DE2523112C2 - Vorrichtung zum Bearbeitung von Daten tragenden Schriftstücken - Google Patents
Vorrichtung zum Bearbeitung von Daten tragenden SchriftstückenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung gemäß Oberbegriff des Patentanspruchs.
Aus DE-OS 2134 891 ist eine Vorrichtung zum
Sortieren und Bearbeiten von Schriftstücken bekannt, die mittels einer Transporteinrichtung mit hoher
Geschwindigkeit durch einen Zeichenleser und einen Drucker geführt werden, um in Abhängigkeit von vom
Zeichenleser von jedem Schrifts*. :k abgelesenen Daten
bestimmte Angaben aufzubringen, wobei der Drucker entsprechend gesteuert wird. Eine zweite Aufzeichnungsvorrichtung
ist vorgesehen, welche auf die Schriftstücke weitere Daten aufzeichnet. Die bekannte
Vorrichtung wird als Buchungsmaschine verwendet, welche Löhne bzw. Gehälter und Steuern aufzeichnet.
Dabei dient ein Magnetstreifen zur Speicherung von Information. Eine mängelfreie Verarbeitung von
Schriftstücken, die verschiedenartige Daten tragen, ist
mit der bekannten Buchungsmaschine nicht möglich.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zum Bearbeiten von Daten tragenden
Schriftstücken der im Oberbegriff des Patentanspruchs genannten Art so weiterzubilden, daß verschiedenartige
Daten tragende Schriftstücke mangelfrei verarbeitbar sind.
Zur Lösung dieser Aufgabe dienen die kennzeichnenden Merkmale des Patentanspruchs.
Dadurch wird erreicht, daß eine Korrektur der bei einem ersten Durchlauf der Schriftstücke fehlerhaft
gelesenen Daten von Hand über eine Korrekturanordnung möglich ist. Fehlerhaft gelesene Schriftstücke
werden nämlich automatisch in eine Rückweisungsablage geleitet. Mittels einer Korrekturanordnung, die
zweckmäßigerweise einen Sichtschirm und ein Tastenfeld aufweist, lassen sieh die fehlerhaften Daten
korrigieren und in einem weiteren Durchlauf richtig auf das Schriftstück aufbringen.
Bevorzugte Verwendung findet die Vorrichtung bei der Bearbeitung von Bankschecks, von denen mit einer
Hochgeschwindigkeits-Transporteinrichtung etwa 1800 bis 2000 Stück pro Minute verarbeitbar sind.
Die Erfindung wird im folgenden anhand von Figuren näher erläutert.
F i g. 1 zeigt ein Blockschaltbild eines Ausführungsbeispiels.
Fig.2 zeigt schematisch eine Schriftstücksbearbeitung.
In Fig.2 sind die Vorder- und die Rückseite einea
Bankschecks dargestellt In der unteren Zeile der Vorderseite des Schriftstückes sind drei MICR-Felder
vorhanden. Die Zeilen 104 und 110 auf der Vnrderseite
des Schecks enthalten zusätzliche Informationen, die
ίο während der Bearbeitung aufgedruckt werden. Auf der
Rückseite des Schecks befinden sich die Zeilen 103 und 105 bis 109. Das dargestellte Ausführungsbeispiel zeigt
einen vollständig bearbeiteten Scheck.
Die ersten acht Stellen in der Zeile 104 sind die
is eindeutige Steuerzahl (auch PICN genannt) zur
zwangsweisen (positiven) Steuerung, und sie bezeichnen das Schriftstück bezüglich der Folge innerhalb eines
Blockes von zu bearbeitenden Schriftstücken und sind direkt der Mikrofilmrahmennummer zugeordnet. Bei
Durchlauf durch die Vorrichtung wird jedem Schriftstück eine Steuerzahi zugeordnet. Die Steuerzahl in der
Zeile 104 ist mittels Tintenstrahl in Form von alphanumerischen Zeichen auf die Vorderseite des
Schriftstückes aufgedruckt. Ferner ist die Steuerzahl kodiert und in Form einer maschinenlesbaren Strichkodierung
auf die Rückseite des Schriftstücks in Zeile 103 aufgebracht.
Das erste MICR-FeId ist entsprechend der bezogenen Bank kodiert. Die Kodierung des zweiten Feldes
jo identifiziert den Aussteller, und das dritte Feld trägt in
kodierter Form den Betrag, auf den der Scheck ausgestellt ist.
Bei der in Fig.2 angedeuteten Bearbeitung werden
Informationen von einem Scheck gelesen, nämlich die die Kontonummer und den Betrag bezeichnenden
Felder zusammen mit der Steuerzahl, die in ein Hauptbuchblatt eingetragen, in Serie auf einer Platte
oder in einem anderen Speicher gespeichert sowie auf einem Mikrofilm aufgezeichnet werden.
■ίο Die Steuerzahl ist mittels Tintenstrahl in strichkodierter
Form in der Zeile 103 und in numerischer Form in der Zeile 104 abgedruckt, um eine Rekonstruktion der
ursprünglichen Folge von Eingangsschriftstücken zu ermöglichen, eine sichere Anpassung fü,- die Wiederein-
5 gäbe zu erreichen, die Überprüfung von Fehlern oder
Differenzen zu erleichtern und um einen Schlüssel für die Feststellung des Ersatzes von freien oder fehlenden
Schriftstücken zu bilden.
Bevor die Wiedereingabe zurückgewiesener Schrift-
V) stücke im einzelnen beschrieben wird, sei auf die
verwendete Bearbeitungsvorrichtung eingegangen.
Das in F i g. 1 dargestellte Ausführungsbeispiel enthält einen Schriftstückzuführer 20. der die Schriftstücke
beginnend an einer Stelle 50 auf ihre Bewegungsbahn bringt. Ein MICR-Lesekopf 57 zur magnetischen
Zeichenerkennung, ein OCR-Lesekopf 62 zur optischen Zeichenerkennung und ein Tintenstrahldrucker 74 für
alphanumerische Zeichen arbeiten mit der Oberfläche der Schriftstücke an aufeinanderfolgenden Stellen der
Bewegungsbahn der Schriftstücke zusammen. Ein Strichkodeleser 65, ein Tintenstrahldrucker 70 für
Balkenkodierungen, ein Gültigkeitsprüfer 72 und ein Tintenstrahldrucker 73 für alphanumerische Zeichen
arbeiten mit der Rückseite der Schriftslücke an
b5 aufeinanderfolgenden Stellen der Bewegungsbahn zusammen.
Eine Mikrofilmkamera 24 dient /ur Aufzeichnung beider Schriftstückseiten über ein Linsensystem
24a und einen Spiegel 24c sowie ein Linsensystem 24i>
für die Rückseite.
Die Ausgangssignale von den Leseköpfen 57 und 62 werden einer Mischeinheit 120 zugeführt Gemäß
bekannter Verfahren werden die beiden Eingangssignale für die Mischeinheit 120 benutzt um auf einer
Sammelleitung 121 eine einzige Folge von Ausgangsdaten zu erzeugen. Falls also bei der magnetischen
Zeichenerkennung die vorhandenen Zeichen nicht identifiziert werden, kann eine entsprechende Ergänzung
durch Ausnutzung der Ausgangssignale des Lesers ι»
für optische Zeichenerkennung erfolgen, wodurch das Auftreten von Lesefehlern gegenüber solchen Systemen
erheblich verringert wird, die entweder nur einen Lesekopf 57 für magnetische Zeichenerkennung oder
nur einen Lesekopf 62 für optische Zeichenerkennung aufweisen.
Die Sammelleitung 121 ist mit einem Multiplexer 122 verbunden, in dem die Informationen von der Leitung
121 und die Informationen von einer Leitung 123 kombiniert werden, um auf einer Leitung 124 ein
Ausgangssignal zu erzeugen, das die Daten der Felder zusammen mit der Steuerzahl von der Leitung 123
enthält. Die Leitung 123 kommt von einem Steuerzahl-Generator 125, der über eine Kopplung 126 mit dem
Schriftstückfluß von dem Schriftstückzuführer 20 2> gekoppelt sein kann. Vorzugsweise wird jedoch die
Erzeugung der Steuerzahl mit der Blockzahl und den letzten vier Stellen der Blockfolge von Zählern 24c/ und
24e in der Mikrofilmkamera 24 korrelien, die dem Steuerzahl-Generator 125 von der Kamera 124 über jo
eine Leitung 127 zugeführt werden. Ein Abtaster 24/is! mit dem Folgezähler 24e gekoppelt, um die Erzeugung
der Steuerzahl sowie die Funktion der Kamera 24 und die Verwendung der von dieser erzeugten fotografischen
Aufzeichnung zu ermöglichen. Eine Leitung 128 J5 geht zur Synchronisierung von einem zentralen
Computer 129 aus. Somit erscheint die Datenkombination der Schriftstückfelder auf der Ausgangsleitung 124
zusammen mit der Steuerzahl desjenigen Schriftstückes, von dem die Daten gewonnen wurden.
Die auf der Leitung 124 befindlichen Daten werden dem Computer 129, einer Prüfeinheit 130 und einer
Steuer/Sperr-Einheit 131 zugeführt Die Einheit 131 führt ihre Ausgangssignale einer Vergleichereinheit 132
und Verrögerungr.puffern 133 und 134 zu.
Die Ausgangssignale des Strichkodelesers 65 gelangen
über die Leitung 135 zur Steuer/Sperr-Einheit 131 und zum Computer 129. Wenn der Leser 65 beispielsweise
eine zuvor auf dk Zeile 103 (F i g. 2) aufgedruckte Strichkodierung feststellt, sperrt er den ersten Drucker
70 für di·; Strichkodierung und den zweiten Drucker 74
für die alphanumerischen Zeichen. Wurde ein Schriftstück vorher nicht kodiert, so gelangen die Daten von
der Steuer/Sperr-Einheit 131 über die Verzögerungspuffer 133 und 134 an die Drucker 70 und 74. Der
Strichkodeleser 72 liefert der Vergleichereinheit 132 ein zweites Eingangssignal. Stimmen die auf der Leitung
124 vorhandenen Daten mit den von dem ersten Drucker 70 gedruckten Daten überein, die vom Leser 72
gelesen wurden, dann kann das Schriftstück zu einer so Sortiereinheit 25 laufen. Ergibt jedoch der Vergleich,
daß der Aufdruck auf dem Schriftstück nicht dem Eingangssignal am ersten Drucker 70 entspricht, dann
wird das Ausgangssignal der Vergleichereinheit 132 über einen Wahlschalter 132a einem Rückweisungs-Multiplexer
140 zugeführt. Das Ausgangssignal des Multiplexers 140 gelangt auf eine Leitung 141 und an
eine Steuereinheit 142, um eine Klappe 143 zu aktivieren, die das fehlerhafte oder unvollständig
kodierte Schriftstück in eine Rückweisungsablage 144 ableitet
Der Ausgang des Strichkodelesers 72 ist mit einem Verknüpfungsglied 160 verbunden, dessen Ausgang an
einen ersten Eingang einer Koinzidenzschaltung 161 angeschlossen ist Der Ausgang der Vergleichereinheit
132 liegt über einen Schalter 132e am zweiten Eingang der Koinzidenzschaltung 161. Der positive Ausgang der
Schaltung 161 ist an einen Fehlerzähler 162 und der negative Ausgang an die Rückstellklemme des Zählers
162 angeschlossen. Der Ausgang des Zählers 162 kann mittels eines Schalters 163 wahlweise so eingestellt
werden, daß er über eine Leitung 164 ein Stop-Signal an den Schriftstückzuführer 20 gibt Das Verknüpfungsglied
160 kann aus einem monostabilen Multivibrator bestehen, der beim Auftreten jedes Schriftstücks am
Leser 72 getaktet wird und der für eine Zeitspanne gekippt bleibt die dem Durchlauf des Schriftstücks
durch den Leser 72 entspricht Es iei darauf hingewiesen,
daß die Vergleichereinheit 1^2 ein positives
Ausgangssignal erzeugt, wenn ein Fehler im Vergleich zwischen den dem ersten Drucker 70 zugeführten Daten
und dem vom Leser 72 gelesenen Ergebnis auftritt. Das Ausg:.ngssignal der Vergleichereinheit 132 kann dann
über den Schalter 132e an den zweiten Eingang der Koinzidenzschaltung 161 gegeben werden.
Bei jedem Fehler in der Vergleichereinheit 132 wird dem Zähler 162 ein Impuls zugeführt, während sonst an
der Rückstellklemme dieses Zählers 162 ein Rückstellimpuls auftritt. Mittels des Schalters 132e. des Verknüpfungsgliedes
160, der Koinzidenzschaltung 161, des Zählers 162 und des Wahlschalters 163 kann der Betrieb
der Anordnung unterbrochen werden, wenn eine gewählte Anzahl aufeinanderfolgender Schriftstücke
nicht richtig vom ersten Drucker 70 kodiert wurden. In der Praxis hat es sich als zweckmäßig erwiesen, eine
Unterbrechung herbeizuführen, wenn fünf aufeinanderfolgende Schriftstücke nicht richtig vom ersten Drucker
70 bedruckt wurden.
Der Schalter 132c/ermöglicht außerdem die Wahl der
Sortierfunktion zu der Rückweisungsablage 144 für jedes Schriftstück, dessen Überprüfung durch die
Vergleichereinheit 132 negativ ausfällt Sowohl nur eine, als auch beide Funktionen, die durch die Schalter 132c/
und 132e gegeben sind, können wirksam gemacht werden. In einigen Fällen hat es sich als wirtschaftlicher
erwiesen, die nicht richtig vom Drucker bedruckten Schriftstücke beim ersten Einlauf in die Vorrichtung in
einer späteren Slüfe zu sortieren und zurückzuführen. Sind beide Schalter 132c/ und 132e geschlossen, so
werden die zurückgewiesenen Schriftstücke in die Rücitweisungsablage 144 sortiert und der Betrieb
unterbrochen, wenn mehr als eine durch den gewählten Ausgang zugelassene Anzahl derartiger Schriftstücke in
ununterbrochener Folge auftreten.
Gemäß der Erfindung werden die Daten auf der Leitung 124 de·· Prüfeinheit 130 zugeführt, um zu
überprüfen, ob alle in den Feldern vorhandenen Zeichen erfolgreich identifiziert wurden. Ist irgendein Zeichen
innerhalb eines Blockes nicht identifiziert, wo bekannterweise Daten vorhanden sind, wird der Rückweisungs-Multiplexer
140 aktiviert, um das Schriftstück in die Rückweisungsablaje 144 abzuleiten. Es sei darauf
hingewiesen, daß in einem solchen Fall Kodierungen für alle nicht vollständig gelesenen und identifizierten
Zeichenfelder auf der Leitung 124 auftreten und von den
Puffern 133 und 134 sowie den Druckern 70 und 74
ferngehalten werden, um zu verhindern, daß die Daten betreffend die Kontonummer und den Betrag im ersten
Durchlauf des Schriftstückes durch die Anordnung aufgedruckt werden. Die Steuerzahl wird jedoch beim
ersten Durchlauf jedes Schriftstückes in Balkenkodierung entsprechend den Zeilen 103 und 107 (Fig. 2)
aufgedruckt. Ein derart teilweise kodiertes Schriftstück
ist dann den mittels des Computers 129 aufgebrachten Aufzeichnungen in einer Bandeinheit ISO zugeordnet.
Die vollständige Kodierung des Schriftstücks in den Zeilen 103 und 107 wird schließlich in Abhängigkeit von
den in der Bandeinheit 150 gespeicherten, korrigierten
Daten durchgeführt. Eine Aufzeichnung einschließlich der Korrekturen wird mittels der Bandeinheit 150
gespeichert.
Eine Leitung 151 vom Computer 129 dient zur Betätigung des Druckers 73, wenn und falls eine Folge
von Schecks durch Aufdrucken in einer der Zeilen 105, iÖ8 oder 109 (F i g. 2) indossiert werden soii. Eine zum
Drucker 74 führende Leitung 152 ermöglicht das Ungültigmachen durch Aufdrucke in der Zeile 110
(F ig- 2).
Die vorstehende Beschreibung zeigt, daß die in F i g. I dargestellte Anordnung für einen ersten Durchlaufvorgang
benutzt werden kann, in welchem zu Anfang Informationen durch Drucken von Balkenkodierungen
in die Zeile 103 (Fig.2) und durch Aufbringen der Steuerzahl in der Zeile 104 (F i g. 2) auf der Vorderseite
des Schriftstücks gesammelt und aufgebracht werden können, und die ferner zu Korrekturvorgängen vor der
Wiedereingabe Verwendung finden kann.
Die Steuerung der Anordnung erfolgt im allgemeinen entsprechend bekannter Anordnungen, bei denen die
alphanumerischen Informationen mittels eines optischen Lesers aufgenommen und zur Durchführung von
Buchungsvorgängen sowie von Vorgängen gemäß der US-PS 37 03 62S benutzt »'crdcft wobei Strichkodisru"-gen
auf sich bewegende Schriftstücke gedruckt und danach aufgrund dieser Kodierungen Sortiervorgänge
durchgeführt werden. Vorzugsweise wird eine Fluoreszenztinte verwendet, so daß die über gedruckte
Bereiche, etwa gestempelte oder gedruckte Indossierunger. aufgebrachten Strichkodierungen von den
Lasern 65 und 72 unterschieden und gelesen werden können.
Das Sortieren und Führen der Schriftstücke erfolgt vorzugsweise gemäß bekannter Verfahren und Anordnungen.
Ein derartiges Sortieren und Führen von Schriftstücken ist bekannt und wird daher nicht näher
erläutert. Beuüglich des Sortierens sei auf die US-PS 34 60 673 verwiesen.
In der Steueranordnung gemäß Fig. t sind einzelne
Bausteine oder Elemente dargestellt, etwa der Multiplexer 122, die Steuer/Sperr-Einheit 131, die Verzögerungspuffer
133 und 134, die Vergleichereinheit 132, die Prüfeinheit 130, das Verknüpfungsglied 160, die
Koinzidenzschaltung 161 und der Zähler 162. Es ist klar, daß diese Elemente und Bausteine auch durch
entsprechende Programmierung in Verbindung mit dem Computer 129 ersetzt oder ergänzt werden können. In
F i g. 1 wurden sie jedoch zur Erleichterung des Verständnisses getrennt dargestellt
Es ist klar, daß beim ersten Durchlauf die in den Feldern für die Kontonummer und den Betrag
enthaltenen Informationen genau gelesen werden müssen. Wird in diesen Feldern während des ersten
Durchlaufs durch die Anordnung irgendein Zeichen nicht gelesen, so wird der Drucker, der die Balken bzw.
Strichkodierungen in die Zeile 103 (Fig.2) drucken würde, durch ein auf der mit der Steuer/Sperr-Einheit
131 verbundenen Leitung 130,i auftretendes Sperrsignal gesperrt. Das Signal auf der Leitung 130a verhindert ein
Aufdrucken der Kontonummer und/oder des Betrags gestattet jedoch das Drucken der Steuerzahl. Derartige
Schriftstücke werden der Rückweisungsablage 144 zugeführt. Die infolge des ersten Durchlaufs im Speicher
gespeicherten Daten enthalten die Steuerzahl und die Daten für die Kontonummer und den Betrag, wobei die
zurückgewiesenen Zeichen oder Felder gekennzeichnet sind. Der Stapel 200 aus beim ersten Durchlauf
zurückgewiesenen Schriftstücken wird zur Durchführung der Wiedereingabevorgänge aus der Rückweisungsablage
144 entfernt. Eine Bedienungsperson ruft mittels einer mit Tastenfeld 205 versehenen Sicht- bzw.
Anzeigeeinheit einer Korrekturanordnung 204 einen Block oder den Teil eines Blockes gespeicherter Daten
ab, indem über däi Tastenfeld 205 die Sieuerzahl des
ersten Schriftstückes 201 und des letzten Schriftstückes 202 des Stapels 200 eingetastet wird. Zu diesem Zweck
wird der Inhalt des Bandes 150 auf eine Speicherplatte übertragen, die in die Anordnung 204 eingegeben wird.
Die Rückweisungsaufzeichnungen werden auf einem Schirm 206 sichtbar gemacht. Aufeinanderfolgende
Anzeigen werden in der Reihenfolge der Steuerzahl auf den zurückgewiesenen Schriftstücken abgerufen. Jedesmal,
<» n,n die Bedienungsperson eine Obereinstimmung
zwischen einer Steuerzahl eines Schriftstücks aus dem Stapel 200 mit einer auf dem Schirm 206 angezeigten
Steuerzahl feststellt, überprüft sie das Schriftstück 201, um jedes zurückgewiesene Zeichen festzustellen. Von
der Mischeinheit 120 wurde für jedes nicht korrekt gelesene Zeichen eine Markierung erzeugt und auf dem
Band 150 gespeichert, so daß sie jetzt auf dem Schirm 206 in Serie mit dem vorhergehenden und dem
nachfolgenden Zeichen erscheint. Di? Bedienungsperson gibt über das Tastenfeld 205 von Hand die richtigen
Zeichen in die Speicheraufzeichnung ein. während das obere, zurückgewiesene Schriftstück beobachtet wird.
Ist der Stapel 200 von zurückgewiesenen Schriftstücken in einem Puffervorgang korrigiert worden, werden die
Daten wieder an die richtige Stelle im Speicher gebracht.
Wenn ein Block zurückgewiesener Aufzeichnungen überarbeitet ist, kann zur Anpassung aller gekennzeichneten,
zurückgewiesenen Schriftstücke sofort eine Hauptliste gedruckt werden. Dadurch kann die Anlage
unverzüglich die Bearbeitung fortsetzen.
Danach werden die zurückgewiesenen Schriftstücke wieder an der Stelle 50 (Fig. 1) in die Anordnung
eingegeben und durchlaufen sie. Das Schriftstück ist auf seiner Rückseite in Zeile 103 mit einer Strichkodierung
für die Kontonummer und den Betrag bedruckt Beim Durchlauf jedes zurückgewiesenen Schriftstückes wird
die Steuerzahl von einem Strichkodeleser gelesen, und die korrigierten Daten werden aus einem Pufferspeicher
entnommen und mittels Tintenstrahldruckers auf das jeweilige zurückgewiesene Schriftstück gedruckt Die
Schriftstücke werden dann in die entsprechenden Fächer der Sortiereinheit 25 sortiert
Im folgenden sei der gesamte Bearbeitungsablauf kurz beschrieben.
In der ersten Bank, der der Scheck präsentiert wird.
wird der Tintenstrahldrucker 70 benutzt um die erforderlichen Durchlaufinformationen in die obere
Zeile 103 auf der Rückseite des Schriftstückes zu drucken. Diese Zeile 103 enthält in strichkodierten
Feldern eine Startkodierung, die Steuerzahl, die Identifikation des Einlösers, eine Durchlaufslenkungskodierung,
eine Betragskodierung und eine Stop-Kodierung. Die Zeile 103 wird von der ersten Geschäftsbank
oder der ersten Landeszentralbank mit einer entsprechenden Anordnung kodiert. Die Bank prüft das
Vorhandensein von Strichkodierungen im Durchlaufslenkungsfeld. Sind dort keine Strichkodierungen vorhanden
und handelt es sich bei der Bank um eine Geschäftsbank, so kodiert sie die gesamtt obere Zeile
mit ihrer eindeutigen Steuerzahl, dem Einlöser, der Durchlaufslenkung und dem Betrag. Ist die prüfende
Bank eine Landeszentralbank, so kodiert sie nur die Durchlaufslenkung und den Betrag. Gleichzeitig bringt
der alphanumerische Drucker die Steuerzahl in die Zeile 104 auf der Vorderseite des Schriftstücks. Ein
alphanumerischer Drucker kann benutzt werden, um den Scheck in azr Zeile iO5 auf dsr Rückseite zu
indossieren, wobei angezeigt wird, daß an »jede Bank« gezahlt wird. Danach wird das Schriftstück aufgrund der
Durchlaufslenkungskodierung in Zeile 103 sortiert.
Alle Schecks, die in der ersten Bank sortiert und einer ersten Landeszentralbank-Ablage zugeleitet werden,
werden bei Empfang von einem Leser entsprechend dem Leser 65 gelesen. Die Landeszentralbank mit einer
entsprechenden Einrichtung prüft das Vorhandensein von Strichkodierungen in dem ersten Landeszentralbank-Feld
der Zeile 106. Sind keine Strichkodierungen vorhanden, so bringt sie ihre eindeutige Steuerzahl und
die Einlöserkodierung auf. Sind im ersten Feld Strichkodierungen vorhanden, so kodiert sie das zweite
Landeszentralbank-Feld. Die Landeszentralbank prüft außerdem das Durchlaufslenkungsfeld in der ersten
Zeile 103, und bei fehlenden Strichkodierungen kodiert sie nur die Durchlaufslenkung und den Betrag in Zeile
103.
Befinden sich im vorliegenden Ausfuhrungsbeispiel keine Daten in einem derartigen Feld, so bringt die erste
Landeszentralbank in der Zeile 106 ihre Kodierung im ersten Landeszentralbank-Einzahlerfeld sowie die
Steuerzahl auf. Die erste Landeszentralbank indossiert den Scheck in der Zeile 108 für die zweite Landeszentralbank.
Die zweite Landeszentralbank indossiert den Scheck in der Zeile 109 auf die bezogene Bank.
Die Schecks werden von der zweiten Landeszentralbank zur Übermittlung an die bezogenen Banken
sortiert. Die bezogene Bank prüft die magnetische
ίο Durchlaufslenkungskodierung im Vorderseitenfeld, um
festzustellen, ob der Scheck auf sie gezogen ist. In der Zeile 107 bringt sie ihre eindeutige Steuerzahl sowie
ihre Bankdaten wie Kontonummer, Betrag (falls nicht in der oberen Zeile), Transaktionskodierung und Seriennummer
auf. Dann macht die bezogene Bank den Scheck durch Aufbringen der in Zeile 110 auf der
Vorderseite des Schecks angedeuteten Zahlendarstellung ungültig.
Beim ersten Durchlauf und bei jeder der nachfolgenden Transaktionen werden die kodierten Daten in ein
Buchhaltungssystem eingelesen, um die erforderlichen Buchungsvorgänge für jedes Institut, das das Schriftstück
durchläuft, automatisch gesteuert und entsprechend den bekannten Prinzipien durchzuführen.
Wie dargestellt, arbeitet der Computer 129 mit dem Eingabesystem 204 zusammen. Ein getrennter Computer
im Eingabesystem 204 arbeitet gesteuert durch das Tastenfeld 205. Zusätzlich können bis zu 19 weitere
Sichtgeräte 206 mit Tastenfeldern 205 gleichzeitig
in benutzt werden, um Korrekturen in den Daten durchzuführen, die im ersten Durchlauf auf dem Band
150 gespeichert und auf eine Speicherplatte im Eingabesystem 204 übertragen wurden.
Es hat sich gezeigt, daß in einigen Fällen die
π Steuerzahl mehr als 8 Zeichen umfassen kann. So wurden beispielsweise Steuerzahlen mit 11 Zeichen
verwendet.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (1)
- Patentanspruch:Vorrichtung zum Bearbeiten von Daten tragenden Schriftstücken mit einer Hochgeschwindigkeits-Transporteinrichtung, um ein Schriftstück an mindestens einem Lesekopf (57,62) zum Lesen der Daten des Schriftstückes vorbeizuführen, und mit einem ersten Drucker (70), um eine Information bestehend aus den abgelesenen Daten und einer Steuerzahl auf das Schriftstück zu drucken, gekennzeichnet durch die Kombination, daß, wenn bereits bestimmte Daten auf das Schriftstück gedruckt sind, ein weiterer Lesekopf (65) diese Daten liest, an eine Steuer-/Sperreinheit (131) gibt und diese den ersten Drucker (70) sperrt, daß ein zweiter Drucker (73) die von dem mindestens einen Lesekopf (57, 62) gelesenen Daten auf das betreffende Schriftstück druckt, daß eine Speichereinrichtung (150) die abgelesenen Daten und die Steuerzahl speichert und daß mhurls einer Korrekturanordnung (204, 205, 206) Fehler in den in der Speichereinrichtung gespeicherten Daten beseitigt werden.
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