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DE2530683A1 - Verfahren zur herstellung kohaerenter torfplatten, insbesondere als substrate fuer saatgut, das zum keimen gebracht werden soll, und pflanzen - Google Patents

Verfahren zur herstellung kohaerenter torfplatten, insbesondere als substrate fuer saatgut, das zum keimen gebracht werden soll, und pflanzen

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DE2530683A1
DE2530683A1 DE19752530683 DE2530683A DE2530683A1 DE 2530683 A1 DE2530683 A1 DE 2530683A1 DE 19752530683 DE19752530683 DE 19752530683 DE 2530683 A DE2530683 A DE 2530683A DE 2530683 A1 DE2530683 A1 DE 2530683A1
Authority
DE
Germany
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peat
plants
substrates
slabs
substrate
Prior art date
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Withdrawn
Application number
DE19752530683
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English (en)
Inventor
Simo Tilkanen
Markus Von Weissenberg
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
TARVAS REHU Oy
Original Assignee
TARVAS REHU Oy
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by TARVAS REHU Oy filed Critical TARVAS REHU Oy
Publication of DE2530683A1 publication Critical patent/DE2530683A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

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    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01GHORTICULTURE; CULTIVATION OF VEGETABLES, FLOWERS, RICE, FRUIT, VINES, HOPS OR SEAWEED; FORESTRY; WATERING
    • A01G24/00Growth substrates; Culture media; Apparatus or methods therefor
    • A01G24/20Growth substrates; Culture media; Apparatus or methods therefor based on or containing natural organic material
    • A01G24/28Growth substrates; Culture media; Apparatus or methods therefor based on or containing natural organic material containing peat, moss or sphagnum
    • AHUMAN NECESSITIES
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    • A01G24/00Growth substrates; Culture media; Apparatus or methods therefor
    • A01G24/40Growth substrates; Culture media; Apparatus or methods therefor characterised by their structure
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  • Environmental Sciences (AREA)
  • Pretreatment Of Seeds And Plants (AREA)
  • Cultivation Receptacles Or Flower-Pots, Or Pots For Seedlings (AREA)
  • Cultivation Of Plants (AREA)

Description

2530683 Licht, Schmidt, Hansmann & Herrmann Patentanwälte
München: Dipl.-Ing. Martin Licht
Dipl.-Wirtsch.-Ing. Axel Hansmann Dipl.-Phys. Sebastian Herrmann
" PatentanwätteUchtHansmann.Hernnann-eMünchena-Theresienstr.aa " Oppenau: Dr. Reinhold Schmidt
8 München 2 Theresienstraße 33
TARVAS-REHU OY -ä jyy
21470 SUURILA,
FINNLAND
Verfahren zur Herstellung kohärenter Torfplatten, insbesondere als Substrate für Saatgut, das zum Keimen gebracht werden soll,
und Pflanzen
Aufgabe der Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung kohärenter Torfplatten, die kompressibel und als solche für verschiedene Zwecke, insbesondere aber als Wachsturnssubsträte geeignet sind. Die gemäß der Erfindung hergestellten Substrate ermöglichen die Keimung und Kultivierung von Pflanzen und deren Überführung von einer Stelle zu einer anderen und machen damit die"Verwendung von Topfen, Behältern oder dergl. zum Zusammenhalten des Substrats überflüssig.
Es ist seit langem bekannt, Pflanzen in verschiedenen, mit Krume, Torf oder dergl. gefüllten Behältern zu ziehen. Seit Jahrzehnten werden Töpfe aus Ton und in neuerer Zeit Plastik zum Zusammenhalten von Substrat und Wurzeln für die Züchtung verschiedener Topfpflanzen und Sämlinge verwendet.
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Ton, Plastik und einige andere Materialien haben den Nachteil, daß die Wurzeln der Pflanzen nicht durch die Wand des Behälters wachsen können. Das macht die Töpfe ziemlich ungeeignet zum Ziehen von Pflanzen, weil die Pflanze vor dem Auspflanzen aus dem Topf genommen werden muß, wodurch ihre Wurzeln beschädigt und damit Wachstumsstörungen verursacht werden.
Um diesen oft sehr beträchtlichen Nachteil zu beseitigen, sind schon verschiedene Arten von Topfen und ähnlichen Mitteln, durch die das Substrat zusammengehalten werden kann, während die Wurzeln der Pflanzen die Wände des Topfes zu durchdringen vermögen, entwickelt worden, so daß die Pflanze an der Stelle des Wachstums ausgepflanzt werden kann, ohne daß sie aus dem Topf genommen werden muß. Solche Töpfe sind die Torftopfe (Jiffy-pot, Pinnpot, Fertil-pot), Papiertöpfe (Paperpot), mit einem Nylonnetz zusammengehaltene Torfbrocken (Jiffy-7) (US-PS 3 375 607) und Töpfe und Gefäße verschiedener Form aus einem Plastiknetzwerk. Verschiedene Arten von Pflanzenziehplatten (SF-PS 45 033), Kästen und Bändern (SF-Patentanmeldung 1886/73), in denen verschiedene Pflanzen gleichzeitig gezogen und danach an der Stelle, wo sie weiter wachsen sollen, ausgepflanzt werden können, sind schon aus Plastik, Torf und Papier hergestellt worden.
Alle oben erwähnten Töpfe und dergl., und "zwar sowohl diejenigen, durch die die Wurzeln durchdringen als auch diejenigen, durch die die Wurzeln nicht durchdringen können, haben die Eigenschaft, daß das Substratmaterial nicht ohne eine es umgebende festere Wand zusammenhält, woraus sich die Notwendigkeit der Verwendung verschiedener Arten von Töpfen, Netzen, Kästen und dergl. ergibt.
Es ist auch bekannt, Pflanzen auf sogenannten Erdkuben, von denen jährlich ungeheure Mengen in verschiedenen Teilen der Welt herge-
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stellt werden, zu ziehen. Die Erdkuben werden aus einem Gemisch von feuchtem Ton und torfreicher Erde, das mittels einer eigens für diesen Zweck entwickelten Maschine zu zusammenhängenden Klumpen verpreßt wird, hergestellt. Die kohärente Masse gleicht beispielsweise einem verpreßten Erdklumpen, der durch den nassen Ton zusammengehalten wird. Ein Vorteil dieses Verfahrens besteht darin, daß die wurzeln der darin gezogenen oder ausgesäten Pflanze ungehindert in die umgebende Erde wachsen können. Diese Erdkuben sind aber von keinem wirtschaftlichen Interesse, weil sie schwer zu transportieren und auf den Markt zu bringen sind und vorzugsweise an der Stelle ihrer Verwendung hergestellt werden müssen.
Es sind schon viele verschiedene Versuche gemacht worden, kohärente, von Wurzeln durchdringbare Pflanzensubstrate herzustellen. In den V.St.A. sind kubische Körper aus Langfasermaterial (KYS-CtJBE), in die Pflanzen oder Pflanzenableger gesät oder eingepflanzt werden können, um zu wurzeln, hergestellt worden. Ein Nachteil dieser Fasertöpfe bei ihrer Verwendung zum Ziehen von Pflanzen ist ihr schlechtes Gefüge und die Tatsache, daß sie nicht verpreßt werden können, um ihr Lager- und Transportvolumen zu verringern. Um dieses letztere Problem zu lösen, ist schon Torf verwendet worden: PreßtorfrondeHe sind mit einem Bitumenzusatz zum Binden des Pasermaterials hergestellt worden (Jiffy-9) (NO-Patentanmeldung 2934/72). Dieses Verfahren, das von den oben genannten das am weitesten entwickelte ist, hat den Vorteil, daß der Torfkörper auf etwa 1/5 seines Anfangsvolumens verpreßt werden kann und daß der Preßling nach Benetzen aufquillt und verhältnismäßig gut zusammenhält. Der wesentlichste Nachteil dieses Verfahrens ist jedoch das durch das Bitumen verursachte unzureichende Wasserabsorptionsvermögen. D.h. die Preßkörper quellen nach dem Benetzen nur sehr langsam auf ihr Endvolumen. Ein wei-
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terer Nachteil ist die Verschlechterung der Wachstumsbedingungen durch den Bitumengehalt eines solchen Pflanzensubstrats. Außerdem ist die Extraktion des Torfs mit Bitumen ein kompliziertes und aufwendiges Verfahren.
Auch gemäß SP-PS 47 203 (Parmos Oy) wird Torf zu kohärenten Körpern verpreßt, wodurch einige wesentliche Vorteile erzielt werden. Wenn jedoch ein solcher Preßkörper benetzt wird, quillt er und zerfällt in ein Wachsturnssubstrat, das nicht zusammenhalt, so daß ein Träger, wie ein Topf, Behälter oder dergl., erforderlich wird. Dies ist Gegenstand der GB-PS 1 153 327. D.h. diese Preßkörper sind als solche nicht zum Ziehen von Pflanzen geeignet.
Gemäß der Erfindung wird das Problem durch das in den Ansprüchen gekennzeichnete Verfahren gelöst.
Bei der Suche nach verschiedenen Alternativen zur Lösung der oben erwähnten Probleme wurde überraschenderweise gefunden, daß ein Substrat für Sämlinge und Pflanzen, das auch hohen Anforderungen genügt, erhalten wird, wenn von einem Sphagnum-Torfmoor im natürlichen Zustand, von dem die Oberflächenvegetation entfernt und das Wasser ablaufen gelassen ist, geeignete Körper geschnitten und diese entweder natürlich auf dem Moor oder künstlich bis zu einem Feuchtigkeitsgehalt unter 35$, vorzugsweise bis 28$, trocknen gelassen werden, wonach die Körper verformt, beispielsweise zu der Größe der gewünschten Pflanzensubstrate zurechtgesägt, und verpreßt werden. Es wurde nämlich gefunden, daß ein aus dem Torfmoor geschnittener Körper, der nicht vermählen oder zerfasert ist, eine ausreichende Menge an miteinander verflochtenem Pflanzenmaterial enthält, um das Stück sowohl in nassem als auch in trockenem Zustand fest zusammenzuhalten. Das gilt insbesondere für Torfmoor der Gattung Sphagnum. Es wurde
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ate h gefunden, daß ein solches vorzugsweise fast vollständig unzerfallenes Torfmoor mit einem Wert von 1 bis 2 auf der von Post Skala sehr flexibel ist, so daß es möglich wird, den Körper sogar bis zu 1/10 seines Anfangsvolumens zu verpreßen. Nach dem Benetzen eines solchen Preßkörpers absorbiert er zufolge einer Kapillarwirkung außerordentlich rasch Wasser und quillt fast momentan zu seinem Anfangsvolumen auf.
Außerdem ist das Material hinsichtlich seiner technischen Eigenschaften offensichtlich den bekannten Substratmaterialien für die Keimung von Samen sowie das Auspflanzen von Sämlingen und Pflanzen überlegen, da es porös ist und ihm leicht Nährstoffe zugesetzt werden können. Außerdem können die Wurzeln ungehindert in dem Substrat und nach außen in die umgebende Erde wachsen, da keine Wand das Eindringen in die umgebende Erde verhindert oder die Wachstumsrichtung der Pflanzen bestimmt, wie beispielsweise eine Wand aus Plastik, Papier, Netzwerk oder Torf.
Die vorliegende Erfindung ist nicht mit den verschiedenen bekannten Methoden der Torfgewinnung, bei denen mit einem Spaten oder maschinell große Torfkörper geschnitten werden, zu identifizieren. Die in der bekannten Weise gewonnenen Torfkörper werden auf dem Moor getrocknet, wonach sie gewöhnlich in Säcke gefüllt werden, um sie als Torfmull in feinverteiltem und nicht-zusammenhaltendem Zustand ihrer Verwendung zuzuführen.
Bekanntlich enthält dem Moor entnommener Torf praktisch keine Nährstoffe und hat einen niedrigen Säuregehalt. Daher muß das nach dem obigen Verfahren hergestellte Substrat weiterverarbeitet werden, damit es hohen Anforderungen für das Ziehen von Pflanzen zu genügen vermag.
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Gemäß der Erfindung wird der Säuregrad.(das pH) des Pflanzensubstrats durch Wässern der Torfkörper mit einer Kalkaufschlämmung erhöht. Kalk hat die Wirkung, daß der pH-Wert der Torfkörper nach dem Wässern erhöht ist. Analysen ergeben, daß das pH in Substraten, die von dem in Präge stehenden Torf erhalten sind, zwischen 3,3 und 3*4 liegt, während es zwischen 4,5 und 5*5 liegen sollte. Durch den oben erwähnten Kalkzusatz wird das pH des Substrats für die Pflanzen geeignet gemacht. Einem Pflanzensubstrat, in dem die Pflanzen nach dem Wurzelschlagen "wachsen sollen, müssen Nährstoffe zugesetzt werden. Ausgezeichnete Ergebnisse sind beispielsweise durch Versetzen der Substrate mit einer verdünnten Nährlösung erzielt worden. Als eine solche Lösung ist ein Pflanzennährstoff mit einem Gehalt von 5*2 g Stickstoff, 1,2 g löslichem Phosphormaterial und 3,9 g wasserlöslichem Kaliumhydroxid je 100 ml und außerdem Spurenmengen an für die Pflanzen geeigneten weiteren Nährstoffen verwendet worden. 0,05$ an diesem Pflanzennährstoff werden dem für das Wässern verwendeten Wasser zugesetzt. Wenn das Substrat mit dieser Nährlösung gewässert wird, so absorbiert es die Lösung gleichmäßig und die Menge an Nährstoffen ist ausreichend, um den Bedarf der Pflanzen zu decken.
Die Eignung der nach dem Verfahren gemäß der Erfindung erhaltenen kohärenten Pflanzensubstrate für die Pflanzenkultivierung kann wie folgt weiter verbessert werden: Wenn das Pflanzensubstrat zu einem Fünftel oder einem Sechstel seines Anfangsvolumens verpreßt ist, können mittels eines geeigneten Bohrers Löcher darein gebohrt werden, deren Durchmesser beispielsweise 4 bis 6 mm beträgt. Wenn ein so verpreßtes Pflanzensubstrat durch Benetzen aufgequollen wird, wird in dem nassen Substrat ein Loch mit einer Tiefe von etwa 1 bis 2 cm gebildet. Wenn in das Substrat Ableger eingebracht werden sollen, um zu wurzeln, können sie zweckmäßig
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in die so gebildeten Löcher eingesetzt werden. Auch kann ein Sämling der zu kultivierenden Pflanze schon vor dem Wässern des Substrats in die Löcher eingesetzt und beispielsweise mit einem Leim an dem Loch befestigt werden. D.h. es können Pflanzensubstrate mit bereits eingesetzten Sämlingen hergestellt werden. In einem Fall wie diesem wird der Nährstoffgehalt des Pflanzensubstrats dem Bedarf der Pflanze entsprechend eingestellt.
Das Substrat gemäß der Erfindung kann auch in der Weise verwendet werden, daß das verpreßte trockene Substrat auf eine Schale aus beispielsweise Plastik aufgebracht und in einer für den Verbrauchermarkt geeigneten Weise verpackt wird. Wenn eine geeignete Menge an Wasser in die Plastikschale gefüllt wird, quillt das Substrat. Das Verfahren kann weiterhin modifiziert werden, indem man zurechtgesägte oder geschnittene Stücke des Substrats in geeignetem Abstand voneinander beispielsweise auf eine Folie aus nicht-verwebten Fasern oder Papier aufklebt, wobei der Abstand der einzelnen Substratstücke den speziellen Wachstumsbedingungen angepaßt wird.
Das Verfahren gemäß der Erfindung ist also vielseitig anwendbar und ersetzt vollständig die bisher verwendeten verschiedenen Töpfe und Behälter, die für das Ziehen von Pflanzen erforderlich waren. Außerdem kann durch das Verfahren gemäß der Erfindung die Ernte und das Wachstum der Pflanzen verbessert werden, da durch eine Verpflanzung die Wurzeln nicht beschädigt werden. Da das Verfahren zudem überraschend einfach und wenig aufwendig ist, ist es für das Ziehen von Pflanzen und die Kultivierung von Pflanzen und Sämlingen von großer wirtschaftlicher Bedeutung wie alle Neuerungen, die der stetig intensiver werdenden Rationalisierung der Pflanzenzüchtung dienen. Das gilt für Gartenbau wie für Forst- und Landwirtschaft in verschiedenen Teilen der Erde.
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Die folgenden Beispiele veranschaulichen die Anwendung des Verfahrens gemäß der Erfindung in der Praxis.
Beispiel 1
Auf einem Moor im südlichen Pinnland, das gut entwässert war und von dessen Oberfläche Bäume, Zweige, Moos und Stubben entfernt waren, wonach die Oberfläche mit einem Schneidgerät eingeebnet war, um lockeren Torf zu entfernen, wurde die Herstellung von Rohmaterial für das Substrat wie folgt durchgeführt: Mit einer Vorrichtung, die in etwa einem Pflug für die Landwirtschaft glich, wurden von der Oberfläche des Moors Streifen mit einer Dicke von 9 cm und einer Breite von 35 cm geschnitten. Diese Streifen wurden auf der Oberfläche des Moors bis zu einem Feuchtigkeitsgehalt von etwa 28$ trocknen gelassen, wonach sie mittels eines Förderbandes auf den Anhänger eines Traktors geladen und zu der Verarbeitungsanlage transportiert wurden.
In der Anlage wurden die Torfplatten auf ein Förderband aufgebracht, auf dem von den Kanten der Platte 1 cm und von ihrer Dicke ebenfalls 1 cm mit einer Säge abgeschnitten wurde, worauf die Platten zu Stücken von 24 cm Länge zerschnitten wurden. Die Abmessungen der erhaltenen Platten waren 8 χ 24 χ 32 cm. In diesem Beispiel wurden die Torf platten mit einer Kolbenpresse zu Platten mit einer Dicke von 10 mm .verpreßt und dann zu Stücken von 8 χ 8 cm zerschnitten.
Auf diese Weise wurden als Pflanzensubstrat geeignete Platten hergestellt, die beim Benetzen in etwa 15 Sekunden zu Würfeln von 8 χ 8 χ 8 cm aufquollen.
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Beispiel 2
Von dem Moor, das zuvor in der oben beschriebenen Weise vorbehandelt war, wurde wie oben beschrieben Rohmaterial für ein Substrat gewonnen: Nach an sich bekannten Verfahren wurden Stücke mit einer Dicke von 10 cm, einer Länge von 35 cm und einer Breite von 25 cm von dem Moor geschnitten. Diese Stücke wurden auf der Oberfläche des Moors trocknen gelassen. Nachdem die Stücke unter dem Einfluß der Sonne und des Windes bis zu einem Feuchtigkeitsgehalt unter 35$ getrocknet waren, wurden sie in eine Verarbeitungsanlage überführt und dort weiter bis zu einem Feuchtigkeitsgehalt von 12 bis 20$ getrocknet, wonach sie mit einer Säge zu Platten von 8 χ 24 χ 32 cm und teilweise auch in Platten von der Hälfte dieser Länge, nämlich 8 χ 24 χ 16 cm, zerschnitten wurden. Auch wurden Platten von nur der Hälfte der Dicke, d.h. mit einer Dicke von 4 cm, einer Länge von 24 cm und einer Breite von 16 cm hergestellt. Auf die Oberflächen der Torfplatten wurde Dolomitkalk in einer Menge von 8 kg/m Substrat aufgebracht. Danach wurden die Torfplatten in einen Bandkompressor eingeführt und dort zu etwa 1/3 ihres Anfangsvolumens verpreßt, wonach sie automatisch für einige Zeit in eine hydraulische Kolbenpresse eingebracht wurden, wo das Pressen unter Anwendung
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eines Druckes von etwa 80 kg/cm beendet wurde. Der Preßdruck
konnte auf ein Maximum von 180 kg/cm erhöht werden, wodurch die Torfplatten außerordentlich hart wurden. In der Kolbenpresse wurden die Torfplatten auf zwischen etwa 1/3 bis 1/10 ihres Anfangsvolumens verpreßt. Nach dem Pressen wurden die Torfplatten einer Säge zugeführt und dort automatisch derart zersägt, daß der Boden unzersägt blieb und die Platte damit ihren Zusammenhalt behielt. Von den größeren Platten wurden Körper von 8 χ 8 cm und von den kleineren Platten Körper von 4 χ 4 cm hergestellt. Nach dem Sägen wurden die Torfplatten zu einer Drillmaschine geführt, wo in alle Preßkörper gleichzeitig ein Loch geeigneter Größe mit
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einem Durchmesser von 4 bis 6 mm bis zu etwa der Hälfte der Dicke der Preßplatte gebohrt wurde. Danach wurden die Torfplatten direkt zur Packmaschine geführt. Torfplatten, die vollständig zu einzelnen Stücken von beispielsweise 40 χ 40 χ 8 mm zerschnitten waren, wurden ebenfalls getrennt in Kästen verpackt, und einige wurden direkt auf die oben erwähnten Plastikschalen gesetzt und mit einer Gebrauchsanweisung versehen. In einige der auf Schalen aufgesetzten Platten wurden maschinell Koniferensamen, Samen von Zierpflanzen oder Gemüsesamen eingesät.
Die folgenden beiden Beispiele veranschaulichen die Verwendung der gemäß der Erfindung hergestellten Torfplatten als Substrate für Samen und Pflanzen.
Beispiel I; Ziehen von Pflanzen aus Samen
Zu diesem Zweck wurden gemäß der Erfindung hergestellte Platten, in die Löcher gebohrt waren, verwendet. In die Löcher wurden zwei Kiefernsamen eingeführt. Dann wurden die Platten in einem Gewächshaus auf dem Boden ausgebreitet. Danach wurden sie mit einer in dem Gewächshaus befindlichen Bewässerungsanlage bewässert. In kurzer Zeit quollen die Torfplatten so, daß sie den ganzen Boden des Gewächshauses bedeckten, sich aber an den durch das Zersägen entstandenen Flächen nicht berührten. Das Wachsen der Kiefernpflanzen erfolgte in normaler Zeit. Als die Pflanzen etwa 3 Monate alt waren, konnten sie in Transportkästen verpackt werden* in denen sie zusammen mit ihrem Wurzelballen zur Auspflanzung im Wald transportiert werden konnten. Zum Pflanzen wurde ein Pflanzgerät verwendet, das ein Loch der gleichen Größe wie derjenigen des Wurzelballens der Pflanze, in diesem Beispiel 4x4x4 cm, ausheben konnte. Wenn die Pflanze mit Wurzel und Wurzelballen in dieses Loch eingesetzt wurde, erhielt sie vom Pflanzgebiet Nährstoffe und Wasser, die Wurzeln blieben heil, und die Pflanze fing sofort
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an zu wachsen. Der Verlust an Pflanzen war außerordentlich gering.
Beispiel II; Ziehen von Pflanzen
In eine nach dem Verfahren gemäß der Erfindung hergestellte Platte wurden Löcher gebohrt, derart, daß sie nach Benetzen der Platte etwa 15 mm tief waren..Die Platten wurden auf einen Tisch in dem Gewächshaus gesetzt und benetzt. Nachdem die Platten Wasser absorbiert und in wenigen Minuten bis zu ihrem Anfangsvolumen aufgequollen waren, wurde ein in üblicher Weise mit einem die Wurzelbildung fördernden Hormon behandelter Weihnachtssternsetzling in das Loch eingebracht. Das kohärente selbsttragende Pflanzensubstrat ermöglichte es dem Setzling in aufrechter Stellung zu bleiben, und wenn er in üblicher Weise regelmäßig besprüht wurde, schlug er sehr rasch in etwa 14 Tagen Wurzeln, und die Wurzeln wuchsen in das Pflanzensubstrat. Dann wurde ein verdünntes Düngemittel aufgebracht, so daß die Pflanze die erforderlichen Nährstoffe erhielt. Als die Wurzeln der Pflanzen stark genug waren, wurden die Substrate voneinander getrennt, und die Weihnachtssterne wurden in üblicher Weise verpackt, um zum Gewächshaus transportiert und dort weiter aufgezogen zu werden. Einige von ihnen wurden mit ihren Substraten in Topfe eingesetzt, worin sie weiter gezogen wurden.
In diesem Beispiel wurde festgestellt, daß die Weihnachtssterne, die außerordentlich empfindliche Wurzeln haben, sehr gut trieben, weil das Pflanzensubstrat zusammenhielt und die Wurzeln ungehindert in das Substrat wachsen konnten.
In den obigen Beispielen konnten natürlich nur einige wenige Verwendungsarten der selbsttragenden Pflanzensubstrate gemäß der Erfindung veranschaulicht werden. Grundsätzlich können sie für das Ziehen wichtiger Kulturpflanzen, wie Nadelbäumen und Laubbäumen,
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Taback-, Kaffee-, Reis-, Eukalyptus-, Grapefruit-Pflanzen sowie auch für Gemüse- und Zierpflanzen verwendet werden.
Vom wirtschaftlichen Standpunkt sehr interessant ist die Verwendung der gemäß der Erfindung hergestellten Pflanzensubstrate für das Ziehen von Pflanzen durch Amateure.
Die Abmessungen der Substrate gemäß der Erfindung können natürlich dem Wachstum der Pflanzen angepaßt werden, entweder in der Weise, daß die Platten überhaupt nicht zu einzelnen Stücken zersägt werden, oder in der Weise, daß sie entweder zu getrennten Teilen oder zu Stücken, die an ihrem Boden zusammenhängen, zersägt werden, oder die Platte kann zu einzelnen Stücken jeder möglichen Größe zerteilt werden. Im allgemeinen werden die Platten zu Quadraten zersägt, die anschließend zu Würfeln aufquellen. Stücke mit quadratischer Grundfläche können aber auch zu sehr großer Höhe aufquellen. Auch der Grad der Düngung kann den zu ziehenden Pflanzen angepaßt werden. Die Substrate können auch verwendet werden, wenn ein Substrat auf einer Böschung, beispielsweise an Straßenseiten, hergestellt werden soll, um die Erosion der Erde zu verhindern und die Keimung des Samens von Gras oder anderen Pflanzen zu ermöglichen. Die Substrate können auch mit verschiedenartigen Pollen versehen werden, um die Abdampfung der Nährlösungen von dem Substrat zu verhindern. Die Folie kann aufgebracht werden, bevor die Platte zu Stücken zersägt wird, so daß während der Wachstumsperiode ausreichend Luft an die Pflanze gelangen kann.
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Claims (7)

  1. Patentansprüche
    In. Verfahren zur Herstellung kohärenter Torfkörper, die sich /insbesondere als Wachstumssubstrate für Samen und Pflanzen eignen und beim Benetzen aufquellen, dadurch gekennzeichnet, daß das Substrat als Ganzes in der Form zusammenhängender Körper oder Platten von natürlichem Moor abgeschnitten wird, auf einen Feuchtigkeitsgehalt unter 35$ * vorzugsweise 12 bis 28$, getrocknet wird, und daß die Platten der beabsichtigten Verwendung entsprechend verformt und gedüngt und vorzugsweise auf etwa 1/3 bis 1/10 ihres Anfangsvolumens verpreßt werden.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, d ad urch gekennzeichnet, daß die Torfplatten von einem Sphagnumtorfmoor geschnitten werden.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß den Torfplatten oder -körpern Pflanzennährstoffe, Kalk und gegebenenfalls Netzmittel zugesetzt werden.
  4. 4ο Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3* dadurch gekennzeichnet, daß den Torfkörpern eder -platten die Pflanzennährstoffe und gegebenenfalls weitere Zusätze zugesetzt werden, bevor sie verpreßt werden.
  5. 5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß in die Torfplatten vor oder nach dem Verpressen Samen eingebracht wird und/oder daß sie in Substrate geeigneter Größe zerschnitten oder in anderer Weise verformt werden.
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  6. 6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Torfplatten in der Weise zerteilt werden, daß einige Substrate einen gemeinsamen Boden haben.
  7. 7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß in die voneinander getrennten Substrate Löcher zur Aufnahme von Samen oder Setzlingen gebohrt werden.
    S0 988B/0A10
DE19752530683 1974-07-10 1975-07-09 Verfahren zur herstellung kohaerenter torfplatten, insbesondere als substrate fuer saatgut, das zum keimen gebracht werden soll, und pflanzen Withdrawn DE2530683A1 (de)

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