-
Bezeichnung: Verfahren zur Regelung einer Heizungsanlage und Heizungsanlage
zur Durchführung des Verfahrens Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Regelung
der Wärmeabgabe einer Heizungsanlage, bei der ein flüssiger Wärmeträger mittels
einer Pumpe zwangsweise im Kreislauf zwischen einer Wärmezufuhreinrichtung (Heizkessel)
und wenigstens einer Wärmeabgabestelle (Radiator) geführt wird.
-
Die Regelung der Wärmeabgabe bei den bisher bekannten Heizungsanlagen
wird in der Regel so vorgenommen, daß sowohl die vom Heizkessel kommende Vorlaufleitung
als auch die zum Heizkessel führende Rücklaufleitung durch ein Vierwegemischventil
geführt wird, an das entsprechend die Vorlaufleitung und die Rücklaufleitung der
Heizungsanlage angeschlossen ist. Bei einfachen Heizungsanlagen ist dieses Mischventil
nur von Hand verstellbar, so daß der im Bereich der Wärmeabgabestelle, d. h. in
dem zu beheizenden Raum befindliche Temperaturfühler in Form eines Zweipunktreglers
bei
Absinken der Raumtemperatur unter dem vorgegebenen Sollwert die Wärmezufuhr, d.
h. den Brenner des Heizkessels einschaltet und der Värineträger soweit aufgeheizt
wird, bis die vorgegebene Solltemperatur erreicht und über den Wärmefühler der Brenner
wieder abgeschaltet wird.
-
Bei einer weiterentwickelten Regelung ist das Mischventil mit einem
Stellmotor ausgerüstet, der die Einstellung des Vierwegemischventils in Abhängigkeit
von der vom Raumtemperaturfühler gemessenen Abweichung von der vorgegebenen Solltemperatur
entsprechend verstellt . Bei sinkender Temperatur wird hierbei das Mischventil in
der Weise verstellt, daß ein größerer Anteil des Wärmeträgers durch den Kessel geführt
wird und so unmittelbar aufgeheizt werden kann. Durch einen unmittelbar auf den
Brenner wirkenden Kesselthermostaten wird dafür Sorge getragen, daß die Kesselsolltemperatur
aufrechterhalten bleibt. Bei beiden Ausführungsfornen ist die Umwälzpumpe zur Erzeugung
des Zwangsumlaufes ständig und mit konstanter Drehzahl in Betrieb.
-
In einer weiteren bekannten Anordnung ist eine in zwei verschiedenen
Drehzahlen antreibbare Umwälzpumpe vorgesehen, der ein Vierwegemischventil zugeordnet
ist, das an der Einmündung des vom Heizkessel kommenden Vorlaufes mit einem federbelasteten
tfberströmventil versehen ist. Bei dieser Ausführungsform arbeitet der Rauitemperaturfühler
auf den Antriebsmotor der Umwälzpumpe, und zwar in der Weise, daß bei Solltemperatur
die Pumpe mit
der geringen Drehzahl umläuft und der Wärmeträger
nur im Kreislauf durch die Radiatoren geführt wird, solange, bis durch eine entsprechende
Wärmeabgabe die Solltemperatur unterschritten wird.
-
Dann schaltet die Pumpe auf die höhere Pumpendrehzahl, so daß durch
die entstehende Druckdifferenz innerhalb des Mischventils das tiberströmventil öffnet
und aus dem bisher gesondert laufenden Kesselkreislauf aufgeheizter Wärmeträger
in das Heizungssystem eingespeist und so für eine entsprechende Wärmezufuhr gesorgt
wird.
-
Der gemeinsame Nachteil bei allen diesen Regelsystemen besteht darin,
daß sie sogenannte ZwEtathelungen darstellen, die zwangsläufig wegen der Trägheit
des gesamten Regelsystems zu erheblichem "Reglerschwingen" führen, d. h. bei Abfall
der Temperatur an der Wärmeabgabestelle unter den vorgegebenen Sollwert wird solange
über die Wärmezufuhreinrichtung der Wärmeträger aufgeheizt und entsprechend durch
die Heizungsanlage gepumpt, bis die Solltemperatur wieder erreicht wird. Schaltet
dann der Brenner ab, bzw. beim zuletzt geschilderten System die Pumpe auf die geringe
Drehzahl zurück, wird trotzdem der auf hohe Tempera-.
-
tur gebrachte Wärmeträger durch die Heizungsanlage geführt und eine
entsprechend hohe Wärmeabgabe bewirkt. Hierbei wird zwangsläufig die vorgegebene
Solltemperatur nach oben überschritten, wobei keine Möglichkeit besteht, diese Überschreitung
regeltechnisch zu verhindern. Ein weiterer Nachteil der vorstehend geschilderten
Systeme macht sich insbesondere beim Einsatz von *)in großer Menge pro Zeiteinheit
Gasbrennern
bemerkbar, da durch das Vorhandensein eines Mischventils der Wärmeträger zwangsläufig
immer zwei separate Kreisläufe durchläuft, nämlich den sogenannten Kesselkreislauf,
d. h.
-
vom Vorlauf unmittelbar zum Rücklauf, und einen Heizungskreislauf
nur über die Radiatoren, wobei die mengenmäßige Aufteilung des die einzelnen Kreisläufe
durchströmenden Wärmeträgers durch die Einstellung des Mischventils vorgegeben ist.
Da nun bei der Verwendung von Gasbrennern zur Verhinderung von Kondensatbildung
innerhalb des Feuerungsraumes die Kesseltemperatur eine vorgegebene Solltemperatur
nicht unterschreiten darf, schaltet als Hilfsregler der Kesselthermostat den Brenner
mit entsprechender Häufigkeit ein und aus. Gleichzeitig wird insbesondere bei Heizungsanlagen
mit motorgetriebenem Mischventil hierdurch bewirkt, daß wegen der erhöhten Wärmezufuhr
in den Heizungskreislauf, das Mischventil mit einer entsprechenden Häufigkeit auf-und
zufährt.
-
Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, ein Regelverfahren zu
schaffen, bei dem die vorstehend aufgeführten Nachteile vermieden werden. Diese
Aufgabe wird gemäß der Erfindung dadurch gelöst, daß in Abhängigkeit von der Differenz
zwischen einer im Bereich der Wärmeabgabestelle gemessenen Isttemperatur und einer
Solltemperatur die Drehzahl der Pumpe verändert wird und zwar so, daß bei größer
werdender Differenz die Pumpendrehzahl erhöht und bei kleiner werdender Differenz
die Pumpendrehzahl vermindert wird. Dieses Verfahren hat den Vorteil, daß ein Mischventil
mit allen seinen Nachteilen entfällt und die Temperaturregelung so
geführt
werden kann, daß ein Reglerschwingen, d. h. eine nennenswerte Überschreitung der
Solltemperatur q Such vermieden wird.
-
In vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß die
Drehzahl der Pumpe stufenlos verändert wird.
-
In weiterer vorteilhafter Ausgestaltung ist vorgesehen, daß eine Mindestdrehzahl
für die Pumpe vorgegeben wird, die so hoch ist, daß gerade noch ein Kreislauf des
Wärmeträgers erfolgt. Bei dieser Verfahrensweise kann daher auf einen gesonderten
Kesselkreislauf und eine entsprechende Ventilanordnung zur Aufteilung des Wärmeträgers
auf einen Heizungskreislauf und einen Kesselkreislauf verzichtet werden.
-
In vorteilhafter Ausgestaltung ist ferner vorgesehen, daß die Pumpe
elektrisch angetrieben wird und die Drehzahländerung des Antriebsmotors durch eine
an sich bekannte Phasenanschnittsteuerung erfolgt. Diese an sich für die verlustlose
Drehzahlregelung von Arbeitsmaschinen bekannte Drehzahlregelung hat für eine Heizungsanlage
den Vorteil, daß sie die Möglichkeit bietet, selbst niedrige Drehzahlen verlustfrei
im Dauerbetrieb aufrechtzuerhalten, wobei die Veränderung der Drehzahl, die bei
der bekannten Verwendungsart durch einen entsprechenden Vorwahlschalter von Hand
eingestellt wird,auch für eine Heizungsanlage eine unmittelbare Fernbedienung von
Hand gestattet. Besonders vorteilhaft ist es gemäß einer weiteren Ausgestaltung
der Erfindung, wenn die
Steuerung des Phasenanschnittes der Lastspannung
mittels einer der Temperaturdifferenz zwiwchen einer einstellbaren Soll- und einer
Isttemperatur proportionalen Gleichspannung erfolgt. Hierdurch lassen sich die Vorteile
des erfindungsgemäßen Verfahrens voll ausnutzen, da neben der einfach auszuführenden
Reglerschaltung der vorteilhafte Effekt der Begrenzung des Reglerschwingen um die
Solltemperatur praktisch vollständig unterdrückt werden kann.
-
In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß
die Wärme zufuhr zum Wärmeträger zusätzlich in Abhängigkeit von einer vorgegebenen
Wärmeträgersolltemperatur (Kesseltemperatur) geregelt wird. Dies hat den Vorteil,
daß unabhängig von der Wärmeabgabe über die Radiatoren praktisch eine konstante
Kesseltem-* peratur aufrechterhalten werden kann.
-
Die Erfindung bezieht sich ferner auf eine Heizungsanlage zur ~ Durchführung
des erfindungsgemäßen Verfahrens, die eine mit atrömungsfähigen Brennstoffen befeuerten
Heizkessel als Wärmezufubreinrichtung aufweist, dessen Vor- und Rücklauf für einen
flüssigen Wärmeträger mit wenigstens einem Radiator als Wärmeabgabestelle verbunden
ist, wobei im Vorlauf eine Pumpe zur Erzeugung eines zwangsweisen Wärmeträgerkreislaufes
durch Heizkessel und Radiator angeordnet ist. Erfindungsgemäß ist hierbei vorgesehen,
daß die Pumpe mit einem in seiner Drehzahl veränderbaren Antriebsmotor versehen
ist, der mit einer Regeleinrichtung zur Drehzahlregelung in Abhängigkeit von der
Größe einer Temperaturdifferenz in Verbindung
steht. Besonders
zweckmäßig ist gemäß einer weiteren Ausgestaltung, daß der Antriebsmotor als Wechselstrommotor
ausgebildet ist. Dies hat den Vorteil, daß schleifringlose Motoren verwendet werden
können, die in Blockbauweise unmittelbar mit dem Pumpengehäuse verbunden werden
können, so daß die Probleme der Abdichtung der Wellendurchführungen entfallen. Ein
weiterer Vorteil besteht darin, daß derartige Wechselstrommotoren, seien es Asynchronmotoren
oder Drehstrommotoren mit Hilfe einer elektronisch arbeitenden Phasenanschnittsteuerung
in ihrer Drehzahl verlustfrei geregelt werden können.
-
In Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Heizungsanlage, bei der von
einer Steigleitung wenigstens zwei mit Jeweils wenigstens einem Radiator verbundene
Zweigleitungen in unterschiedlicher Höhe oberhalb der Pumpe abzweigen, die Jeweils
wieder in eine Falleitungnfkxnitvorgesehen, daß in jeder Zweigleitung ein vorzugsweise
einstellbares Drosselorgan angeordnet ist. Diese Ausgestaltung hat den Vorteil,
daß bei einer Reduzierung der Pumpendrehzahl auf eine geringe Durchflußgeschwindigkeit
durch den Heizungskreislauf bei einer Heizungsanlage b*çigseie Ir. eln-mehrgeschossiges
Haus die Gewähr gegeben ist, daß der Durchflußwiderstand für alle Zweigleitungen,sowohl
unter Berücksichtigung der statischen Höhe oberhalb der Pumpe, als auch unter Berücksichtigung
des eigenen Durchflußwiderstandes der Zweigleitung gleichmäßig eingestellt werden
kann und somit für Jede Pumpendrehzahl eine entsprechend gleiche Durchströmung aller
Zweigleitungen gewährleistet ist.
-
* ) oder unterschiedliche Strömungswiderstände aufweisen,
In
Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Heizungsanlage ist ferner vorgesehen, daß in
Durchflußrichtung gesehen hinter der Pumpe eine B ypaßleitung angeordnet ist, die
unmittelbar zum Rücklauf des Heizkessels führt. Bei einer derartigen Ausführungsform
kann ein Kesselkreislauf aufrechterhalten werden, ohne daß eine Durchströmung der
Radiatoren erfolgt, wenn die unterste Drehzahlgrenze für die Pumpe durch die Regelvorrichtung
eingestellt ist.
-
Da bei der geringen Pumpendrehzahl auch nur eine geringe Strömungsgeschwindigkeit
erreicht wird, kann die Bypaßleitung relativ dünn dimensioniert werden. Um zu verhindern,
daß bei erhöhter Pumpendrehzahl, d. h. bei Beginn der Durchströmung der Radiatoren,Uber
die B:ypaßleitung ein "Kurzschlußl' entsteht, ist es zweckmäßig, wenn auch in der
Beipaßleitung eine entsprechende Drosseleinrichtung angeordnet ist. Besonders vorteilhaft
ist es, wenn im Bereich der Abzweigung ein umsteuerbares Ventil angeordnet ist.
Die Umsteuerung kann hierbei druckabhängig oder drehzahlabhängig erfolgen, d. h.
von dem Augenblick an, an dem die Radiatoren entsprechend dem Regelsignal durchströmt
werden, wird durch das Ventil die Bypaßleitung zum Kessel abgesperrt, so daß der
Wärmeträger zwangsweise ausschließlich nur im Kreislauf durch Heizkessel und Radiatoren
strömen kann.
-
Die Erfindung wird anhand schematischer Zeichnungen von Ausführungsbeispielen
näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 zeigt schematisch eine Heizungsanlage
für ein mehrgeschossiges Haus, Fig. 2 in Form eines Blockschaltbildes ein Ausführungsbeispiel
für die Regeleinrichtung.
-
Fig.2a eine Prinzipskizze für einen Phasenanschnitt Bei der Heizungsanlage
gemäß Fig. 1 ist an einen Heizkessel 1, der mit einem Öl- oder Gasbrenner 2 befeuert
wird, eine Vorlauf leitung 3 und eine Rücklaufleitung 4 angeschlossen. Im Kesselbereich
ist in der Vorlaufleitung 3 eine Förderpumpe 5 für den flüssigen Wärmeträger, beispielsweise
Wasser, eingebaut, die mit einem Wechselstrommotor 6 angetrieben wird.
-
Entsprechend der Zahl der Geschosse zweigen von dem Vorlauf 3 Zweigleitungen
7,8,9,10 ab, an die Jeweils wenigstens ein Radiator 11,12,13,14 angeschlossen ist.
Die Zweigleitungen 7,8,9,in sind mit ihrem Ablaufende Jeweils an den Rücklauf 4
angeschlos sen.
-
Die Regelung der Heizungsanlage erfolgt bei diesemAusführungsbeispiel
über eine Temperaturreglereinrichtung 15, über die die Sollraumtemperatur TS eingestellt
werden kann und die mit einem Temperaturfühler 16 zur Messung der Ist-Raumpemperatur
versehen ist. Der Temperaturregler ist an eine Regeleinrichtung 17 zur Regelung
der Drehzahl des Antriebsmotors 5 der Pumpe 5 angeschlossen. Entsprechend der sich
aus dem Soll-Isttemperaturvergleich im Temperaturregler 15 ergebenden Temperaturdifferenz
wird nun
durch den Regler 17 die Motordrehzahl entsprechend verändert
und zwar in der Weise, daß mit größer werdender Temperiurdifferenz die Pumpendrehzahl
erhöht und bei kleiner werdender Differenz die Pumpendrehzahl vermindert wird, bis
schließlich bei Temperaturgleichheit eine Mindestdrehzahl aufrechterhalten wird.
-
Zur Konstanthaltung der Kesseltemperatur ist ferner noch ein Kesseltemperaturregler
18 angeordnet, der unmittelbar auf den Brenner geschaltet ist, so daß bei Absinken
der Kesseltemperatur unter einen vorgegebenen Mindestwert automatisch eine entsprechende
Wärmemenge dem Kessel zugeführt wird. Der Kesseltemperaturregler 18 ist der Temperaturreung
15 überlagert und zwar in der Weise, daß bei Überschreiten einer vorgegebenen oberen
Pumpendrehzahl, d. h. also mit wachsender Temperaturdifferenz zwischen der Soll-
und der Isttemperatur, wobei die Isttemperatur unterhalb der Solltemperatur liegt,
dem sich hierdurch bemerkbar machenden erhöhten Wärmebedarf auch eine entsprechende
Wärniemenge über den Kessel dem Wärmeträger zugeführt und damit auch in die Radiatoren
geleitet wird.
-
In bekannter Weise kann über einen Außentemperaturfühler 19 die Außentemperdur
bei der Bildung des Regelsignals in bekannter Weise berücksichtigt werden, um bei
tiefen Außentemperaturen eine entsprechend erhöhte Wärmezufuhr zu den zu beheizenden
Räumen zu gewährleisten.
-
Um bei mehrgeschossigen Gebäuden oder aber bei Gebäuden mit weit verzweigtem
Rohrleitungssystem eine gleichmäßige Durchströmung aller Zweigleitungen zu gewährleisten,
sind zweckmäßigerweise Jeweils im Bereich der Abzweigung vom Vorlauf 3 in den Zweigleitungen
7,8,9,10 vorzugsweise einstellbare Drosseleinrichtungen 20,21,22,23 vorgesehen,
durch die der Unterschied in der geodätischen Höhe über der Pumpe einerseits und
der eigene Durchflußwiderstand der Heizleitung mit den an ihr angeschlossenen Radiatoren
ausgeglichen werden kann und so für Jede Zweigleitung die gleiche Durchströmung
mit dem Wärmeträger gewährleistet ist.
-
Die Heizungsanlage arbeitet wie folgt: Nachdem beispielsweise in dem
Raum, in dem der Radiator 14 sich befindet, über den Sollwertsteller des Temperaturreglers
15 eine Sollraumtemperatur von 220 eingestellt worden ist, ergibt sich über- die
Messung der Istraumtemperatur die herrschende Temperaturdifferenz. Da nun die Pumpe
5 auf eine Mindestdrehzahl in der Weise eingestellt worden ist, daß unabhängig von
Jeder Temperaturmessung durch alle Zweigleitungen gerade eben eine ganz geringe
Wärmeträgerströmung aufrechterhalten wird, wird bei einem Absinken der Isttemperatur
unter die eingestellte Solltemperatur entsprechend der sich ergebenden Temperaturdifferenz
die Pumpendrehzahl mit wachsender Differenz immer größer, so daß in verstärktem
Maße Wärmeträger durch die Radiatoren gepumpt wird. Erwärmt sich nunmehr der Raum
entsprechend dem
erhöhten Wärmeträgerdurchfluß und damit der erhöhten
Wärmezufuhr, so vermindert sich die Differenz zwischen der Ist- und der Soll-Raumtemperatur.
In gleichem Maße wird die Pumpendrehzahl vermindert und dementsprechend auch das
Wärmeangebot zurückgenommen, so daß bei Temperaturgleichheit wieder die geringe
Grunddurchströmung von der Pumpe aufrechterhalten wird.
-
Die vorgegebene Kesseltemperatur wird Jeweils über den Kesseltemperaturregler
18 aufrechterhalten.
-
In Fig. 2 ist in Form eines Blockschaltbildes die Regeleinrichtung
17 näher dargstellt. Der Antriebsmotor 6 ist beispielsweise als Asynchronereinphasenstrommotor
ausgebildet, so daß für die Stromversorgung eine normale 220 V-Leitung, wie sie
in Wohnhäusern zur Verfügung steht, ausreicht. Hierbei ist der eine Pol A des Motors
unmittelbar an eine Phase und der Pol B unter Zwischenschaltung der nachstehend
näher erläuterten Regeleinrichtung an die andere Phase der Stromversorgung angeschlossen.
Die Regeleinrichtung weist hierbei einen Gleichrichter 24 auf, über den ein Differenzverstärker
25 mit einer stabilisierten Gleichspannung versorgt wird. An den Differenzverstärker
ist eine Zentralregeleinrichtung 26 angeschlossen, in der die einzelnen Temperaturmesser
15,18 und 19 zusammengefaßt sind. Der Differenzverstärker sbuert eine Schaltstufe
27 an, die als sogenannter Phasenschieber ausgestaltet ist. Die Schaltstufe 27 liefert
der Trtprimpuls für einen Triac 28, an den der Pol B des Antriebsmotors 6 auf
der
einen Seite und eine Phase der Stromversorgung auf der anderen Seite angeschlossen
ist. Mit Hilfe eines Impulsgebers 29, der Impulse mit der doppelten Netzfrequenz
abgibt, erfolgt die Synchronisierung der Schaltstufe 27. Entsprechend dem durch
den Differenzverstärker 25 abgegebenen, des aus der Zentralregeleinrichtung 26 kommenden
Signales wird in der Schaltstufe der Phasenanschnitt für den Spannungsverlauf verschoben,
wie dies in Fig. 2a für eine volle Welle angedeutet ist. Dies erfolgt inder Weise,
daß entsprechend der gewünschten verminderten Drehzahl,ausgeliSst über durchdie
SteuerspannungAden Triac 28 nur über den schraffierten Bereich der Jeweiligen Halbwelle
am Motor eine Spannung anliegt und dementsprechend die Drehzahl reduziert ist. Bei
einer Erhöhung der Temperaturdifferenz zwischen der vorgegebenen Solltemperatur
und der tatsächlichen, unter der Solltemperatur liegenden Isttemperatur wird nun
der Phasenanschnitt entsprechend der Darstellung in Fig. 2a nach links verschoben,
so daß die Spannung am Motor Jeweils über einen längeren Teil der Jeweiligen Halbwelle
anliegt und damit eine entsprechend höhere wird -Drehzahl erzieltXund somit ein
höheres Wärmeangebot zur VerfU-gung steht. Vermindert sich nun die Temperaturdifferenz,
d. h.
-
die Isttemperatur nähert sich der Solltemperatur, so verschiebt sich
der Phasenanschnitt entsprechend dem Schema gemäß Fig. 2a nach rechts, so daß auch
nur über eine kürzere Zeit der Jeweiligen Halbwelle die Spannung am Motor anliegt
und eine entsprechend geringere Drehzahl des Motors bewirkt wird. Hierbei ist es
Je nach der Anlage zweckmäßig, eine Drehzahlbegrenzung nach
unten
vorzusehen, so daß beispielsweise ein Mindestumlauf des Wärmeträgers im Heizungssystem
aufrechterhalten wird.
-
In Fig. 1 ist noch eine ergänzende Ausgestaltungsmöglichkeit dargestellt,
die Je nach Größe und Bedarf zusätzlich eingebaut werden kann. Hierbei ist an den
Vorlauf 3 hinter der Pumpe 5 eine By paBleitung 30 angeordnet, die unmittelbar zum
Rücklauf im Kesselbereich zurückführt. Im Bereich der Abzweigung der Beipaßleitung
30 ist ein umsteuerbares Ventil 31 angeordnet, das selbsttätig oder aber mit einem
entsprechend ansteuerbaren Antrieb versehen ist und dafür Sorge trägt, daß bei Uberschreiten
eines Mindestdruckes bzw. einer Mindestdrehzahl der Pumpe die B y.paßleitung abgesperrt
wird und der Wärmeträgerkreislauf ausschließlich über den Vorlauf die Radiatoren
und den Rücklauf erfolgt. Lediglich wenn die Pumpe mit ihrer untersten Drehzahl
läuft, die in diesem Fall so eingestellt ist, daß durch das Heizungssystem selbst
kein Wärmeträger strömt, öffnet das Ventil 31 und ein Teil des Wärmeträgers wird
zur Aufrechterhaltung der Kesseltemperatur mit einer der geringen Pumpendrehzahl
entsprechenden Menge pro Zeiteinheit in einem kleinen Kreislauf durch den Kessel
geführt. Der Strömungswiderstand der übrigen Anlagenteile verhindert hierbei, daß
bei dem geringen Pumpendruck durch das Heizungssystem der Wärmeträger geführt wird.
Sobald jedoch bei einer Temperaturdifferenz zwischen Soll- und Isttemperatur eine
Erhöhung der Drehzahl eintritt, schließt das Ventil 31 und der Wärmeträger wird
im Kreislauf ausschließlich über das Heizungssystem geführt, wobei auch hier die
pro-Zeit-Einheit durch
die einzelnen Zweigleitungen und Radiatoren
geführte Wärmeträgermenge mit der Erhöhung bzw. Verminderung.der Pumpendrehzahl
ansteigt bzw. sich verringert.
-
Anstelle des anhand der Fig. 1 beschriebenen Ausführungsbeispiels
mit selbsttätiger, temperaturabhängiger Regelung kann auch anstelle der Temperaturregeleinrichtung
15 mit dem Temperaturfühler 16 sowie des Außentemperaturfühlers 19 eine einfache
Handverstellung vorgesehen werden, wobei durch eine entsprechende, an sich bekannte
elektronische Verstelleinrichtung die vom Differenzverstärker 25 ausgehende Steuerspannung
für den Phasenschieber 27 entsprechend der gewünschten Drehzahl erhöht bzw.
-
vermindert wird. Lediglich über einen Kesselthermostaten bekannter
Bauart und Schaltung wird dafür Sorge ge$ragen, daß eine vorgegebene Kesseltemperatur
aufrechterhalten wird.
-
AnsPrtiche