DE2523376B2 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft ein Spiegelgalvanometer mit einem schwingenden Spiegel, der an einem Ende eines
im Betrieb auf Biegung beanspruchten, flexiblen Glieds angebracht ist, mit einem Elektromagneten und einem
Permanentmagneten, die in Abhängigkeit von Veränderungen der Stärke des Elektromagneten relativ
zueinander bewegbar sind, wobei einer der beiden Magnete mit dem Spiegel starr verbunden ist.
Insbesondere betrifft die Erfindung ein Spiegelgalvanometer, das für eine Verwendung zum Einlesen und
Herauslesen von Daten bei der Hochgeschwindigkeils-Datenverarbeitung vorgesehen ist.
Bei den Galvanometern, deren Anwendung die stärkste Verbreitung gefunden hat, handelt es sich nicht
um solche der eingangs genannten Art, bei denen der Spiegel am einen Ende eines im Betrieb auf Biegung
beanspruchten, flexiblen Gliedes angebracht ist, sondern um Galvanometer, bei denen der als beweglicher
Anker dienende Bauteil in Ankerlagern drehbar gelagert ist. Derartige Ga'vanometer haben nur eine
Lebensdauer von ungefähr einhundert Stunden bei Frequenzen von 700 bis 1500 Hz. Die Genauigkeit und
der Wirkungsgrad solcher Galvanometer nimmt während der Betriebsdauer derselben laufend ab, bis ein
Zustand erreicht ist, bei dem dauernde Nachjustierungen erforderlich sind, um einen Betrieb innerhalb
bestimmter Toleranzgrenzen, die in bezug auf die Genauigkeit einzuhalten sind, zu ermöglichen. Dies ist
einer der Gründe, warum für manche Zwecke anstelle derartiger Galvanometer Spiegelräder oder Prismenräder
zur Anwendung gebracht worden sind.
Es sind auch bereits Spiegelgalvanometer der eingangs genannten Art bekanntgeworden, vgl. US-PS
33 86 786, bei denen der Spiegel an einem im Betrieb auf Biegung beanspruchten, flexiblen Glied angebracht is?.
Bei diesen bekannten Galvanometern sind zwar die Probleme vermieden, die sich bei der vorausgehend
erwähnten Art von Galvanometern aufgrund des Lagerverschleißes ergeben. Dafür tritt jedoch der
Nachteil auf, daß die Ablenkung nicht mit so hoher Genauigkeit erfolgt, daß diese bekannten Galvanometer
für Zwecke der Hochgeschwindigkeits-Datenverarbeitungstechnik anwendbar wären.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Spiegelgalvanometer zu schaffen, das mit hoher Genauigkeit über lang? Betriebszeiträume hinweg arbeitet
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Spiegelgalvanometer zu schaffen, das mit hoher Genauigkeit über lang? Betriebszeiträume hinweg arbeitet
Diese Aufgabe ist bei einem Spiegelgalvanometer der eingangs genannten Art erfindungsgemäß dadurch
gelöst, daß das flexible Glied eine Querschnittsfläche aufweist, die in einer Richtung eine weit größere
Ausdehnung als in der zu dieser Richtung senkrecht verlaufenden Richtung aufweist, so daß das flexible
Glied im wesentlichen nur in einer Richtung biegsam ist, und daß die kleinere Ausdehnung der Querschnittsfläche
in einem die effektive Schwenkachse des Spiegels enthaltende,! und im Bereich des Massenzentrums des
auslenkbaren Bauteils gelegenen Abschnitt eine Verjüngung besitzt. Durch diese Ausbildung des flexiblen
Glieds wird erreicht, daß dieses in einer Richtung, nämlich in der Richtung der größeren Ausdehnung der
Querschnittfläche desselben, sehr viel biegesteifer ist als in der Richtung der kleineren Ausdehunung der
Querschnittsfläche, wo das flexible Glied noch die zusätzliche Verjüngung aufweist, die sich im Bereich der
effektiven Biegung, d. h. im Bereich der sich hierbei ergebenden Schwenkachse, befindet. Die Ablenkung
erfolgt somit mit äußerster Genauigkeit ausschließlich in einer einzigen Ebene, so daß höchsten Anforderungen
hinsichtlich der Positionierung des abgelenkten Lichtbündels Genüge getan werden kann. Dadurch, daß
außerdem der verjüngte Abschnitt des flexiblen Glieds im Bereich des Massenzentrums des auslenkbaren
Bauteils gelegen ist, das Massenzentrum also mit der effektiven Schwenkachse im wesentlichen zusammenfällt,
werden unerwünschte parasitäre Schwingungen im Bereich des flexiblen Glieds vermieden und damit die
Genauigkeit der Strahlablenkung noch erhöht.
Es ist zwar aus der DE-PS 1 66 608 bei Resonanz-Frequenzmessern
bereits an sich bekannt, die flexiblen Zungen der skalenartig abgestimmten Zungenkämme
mit bereichsweisen Verjüngungen zu versehen. Dabei dienen die Verjüngungen — in anderen Fällen benutzt
man anstelle von Verjüngungen auch Ausnehmungen in Form von Durchbrüchen oder Bohrungen — lediglich
dazu, die flexiblen Zungen auf eine gewünschte Resonanzfrequenz abzustimmen. Auf Genauigkeit bei
der Auslenkung der Zungen oder darauf, daß die Zungen nur in einer genau definierten Ebene schwingen,
kommt es dabei überhaupt nicht an. Die bei Resonanzzungen an sich bekannten Verjüngungen sind auch nicht
im Bereich des Massenzentrums des schwingenden Bauteils gelegen, wie dies beim Anmeldungsgegenstand
der Fall ist.
Die Erfindung wird im folgenden anhand der Zeichnung im einzelnen erläutert. Es zeigt
Fig. 1 einen vergrößert gezeichneten Querschnitt durch ein eine Anker-S^ie^cl-Eii'hei! bildendes Bauteil
eines Galvanometers gemäß emem Ausführungsbeispiel der Erfindung;
Fi g. 2 eine perspektivische Ansicht des A'^sführungsbeispiels;
Fig.3 einen abgebrochen gezeichneten Teilquerschnitt
durch den Polbereich eines Galvanometers gemäß einem bevorzugten Ausführungsbeispiel und
F i g. 4 eine Diagrammdarstellung, in der die optische Ablenkung eines Glavanometers gemäß einem Ausführungsbeispiei
der Erfindung als Funktion der Frquenz der Treibei-spannung dargestellt ist
In Fig. 1 ist ein als Ganzes mit 12 bezeichnetes Bauteil gezeigt, das einen Spiegel 13, ein flexibles Glied
14 sowie eine Einrichtung zum Erzeugen eines veränderbaren magnetischen Feldes aufweist Diese
Einrichtung zum Erzeugen des veränderbaren magnetischen Feldes weist Eisenkerne 15 und eine den
Eisenkernen 15 zugeordnete Spule 18 auf. Mittels eines Klebstoffes 16, beispielsweise eines Epoxydharzes, sind
der Spiegel 13 und die Eisenkerne 15 mit dem freien Ende des flexiblen Glieds 14 verbunden. Mit seinem
anderen Ende 19 ist das flexible Glied 14 in einem als Halterung dienenden Block 22 aus einem elektrisch
isolierenden und magnetisch neutralen Werkstoff, beispielsweise aus Kunststoff, befestigt. Wenn ein
elektromagnetisch neutraler Halterungsblock, beispielsweise ein Kunststoffblock, hierbei Verwendung findet,
dann erfolgt die Ablenkung des flexiblen Glieds 14 genau in Abhängigkeit von wahlweisen Änderungen des
Stromflusses durch die Spule 18. Wie es in F i g. 1 gezeigt ist, ist die Spule 18 bei einem bevorzugten
Ausführungsbeispiel als ununterbrochene Drahtwicklung ausgeführt, die um das Bauteil 12 herumgewunden
ist. Die Spule 18 ist mit Anschlußleitungen versehen, die nicht gezeigt sind und über die die Spule mit einer
ebenfalls nicht dargestellten, steuerbaren Stromquelle
verbindbar ist. Wie zu ersehen ist, sind auch die einzelnen Windungen der Spule 18 aus Gründen der
Übersichtlichkeit der Zeichnung nicht dargestellt. Das flexible Glied 14 weist eine effektive Drehachse auf, die
mit 26 bezeichnet ist, im wesentlichen senkrecht zur Zeichnungsebene verläuft und im wesentlichen im
Massenzentrum des Bauteils 12 verläuft. Da das flexible Glied sich nicht nur an einer genau definierten Stelle
biegt, wird hier der Ausdruck »effektive Drehachse« verwendet, um die zentrale Stelle zu bezeichnen, um die
die Ausbiegung sozusagen stattfindet. Wenn hier also von »Drehachse« die Rede ist, so soll darunter die
»effektive Drehachse« verstanden werden.
Ein Abschnitt 21 des flexiblen Glieds 14, der im wesentlichen zwischen dem eingespannten Ende 19 und
dem freien Ende gelegen ist, weist eine verkleinerte Querschnittsfläche auf, um durch diese Verjüngung eine
größere Empfindlichkeit in Bezug auf die Ausbiegung oder Auslenkung zu erreichen. Es sei bemerkt, daß
dieser verjüngte Abschnitt 21 sich in dem Bereich der Drehachse 26 und über den Bereich derselben hinaus
erstreckt, also ebenfalls im Bereich des Massenzentrums des Bauteils 12 gelegen ist. Das Bauteil 12 biegt sich in
den durch einen Doppelpfeil A angegebenen Richtungen um die Drehachse 26. In der senkrecht zur
Zeichenebene verlaufenden Richtung findet keine Bewegung des Bauteils 12 statt. Somit kann der Spiegel
13 aus seiner zentralen Ruhelage in beiden Richtungen bis etwa 7° ausgelenkt werden. Wenn die Auslenkung
größer als etwa 7° ist, verkürzt sich die Lebensdauer des flexiblen Glieds 14. Vorzugsweise beträgt die Auslenkung
in beiden Richtungen ungefähr 3° bis 5°.
Wie es Fig.2 zeigt, kann der in Fig. 1 dargestellte
Bauteil 12 in einem Galvanometergehäuse normaler Bauart angeordnet werden. Ein solches, in Fig.2 ais
Ganzes mit 28 bezeichnetes. Galvanometergehäuse weist einen Befestigungszapfen 29 auf, der an einer
Grundplatte 30 befestigt ist Die Grundplatte 30 trägt einen Grundkörper 31 aus Weicheisen sowie Magnete
32 und 33 sowie Polschuhe 34 und 35. Zwischen den Magneten 32 und 33 ist ein Kunststoffblock 36
angeordnet, der mit einem Schlitz versehen ist, in dem das Ende 19 des flexiblen Glieds 14 in bekannter Weise
fest angebracht ist In Fig.2 ist der Spiegel 13 in einer
solchen Lage gezeigt, bei der die winkelmäßige Auslenkung (bei einem Bauteil 12 der in F i g. 1
gezeigten Art) in einer horizontalen Ebene erfolgt Das Galvanometer kann jedoch auch so angebracht werden,
daß der Spiegel 13 in solcher Lage ist, daß die Auslenkung in einer vertikalen oder jeder anderen
gewünschten Ebene erfolgt.
F i g. 3 zeigt ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel des als Anker-Spiegel-Einheit dienenden Bauteils 12. Es
findet ein Block 22 aus Kunststoff Verwendung, da Kunststoff keine elektrischen oder magnetischen
Eigenschaften aufweist, die unerwünschte Veränderungen in dem erzeugten variablen und in dem permanenten
Magnetfeld hervorrufen könnten.
Das flexible Glied 14 ist vorzugsweise aus Federstahl, kann jedoch auch aus rostfreiem Stahl, Beryllium,
Federmessing, federndem Bronzematerial oder dergleichen gefertigt sein. Federstahl ist, da bei diesem eine
Ätzung hoher Güte möglich ist und äußerste Ermüdungsfestigkeit gegeben ist, vorzuziehen, obwohl
Federstahl nicht so korrosionsbeständig ist wie einige andere Metalle. Beim Ausführungsbeispiel besteht das
flexible Glied 14 aus einem Federstahl in einer Stärke von nur 0,2 bis 0,38 mm, wenn man von dem durch Ätzen
verjüngten Abschnitt 21 absieht. Die Breite des flexiblen Glieds 14, in Fig. 1 und 3 senkrecht zur Zeichenebene
gemessen, beträgt ungefähr 1,3 cm, kann jedoch in einem Bereich von 0,6 cm bis 1,6 cm frei gewählt werden
oder auch größer oder kleiner sein je nach dem Gewicht des Spiegels 13, der Spule 18 und der Eisenkerne 15 und
je nach der gewünschten Betriebsfrequenz. Die Stärke sollte ausreichend bemessen werden, um das Gewicht
des Bauteils 12 während der oszillierenden Bewegung tragen zu können. Durch Versuche läßt sich die
geeignete Größe für aus bestimmten Konbinationen von Einzelteilen bestehende Bauteile 12 ermitteln. Der
Spiegel 13 kann einen Durchmesser von ungefähr 0,5 cm und eine Stärke von ungefähr 0,38 mm aufweisen und
kann durch einen Epoxidharz-Klebstoff an dem freien Ende des flexiblen Glieds 14 befestigt sein. Die
Eisenkerne können ebenfalls durch einen Epoxydharz-Klebstoff mit dem freien Ende des flexiblen Glieds 14
verbunden sein, wobei sie etwas hinterhalb des Spiegels 13 angeordnet sein können, um zu erreichen, daß das
Massenzentrum des Bauteils 12 im wesentlichen mit der effektiven Drehachse 26 des flexiblen Glieds 14
zusammenfällt. Die Eisenkerne 15 sind aus Weicheisen mit einer Länge von 2,9 bis 2,5 mm und sind mit
ungefähr 40 Windungen lackierten Kupferdrahts von 0,08 Tim Durchmesser bewickelt. Die Eisenkerne 15 und
die Spule 18 bilden einen Anker 23, dessen äußere Oberfläche nur einen so großen Spielraum relativ zu
konkaven Randbereichen 38 der Polschuhe 34, 35 aufzuweisen braucht, wie es für die freie Bewegbarkeit
des Ankers erforderlich ist. Die konkaven Randbereiche 38 nehmen den Anker 23 zwischen sich auf und sind
kreisbogenförmig, wobei der Durchmesser in der Größenordnung von 2,5 bis 3,0 mm liegt. Der Block 22
aus Kunststoff hat einen Abstand von etwa 0,38 mm von den Polschuhen 34,35. Die Drehachse 26 des Bauteils 12
liegt innerhalb eines Abschnitts 21 des flexiblen Glieds 14, der in parallel zur Zeichnungsebene (Fig.3)
verlaufenden Richtung auf eine Stärke in der Größenordnung von 0,25 mm verjüngt ist. Diese Verjüngung ist
vorzugsweise dadurch hervorgerufen worden, daß im Bereich des Abschnitts 21, also im Bereich der
effektiven Drehachse 26 des flexiblen Glieds 14, ein Ätzvorgang durchgeführt wurde. Der durch Ätzen
erzeugte Biegebereich des flexiblen Glieds 14, d. h. der verjüngte Abschnitt 21, ist ungefähr 0,76 bis 1,3 mm lang.
Das in Fig,3 gezeigte Galvanometer kann dadurch
gedämpft werden, daß man in dem Raum zwischen dem Kunststoffblock 36 und den Magneten 32, 33 und/oder
rings um die Spule 18 ein Dämpfungsmittel anordnet, das aus Silikongummi besteht, verdünnt mit einem
Verdünnungsmittel, beispielsweise mit ungefähr 50 bis 75% Trichlor-Trifluoräthan (bei diesem Verdünnungsmittel
handelt es sich um Freon 113, eingetragenes Warenzeichen der Firma E. I. Dupon de Nemours
& Co).
Die in Fig.4 dargestellten Kurven zeigen die
optische Ablenkung, die mit einem Galvanometer der hier beschriebenen Art mit oder ohne Dämpfung
erhalten wird. Beim ungedämpften Galvanometer sind zwei Resonanzfrequenzen ausgeprägt. Die erste Resonanzfrequenz
beträgt etwa 1,18 kHz und ist die stärkere Resonanz mit dem höheren Maximum, das mit B
bezeichnet ist. Diese erste Resonanz ist die der Rückstellkraft des flexiblen Glieds 14 zuzuschreibende
Basis-Resonanzfrequenz. Das kleinere zweite, in F i g. 4
mit C bezeichnete Maximum, zeigt, daß eine scharf abgegrenzte, sekundäre Resonanz als kleines Vielfaches
der Basis-Resonanzfrequenz auftritt Unerwünschte höherfrequente, sekundäre Resonanzen ergeben sich
durch die Verschiebung der Drehachse aus dem Bereich des Massenzentrums des Bauteils 12 heraus. Es ist zu
ersehen, daß das oben beschriebene Galvanometer eine leicht induktive Charakteristik und eine einzige starke
Resonanz aufweist.
Das flexible Glied 14 biegt sich um die in F i g. 1 und 3 angedeutete effektive Drehachse 26. Bei dem hier
beschriebenen Galvanometer hat das flexible Glied in seinem zentralen Teil in der Nähe der effektiven
Drehachse einen Abschnitt verringerter Dicke oder verringerter Querschnittsfläche. Dies dient der Verringerung
der Steifigkeit die sich mit der dritten Potenz der Materialstärke ändert Die Verjüngung oder
Verringerung der Querschnittsfläche kann durch Ätzen erzeugt werden. Wird die Biegung des flexiblen Glieds
auf einen Maximalwert von etwa ±7° relativ zur Nullage oder zur Normallage beschränkt, dann tritt im
wesentlichen keinerlei Materialermüdung auf. Die Art und Weise, in der der verjüngte Abschnitt 21 durch
Ätzen oder andere Verfahren im einzelnen hergestellt werden kann, ist dem Fachmann geläufig und braucht
daher hier nicht näher erläutert zu werden.
Die Kriterien für das Versagen von federnden, flexiblen Gliedern sind in der Fachwelt bekannt. Wenn
beispielsweise eine Feder eintausendmal mit dem Doppelten ihrer normalen Biegegeschwindigkeit gcbogen
werden kann (ohne zu brechen), dann steht ein Versagen der Feder nicht mehr in einem direkten
Zusammenhang mit der normalen Beanspruchung im Normalbetrieb. Die hier aufgezeigten flexiblen Glieder
wurden in Versuchen erprobt, ohne daß ein einziges
ίο Versagen bei mehreren Millionen von Arbeitszyklen
beim Doppelten der normalen Ablenkgeschwindigkeil mit und ohne Dämpfung aufgetreten wäre.
Die bevorzugte Auslenkung des Spiegels 13 beträgt bei den in den F i g. 1 und 3 dargestellten Ausführungsbeispielen
±3° bis ±5°. Eine solche Auslenkung ist für das Anwendungsgebiet »Hochgeschwindigkeits-Lesen-Schreiben
von Daten« ausreichend. Die hier aufgezeigte Konstruktion des Galvanometers läßt jedoch auch ohne
Beeinträchtigung Auslenkungen von ±7° zu. Bei dem bevorzugten Ausführungsbeispiel sind unerwünschte
Formen von Streuvibrationen längs der Längenausdehnung des flexiblen Glieds 14 vermieden. Dies wird
dadurch erreicht, daß das Massenzentrum des Bauteils 12 in der beschriebenen Lagebeziehung zu der
effektiven Drehachse 26 steht. Es ist natürlich wichtig, daß der Spiegel 13 fest an dem flexiblen Glied 14
angebracht ist, damit der Spiegel 13 keine andere Bewegung ausführen kann als das flexible Glied 14 und
der Anker 23.
Für die Auswahl der Abmessungen des Spiegels gibt es einen Bestwert. Die Größe hängt natürlich von der
Form ab, die der Spiegel bei dem betreffenden Anwendungsfall hat, von dem Biegemoment das auf das
Bauteil 12 einwirkt, und von den Trägheitsmomenten des Bauteils 12 und des Spiegels 13. Das Trägheitsmoment
des Spiegels 13 sollte zwischen etwa 0,2 und 0,333 des Trägheitsmoments des Bauteils 12 betragen, um bei
den Abtast- oder Ablenkvorgängen eine Höchstzahl auflösbarer Punkte zu bekommen.
Mit Vorteil findet ein Spiegel Verwendung, der an seiner reflektierenden Oberfläche plan und an seiner
Rückseite konvex ist, wobei die Randbereiche des Spiegels sehr dünn sind. Auch ist es vorteilhaft, wenn der
Spiegel senkrecht zur Biegung breit, jedoch längs der Biegeachse äußerst schmal ist. Beide vorgenannten
Ausführungsformen erbringen eine größere optische Breite bei gegebener Auslenkung und gegebenem
Trägheitsmoment. Es wird daher eine größere Anzahl auflösbarer Punkte bei derartigen Spiegeln erhalten,
verglichen mit einem einfachen, scheibenförmigen, biplanen Spiegel.
Bei äußerst kleinen Ankern kann der Eisenkern in Wegfall kommen, und die Spule kann um das flexible
Glied herumgewickelt sein. Hierbei kann ein Klebstoff oder polymerer Kunststoff dazu dienen, um die
Spulenanordnung zu versteifen. Die hierbei auftretende,
durch das Fehlen des ferromagnetischen Werkstoffs verursachte Verringerung des Biegemoments wird
durch die hierbei gegebene Verringerung des Trägheitsmoments kompensiert
Claims (4)
1. Spiegelgalvanometer mit einem schwingenden Spiegel, der an einem Ende eines im Betrieb auf
Biegung beanspruchten, flexiblen Glieds angebracht ist, mit einem Elektromagneten und einem Permanentmagneten,
die in Abhängigkeit von Veränderungen der Stärke des Elektromagneten relativ zueinander bewegbar sind, wobei einer der beiden
Magnete mit dem Spiegel starr verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, daß das flexible
Glied (14) eine Querschnittsfläche aufweist, die in einer Richtung eine weit größere Ausdehnung als in
der zu dieser Richtung senkrecht verlaufenden Richtung aufweist, so daß das flexible Glied (14) im
wesentlichen nur in einer Richtung biegsam ist, und daß die kleinere Ausdehnung der Querschnittstläche
in einem die effektive Schwenkachse (26) des Spiegels (13) enthaltenden und im Bereich des
Massenzentrums des auslenkbaren Bauteils (12) gelegenen Abschnitt (21) eine Verjüngung besitzt.
2. Spiegelgalvanometer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens der mit dem
Spiegel (13) gekoppelte, einen der Magneten (15,18) aufweisende Bauteil (12,23) zumindest teilweise von
einem Dämpfungsmittel für die Dämpfung der Bewegung dieses Bauteils (12,23) umgeben ist.
3. Spiegelgalvanometer nach Anspruch 2. dadurch gekennzeichnet, daß das Dämpfungsmittel einen
klebrig nachgiebigen Stoff enthält.
4. Spiegelgalvanometer nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß als klebrig nachgiebiger Stoff
eine verdünnte Lösung aus .Silikongummi vorge«ehen ist.
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Family Cites Families (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2640866A (en) * | 1953-06-02 | Torque compensated galvanometer | ||
| US2779442A (en) * | 1947-04-22 | 1957-01-29 | Gen Motors Corp | Vibration damper for gages |
| US2570125A (en) * | 1949-11-26 | 1951-10-02 | Gen Electric | Interlocking signaling system for electrical indicating instruments |
| US3102233A (en) * | 1961-07-14 | 1963-08-27 | Wacline Inc | Galvanometer with discrete liquid globule damping means |
-
1974
- 1974-05-28 US US05/473,635 patent/US3932809A/en not_active Expired - Lifetime
-
1975
- 1975-04-22 CA CA225,166A patent/CA1024214A/en not_active Expired
- 1975-05-22 GB GB22245/75A patent/GB1493010A/en not_active Expired
- 1975-05-26 FR FR7516264A patent/FR2273339B1/fr not_active Expired
- 1975-05-26 JP JP50062830A patent/JPS513270A/ja active Pending
- 1975-05-27 DE DE2523376A patent/DE2523376C3/de not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE2523376C3 (de) | 1980-08-07 |
| JPS513270A (de) | 1976-01-12 |
| DE2523376A1 (de) | 1975-12-04 |
| FR2273339B1 (de) | 1979-06-15 |
| GB1493010A (en) | 1977-11-23 |
| CA1024214A (en) | 1978-01-10 |
| US3932809A (en) | 1976-01-13 |
| FR2273339A1 (de) | 1975-12-26 |
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