DE2528862C2 - Vorrichtung zum Abtragen von überschüssiger Entwickler-Flüssigkeit von einem Aufzeichnungsträger in einem elektrophotografischen Kopiergerät - Google Patents
Vorrichtung zum Abtragen von überschüssiger Entwickler-Flüssigkeit von einem Aufzeichnungsträger in einem elektrophotografischen KopiergerätInfo
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Description
dadurch gekennzeichnet, daß
b) die elektrisch leitende Walze (24) einen isolierenden Überzug mit einer Durchschlagfestigkeit
von mehr als 250 V und mit einem Isolationswiderstand von mehr als 10* Ohm
aufweist, und daß
c) zwischen den Wellenstümpfen (28) und den zugehörigen Wälzlagern (26, 27) elektrisch
isolierende Elemente (8,9) angeordnet sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß der isolierende Überzug der elektrisch
leitenden Walze (24) aus Gummi, einem harten Kunstharz, Glas oder Keramik besteht.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die elektrisch leitende Walze (24) aus
Aluminium besteht, und daß der isolierende Überzug aus hartem, eloxiertem Aluminium hergestellt ist,
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die elektrisch isolierenden
Elemente Buchsen (8, 9) aus einem Kunstharz sind.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die elektrisch isolierenden
Elemente durch eine durch anodische Oxydation hergestellten Aluminiumoxid-Überzug
gebildet werden.
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Abtragen von überschüssiger Entwickler-Flüssigkeit von
einem Aufzeichnungsträger in einem elektrophotographischen Kopiergerät der im Oberbegriff des Anspruchs
1 angegebenen Gattung.
Aus der US-PS 35 96 635 ist ein elektrophotographi- :sches Kopiergerät bekannt, bei dem eine Abstreifwalze
für die Entfernung des überschüssigen Entwicklers von dem Aufzeichnungsträger vorgesehen ist. Diese Abstreifwalze
dreht sich gegenläufig zur Bewegung des Aufzeichnungsträgers.
Weiterhin geht aus der DE-OS 23 48 885 eine Vorrichtung zum Entfernen überschüssiger Entwickler-Flüssigkeit
von der Oberfläche eines Aufzeichnungsträgers hervor, die eine elektrisch leitende Walze, deren
Achse senkrecht zur Bewegungsrichtung des Aufzeichnungsträgers verläuft, weiterhin zwei an den beiden
Enden der Walze angebrachte Wälzlager, deren Außendurchmesser größer als der Durchmesser der
Walze sind und die sich an der Oberfläche des Aufzeichnungsträgers abwälzen, sowie eine Antriebseinrichtung
zur Drehung der Walze aufweist. Eine Vorrichtung zum Abtragen von überschüssiger
Entwickler-Flüssigkeit von einem Aufzeichnungsträger in einem elektrophotographischen Kopiergerät der
angegebenen Gattung geht schließlich noch aus dem älteren Recht gemäß DE-PS 23 61 833 hervor und weist
ίο eine gegenläufig zum Aufzeichnungsträger angetriebene,
den überschüssigen Flüssigentwickler abstreifende, elektrisch leitende und isoliert angeordnete Walze mit
zwei auf den drehbar gelagerten, beidseitigen Wellenstümpfen der Walze angebrachten Wälzlager auf, deren
Außendurchmesser größer als der Durchmesser der Walze ist und die sich auf der Oberfläche des
Aufzeichnungsträgers abwälzen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der angegebenen Gattung zu schaffen, bei
der die fertige Kopie saubere Untergrundbereiche hat.
.JIiJ1 Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die im
'«kennzeichnenden Teil des Anspruchs 1 angegebenen
* Merkmale gelöst.
Zweckmäßige Ausführungsformen sind in den Unteransprüchen
zusammengestellt.
Die mit der Erfindung erzielten Vorteile beruhen insbesondere darauf, daß die elektrisch leitende Walze
elekfisch gegen den Aufzeichnungsträger isoliert wird,
indem ihre Oberfläche durch einen isolierenden Überzug mit den angegebenen Eigenschaften bedeckt
wird; dabei kann es sich um einen Kunstharz-Überzug oder eine harte, eloxierte Aluminiumoxid-Schicht
handeln. Dieser isolierende Überzug bewirkt, daß die Oberfläche der Walze auf einem schwebenden, elektrisehen
Poten';al gehalten wird und eine Eigenvorspannung
hat, so daß die Walze als zusätzliche Entwicklungselektrode wirkt.
• Außerdem ist die Welle der Walze elektrisch gegen die Wälzlager isoliert, indem beispielsweise Kunstharz-Buchsen
zwischen den Wellenstümpfen und den Wälzlagern angeordnet werden. Auch dies trägt zur
gewünschten Isolierung der elektrisch leitenden Walze bei.
Da die Walze auf die erläuterte Weise sowohl gegen die übrigen Teile des Kopiergerätes als auch gegen den
Aufzeichnungsträger isoliert ist, können hochwertige Kopien mit klaren, scharfen und kontrastreichen
Abbildungen hergestellt werden, bei denen der Untergrund nicht verschleiert, also weiß ist. Denn bei einem
solchen elektrophotographischen Kopiergerät haben beispielsweise die Bildbereiche des Aufzeichnungsträgers
ein elektrisches Potential im Bereich von 900 bis 950 V, während die bildfreien Bereiche ein elektrisches
Potential von 150 V haben. Wird auf dem isolierenden Überzug der elektrischen Walze nun ein Potential von
etwa 300 V induziert, so hat die Walze ein niedrigeres elektrisches Potential als die Bildbereiche des Aufzeichnungsträgers
und ein höheres Potential als die bildfreien Bereiche. Dadurch gelangt der Toner nur auf die
Bildbereiche, da der Toner von den bildfreien Bereichen aufgrund des Potentialsunterschiedes zu den Bildbereichen
hingezogen wird.
Die Erfindung wird im folgenden anhand von. Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme auf die
schematischen Zeichnungen näher erläutert. Es zeigt F i g. 1 eine Seitenansicht eines elektrophotographischen
Kopiergerätes,
F i g. 2(a) und 2(b) jeweils im Schnitt eine Vorder-
F i g. 2(a) und 2(b) jeweils im Schnitt eine Vorder-
bzw. Seitenansicht der Vorrichtung zum Abtragen von überschüssiger Entwickler-Flüssigkeit von dem Aufzeichnungsträger
des Kopiergerätes nach Fig. 1,
F i g. 3 eine Kurvendarstellung der Beziehung zwischen der aufgebrachten Menge Entwickler-Flüssigkeit
einerseits und der Breite ddes Spaltes /Wischen dem
Aufzeichnungsträger und der elektrisch leitenden Walze andererseits,
Fig.4 eine Ansicht zur Erläuterung der Funktionsweise
dieser Vorrichtung,
F i g. 5 eine Kurvendarstellung der Beziehung zwischen der ?i«fgebrachten Menge Entwickltr-Flüssigkeit
einerseits und der Umfangsgeschwindigkeit der elektrisch leitenden Walze andererseits,
F i g. 6 eine Ansicht zur Erläuterung der Verschmutzung des Untergrundes der hergestellten Kopien,
Fig.7 eine Ansicht mit einer Darstellung der
elektrischen Potentiale am Aufzeichnungsträger bzw. an der elektrisch leitenden Walze, und
F i g. 8 eine Modifikation der Ausführungsform nach ■-y ig. 2.
"' Wie man in F i g. 1 erkennt, wird ein elektrisch
leitender, trommeiförmiger Aufzeichnungsträger 11 mittels einer nicht dargestellten Antriebseinrichtung mit
vorgegebener Geschwindigkeit in Richtung des Pfeils gedreht, so daß die Oberfläche des Aufzeichnungsträgers
11 nacheinander die folgenden Stationen passiert: -Eine elektrische Aufladungseinrichtung 12, eine Belichi'tungseinrichtung
13 zur Erzeugung einer elektrostatischen, latenten Abbildung auf der aufgeladenen,
■^photoleitfähigen Oberfläche des Aufzeichnungsträgers
11, eine Entwicklungseinrichtung 14 zur Entwicklung der elektrostatischen, latenten Abbildung zu einem
entsprechenden Tonerbild mittels einer Entwickler-Flüssigkeit, eine Vorrichtung 15 zum Abtragen der
überschüssigen Entwicklerflüssigkeit von dem Aufzeichnungsträger 11, eine Vorrichtung 16 zum Übertragen
des Tonerbildes von dem Aufzeichnungsträger 11 auf ein zugeführtes, blattförmiges Bildempfangsmaterial
18, sowie eine Reinigungseinrichtung 17 für die Oberfläche des photoleitfähigen Aufzeichnungsträgers
11.
Mit Ausnahme der Vorrichtung 15 haben diese Vorrichtungen den üblichen Aufbau und die übliche
Funktionsweise, so daß sie nicht im Detail erörtert werden sollen. Es reicht der Hinweis aus, daß die
Entwicklerflüssigkeit mittels einer Pumpe 21 einem trichterförmigen Behälter 22 in der Entwicklungseinrichtung
14 zugeführt wird, so daß die Entwicklerflüssigkeit in Berührung mit der elektrostatischen, latenten
Abbildung auf dem Aufzeichnungsträger 11 gelangen kaiin. Das blattförmige Bildempfangsmaterial 18 wird
mittels einer Zuführrolle 19 von einem Blattstapel abgezogen und in den Spalt zwischen der Oberfläche
des Aufzeichnungsträgers 11, die das Tonerbild trägt, und einer Übertragungswalze 16 eingeführt. Die Walze
16 dreht sich synchron zum Aufzeichnungsträger 11.
Nach der Übertragung des Tonerbildes auf das Bildempfangsmaterial 18 wird dieses von der Oberfläche
des Aufzeichnungsträgers 11 abgezogen und in eine nicht dargestellte, trogförmige Ablage ausgeworfen.
Die Vorrichtung 15 zum Abtragen der überschüssigen Entwicklerflüssigkeit von dem Aufzeichnungsträger 11
weist eine elektrisch leitende, drehbare Weile 28 für eine elektrisch leitende Aluminium-Walze 24 sowie an der
Walze 24 anliegende, blattförmige Schaber 25 auf, die in einem Auffangbehälter 23 für die abgetragene Entwicklerflüssigkeit
angeordnet sind. Wie man in den F i g. 2(a)
und 2(b) erkennt, trögt die Welle 28 an ihren
Wellenstümpfen, die über die Walze 24 hinaus nach außen stehen, Wälzlager 26 und 27. Zwischen den
Wellenstümpfen der Welle 28 und den Wälzlagern 26 und 27 sind elektrisch isolierende Elemente angeordnet,
wie beispielsweise elektrisch isolierende Buchsen 8 und
9 aus einem Kunstharz. Als Alternative hierzu können die elektrisch isolierenden Elemente durch Überzüge
aus Aluminiumoxid auf den Wellenstümpfen der Welle 28 gebildet werden.
Die Außenflächen der Wälzlager 26 und 27 wälzen sich auf der Oberfläche des Aufzeichnungsträgers 11 ab.
Die Wellenstümpfe der Welle 28 sind in Lagern 30 und 31 aus einem elektrisch isolierenden Material, die sich
neben dem Wälzlagern 26 bzw. 27 befinden, drehbar gehalten.
Die Lager 30 und 31 werden von Tragplatten 32 bzw. 33 So gehalten, daß sie auf die Achse des Aufzeichnungsträgers
11 zu bzw. voii dieser weg bewegt werden -können. Zwischen der Tragplatte 32 und dem Lager 30
[ist eine Feder 34 sowie zwischen der Tragplatte 33 und fdem Lager 30 eine weitere Feder 35 so angebracht, daß
"pie Lager 30 und 31 unter den Kräften der Feder 34 und
35 in Richtung auf den Aufzeichnungsträger 11 vorgespannt werden.
Die Wälzlager 26 und 27 haben jeweils einen Radius, der etwa 0,01 bis 1 mm größer als der Radius der Walze
24 ist; unter den Vorspannkräften der Feder 34 und 35 Hegen die Wälzlager 26 und 27 unter Druck an den
gegenüberliegenden Endbereichen der Umfangsfläche des Aufzeichnungsträgers 11 an. Dadurch wird zwischen
der Walze 24 und der Umfangsfläche des Aufzeichnungsträgers 11 ein Spalt mit einer Breite d von etwa
0,01 bis 1 mm ausgebildet.
Ein Kettenrad 36 aus einem elektrisch nicht leitenden Material ist auf der We,Ie 28 befestigt; eine Kette 38
verläuft über das Kettenrad 36 sowie ein weiteres Kettenrad 37, das mit der Antriebswelle eines
Elektromotors 39 mit regelbarer Drehzahl verbunden ist. Dadurch kann die Walze 24 mit einer entsprechenden
Umfangsgeschwindigkeit ebenso wie der Aufzeichnungsträger 11 in Richtung gegen den Uhrzeigersinn
^gedreht werden, wie in Fig.2(b) dargestellt ist, und
zwar über das Kettenrad 37, die Kette 38, das Kettenrad
36 und den Elektromotor 39. Die Wälzlager 26 und 27 berühren die Randbereiche des Aufzeichnungsträgers
11, werden also in der entgegengesetzten Richtung, nämlich in Richtung des Uhrzeigersinns, gedreht, wie in
F i g. 2(b) dargestellt ist
Durch die Drehbewegung der Oberfläche der Walze 24 in einer Richtung, die entgegengesetzt zur Bewegungsrichtung
der anliegenden Obei fläche des Aufzeichnungsträgers 11 ist, wird durch »Flüssigkeitsreibung«
die überschüssige Entwicklerflüssigkeit von dem Aufzeichnungsträger ti entfernt; die auf dem Aufzeichnungsträger
11 zurückbleibende Menge Entwicklerflüssigkeit hängt einerseits von der Drehgeschwindigkeit
der Walze 24 und andererseits von der Breite d des Spaltes zwischen dem Aufzeichnungsträger 11 und der
Walze 4 ab. Also kann beispielsweise durch Änderung der Drehzahl des Elektromotors 39 die aufgebrachte
Menge Entwicklerflüssigkeit gesteuert werden.
Der Schaber 25 wird unter Druck in Anlage an der V/alze 24 gehalten, um die Entwicklerflüssigkeit von der
Umfangsfläche der Walze 24 zu entfernen und dadurch die Walze 24 zu reinigen; die überschüssige Entwicklerflüssigkeit
wird in dem Behälter 23 aufgefangen und gesammelt.
Die Entwicl !erflüssigkeit, die auf die elektrostatische,
latente Abbildung auf dem Aufzeichnungsträger !1 aufgebracht worden ist, hat aufgrund ihrer Oberflächenspannung
im allgemeinen eine Dicke von einigen 100 μΐη. Durch die beschriebene Drehbewegung von
Walze 24 bzw. Aufzeichnungsträger 11 entsteht eine in der Drehrichtung des Aufzeichnungsträgers 11 ausgerichtete
Strömung von Entwicklerflüssigkeit mit einer Geschwindigkeit U auf der Umfangsfläche des Aufzeichnungsträgers
11 (siehe Fig.4). In ähnlicher Weise
• -entsteht eine Strömung von Entwicklerflüssigkeit mit
.- einer Geschwindigkeit V auf der Walze 24, und zwar in
A," Drehrichtung der Walze. Dementsprechend ergibt sich
.-'eine Strömung der Entwicklerflüssigkeit mit einer
Geschwindigkeit U — V*= W zwischen dem Aufzeichnungsträger
11 und der Walze 24, d. h., die Entwickler-
• flüssigkeit wird in zwei Ströme aufgeteilt.
Wenn die Umfangsgeschwindigkeit V2 der Rolle größer wird, wird auch die Geschwindigkeit V höher,
d. h., die Dicke Tl der von dem Aufzeichnungsträger 11
; abgetragenen Entwicklerflüssigkeit nimmt zu. Die Geschwindigkeit K2, die die Abtragung der Entwicklerflüssigkeit
beeinflußt, erreicht einen Sättigungswert, wenn die Umfangsgeschwindigkeit der Walze 24 einen
vorgegebenen Grenzwert übersteigt, der insbesondere von der Viskosität, der Oberflächenspannung und der
Dichte der Entwicklerfiüssigkeit sowie dem Durchmes-• ser und der Glattheit der Oberfläche des Aufzeichnungsträgers
11 und der Walze 24 abhängt. Es wurden Versuche mit verschiedenen Kohlenwasserstoffen auf
der Basis von Isoparaffinen mit einer Kohlenstoffzahl von 10 bis 12 als Entwicklerflüssigkeit durchgeführt;
dabei wurde zunächst die Walze 24 in der gleichen Richtung wie der Aufzeichnungsträger 11 gedreht; dann
wurde die Walze 24 angehalten und anschließend in einer Richtung gedreht, die entgegengesetzt der
Drehrichtung des Aufzeichnungsträgers 11 war. Hierbei
wurde festgestellt, daß auch bei einer Änderung der Breite c/des Spaltes die Dicke h konstant blieb, wenn die
Umfangsgeschwindigkeit der Walze 24 etwa 1200 mm/sec überschreitet.
Wenn die Umfangsgeschwindigkeit der Walze 24 und die Breite d des Spaltes zwischen Walze 24 und
Aufzeichnungsträger ίί geändert werden, werden unterschiedliche Mengen Entwicklerfiüssigkeit von dem
Aufzeichnungsträger 11 auf das blattförmige Bildempfangsmaterial 18 übertragen, wie in den Fig.3 und 5
dargestellt ist; dabei hat das Bildempfangsmaterial 18 das Format DIN A 4, also eine Größe von
297 mm ■ 210 mm. und eine gute Papierqualität, während die Oberflächengeschwindigkeit der Walze 24 bei
den Versuchen, deren Ergebnisse in F i g. 3 dargestellt sind, 600 mm/sek betrug.
Bei einer Änderung der Breite d des Spaltes ändert sich die Menge der übertragenen Entwicklerflüssigkeit
gemäß einer parabolischen Beziehung (siehe F i g. 3); die Oberflächengeschwindigkeit des Aufzeichnungsträgers
11 betrug dann 200 mm/sek.
In F i g. 5 gibt die gestrichelte Linie 1 den Grenzwert an, bei dem die in den Aufnahmebehälter ausgeworfenen,
blattförmigen Bildempfangsmaterialien 18 bei Berührung nicht mehr feucht sind. Wenn also die an den
Bildempfangsmaterialien 18 haftende Menge Entwicklerflüssigkeit unter dem Grenzwert 1 liegt, sind die
Bildempfangsmaterialien berührungstrocken.
Weiterhin ist wichtig, daß die Dicke der Entwicklerflüssigkeitsschicht,
die an dem Aufzeichnungsträger 11 haftet, unmittelbar nach der Entwicklung des Tonerbildes
größer als die Breite d des Spaltes ist. Auf diese Weise läßt sich eine Entwicklerflüssigkeitsschicht genau
definierter Dicke ausbilden und dadurch die einwandfreie Entwicklung gewährleisten. Aus diesem Grunde
sollte die Walze 24 so nahe wie möglich an der eigentlichen Entwicklungsstelle und unmittelbar unter
dem Aufzeichnungsträger 11 angeordnet sein.
Die elektrisch leitende Walze 24 der Vorrichtung 15 zum Abtragen der überschüssigen Entwicklerflüssigkeit
ίο von dem Aufzeichnungsträger 11 ist von den übrigen
Teilen des Kopiergerätes elektrisch isoliert, so daß sie
< durch Induktion von den elektrischen Ladungen des
Aufzeichnungsträgers auf ein bestimmtes Potential aufgeladen werden kann. Bei üblichen, elektrophotographischen
Kopiergeräten haben die in F i g. 7 dargestellten Bildbereiche auf dem Aufzeichnungsträger 11 ein
elektrisches Potential im Bereich von 900—950 V, während die bildfreien Bereiche des Aufzeichnungsträgers
11 ein elektrisches Potential von etwa 150 V haben.
Wird durch dieses Potential des Aufzeichnungsträgers 11 ein elektrisches Potential von etwa 300 V auf der
Walze 24 induziert, so ist das Potential der Walze 24 niedriger als das der Bildbereiche auf dem Aufzeichnungsträger
11 und höher als das der bildfreien Bereiche. Damit wird aufgrund der so entstehenden,
elektrostatischen Anziehungskräfte der Toner der Entwicklerflüssigkeit zu den Bildbereichen übertragen,
und der Toner auf den bildfreien Bereichen wird zu den Bildbereichen gezogen. Auf diese Weise können
3ö qualitativ hochwertige Kopien mit klaren, scharfen
kontrastreichen Abbildungen hergestellt werden, wobei der Untergrund nicht verschleiert ist, da auf den
bildfreien Bereichen, die den Untergrund bilden, kein Toner abgelagert wird.
Die Walze 24 besteht aus einem elektrisch leitenden Material, beispielsweise Aluminium, das mit einem
isolierenden Überzug mit einer Durchschlagfestigkeit von mehr als 250 V und mit einem Isolationswiderstand
von mehr als 106OhIn versehen ist. Dieser Überzug
kann aus Gummi, einem Kunststoff, insbesondere einem harten Kunstharz, Glas oder Keramik bestehen.
Zu dieser Isolation der elektrisch leitenden Walze 24 gegen die anderen Teile des Kopiergerätes tragen auch
die elektrisch isolierenden Elemente zwischen den Wellenstümpfen 28 und den zugehörigen Wellenlagern
26, 27 bei, baispielsweise die Buchsen 8, 9 aus dem
elektrisch isolierenden Material.
Fig.8 zeigt eine Variante der Vorrichtung zum
Abtragen von überschüssiger Entwicklerflüssigkeit von dem Aufzeichnungsträger 11, bei der eine Vorspannung
ar die Walze 24 angelegt wird. Auch hierbei weist die Walze 24 einen isolierenden Überzug mit den
angegebenen Eigenschaften auf; dabei kann es skh um eine Schicht aus hartem, eloxiertem Aluminiumoxid
handeln, wodurch sich gleichzeitig auch eine erwünschte Verbesserung der mechanischen Verschleißfestigkeit
der Oberfläche der Walze 24 ergibt.
Bei der Variante nach Fig.8 ist die Welle der elektrisch leitenden Walze 24 mit einer Gleichspannungsquelle
59 verbunden, die ein Gieichspannungspotential E(v)an die Walze 24 anlegt.
Wie in Fig.6 schematisch angedeutet wird, ist die
Oberfläche des Aufzeichnungsträgers 11 nicht vollständig
glatt, sondern weist sehr kleine Vorsprünge oder Erhebungen auf, wie in Fig.6 bei 11' dargestellt ist.
Wenn die Breite d des Spaltes zwischen dem Aufzeichnungsträger 11 und der Walze 24 extrem
gering ist, kommt die Walze 24 in Berührung mit dem
Vorsprung 11' des Aufzeichnungsträgers, was mit einer Beschädigung der empfindlichen, photoleitfähigen
Schicht des Aufzeichnungsträgers 11 verbunden ist. Dadurch kann der unter der photoleitfähigen Schicht
befindliche, leitende Teil des Aufzeichnungsträgers 11
freigelegt werden. Diese leitende Schicht kann dann während der folgenden Umdrehungen des Aufzeichnungsträgers
11 und der Walze 24 in Kontakt mit der Walze 24 kommen, so daß ohne den isolierenden
Überzug die Walze 24 geerdet und dadurch die gewünschte Wirkung der Vorspannung aufgehoben
wird; dies hätte wiederum eine Verschleierung des Untergrundes auf dem Bildempfangsmaterial zur Folge.
Diese Wirkung läßt sich durch einen streifenförmigen,
etwa 2 bis 3 mm langen Bereich in der Nähe des
Vorsprungs 11' auf dem gesamten Umfang des Aufzeichnungsträgers 11 feststellen.
Da jedoch die Walze 24 mit dem isolierenden Überzug versahen ist, kann sie nicht geerdet werden, so
daß sich dieser Effekt nicht einstellt.
Wenn das Potential auf den Untergrundbereichen des Aufzeichnungsträgers 11 kleiner als etwa 20 V ist, dann
können die Buchsen 8,9 aus dem elektrisch isolierenden
Material durch einen Überzug aus anodisch oxydiertem, eloxiertem Aluminiumoxid ersetzt werden, der auf den
Außenflächen der Wellenstümpfe der Welle 28 ausgebildet wird. Die Buchsen 8,9 oder der AluminiumoxidaÜberzug
verhindern, daß die Walze 24überidieiWelle 28
pibzw. über die Lager 26 |und: 27·; sowie durch kleine
jLöcher geerdet;,wird, "die sich durch Abrieb in der
ί fphotoleitfähigen Schicht des- Aufzeichnungsträgers, ii
Λ5 iäusgcbildet haben. Außerdem haben dieiBuchsen%und
|:i9 auch die Funktion, die Wälzlager 26,27 konzentrisch
! izur Welle 28 zu halten.
Hierzu 5 Blatt Zeichnungen
Claims (1)
1. Vorrichtung zum Abtragen von überschüssiger
Entwickler-Flüssigkeit von einem Aufzeichnungsträger in einem elektrophotographischen Kopiergerät,
a) mit einer gegenläufig zum Aufzeichnungsträger angetriebenen, den überschüssigen Flüssigentwickler
abstreifenden, elektrisch leitenden und isoliert angeordneten Walze,
al) mit zwei auf den drehbar gelagerten, beidseitigen Wellenstümpfen der Walze
angebrachten Wälzlagern,
a2) deren Außendurchmesser größer als der Durchmesser der Walze ist und
a3) die sich auf der Oberfläche des Aufzeichnungsträgers abwälzen,
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