DE2528003A1 - Gesteinsbohrer - Google Patents
GesteinsbohrerInfo
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- E21B10/36—Percussion drill bits
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Description
FRIED. KRUPP GESELLSCHAFT MIT
BESCHRÄNKTER HAFTUNG in Essen
BESCHRÄNKTER HAFTUNG in Essen
Gesteinsbohrer
Die Erfindung betrifft einen Gesteinsbohrer, insbesondere für elektrisch
oder pneumatisch betriebene Bohrhämmer, der aus einem Bohrerschaft
und einen Bohrerkopf besteht und mindestens zwei radial von der Bohrerkopfspitze wegragende Schneidflügel aufweist, wobei der Durchmesser
der äußeren Schneidbahn der Schneidflügel den Querschnitt des Bohrerschaftes übersteigt, die Bohrerkopfspitze die äußere Schneidbahn der
Schneidflügel überragt und die Schneidflügel mit Hartmetallkörpern
bestückt sind und der ggf» mit einer Förderwendel ausgestattet ist.
Die Erfindung bezieht sich auf einen Gesteinsbohrer für die Herstellung
von Mauerdurchbrüchen, wie sie für Installationen bei Gebäuden benötigt werden, beispielsweise für Bohrungen zur Verlegung von Leitungen,
Rohren und Steckdosen. An solche Bohrwerkzeuge werden im Hinblick auf eine lange Betriebsdauer hohe Anforderungen an die Stabilität
und die Verschleißfestigkeit gestellt. Zur Verwirklichung eines hohen Bohrfortschrittes müssen solche Bohrer außerdem eine bestimmte
konstruktive Ausbildung aufweisen.
EV 53/75
T
T
609883/0034
Es wurde bereits ein Gesteinsbohrer vorgeschlagen, der einen Bohrerschaft
mit Vollquerschnitt aufweist und aus mindestens zwei radial vom Bohrerzentrum wegragenden Bohrfingern besteht, wobei der Durchmesser des Umkreises
der Bohrfinger den Querschnitt des Schaftes übersteigt. Dieser Bohrer weist eine zentrische Ausnehmung am Bohrerkopf auf, an deren äußeren
Enden der Bohrfinger Bohrzähne mit Hartmetall-Einlagen angeordnet sind und im Zentrum des Bohrerkopfes ein die Bohrzähne in Bohrrichtung überragender
Zentrieransatz mit einem etwa kreisrunden Querschnitt angeordnet ist. Solche Bohrer weisen beim Einsatz mit schweren Bohrhämmern ganz
erhebliche Nachteile auf. Insbesondere durch die zentrische Ausnehmung
zwischen dem Zentrieransatz und den Bohrerzähnen ist konstruktiv eine Schwachstelle gebildet, die zum Abbrechen des Zentrieransatzes oder
der Bohrerzähne führen kann. Die nach längerer Einsatzzeit zwangsläufig zunehmende Stumpfung der Schneidkanten an den Hartmetallplatten
machen ein Nachschleifen notwendig. Auch in konstruktiver Richtung weist dieser Bohrer durch die Ausbildung des Zentrierbohrers
in Verbindung mit den Ausnehmungen Nachteile auf. Die dadurch verwirklichte lange Ausführung des Bohrerkopfes verursacht einen Stau des
Bohrkleins, durch den der Bohrer auf einem Polster gelösten, nicht abgeführten
Bohrkleins arbeitet. Außerdem wird durch den Bohrkleinstau eine erhöhte Reibung zwischen Bohrerkopf und Bohrwand erzeugt, die
erhöhten Verschleiß der Hartmetall ρ latte nach sich zieht. Nach dieser
Ausführungsform schließt sich die Förderwendel zur Abführung des Bohrkleins erst in weiterem Abstand von der Bohrerkopfschneide an den Bohrkopf
an«, Alle diese Nachteile führen dazu, daß der Bohrfortschritt behindert,
der Verschleiß hoch und die Standzeit des Bohrers noch zu gering sind«
-2-
609883/0034
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Gesteinsbohrer zu schaffen,
der die genannten Nachteile vermeidet, der insbesondere durch eine stabile konstruktive Anordnung der Bohrerkopfspitze und der HartmetaI!körper eine
wesentliche gesteigerte Betriebsdauer ermöglicht und durch erhöhte Abführung des Bohrkleins ein verbesserter Bohrfortschritt verwirklicht wird.
Außerdem soll das Nachschleifen der Hartmeta 11 körper vermieden werden.
Diese Aufgabe wird nach der Erfindung durch einen Gesteinsbohrer, insbesondere
für elektrisch oder pneumatisch betriebene Bohrhämmer, der aus einem Bohrerschaft und einem Bohrerkopf besteht und mindestens zwei
radial von der Bohrerkopfspitze wegragende Schneidflügel aufweist, wobei der Durchmesser der äußeren Schneidbahn der Schneidflügel den Querschnitt
des Bohrerschaftes übersteigt, die Bohrerkopfspitze die äußere Schneidbahn der Schneidflügel überragt und die Schneidflügel mit Hartmetallkörpern
bestückt sind, gelöst. Dieser Gesteinsbohrer ist dadurch gekennzeichnet, daß von der äußeren Schneidbahn in Richtung auf die
Bohrerkopfspitze der Durchmesser der Schneidbahnen und der Abstand der Innenstifte zur Bohrerkopfspitze abnehmen, die Schneidflächen im
Randbereich mit Außenstiften und in Richtung zur Bohrerkopfspitze mit Innenstiften aus Hartmetall bestückt sind, wobei die Innenstifte zur Verwirklichung
einer eigenen Schneidbahn in unterschiedlichen Abständen zur Bohrerkopfspitze und zueinander höhenversetzt angeordnet sind«, Erfindungswesentlich
sind also die besondere Form des Bohrerkopfes und die Anordnung der Hartmetallstifte auf dem Bohrerkopf. Der Bohrerkopf
nach der Erfindung
-3 -
609883/0034
weist weder Ausnehmungen in axialer Richtung noch einen Zentrierbohrer
auf und ist damit wesentlich stabiler. Die Ausbildung des Bohrerkopfes
ohne Zentrierbohrer ermöglicht eine kürzere Ausführung des Bohrerkopfes. Dadurch wird der Bohrkleinstau im Bohrerkopfbereich verringert und die
Bohrkleinabführung dicht an der Bohrlochstelle ermöglicht. Durch die Bestückung des Bohrerkopfes im Randbereich mit Außenstiften und in
Richtung zur Bohrkopfspitze mit Innenstiften aus Hartmetall wird durch den Selbstschärfeffekt ein Nachschleifen vermieden. Die besondere Anordnung
der Innenstifte, die durch unterschiedliche Abstände zur Bohrerkopfspitze und zueinander höhen versetz te Anordnung gekennzeichnet ist,
dient der Verwirklichung einer eigenen Schneidbahn für jeden Innenstift.
Diese Anordnung trägt wesentlich zu dem erhöhten Bohrfortschritt bei.
Bei dem Gesteinsbohrer nach der Erfindung ist also die Form des Bohrerkopfes mit der Bestückung mit Hartmetallstiften optimal aufeinander abgestimmt.
Nach einer bevorzugten Ausbildung der Erfindung weist die Schneidfläche
des Bohrerkopfes eine kegelige Form auf. Diese kegelige Form kann durch einen Kegel, einen Kugelabschnitt, einen Ellipsenabschnitt,
einen Kegelstumpf oder durch eine Kegelstufenform verwirklicht werden,,
Nach dieser Ausführungsform übernimmt der Hartmetallstift an der Spitze
des Bohrerkopfes die Funktion eines Zentrierbohrers. Dadurch wird der gesamte Bohrerkopf wesentlich verkürzt, so daß die Bohrkleinabführung
erheblich verbessert ist.
-A-
0 9 8 8 3/003/!,
Die Bohrkleinabführung wird auch dadurch verbessert, daß die der Schneidfläche
gegenüberliegende Seite mindestens eines Schneidflügels mit der Bohrerachse einen Winkel von 35 bis 70 bildet. Dadurch wird der Stau
des Bohrkleins im Bereich des Bohrerkopfes wirksam verringert. Der Verbesserung der Bohrkleinabführung dient eine weitere zweckmäßige Ausbildung,
nach der die Schneidflügelnuten und die Bohrerachse einen Winkel von mindestens 5 bilden. Auf diese Weise beträgt der Vollquerschnitt-Durchmesser
an der Bohrerkopfspitze maximal 15 mm.
Die der Bohrlochsohle zugewandten Enden der Innen- und Außenstifte
können verschiedene Formen aufweisen. Zur Verwirklichung des Selbstschärfeeffektes
weisen diese Enden vorteilhaft Kegel- oder Kalottenform auf β Nach einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform ist der
Innenstift an der Bohrerkopfspitze exzentrisch angeordnet. Auf diese Weise wird beim Anbohren eine Zentrierung gewährleistet und außerdem
beim Fortschreiten des Bohrvorganges eine eigene Schneidbahn dieses Innenstiftes verwirklicht. Nach einer ganz bevorzugten Ausführungsform
bilden die Außenstifte mit der Bohrerachse einen Winkel von 10 bis 45 . Bei dieser Anordnung sind die Außenstifte besonders
stabil in den Schneidflügeln befestigt.
Im folgenden wird die Erfindung an Hand von Zeichnung und eines
Ausführungsbeispiels beschrieben, ohne daß sich die Erfindung darauf beschränkt.
-5-
60988 3/0034
Es zeigen:
Fig. 1 eine Seitenansicht des der Erfindung zugrunde liegenden Bohrers,
Fig. 2 eine Draufsicht auf die Schneidflächen des Bohrerkopfes nach
Fig. I7
Fig. 3 einen Schnitt durch den Bohrerkopf nach Fig. 1,
Fig. 4 bis 6 Schneidflächen mit Kugelabschnitt-, Stufen- und Kegelstumpfforme
Nach Fig. 1 besteht der der Erfindung zugrunde liegende Bohrer aus einem
Bohrerkopf 1 und einem Bohrerschaft 2 mit Vollquerschnitt, wobei der Umkreis
des Bohrerkopfes 1 den Querschnitt des Bohrerschaftes 2 übersteigt. Die Schneidfläche 3 des Bohrerkopfes 1 ist mit Hartmetallstiften 4 bis
6 bestückt. Die Schneidflächen 3 der Schneidflügel 7 weisen eine Kegelform mit einem Winkel 0^ von 100 bis 150 auf. Die der Schneidfläche
3 gegenüberliegende Seite eines Schneidflügels 7 bildet mit der Bohrerachse einen Winkel β von 35 bis 70 . An den Bohrerkopf ist nach
der dargestellten Ausführungsform eine Förderwendel angeordnet, die das
an der Bohrlochsohle entstehende und durch die Schneidflügelnuten 9 weitergeleitete Bohrklein abführen.
Fig. 2 zeigt die Anordnung der Hartmetallstifte 4 bis 6 auf den Schneidflächen
3 der Schneidflügel 7. Außer den Außenstiften 4 sind die Innen-
609883/0034
stifte 5 und 6 in unterschiedlichen Abständen zur Bohrkopfspitze angeordnet.
Dadurch wird für jeden der Innenstifte eine eigene Schneidbahn verwirklicht. Dem gleichen Ziel und der besseren Zentrierung dient die
in Fig. 3 zu erkennende höhenversetzte Anordnung der Innenstifte und 6. Durch diese Anordnung der Außenstifte 4 und Innenstifte 5
und 6 wird erreicht, daß die Bohrlochsohle auf mehreren Kreisbahnen punktförmig bearbeitet wird, so daß der Brechanteil gegenüber dem
Schneidanteil ansteigt. Daraus ergibt sich der höhere Bohrfortschritt gegenüber herkömmlichen Werkzeugen mit durchgehenden Schneidkanten.
Fig. 3 zeigt weiterhin, daß der Innenstift an der Bohrerkopfspitze exzentrisch angeordnet ist. Die Außenstifte 4 bilden mit
der Bohrerachse einen Winkel ^ von 10 bis 45 . Die Schneidflügelnuten
9 und die Bohrerachse bilden einen Winkel £_ von 5 .
Während nach Fig. 1 die Schneidfläche 3 der Schneidflügel 7
Kegelform aufweist, sind die Schneidflächen nach Fig. 4 bis 6 kugelabschnitt-, kegelstufen- und kegelstumpfförmig.
-7-
609883/003Ü
Claims (1)
- Patentanspruches1. Gesteinsbohrer, insbesondere für elektrisch oder pneumatisch betriebene Bohrhämmer, der aus einem Bohrerschaft und einem Bohrerkopf besteht und mindestens zwei radial von der Bohrerkopfspitze wegragende Schneidflügel aufweist, wobei der Durchmesser der äußeren Schneidbahn der Schneidflügel den Querschnitt des Bohrerschaftes übersteigt, die Bohrerkopfspitze die äußere Schneidbahn der Schneidflügel überragt und die Schneidflügel mit HartmetaI!körpern bestückt sind, und der ggfe mit einer Förderwendel ausgestattet ist, dadurch gekennzeichnet, daß von der äußeren Schneidbahn in Richtung auf die Bohrerkopfspitze der Durchmesser der Schneidbahnen und der Abstand der Innenstifteyzur Bohrerkopfspitze abnehmen, die Schneidflächen (3) im Randbereich mit Außenstiften (4) und in Richtung zur Bohrerkopfspitze mit Innenstiften (5, 6) aus Hartmetall bestückt sind, wobei die Innenstifte (5, 6) zur Verwirklichung einer eigenen Schneidbahn in unterschiedlichen Abständen zur Bohrerkopfspitze und zueinander höhenversetzt angeordnet sind.2. Gesteinsbohrer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schneidfläche (3) des Bohrerkopfes (1) eine kegelige Form aufweist.3« Gesteinsbohrer nach Anspruch 1 oder 2r dadurch gekennzeichnet, daß die der Schneidfläche (3) gegenüberliegende Seite mindestens eines Schneidflügels (7) mit der Bohrerachse einen Winkel von 35 bis 70 bildet.-8 -EV 53/75
Vth/hi609833/0034Gesteinsbohrer nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Schneidflügelnuten (9) und die Bohrerachse einen Winkel von mindestens 5 bilden.5. Gesteinsbohrer nach einem der Ansprüche 1 bis A1 dadurch gekennzeichnet, daß die Innen (5, 6)- und Außenstifte (4) Kegel- oder Kalottenform aufweisen.6. Gesteinsbohrer nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Innenstift (6) an der Bohrkopfspitze exzentrisch angeordnet ist.7. Gesteinsbohrer nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Außenstifte (4) mit der Bohrerachse einen Winkel von 10 bis 45° bilden.-9 -609883/0034Leerseite
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