DE2525078A1 - Fahrzeugluftreifen, insbesondere fuer lastkraftwagen - Google Patents
Fahrzeugluftreifen, insbesondere fuer lastkraftwagenInfo
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- B60—VEHICLES IN GENERAL
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Description
PATENTANWÄLTE 1°95 ~|
BRAUNSCHWEIG MÜNCHEN
Uniroyal Aktiengesellschaft 51 Aachen 1, Hüttenstr. 7
"Fahrzeugluftreifen, insbesondere für Lastkraftwagen"
Die Erfindung betrifft einen Fahrzeugluftreifen, insbesondere
für Lastkraftwagen, bestehend aus einer - vorzugsweise einla-3igen
- Radialkarkasse mit in einer Gummimischung eingebetteten, parallelen Verstärkungselementen aus Kord oder dergl., aus zwei
Wulstkernen aus Metalldrähten, um welche die Umschläge der Radialkarkasse
herumgelegt sind, aus einem oberhalb jedes Wulstkernes angeordneten Füllstück aus einerHartgummimischung, aus
einer im Wulstbereich angeordneten streifenförmigen Verstärkungseinlage
mit in einer Gummimischung eingebetteten - vorzugsweise einlagigen - zueinander parallelen und gegenüber den Verstärkungselementen der Karkasse schrägverlaufenden Verstärkungselementen
aus Kord oder dergl. und aus an den axial außenliegenden Wulstseiten angeordneten Abdeckstreifen aus einer Hartgummimischung.
Es ist bekannt, daß eine derartige versteifte Ausbildung der Wulstbereiche von Fahrzeugluftreifen der genannten Art den
L 609852/0048 _,
Zweck hat, solchen Reifen, die aufgrund der Radialkarkasse eine hohe Biegsamkeit und Nachgiebigkeit im Seitenwandbereich haben,
einen zuverlässigen Sitz auf den Felgen zu sichern. Außerdem erhalten
die Reifen hierdurch auch eine günstigere Quersteifigkeit und ermöglichen eine zuverlässigere Übertragung des Drehmomentes
zwischen den Wülsten und dem übrigen Reifenkörper (vgl. DT-OS 2 211 054). Es sind dabei zahlreiche verschiedene Vorschläge
bekannt geworden, um dem Wulstbereich die gewünschte Steifigkeit zu erteilen. Dabei zielen einige Vorschläge darauf, in radialer
Richtung nach außen im Reifen eine Abstufung der Steifigkeit zu erhalten, um einerseitsdie gewünschte Biegsamkeit im
Seitenwandbereich aufrechtzuhalten und andererseits abrupte Härteunterschiede zwischen Wulstbereich und Seitenwandbereich zu vermeiden.
Bei allen bekannten Vorschlägen wird dabei davon ausgegangen, daß es unerläßlich ist, an bestimmten Stellen des
Wulstbereiches zwischen Teilen des Wulstbereiches weichere Polster, z.B. aus einer Gummimischung geringerer Härte anzuordnen.
Auch soll hferdurch ein Ablösen der Ränder der einzelnen Teile, aus denen der Wulstbereich aufgebaut ist, unter der bei Gebrauch
auftretenden hohen Wechselbelastung vermieden werden (vgl. die genannte DT-OS 2 211 054 und die OS 2 153 444).
Die praktische Erfahrung zeigt, daß bei den verschiedensten Ausführungsformen
für eine versteifte Ausbildung der Wulstbereiche das Problem eines vorzeitigen Verschleißes oder einer totalen
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Zerstörung des Wulstbereiches durch Ablöseerscheinungen und Brüche
bei den einzelnen Bestandteilen des Wulstbereiches nicht wirksam überwunden werden konnte.
Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, hier Abhilfe zu schaffen und einen Fahrzeugluftreifen der eingangs näher bezeichneten
Art so weiterzubilden, daß unter Erzielung der gewünschten Versteifung des Wulstbereiches ein vorzeitiger Verschleiß
oder gar eine totale Wulstzerstörung bei Gebrauch zuverlässig vermieden wird, wobei gleichzeitig dem Reifenkonstrukteur
hinreichende Möglichkeiten erhalten bleiben sollen, um durch Variation der Elemente, ihrer Form und ihrer Lage dem Wulstbereich
bestimmte Eigenschaften zu verleihen.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß für die
oder jede Lage der Radialkarkasse, für die streifenförmige Verstärkungseinlage
im Wulstbereich sowie für das Füllstück die gleiche Gummimischung vorgesehen ist, nämlich eine Mischung von gleichhoher Härte und gleichem Elastizitätsmodul. Vorteilhafterweise ist
dabei auch für den axial außenliegenden Abdeckstreifen die gleiche Gummimischung vorgesehen. Zweckmäßigerweise ist die Gummimischung
so gewählt, daß sie eine Härte von mindestens 70 Shore A und
einen Elastizitätsmodul von mindestens 50 kg/cm bei 150 % Dehnung
aufweist.
Die Erfindung geht dabei von der Erkenntnis aus, daß es zur Vermeidung
eines vorzeitigen Verschleißes oder einer totalen Zer-
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störung des Wulstbereiches in erster Linie notwendig ist, die
bei den bekannten Reifen stets vorhandene Reibung zwischen den verschiedenen Wulstelementen weitgehend herabzusetzen oder ganz
auszuschalten. Dies gelingt mit der mit der Erfindung vorgeschlagenen neuen Maßnahme. Es hat sich nämlich gezeigt, daß durch
die Verwendung einer einheitlichen Gummimischung großer Härte ein Verband zwiechen den für cen Aufbau des Wulstbereiches notwendigen
Elementen erreicht wird, bei dem auch unter hoher und wechselnder Belastung des Reifens eine gegenseitige innere Reibung
zwischen den einzelnen Elementen aufgrund der gleichen Gummimischung wesentlich herabgesetzt, teilweise sogar ganz ausgeschaltet
wird. Nach der Vulkanisation weist bei dem neuen Reifen der Wulstbereich eine einheitliche Struktur aus hartem Gummi auf,
und zwar ausgehend vom Füllstück über den Wulstringen über die verschiedenen Verstärkungs- oder Einlagestreifen oder Abdeckstreifen
bis hin zur Karkassenlage selbst und deren im Wulstbereich liegenden Umschlag. Vorteilhafterweise ist die streifenförmige
Verstärkungseinlage im wesentlichen vollständig um den Karkassenumschlag herumgelegt. Durch die Wahl der Lage, der Ausdehnung
und die Art und Lage der Verstärkungseiemente in den Verstärkungseinlagen
sowie durch die Wahl der Ausdehnung und Form der Füllstücke sowie durch die Wahl der Lage und der Ausdehnung
des Abdeckstreifens an der äußeren Wulstseite sowie durch die Wahl des Verhältnisses zwischen diesen Teilen bleiben dem Reifenkonstrukteur
trotz der vorgesehenen einheitlichen Ausbildung des Wulstbereiches hinreichende Möglichkeiten, um den übergang vom
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■ftulstbereich zur Seitenwand des Reifens nach Wunsch zu gestalten.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand schematischer Zeichnungen an zwei Ausführungsbeispielen näher erläutert.
Es zeigen:
Fig. 1 und 2 zwei abgewandtelte Ausführungsbeispiele für die
Ausbildung des Wulstbereiches eines Reifens gemäß
der Erfindung.
In den Figuren ist jeweils nur der radial innere rechte Wulstbereich
eines Reifens gezeigt, wobei in den Figuren jeweils links die Innenseite und rechts die Außenseite des Reifens liegen.
In den beiden Figuren sind gleiche Teile mit den gleichen Bezugsziffern
versehen.
Bei beiden Ausführungsbeispielen ist eine Radialkarkasse 1 vorgesehen,
deren radial verlaufende Kordelemente parallel zueinander angeordnet und durch Kalandrieren in einer Hartgummimischung
eingebettet sind. Bevorzugt wird für den Reifen gemäß der Erfindung eine einlagige Karkasse, wie diese in den Fig.l
und 2 dargestellt ist. Der äußere Randbereich oder Umschlag 3 der Karkasse ist jeweils um einen Wulstkern 2 herumgeschlagen,
und zwar bevorzugt von innen nach außen, wie dies in den Figuren dargestellt ist. Der Wulstkern 2 besteht aus einer Anzahl von
ringförmigen Drähten.
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Desweiteren weist der in den Figuren dargestellte Wulstbereich eine streifenförmige Verstärkungseinlage 4 auf, welche aus Stahlkord
bestehende parallele Verstärkungselemente aufweist } die
unter einem Winkel von etwa 25 zur Radialen orientiert und durch Kalandrieren in eine Hartgummimischung eingebettet sind.
Vorzugsweise sind die Verstärkungselemente der Verstärkungseinlage 4 einlagig ausgebildet. Vorteilhafterweise ist dabei die
Verstärkungseinlage 4, wie in den Figuren dargestellt, vollständig und auf der Außenseite um den Karkassenumschlag 3 herumgelegt.
Oberhalb des Wulstkernes befindet sich ein Füllstück 5 aus einer Hartgummimischung. Die beschriebene Anordnung kann gemäß Fig.l
in eine übliche, die Kontur des Wulstes bestimmende Gummimischung
eingebettet sein.
Für die Karkasse 1 und ihren Umschlag 3, für das Füllstück 5 sowie für die Verstärkungseinlage 4 ist jeweils die gleiche Gummimischung
vorgesehen. Diese weist vorteilhafterweise eine Härte von mindestens 70° Shore A und einen Elastizitätsmodul von mindestens
50 kg/cm bei einer Dehnung von 150 % auf. Der bevorzugte Bereich der Härte liegt zwischen 70° und 90° Shore A.
Der bevorzugte Bereich für den Elastizitätsmodul liegt zwischen 50 und 80 kg/cm bei der angegebenen Dehnung.
Das Ausführungsbeispiel nach Fig. 2 unterscheidet sich\on dem
nach Fig. 1 dadurch, daß der Wulstbereich auf seiner axialen
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Innenseite eine Innengummischicht 6 aufweist, wie sie üblicherweise
bei sog. Schlauchlosreifen angewandt wird. Darüber hinaus ist aber im Wulstbereich ein in axialer Richtung des Reifens
außenliegender Abdeckstreifen 7 vorgesehen, der aus der gleichen Hartguiraniraischung, wie beispielsweise das Füllstück 5 und die
anderen Elemente des Wulstbereiches, besteht. Mit 8 ist die Gummimasse angedeutet, die den Reifen im Seitenwandbereich auf der
Außenseite abdeckt.
Man erkennt, daß bei beiden Ausführungsbeispielen der Wulstbereich,
der aus den verschiedenen Elementen aufgebaut ist, unabhängig von seiner Form und von der Lage und Abmessung der
einzelnen Elemente nach dem Vulkanisieren aus einer einheitlichen Gummimasse besteht, so daß die Reibung zwischen den
einzelnen Teilen des Wulstbereiches auf ein Mindestmaß herabgesetzt und dadurch eine wesentlich höhere Lebensdauer des
Wulstbereiches gewährleistet ist.
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Claims (3)
1.) Fahrzeugluftreifen, insbesondere für Lastkraftwagen, bestehend
aus einer - vorzugsweise einlagigen - Radialkarkasse mit in einer Gummimischung eingebetteten parallelen Verstärkungselementen
aus Kord oder dergl., aus zwei Wulstkernen aus Metalldrähten, um welche die Umschläge der Radialkarkasse herumgelegt
sind, aus einem oberhalb jedes Wulstkernes angeordneten Füllstück aus einer Hartgummimischung, aus einer im Wulstbereich
angeordneten streifenförmigen Verstärkungseinlage mit
in einer Gummimischung eingebetteten - vorzugsweise einlagigen - zueinander parallelen und gegenüber den Verstärkungselementen der Karkasse schräg verlaufenden Verstärkungselementen
aus Kord oder dgl. und aus an den axial außenliegenden Wulstseiten angeordneten Abdeckstreifen aus einer Hartgummimischung,
dadurch gekennzeichnet , daß für die oder jede Lage der Radialkarkasse (1,3), für die streifenförmigen
Verstärkungseinlagen (4) und für die Füllstücke (5) die gleiche Gummimischung vorgesehen ist, nämlich eine Mischung
von gleichhoher Härte und gleichem Elastizitätsmodul.
2. Fahrzeugluftreifen nach Anspruch 1, dadurch g e k e η η ζ
e i c hn e t , daß auch für den axial außenliegenden Abdeckstreifen (8) die gleiche Gummimischung vorgesehen ist.
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3. Fahrzeugluftreifen nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Gummimischung eine
Härte von mindestens 70 Shore A und einen Elastizitätsmodul
2
von mindestens 50 kg/cm bei 150 % Dehnung aufweist.
von mindestens 50 kg/cm bei 150 % Dehnung aufweist.
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Legal Events
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Owner name: UNIROYAL ENGLEBERT REIFEN GMBH, 5100 AACHEN, DE |
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