimaliger Wiederholung eine Kaltverformung und eine Temperung an, und zwar in der folgenden
Reihenfolge: erste Kaltverformung, erste Temperung, zweite Kaltverformung und zweite Temperung.
In der Fig. 4 sind die Quadranten II und III einer Hysteresisschleife dargestellt. Die in die Fig. 4 eingezeichnete
Kurve 1 zeigt die magnetische Eigenschaft nach der ersten Kaltverformung an. Die Kurve 2 stellt die magnetische
Eigenschaft dar, die nach der ersten Temperung bei einer Temperatur von 450 bis 750 0C erzielt wird. Nach
dieser Art der Behandlung tritt die zusammengesetzte magnetische Eigenschaft noch nicht in Erscheinung. Lediglich
die Koerzitivkraft wurde erhöht.
Nach der zweiten Kaltverformung erhält man eine taillenartig eingeschnürte Hysteresisschleife. Diese Einschnürung
wird um so markanter, je höher das Reduktionsverhältnis ist. Das erwähnte Reduktionsverhältnis ist
durch die folgende Gleichung definiert:
ti 0 9813/0909
ORIGINAl INSPECTED
τ2 - τ2
Reduktionsverhältnis = — — χ 100/5
Dabei sind r^ und r~ die Radien des Stabes vor bzw. nach
der Verformung. Nach der zweiten Temperung bei einer Temperatur im Bereich von 450 bis 750 0C nimmt der Stab die
in der Kurve 3 dargestellte Eigenschaft an. Durch Kaltverformung des Stabes ändert sich die Eigenschaft von der
Kurve 3 in diejenige der Kurve 4. Das Rechteckigkeitsverhältnis
und die magnetische Restflußdichte Br werden verstärkt. Als Ergebnis erhält man somit eine bemerkenswerte
zusammengesetzte Hysteresisschleife. In Abhängigkeit von
der Zusammensetzung der Legierung erhält man die Eigenschaft entsprechend der Kurve 3 durch die zweite Kaltverformung,
und das Rechteckigkeitsverhältnis und die magnetische Restflußdichte Br werden durch die nachfolgende
zweite Temperung verstärkt, um die der Kurve 4 entsprechende zusammengesetzte Hysteresisschleife zu liefern.
Durch eine dritte Kaltverformung werden das Rechteckigkeitsverhältnis und die magnetische Restflußdichte Br weiter
verstärkt.
Das Aussehen der zusammengesetzten magnetischen Eigenschaft ändert sich in Abhängigkeit von der Temperatur
und dein Reduktionsverhältnis jeder Behandlung. In der
Tabelle 2 ist dies zusammengestellt.
6Ü9813/0909
Tabelle 2 (I)
Magnetische Eigenschaft in Abhängigkeit von der Kombination aus Verformung und Temperung (H (a) und H (b) in Oe und Br in kG).
Legierung aus 20 Gew.% Kobalt, 12 Gew.% Nickel, 8 Gew.% Chrom,
3 Gew.% Kupfer und Rest Eisen
| ί 1. Verformung |
H C |
a | b | Br | 1. Teaparung |
a | b | Br | 63O0C | a | b | Br | 2. Verforaung |
258 | 6,5 | 57? | H C |
a | b | Br | * | 2. Tejparung |
297 | 7,5 | 42O0C | H C |
a | b | Br | 320 | 8,0 | 76O0C H C |
a | b | 1,0 | 3. Verfonsung |
12,2 | 3. Teaparung |
330 | esetzt | gerissen bei* Verformen | 330 | 11,6 | 45O0C | 320 | 12,4 |
| 87? ! | 17 | 600°C | 224 | 3,2 | H C |
220 | 26 | 74? | 297 | 5,1 | taillenföraig eingeschnürt |
55O0C | 300 5,5 | 50 | 79? | 500°C | 13,0 | zusaaaengesetzt | ||||||||||||||||||||||||||||
| 3,0 | H C |
taillenföraig eingeschnürt |
zusammengesetzt | 500°C | zusammengesetzt | zusasi*enc | 62 | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| 65? | 63 | 48 | zusaiiengesetzt | 78. J 340 | 70 | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| 45 | 72? | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| zusaioengesetzt | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| 56 | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
F '· J 9 B 1 3 / Π 9 0 9
Tabelle 2 (II)
Legierung aus 20 Gew.^ Kobalt, 10 Gew.$4 Nickel,
9 Gew.?o Chrom, 3 Gew.^o Kupfer und Rest Eisen
253659Π
| 5,2 | 52* |
1.
Tespsrung |
60 | 1,0 | 280 | 3,2 | UO | 7,0 | 40 | 2,0 |
2.
Verforaung |
10,3 | * 6# | 35? | 160 | 9,0 | 90? | 35 | 12,0 | 2. Teaparung |
3,6 | 5000C | 9,0 | 450°C | 10,2 | 3. Verforaung |
260 | 8,2 | 55? | 50 | 340 | 11,4 | 80? | 40 | 220 | 12,1 | 3. Teaparung |
280 | 9,2 | |
| 75O0C | 600°C | 56O0C | 800°C | zusammengesetzt | 6DO0C | zusaaa8ng9setzt | 70? | zusaaasngesstzt | zusaaiengesetzt | 500°C | ||||||||||||||||||||||||||||||
| 35 288 | zusaaaangesetzt " | tusaaasngesetzt | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
1.
Verformung |
313 | 60 | 40 | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| 78? | 17 | 47,2 | 205 | 165 | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| { i \ l h |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| 17 | - P | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| 65% | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| 17 | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
6U9813/0909
ORIGINAL INSPECTED
Tabelle 2 (III)
Legierung aus 20 Gew.tf Kobalt, 10 Gav/.^ Nickel,
9 Gsw.c-3 Chrom und 4 Gew.So Kupfer
|
1.
Varforaun-] |
Hc (Oe | b | (kG) | 20 | 2,5 | 9t | 29 | 4.2 | V | 78? | 20 | 2,5 | 78? | 20 | 25 | 1. Te it,-, 3 rung |
1.5 | 625°C | 2,6 | 635°C | 1,8 |
2.
Verformung |
210 | 7,5 | 9t | 200 J9,0 | 6250C | 2,5 | 56OUC | 7,0 | 42O0C | 1,8 | 235 | 6,5 | 81? | 190 111,5 | 42 | *,5 | 91? | 42 | 4,5 | 2. To.jperuag |
190 | 10,6 | 53O0C | 190 pl0f5 | 233 | 7,0 | 530°C | 220 6.6 | 130 | 12,o | 600°C | 2,0 | 8OQ0C | 1,9 | 3. Vorformling |
325 | 9,7 | 6S? | 327 | 9,3 | 86% | 200 | 7,8 | 861 | 5,4 | 3. Teuerung |
310 | setzt | 54OcC | 190 | 9,5 | 76O0C | 2,3 |
| 3$ | a | 10 | 2,5 | Γ | 6280C | 8O* |
taillenfömig
eingeschnürt |
75? | 25 5,0 |
taillenförmig
eingeschnürt |
gerissen bein
Verformen |
533°C | zusammengesetzt | 5000C | zusaaaengssetzt | 53O°C | zusaanengesetzt |
taillenföraig
eingeschnürt |
10,2 | zusammengesetzt | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| 170 | 190 |
taillenföraig
eingeschnürt |
32 |
taillenföraig
eingeschnürt |
133 | 120 | 850°C | 1,8 | 9t | zusa3!:iengesetzt | 69 | zusammengesetzt | 68 | zusaiaaengasetzt | 180 | 42 | 672 | 129 | 25 | 36 | 4500C | 50 | 45 | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| 200 | 25 | 20 | 40 | 200 I8.8 | 63 | 44 | 81 170 8.8 | zusammengesetzt | zusaanenge | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| 8500C | 81? | 530°C | 86 | 96 | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| 40 |
taillenförfflig
eingeschnürt |
zusammengesetzt | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| 35 | 60 | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
609813/0909
Aus der Tabelle 2 (I, II, III) geht hervor, daß bei einer Temperungstemperatur von weniger als 45O°C die Verformung
schwierig ist und Risse auftreten. Andererseits erhält man bei einer Temperungstemperatur von mehr als 750 C
selbst bei wiederholter Verformung und Temperung keine zusammengesetzte magnetische Eigenschaft.
Wenn einer Temperung bei einer Temperatur von mehr als 750 0C eine Verformung und eine Temperung bei einer Temperatur
in einem Bereich zwischen 750 und 450 0C folgen,
tritt die zusammengesetzte magnetische Eigenschaft auf.
Folglich ist es erforderlich, die Temperung und Verformung bei einer Temperatur in einem Bereich von 450 bis
750 0C zu wiederholen.
Die Kombination der chemischen Komponenten mit der Verformung und Temperung stellt einen wichtigen Faktor dar
und wird daher an Hand von Ausführungsbeispielen erläutert.
Eine Probe aus 20 Gew.% Kobalt, 10 Gew.?6 Nickel,
9 Gew.?o Chrom, 4 Gew.% Kupfer und Rest Eisen wurde der erwähnten
Vorbehandlung unterzogen und dann wiederholt kaltverformt
und getempert. In der Fig. 5 sind die Veränderungen in der magnetischen Eigenschaft dieser Probe zusammengestellt.
In der Fig. 5 bezieht sich die Angabe 1. Reduktion auf das Reduktionsverhältnis der ersten Kaltverformung
und die Angabe 2. Reduktion auf das Reduktionsverhältnis der zweiten Kaltverformung. Die Glüh- oder Temperungstemperatur
wird derart gewählt, daß die Temperatur für die 2. Temperung geringer als für die 1. Temperung ist.
6 09813/0909
Die in der Fig. 5 zusammengestellten Eigenschaften und die Einflußnahme jeder Behandlung auf die Eigenschaft
wird im folgenden qualitativ beschrieben.
a. Erste Kaltverformung
Eine Überprüfung der mit jeder Behandlung erzielten Eigenschaften mit dem ersten Reduktionsverhältnis als Parameter
ergibt nach der Darstellung in der Fig. 5, daß eine Zunahme des ersten Reduktionsverhältnisses mit einer Zunahme
in der Phase verbunden ist, die die größere Koerzitivkraft H_(b) aufweist. Die Stufe der Hysteresisschleife wird also
zur Plusseite verschoben. Die Lage der Stufe kann somit durch das Reduktionsverhältnis der ersten Kaltverformung gesteuert
werden. Diese Kaltverformung wandelt eine nichtmagnetische Phase γ in eine ferromagnetische Phase α1 um.
b. Erste Temperung
Bei einer Zunahme der Temperatur wird die ferromagnetische Phase α' in die nichtmagnetische Phase γ umgewandelt.
Der Temperaturbereich, in dem die zusammengesetzte magnetische Eigenschaft auftritt, ist nach der Erfindung
eindeutig definiert.
c. Zweite Kaltverformung
Die zusammengesetzte magnetische Eigenschaft tritt auf, wenn das Reduktionsverhältnis mehr als 50% beträgt.
Die Hysteresisschleife ist taillenförmig eingeschnürt, wie
es aus der Fig. 5 hervorgeht, und die Koerzitivkraft H_ und die magnetische Restflußdichte Br nehmen beide zu.
d. Zweite Temperung
Das Rechteckigkeitsverhältnis und die magnetische Restflußdichte Br werden verstärkt, und man erhält eine auffallende
zusammengesetzte magnetische Eigenschaft. Die ma-
6 Ü9813/0909
- 21 . 2536^90
gnetische Eigenschaft verschwindet jedoch, wenn die Temperungstemperatur
einen gewissen Wert übersteigt.
e. Dritte Kaltverformung
Diese Behandlung führt zu einer weiteren Erhöhung des Rechteckigkeitsverhältnisses und der magnetischen Restflußdichte Br.
Auf der Grundlage der obigen Erläuterung wird in Verbindung mit dein Bereich der Zusammensetzung des magnetischen
Werkstoffs das Auftreten der zusammengesetzten magnetischen
Eigenschaft beschrieben.
Die Fe-Co-Nickellegierung ist eine Martensitumv/andlungslegierung,
in der die ferromagnetische Phase ex » und die nichtraagnetische Phase vorkommen. Diese nichtmagnetische Phase γ wird durch Kaltverformung in die ferromagnetische
Phase ex» umgewandelt, wie es oben beschrieben ist. Wenn die Temperatur ansteigt, wird die ferromagnetische
Phase in die nichtinagnetische Phase umgewandelt. Die Wiederholung
von Kaltverformung und Temperung ist folglich die Wiederholung der Umwandlung der ferromagnetisehen Phase α1
in die nichtmagnetische Phase γ und umgekehrt. Gleichzeitig wird das Volumenverhältnis der Phase CX» zur Phase Y gesteuert,
und die Phase α« stellt feine Teilchen gut entwickelter
Anisotropie dar. Diese Phasenbedingung und Phasenveränderung werden in hohem Maße durch die Mengen an Kobalt
und Nickel sowie das oder die additiven Elemente beeinträchtigt. Die Zugabe von Chrom beeinträchtigt nicht nur
die Phasenbedingung, sondern trägt auch zu einer hohen Koerzitivkraft bei, die ein Merkmal der Erfindung darstellt.
609 813/0909
5 kg einer Legierung aus 20 Gew.% Kobalt, 12 Gew.%
Nickel, 8 Gew.Jo Chrom, 3 Gew.$o Kupfer und Rest Eisen wurden
erschmolzen und in einen Stab mit einem Durchmesser von 30 mm gegossen. Nach einer Maßstabsänderung um 1 mm wurde
der Stab auf 1150 0C erhitzt und im heißen Zustand auf
einen Durchmesser von 18 mm geschmiedet. Dann wurde er in Wasser abgeschreckt.
In einer Gesenkschmiedemaschine wurde der Stab durch Kaltverformung auf einen Durchmesser von 6,5 mm gebracht.
Das Reduktionsverhältnis der 1. Kaltverformung betrug somit 87/i. Der Stab wurde dann in einem Vakuumofen
für eine Stunde auf 600 0C erhitzt (1. Temperung). Diese
Bearbeitungsstufe mit der 1. Verformung und der 1. Temperung
wird mit (i) bezeichnet. Nach der beschriebenen Behandlung wird mit der Gesenkschmiedemaschine eine zweite
Kaltverformung durchgeführt, um den Durchmesser des Stabes auf 3,3 mm zu vermindern. Das Redukt ions verhältnis beträgt
74%. Die 2. Temperung wird dann bei 550 0C ausgeführt. Diese
Stufe wird mit (ii) identifiziert. Bei den Stufen (i) und (ii) sind die folgenden magnetischen Eigenschaften
aufgetreten: (i) H = 224 Oe und Br = 3,2 kG und (ii) Hc(a) (entsprechend a in Fig. 3) = 48 Oe, Hc(b) (entsprechend
b in Fig. 3) = 297 Oe und Br = 7,5 kG. Der nächste Vorgang umfaßt die 3. Kaltverformung und die 3.
Temperung. Nach der 2. Temperung wurde der Durchmesser des Stabes durch die 3. Kaltverformung auf 1,5 mm vermindert.
Das Reduktionsverhältnis entspricht demzufolge 79?ί.
Anschließend wurde der Stab der 3. Temperung unterzogen. Als Ergebnis dieser Stufe wurde die zusammengesetzte magnetische
Eigenschaft weiter verbessert: H (a) = 67 Oe, H (b) = 325 Oe und Br = 13 kG.
60981 3/0909
Beisniel 3
Eine Legierung aus 25 Gevr.?5 Kobalt, 12 Gew.So Nickel,
7 Gew.So Chrom, 3 Gew.So Kupfer und Rest Eisen wurde in einem Tammann-Ofen erschmolzen und in einen Stab gegossen. Der
Stab wurde auf 1100 0C erhitzt, ohne geschmiedet zu werden,
und dann in Wasser abgeschreckt. Der Stab wurde auf einen Durchmesser von 13 mm gebracht und dann in einer Gesenkschmiedemaschine
auf einen Durchmesser von 7 mm kaltverformt (1. Kaltverformung). Danach fand eine Wärmebehandlung
bei 600 0C für eine Stunde statt,(1. Temperung) (i). Anschließend wurde der Stab mit der Gesenkschmiedemaschine
auf einen Durchmesser von 3,2 mm gebracht (2. Kaltverformung ) und dann einer 2. Temperung bei 520 0C unterzogen
(ii). Die magnetischen Eigenschaften der Stufe (i) betrugen: H =193 Oe und Br = 10 kG. Die zusammengesetzte magnetische
Eigenschaft war wenig ausgeprägt. Bei der Stufe (ii) war die zusammengesetzte magnetische Stufe bemerkenswert:
H (a) = 50 Oe, H (b) = 235 Oe und Br = 12 kG.
c c
Eine Legierung aus 20 Gew.Sa Kobalt, 12 Gew.So Nickel,
8 Gevt.% Chrom, 3 Gew.% Kupfer und Rest Eisen wurde in einen
Stab gegossen und in ähnlicher Weise vorbehandelt wie in Beispiel 1. Der Stab wurde kaltverformt und getempert bzw.
geglüht, und zwar in Übereinstimmung mit der Reihenfolge der in der Tabelle 3 dargestellten Vorgänge. Man erhielt
die in der Tabelle angegebenen magnetischen Eigenschaften. Die Hysteresiskennlinien entsprechend den Vorgängen I, II,
III, IV, V, VI und VII sind in den Fig. 6A bis 6G dargestellt.
B U y B 1 3 / 0 9 0 9
Vorgang
Hc (Oe)
Br (kG)
B56O
Hysteresiskennlinie
Zeichnung
CO O CO
I 65% 1. Kaltverformung
II 630 0C 1♦ Temperung
III 57% 2. Kaltverformung
IV 79% 2. Kaltverformung
V 500 0C 2. Temperung
VI 72% 3. Kaltverformung
VII 450 0C 3. Temperung
220
297
297
263
320
300
320
300
320
3,0 2,6 5,1
7,0
8,0
11,0 12,4
4,2
10,9
11,5 13,8 14,4
Normal
Normal
Normal
Normal
Normal
taillenförmig
eingeschnürt
eingeschnürt
zusammengesetzt
zusammengesetzt
zusammengesetzt
zusammengesetzt
zusammengesetzt
Fig. 6A Fig. 6B Fig. 6C
Fig. 6D
Fig. 6E Fig. 6F Fig. 6C
•cn cn
Aus der Tabelle 3 geht hervor, daß für die in diesem Beispiel verwendete Legierung nach der 1. Kaltverformung
(Reduktionsverhältnis 65/4), der 1. Temperung
(630 0C) und der 2. Kaltverformung (Reduktionsverhältnis
bis zu 57/0 übliche Hysteresisschleifen auftreten. Eine
Zunahme des zweiten Reduktionsverhältnisses (79/0 ruft jedoch eine taillenfönnig eingeschnürte Hysteresisschleife
hervor.
Bei einer Temperung (500 0C) nach der 2. Verformung
und nach einer dritten Kaltverformung wird die zusammengesetzte magnetische Eigenschaft verstärkt. Durch
die 3. Verformung mit einem Reduktionsverhältnis von 72%
erhält man EL(a) = 56 Oe, KL(b) = 330 Oe und Br = 11,0 kG. Nach der 3. Temperung bei 450 C ergeben sich für die zusammengesetzte
magnetische Eigenschaft die folgenden Werte: H-(a) = 62 Oe, H (b) = 320 Oe und Br = 5,4 kG. Die magnetisehe
Eigenschaft, insbesondere die Koerzitivkraft H , wird in einem hohen Maße durch die erste Temperungstemperatur,
das zweite Reduktionsverhältnis und die zweite Temperungstemperatur beeinträchtigt. Diese Bedingungen ändern sicheln
wenig in Abhängigkeit von der Zusammensetzung der benutzten Legierung. Der Bereich, in dem die Koerzitivkraft
Hc gesteuert werden kann, liegt für die kleinere Koerzitivkraft
EL(a) zwisehen 40 und 140 Oe und für die größere
Koerzitivkraft IL,(b) zwischen 200 und 350 Oe.
Eine Legierung aus 20 Gew.% Kobalt, 10 Gew.$ Nikkei,
9 Gew.% Chrom, 3 Gew.% Kupfer und Rest Eisen wurde im Beispiel 1 einer Vorbehandlung unterzogen und in einen
Stab gegossen. Der Stab wurde in Übereinstimmung mit den folgenden Vorgängen behandelt. In diesem Fall waren die
¥ärmebehandlungsbedingungen die folgenden:
609813/0909
1. Kaltverformung
Reduktionsverhältnis: 52%
2. Kaltverformung
Reduktionsverhältnis: 60%
3. Kaltverformung
1. Temperung 600 0C
■> 2. Temperung 500 0C
Sr 3. Kaltverformung
Redukt ions verhältnis: 30% Re dukt ions verhältnis:
55%
Nach der 2. Temperung betrugen die magnetischen Eigenschaften: H (a) = 44 Oe, HL (b) = 313 Oe und Br = 9,0 kG
(Nr. 15, Tabelle 1). Nach der 3. Kaltverformung ergaben sich die folgenden Werte: H (a) = 50 Oe, H fb) = 310 Oe,
c c
Br = 10,5 kG und Rechteckigkeitsverhältnis
> 0,9. Nach der 3. Kaltverformung mit dem Reduktionsverhältnis von
55/0 wurden die magnetischen Eigenschaften weiter verstärktj
H.(a) = 50 Oe, H (b) = 340 Oe, Br = 11,4 kG und Recht-
C C
eckigkeitsverhältnis > 0,9.
Die Hysteresiskennlinie für dieses Beispiel ist in der Fig. 7 dargestellt.
Eine Legierung aus 20 Gew.% Kobalt, 10 Gew.% Nikkei, 9 Gew.% Chrom, 4 Gew.% Kupfer und Rest Eisen v/urde
einer ähnlichen Vorbehandlung wie im Beispiel 3 unterzogen (ohne Schmieden wie im Beispiel 1) und in einen Stab gegossen.
Der Stab wurde mit einem Reduktionsverhältnis von 78% kaltverformt und dann bei 635 0C getempert bzw. geglüht.
Anschließend wurde der Stab kaltverformt, und zwar mit einem Reduktionsverhältnis von 75%, und dann bei 500 0C
getempert. Nach dem zweiten Tempern ergaben sich die folgenden magnetischen Eigenschaften: H (a) = 44 Oe,
H (b) = 233 Oe und Br = 7,0 kG (Nr. 17). Nach einer
3. Kaltverformung mit einem Reduktionsverhältnis von 67%
609813/0 909
erhielt man die folgenden Werte: H (a) = 86 Oe, H (b) =
325 Oe und Br = 9,7 kG. Die magnetischen Eigenschaften
wurden somit verstärkt. Nach einer 3. Kaltverformung bei 450 0C wurden die folgenden Vierte gemessen: H (a) = 90 Oe,
H (Td) = 310 Oe und Br = 10,2 kG. Wenn das 2. Tempern bei
530 C vorgenommen wurde, erhielt man die folgenden magnetischen Eigenschaften: H_(a) = 68 Oe, H_(t>) = 220 Oe
und Br = 6,6 kG. Wenn der zweiten Temperung eine dritte Kaltverformung mit einem Reduktionsverhältnis von 68%
folgte, erhielt man: Hc(a) =129 Oe, Hc(b) = 327 Oe und
Br = 9,3 kG.
Im folgenden werden die Gründe angegeben, die für eine Beschränkung der Bereiche der chemischen Komponenten
verantwortlich sind.
(1) Nickel
Als Ergebnis von Experimenten, bei denen 7 Gevr.Jo
Chrom und 3 Gew.^ Kupfer verwendet wurden, Kobalt in einem Bereich von 10 bis 50 Gew.% lag und die Mengen von Eisen
und Nickel geändert wurden, hat man gefunden, daß weniger als 5 Gew.% Nickel keinen Unterschied zwischen der größeren
und kleineren Koerzitivkraft H_(b) und H_(a) der zusammengesetzten
magnetischen Eigenschaft hervorriefen und daß bei mehr als 25 Gew.% Nickel keine zusammengesetzte
magnetische Eigenschaft auftrat und die größere Koerzitivkraft H (b) weniger als 20 Oe und die magnetische Restflußdichte
weniger als 10 kG betrug. Mit den oben angegebenen Grenzmengen von Nickel ist es somit schwierig, einen
halbharten magnetischen Werkstoff herzustellen, der für die praktische Verwendung geeignet ist. Die Experimente
zeigten, daß die zusammengesetzte magnetische Eigenschaft auftrat, wenn Nickel in dem Bereich von 5 bis 25 Gew.^o
lag. In diesem Fall betrug die Differenz zwischen H (b) und H fa) 15 bis 260 Oe und Br hatte einen geeigneten
H π 9 8 1 3 / 0 9 0 9
Wert von etwa 10 kG. Ähnliche Ergebnisse erhielt man bei Verwendung von 1 bis 9 Gew.% Chrom und 0,5 bis 10 Gew.%
Kupfer.
(2) Kobalt
Als Ergebnis von Experimenten, bei denen 7 Chrom und 3 Gew.?o Kupfer verwendet wurden, Wickel in einem
Bereich von 0 bis 30 Gew.% vorhanden war und die Mengen von Eisen und Kobalt verschiedenartig geändert wurden, hat
man gefunden, daß mehr als 15 Gew.% Kobalt die Koerzitivkraft H und die magnetische Restflußdichte Br erhöhen,
jedoch für die zusammengesetzte magnetische Eigenschaft nicht verantwortlich sind. Wenn die Kobaltmenge mehr als
50 Gew.5ό betrug, wurde die Verformung schwierig. Da die
erfindungsgemäße Legierung verformt werden muß, sind Legierungen mit mehr als 50 Gew.$ Kobalt praktisch nicht
verwendbar. Es wird daher bevorzugt, daß die Menge an Kobalt in der Legierung mit der zusammengesetzten magnetischen
Eigenschaft in einem Bereich von 15 bis 50 Gew.?o liegt. Ähnliche Ergebnisse wurden erzielt, wenn Chrom in
einem Bereich von 1 bis 9 Gevr.% und Kupfer in einem Bereich
von 0,5 bis 10 Gew.% vorhanden waren.
(3) Kupfer und Titan
Diese beiden nichtmagnetischen Metalle werden in die ferromagnetische Legierung diffundiert, die die grundlegende
Komponente (aus Eisen, Kobalt, Nickel und Chrom) bildet, um das Rechteckigkeitsverhältnis zu erhöhen und
für eine größere Koerzitivkraft zu sorgen. Experimente wurden mit Legierungen aus 20 Gew.% Kobalt, 12 Gew.% Nikkei,
7 Gew.% Chrom und Rest Eisen durchgeführt, wobei Kupfer in einem Bereich von 0 bis 10 Gew.% und Titan in einem
Bereich von 0 bis 20 Gew.% vorhanden waren, wenn es an die Stelle von Kupfer trat. Ohne Kupfer erhielt man keine zusammengesetzte
magnetische Eigenschaft. Bei 0,5 Gew.?-6 Kup-
609813/0909
fer zeigte die Legierung eine zusammengesetzte magnetische Eigenschaft. Bei einer Erhöhung der Kupfermenge wurde die
zusammengesetzte magnetische Eigenschaft ausgeprägter. Bei 3 Gew.5ό Kupfer erreichte die größere Koerzitivkraft H (b)
ihr Maximum. Bei einer weiteren Zunahme der Kupfermenge trat Sprödigkeit auf. Bei mehr als 10 gew.% Kupfer v/urde
die Verformung schwierig, und zwar wurde insbesondere die Heißverformung nachteilig beeinträchtigt.
Ohne Titan wurde wie ohne Kupfer keine zusammengesetzte magnetische Eigenschaft festgestellt. Bei einer
Titanmenge von 3 bis 7 Gew.% wurde der Unterschied zwischen
der größeren und kleineren Koerzitivkraft H (a) und
H_(b) größer (mehr als 50 Oe). Dieser Mengenbereich ist
zum Erzielen der zusammengesetzten magnetischen Eigenschaft geeignet. Allerdings wird die Verformbarkeit allgemein verschlechtert.
Die Verformbarkeit wurde insbesonders schwierig, wenn die Titanmenge mehr als 7 Gew.% betrug.
Aus den oben genannten Gründen stellt sich eine gute zusammengesetzte magnetische Eigenschaft bei Legierungen
mit 0,5 Ms 10 Gew.% Kupfer und mit 3 Ms 7 Gew.% Titan ein. Die zusammengesetzte magnetische Eigenschaft
kann man erzielen, selbst wenn Kupfer und Titan gleichzeitig vorhanden sind. Wenn allerdings die Gesamtmenge von
ihnen 10 Gew.% übersteigt, wird die Verformung schwierig. Ähnliche Ergebnisse wurden mit anderen Zusammensetzungen
von Eisen, Nickel und Chrom als den oben angegebenen Vierten (20 Gew.So Kobalt, 10 Gew.^o Nickel, 7 Gew.% Chrom und
Rest Eisen) erzielt.
(4) Chrom
Mit Legierungen aus 20 Gew.?o Kobalt, 10 Gew.%
Nickel, 3 Gew.?£ Kupfer und Rest Eisen und mit Chrom in
einem Bereich von 0 bis 10 Gew.% wurden Experimente ausgeführt. Ohne Chrom zeigte sich keine zusammengesetzte ma-
609813/0909
gnetische Eigenschaft. Bei einer Menge an Chrom von mehr
als 1 Qevr.% trat die zusammengesetzte magnetische Eigenschaft
in Erscheinung. Bei mehr als 10 Gew.S^ Chrom wird allerdings die magnetische Restflußdichte kleiner als
6 IcG und die Legierung kann praktisch nicht mehr verwendet werden. Infolgedessen wird eine Chrommenge von 1 bis 10
Gev/.So verwendet. Ähnliche Ergebnisse wurden auch mit anderen
Legierungszusammensetzungen erreicht.
Die Erfindung wird somit in der Schaffung einer magnetischen Legierung gesehen, die eine solche Zusammensetzung
aufweist, daß sie durch wiederholtes Kaltverformen und Tempern die zusammengesetzte magnetische Eigenschaft
zeigt. Ferner besteht die Erfindung in einem Verfahren zur Herstellung einer solchen magnetischen Legierung. Das Reduktionsverhältnis
bei den Kaltverformungsvorgängen und die Temperatur bei den Temper- bzw. Glühvorgängen können
unzweideutig in Übereinstimmung mit dem Bereich der Menge jeder chemischen Komponente der Legierung und der gewünschten
zusammengesetzten magnetischen Eigenschaft bestimmt werden. Da es sich bei der magnetischen Legierung
mit der zusammengesetzten magnetischen Eigenschaft um eine einzige Legierung handelt, entfallen mechanische Verbundverfahren,
wie das Plattieren von zwei Legierungen mit verschiedenen magnetischen Eigenschaften. Die Herstellung
des magnetischen Werkstoffs mit der zusammengesetzten magnetischen Eigenschaft ist daher einfacher und preiswerter.
Ein bevorzugtes Anwendungsgebiet der erfindungsgemäßen Legierung liegt in der Miniaturisierung von Schaltern und im
Herabsetzen der Ansteuerleistung.
60981 3/0909
ORIGINAL !MSPECTED
Claims (6)
- Patentansprüchedadurch gekennzeichnet, daß sie sich grundlegend aus 15 bis 50 Gew.% Kobalt, 5 bis 25 Gew.?S Nickel und 1 bis 9 Gew.?o Chrom zusammensetzt und weniger als 10 Gew.% (ausschließlich von 0 Gew.^o) von einer oder mehreren Arten von Komponenten enthält, die aus einer aus Kupfer und Titan bestehenden Gruppe ausgewählt sind, und daß der Rest Eisen ist und die Legierung eine zusammengesetzte magnetische Eigenschaft aufweist.
- 2. Halbharte magnetische Legierung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,daß sie 0,5 bis 10 Gew.% Kupfer enthält.
- 3. Halbharte magnetische Legierung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,daß sie 0,2 bis 7 Gew.% Titan enthält.
- 4. Halbharte magnetische Legierung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Gesamtmenge an Kupfer und Titan weniger als 10 Gew.% (ausschließlich von 0 Gew.%) beträgt.
- 5. Verfahren zum Herstellen einer halbharten magnetischen Legierung mit einer zusammengesetzten magnetischen Eigenschaft nach Anspruch 1,dadurch gekennzeichnet,daß der Legierungswerkstoff wiederholt kaltverformt undgetempert wird.
- 6. Verfahren zum Herstellen einer halbharten magnetischen Legierung nach Anspruch 5,dadurch gekennzeichnet,daß das Tempern in einem Temperaturbereich von 450 bis750 °C ausgeführtLi /GuLeerse ite
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
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