DE2525161A1 - Verfahren zum zentrieren von scherenfoermig gegen einen extrudierten schlauchabschnitt bewegbaren formhaelften - Google Patents
Verfahren zum zentrieren von scherenfoermig gegen einen extrudierten schlauchabschnitt bewegbaren formhaelftenInfo
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Description
30. Mai 1975
2o2öi b Ί
Verfahren zum Zentrieren von scherenförmig gegen einen extrudierten
Schlauchabschnitt bewegbaren Formhälften
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Zentrieren von scherenförmig
gegen einen extrudierten Schlauchabschnitt bewegbaren Formhälften, deren Schwenkachsen außerhalb der Teilungsebene angeordnet sind sowie
auf eine zur Durchführung des Verfahrens geeignete Vorrichtung.
Die zur Fertigung von Hohlkörpern vorgesehenen Einrichtungen bestehen im
wesentlichen aus einem Extruder mit einer Extrusionskopfdüse, aus welcher der auszuformende Schlauchabschnitt in eine unter die Extrusionskopfdüse
verfahrbare Hohlkörperformeinrichtung ausdrückbar ist. Der eingeschlossene Schlauchabschnitt wird mittels erhöhter Druckluft gegen die Formwandung
gelegt und ausgeformt, nach erfolgter Abkühlung aus der Hohlkörperformeinrichtung
ausgeworfen und gegebenenfalls einer Füllmaschine zugeleitet. Die geteilten Formeinrichtungen sind vorwiegend auf einander gegenüberliegenden
Seiten gelagert und gegeneinander verschiebbar. Aufgrund der während des Ausformvorganges auftretenden Kräfte sind erhebliche Gegenkräfte zum Schließen
und Zusammenhalten der Formen notwendig, so daß nur wenige Formen nebeneinander gleichzeitig beschickt werden können. Dieser Umstand hält die Leistung
derartiger Maschinen in Grenzen.
Sollen nun die ausgeformten Hohlkörper in der gleichen Maschine gefüllt und
verschlossen werden, so ist die erstgenannte Verfahrensweise nicht mit Erfolg anwendbar. Man ist deshalb bereits dazu übergegangen, die Formhälften
an einseitig gelagerten Trägern anzuordnen, welche scherenförmig gegeneinander bewegbar und nach Art des Hand-über-Hand-Verfahrens in die Schließ-
und Öffnungsstellung bringbar sind. Die Schwenkachse eines jeden Trägers
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befindet sich bei dieser Art der Formenzusammenführung außerhalb der Teilungsebene.
Demzufolge beschreiben die Formachsen während der Schließ- und Öffnungsbewegung Kurvenbahnen, die sich in der Teilungsebene, d. h., in
der dazu lotrecht stehenden Achse eines ausgepreßten Schlauchabschnittes, schneiden. Dies führt dazu, daß die Formhälften schräg gegen den Mantel
eines Schlauchabschnittes herangeführt werden und sich einseitig gegen diesen legen. Dadurch werden im Moment des Schließens Materialanteile bis hin zur
Teilungsebene verdrängt, so daß eine abfallfreie Herstellung eines Hohlkörpers nicht mehr gewährleistet ist. Diesen Nachteil kann man zwar dadurch
umgehen, indem man den Öffnungsdurchmesser des Mundungsbereiches so groß hält, daß während des Schließvorganges genügend Spielraum zwischen dem MUndungsinnendurchmesser
und dem extrudierten Schlauchabschnitt verbleibt. Dies hat aber zur Folge, daß spezielle Mündungsausgestaltungen sich von vornherein
verbieten.
Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, die aufgezeigten Nachteile
bei einem Verfahren der eingangs genannten Art zu vermeiden und die Formhälften auch bei außerhalb der Teilungsebene angeordneten Schwenkachsen
genau zur Schlauchabschnittachse in jeder Bewegungsphase zu zentrieren, "damit Verquetschungen und Materialverschiebungen am Schlauchaußenmantel
ausgeschaltet werden. Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung dadurch gelöst, daß die Formhälften während der Schließbewegung längs ihrer Halterung
in Richtung der Schwenkachsen verschoben und nach Erreichen einer vorbestimmbaren
Anschlagstellung stetig in entgegengesetzter Richtung zur Achse des Schlauchabschnittes korrigiert werden.
Die Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens, ausgestattet mit unterhalb
einer Extrusionskopfdüse angeordneten Formträgern, welche um eine
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außerhalb der Teilungsebene angeordnete Achse verschwenkbar angeordnet
sind und an ihren gegeneinander weisenden Innenflächen ein oder mehrere Formhälften aufweisen, zeichnet sich dadurch aus, daß die Formhälften lotrecht zur Schwenkachse verschiebbar gehalten und gegen eine beide Formhälften in ihrer Verschiebung beeinflussende Anschlagbahn anlegbar sind.
Die der Erfindung zugrundeliegenden Vorteile bestehen darin, daß die Formhälften mindestens im Schließbereich bis zur gegenseitigen Anlage trotz
der ausgeführten Schwenkbewegung annähernd parallel zueinander verfahren werden und dadurch jegliche Materialverquetschungen ausschalten. Auf diese
Weise können auch Mundungsbereiche geringeren Durchmessers ohne weiteres ausgeformt werden.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung wird vorgeschlagen, daß die Formhälften auf der zur Schwenkachse weisenden Stirnseite eine Gleitfläche aufweisen und auf der gegenüberliegenden Seite mit einer Verstelleinrichtung
verbunden sind.
Weitere Merkmale der Erfindung ergehen aus der nachfolgenden Beschreibung,
welche auf ein in der Zeichnung dargestelltes Ausführungsbeispiel Bezug nimmt. Gemäß dem in Fig. 1 -3 dargestellten Ausfuhrungsbeispiel weist die
zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens beispielsweise vorgeschlagene Vorrichtung einen Schubschneckenextruder mit mehreren daran angeordneten Extrusionskopfdüsen auf, durch welche jeweils ein kreisförmig dargestellter Schlauchabschnitt 1 ausgetrieben wird. Unterhalb dieser Extrusionskopfdüsen sind an zwei einander gegenüberliegenden FUhrungselementen 2
fliegend angienkte Hohlkörperformeinrichtungen 3, 31 mittels vertikal wirksamer Verstelleinrichtungen 4 auf- und abbewegbar. Die Hohlkörperformeinrichtungen 3, 3' bestehen aus zwei scherenförmig gegeneinander bewegbaren
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Formträgern 5, 5', an welchen in Vertikalebene geteilte Formhälften 6, 6*
angeordnet sine). Die Formträger 5, 5' weisen an ihren Lagern Stirnräder
auf, in welche Zahnstangen 8 von Verstellantrieben 9 eingreifen. Ferner weisen die Formträger 5, 5' an ihren von der Lagerstelie bzw. ihrer Schwenkachse
10 wegweisenden Enden Schließeinrichtungen 11 auf, welche mit dem korrespondierenden Formträger 51 verbindbar sind. Die Schließeinrichtung
besteht vorzugsweise aus einem Zylinder, dessen Kolbenstange in eine Ausnehmung der Gegenformhälfte einführbar und in ausgefahrener Stellung mittels
eines quer zur Einführungsrichtung wirkenden Verstellzylinders arretierbar ist. Zur Erzeugung der erforderlichen Schließkräfte wird der Kolben des
Schließzylinders im einfahrenden Sinne mittels Druckmedium beaufschlagt.
Es sind auch andere Schließeinrichtungen denkbar.
Zum Herstellen und Füllen eines Hohlkörpers werden die Formträger 5, 5'
der in oberer Stellung befindlichen Hohlkörperformeinrichtung 3 mittels der Verstelleinrichtung 9 in horizontaler Ebene gegen die vertikal herabhängenden,
extrudierten Schlauchabschnitte 1 eingeschwenkt. Hierbei beschreiben
die Achsen der Formhälften eine von der Schwenkachse 10 bestimmte Kreisbahn, die sich mit der Kreisbahn des korrespondierenden Formträgers
im Bereich der Schlauchabschnittachsen 12 schneidet. Kurz vor Zusammenführen der V-förmig auseinanderweisenden Stirnflächen werden die Formhälften in
Richtung auf die Schwenkachse 10 verschoben und gelangen so in den Bereich einer Korrektureinrichtung 11, welche einen stetigen Ausgleich zur Schlauchabschnittachse
12 bewirkt. Dadurch beschreibt jede Formhälfte trotz ihrer kreisförmigen Führungsbahn mindestens in der letzten Bewegungsphase eine Gerade,
die sich mit der Bewegungsgeraden der gegenüberliegenden Formhälfte deckt, wodurch eine konzentrische Umschließung des Schlauchabschnittes 1
gegeben ist.
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Der jeweilige Ausgleich wird bei der zur Durchführung des erfindungsgemäßen
Verfahrens vorgeschlagenen Vorrichtung zunächst durch einen am äußeren Ende angreifenden Verstellzylinder 13 bewirkt/ welcher die zur Schwenkachse 10
weisende Stirnseite der Fortnhälften gegen eine Kurvenbahn 14 bewegt, die dann
entgegen der Anpreßkraft einen stetigen Ausgleich der beschriebenen Kurvenbahn bewirkt. Anstelle dieser im Ausführungsbeispiel gezeigten Korrektureinrichtung
können auch andere Einrichtungen vorgesehen sein. So ist es möglich, die Verstellung der Formhälften durch einen schrittweise arbeitenden
Verstellzylinder zu bewirken.
- 6 - Patentansprüche
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Claims (3)
1. Verfahren zum Zentrieren von scherenförmig gegen einen extrudierten
Schlauchabschnitt bewegbaren Formhälften, deren Schwenkachsen außerhalb der Teilungsebene angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Formhälften
während der Schließbewegung längs ihrer Halterung in Richtung der Schwenkachse verschoben und nach Erreichen einer vorbestimmbaren
Anschlagstellung stetig in entgegengesetzter Richtung zur Achse des Schlauchabschnittes korrigiert werden.
2. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1 mit unterhalb
einer Extrusionskopfdüse angeordneten Formträgern, welche um eine außerhalb der Teilungsebene angeordnete Achse verschwenkbar angeordnet sind
und an ihren gegeneinander weisenden Innenflächen ein oder mehrere Formhälften aufweisen, dadurch gekennzeichnet, daß die Formhälften (5, 51) lotrecht
zur Schwenkachse verschiebbar gehalten und gegen eine beide Formhälften
in ihrer Verschiebung beeinflussende Anschlagbahn (14) anlegbar sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Formhälften
(5, 51) auf der zur Schwenkachse (10) weisenden Stirnseite eine Gleitfläche
aufweisen und auf der gegenüberliegenden Seite mit einer Verstelleinrichtung (13) verbunden sind.
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Priority Applications (3)
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| US05/693,120 US4082492A (en) | 1975-06-06 | 1976-06-03 | Mold closing apparatus |
Applications Claiming Priority (1)
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Publications (1)
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| DE2525161A1 true DE2525161A1 (de) | 1976-12-23 |
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|---|---|---|---|
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Country Status (3)
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| US4082492A (en) | 1978-04-04 |
| JPS51148759A (en) | 1976-12-21 |
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