DE2532585C3 - - Google Patents
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- G—PHYSICS
- G03—PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
- G03B—APPARATUS OR ARRANGEMENTS FOR TAKING PHOTOGRAPHS OR FOR PROJECTING OR VIEWING THEM; APPARATUS OR ARRANGEMENTS EMPLOYING ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ACCESSORIES THEREFOR
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-
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Bei verschiedenen fotografischen Untersuchungen ist die Kenntnis der Ortskoordinaten des Linsenknotenpunktes
einer Kamera von besonderem Interesse. Bei einem kürzlich entwickelten Verfahren zur dreidimensionalen
Gegenstandsreproduktion werden Verfahrensschritte mitgeteilt, um aus der Untersuchung
einer auf spezielle Weise erhaltenen Fotografie elektrische Signale zu erzeugen, die in einem Bündel von
Strahlen oder Bahnen, die von einer Kameralinse zu einem Gegenstand führen, selektiv den Lichtstrahl
oder optischen Weg identifizieren, der in Sichtbeziehung zu einem interessierenden Oberflächenrandpunkt
eines gegebenen Gegenstandes ist. Sind die Ortskoordinaten der L,age des Knotenpunktes einer
Kameralinse bekannt, so können solche Signale zur Rekonstruktion des interessierenden Punktes in genauer
räumlicher Beziehung zu anderen Punkten verwendet werden, die Tusammen die gesamte Flächenbegrenzung
des Gegenstandes definieren.
Für den Fall, daß Umgebungstörungen, wie z. B. Vibration oder beabsichtigte Kamerabewegung, bei
der Durchführung des genannten besonderen Verfahrens auftreten und eine genaue Reproduktion des Gegenstandes
benötigt wird, ist es notwendig, die anfänglichen, mühsam bestimmten Ortskoordinaten der
Lage des Knotenpunktes der Kameralinse von neuem zu bestimmen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung und ein Verfahren zur berührungslosen
Bestimmung der Ortskoordinalen eines Linsenknotenpunktes zu schaffen.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruches 1 und
des Anspruches 8 gelöst.
Bevorzugte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.
Die durch die Erfindung crzielbaren Vorteile bestehen insbesondere darin, daß auf sehr einfachem
Wege eine zuverlässige Bestimmung der Ortskoordinaten eines Linsenknotenpunktes möglich ist. Durch
die in Anspruch 5 angegebene Ausgestaltung der Erfindung wird zusätzlich eine rasche Erkennung und
Korrektur von Fehlern ermöglicht.
Die Erfindung wird in der nachfolgenden Beschreibung an Hand der Zeichnung näher erläutert. Es zeigt
Fig. 1 in perspektivischer Darstellung eine Ausführungsform der Erfindung,
Fig. 2 eine Fotografie der Vorrichtung von Fig. I,
die von einer Lage oder einem Punkt längs der zum Fadennetz und den Marken symmetrischen Achse aus
aufgenommen ist,
Fig. 3 eine Fotografie der Vorriehtung von Fig. 1, die von einem anderen Punkt als dem im Zusammenhang
mit Fig. 2 genannten aufgenommen ist,
Fig. 4 bis 6 Fotografien, die jeweils einen getrennten Teil der zusammengesetzten, in der Fotografie von
Fig. 3 enthaltenen Information darstellen,
Fig. 7 a bis 7 f mir. der Vorrichtung erzeugte Signale
Fig. 8 bis IO Vorrichtungen zur Ausführung der
Erfindung.
Gemäß Fig. 1 enthält das Fadennetz 10 einen Rahmen 12 mit einer transparenten, ausgedehnten Mittelfläche,
in der seitlich und längsverlaufende Gitterelemente 14 und IS gehalten sind, die zusammen eine
Vielzahl einander berührender, getrennt erkennbarer Flächen (Zellen) 16a bis 28/ eines Betrachtungsfeldes
begrenzen. Der Rahmen 12 kann aus Iichtundiuchlässigem
Material bestehen, und die Gitterelemente 14 und IS können relativ dicke Drähte enthalten, so daß
sie ebenfalls undurchlässig für Licht oder andere auf das Fadennetz 10 auftreffende Energie sind. Alternativ
können die Gitterelemente im wesentlichen transparente Einrichtungen sein, z. B. feine Drahtfäden,
die nur bei Erregung erkennbar sind. Bei der dargestellten Ausführungsform sind die Zellen von gleicher
Größe und besitzen gemeinsame Seiten- und Längsabmessungen, können jedoch auch von willkürlicher
Größe sein, wie es unten beschrieben wird.
An den oberen Bereichen von Trägerarmen 34 und 36, die auf einer Grundplatte 38 befestigt sir d, befinden
sich erkennbare Marken 30 und 32. Die Grundplatte 38 trägt das Fadennetz 10 und die Marken aus
den unten genannten Gründen im Abstand voneinander. Die Trägerarme sind vorzugsweise durchlässig für
die Strahlungsenergie, die zum Erkennen der Marken und der Fadennetzstellen verwendet wird.
Wenn die Marken 30 und 32 durch das Fadennetz 10 hindurch längs einer Achse, z. B. der Achse 40,
die symmetrisch sowohl zum Fadennetz als auch zu den Marken liegt, betrachtet wird, so sind die Marken
in Abhängigkeit von dem Betrachtungspunkt längs der Achse 40 mit verschiedenen der Zellen 22a bis
22/ wahrnehmbar. Von einer gegebenen Lage 42 längs der Achse 40 aus sind die Marken zusammen
mit Zellen 22c und 22d wahrnehmbar. Fig. 2 zeigt eine Fotografie des Fadennetzes und der Marken, die
mit einer Linse aufgenommen ist, deren Knotenpunkt sich in der Lage 42 befindet.
Gemäß Fig. 2 können die x- und _y-Ortskoordinaten
jeder Marke relativ zu dem Ursprung 0 des Fadennetzes in einfacher Weise dadurch festgelegt werden,
daß die Anzahl der längs der x- und y-Achse aufeinanderfolgenden Zellen betrachtet wird und innerhalb
solcher Aufeinanderfolgen die Rangordnung der Zelle festgestellt wird, die zusammen mit einer
solchen Marke erkennbar ist. Befinden sich die Marken 30 und 32 in Lagen mit bekannten Ortskoordinaten,
so können die absoluten Ortskoordinaten der Zellen des Fadennetzes, die zusammen mit den Marken
wahrnehmbar sind, ohne Schwierigkeiten im Hinblick auf die Ortskoordinaten der Lage 42 bestimmt
werden, da der z-Achsenabstand der Marken relativ zu dem Fadennetz und die Geometrie des Fadennetzes
bekannt sind.
Werden die Marken von einer Lage 44 aus auf einer anderen Achse 46 als der Achse 40 durch das Fadennetz
hindurch betrachtet und wird eine Fotografie (Fig. 3) einer solchen Ansicht gemacht, so erleiden
die Fadennetzzcllen, die zusammen mit den Marken erkennbar sind, eine Verschiebung von den obengenannten
Zellen 22c und 22c/ zu den Zellen 26c/ bzw. 2!6e. Eine solche Verschiebung tritt auf Grund des
;:-Achsabstandcs zwischen dem Fadennetz und den Marken ein. Die x- und y-Ortskonrdinaten der Zellen
26c/ und 26c relativ zu <!':n Ortskoordinaten der Marken 30 und 32 und der z-Achsenabstand zwischen
den Marken und dem Fadennetz sind bekannt, so daß die .v-, y- und z-Ortskoordinaten der Lage 44 relativ
zu dem Fadennetz durch Triangulation bestimmt werden können. Für eine bestimmte Anwendung kann
das Fadennetz eine ausreichende Anzahl von Zellen enthalten, so daß eine Interpolation der sichtbaren
Lagen der Marken innerhalb einer bestimmten Zelle nicht notwendig ist.
in Die vorausgehende Erläuterung betraf ein Fadennetz
mit Zellen, die aufeinanderfolgend längs zwei Achsen angeordnet sind, es kann jedoch auch mit einem
einachsigen Fadennetz gearbeitet werden. In Fällen, in denen die Lageänderungen auf Betrach-ϊ
tungslagen beschränkt sind, die zwei Ortskoordinaten gemeinsam haben und nur entlang einer Verschiebungs-Achse
in der dritten Ortskoordinate voneinander abweichen, kann ein geeignetes Fadennetz daher
eine Aufeinanderfolge sich berührender Zellen längs einer solchen Achse, die parallel zur Verschiebungsachse ist, und eine einzige Marke, die im Abstand zu
dem Fadennetz auf einer Achse seruv.;echt zu der Verschiebeachse
angeordnet ist, aufweise·!. Bei einem solchen einachsigen Fadennetz wird die Zelle be-
r> stimmt, die zusammen mit der Marke von den interessierenden Lagen auf der Verschiebeachse aus erkennbar
sind.
Zweckmäßigerweise wird mit der Erzeugung elektrischer
Signale, die die einbezogenen Parameter an-
iii geben, anstatt in der oben beschriebenen Verfahrensweise
gearbeitet. Solche Signale ermöglichen die Verwendung automatischer Datenverarbeitungsverfahren
bei der Lösung der auftretenden Triangulation. Bei solchen Datenverarbeitungsverfahren werden
i". z. B. durch das Stanzen von Karten digitale Signale
für die invarianten Parameter, nämlich den Aufbau des Fadennetzes (Zellengröße und -anordnung) und
die relative Lage des Fadennetzes und der Marken erzeugt.
4n Die vorliegende Erfindung liefert dann die Information
hinsichtlich der Anordnung jener Zellen innerhalb des Fadennetzes, die zusammen mit den Marken
von der unbekannten Lage aus erkennbar sind, z. B. die Zellen 22c und 22t/ für die Lage 42 oder
■r, die Zellen 26d und 26e für die Lage 44. Die zuletzt
genannten Digitalsignale können für jede unterschiedliche axiale Anordnung, z. B. der Zellen 22c
und 22d, innerhalb des Fadennetzes ein Signal enthalten, das eine Vielzahl vorgegebener, hintereinander
Ίο angeordneter Zeitbere:iche, die in der Zahl mit den
Zellen längs einer Achse übereinstimmen, und zur Anzeige der Reihenfolge der Zelle innerhalb der
Aufeinanderfolge einen Impuls (1) in dem betrefferden Zeitbereich besitzt. Das Impulsmuster, das die
V) y-Ac'.iscnlage der beiden Zellen 22c und 22d gegenüber
dem Ursprung 0 angibt, ist im dargestellten Fall 0001000. Die Impulsmuster 001000 und (K)OK)O geben
die x-Achsenlage der Zellen 22c und 22c/ gegenüber
dem Ursprung 0 an.
ho Die Fig. 4—6 zeigen jeweils eine Fotografie, die einen
ausgewählten Teil des Informationsgehaltes der Fotografie von Fig. 3 enthalten. Fig. 4 zeigt die seitli=
chen Gitterelemente 14 von Fig. 3, Fig. 5 die längsverlaufenden
Gitterelemente ISvonFig. 3undFig. ft
(,-, die Marken 30 und 32 in ihrer Anordnung gemäU
Fig. 3. Die Fotogrifien der Fig. 4-6 enthalten alle Filmrahmcn-Bezugszeichen 48.
Die Fotografien der Fig. 4-fi können zum Beispiel
mittels des oben als Alternative genannten Fadennet /es
erhalten werden. Bei der Aufnahme der Fotografie von Fig. 4 werden die Marken und die Fäden, die
die längsverlaufenden Gitterelemente bilden, außer Strom gesetzt, während die Fäden, die die seitwärts
verlaufenden Gittereiemente bilden, eingeschaltet sind. Bei der Aufnahme der Fotografie von Fig. 5
werden nur die Fäden, die die längsverlaufenden Gittereiemente bilden, eingeschaltet. Bei der Aufnahme
tier Fotografie von Fig. 6 werden nur die Marken eingeschaltet.
Die Fotografie von Fig. 4 wird durch Abtasten.
/. B. durch lotoelektrisches Abtasten, entlang einer
Achse, die quer zu den dargestellten seitlichen Gitlerelementen 14 verläuft, untersucht. Wenn beim Ah
tasten die Rahmenbegrenzung 50 und die Abbildungen von jedem der Elemente 14 angetroffen werden,
wird ein Impuls erzeugt, wobei die Pulse zeitlich proportional
den Abständen auf der Fotografie auseinan-
£Λ II «IIII1 UIV »t
1.MtIIt-IIlUIIg Mill g 1._ I V I I ■ . , I
miger Geschwindigkeit bewegt wird. Die Impulse werden so gespeichert, wie sie erhalten werden, d. h
mit Angabe der Zeitzwischenräumc zwischen ihnen,
wie es in Fig. ~a dargestellt ist. In gleicher Weise wird
die Fotografie von Fig. 5 durch Abtasten längs einer Achse, die quer zu den dortigen Darstellungen der
langsvcrlaufeiiden Gitterelemente 15 verläuft, untersucht.
Der erhaltene Impulszug ist mit der Angabe seiner Zcitzwischenraume in Fig. 7 dargestellt.
Die Fotografie von Fig. h wird durch getrennte
Ahtastvorgänge in v- und ν-Richtung hinsichtlich der
Wiedergabe der Marken untersucht, und es werden Signale erzeugt, die jeweils einen Impuls enthalten.
die beim Erkennen der Darstellung der Marke erzeugt werden Die Signale besitzen in einer Abtastzeitbasis
entsprechend einer der Abtastzeitbasen der aus den Fig. 4 und 5 abgeleiteten Signale einen Abstand.
Fig. 7c zeigt die Ergebnisse der v-Abtastung bezüglich
der Wiedergabe der Marken. Die Impulse zeigen hierbei fur die Marken 30 und 32 die Wiederkehr
( Echo) auf der v-Achse an. Zusammengenommen ergeben
die Pulse der Fig. 7a und 7b hinsichtlich der ι -Achse die örtliche Beziehung zwischen den Marken
und den Fadennetzzellen, wie sie von der Betrachtungslage
ausgesehen wird. Die Fig. 7d und 7e zeigen
die Ergebnisse der v-Abtastung fur die Darstellung der Marken, wobei die Pulse jeweils anzeigen, daß
die Wiederkehr der Marken 30 und 32 auf der v-Achse die gleiche ist. Zusammengenommen ergeben
die Impulse der Fig. 7a. 7d und 7e die Ortsbeziehung
hinsichtlich der \-Achse zwischen den Marken und den Fadennetzzellen, wie sie von der Betrachtungslcige
aus gesehen wird. Bei dem folgenden Beispiel wird eine Relation zwischen der x-Wiederkehr der
Marke 30 in Fig. 7c und dem vierten Zeitzwischen raum des Signals von Fig. 7d gefunden, sowie zwischen
der Wiederkehr der Marke 30 in Fig. 7d und dem zweiten Zeitzwischenraum des Signals von
Fig. 7a. Bei d ;n Signalen von Fig. 7b und Fig. 7a
sind sechs bz» . sieben Zeitzwischenräume vorhanden, und für die darken 30 erhält man Muster 000100
U) und 0100000 (>■). Für die Marken 32 lauten die
Impulsmuste- 000010 (x) und 0100000 (y).
Die in Fig. 8 gezeigte Vorrichtung kann zur Erzeugung der obengenannten Signale verwendet werden.
Eine Quelle 80 für Strahlungsenergie in Form eines bleistiftdicken Bündels ist in fester Ausfluchtung mit
einem Strahlungsenergiesensor 82 in einem Abtastmechanismus 84 angeordnet. Ein Rahmen 86 für den
entwickelten Film ist fest zwischen der Quelle 80 und dem Sensor 82 angeordnet. Der Abtastmechanismus
wird durch eine \-Versetzungszahnstange 88 und eine y-Versetzungszahnstangc 90 relativ zu dem Filmrahmen
bewegt, wobei jeder Zahnstange ein motorgetriebenes Ritzel od. dgl. zugeordnet ist, das zur getrennten
.v- und v-Abtastung betätigt wird.
Fig. Ψ zeigt eine bevorzugte Form des Fadcnnetzaufbaus.
bei welchem es nicht notwendig ist, über den gesamten Umfang der verwendeten Zellen die ZeI-lenzählung
fortwährend zu erhöhen, und der eine sofortige Feststellung von Fehlern beim Abtasten der
Zellen ermöglicht, z. B. wenn ein längs- oder seitlichverlaufendes Gitterelement nicht oder fälschlich abgetastet
wird. Aus Gründen der Einfachheit sind in Fig. (>
nur seitlich verlaufende Gitterelemente dargestellt.
Wie bei dem Fadennetzaufbau von Fig. 1 liegen
ι—„„..i,k...i„ /„„.„v ...WtK-Un r-.;iinrni„».nnfn tA ...
Fig. 9 die Längsausdehnungen der aufeinanderfolgenden
Zellen I bis VI fest. In ausgewählten Zellen, z. B. ilen Zellen II. III und V sind weitere (zweite)
seitliche Gitterclemente 14« vorhanden, die das Muster
01 H)KK) für die aufeinanderfolgenden Zellen ergeben,
wobei .··.()« eine Zelle anzeigt, die kein zweites
seitliches Gitterelement 14« besitzt, und »1« eine Zelle anzeigt, die ein solches /weites seitliches Gitterelem■
nt besitzt. Bei der dargestellten Ausführungsform sind alle Gittereiemente wahrnehmbare
Bauteile, d. h. Elemente, die undurchlässig oder reflektierend
für auftreffende Strahlungsenergie sind, wobei die Gittereiemente 14</ ein Mittel zum Verschlüsseln
des Fadennetzaufbaus darstellen. Die Anzahl der Elemente \4ii ist kleiner als die Anzahl der
aufeinanderfolgenden Zellen. Wie in Fig. 9 rechts dargestellt ist. liefern drei Bit eine unterscheidungskräftige
Identifizierung für die letzten fünf der sieben Zellen. Zelle II! besitzt den kennzeichnenden Code
01 l.die Zelle IV den Code 1 10. die /die V den Code
101. die Zelle VI den Code 010 und die Zelle VII den Code 100.
Im Verlauf der Zeilenabtastung des Fadennetzes von Fig. y erhält man die einzelnen Zellen definierende
Signale, wie es oben in Verbindung mit den Fig. 4 und 7a beschrieben wurde. Gemäß Fig. 7f
enthalten die Signale die die Zellenlänge anzeigende Impulse von Fig. 7a und ferner Zellen-Codierungsimpulse
P11. P111 und Ps bei den Zellen II, III und
V. Zur Erleichterung der Unterscheidung zwischen Impulsen, die die Zellenlänge anzeigen, und Zeilen-Codierungsimpulsen
kann die Impulsbreite- oder -amplitude der letzteren von der Breite oder Amplitude der ersteren verschieden sein. Zur Indentifizierung der Zellen kann das Signal von Fig. 7f in einem
Schaltkreis verarbeitet werden, der ein sukzessives Auslesen der 3-Bit-Muster von Fig. 9 rechts ermöglicht. Es ist dabei offensichtlich, daß ein solcher
Schaltkreis, z. B. ein 3-Bit-Register, das durch die Impulse getaktet wird, die die Zellenlänge angeben, einen Fehler bei der Zellenabtastung anzeigt, wenn er
das 3-Bit-Muster 111 liefert, da dieses Muster keiner Zelle zugewiesen ist.
Wie man erkennt, ist es nicht mehr notwendig, die Zellenzählung über den gesamten Umfang der Zellen
zu erhöhen, wenn das Fadennetz so wie in Fig. 9 verschlüsselt oder codiert ist. Die Festlegung der regulären Abstufung in dem zugewiesenen Code jeder abge-
tasteten Zelle durch ihi VBit-Muster ermöglicht es.
für die Identifizierungeiiier bestimmten Zelle nur eine
Untcrfolge zu betrachten, die kleiner ist als die gesamte
Zcllcnfüge. Dieses Merkmal ist besonders wichtig, wenn die Zcllenfolge groß ist, d, h. wenn die
kontinuierliche Erhöhung der Zellenzählung umständlich ist und einen Zähler mit großer Kapazität
erfc) Jert. Für diesen Aspekt ist die Zellencode-Zuweisurig
von Fig. 9 bevorzugt. Der Fadennetzaufbau von Fig. 9 kann durch feine Drahtfäden hergestellt
werden, wie es oben in Verbindung mit Fig. 1 beschrieben wurde.
Der Fadennetzaufbau von Fig. 9 enthält eine F'olge erster Zellen mit Oitterelementcn und zweiter Zellen
ohne Ciitterelementc. Wie man erkennt, ist diese Folge ein Vcrschiebe-Code. Die beispielhafte Folge
von sieben Zellen folgt dem Code 0110100, wie er durch ein .VBit-Vcrschieberegister erzeugt werden
U:mn. <l:is zyklisch durch EXKLUSIV-ODER-Kombination
der Inhalte von zwei Stufen des Registers verschoben wird. Die Unterfolge von Zellen, die wie
oben beschrieben /.ur Zellenidentifikation betrachtet
werden muß, stimmt zahlenmäßig mit den Stufen des Verschieberegisters überein, das den Code generiert.
Allgemein ausgedrückt ist das Fadennetz mittels eines Verschiebc-Codes verschlüsselt und ist die Gesamtzahl
erster und zweiter Zellen in der Zellcnfolge gleich Γ. so enthält jede LJnterfolge von /V Zeilen eine bestimmte
Folge erster und zweiter Zellen, wobei die Beziehung zwischen /' und N durch die Formel
2S - \ = P hergestellt wird.
Selbstverständlich kann eine andere Verschlüsselung mittels eines Verschiehe-Codes angewandt werden,
wobei sich dann jedoch eine Vergrößerung der Unterfolge ergibt, die zur Identifizierung einer bestimmten
Quelle betrachtet werden muß. Der Fadcnnetzaufbau kann z. B. in der Weise verschlüsselt werden,
daß die Folge erster und zweiter Zellen in der Zellenfolge eine reine Binärprogression ist. Betrachtet
man den Code, der durch einen 3-Bit-Binärzähler unter Einschluß der aufeinanderfolgenden Identifizierungen
000 und 001 erzeugt wird, so ist es offensichtlich, daß man eine Zcllen-Unterfolge von wc iigstens
sechs Zellen zur Zellenidentifizierung berücksichtigen muß. im Gegensatz zu dem Fall .V = 3 bei
einer gleichen Anzahl P von Zellen bei Verwendung des Verschiebe-Codes.
Wie das Fadennetz von Fig. 1. so kann auch das Fadennetz von Fig. 9 oder ähnliche verschlüsselte Fadennetzanordnungen
in Verbindung mit wahrnehmbaren Marken bei der Erzeugung von Signalen verwendet werden, die zur Bestimmung der Ortskoordinaten
einer bestimmten Betrachtungslage verwendet werden.
Fig. 10 zeigt eine Ausführungsform einer besonders bevorzugten Vorrichtung für die Ausführung der
Erfindung und insbesondere zur Herstellung von Fotografien, die e· .tsprechend den Fig. 4-6 selektiven
Informationsinf alt besitzen. Die Grundplatte 52 von Fig. 10 bildet :inen festen Sitz für die Stützen 54 und
56. An seinem oberen Ende trägt die Stütze 56 einen Motor 58 und dazwischen ein Wellengehäuse 60. Die
Antriebswelle 62 des Motors 58 ist z. B. durch Verkeilen fest mit dem das Fadennetz begrenzenden Rahmen 64 verbunden, wobei sich die Welle 62 durch
das Gehäuse 60 erstreckt und unterhalb des unteren Endes des Gehäuses 60 wiederum mit dem Rahmen
64 verkeilt ist. Die Welle führt ferner in die Stütze
54. und die Stütze 54 und das Gehäuse 60 enthalten Lager, die eine Drehbewegung der Welle (>2 relativ
zu ihnen ermöglicht.
Der Fadennetzrahmen 64 trägt eine Lampe 66 und einen faseroptischen Aufbau 67 an der Rahmenstrebe
68. Die ersten Enden des faseroptischen Aufbaus befinden sich bei der Lampe, und die anderen Enden
sind bei dem Kahmenfenster 70 gesammelt, das so angeordnet ist, daß beim Einschalten der Lampe eine
ununterbrochene vertikale Lichtlinie bei dem Fenster 70 erzeugt wird, wenn der Rahmen ruht. Ein mit öffnungen
versehener Fensterverschluß 72 ist mittels eines Scharniers an dem Rahmen 64 befestigt und ist
in seiner offenen Stellung dargestellt. Wenn der Rahmen ruht und der Verschluß 72 auf das Fenster 70
in seine geschlossene Stellung bewegt wird, geht von dem Rahmen 64 eine Vielzahl vertikal angeordneter
Lichtbündcl aus. Das Gehäuse 60 ist in z-Achsenabstand
zu dem Fenster 70 angeordnet und trägt in vertikalem Abstand voneinander Lampen 74
und 76.
Bei der Verwendung der Vorrichtung von Fig. 10 zur Herstellung von Fotografien gemäß den Fig. 4-(>
wird der Verschluß 72 in seine geschlossene Stellung gebracht und die Lampe 66 ebenso wie der Motor
58eingeschaltet. Wie man erkennt, kann der Rahmen 64 durch den Motor 58 auf einer im wesentlichen vollständig
kreisförmigen Bahn bewegt werden, wodurch ein zylindrisches Lichtmuster erzeugt wird, das die
seitwärts verlaufenden Gitterelemente definiert, wie dies bei der ebenen Ausführung von Fig. 4 dargestellt
ist.
Der Verschluß 72 wird nun in seine offene Stellung gebracht und der Motor 58 wieder eingeschaltet. Im
Verlauf der Bewegung des Rahmens 64 auf seiner kreisförmigen Bahn, wird die Lampe 66 periodisch
eingeschaltet, wodurch ein zylindrisches Lichtmuster erzeugt wird, das die längsverlaufenden Gitterelemente
definiert, wie dies bei der ebenen Ausführung von Fig. :i gezeigt ist.
Der Rahmen 64 wird nun in seine äußerste Stellur ^ im Uhrzeiger- oder Gegenuhrzeigersinn gebracht, und
der Motor 58 und die Lampe 66 werden ausgeschaltet und die Lampen 74 und 76 eingeschaltet, um Marken
ähnlich den Marken 30 und 32 zu definieren. Es werden getrennte Fotografien der Muster mit den seitwärts-
und längsverlaufenden Gitterelementen und dieser Marken-Lampen 74 und 76 aufgenommen.
Die Vorrichtung von Fig. 10 schafft einen Fadennetzaufbau,
der dreidimensional ist und dazu dient, einen dreidimensionalen Untersuchungsgegenstand
teilweise oder vollständig einzuschließen, wodurch die Verwendung mehrerer Kameras ermöglicht wird, die
in ihrer Lage durch die Struktur des Fadennetzes miteinander in Beziehung stehen. Bei einem Anwendungsbeispiel können mehrere Kameras in der gewünschten örtlichen Beziehung mit der Vorrichtung
von Fig. 10 angeordnet werden und die obengenannten Schritte des Einschaltens der Vorrichtung aufeinanderfolgend ausgeführt werden, wobei während jedes Schrittes von jeder Kamera Fotografien aufgenommen werden. Die Vorrichtung von Fig. 10 wire
dann abgeschaltet und der Gegenstand in dem Blickfeld der Kameras und damit innerhalb der aufgenommenen Struktur des Fadennetzes angeordnet, wovor
die obengenannten Signale, die die Ortskoordinater angeben, generiert werden. Die Grenzfläche des Ge
genstandes wird fotografisch untersucht. Bei beab
809 634/382
ZJ JZ
sichtigten Kamerabewegungen oder Störungen von außen, die Kameraverschiebungen verursachen, kann
das dreidimensionale Fadennetz von neuem erzeugt werden und zur sofortigen Neubeslimmung der Ortskoordinaten des Knotenpunktes der Linsen untersucht
werden.
Die Marken 30 uad 32 können /. B. im Gegensatz
zu der obigen Beschreibung, bei der die Marken auf der Seite des Fadennetzrahmens angeordnet sind, die
den interessierenden Lagen gegenüberliegt, in Richtung der interessierenden Lagen im Abstand angeordnet
werden. Die Ausgangslagcn, d. h. die Punkte der ersten sichtbaren Ausbreitung der Lichtbündel, die
aus dem Fenster 70 austreten, und der Lichtbündel, die durch die Lampen 74 und 76 erzeugt werden, kön-
(O
neu in ähnlicher Weise relativ zu den interessierenden Lagen mit gegenseitigem Abstand in wechselnder Beziehung
angeordnet sein. Wie oben erwähnt, können die Zellen willkürliche Ausmaße besitzen und in jeder
gewünschten Weise verschlüsselt sein. Beim Erkennen solcher willkürlicher Zellen ist das in Verbindung
mi den Fig. 4-8 beschriebene Signalerzeugungs-Verfahren besonders wirkungsvoll, da Zeitzwischenräume
gemessen werden und die Zellengröße angeben. Die Marken und Gitterelemente, deren Erkennung
ermöglicht werden soll, können Licht erzeugen oder undurchlässig und lichtreflektierend sein oder,
wenn eine andere Energie als Lichtenergie verwendet wird, solche Energie erzeugen oder für solche Energie
reflektierend sein.
Hierzu 4 Blatt Zeiehnuimen
Claims (8)
1. Vorrichtung zum Erzeugen von Signalen zur
Bestimmung der Ortskoordinaten eines Linsenknotenpunktes mit unbekannten Ortskoordinaten,
gekennzeichnet durch
a) ein Fadenkreuz (10) zur Festlegung einer Vielzahl unterscheidbarer Zellen (16a bis
28/), wobei jede Zelle eine vorgegebene, bestimmte Fläche eines Gesichtsfeldes festlegt,
das sich von dem Linsenknotenpunkt (42, 44) zu dem Fadennetz (10) erstreckt;
b) Marken (30, 32; 74, 76), die in dem Gesichtsfeld der Linse und in einem festen Abstand
zu dem Fadennetz (10) angeordnet sind und
c) Einrichtungen (Fig. 8) zum Erzeugen eines Signals, das bezeichnend ist für die Zelle, die
sich auf dem geradlinigen optischen Weg von dem L'nsenknotenpunktzu der Marke befindet.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Fadennetz (10) eine Vielzahl
einander schneidender, quer und längs verlaufender Elemente (14, 15) enthält, die lichtundurchlässig
sind und in einer gemeinsamen Ebene angeordnet sind, wobei jede Zelle (16a bis 28/)
durch ein benachbartes Paar quer verlaufender Elemente (14) und ein benachbartes Paar längs
verlaufender Elemente (15) begrenzt wird.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet
daß die Marken durch Lichtquellen (74, 76) gebildet werfen.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß das Fade -netz durch eine Lichtquelle (66) und damit zusammenwirkende Einrichtungen (Fig. 10) zur Erzeugung einer
Vielzahl einander schneidender, quer und längs verlaufender Lichtbündel gebildet wird.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, gekennzeichnet durch unterscheidbare Elemente
(14a), die zur Verschlüsselung der Aufeinanderfolge der Zellen (16a bis 28/) einzeln in ausgewählten
ersten Zellen angeordnet sind, wobei die Anzahl der unterscheidbaren Elemente (14a)
kleiner ist als die Gesamtzahl der ersten und der restlichen, zweiten Zellen innerhalb der Aufeinanderfolge.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Gesamtzahl der ersten und
zweiten Zellen P ist und jede Unterfolge von N dieser Zellen eine unterschiedliche Folge erster
und zweiter Zellen besitzt, wobei die Beziehung zwischen P und N durch die Formel 2N — 1 = P
hergestellt wird.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Folge der ersten und zweiten
Zellen innerhalb der Aufeinanderfolge von Zellen eine Binärfolge ist.
8. Verfahren zur Bestimmung der Ortskoordinaten eines Linsenknotenpunktes mit unbekann=
ten Ortskoordinaten unter Verwendung der Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, bei
welchem von dem Linsenknotenpunkt aus eine f<>tografische Aufnahme gemacht wird, die die Marken
und die sich auf dem geradlinigen Weg von dem Linsenknotenpunkt zu den Marken befindenden
Zellen enthält, und die elektrischen Signale nach Anspruch Ic durch Abtasten dieser
Fotografie erzeugt werden.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US05/490,875 US3936649A (en) | 1974-07-22 | 1974-07-22 | Method and apparatus for use in position determining |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2532585A1 DE2532585A1 (de) | 1976-04-01 |
| DE2532585B2 DE2532585B2 (de) | 1977-11-24 |
| DE2532585C3 true DE2532585C3 (de) | 1978-08-24 |
Family
ID=23949864
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19752532585 Granted DE2532585B2 (de) | 1974-07-22 | 1975-07-21 | Vorrichtung und verfahren zur bestimmung der ortskoordinaten eines linsenknotenpunktes |
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|---|---|---|---|
| DE2559680A Granted DE2559680B1 (de) | 1974-07-22 | 1975-07-21 | Verfahren zum Aufzeichnen eines Gegenstandes von einem Linsenknotenpunkt aus |
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