-
Schalter
Die Erfindung betrifft einen Schalter mit
einem als Betätigungsglied aus dem Schaltergehäuse herausragenden Schieber.
-
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Schalter zu schaffen,
der trotz minimaler Außenabmessungen für Netzspannung und Ströme in der Größenordnung
von 1 Amp. verwendet werden kann, dennoch aber einfach aufgebaut und einfach zu
fertigen ist, da die bekannten Schalter entweder verhältnismäßig große Außenabmessungen
ihres Gehäuses haben oder bei kleinen Gehäuseabmessungen die genannten Anforderungen
nicht erfüllen.
-
Bei einem Schalter der eingangs genannten Art ist diese Aufgabe erfindungsgemäß
dadurch gelöst, daß das am Schieber befestigte, bewegliche Kontaktstück als U-artiger,
federnder Bügel ausgebildet ist, dessen beide Schenkel in der einen Endstellung
des Schiebers je ein festes Kontaktstück kontaktieren und in der anderen Endstellung
im Abstand von diesen festen Kontaktstücken stehen.
-
Der Raumbedarf für ein derartiges Kontaktsystem ist sehr gering, da
keine zusätzliche Einrichtung zur Erzielung des erforderlichen Kontaktdruckes notwendig
ist, weil der Kontaktdruck vom Bügel selbst erzeugt wird, und weil der Verschiebeweg
des Schiebers und des beweglichen Kontaktstückes verhältnismäßig gering sein kannr
da die Kontaktöffnungsweite gleich der Summe der Abstände der beiden Schenkel von
den beiden festen Kontaktstücken ist.
-
Weiterhin wird dadurch, daß der Bügel bei der Schalterbetätigung auf
den festen Kontaktstücken gleitet, die Kontakte also selbstreinigend sind, nicht
nur eine hohe Strombelastbarkeit erreicht, sondern auch ein geringer Raumbedarf,
da die hohe Qualität des Kontaktes die Möglichkeit gibt, verhältnismäßig kleine
Kontaktstücke zu verwenden. Bei einer Ausführung des Schalters für eine Spannung
von 220 Volt und eine Stromstärke von 1 Amp. lassen sich deshalb Außenabmessungen
des Gehäuses von weniger als 10 mm
für die Breite und die Höhe und
weniger als 15 mm für die Länge ohne weiteres verwirklichen.
-
Der einfache konstruktive Aufbau ergibt sich daraus, daß außer dem
Gehäuse, dem Schieber, dem federnden Bügel und den beiden festen Kontaktstücken
keine weiteren Teile notwendig sind. Auch diese geringe Anzahl von Einzelteilen
trägt selbstverständlich dazu bei, sehr geringe Außenabmessungen des Schalters verwirklichen
zu können.
-
Bei einer vorteilhaften Ausführungsform liegt der Jochteil des Bügels
in einem Schlitz des Schiebers und die freiliegenden Schenkel erstrecken sich in
der Verschieberichtung des Schiebers.
-
Diese Art der Verbindung zwischen dem Bügel und dem Schieber ist sowohl
aus konstruktiven als auch montagetechnischen Gründen, die Erstreckung der Schenkel
in der Verschieberichtung im Hinblick auf die bei der Verschiebung notwendige Änderung
des Abstandes der Schenkelenden voneinander besonders vorteilhaft.
-
Da die beiden festen Kontaktstücke einen bestimmten Abstand voneinander
aufweisen müssen, ist es aus Raumgründen zweckmäßig, die Schenkel des Bügels, die
vorteilhafterweise an ihrem freien Ende eine Krümmung aufweisen, zwischen die plattenförmig
ausgebildeten und parallel einander gegenüberliegend angeordneten festen Kontaktstücke
einzuführen. Dabei bildet bei einer bevorzugten Ausführungsform das Schaltergehäuse
im Anschluß an jedes feste Kontaktstück eine Rampe für den zugeordneten Schenkel.
-
Sofern eine Rastung in einer oder beiden Endstellungen des Schiebers
erwünscht ist, weist bei einer bevorzugten Ausführungsform der Schieber eine federnde
Rastzunge auf, die mit Vorspannung an der Innenseite einer der Wände des Schaltergehäuses
anliegt, welche mit je einer Raste für die Rastzunge in jeder Raststellung versehen
ist. Die besonderen Vorteile einer solchen Rasteinrichtung
bestehen
darin, daß keine zusätzlichen Teile, wie z.B. eine Kugel und eine Feder, benötigt
werden, was im Hinblick auf die geringen Abmessungen des Schalters schon aus Montagegründen
wichtig ist, und daß der zusätzliche Raum, der für die Rastvorrichtung benötigt
wird, höchstens gering ist. Man kann nämlich die federnde Rastzunge im wesentlichen
zwischen den Schenkeln des das bewegliche Kontaktstück bildenden Bügels anordnen.
-
Sofern der Schalter staubdicht sein soll, kann an der Innenseite derjenigen
Wand des Schaltergehausest welche die flurchtrittsöffnung für den nach außen ragenden
Teil. des Schiebers aufweist, eine verschiebbare Abdeckpiatte anliegen, deren Durchtrittsöffnung
für den Schieber in dessen Verschieberichtung kleiner ist als diejenige der Chäusewand.
Die Abdeckplatte kann dann in jeder Schieberstellung die Durchtrittsöffnung in der
Gehäusewand vollständig abdecken.
-
Im Hinblick auf eine einfache Fertigung des Schalters ist es vorteilhaft,
wenn das Schaltergehäuse aus einer quaderförmigen Wanne sowie einem im Profil U-förmigen
Verschlußteil besteht, das mit seines Jochteil die offene Seite der Wanne abdeckt
und mit seinen Schenkeln außen an zwei einander gegenüberliegenden Seitenwänden
der Wanne anliegt. Dieser Verschlußteil braucht dann bei der Montage nur auf die
Wanne aufgesteckt zu werden Um den Verschlußteil in dieser Lage zu halten, sind
bei einer bevorzugten Ausführungsform an den von den Schenkeln des Verschlußteils
ffbergriffenen SeStenwAnden Nasen angeformt welche in Durchbrüche in den Schenkeln
des Verschlußteiles einrasten.
-
Da es sowohl aus Fertigungsgründen als auch aus Gründen der Isolierung
vorteilhaft ist1 die Wanne aus Kunststoff herzustellen, besteht bei einer vorteilhaften
Ausführungsform die Wanne aus einem einen Brandschutz enthaltenden, löttemperaturbeständigen,
glasfaserverstärkten Polyamid. Das Anlöten der Anschluß
leitungen
an die festen Kontaktstücke bereitet dann trotz der kleinen Abmessungen der festen
Kontaktstücke keine Schwierigkeiten.
-
Im folgenden ist die Erfindung anhand eines in der Zeichnung dargestellten
Ausführungsbeispieles im einzelnen erläutert. Es zeigen: Fig. 1 eine perspektivisch
dargestellte Ansicht des Ausführungsbeispiels, Fig. 2 einen Längsschnitt, Fig. 3
einen Querschnitt nach der Linie III - III der Fig. 2.
-
Ein einpoliger Schiebeschalter weist ein aus einer quaderförmigen
Wanne 1 und einem im Profil U-förmigen Verschlußteil 2 bestehendes Schaltergehäuse
auf. Die Wanne 1, die auf ihrer Oberseite offen ist, besteht aus einem einen Brandschutz
enthaltenden, löttemperaturbeständigen, glasfaserverstärkten Polyamid. Der Verschlußteil
2 ist aus einem dünnen Blech gebogen. Die Länge des Schaltergehäuses beträgt im
Ausführungsbeispiel etwa 12 mm, die Höhe etwa 6 und die Breite etwa 7 mm. An den
beiden langen Seitenwänden 3 und 4 der Wanne 1 liegt, an die eine kurze Seitenwand
5 angrenzend, je ein plattenförmiges, festes Kontaktstück 6 bzw.
-
7 an, deren einander zugekehrte und zueinander parallele Flächen die
Kontaktflächen bilden. Ein zungenförmiger Fortsatz jedes festen Kontaktstückes 6
und 7 durchdringt den Boden 8 der Wanne 1 und bildet eine aus dem Schaltergehäuse
1 herausragende Lötöse 6' bzw. 7'. Mittels von der Lötöse seitlich abgespaltener
Werkstoffpartien 9 werden die festen Kontaktstücke 6 und 7 in der gewünschten Position
gehalten.
-
An den der kurzen Seitenwand 5 abgekehrten Rand jedes festen Kontaktstückes
6 und 7 schließt sich eine an die Wanne 1 angeformte Rampe 10 bzw. 11 an, die an
der Stelle größter Höhe in einer Ebene mit der benachbarten Kontaktfläche liegt.
-
In der Wanne 1 ist in deren Längsrichtung verschiebbar ein aus Kunststoff
bestehender, als Ganzes mit 12 bezeichneter Schieber aus Kunststoff geführt, der
ein stiftförmiges Betätigungsglied 13 bildet, das eine Durchtrittsöffnung 14 im
Verschlußteil 2 durchdringend nach außen ragt. Das Betätigungsglied 13 hat im Ausführungsbeispiel
einen quadratischen Querschnitt und die Breite der Durchtrittsöffnung 14 ist an
die entsprechende Abmessung des Betätigungsgliedes, die Länge an den Verschiebeweg
des Betätigungsgliedes angepaßt. Von dem im Bereich des oberen Randes der Wanne
1 geführten Mittelteil des Schiebers 12 erstreckt sich an dem der kurzen Seitenwand
5 abgekehrten Ende ein schmaler Vorsprung 15 gegen den Boden 8 hin, der mit einem
parallel zur kurzen Seitenwand 5 liegenden, zum Boden 8 hin offenen Schlitz 16 versehen
ist. In diesen Schlitz 16 ist der Jochteil eines U-artigen, federnden Bügels 17
eingesteckt, welcher das bewegliche Kontaktstück bildet und daher ebenso wie die
festen Kontaktstücke aus einem für elektrische Kontakte geeigneten Material hergestellt
ist. Die beiden Schenkel 18 und 19 des Bügels 17 erstrecken sich in der Verschieberichtung
des Schiebers 12 gegen die kurze Seitenwand 5 hin. Der Endabschnitt beider Schenkel
18 und 19 ist, wie Fig. 3 zeigt, nach außen gewölbt. Diese gewölbten Abschnitte
bilden mit ihrer nach außen weisenden Fläche die Kontaktfläche.
-
gestrichelt In der in Fig. 3/dargestellten Ausschaltstellung beträgt
der Abstand des freien Endes beider Schenkel 18 und 19 vom zugeordneten festen Kontaktstück
6 bzw. 7 etwa 1,5 mm, woraus sich eine Kontaktöffnungsweite von 3 mm ergibt. Weiterhin
zeigt Fig. 3, daß in der Ausschaltstellung der Bügel 17 noch nicht vorgespannt ist,
da die Schenkel 18 und 19 weder an der Wanne noch an den an diese
angeformten
Rampen 10 und 11 anliegen. Bei einer Verschiebung des Schiebers 12 in die Einschaltstellung,
bei einer Blickrichtung gemäß den Fig. 2 und 3 also nach links, kommen jedoch die
gewölbten Endabschnitte der Schenkel18 und 19 in Anlage an die Rampen 10 bzw. 11
und werden dadurch aneinander angenähert, wodurch der -Bgel 17 gespannt wird. Die
erreichbare Spannung wird so groß gewählt, daß sich der gewünschte Kontaktdruck
ergibt, wenn die Endabschnitte der Schenkel die Rampen verlassen und zwischen die
beiden festen Kontaktstücke 6 und 7 eintreten. Die hierbei sowie bei der Ausschaltbewegung
auftretende Gleitbewegung zwischen den Schenkeln 18 und 19 sowie den Kontaktflächen
der festen Kontaktstücke 6 und 7 ergibt eine Selbstreinigung der Kontakte.
-
Um eine markante Rastung in beiden Endstellungen des Schiebers 12
zu erreichen, ist an diesem im Bereich des der kurzen Seitenwand 5 zugekehrten Endes
eine federnde Rastzunge 20 angeformt, die so schmal ist, daß sie zwischen die Schenkel
18 und 19 eingreifen kann, ohne deren Federung zu beeinträchtigen. Wie Fig. 2 zeigt,
erstreckt sich die Rast zunge 20 nach unten und gegen den Vorsprung 15 hin, wodurch
sich eine ausreichende Länge ergibt. Das freie Ende der Rastzunge 20 ist auf seiner
Unterseite ballig ausgebildet und greift in beiden Endstellungen des Schiebers 12
in je eine in den Boden 8 der Wanne 1 eingeformte Raste 21 bzw. 22 ein.
-
An der Unterseite des Jochabschnittes des Verschlußteiles 2 liegt
ein Hartpapierplättchen 23 an , das eine Durchtrittsöffnung 24 für das Betätigungsglied
13 hat. Die Größe der Durchtrittsöffnung 24 und die Länge des Hartpapierplättchens
23 sind, wie Fig. 2 zeigt, so gewählt, daß in jeder Stellung des Schiebers 12 die
Durchtrittsöffnung 14 vollständig abgedeckt ist.
-
Um den Verschlußteil 2 in der in Fig. 1 dargestellten, montierten
Stellung festzuhalten, in der der Jochabschnitt auf dem oberen Rand der Wanne 1
aufliegt und die Schenkel außen an den langen Seitenwänden 3 und 4 der Wanne 1 anliegen,
sind an diesen Seitenwänden je zwei vorspringende Nasen 25 angeformt, welche
in
Aussparungen 26 des Verschlußteiles 2 einrasten, sobald dieses seine richtige Position
hat. Um die Montage des Verschlußteiles 2 noch zu erleichtern, ist jeder der beiden
Schenkel des Verschlußteiles 2 mit einem zum freien Ende des Schenkels hin offenen
Führungsschlitz 27 versehen, in den ein an der Seitenwand der Wanne vorgesehener
Führungsnocken 28 eingreift.