DE2529769C3 - Vorrichtung zur Speisung von Verbrennungsmotoren - Google Patents
Vorrichtung zur Speisung von VerbrennungsmotorenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft allgeme.n Vorrichtungen zur Sneisune von Verbrennungsmotoren, welche Brennstoff
unter Druck in die Einlaßleitung des Motors einspr.tzen.
Es sind bereits Speisevorrichtungen der obigen Art bekannt welche in einem Einlaßkanal ein von dem
Fahrer betätigtes Hauptdrosselorgan und ein Im
allgemeinen (jedoch nicht unbedingt) strömungsabwärts
von dem Hauptdrosselorgan angeordnetes Hilfsdrosselorgan
enthalten, welches sich stetig und automatisch
nach Maßgabe der Zunahme der in dem Einlaßkanal strömenden Luftmenge öffnet. Hierfür kann das
Hilfsdrosselorgan mit einem beweglichen oder verformbaren Organ verbunden werden, welches dem Druck
unterworfen ist, welcher in dem Einlaßkanal zwischen dem Hilfsdrosselorgan und dem Hauptdrosselorgan
herrscht wenigstens wenn dieses hinter dem Hilfsdrosselorgan liegt. Der Öffnungsgrad des Hilfsdrosselorgans
ergibt ein Maß für die durch die Einlaßleitung strömende Luftmenge, und zwischen der strömungsaufwärts
liegenden Seite und der strömungsabwärts liegenden Seite des Hilfsdrosselorgans und tritt ein
Druckabfall auf, welcher praktisch konstant oder eine bestimmte wachsende Funktion der von dem Motor
angesaugten Luftmenge ist.
Die in der FR-PS 15 19 890 beschriebene Vorrichtung dieser Art enthält ein System zur Steuerung der
eingespritzen Brennstoffmenge, welches ein Regelorgan
benutzt, welches mit dem Hilfsdrosselorgan verbunden und in Funktion des Öffnungsgrades
desselben so verschieblich ist, daß es den Durchtrittsquerschnitt des Brennstoffs proportional zu dem von
dem Hilfsdrosselorgan begrenzten Durchtrittsquerschnitt für die Luft verändert, so daß der Gehalt des
Gemischs angenähert konstant ist. Der größte Teil des Druckabfalls des Brennstoffs von der Speisepumpe an
tritt jedoch vor dem Durchtritt des Brennstoffs durch die Einspritzöffnung auf, d. h. vor der Einführung des
Brennstoffs in die Einlaßleitung des Motors. Nun ist bekanntlich die Zerstäubung umso vollständiger, je
höher der Druck ist, unter welchem die Einspritzung erfolgt, und sie kann ungenügend werden, wenn die
Restgeschwindigkeit des Brennstoffs in der Einspritz öffnung zu klein ist. Es ist daher wünschenswert, die voi
der Einspritzung des Brennstoffs auftretenden Druckab fälle möglichst weitgehend zu begrenzen.
Die US-PS 27 85 669 und 28 57 203 beschreiber Einspritzvorrichtungen, welche ebenfalls den Nachtei
besitzen, daß ein bedeutender Teil des Druckabfalls de: Brennstoffs vor dem Durchtritt durch die Einspritzöff
nung austritt.
Die Erfindung bezweckt die Herstellung eine Speisevorrichtung, welche besser als die bisher bekann
ten den Erfordernissen der Praxis entspricht, är.sbeson
dere dadurch, daß die obigen Nachteile wenigsten weitgehend vermieden sind.
Ausgehend von einer Vorrichtung zur Speisung voi
Ausgehend von einer Vorrichtung zur Speisung voi
Verbrennungsmotoren mit Brennstoff durch Einspritzung des Brennstoffs in die Einlaßleitung des Motors
durch wenigstens eine öffnung mit regelbarem Querschnitt, wobei in der Einlaßleitung ein Drosselorgan
angeordnet ist, welches sich automatisch und stetig entsprechend der von dem Motor angesaugten Luftmenge
öffnet, und Mittel zur Aufsteuerung des Querschnitts der Einspritzöffnung gemäß dem Öffnungsgrad
des Drosselorgans vorgesehen sind, schlägt die Erfindung hierfür vor, daß die Mittel den Querschnitt
auch entsprechend der Differenz der strömungsaufwärts und strömungsabwärts von dem Drosselorgan
herrschenden Drücke aufsteuern.
Die Regelmittei können insbesondere einen Kolben umfassen, welcher in einem rohrförmigen Körper
verschieblich ist, dessen Seitenwand Einspritzöffnungen enthält, deren freier Querschnitt durch die Stellung des
Kolbens bestimmt wird. Der Kolben ist an einem beweglichen oder verformbaren Organ (z. B. einer
Membran) befestigt, welche unter der Differenz der strömungsaufwärts und strömungabwärts von dem
automatischen Drosselorgan herrschenden Drücke steht, sowie an einem beweglichen verformbaren Organ,
welches unter einem Differentialdruck steht, welcher eine direkte Funktion des Öffnungsgrades des automatisehen
Drosselorgans ist.
Bei der obigen Vorrichtung tritt offenbar der größte Teil des Druckabfalls in dem Brennstoffkreis an der
Stelle auf, an welcher der Brennstoff eingespritzt wird, so daß die Durchtrittsgeschwindigkeit in der Einspritzöffnung
oder den Einspritzöffnungen zur Erzielung einer guten Zerstäubung ausgenutzt wird.
Die Erfindung ist nachstehend unter Bezugnahme auf die Zeichnung beispielshalber erläutert.
F i g. 1 zeigt eine sehr schematische Schnittansicht der
gesamten Vorrichtung;
F i g. 2 zeigt in einem Axialschnitt das Einspritzventil der Vorrichtung der F i g. 1 in großer Darstellung;
F i g. 3 ist ein Schnitt längs der Linie IH-III der F i g. 2;
Fig.4 ist eine Teilansicht, welche das System zum
Anlassen in kaltem Zustand der Vorrichtung der F i g. 1 in einer anderen, einer niedrigeren Temperatur
entsprechenden Stellung zeigt.
Die Vorrichtung, deren Organe in F i g. 1 in der Stellung gezeigt sind, welche sie in der Ruhestellung
einnehmen, enthält einen an der Einlaßleitung 2 des Motors befestigten Luftzufuhrkanal 1. Der Zufuhrkanal
enthält stromabwärts von einem im allgemeinen mit einem (nicht dargestellten) Luftfilter versehenen Lufteinlauf
3 ein automatisches Drosselorgan 4 und hierauf eine Kammer 5 und ein von dem Fahrer mittels eines
nicht dargestellten Gestänges betätigtes Hauptdrosselorgan 6. Bei der dargestellten Ausführungsform wird
das Organ 6 wie das automatische Drosselorgan 4 durch eine Drehklappe gebildet.
Das automatische Drosselorgan 4 ist durch eine Welle 7, einen Hebel 8 und eine Stange 9 mit einem es
steuernden verformbaren Organ 10 verbunden. Dieses Organ 10 trennt eine durch einen Kanal 12 mit der
Kammer 5 verbundene Kammer 11 von einer anderen,
mit dem Lufteinlauf 3 durch einen Kanal 13 verbundenen Kammer. Eine Feder 14 sucht ständig das
Drosselorgan 4 zu schließen, während der durch den Kanal 12 übertragene Unterdruck es zu öffnen sucht.
Ein derartiger Mechanismus an sich bekannter Art öffnet das Drosselorgan 4, wenn der Motor infolge der
Öffnung des Hauptdrosselorgans 6 Luft ansaugt, bis sich
in der Kammer 5 ein bestimmter Unterdruck ausbildet, welcher von den Kenngrößen der Feder 14 abhängt.
Der öffnungswinkel des automatischen Drosselorgans 4 ist so für die von dem Motor angesaugte Luftmenge
kennzeichnend, wobei der Zusammenhang von den Konngrößen der Feder abhängt. Die Luft erfährt einen
geringen Druckabfall auf ihrem Weg von der strömungsaufwärts liegenden Seite auf die strömungsabwärts
liegende Seite des Organs 4.
Das automatische Drosselorgan 4 ist mittels der Welle 7 mit einem Hebel 15 gekuppelt, welcher eine
Nadel 16 od. dgl. antreibt, von welcher ein Abschnitt 17 mit einem sich gemäß einem bestimmten Gesetz
ändernden Querschnitt in eimer Kalibrieröffnung 18 verschieblich ist. Diese Kalibrieröffnung setzt eine
durch einen Kanal 20 mit der Förderseite der Brennstoffpumpe 21 verbundene Kammer 19 mit einer
Kammer 23 in Verbindung, von welcher ein Kanal 24 abgeht. Die Pumpe 21 saugt den Brennstoff in einem
(nicht dargestellten) Behälter durch einen Kanal 22 an.
Die Mittel zur Einspritzung des Brennstoffs in die Einlaßleitung des Motors sowie zur Dosierung der
Brennstoffmenge enthalten einen Körper 25 (F i g. 1 und 2). Dieser Körper ist rohrförmig und läuft in dem Kanal
1 in einen konischen Abschnitt mit einem der Leitung 2 gegenüberliegenden Loch 26 aus. In der Nähe des Lochs
münden in den zentralen Hohlraum des Körpers 25 mehrere seitliche, fast tangential liegende öffnungen 27
(F i g. 3). Die Zahl und die Anordnung dieser Löcher hängt von der Anlage ab. Die öffnungen 27 werden mit
Brennstoff durch eine ringförmige Kammer 28 und durch wenigstens einen Kanal 29 gespeist. Der in den
zentralen Hohlraum des Körpers durch die öffnungen 27 gelangende Brennstoff beginnt eine Wirbelbewegung,
worauf er aus der Einspritzdüse durch das Loch 26 in feinverteiler Form austritt, wobei er einen leicht
konischen Strahl bildet. Die öffnungen 27 sind erheblich kleiner als das Loch 26, so daß der Druckabfall, welchen
der Brennstoff beim Durchtritt durch die öffnungen 27 erfährt, bei allen Betriebszusitänden erheblich größer als
der Druckabfall beim Durchtritt durch das Loch 26 ist (in der Praxis beträgt er wenigstens das Zehnfache). Das
Loch 26 kann z. B. einen Durchmesser von 2,4 mm haben, während die öffnungen 27 Schlitze von 0,4 mm
Breite sind.
In dem zylindrischen Hohlraum des Körpers 25 gleitet ein Kolben oder Tauchkolben 30, dessen
Unterkante den freien Querschnitt der öffnungen 27 und somit den Durchtrittsquerschnitt des Brennstoffs
und infolgedessen die dem Motor zugeführte Brennstoffmenge bestimmt. Der Kolben 30 enthält zweckmäßig
einen zentralen Kanal 31 zur Luftzufuhr, welcher in der Mitte seiner unteren Fläche durch eine öffnung 32
mündet. Dieser Kanal ist mit einem Rückschlagventil versehen, welches durch eine durch eine Feder 34 auf
ihren Sitz gedrückte Kugel 33 gebildet wird.
Der Kolben 30 ist fest ;n:it einer ersten Membran 35 verbunden, welche in einem festen Gehäuse zwei
Kammern 36 und 37 trennt Die Kammer 36 ist mit der Kammer 19 durch einen mit einer Kalibrierdüse 39
versehenen Kanal 38 verbunden. Zwei biegsame Dichtungen 40 verhindern Brennstofflecks längs des
Kolbens. Auf die Membran wirkt so eine nach unten gerichtete und zu der Differenz der in den Kammern 36
und 37 herrschenden Drücke proportionale Kraft. Der Kolben 30 ist ferner an einer zweiten Membran 41
befestigt, welche in einem festen Gehäuse zwei Kammern 42 und 43 trennt Die Kammer 42 ist mit dem
Abschnitt 5 des Einlaßkanals durch einen Kanal 44
verbunden. Die Kammer 43 ist mit dem Lufteinlauf 3 durch einen Kanal 45 verbunden. Zwei biegsame
Dichtungen 46 verhindern Luftaustritte aus der Vorrichtung.
Der zentrale Kanal 31 des Kolbens 30 ist durch ein äußeres Rohr 47 mit dem Lufteinlauf 3 des Einlaßkanals
verbunden, wobei eine Luftpumpe 48 geringer Kapazität bei der dargestellten Ausführungsform in dieses
Rohr eingeschaltet ist.
Die Vorrichtung ist noch mit einem Startsystem mit einem Elektromagneten 49 versehen, dessen Speisung
die öffnung eines Ventils 50 entgegen der Wirkung einer Rückholfeder 51 bewirkt. Dieses Ventil setzt,
wenn es offen ist, den Kanal 38 mit einer Leitung 52 in Verbindung, welche an den Kanal 22 zur Ansaugung des
Brennstoffs angeschlossen ist. Eine Kalibrierdüse 53 ist zwischen dem Sitz des Ventils 50 und der Leitung 52
vorgesehen. Der Stromkreis des Elektromagneten 49 ist mit der Steuerung des Anlassers verbunden und enthält
eine thermostatische Vorrichtung, welche den Stromkreis öffnet, wenn die Außentemperatur niedrig ist. Das
Ventil 50 öffnet sich daher nur, wenn der Anlasser arbeitet und die Außentemperatur genügend niedrig ist
(das Arbeiten des Ventils 50 ist unnötig, wenn die Temperatur einen mittleren oder hohen Wert hat).
Das Startsystem enthält auch ein wärmeempfindliches Organ 54 (F i g. 1 und 4), dessen Stößel 55 abwärts
geht, wenn die Temperatur, welcher es ausgesetzt ist, zunimmt. Dieses Organ, welches z. B. durch eine Kapsel
gebildet wird, in welcher sich ein Körper mit großem Ausdehnungskoeffizienten befindet, wird z. B. durch das
in dem Kanal 56 strömende Kühlmittel des Motors erwärmt. Diese Erwärmung kann auch auf andere
Weise erfolgen, z. B. durch einen elektrischen Widerstand, sobald die Zündung eingeschaltet wird, eine
Umspülung mit Luft zur Kühlung des Motors oder mit den Auspuffgasen, usw.
Der Stößel 55 drückt über einen Kolben 57 und eine Feder 58 auf eine Membran 59, welche ein Ventil 60
betätigt, welches durch eine Nadel veränderlichen Querschnitts 61 verlängert wird. Wenn das wärmeempfindliche
Organ 54 eine niedrige Temperatur hat, hebt eine Rückholfeder 58a das Ventil 60 (Fig.4) an,
wodurch die Kanäle 38 und $2 durch das durch die Nadel 61 in den Sitz Γ>0 des Ventils definierte
ringförmige Spiel in Verbindung gesetzt werden. Unter den gleichen Bedingungen liegt der Kolben 57 so hoch,
daß Luft in den Kanal 62 eintreten kann, welcher den Abschnitt 5 des Einlaßkanals 1 mit dem hinter dem
Hauptdrosselorgan 6 liegenden Abschnitt dieses Kanals in Verbindung setzt (F i g. 4).
Die Vorrichtung kann noch Mittel zur Berichtigung des Gehalts des Gemischs in Funktion der Betriebsparameter
des Motors enthalten. F i g. t zeigt z. B. ein Organ zur Verringerung des Gehalts des Gemischs bei einer
Zunahme der Höhenlage. Das in F i g. 1 dargestellte Organ umfaßt im wesentlichen eine Barometerkapsel 63
in einer Kammer 64, welche unter dem durch den Kanal 45 übertragenen Druck in dem Lufteinlauf steht. Die
Kapsel 63 öffnet bei ihrer Verlängerung ein Ventil 65 entgegen der Wirkung der Rückholfeder 66 und stellt so
einen den Druck in der Kammer 42 erhöhenden Luftauslaß her. Die Kapsel 63 kann durch ein anderes
Organ ersetzt werden, welches ein Signal empfangen kann, welches in einen Luftaustritt zwischen der
Kammer 42 und dem Kanal 45 umgewandelt werden kann. Zur Vornahme einer Berichtigung des Gehalts in
Funktion der Kenngrößen der Auspuffgase kann insbesondere ein Detektor benutzt werden, welcher in
die Auspuffgase eintaucht und ein elektrisches Signal zur dauernden oder periodischen öffnung eines
Leckauslasses liefert.
Die obige Vorrichtung arbeitet folgendermaßen.
Die von dem Fahrer bewirkte öffnung des Drosselorgans
6 bestimmt die dem Motor zugeführte Luftmenge. Bei einer beliebigen öffnung des Organs 6 nimmt das
Drosselorgan 4 automatisch eine von dem Wert der
ίο Feder 14 abhängende Gleichgewichtsstellung ein.
Dieser Gleichgewichtsstellung entspricht eine besondere Stellung der Nadel 17 gegenüber der Kalibrieröffnung
18 und somit ein Durchtrittsquerschnitt für den Brennstoff, welcher im wesentlichen von dem Durch-
IS trittsquerschnitt für die Luft abhängt.
Der untere Druck von der Pumpe 21 gelieferte Brennstoff speist die Kammer 19 und von da einerseits
über den Kanal 38 die Kammer 36 und andererseits über die Kalibriercffnung 18 und den Kanal 24 die Kammer
to 37, von wo der Brennstoff durch den Kanal oder die Kanäle 29 zu der ringförmigen Kammer 28 austritt
(F ig-2).
Der Brennstoff tritt aus der Kammer 28 durch die öffnungen 27 mit einer starken Druckdifferenz aus und
2j zerstäubt beim Austritt aus der Einspritzdüse durch das
Loch 26.
Wie man sieht wird der durch die Stellung des Kolbens 30 geregelte Austrittsquerschnitt der öffnungen
27 letzten Endes durch das automatische Drosselorgan 4 bestimmt.
Für eine gegebene Stellung der Nadel 117 in der Kalibrieröffnung 18 nimmt nämlich der Kolben 30 eine
Gleichgewichtsstellung ein, welche einen gewissen freien Querschnitt der öffnungen 27 bestimmt.
Wenn der freie Querschnitt zu groß wird, nimmt der Druck in der Kammer 37 ab, und der in der Kammer 36
auftretende Druck verschiebt den Kolben nach unten um die öffnungen 27 teilweise zu verschließen, bis der
Druck in der Kammer 37 zugenommen hat und da>
Gleichgewicht des Kolbens 30 wiederhergestellt ist.
Um die Tatsache zu berücksichtigen, daß dei Druckabfall der Luft zwischen der strömungsaufwärt:
liegenden Seite und der strömungsabwärts liegender Seite des Drosselorgans 4 nicht genau konstant ist, wei
sich einerseits die Spannung der Feder 14 mit dei Stellung der Membran 10 ändert, und weil andererseit!
im Übergangszustand bedeutende augenblickliche Schwankungen dieses Druckabfalls auftreten können
muß auch die Stellung des Kolbens 30 entsprechend de
Differenz des Luftdrucks zwischen der strömungsauf wärts liegenden Seite und der strömungsabwärt
liegenden Seite des Drosselorgans 4 moduliert werder Der Kolben 30 ist daher an der Membran 41 befestigi
welche in der gleichen Weise wie die Membran 35 wirkl aber nicht unbedingt den gleichen Durchmesser hat.
Man sieht z. BM daß bei einer Zunahme de
Unterdrucks in der Kammer 5 dieser durch den Kana 44 auf die Kammer 42 übertragen wird und eirn
Öffnungsbewegung des Kolbens 30 unterstützt, un einen größeren freien Querschnitt der Öffnungen 2
einzustellen. Diese Wirkung erfolgt in dem richtigci Sinn, da einer Zunahme des Unterdrucks in den
Abschnitt 5 eine Vergrößerung der Luftmenge ent spricht und die Brennstoffmenge entsprechend bcrich
tigt werden muß.
Letzten Endes wird der Austrittsquerschnitt de Brennstoffs (d. h. der von dem Kolben 30 frei gelassen
Querschnitt der öffnungen 27) einerseits durch di
20
Stellung des die Nadel 17 betätigenden Drosselorgans 4 und andererseits durch den Druckabfall, welchen die
Luft beim Durchströmen des Drosselorgans 4 erfährt, bestimmt.
Die Öffnungen 27 können ganz verschiedene Formen (insbesondere eines Schlitzes oder eines Lochs) haben
und können um einen kreisförmigen Abschnitt herum verteilt sein und auf verschiedenen Höhen liegen, derart,
daß der Kolben 30 bei seiner Aufwärtsbewegung auf der Figur eine, zwei, drei oder mehr Öffnungen freilegt.
Die Zerstäubung wird durch Einspritzung von Luft in die zentrale Kammer der Einspritzdüse verbessert, z. B.
unter Benutzung des Kanals 31. Unter den meisten Betriebsbedingungen des Motors herrscht ein starker
Unterdruck in dem hinter der Drehklappe 6 liegenden Abschnitt des Einlaßkanals 1, so daß die Luft inmittelbar
durch den Kanal 31 unter der Wirkung dieses Unterdrucks eintritt, welcher auch in der an dem
unteren Teil des Kolbens 30 befindlichen Kammer wirkt.
In gewissen Fällen, in welchen der Motor langsam und mit starker Belastung läuft, ist der hinter der
Drehklappe 6 herrschende Unterdruck praktisch Null, und es könnte Brennstoff durch den Kanal 31 in den
Lufteinlauf 3 gelangen. Das durch eine Feder 34 auf seinem Sitz gehaltene Kugelventil 33 verhindert dann
die Förderung von Brennstoff zu der Leitung 47, ohne die Ansaugung der Luft zur Teilnahme an der
Zerstäubung zu behindern.
Die Benutzung einer Luftpumpe 48 ist nicht unerläßlich, aber zweckmäßig, da sie gestattet. Luft
unter Druck zur Erzielung einer guten Zerstäubung zu benutzen, selbst wenn der Unterdruck äußerst gering ist.
Wie man sieht, tritt der wesentliche Teil des Druckabfalls tatsächlich an der Stelle der Mündung der
Öffnungen 27 in die Einspritzdüse auf, d. h. unmittelbar an der Stelle, an welcher die Zerstäubung erfolgt. Der
Druckabfall in der Öffnung 18 kann nämlich sehr gering sein und ist in allen Fällen ohne gemeinsames Maß mit
dem an der Stelle der Öffnungen 27 auftretenden. Unter typischen Bedingungen beträgt das Verhältnis zwischen
den Druckabfällen größenordnungsmäßig 1/30.
Hierdurch wird der von der Pumpe 21 gelieferte Druck zur Erzielung einer guten Zerstäubung am besten
ausgenutzt, da dieser Druck fast vollständig bis an die Stelle der Öffnungen 27 aufrechterhalten bleibt, welche
in unmittelbarer Nähe der Leitung 2 liegen und in Wirklichkeit die Organe sind, welche die Zerstäubung in
dem Hohlraum des Körpers 25 bewirken, von wo das Luft-Brennstoff-Gemisch in die Leitung 2 gesaugt wird.
Ferner stellt man fest, daß sich die erfindungsgemäße Vorrichtung gut für Berichtigungen eignet. Man kann
nämlich das Gemisch einfach dadurch verarmen, daß man eine kalibrierte Verbindung zwischen den Kammern
42 und 43 herstellt, welche den Unterdruck in 43 praktisch nicht verändert, aber den Unterdruck in 42
verringert, wodurch der Kolben 30 nach unten verschoben wird und die öffnungen 27 etwas mehr
verschlossen werden, wobei alle sonstigen Bedingungen unverändert bleiben. Die Berichtigung kann entsprechend
der Höhenlage in der dargestellten Weise erfolgen. Eine Kapsel 63 steuert ein Ventil 65 und öffnet
dieses, um ein Leck zu der Kammer 42 zu erzeugen, wenn der durch den Kanal 35 auf die Kammer 64
übertragene Barometerdruck abnimmt. Die Berichtigung kann auch ebensogut (oder zusätzlich) durch ein
beliebiges System erfolgen, welches eine ähnliche Verbindung in Funktion der Zusammensetzung der
Auspuffgase oder eines beliebigen anderen Parameters (z. B. Drehzahl und Temperatur) herstellt.
Schließlich arbeitet das Startsystem ebenfalls in sehr einfacher Weise. In der Stellung für das Anlassen in
kaltem Zustand (F i g. 4) öffnet der Kolben 57 den Kanal 62, wodurch ein zusätzlicher Luftdurchlaß entsteht,
wenn das Drosselorgan 6 geschlossen ist Das durch die Nadel 61 hergestellte Leck verändert seinerseits den
Differentialdruck, welcher auf die Membran 35 in einem Sinn wirkt, welcher den Kolben 30 nach oben verschiebt
und das Gemisch anzureichern sucht. Nach Maßgabe der Erwärmung des thermostatischen Organs 54
gleichzeitig mit dem Motor erzeugt die Verschiebung der Stange 55 die Drosselung der Brennstoffströmung
um die Nadel 61 herum und hierauf die Schließung des Ventils 60, wobei gleichzeitig der Kolben 57 den
Luftdurchlaß 62 verschließt. Die Teile nehmen dann die Stellung der F i g. 1 ein.
Wenn schließlich die Außentemperatur sehr niedrig ist, öffnet der Elektromagnet 49 das Ventil 50, wenn der
Anlasser betätigt wird, wodurch ein zusätzliches Leck in der Leitung 38 geschaffen wird, was zu einer
zusätzlichen öffnung der öffnungen 27 beiträgt, um im
Augenblick des Anlassens eine große Brennstoffmenge zu liefern, wobei diese Wirkung aufhört, sobald der
Fahrer den Anlasser losläßt.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen 709 646/314
Claims (8)
1. Vorrichtung zur Speisung von Verbrennungsmotoren mit Brennstoff durch Einspritzung in die
Einlaßleitung des Motors durch wenig'· "s eine
öffnung mit regelbarem Querschnitt, wo in der Einlaßleitung ein Drosselorgan angeordnet ist,
welches sich automatisch und stetig entsprechend der von dem Motor angesaugten Luftmenge öffnet,
und Mittel zur Aufsteuerung des Querschnitts der ι ο Einspritzöffnung gemäß dem Öffnungsgrad des
Drosselorgans vorgesehen sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Mittel (30, 35, 41) den
Querschnitt auch entsprechend der Differenz der strömungsaufwärts und strömungsabwärts von dem
Drosselorgan (4) herrschenden Drücke aufsfeuern.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch Mittel zur Berichtigung des Gehalts des
Luft-Brennstoffgemischs in Funktion von sekundären Beiriebsparametern des Motors, z. B. Druck der
Außenluft, Temperatur, Drehzahl, Zusammensetzung der Auspuffgase.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Mittel zur Regelung des
Querschnitts einen Kolben (30) umfassen, welcher in einem festen rohrförmigen Körper (25) verschieblich
ist, dessen Seitenwand Einspritzöffnungen (27) enthält, derer freier Querschnitt durch die Stellung
des Kolbens bestimmt wird, wobei der Kolben einerseits an einem beweglichen oder verformbaren
Organ (41), welches der Differenz der Drücke strömungsaufwärts und strömungsabwärts von dem
Drosselorgan (4) aufgesetzt ist, und andererseits an einem beweglichen oder verformbaren Organ (35),
welches einem Differentialdruck ausgesetzt ist, welcher eine Funktion der Öffnungsgrades des
Drosselorgans (4) ist und in dem dieser Druckdifferenz entgegengesetzten Sinn wirkt, befestigt ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Mittel zur Berichtigung des
Gehalts eine Lecköffnung enthalten, welche an einer Kammer (42) angebracht ist, in welcher Drücke
herrschen, welche auf eines (41) der beweglichen oder verformbaren Organe wirken, um den Druck in
dieser Kammer zu verändern, wobei der Querschnitt dieser öffnung eine Funktion des Wertes eines der
genannten Parameter ist.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Einspritzvorrichtung
einen Durchlaß (47, 31) zur Zufuhr von Luft unter Druck umfaßt, welche den aus der öffnung
oder den öffnungen veränderlichen Querschnitts (27) austretenden Brennstoff mitreißt und seine
Zerstäubung vor dem Eintritt in die Einlaßleitung des Motors vervollkommnet.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Luftdurchlaß (47, 31) ein
Rückschlagventil (33) enthält, welches den Rückfluß des Brennstoffs zu der Quelle zur Speisung mit
Druckluft verhindert.
7. Vorrichtung nach Anspruch 3 oder einem von diesem abhängenden Unteranspruch, dadurch gekennzeichnet,
daß das bewegliche oder verformbare Organ (35), welches einem Differentialdruck ausgesetzt
ist, welcher eine Funktion des Öffnungsgrades des Drosselorgans (4) ist, mit einer Seite eine erste
Kammer (36) welche mit der Förderleitung einer Pumpe (21) zur Speisung der Einspritzvorrichtung
mit Brennstoff verbunden ist. und mi der entgegengesetzten
Seite eine zwe.te Kammer (37), we ehe mit
der Förderleitung über e.ne Kai.bnerduse (18) verbunden ist. deren Querschnitt eine Funktion des
Öffnungsgrades des Drosselorgans .st. abgrenzt.
8 Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet daß die Einspritzöffnungen (27) von der
zweiten Kammer (37) aus gespeist werden.
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| FR7426793A FR2280800A1 (fr) | 1974-08-01 | 1974-08-01 | Perfectionnements aux dispositifs d'alimentation pour moteurs a combustion interne |
| FR7426793 | 1974-08-01 |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2529769A1 DE2529769A1 (de) | 1976-02-19 |
| DE2529769B2 DE2529769B2 (de) | 1977-03-31 |
| DE2529769C3 true DE2529769C3 (de) | 1977-11-17 |
Family
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