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DE2524762A1 - Verfahren zum fuellen einer spurrinne in einer fahrbahndecke mit reparaturmischgut - Google Patents

Verfahren zum fuellen einer spurrinne in einer fahrbahndecke mit reparaturmischgut

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DE2524762A1
DE2524762A1 DE19752524762 DE2524762A DE2524762A1 DE 2524762 A1 DE2524762 A1 DE 2524762A1 DE 19752524762 DE19752524762 DE 19752524762 DE 2524762 A DE2524762 A DE 2524762A DE 2524762 A1 DE2524762 A1 DE 2524762A1
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DE
Germany
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undamaged
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rolling
ruts
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DE19752524762
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DE2524762C2 (de
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Hans-Manfred Greiff
Lutz Dipl Ing Jacob
Christoph Dipl Ing Stiehler
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Kemna Bau Andreae & Co KG GmbH
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Kemna Bau Andreae & Co KG GmbH
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    • E01CONSTRUCTION OF ROADS, RAILWAYS, OR BRIDGES
    • E01CCONSTRUCTION OF, OR SURFACES FOR, ROADS, SPORTS GROUNDS, OR THE LIKE; MACHINES OR AUXILIARY TOOLS FOR CONSTRUCTION OR REPAIR
    • E01C7/00Coherent pavings made in situ
    • E01C7/08Coherent pavings made in situ made of road-metal and binders
    • E01C7/18Coherent pavings made in situ made of road-metal and binders of road-metal and bituminous binders
    • E01C7/187Repairing bituminous covers, e.g. regeneration of the covering material in situ, application of a new bituminous topping
    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E01CONSTRUCTION OF ROADS, RAILWAYS, OR BRIDGES
    • E01CCONSTRUCTION OF, OR SURFACES FOR, ROADS, SPORTS GROUNDS, OR THE LIKE; MACHINES OR AUXILIARY TOOLS FOR CONSTRUCTION OR REPAIR
    • E01C23/00Auxiliary devices or arrangements for constructing, repairing, reconditioning, or taking-up road or like surfaces
    • E01C23/06Devices or arrangements for working the finished surface; Devices for repairing or reconditioning the surface of damaged paving; Recycling in place or on the road

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  • Architecture (AREA)
  • Civil Engineering (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Mining & Mineral Resources (AREA)
  • Road Paving Structures (AREA)
  • Road Repair (AREA)

Description

  • Verfahren zum Füllen einer Spurrinne in einer Fahrbahndecke mit Reparaturmischgut.
  • Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Füllen einer Spurrinne in einer Fahrbahndecke mit Reparaturmischgut. Solche Verfahren gewinnen in der letzten Zeit zunehmend an Bedeutung, da einerseits durch die wachsende Verkehrsbelastung die Ausbildung von Spurrinnen verstärkt auftritt und andererseits die beschränkten Finanzmittel der bautragenden Körperschaften zu Straßenneubauten oder zur Grunderneuerung des gesamten Fahrbahnaufbaues nicht mehr ausreichen. Auch das Verbot der Spikereifen vermag an dieser Lage nichts zu ändern, da die Spurrinnen überwiegend durch Verdrückungen des viskosen Fahrbahnbelages bzw. des ebenfalls viskosen Unterbaues und nur zu einem geringeren Teil durch Abrieb entstehen.
  • Bekannte großtechnisch anwendbare und zur rationellen Bearbeitung längerer Straßenabschnitte geeignete Verfahren beschränken sich auf das Aufbringen einer neuen Decke über die gesamte Fahrbahnbreite unter Einschluß der darin befindlichen Spurrinnen. Dabei muß, wenn das Fahrbahnniveau aus entwässerungstechnischen oder sonstigen Gründen nicht angehoben werden darf, zuvor in Höhe der aufzubringenden Schicht abgefräst werden. Als Nebeneffekt erhält man beim Abfräsen ein Nivellieren der vorhandenen Spurrinnen, so daß die neu aufgebrachte Schicht von annähernd gleicher Dicke ist. Dieses Verfahren hat jedoch den Nachteil, daß das Fräsen enorm teuer ist, insbesondere durch die arbeitsintensiven Kosten für die Beseitigung des Fräsabraumes.
  • Ein weiteres bekanntes Verfahren, bei dem nicht abgefräst wird, füllt zunächst die Spurrinnen provisorisch aus, um sodann eine die gesamte Fahrbahnbreite bedeckende Deckschicht aufzubringen. Dieses Verfahren hat jedoch den Nachteil, daß es nur wenige Male angewendet werden kann, da sonst die Fahrbahnoberfläche zu sehr angehoben wird. Gemeinsam mit dem zuvor beschriebenen Verfahren hat auch dieses Verfahren den Nachteil, daß zur Reparatur der verhältnismäßig schmalen Spurrinnen eine Schicht über die gesamte Fahrbahnbreite aufgebracht werden muß, wodurch hohe Materialkosten entstehen.
  • Reparaturverfahren, die im eigentlichen Sinne nach der eingangs genannten Art arbeiten und lediglich die Spurrinnen ausfüllen, wodurch in hohem Maße Material gespart werden kann, sind nur in sehr beschränktem Umfange bekannt.
  • Da hierbei nicht eine die gesamte Fahrbahnbreite überdeckende Schicht aufgebracht wird, bestehen Schwierigkeiten mit dem Rand der aufzubringenden Schicht. Bei maschinellem Einbau sind durch das Größtkorn bedingte seitliche Kanten von 10 mm und mehr unvermeidbar, die aus Gründen der Entwässerung und Fahrsicherheit vermieden werden müssen.
  • Bei einem bekannten Verfahren dieser Art wird die Rinne mit hoch fließfähigem Material, z. B. einer Wasser-Bitumenemulsion mit sehr feinem Sandanteil, ausgegossen. Die so hergestellte Reparaturschicht schließt seitlich übergangslos ab und fügt sich mit ebener Oberfläche in Höhe des übrigen Fahrbahnniveaus gut ein. Nachteilig sind jedoch die hohen Materialkosten und die mangelnde Standfestigkeit dieser Schichten.
  • Ein weiterer gravierender Nachteil dieses Verfahrens ist der, daß die Reparaturschicht keine konstante Breite aufweist. Da der Reparaturbelag auf das Niveau des unbeschädigten Straßenniveaus eben abgestrichen wird, ist die Breite des Reparaturbelages abhängig von der schwankenden Breite der Rille.
  • Befährt ein Fahrzeuglenker einen auf diese Weise reparierten Streckenabschnitt mit höherer Geschwindigkeit, so "flattern" aus seiner Sicht die Ränder des Reparaturbelages.
  • Dadurch entsteht ein Unsicherheitsmoment, das die Verwendung solcher Reparaturverfahren auf den meisten Straßen ausschließt.
  • Ein weiteres Verfahren der eingangs genannten Art ist in der Patentanmeldung P 24 48 266.4 vorgeschlagen worden.
  • Dabei wird die Spurrinne mit einem Mischgut ausgefüllt, bei dem während des Einbringens der Kornanteil von der Rinnenmitte zum Rand hin entmischt wird, so daß zum Rand hin das maximale Stützkorn immer kleiner wird. Die Reparaturschicht kann auf diese Weise ohne Verringerung der Tragfähigkeit der Schicht in der Mitte zum Rand hin beliebig fein ausgezogen werden. Auch bei dieser Schicht verlaufen jedoch die Seitenränder nicht parallel. Außerdem ist dieses Verfahren nicht ohne weiteres für die üblichen Straßenbaumaterialien anwendbar.
  • Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht daher darin, ein Verfahren der eingangs genannten Art zu schaffen, mit dem die Nachteile der bekannten Verfahren vermieden werden und eine besonders wirtschaftliche und auch vom verkehrstechnischen Standpunkt her optimale Lösung des Spurrinnenproblems geschaffen wird.
  • Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß beide Rinnenränder einschließlich je eines schmalen Bereiches der unbeschädigten Fahrbahn replastifiziert werden, daß sodann eine Mischgutschicht aufgebracht wird, die sich auf beiden Seiten bis auf den replastifizierten Bereich erstreckt und deren Randdicke im wesentlichen als durch das maximale Stützkorn der Mischung vorgegebene Mindestdicke bestimmt ist, und daß die Mischgutschicht anschließend bis auf das Niveau der seitlich an die Spurrinne anschließenden unbeschädigten Fahrbahn und mit im wesentlichen ebener Oberfläche eingewalzt wird. Bei diesem Verfahren besitzt die naht- und kantenlos eingewalzte Reparaturschicht bis zum Rande hin eine Mindestdickeldie größer ist als das in ihr verwendete maximale Stützkorn. Durch das Einwalzen in den replastifizierten alten Belag wird durch Verzahnungseffekte eine gute Verbindung erreicht, wodurch insbesondere die Gefahr des Abb röcke lns am Rande restlos beseitigt wird. Da die Schicht nicht seitlich bis zur Dicke O verläuft, kann sie in ihrer Breite konstant gehalten werden.
  • Bei all diesen Vorzügen handelt es sich dennoch um ein einfach anwendbares Verfahren, das vollmechanisiert und mit sehr hoher Arbeitsgeschwindigkeit durchgeführt werden kann, wodurch sich die Straßensperrzeiten stark verringern lassen.
  • Das Reparaturmaterial wird außerdem sehr sparsam verwendet, und es lassen sich alle Straßenbaumaterialien, insbesondere auch hochbelastbare Materialien mit großem Stützkorn, wie beispielsweise Asphaltbeton, verarbeiten.
  • Vorteilhaft ist das erfindungsgemäße Verfahren weiterhin dadurch gekennzeichnet, daß die Schicht mit konstanter Breite aufgebracht wird. Dadurch wird das "Flattern" der Seitenränder vermieden, so daß eine auf diese Weise reparierte Fahrbahn auch mit hoher Geschwindigkeit sicher befahren werden kann.
  • Vorteilhaft ist das erfindungsgemäße Verfahren weiterhin dadurch gekennzeichnet, daß die Ränder der Schicht mit im wesentlichen vertikaler Flanke aufgebracht werden. Durch die vertikale Flanke der aufgebrachten Schicht wird sichergestellt, daß die Schicht mit gerade verlaufendem Rand und mit im wesentlichen bis zum Rand hin gleichbleibender Dicke in die replastifizierte Fahrbahn eingedrückt wird. Der Obergang zwischen der Reparaturschicht und dem alten Fahrbahnbelag wird dadurch optisch besonders sauber, und die Randstabilität der Reparaturschicht wird sehr hoch.
  • Weiterhin vorteilhaft ist das erfindungsgemäße Verfahren dadurch gekennzeichnet, daß die Schicht derart aufgebracht wird, daß ihre Oberfläche vor dem Einwalzen von der Mitte nach den Rändern hin abfällt. Alle eingangs erwähnten Verfahren, bei denen verdichtbares Material verwendet wird, weisen den Nachteil auf, daß beim Walzen des Reparaturgutes die spezifische Verdichtung von der Schichtdicke abhängt, da überall im wesentlichen gleich tief eingedrückt wird. In der Mitte der alten Rille ist das Reparaturgut also weniger vorverdichtet und wird durch den Verkehr umso stärker nachverdichtet. Es bildet sich sehr schnell eine neue Rinne aus.
  • Dieser Nachteil wird erfindungsgemäß dadurch kompensiert, daß die Schicht mit einer Überhöhung in der Mitte aufgebracht wird, so daß über die gesamte Schichtbreite unabhängig von der Dicke etwa gleich stark vorverdichtet wird. Dabei wird vorteilhaft so vorgegangen, daß nach dem Vorverdichten durch die Walze die Schicht in der Mitte noch geringfügig überhöht bleibt, so daß die Nachverdichtung durch den Verkehr mit Sicherheit restlos kompensiert wird.
  • Weiterhin vorteilhaft ist das erfindungsgemäße Verfahren dadurch gekennzeichnet, daß vor dem Aufbringen der Mischgutschicht die replastifizierten Rinneiänder durch Einwalzen mit einer längsverlaufenden Stufe versehen werden, deren Außenrand im wesentlichen auf dem unbeschädigten Straßenniveau liegt und deren Stufenhöhe im wesentlichen der Randdicke der einzubringenden Schicht entspricht. Durch das Einwalzen einer Stufe wird der Seitenrand der später einzubringenden Schicht exakt vorgegeben. Dieses Verfahren ist besonders vorteilhaft bei nichtkomprimierbaren Materialien.
  • Wenn jedoch komprimierbares Material verwendet wird und dabei die aufgebrachte Schicht in der Mitte überhöht ist, so ergibt sich bei guter Vorverdichtung in Spurrinnenmitte gleichzeitig eine seitlich gegen die Stufe gerichtete Druckkomponente, die ein sauberes Andrücken des Reparaturgutes gegen die Stufenwand und somit einen sauberen Übergang ergibt. Vorteilhaft ist dabei die Stufe im wesentlichen rechtwinklig ausgebildet, wodurch sich für den Rand der Reparaturschicht besonders günstige Verhältnisse ergeben.
  • Eine Vorrichtung zum Aufbringen der Mischgutschicht gemäß dem erfindungsgemäßen Verfahren ist vorteilhaft dadurch gekennzeichnet, daß ein Abziehelement mit zwei an den Hinterenden gelenkig verbundenen, schräg zur Arbeitsrichtung nach vorn auseinandergerichteten Teilen verwendet wird, bei dem die Gelenkverbindung der beiden Teile und deren Seitenenden getrennt voneinander gegenüber dem unbeschädigten Straßenniveau höhenverstellbar geführt sind. Diese in der Patentanmeldung P 24 48 266.4 beschriebene Vorrichtung erlaubt die Ausformung einer Schicht mit im Querschnitt etwa dachförmigem Profil. Die Vorrichtung ist für die Schichtmitte und für die Schichtränder getrennt höheneinstellbar und außerdem breitenverstellbar, so daß sie allen vorkommenden Spurrinnen angepaßt werden kann. Durch die schräg zur Fahrtrichtung angeordneten Abziehelemente wird die Oberfläche besonders glatt abgestrichen.
  • Eine Walze zum Einwalzen der Stufe in den Spurrinnenrand ist vorteilhaft dadurch gekennzeichnet, daß ihr eine Stufe einwalzender Rand stufenartig mit einem auf dem unbeschädigten Straßenniveau aufliegenden Walzenteil geringeren Durchmessers ausgebildet ist. Der Walzenteil geringeren Durchmessers, der auf dem unbeschädigten Straßenniveau aufliegt, hält die Straßenoberfläche in diesem Bereich eben und verhindert das Ausbilden eines Wulstes unmittelbar neben der eingedrückten Kante. Außerdem verhindert dieser Walzenteil das zu tiefe Einsinken der Walze.
  • Die Walze kann vorteilhaft auch dadurch gekennzeichnet sein, daß der Walzenmantel im Bereich unmittelbar innerhalb des einzuwalzenden Randes konisch mit zur Rinnenmitte hin abnehmendem Radius ausgebildet ist. Dadurch wird beim Einwalzen des Randes das wegzudrückende Material mit starker nach innen gerichteter Druckkomponente zum Rinneninneren hin gedrückt. Das Aufwerfen eines Wulstes außen neben dem Rand wird weitgehend verhindert. Diese konische Walze kann außerdem als Stufenwalze ausgebildet sein.
  • In der Zeichnung ist die Erfindung beispielsweise und schematisch dargestellt. Es zeigen: Fig. 1 einen Schnitt durch eine Spurrinne mit erfindungsgemäß aufgebrachter Mischgutschicht, Fig. 2 einen Schnitt durch die Spurrinne mit fertig eingewalzter Mischgutschicht, Fig. 3 einen Schnitt durch eine Spurrinne, deren Rand von einer Stufenwalze bearbeitet wird, Fig. 4 einen Schnitt durch eine Spurrinne, deren Rand von einer konischen Stufenwalze bearbeitet wird, Fig. 5 einen Schnitt durch eine Spurrinne mit aufgebrachter, in idealer Weise überhöhter Schicht und Fig. 6 einen Schnitt durch eine Spurrinne mit von einem pflugähnlichen Fertiger aufgebrachter Schicht.
  • In Fig. 1 ist im Querschnitt eine Spurrinne 1 dargestellt, deren Ränder in dem Bereich, in dem die Spurrinne seitlich in den unbeschädigten Fahrbahnbereich 2 übergeht, zu Beginn des Verfahrens replastifiziert werden. Dazu werden Infrarotstrahler od. dgl. derart über den Rändern der Spurrinne entlanggezogen, daß der in den Figuren kreuzschraffiert dargestellte Bereich der alten Fahrbahndecke auf eine so hohe Temperatur gebracht wird, daß er wieder plastisch (replastifiziert) wird.
  • Anschließend wird eine Mischgutschicht 4 in der Weise aufgebracht, daß sie bis zu den Rändern eine Dicke beibehält, die mindestens so groß ist wie das größte in der Mischung enthaltene Stützkorn, das in Fig. 1 angedeutet ist. Die Ränder 5 der Schicht liegen dabei über den replastifizierten Bereichen 3 der alten Decke.
  • Sodann wird die Schicht 4 eingewalzt. Dabei wird vorzugsweise zunächst an den Rändern gewalzt, wodurch die Schicht in die replastifizierten Bereiche der Fahrbahn eingedrückt wird, wobei der replastifizierte Belag teilweise nach innen ausweicht. Auch nach dem Einwalzen behält die Schicht 4, wie aus Fig. 2 ersichtlich, im Randbereich eine gewisse Mindestdicke, die für ihre Stabilität in diesem Bereich sorgt.
  • Dabei wird auf Grund der Kornstruktur der alten Decke und der eingewalzten Schicht eine starke Verzahnung erreicht, die für den guten Halt der Schicht insbesondere im Randbereich verantwortlich ist (vergleiche Fig. 1 und 2). Die Schicht schließt fugenlos und ohne Absatz an den seitlich angrenzenden Teil 2 des alten Fahrbahnbelages an.
  • In den Fig. 3 und 4 ist eine Variante des Verfahrens dargestellt, bei der vor dem Einbringen der Schicht zunächst in dem replastifizierten Bereich 3 eine Stufe 6 ausgebildet wird.
  • Hierzu dient eine Walze 7, mit der das in diesem Bereich replastifizierte Fahrbahnmaterial, wie in Fig. 3 dargestellt, zur Stufe 6 geformt wird. Vorzugsweise besitzt die Walze 7 einen außen liegenden Stufenansatz 8 kleineren Durchmessers, der auf dem unbeschädigten Straßenbereich 2 aufliegt. Auf diese Weise wird verhindert, daß der unmittelbar neben der Walze 7 liegende unbeschädigte Bereich der Straßenoberfläche beim Einwalzen deformiert wird. Das von der Walze weggedrückte Material wird im wesentlichen in Richtung des Pfeiles 9 zum Rinneninneren hin gedrückt.
  • In Fig. 4 ist eine andere Ausführungsform der Walze dargestellt. Diese Walze besitzt einen konischen Mantel 10, dessen Durchmesser von der Stufe 6 zum Rinneninneren hin abnimmt.
  • Durch diese konische Ausbildung der Walze wird beim Einwalzvorgang eine nach innen gerichtete Druckkomponente erzeugt, die das Verdrücken des Materiales in Richtung des Pfeiles 9 zum Rinneninneren hin unterstützt. Die Walze 10 ist im dargestellten Falle ebenfalls mit einem äußeren Stufenansatz 8 geringeren Durchmessers ausgerüstet. Dieser ergibt nicht nur eine bessere Formung des oberen Randes der Stufe 6, sondern auch eine gleichmäßige Stufentiefe.
  • Die gemäß Fig. 3 oder 4 mit seitlichen Stufen 6 versehene Spurrinne 1 wird anschließend mit einer Reparaturschicht gefüllt. Dieses Verfahren eigenet sich hervorragend für nichtkomprimierbares, fließfähiges Reparaturmaterial, das keinen Walzvorgang erfordert, da die Stufen 6 einen guten seitlichen Halt geben und das Wegfließen verhindern. Im Unterschied zu dem Verfahren gemäß Fig. 1 wird die Schicht in diesem Falle seitlich bis zur Oberkante der Stufe 6, also bis zum seitlich anschließenden unbeschädigten Straßenniveau 2, abgestrichen.
  • Die Mischgutschicht 4 wird vorzugsweise in konstanter Breite aufgebracht, was durch das erfindungsgemäße Verfahren erleichtert wird, da seitlich nicht bis zur Dicke 0 abgestrichen werden muß, wie bei bekannten Verfahren. Durch die konstante Breite der Schicht wird die Verkehrssicherheit der Straße erhöht, da die Ränder 5 der Schicht aus der Sicht des Fahrzeuglenkers ein ruhiges Bild geben. Auch die gemäß Fig. 3 und 4 eingewalzten Stuffen 6 werden vorzugsweise in konstantem seitlichem Abstand angeordnet, wodurch die endgültige Breite der Reparaturschicht in idealer Weise vorgegeben wird. Die Walzenvorrichtungen bzw. die Vorrichtungen zum Aufbringen der Reparaturschicht sind dazu breitenverstellbar, damit verschieden breite Spurrinnen und sonstige unterschiedliche Straßenverhältnisse, wie Kurven u. dgl., die eine Veränderung der Breite der Reparaturschicht erfordern, berücksichtigt werden können.
  • Die üblichen Straßenbaumaterialien, wie beispielsweise Asphaltbeton, werden verhältnismäßig volumenreich aufgebracht und sodann durch Walzen verdichtet. Nach Abkühlung des so verdichteten Materials wird der Belag gebrauchsfest.
  • Wird diese Reparaturschicht so eingebaut, daß ihre Oberfläche zwischen den Rändern geradlinig verläuft, so würde, da überall mit nahezu gleichmäßiger Eindrücktiefe gewalzt wird, die Verdichtung in der Mitte geringer sein als am Rande.
  • Um dem vorzubeugen, wird die Schicht so aufgebracht, daß sie in der Mitte gegenüber den Rändern überhöht ist. Fig. 5 zeigt eine solche Schicht 11, deren Oberfläche im Querschnitt ein Profil aufweist, das etwa spiegelbildlich- zum Profil der Spurrinne 1 verläuft. Dadurch wird in idealer Weise sichergestellt, daß die fertig eingewalzte Schicht, deren Oberfläche, wie dies Fig. 2 zeigt, eben mit den unbeschädigten Bereichen 2 der Fahrbahn abschließt, überall gleich stark verdichtet wird.
  • Die Schicht wird auf diese Weise unempfindlich gegen Nachverdichtungen durch den fließenden Verkehr, so daß nicht, wie bei den bekannten Verfahren stets zu beobachten, nach kurzer Zeit eine neue Spurrinne entsteht. Da der Reparaturbelag beim Walzen nicht vollständig verdichtet werden kann, empfiehlt es sich, die Oberfläche der fertig eingewalzten Reparaturschicht nicht, wie dies Fig. 2 zeigt, völlig eben auszuführen, sondern ihr noch eine geringe Überhöhung in der Mitte der alten Rinne zu belassen. Damit wird die Nachverdichtung durch den Verkehr berücksichtigt, so daß sich nach einiger Zeit eine völlig ebene Oberfläche ergibt.
  • Die Überhöhung der aufgebrachten Schicht in Spurrinnenmitte muß nicht genau spiegelbildlich zum Profil der Spurrinne vorgenommen werden, wie dies bei der Schicht 11 in Fig. 5 dargestellt ist. Für die praktischen Anwendungsfälle reicht es, eine dachkantartige Oberhöhung in Spurrinnenmitte vorzugeben, wie dies in den Fig. 1 und 6 bei der Schicht 4 dargestellt ist. Der Vorteil dabei ist, daß die Schicht mit vorhandenen, in sich geraden Abziehelementen aufgebracht werden kann.
  • Vorteilhaft wird auch bei dem Reparaturverfahren, bei dem die replastifizierten Ränder 3 der Spurrinne zunächst mit einer Stufe 6 versehen werden, die Schicht mit einer Oberhöhung in Spurrinnenmitte eingebracht. Beim Einwalzen dieser Schicht wird so vorgegangen, daß zunächst in Spurrinnenmitte gewalzt wird, wodurch das Material mit seitlicher Druckkomponente eingedrückt wird, die gegen die Stufen 6 gerichtet ist und eine gute Anpressung des Reparaturmateriales gegen die Stufen ergibt.
  • Fig. 6 zeigt im Querschnitt die Spurrinne 1 mit der frisch aufgebrachten Schicht 4 und einer Vorrichtung zum Aufbringen der Schicht, die dem Gegenstand der Patentanmeldung P 24 48 266.4 entspricht. Die Vorrichtung besitzt ein Abziehelement, das aus zwei Teilen 12 besteht, die jeweils schräg zur Richtung der Spurrinne angeordnet sind und an ihrem hinteren Ende mit einem Gelenk 13 verbunden sind. Mit diesem Gelenk und mittels einer die Vorderenden verbindenden Verstellstange 14 ist diese pflugähnliche Konstruktion breitenverstellbar. Die vorderen äußeren Enden der Abziehelementteile 12 sind außerdem über je eine Höhenverstellvorrichtung 15 auf Rädern 16 od. dgl. gelagert.
  • Das die hinteren inneren Enden der Teile 12 verbindende Gelenk 13 ist über eine Höhenverstellvorrichtung 17 ebenfalls auf Rädern 18 gelagert. Mit den Höhenverstellvorrichtungen 15 wird die Dicke der Schicht 4 am Rand 5 vorgegeben. Die Höhenverstellvorrichtung 17 erlaubt die exakte Einstellung der Oberhöhung der Schicht in ihrer Mitte. An den Seiten der Vorrichtung können nicht dargestellte Randformbleche vorgesehen sein, die die Seitenränder 5 der Schicht formen.

Claims (9)

  1. Patentansprüche :
    0 Verfahren zum Füllen einer Spurrinne in einer Fahrbahndecke mit Reparaturmischgut, dadurch gekennzeichnet, daß beide Rinnenränder (3) einschließlich je eines schmalen Bereiches der unbeschädigten Fahrbahn (2) replastifiziert werden, daß sodann eine Mischgutschicht (4, 11) aufgebracht wird, die sich auf beiden Seiten bis auf den replastifizierten Bereich (3) erstreckt und deren Randdicke (5) im wesentlichen als durch das maximale Stützkorn der Mischung vorgegebene Mindestdicke bestimmt ist, und daß die Mischgutschicht anschließend bis auf das Niveau der seitlich an die Spurrinne anschließenden unbeschädigten Fahrbahn ) und mit im wesentlichen ebener Oberfläche eingewalzt wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schicht (4, 11) mit konstanter Breite aufgebracht wird.
  3. 3. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Ränder (5) der Schicht (4, 11) mit im wesentlichen vertikaler Flanke aufgebracht werden.
  4. 4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Schicht (4, 11) derart aufgebracht wird, daß ihre Oberfläche vor dem Einwalzen von der Mitte nach den Rändern hin abfällt.
  5. 5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß vor dem Aufbringen der Mischgutschicht die replastifizierten Rinnenränder (3) durch Einwalzen mit einer längsverlaufenden Stufe (6) versehen werden, deren Außenrand im wesentlichen auf dem unbeschädigten Straßenniveau (2) liegt und deren Stufenhöhe im wesentlichen der Randdicke der einzubringenden Schicht entspricht.
  6. 6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Stufe (6) im wesentlichen rechtwinklig ausgebildet ist.
  7. 7. Vorrichtung zum Aufbringen der Mischgutschicht nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß ein Abziehelement mit zwei an den Hinterenden gelenkig verbundenen, schräg zur Arbeitsrichtung nach vorn auseinandergerichteten Teilen (12) verwendet wird, bei dem die Gelenkverbindung (13) der beiden Teile und deren Seitenenden getrennt voneinander gegenüber dem unbeschädigten Straßenniveau (2) höhenverstellbar geführt sind.
  8. 8. Walze zum Einwalzen der Stufe nach einem der Ansprüche 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß ihr eine Stufe einwalzender Rand stufenartig mit einem auf dem unbeschädigten Straßenniveau aufliegenden Walzenteil (8) geringeren Durchmessers ausgebildet ist.
  9. 9. Walze zum Einwalzen der Stufe nach einem der Ansprüche 5, 6 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Walzenmantel (10) im Bereich unmittelbar innerhalb des einzuwalzenden Randes (6) konisch mit zur Rinnenmitte hin abnehmendem Radius ausgebildet ist.
DE19752524762 1975-06-04 1975-06-04 Verfahren zum Füllen einer Fahrbahnspurrinne mit bituminösem Mischgut und Walze zur Durchführung des Verfahrens Expired DE2524762C2 (de)

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