[go: up one dir, main page]

DE2523376B2 - - Google Patents

Info

Publication number
DE2523376B2
DE2523376B2 DE2523376A DE2523376A DE2523376B2 DE 2523376 B2 DE2523376 B2 DE 2523376B2 DE 2523376 A DE2523376 A DE 2523376A DE 2523376 A DE2523376 A DE 2523376A DE 2523376 B2 DE2523376 B2 DE 2523376B2
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
mirror
flexible member
component
flexible
galvanometer
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Granted
Application number
DE2523376A
Other languages
English (en)
Other versions
DE2523376C3 (de
DE2523376A1 (de
Inventor
Lee Fitzpatrick Rochester N.Y. Frank (V.St.A.)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Eastman Kodak Co
Original Assignee
Eastman Kodak Co
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Eastman Kodak Co filed Critical Eastman Kodak Co
Publication of DE2523376A1 publication Critical patent/DE2523376A1/de
Publication of DE2523376B2 publication Critical patent/DE2523376B2/de
Application granted granted Critical
Publication of DE2523376C3 publication Critical patent/DE2523376C3/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01RMEASURING ELECTRIC VARIABLES; MEASURING MAGNETIC VARIABLES
    • G01R9/00Instruments employing mechanical resonance
    • G01R9/02Vibration galvanometers, e.g. for measuring current

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Mechanical Optical Scanning Systems (AREA)
  • Mechanical Light Control Or Optical Switches (AREA)
  • Optical Recording Or Reproduction (AREA)
  • Electrostatic, Electromagnetic, Magneto- Strictive, And Variable-Resistance Transducers (AREA)
  • Optical Transform (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft ein Spiegelgalvanometer mit einem schwingenden Spiegel, der an einem Ende eines im Betrieb auf Biegung beanspruchten, flexiblen Glieds angebracht ist, mit einem Elektromagneten und einem Permanentmagneten, die in Abhängigkeit von Veränderungen der Stärke des Elektromagneten relativ zueinander bewegbar sind, wobei einer der beiden Magnete mit dem Spiegel starr verbunden ist. Insbesondere betrifft die Erfindung ein Spiegelgalvanometer, das für eine Verwendung zum Einlesen und Herauslesen von Daten bei der Hochgeschwindigkeils-Datenverarbeitung vorgesehen ist.
Bei den Galvanometern, deren Anwendung die stärkste Verbreitung gefunden hat, handelt es sich nicht um solche der eingangs genannten Art, bei denen der Spiegel am einen Ende eines im Betrieb auf Biegung beanspruchten, flexiblen Gliedes angebracht ist, sondern um Galvanometer, bei denen der als beweglicher Anker dienende Bauteil in Ankerlagern drehbar gelagert ist. Derartige Ga'vanometer haben nur eine Lebensdauer von ungefähr einhundert Stunden bei Frequenzen von 700 bis 1500 Hz. Die Genauigkeit und der Wirkungsgrad solcher Galvanometer nimmt während der Betriebsdauer derselben laufend ab, bis ein Zustand erreicht ist, bei dem dauernde Nachjustierungen erforderlich sind, um einen Betrieb innerhalb bestimmter Toleranzgrenzen, die in bezug auf die Genauigkeit einzuhalten sind, zu ermöglichen. Dies ist einer der Gründe, warum für manche Zwecke anstelle derartiger Galvanometer Spiegelräder oder Prismenräder zur Anwendung gebracht worden sind.
Es sind auch bereits Spiegelgalvanometer der eingangs genannten Art bekanntgeworden, vgl. US-PS 33 86 786, bei denen der Spiegel an einem im Betrieb auf Biegung beanspruchten, flexiblen Glied angebracht is?. Bei diesen bekannten Galvanometern sind zwar die Probleme vermieden, die sich bei der vorausgehend erwähnten Art von Galvanometern aufgrund des Lagerverschleißes ergeben. Dafür tritt jedoch der Nachteil auf, daß die Ablenkung nicht mit so hoher Genauigkeit erfolgt, daß diese bekannten Galvanometer für Zwecke der Hochgeschwindigkeits-Datenverarbeitungstechnik anwendbar wären.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Spiegelgalvanometer zu schaffen, das mit hoher Genauigkeit über lang? Betriebszeiträume hinweg arbeitet
Diese Aufgabe ist bei einem Spiegelgalvanometer der eingangs genannten Art erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß das flexible Glied eine Querschnittsfläche aufweist, die in einer Richtung eine weit größere Ausdehnung als in der zu dieser Richtung senkrecht verlaufenden Richtung aufweist, so daß das flexible Glied im wesentlichen nur in einer Richtung biegsam ist, und daß die kleinere Ausdehnung der Querschnittsfläche in einem die effektive Schwenkachse des Spiegels enthaltende,! und im Bereich des Massenzentrums des auslenkbaren Bauteils gelegenen Abschnitt eine Verjüngung besitzt. Durch diese Ausbildung des flexiblen Glieds wird erreicht, daß dieses in einer Richtung, nämlich in der Richtung der größeren Ausdehnung der Querschnittfläche desselben, sehr viel biegesteifer ist als in der Richtung der kleineren Ausdehunung der Querschnittsfläche, wo das flexible Glied noch die zusätzliche Verjüngung aufweist, die sich im Bereich der effektiven Biegung, d. h. im Bereich der sich hierbei ergebenden Schwenkachse, befindet. Die Ablenkung erfolgt somit mit äußerster Genauigkeit ausschließlich in einer einzigen Ebene, so daß höchsten Anforderungen hinsichtlich der Positionierung des abgelenkten Lichtbündels Genüge getan werden kann. Dadurch, daß außerdem der verjüngte Abschnitt des flexiblen Glieds im Bereich des Massenzentrums des auslenkbaren Bauteils gelegen ist, das Massenzentrum also mit der effektiven Schwenkachse im wesentlichen zusammenfällt, werden unerwünschte parasitäre Schwingungen im Bereich des flexiblen Glieds vermieden und damit die Genauigkeit der Strahlablenkung noch erhöht.
Es ist zwar aus der DE-PS 1 66 608 bei Resonanz-Frequenzmessern bereits an sich bekannt, die flexiblen Zungen der skalenartig abgestimmten Zungenkämme mit bereichsweisen Verjüngungen zu versehen. Dabei dienen die Verjüngungen — in anderen Fällen benutzt man anstelle von Verjüngungen auch Ausnehmungen in Form von Durchbrüchen oder Bohrungen — lediglich dazu, die flexiblen Zungen auf eine gewünschte Resonanzfrequenz abzustimmen. Auf Genauigkeit bei der Auslenkung der Zungen oder darauf, daß die Zungen nur in einer genau definierten Ebene schwingen, kommt es dabei überhaupt nicht an. Die bei Resonanzzungen an sich bekannten Verjüngungen sind auch nicht im Bereich des Massenzentrums des schwingenden Bauteils gelegen, wie dies beim Anmeldungsgegenstand der Fall ist.
Die Erfindung wird im folgenden anhand der Zeichnung im einzelnen erläutert. Es zeigt
Fig. 1 einen vergrößert gezeichneten Querschnitt durch ein eine Anker-S^ie^cl-Eii'hei! bildendes Bauteil
eines Galvanometers gemäß emem Ausführungsbeispiel der Erfindung;
Fi g. 2 eine perspektivische Ansicht des A'^sführungsbeispiels;
Fig.3 einen abgebrochen gezeichneten Teilquerschnitt durch den Polbereich eines Galvanometers gemäß einem bevorzugten Ausführungsbeispiel und
F i g. 4 eine Diagrammdarstellung, in der die optische Ablenkung eines Glavanometers gemäß einem Ausführungsbeispiei der Erfindung als Funktion der Frquenz der Treibei-spannung dargestellt ist
In Fig. 1 ist ein als Ganzes mit 12 bezeichnetes Bauteil gezeigt, das einen Spiegel 13, ein flexibles Glied 14 sowie eine Einrichtung zum Erzeugen eines veränderbaren magnetischen Feldes aufweist Diese Einrichtung zum Erzeugen des veränderbaren magnetischen Feldes weist Eisenkerne 15 und eine den Eisenkernen 15 zugeordnete Spule 18 auf. Mittels eines Klebstoffes 16, beispielsweise eines Epoxydharzes, sind der Spiegel 13 und die Eisenkerne 15 mit dem freien Ende des flexiblen Glieds 14 verbunden. Mit seinem anderen Ende 19 ist das flexible Glied 14 in einem als Halterung dienenden Block 22 aus einem elektrisch isolierenden und magnetisch neutralen Werkstoff, beispielsweise aus Kunststoff, befestigt. Wenn ein elektromagnetisch neutraler Halterungsblock, beispielsweise ein Kunststoffblock, hierbei Verwendung findet, dann erfolgt die Ablenkung des flexiblen Glieds 14 genau in Abhängigkeit von wahlweisen Änderungen des Stromflusses durch die Spule 18. Wie es in F i g. 1 gezeigt ist, ist die Spule 18 bei einem bevorzugten Ausführungsbeispiel als ununterbrochene Drahtwicklung ausgeführt, die um das Bauteil 12 herumgewunden ist. Die Spule 18 ist mit Anschlußleitungen versehen, die nicht gezeigt sind und über die die Spule mit einer ebenfalls nicht dargestellten, steuerbaren Stromquelle verbindbar ist. Wie zu ersehen ist, sind auch die einzelnen Windungen der Spule 18 aus Gründen der Übersichtlichkeit der Zeichnung nicht dargestellt. Das flexible Glied 14 weist eine effektive Drehachse auf, die mit 26 bezeichnet ist, im wesentlichen senkrecht zur Zeichnungsebene verläuft und im wesentlichen im Massenzentrum des Bauteils 12 verläuft. Da das flexible Glied sich nicht nur an einer genau definierten Stelle biegt, wird hier der Ausdruck »effektive Drehachse« verwendet, um die zentrale Stelle zu bezeichnen, um die die Ausbiegung sozusagen stattfindet. Wenn hier also von »Drehachse« die Rede ist, so soll darunter die »effektive Drehachse« verstanden werden.
Ein Abschnitt 21 des flexiblen Glieds 14, der im wesentlichen zwischen dem eingespannten Ende 19 und dem freien Ende gelegen ist, weist eine verkleinerte Querschnittsfläche auf, um durch diese Verjüngung eine größere Empfindlichkeit in Bezug auf die Ausbiegung oder Auslenkung zu erreichen. Es sei bemerkt, daß dieser verjüngte Abschnitt 21 sich in dem Bereich der Drehachse 26 und über den Bereich derselben hinaus erstreckt, also ebenfalls im Bereich des Massenzentrums des Bauteils 12 gelegen ist. Das Bauteil 12 biegt sich in den durch einen Doppelpfeil A angegebenen Richtungen um die Drehachse 26. In der senkrecht zur Zeichenebene verlaufenden Richtung findet keine Bewegung des Bauteils 12 statt. Somit kann der Spiegel 13 aus seiner zentralen Ruhelage in beiden Richtungen bis etwa 7° ausgelenkt werden. Wenn die Auslenkung größer als etwa 7° ist, verkürzt sich die Lebensdauer des flexiblen Glieds 14. Vorzugsweise beträgt die Auslenkung in beiden Richtungen ungefähr 3° bis 5°.
Wie es Fig.2 zeigt, kann der in Fig. 1 dargestellte Bauteil 12 in einem Galvanometergehäuse normaler Bauart angeordnet werden. Ein solches, in Fig.2 ais Ganzes mit 28 bezeichnetes. Galvanometergehäuse weist einen Befestigungszapfen 29 auf, der an einer Grundplatte 30 befestigt ist Die Grundplatte 30 trägt einen Grundkörper 31 aus Weicheisen sowie Magnete 32 und 33 sowie Polschuhe 34 und 35. Zwischen den Magneten 32 und 33 ist ein Kunststoffblock 36 angeordnet, der mit einem Schlitz versehen ist, in dem das Ende 19 des flexiblen Glieds 14 in bekannter Weise fest angebracht ist In Fig.2 ist der Spiegel 13 in einer solchen Lage gezeigt, bei der die winkelmäßige Auslenkung (bei einem Bauteil 12 der in F i g. 1 gezeigten Art) in einer horizontalen Ebene erfolgt Das Galvanometer kann jedoch auch so angebracht werden, daß der Spiegel 13 in solcher Lage ist, daß die Auslenkung in einer vertikalen oder jeder anderen gewünschten Ebene erfolgt.
F i g. 3 zeigt ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel des als Anker-Spiegel-Einheit dienenden Bauteils 12. Es findet ein Block 22 aus Kunststoff Verwendung, da Kunststoff keine elektrischen oder magnetischen Eigenschaften aufweist, die unerwünschte Veränderungen in dem erzeugten variablen und in dem permanenten Magnetfeld hervorrufen könnten.
Das flexible Glied 14 ist vorzugsweise aus Federstahl, kann jedoch auch aus rostfreiem Stahl, Beryllium, Federmessing, federndem Bronzematerial oder dergleichen gefertigt sein. Federstahl ist, da bei diesem eine Ätzung hoher Güte möglich ist und äußerste Ermüdungsfestigkeit gegeben ist, vorzuziehen, obwohl Federstahl nicht so korrosionsbeständig ist wie einige andere Metalle. Beim Ausführungsbeispiel besteht das flexible Glied 14 aus einem Federstahl in einer Stärke von nur 0,2 bis 0,38 mm, wenn man von dem durch Ätzen verjüngten Abschnitt 21 absieht. Die Breite des flexiblen Glieds 14, in Fig. 1 und 3 senkrecht zur Zeichenebene gemessen, beträgt ungefähr 1,3 cm, kann jedoch in einem Bereich von 0,6 cm bis 1,6 cm frei gewählt werden oder auch größer oder kleiner sein je nach dem Gewicht des Spiegels 13, der Spule 18 und der Eisenkerne 15 und je nach der gewünschten Betriebsfrequenz. Die Stärke sollte ausreichend bemessen werden, um das Gewicht des Bauteils 12 während der oszillierenden Bewegung tragen zu können. Durch Versuche läßt sich die geeignete Größe für aus bestimmten Konbinationen von Einzelteilen bestehende Bauteile 12 ermitteln. Der Spiegel 13 kann einen Durchmesser von ungefähr 0,5 cm und eine Stärke von ungefähr 0,38 mm aufweisen und kann durch einen Epoxidharz-Klebstoff an dem freien Ende des flexiblen Glieds 14 befestigt sein. Die Eisenkerne können ebenfalls durch einen Epoxydharz-Klebstoff mit dem freien Ende des flexiblen Glieds 14 verbunden sein, wobei sie etwas hinterhalb des Spiegels 13 angeordnet sein können, um zu erreichen, daß das Massenzentrum des Bauteils 12 im wesentlichen mit der effektiven Drehachse 26 des flexiblen Glieds 14 zusammenfällt. Die Eisenkerne 15 sind aus Weicheisen mit einer Länge von 2,9 bis 2,5 mm und sind mit ungefähr 40 Windungen lackierten Kupferdrahts von 0,08 Tim Durchmesser bewickelt. Die Eisenkerne 15 und die Spule 18 bilden einen Anker 23, dessen äußere Oberfläche nur einen so großen Spielraum relativ zu konkaven Randbereichen 38 der Polschuhe 34, 35 aufzuweisen braucht, wie es für die freie Bewegbarkeit des Ankers erforderlich ist. Die konkaven Randbereiche 38 nehmen den Anker 23 zwischen sich auf und sind
kreisbogenförmig, wobei der Durchmesser in der Größenordnung von 2,5 bis 3,0 mm liegt. Der Block 22 aus Kunststoff hat einen Abstand von etwa 0,38 mm von den Polschuhen 34,35. Die Drehachse 26 des Bauteils 12 liegt innerhalb eines Abschnitts 21 des flexiblen Glieds 14, der in parallel zur Zeichnungsebene (Fig.3) verlaufenden Richtung auf eine Stärke in der Größenordnung von 0,25 mm verjüngt ist. Diese Verjüngung ist vorzugsweise dadurch hervorgerufen worden, daß im Bereich des Abschnitts 21, also im Bereich der effektiven Drehachse 26 des flexiblen Glieds 14, ein Ätzvorgang durchgeführt wurde. Der durch Ätzen erzeugte Biegebereich des flexiblen Glieds 14, d. h. der verjüngte Abschnitt 21, ist ungefähr 0,76 bis 1,3 mm lang.
Das in Fig,3 gezeigte Galvanometer kann dadurch gedämpft werden, daß man in dem Raum zwischen dem Kunststoffblock 36 und den Magneten 32, 33 und/oder rings um die Spule 18 ein Dämpfungsmittel anordnet, das aus Silikongummi besteht, verdünnt mit einem Verdünnungsmittel, beispielsweise mit ungefähr 50 bis 75% Trichlor-Trifluoräthan (bei diesem Verdünnungsmittel handelt es sich um Freon 113, eingetragenes Warenzeichen der Firma E. I. Dupon de Nemours & Co).
Die in Fig.4 dargestellten Kurven zeigen die optische Ablenkung, die mit einem Galvanometer der hier beschriebenen Art mit oder ohne Dämpfung erhalten wird. Beim ungedämpften Galvanometer sind zwei Resonanzfrequenzen ausgeprägt. Die erste Resonanzfrequenz beträgt etwa 1,18 kHz und ist die stärkere Resonanz mit dem höheren Maximum, das mit B bezeichnet ist. Diese erste Resonanz ist die der Rückstellkraft des flexiblen Glieds 14 zuzuschreibende Basis-Resonanzfrequenz. Das kleinere zweite, in F i g. 4 mit C bezeichnete Maximum, zeigt, daß eine scharf abgegrenzte, sekundäre Resonanz als kleines Vielfaches der Basis-Resonanzfrequenz auftritt Unerwünschte höherfrequente, sekundäre Resonanzen ergeben sich durch die Verschiebung der Drehachse aus dem Bereich des Massenzentrums des Bauteils 12 heraus. Es ist zu ersehen, daß das oben beschriebene Galvanometer eine leicht induktive Charakteristik und eine einzige starke Resonanz aufweist.
Das flexible Glied 14 biegt sich um die in F i g. 1 und 3 angedeutete effektive Drehachse 26. Bei dem hier beschriebenen Galvanometer hat das flexible Glied in seinem zentralen Teil in der Nähe der effektiven Drehachse einen Abschnitt verringerter Dicke oder verringerter Querschnittsfläche. Dies dient der Verringerung der Steifigkeit die sich mit der dritten Potenz der Materialstärke ändert Die Verjüngung oder Verringerung der Querschnittsfläche kann durch Ätzen erzeugt werden. Wird die Biegung des flexiblen Glieds auf einen Maximalwert von etwa ±7° relativ zur Nullage oder zur Normallage beschränkt, dann tritt im wesentlichen keinerlei Materialermüdung auf. Die Art und Weise, in der der verjüngte Abschnitt 21 durch Ätzen oder andere Verfahren im einzelnen hergestellt werden kann, ist dem Fachmann geläufig und braucht daher hier nicht näher erläutert zu werden.
Die Kriterien für das Versagen von federnden, flexiblen Gliedern sind in der Fachwelt bekannt. Wenn beispielsweise eine Feder eintausendmal mit dem Doppelten ihrer normalen Biegegeschwindigkeit gcbogen werden kann (ohne zu brechen), dann steht ein Versagen der Feder nicht mehr in einem direkten Zusammenhang mit der normalen Beanspruchung im Normalbetrieb. Die hier aufgezeigten flexiblen Glieder wurden in Versuchen erprobt, ohne daß ein einziges
ίο Versagen bei mehreren Millionen von Arbeitszyklen beim Doppelten der normalen Ablenkgeschwindigkeil mit und ohne Dämpfung aufgetreten wäre.
Die bevorzugte Auslenkung des Spiegels 13 beträgt bei den in den F i g. 1 und 3 dargestellten Ausführungsbeispielen ±3° bis ±5°. Eine solche Auslenkung ist für das Anwendungsgebiet »Hochgeschwindigkeits-Lesen-Schreiben von Daten« ausreichend. Die hier aufgezeigte Konstruktion des Galvanometers läßt jedoch auch ohne Beeinträchtigung Auslenkungen von ±7° zu. Bei dem bevorzugten Ausführungsbeispiel sind unerwünschte Formen von Streuvibrationen längs der Längenausdehnung des flexiblen Glieds 14 vermieden. Dies wird dadurch erreicht, daß das Massenzentrum des Bauteils 12 in der beschriebenen Lagebeziehung zu der effektiven Drehachse 26 steht. Es ist natürlich wichtig, daß der Spiegel 13 fest an dem flexiblen Glied 14 angebracht ist, damit der Spiegel 13 keine andere Bewegung ausführen kann als das flexible Glied 14 und der Anker 23.
Für die Auswahl der Abmessungen des Spiegels gibt es einen Bestwert. Die Größe hängt natürlich von der Form ab, die der Spiegel bei dem betreffenden Anwendungsfall hat, von dem Biegemoment das auf das Bauteil 12 einwirkt, und von den Trägheitsmomenten des Bauteils 12 und des Spiegels 13. Das Trägheitsmoment des Spiegels 13 sollte zwischen etwa 0,2 und 0,333 des Trägheitsmoments des Bauteils 12 betragen, um bei den Abtast- oder Ablenkvorgängen eine Höchstzahl auflösbarer Punkte zu bekommen.
Mit Vorteil findet ein Spiegel Verwendung, der an seiner reflektierenden Oberfläche plan und an seiner Rückseite konvex ist, wobei die Randbereiche des Spiegels sehr dünn sind. Auch ist es vorteilhaft, wenn der Spiegel senkrecht zur Biegung breit, jedoch längs der Biegeachse äußerst schmal ist. Beide vorgenannten Ausführungsformen erbringen eine größere optische Breite bei gegebener Auslenkung und gegebenem Trägheitsmoment. Es wird daher eine größere Anzahl auflösbarer Punkte bei derartigen Spiegeln erhalten, verglichen mit einem einfachen, scheibenförmigen, biplanen Spiegel.
Bei äußerst kleinen Ankern kann der Eisenkern in Wegfall kommen, und die Spule kann um das flexible Glied herumgewickelt sein. Hierbei kann ein Klebstoff oder polymerer Kunststoff dazu dienen, um die Spulenanordnung zu versteifen. Die hierbei auftretende, durch das Fehlen des ferromagnetischen Werkstoffs verursachte Verringerung des Biegemoments wird durch die hierbei gegebene Verringerung des Trägheitsmoments kompensiert
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen

Claims (4)

Patentansprüche:
1. Spiegelgalvanometer mit einem schwingenden Spiegel, der an einem Ende eines im Betrieb auf Biegung beanspruchten, flexiblen Glieds angebracht ist, mit einem Elektromagneten und einem Permanentmagneten, die in Abhängigkeit von Veränderungen der Stärke des Elektromagneten relativ zueinander bewegbar sind, wobei einer der beiden Magnete mit dem Spiegel starr verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, daß das flexible Glied (14) eine Querschnittsfläche aufweist, die in einer Richtung eine weit größere Ausdehnung als in der zu dieser Richtung senkrecht verlaufenden Richtung aufweist, so daß das flexible Glied (14) im wesentlichen nur in einer Richtung biegsam ist, und daß die kleinere Ausdehnung der Querschnittstläche in einem die effektive Schwenkachse (26) des Spiegels (13) enthaltenden und im Bereich des Massenzentrums des auslenkbaren Bauteils (12) gelegenen Abschnitt (21) eine Verjüngung besitzt.
2. Spiegelgalvanometer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens der mit dem Spiegel (13) gekoppelte, einen der Magneten (15,18) aufweisende Bauteil (12,23) zumindest teilweise von einem Dämpfungsmittel für die Dämpfung der Bewegung dieses Bauteils (12,23) umgeben ist.
3. Spiegelgalvanometer nach Anspruch 2. dadurch gekennzeichnet, daß das Dämpfungsmittel einen klebrig nachgiebigen Stoff enthält.
4. Spiegelgalvanometer nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß als klebrig nachgiebiger Stoff eine verdünnte Lösung aus .Silikongummi vorge«ehen ist.
DE2523376A 1974-05-28 1975-05-27 Spiegelgalvanometer Expired DE2523376C3 (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
US05/473,635 US3932809A (en) 1974-05-28 1974-05-28 Deflector galvanometer

Publications (3)

Publication Number Publication Date
DE2523376A1 DE2523376A1 (de) 1975-12-04
DE2523376B2 true DE2523376B2 (de) 1979-11-29
DE2523376C3 DE2523376C3 (de) 1980-08-07

Family

ID=23880368

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE2523376A Expired DE2523376C3 (de) 1974-05-28 1975-05-27 Spiegelgalvanometer

Country Status (6)

Country Link
US (1) US3932809A (de)
JP (1) JPS513270A (de)
CA (1) CA1024214A (de)
DE (1) DE2523376C3 (de)
FR (1) FR2273339B1 (de)
GB (1) GB1493010A (de)

Families Citing this family (7)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US4140968A (en) * 1977-07-13 1979-02-20 Crompton Parkinson Limited Damping of electrical measuring instruments
US4632501A (en) * 1984-02-16 1986-12-30 General Scanning, Inc. Resonant electromechanical oscillator
US4626775A (en) * 1984-05-04 1986-12-02 The United States Of America As Represented By The Secretary Of The Air Force Radio frequency probing apparatus for surface acoustic wave devices
US4861125A (en) * 1988-05-06 1989-08-29 Tencor Instruments Suspension assembly for a scanning mirror
US5280377A (en) * 1991-06-28 1994-01-18 Eastman Kodak Company Beam scanning galvanometer with spring supported mirror
US20040184124A1 (en) * 2002-11-13 2004-09-23 Olympus Corporation Optical deflection device
CN109507561B (zh) * 2018-11-19 2020-08-18 福建师范大学 一种基于可变磁场及自由电极的半导体特性稳定测量系统

Family Cites Families (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2640866A (en) * 1953-06-02 Torque compensated galvanometer
US2779442A (en) * 1947-04-22 1957-01-29 Gen Motors Corp Vibration damper for gages
US2570125A (en) * 1949-11-26 1951-10-02 Gen Electric Interlocking signaling system for electrical indicating instruments
US3102233A (en) * 1961-07-14 1963-08-27 Wacline Inc Galvanometer with discrete liquid globule damping means

Also Published As

Publication number Publication date
DE2523376C3 (de) 1980-08-07
JPS513270A (de) 1976-01-12
DE2523376A1 (de) 1975-12-04
FR2273339B1 (de) 1979-06-15
GB1493010A (en) 1977-11-23
CA1024214A (en) 1978-01-10
US3932809A (en) 1976-01-13
FR2273339A1 (de) 1975-12-26

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE112017004000B4 (de) Linearaktuator
DE4138405C1 (de)
DE69511727T2 (de) Elektromagnetischer krafterzeuger
DE69615321T2 (de) Flaches elektromagnetisches betätigungsorgan
DE3917724C2 (de) Vorrichtung zum Bewegen einer an einem Linsenhalter angeordneten Objektivlinse einer optischen Abtasteinrichtung
DE60202292T2 (de) Magnetische wandler mit verbesserter widerstandsfähigkeit gegenüber beliebigen mechanischen erschütterungen
DE3523593C2 (de)
DE2938212A1 (de) Motor nach dem galvanometer-prinzip
DE3518765A1 (de) Verbinder fuer optische fasern und damit verbundene bauteile
DE2503159C3 (de) Polarisiertes elektromagnetisches Relais und Verfahren zu dessen Herstellung
DE2523376C3 (de) Spiegelgalvanometer
DE3426315C2 (de) Zahnmeßtaster
DE2734331C2 (de) Tonabnehmer
EP1801535A2 (de) Magnetkupplung, insbesondere zum Arretieren eines Drehgelenks bei einem Koordinatenmessgerät
DE2944287A1 (de) Elektromagnetische ausloesevorrichtung, insbesondere fuer den antrieb von druckhaemmern
DE3400888A1 (de) Druckstiftbetaetigungsvorrichtung fuer punktmatrixdrucker und verfahren zu ihrer herstellung
DE2245472A1 (de) Anschlagvorrichtung fuer eine druckmaschine
DE102017200352A1 (de) Mikromechanisches Bauteil, Herstellungsverfahren für ein mikromechanisches Bauteil und Verfahren zum Anregen einer Bewegung eines verstellbaren Teils um eine Rotationsachse
DE2654111C2 (de)
DE590330C (de) Halterung der Arbeitsmagneten am Telegraphondraht
DE19823725B4 (de) Optische Ablenkvorrichtung
DE2115122B2 (de) Magnetischer tonabnehmer
DE1764921C3 (de) Magnetsystem für einen Relaisschalter
DE955245C (de) Vierpoliges Antriebssystem fuer elektroakustische Wandler
DE725520C (de) Auf Frequenzstroeme ansprechende elektromagnetische Schalteinrichtung, insbesondere Resonanzrelais

Legal Events

Date Code Title Description
C3 Grant after two publication steps (3rd publication)
8339 Ceased/non-payment of the annual fee