DE2535683A1 - Verfahren und vorrichtung zur verbrennung von schlaemmen mit hilfe rekuperativer schlammtrocknung - Google Patents
Verfahren und vorrichtung zur verbrennung von schlaemmen mit hilfe rekuperativer schlammtrocknungInfo
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Description
CLAUDIUS ΡΕΊ ERSAG
rlcjmburq
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7508-133
Verfahren und Vorrichtung zur Verbrennung von Schlämmen mit Hilfe rekuperativer Schlammtrocknung.
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Schlammverbrennung
unter Ausnutzung der Abgaswärme der entweichenden
Rauchgase zur Luftvorwärmung und zur Verdampfung des im zu verbrennenden Schlamm enthaltenen Wassers, eine Vorrichtung hierzu und insbesondere eine Einrichtung zur
S chiammtrocknung.
Rauchgase zur Luftvorwärmung und zur Verdampfung des im zu verbrennenden Schlamm enthaltenen Wassers, eine Vorrichtung hierzu und insbesondere eine Einrichtung zur
S chiammtrocknung.
Es ist bekannt, mit Hilfe der im Abgas von Hüll- oder
Schlammverbrennungsanlagen enthaltenen Wärmeenergie
feuchten Schlamm zu trocknen, um diesen dann im nachgeschalteten Verbrennungsofen zu veraschen. Die dabei auftretenden Verbrennungsabgase haben Temperaturen um 8OO C und enthalten deshalb noch beträchtliche Energiemengen.
Schlammverbrennungsanlagen enthaltenen Wärmeenergie
feuchten Schlamm zu trocknen, um diesen dann im nachgeschalteten Verbrennungsofen zu veraschen. Die dabei auftretenden Verbrennungsabgase haben Temperaturen um 8OO C und enthalten deshalb noch beträchtliche Energiemengen.
709807/016S
CLAUDIUS PEl ERS AG
Hamburg
Zur Trocknung von Schlämmen mit Abgaswärme sind verschiedene Verfahren und Vorrichtungen vorgeschlagen worden·
Der größte Teil der bekannten Verfahren arbeitet mit direktem Kontakt zwischen Trocknungegas und Schlamm. Es
werden Drehtrommeln, Mahltrockner mit nachgeschaltetem Stromtrockner oder Etagentrockner eingesetzt (DT-OS 1
551 863, DT-OS 2 037 $611 Zeitschrift Brennstoff- Wärme-Kraft
18 - 1966 - 5, Seite 221 ff). Diesen Verfahren liegt
jedoch der Nachteil zugrunde, daß die mit dem Klärschlamm in Berührung gekommenön Trockengase zum Zwecke der Desodorierung
entweder den Ofen erneut durchlaufen, oder mit einem Hilfsbrenner auf Temperaturen über 750 C erneut
aufgeheizt werden müssen.
Bei einer weiteren Verfahrensgattung wird die Wärme indirekt auf das zu trocknende Gut übertragen. In den meisten
Fällen nutzt man einen mittelbaren Wärmeträger, wie z.B. Wasserdampf. Bekannt sind auch Entspannungsverdampferanlagen
(DT-OS 1 810 975) und solche, die mit Wärmepumpenbetrieb arbeiten (DT-OS 2 I50 klk). Ein Verfahren mit einem
dampfbeheizten Tellertrockner wird beschrieben in Heft I5,
Forschungsbericht Nr. 9» der Schriftenreihe des Deutschen
Arbeitskreises Wasser e.V„ (DAW).
Ferner ist auch ein Verfahren bekannt, welches bei der gemeinsamen Vernichtung von Stadtmüll und wässrigem Klärschlamm
die teilweise indirekte Schlammtrocknung durch die
entweichenden Rauchgase benutzt (DT-AS 1 8OO 730), ohne das hierbei auf die näheren Einzelheiten eingegangen wird.
Die Verfahren der angeführten zweiten Gattung sind durch die Benutzung eines Zwischenwärmeträgers technisch sehr
aufwendig und in ihrer Betriebsführung komplizierto
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CLAUDIUS PElERSAG
Hamburg
Das in der DT-AS 1 800 730 beschriebene indirekte Verfahren ohne Wärmeträger findet nur auf die gemeinsame
Verbrennung von Stadtmüll und Klärschlamm Anwendung. Ein wesentlicher wirtschaftlicher Vorteil ist hier nicht zu
erzielen, da aus der Verbrennung des Stadtmülls von vorn herein genügend Wärmeenergie zur Verfugung steht.
Es liegt nun die Aufgabe vor, für die energieintensive reine Schlammverbrennung insbesondere in der Wirbelschicht
ein Verfahren zu finden, welches gestattet den Zusatzbrennstoff z.B. in Form von OeI oder Gas derart zu minimieren, daß erhebliche wirtschaftliche Vorteile gegenüber den bisher bekannten Verfahren auftreten. Weiter
liegt die Aufgabe vor, zu dieser rekuperativen Energierückgewinnung eine geeignete Vorrichtung anzugeben.
Diese Aufgaben werden erfindungsgemäß durch ein Verfahren
zur Schlammverbrennung unter Ausnutzung der Abgaswärme
der entweichenden Rauchgase zur Luftvorwärmung und zur Verdampfung des im zu verbrennenden Schlamm enthaltenen
Wassers gelöst, gekennzeichnet durch eine indirekte Schlammtrocknung derart, daß Schlamm und Rauchgas in
getrennten Kanälen geführt werden ohne Zwischenschaltung eines mittelbaren Wärmeträgere, wobei die Abgase auf
Temperaturen abgesenkt werden, die unterhalb von 300 C
liegen und nach Reinigung direkt in die Atmosphäre abgelassen werden können, ohne das sie erneut Temperaturbereiche von größer als 600 0C durchlaufen müssen.
Dieses Verfahren hat den Vorteil, daß die das System verlassenen Rauchgase eine Temperatur von minimal 200 C
aufweisen gegenüber - dem Fall des direkten Kontaktes zwischen Rauchgas und Schlamm, in welchem die entweichen-
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CLAUDIUS PF ItRSAG
Hamtmig
Hamtmig
den Rauchgase eine Temperatur von etwa 600 C haben, da
diese erneut zur Desodorierung den Ofen durchlaufen müssen.
Somit ist die Temperatürdifferenz zwischen 600 C und
minimal 200 C direkt dem eingesparten Zusatzbrennstoff proportional. Ein weiterer Vorteil des angegebenen Verfahrens
liegt darin, daß die Trockengase nicht mehr den Verbrennungsofen durchlaufen müssen, dieser damit wesentlich
kleiner dimensioniert werden kann.
Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung, wird der bei der Schlammtrocknung entstehende Brüden in der
ersten Stufe der Trocknung zum Zwecke der Schlammvorwärmung
kondensiert. Der entstehende Brüden aus der Schlammverbrennung kann also ebenfalls zur indirekten Vorwärmung
des Schlammes verwendet werden, indem man die Kondensationswärme ausnutzt.
Darüber hinaus wirkt sich die relativ niedrige Rauchgastemperatur
aus der indirekten Schlämmtrocknung dahingehend
vorteilhaft aus, daß auch die nachgeschalteten Entstaubungseinrichtungen wesentlich kleiner dimensioniert
werden können, als dies bis dahin mit Einspritzkühlern für das Rauchgas möglich war. Weiterhin entfallen
die Betriebskosten für das Kühlwasser.
Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung kann die Trocknung
des Schlammes im Unterdruckbereich stattfinden. Dies ist insofern vorteilhaft, als dann auch die Trocknung bei
niedrigerer Schlammtemperatur erfolgen kann.
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CLAUDIUS PEIERSAG
Die Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens zeichnet sich durch eine an sich bekannte Kombination einer Schlammverbrennungseinrichtung,
beispielsweise eines Wirbelschichtofens, mit nachgeschaltetem Luftvorwärmer und einem Vorabscheider
für die bei der Schlammverbrennung entstehende Asche sowie einem Abgasfilter aus, wobei zwischen Vorabscheider
und Abgasfilter erfindungsgemäß ein indirekter Schlammtrockner angeordnet ist.
Die Vorrichtung zur indirekten Trocknung, vorzugsweise zur Schlammtrocknung, ist nach einem Merkmal der Erfindung so
gestaltet, daß mehrere Schlammkanäle beliebigen Querschnittes hintereinander geschaltet, daß die Kanäle entweder allseitig
oder nur von bestimmten Seiten von heißen Rauch- oder Trockengasen umströmt sind und daß die Kanäle eine Zwangsfördereinrichtung für das Trockengut sowie Bin- und Austrittsöffnungen
für den Schlamm besitzen. Der erste Schlammkanal trägt eine Aufgabevorrichtung für das zu trocknende
Gut. Der Schlamm wird durch eine Zwangsfördereinrichtung, beispielsweise ein Kratzerband, durch jeden Schlammkanal
bewegt. Am Kanalende befinden sich Ubergabestellen zum nächstfolgenden Kanal. Durch diese Zwangsfördereinrichtung
wird ein Verstopfen des Kanals durch Schlammverkrustungen vermieden, gleichzeitig ein gewisser Umwälzeffekt des
Schlammes und eine Reinigung der Heizflächen erreicht. Um bei schwankenden Schlammaufgabemengen eine Übertrocknung
oder Verkokung des Schlammes zu vermeiden, ist die Fördereinrichtung in ihrer Geschwindigkeit stetig regelbar. Der
letzte Schlammkanal besitzt eine Austragsvorrichtung für den getrockneten Schlamm. Das Rauchgas umströmt jeden
Schlammkanal bei temperaturempfindlichen Stoffen im Gleichstrom. Bei weniger temperaturempfindlichen Schlämmen oder
Pasten, z.B. solchen aus dem Gebiet der Steine und Erden, kann das Rauchgas im Gegenstrom geführt werden.
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CLAUDIUS PETERS AC;
Hamburg
Jeder Kanal enthält ebenfalls Ein- und Ausströmöffnungen
für das Rauchgas, welches durch Ubergabevorrichtungen von Kanal zu Kanal weitergeleitet wird.
Die ent stehlenden Bürden aus der Schlamm-Wass erverdampfung
strömen gemeinsam mit dem Schlamm und werden am Anfang und am Ende des Kanals in einen Brüdenraum vom Schlamm getrennt
und durch Brüdenöffnungen abgeführt. Sie können im
ersten Rauchgaskanal zur Schlammvorwärmung benutzt und dabei
kondensiert oder aber dem Ofen zur Desodorierung zugeleitet werden.
Ein besonderer Vorteil der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist der, daß Schlamm- und Rauchgaskanal mit den zugehörigen
Ein-, Austritts- und Binidenöffnungen sowie der Zwangsfördereinrichtung
mit Übergabestellen eine Kompakteinheit bilden. Eine Trockenvorrichtung ist je nach der erforderlichen
Trockenkapazität aus mehreren hintereinander geschalteten Kompakteinheiten zusammengesetzt, wodurch sich eine besonders
wirtschaftliche Konstruktion ergibt. Ebenfalls ist auf einfache Weise eine nachträgliche Kapazitätsänderung
möglich.
Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung kann der Trockenkanal unter Unterdruck stehen. Die Kanäle können erfindungsgemäß
entweder kaskadenartig übereinander, senkrecht oder in der Horizontalen angeordnet sein· Wenn die; Kanäle erfindungsgemäß
nacheinander in der Horizontalen oder Schrägen angeordnet sind, dienen sie zum gleichzeitigen Fördern des
Trockengutes.
Eine derartige Kombination von indirekter rekuperativer Schlammtrocknung mit einem Wirbelschichtofen bewirkt somit,
insbesondere bei feuchten Schlämmen, neben der erheblichen
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CLAUDIUS PETERS AO
Hamburg
Einsparung an Zusatzbrennstoff auch eine Senkung der Investitionskosten
für die Entstaubung und damit eine Erweiterung des wirtschaftlichen Anwendungsbereiches der
Wirbelschichtverbrennung. So kann z.B, für einen Schlamm mit einem Wassergehalt von 8o % und einem unteren Heizwert
der Trockensubstanz von H „ = 12.561 kJ/kg die Zusatzwärme von 2303 kJ/kg Schlamm auf 251 kJ/kg Schlamm,
also um 89 %» gesenkt werden.
Die Erfindung wird nachstehend anhand der Zeichnung, die ein Ausführungsbeispiel darstellt, näher erläutert.
Fig. 1 zeigt ein Ausführungsbeispiel eines Verfahrensschemas einer Wirbelschichtverbrennung
mit indirekter Schlammtrocknung unter Ausnutzung der Abgaswärme,
Fig. 2 einen Längsschnitt durch einen indirekten Schlammtrockner,
Fig. 3 einen Querschnitt eines indirekten Schlammtrockners entsprechend Fig. 2 und
Fig. 4 die Draufsicht eines indirekten Schlammtrockners
nach den Fig. 2 und 3·
Das in Fig. 1 dargestellte Verfahrensschema gemäß der
Erfindung zeigt einen an sich bekannten Wirbelschichtofen 1 zur Veraschung von Abfallschlamm. Der Abfallschlamm 2
wird durch eine Aufgabevorrichtung 3 dem Ofen zugeführt. Die entstehenden Rauchgase 4 durchlaufen einen Luftvorwärmer
5 und einen Vorabscheider 6, in welchem die Grobanteile
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CLAUDIUS PETERSAG
Hamburg
der Flugasche abgeschieden werden. Anschließend treten sie in den indirekten Schlammtrockner 7 ein, geben den größten
Teil der Wärme an den Schlamm ab, werden, da sie nicht mit dem Schlamm in Berührung gekommen sind, direkt in einer
Rauchgas-Reinigungsvorrichtung 8 bis auf die zulässigen Emissionswerte gereinigt und strömen über einen Kamin 9
in die Atmosphäre.
Die Wirbel- und Verbrennungsluft 10 wird über den Luftvorwärmer
5 auf etwa 500 - 550 C vorgewärmt. Die abgeschiedene
Plugasche 11 führt man dem Aschesilo zu.
Der feuchte Klärschlamm 2 tritt über eine Aufgabevorrichtung 12 in den indirekten Schlammtrockner 7 ein und
verläßt diesen in getrockneter Form über die Ausschleusvorrichtung 13 in Richtung Wirbelschichtofen. Der im
Schlammtrockner entstehende Brüden wird über eine Rohrleitung ik in die erste Stufe des Trockners geleitet und
zur Schlammvorwärmung kondensiert. Das Kondensat 15 wird
in die Kläranlage zurückgeführt. Wo dies nicht möglich
ist, führt man den entstehenden Brüden direkt dem Ofen zur Desodorierung zu.
Fig. 2, 3 und 4 zeigen ein Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen
indirekten Schlammtrockners. Der schematisch dargestellte 8-stufige Schlammtrockner besteht aus
vier aufeinandergesetzten Kompakteinheiten I-IV, die kaskadenartig
hintereinander geschaltet sind. Der zu trocknende Schlamm 20 wird über einen Zellenradzuteiler 12 dem
ersten Trockenkanal 21 zugeführt der rechteckigen Querschnitt aufweist. Der Trockengaskanal 22 umschließt den
Trockenkanal 21 auf zwei, gegenüberliegenden Seiten. Das Rauchgas 23 tritt durch den Zuführungsstutzen 2k in die
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Hamburg
erste Stufe ein, strömt durch Umlenkhauben 25 jeweils
im Gleichstrom mit dem Schlamm von Stufe zu Stufe und verläßt den Trockner durch den Abgasstutzen 26. Der
Schlamm wird mittels der Kratzerförderer 27 durch den
betreffenden Schlammtrοckenkanal befördert, wobei ein
Kratzerförderer jeweils für zwei Schlammkanäle vorgesehen ist. Am Ende des Kanals befindet sich eine Schlammübergab
evorrichtung 28 in Form eines Leitbleches, welches den Schlamm in den nächsten Trockenkanal leitet. Die letzte
Trockenstufe ist mit einer Trο ckens chlamraaus tragsvorrichtung
13, hier ein Zellenrad, versehen. Der getrocknete Schlamm 29 wandert zum Verbrennungsofen 1. Der
Antrieb der Kratzerförderer 27 erfolgt über einen nicht dargestellten Kettentrieb und einen regelbaren Antriebsmotor
30. Mit Hilfe von Spannvorrichtungen 31 können die Kratzerförderer 27 entsprechend vorgespannt werden.
Der entstehende Brüden aus der Wasserverdampfung wandert mit dem Schlamm durch die Trockenkanäle 21 und sammelt
sich im Brüdenraum 32, wo er vom Schlamm getrennt und
durch die Brüdenöffnungen 33 über die Brüdenabzugsstutzen 34 abgesaugt wird.
In dem hier gezeigten Beispiel muß der Brüden den Ofen zur Desodorierung zugeführt werden. Nicht dargestellt
ist der Fall, in dem der Brüden über einen getrennten Kanal bereits der zweiten Stufe entzogen und in der
obersten ersten Stufe des Trockners im Trockengaskanal
kondensiert wird und damit zur Schlammvorwärmung dient.
Mit Hilfe einer anderen, nicht dargestellten Ausführungsform, bei der die einzelnen Stufen in der Horizontalen
oder Schrägen angeordnet sind, kann das Trockengut gleichzeitig getrocknet und gefördert werden.
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Hamburg
Darüber hinaus kann bei einer weiteren vorteilhaften
Ausführungsform der Trockenkanal im Unterdruckbereich
liegen, wobei der Trocknungseffekt durch Erhöhung des
Temperaturgefälles vergrößert wird.
Die erfindungsgemäße Trockenvorrichtung ist in ihrem
Anwendungsbereich nicht auf die Trocknung von Klärschlamm in Verbindung mit einem Wirbelschichtofen beschränkt.
Vielmehr kann der Trockner für jedes Trocknungsproblem eingesetzt werden, bei dem eine Verkrustungs·
gefahr der Heizflächen oder eine Verstopfungsgefahr der Trockenkanäle besteht* Dies ist besonders bei allen
klebrigen und pastenartigen Schlämmen der Fall. Als Trocknungsgase können Heizabgase jeglicher Art Verwendung
finden, die aus irgendwelchen Gründen nicht mit dem Gut in Berührung gebracht werden dürfen, also auch
Abgase aus Müllverbrennungsanlagen.
In der konstruktiven Ausbildung der erfindungsgemäßen Trockenvorrichtung ist eine Vielzahl von Varianten
möglich. Die dargestellte Ausführungsform zeigt nur eine Art der möglichen Ausbildung.
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Claims (1)
- CTAURSAGCLAUDIUS PETERSAG HamburgPatentansprüche1. Verfahren zur Schlammverbrennung unter Ausnutzung der Abgaswärme der entweichenden Rauchgase zur Luftvorwärmung und zur Verdampfung des im zu verbrennenden Schlamm enthaltenen Wassers, gekennzeichnet durch eine indirekte Schlammtrocknung derart, daß Schlamm und Rauchgas in getrennten Kanälen geführt werden ohne Zwischenschaltung eines mittelbaren Wärmeträgers, wobei die Abgase auf Temperaturen abgesenkt werden, die unterhalb von 300 C liegen und nach Reinigung direkt in die Atmosphäre abgelassen werden können, ohne daß sie erneut Temperaturbereiche von größer als 6θΟ C durchlaufen müssen.2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der bei der Schlammtrocknung entstehende Brüden in der ersten Stufe der Trocknung zum Zwecke der Schlammvorwärmung kondensiert wird.3. Verfahren nach Anspruch 1 und/oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Trocknung des Schlammes im Unterdruckbereich stattfindet.k. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach den Ansprüchen 1 bis 3» gekennzeichnet durch die an sich bekannte Kombination einer Schlammverbrennungseinrichtung, beispielsweise eines Wirbelschichtofens (l), mit nachgeschaltetem Luftvorwärmer (5) und einem Vorabscheider (6) für die bei der Schlammverbrennung entstehende Asche sowie einem Abgas-709807/016 5ΓΙ AlJUUJS i't T; 1-ϊ'ϊ Αί
H. in-I1 1J- ;rcjfilter (8), wobei zwischen. Vorabscheider (6) und Abgasfilter (8) ein indirekter Schlammtrockner (7) angeordnet ist.5. Vorrichtung zur indirekten Trocknung, vorzugsweise zur Schlammtrocknung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere Schlammkanäle (21) beliebigen Querschnittes hintereinander geschaltet, daß die Kanäle entweder allseitig oder nur von bestimmten Seiten von heißen Rauch- oder Trockengasen (23) umströmt sind und daß die Kanäle eine Zwangsfördereinrichtung (27) für das Trockengut sowie Ein- und Austrittsöffnungen für den Schlamm besitzen.6. Vorrrichtung nach Anspruch 5» dadurch gekennzeichnet, daß die Rauchgase im Gleich- oder Gegenstrom laufen.7. Vorrichtung nach den Ansprüchen 5 und 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Trockenkanal unter Unterdruck steht.8. Vorrichtung nach den Ansprüchen 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Kanäle entweder kaskadenartig übereinander, senkrecht oder in der Horizontalen angeordnet sind.9. Vorrichtung nach den Ansprüchen 5 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Kanäle nacheinander in der Horizontalen oder Schrägen angeordnet sind und zum gleichzeitigen Fördern des Trockengutes dienen.709807/0165
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| 8235 | Patent refused |