DE2522921B2 - Verfahren zur epitaktischen Abscheidung dotierter m-V-Verbindungshalbleiter-Schichten - Google Patents
Verfahren zur epitaktischen Abscheidung dotierter m-V-Verbindungshalbleiter-SchichtenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur upitaktischen
Abscheidung dotierter III — V-Vcrbindungshalbleitor-Schichten
auf Ki'ötallsubstruten der im Oberbegriff des 2»
Anspruchs ! angegebenen Galtung.
Es ist ein Verfahren zur epitaktischen Abscheidung von Materialien bekannt, bei dem ein erster Molekularstrahl
aus den Grundsubstan/en der Schicht auf ein Substrat gerichtet wird, das auf eine bestimmte >i
Temperatur vorgewärmt und auf einem Druck gehalten ist, der unter dem Atmosphärendruck liegt. Dieses
Verfahren wird zur Herstellung dünner, epitaklischer Verbindungshalbleiter-Schichten vier Gruppe III —V
und ihrer Mischkristalle eingesetzt. Im einzelnen j»
handelt es sich bei der Gruppe III um die Halbleiter Al,
Cia und In und bei der Gruppe V um die Halbleiter P, As und Sb.
Es ist bekannt, daß IJI-V Kristalle durch Lichtstrahlen
vom η-Typ in den p-Typ iimg.wandelt werden r>
können (journal of Applied Physics 35 (I9b4) Seite
156 J).
Außerdem ist aus der TR-PS 15 J2 425 ein Verfahren
zur Herstellung von integrierten Schaltungen bekannt, bei dem keine photographischen Maskicrungs- und 1»
Ätzverfahren eingesetzt werden müssen und das llalbleiterplättchcn nicht von eine·· Stelle zu einer
anderen Stelle gebracht werden soll. Dabei wird der Effekt ausgenutzt, daß in dem Bereich kein Kristall
wachsen kann, der durch einen Elektronenstrahl r>
»präpariert« worden ist. Wenn nämlich in einem Substrat aus Elementen der Gruppe III —V, /. B. (JaAs.
durch einen Elektronenstrahl ein ausgewählter Bereich stark erwärmt wird, so wird Arsen selektiv verdampft
und ein Bezirk einsieht, in dem Cia im Überschuß mi vorliegt. Dieser ausgewählte Bereich hat also nicht mehr
ilen Charakter eines Halblciicrkristalls. Die epitaktische
Abscheidung des Kristalls erfolgt dann nur noch auf ilen Bereichen, die nicht bestrahlt worden sind.
Die Oberflächenstruktur einer durch epilaklischc -,-, Abscheidung hergestellten Schicht ist eine I-unkI ion von
zwei Parametern, nämlich des Verhältnisses (C - I1/1·)
der Intensität l\ des ersten Molekularsirahls, beispielsweise
des As.i-MolckulursirahK /11 iicr Inicnsitäi />
des /weilen Molekularsirahls, beispielsweise des Ga-MoIe- i,u
kiilarslrahls, und der Substrallcmperalur (IS) Wird bei
konstant gehaltenem Intensitäisverhiilttiis (C) die
Suhsiraltemperaliir ^7!s^ gesenkt, so stabilisiert sich die
.Siibsiraisirukliir, insbesondere ;iii der Oberfläche in
bezug auf As. Wenn andererseits die Suhstrallcmpcra- ηί
tiir '("s^erhöhi wird, stabilisiert sich die Siibsiraiohcrfläche
im I)IViIj! auf Ga. Wird das lutciisilälsvcrhäitnis (C)
hei 'μ insta nt gehaltener Substrat 1 cm pe rat 1 ir (l\)v\ hohl.
so stabilisiert sich die Subsiraioberflüche in bezug auf
As. Nähert sich das Intensitäisverhältnis (C) dem Wert
Eins, dann ist die Substruiuberflpche in bezug auf Ga
stabilisiert.
Die in bezug auf As stabilisierte Oberfläche ist im wesentlichen mit As-Atomen bedeckt, d. h., es sind nur
wenige freie Ga-Atome an dieser Oberfläche vorhanden. Die in bezug auf Ga stabilisierte Oberfläche ist
entsprechend im wesentlichen mit Ga-Alomen bedeckt. Da die Oberflächenstruktur in Abhängigkeit von der
Substrattemperatur geändert werden kann, ist die thermische Verbindung von As- und Ga-Atomen auf der
äußeren Oberfläche des Substrates nicht ausreichend stabilisiert, so daß As-Atome immer von der in bezug
auc As stabilisierten Oberfläche abgegeben und mit dem As-Molekularstrahl, der auf die Substratoberfläche
auftrifft, ausgetauscht werden können.
Bei der Herstellung von Verbindungshalbleiter-Sehichtcn
ist es wesentlich, durch Dotierungskonzentration den Leitfähigkeitstyp oder bei Mischkristallen ihre
Zusammensetzung zu steuern. S<> werden in der ILS-PS
J7 bl 310 mit Germanium dotierte, durch epitaktischc
Abscheidung mit Molckularstrahlverfahren erzeugte Schichten beschrieben, wobei durch Steuerung der
beiden obenerwähnten Parameter, nämlich des Intensitätsverhältnisses (C) der Molekularstrahlen und der
Subslratiemperatur ^Ts) möglich ist. mittels einer
einzigen Dosierquelle sowohl n- als p-Leitfähigkeil in
einander abwechselnden, benachbarten Schichten /u erreichen, ohne daß die gesamte Epitaxie-Apparatur
abgeschaltet werden muß. [edoch kann entweder eine n- oder eine p-leiiende Schicht nur in Richtung der
Stärke der dünnen, cpilaktisch abgeschiedenen Schicht aufgebracht werden, d. h.. eine Kristallcbenc hat immer
den gleichen Leitfähigkeitstyp. Mit diesem Verfahren können deshalb nur zwcidimensionale Halbleiter
hergestellt werden.
Es gibt jedoch viele A.nwenduiigsfällc, bei denen es
/weckmäßig wäre, innerhalb einer Krisiallebenc bestimmte,
ausgewählte Bezirke mit wechselnder Leitfähigkeit vorzusehen.
Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde. ein Verfahren zur epitaktischen Abscheidung dotierter
Ill-V-Verbindungshalbleitcr-Schichten auf Kristallsubslralen
der angegebenen Guttling /ti schaffen, bei dem
wahlweise bestimmte, ausgewählte Bezirke der bestrahlien
Subsiratobcrfläche unterschiedliche Leitfähigkeit haben.
Diese Aufgabe wird eifindiingsgemäß durch die im
kennzeichnenden Teil des Anspruchs I angegebenen Merkmale gelöst.
/.weckmäßige Ausgestaltungen des /weiten Molekularstrahl
sind in den t Inieransprüchen zusammengestellt.
Die mil der Erfindung erzielten Vorteile beruhen insbesondere auf folgender I unktionsweise: [-line
Verbindiingshalbleiler-Schichi wird mit dem Molekular
siralilverfaiiren, wie es aus der I ISPS )7 ">l ill) bekannt
ist. mit einer bestimmten »Wuchstumsgcschwindigkcil«
erzeugt; gleichzeitig werden ausgewählte Bezirke d.T dabei entstehenden Verliiiultifigshiilhleilcr-Schicht
durch einen kon/.cnlrierieii Energiestrahl, nämlich einen
Laser oder Elektronenstrahl, erwärmt, so daß diese Bereiche eine andere Leitfähigkeit erhallen als die
Verbinduiigshalblcilcr-Sv-hiilii. Diese Erwärmung kann
gezielt punktförmig oder dun Ii Abtasten der I liiclic
crlolgen. so dall auch die Bereu lic mit der gewünschten Leitfähigkeit in der cnisprci lu-ndcn Weise ausgestaltet
werden können. Darüber hinaus lassen sich auch mehrschichtige Halbleiterelemenic mit ebener Oberfläche
herstellen, indem Krislallschichten sowohl in den ausgewählten Bezirken als auch in der Resizone mit
gleicher Geschwindigkeit auf dem Kristallsubsirat
abgeschieden werden. Und schließlich ist es möglich, durch die Einwirkung des Energiestrahls auch die
Zuksammcnseizung der Verbindungshalbleiter-Schicht
in einem ausgewählten Bezirk der bestrahlten Suhstratoberfläche
zu verändern.
Die Erfindung wird im folgenden anhand von Ausführangsbeispielen unter Bezugnahme auf die
Zeichnungen näher erläutert. Es zeigt
Fig. 1 eine Vorrichtung zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens zur epitaktis-.hen Abscheidung
dotierter Verbindui.gshalWeiier-Schichien,
Fig.2 eine zur Erläuterung der Funktionsweise des
erfindungsgemäßen Verfahrens dienende perspektivische Darstellung eines Substrates, auf dessen Oberfläche
durch epitaktische Abscheidung Schichten aufgebracht worden sind.
Fi g. 3 im vergrößerten Maßslab einen Schni-t durcli
Fig. 2.
Fig.4 eine weitere Aiisfiihrungsform einer Vorrichtung
zur Durchführung des erfindungsgemäßcii Verfahrens, und
F i g. 5 eine weitere Ausführungsform einer Vorrichtung zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens.
In den Figuren sind die gleichen bzw. einander entsprechende Teile mit denselben Be/ugs/.eichen
bezeichnet.
In Fig. I ist eine schaubildliche Darstellung einer
Vorrichtung zur Durchführung des Molekularstrahl-Epitaxieverfahrens
gemäß der Erfindung dargestellt. Hierbei weist die Vorrichtung folgende Einrichtungen
auf: eine Vakuumkammer I. welche auf eine Temperatur in der Größenordnung von elwa WC erhitzt wird,
um die Gase aus ihrer Innenwand zu entfernen, und welche dann auf ein sehr hohes Vakuum in der
Größenordnung von IO "' Torr gebracht wird: ein Substrat 2, auf dessen llauptebcnc eine epilaktische
Schicht aufwächst, und welche an einem Halter J angebracht ist, der innen eine Heizeinrichtung /um
Vorerwärnien des Substrats 2 auf eine vorbestimmte
Temperatur aufweist: eine Art viii außerhalb der
Kammer I beiätigbarer Revolverkopf 4. um das
Substrat 2 in die Stellung für das epitaktische Aufwachsen und in die Stellung /ti bringen, in welcher
das Substrat eingebracht *vw. herausgenommen werden kam;; eine lonenzcrsiäubimgscinrichiiing 5 zur
Schaffung d-r atomar reine:) Aufwaclisoberfläche des
Substrats 2: ein Vierpol-Massenspcktromclcr 6 zum Überwachen der von den Molekiilarslrahlkanonen oder
Quellen 7,; oder Tbabgegebenen Molekularstrahl'!! und
zum Analysieren der Resigase; Molekiilarslrahlkanonen 7.7UiItI 7/j in Form von Kniidsenl lementen, welche
tue geforderten Krislallkomponcnten enthalten und unabhängig voneinander erwärmt werden, um die
Molekularstrahl«:!! mit tier geforderten Intensität /π
er/engen: ein Gefiili bzw. eine Abschirmung* 8. welche flüssigen Stickstoff enthält, welches nicln nur /um
Niederschlagen von unerwünschten Molekülen, sondern auch (la/u verwendet wird, die Abnahme des Vakuums
in der Vakuumkammer I /u vei'hindern, »inn die
M<ilekiiliiislrahl(|uellen 7./ \\m\ 7/>
erwärmt sind, ciiu·
I lcklroneukanonc *), um i'',n Elektronenstrahl ,ml eine
vorher ausgewählte Stelle oiler Ame auf der Siilisir.it
oberfläche zu konzentrieren, um diese dann auf eine höhere Temperatur als den übrigen Bereich zu
erwärmen. Der von der Elektronenkanone 9 abgegebene Elektronenstrahl ist unter einem rechten Winkel auf
die ausgewählte Stelle oder Zone gerichtet, wodurch die hinsichtlich des Elementes der Gruppe V stabilisierte
Oberflächenstruktur während des epitaxialen Schichtaufwachsens in eine hinsichtlich des Elementes Gruppe
III stabilisierte Oberflächenstruktur geändert werden kann. Ferner ist noch ein Sekundärelektronen-Vervielfacher
.zum Fühlen der Stelle oder Zone vorgesehen, welche dem Elektronenstrahlbeschuß ausgesetzt ist,
wobei die durch den Elektronenstrahlbeschuß abgegebenen Sekundärelektronen vervielfacht werden. Eine
energiereiche Elektronenkanone 11 ist vorgesehen, um den Elektronenstrahl unter einem kleinen Einfallswinkel
auf die Oberfläche des Substrats 2 zu richten, so daß die Oberflächenstruktur anhand des Bildes beobachtet
werden kann, das durch die gebeugten Elektroden auf einem Leuchtschirm 12 erzeugt wird Schließlich ist
noch ein zylindrischer Spiegel-Eleklrou^nanalysator I)
zum Überwachen der Verschmutzung der Sdbstra(oberfläche
und ein Verschluß 14 für den Molekularstrahl vorgesehen.
Zusätzlich zu den vorbeschriebenen Einriebtungen weist die m F i g. 1 dargestellte Vorrichtung noch eine
nicht dargestellte Elektroncnsirahl-Sieuereinrichtung,
um nicht nur die Elektronenstrahlablenkung, sondern auch dessen Intensität zu steuern, und eine (ebenfalls
nicht dargeslllte) Anzeigeeinrichtung aiii, uiii nicht nur
die dem ülcklronenstrahlbcschuß ausgesetzte Stelle oder Zone sondern auch deren Intensität anzuzeigen.
Die let/erwahnte Steuerschaltung weist eine Kathodenstrahlröhre
auf und lenkt deren Strahl synchron mit dem Elektronenstrahl-Ablenksignal ab. welches in der
ersterwähnten Steuerschaltung erzeugt wird, und moduliert die Elektronenstrahlinlcnsilät in der Kathodenstrahlröhre
entsprechend dem Ausgang von dem Sekundärelektronenvervielfacher 10. wodurch ein
eins-eins-Verhällriis zwischen der dem Elektronenbeschuß
ausgesetzten Stelle des Substrats 2 und dem l.ichllleck auf dem Schirmiräger der Kathodenstrahlröhre
und zwischen der Intensität des Elektronenstrahl beschusses und der des 1 ichtflecks auf dem ScKirmträgerder
Kathodenstrahlröhre gebildet werd:n kann
Nachstehend wird nunmehr ein Beispiel für das Aufwachsen mit Ge dotierten epiiaxialen Ga-As-Schicht
auf einer (001)-Ebene des Ga-As-Substrals
beschrieben.
Als erstes wurde hierzu, wie in F i g. 2 dargestellt, ein
rechteckiges Ga-As-.'Jubstrat vorbereitet, welches entlang
der (001 )·Ebene geschnitten ist. welche in den 110-urid
I 10-Richtungcn ausgerichtet ist. Die Oberfläche des
Sub.'ilriiiS 2 wurde mit Diamantpasle poliert und dann
mil einer Brom-Melhanol-l.ösiing geätzt, bevor ('as
Siibstralplällchen 2 an dem Revolverkopf 4 angebracht wurde. I herauf wurde Ge in die MolckularstrahlkanoiiL·
7./ und GaAs in die Kanone Tb gefüllt. Nachdem die
Vakuumkammer zur Desorption etwa /ehn Stunden
lang erhil/i worden war. wurde die Kammer I auf cm
sehe hohes V;ikiiiini in der (irölk'nordniiiig von IO ;"
Torr gebracht. Die Oberfläche des Suhslrals wurde
dann für einen Äl/vorgang auf 6 JO"C crhil/l und wurde
dann mit der lonunzcrstäuhiingscinrichlung 5 besprüht.
Ob die Subslraloberfl ehe ,ilomar rein war oder nicht,
wurde dann mittels des Auger-Analysators I t leslgi·
stellt
Danach wurde da', Suhstralplrilli hin 1 aiii **>'<' (
crhit/.l. und es wurde dann flüssiger Stickstoff in eins
Gefäß bzw. die Abschirmung 8 eingebracht. Nachdem die GaAs-Molckularstrahlquclle oder -kanone 7n auf
8300C und die Gc-Molekularstrahlqucllc oder -kanone
Tb auf 7800C erhitzt war, wurde der Verschluß 14
geöffnet, um die Molckiilarstrahlcn auf das Substrat 2
/um Aufwachsen einer ersten epitaktischen Schichl 20 zu richten. Zum Aufwachsen einer /.weiten epitaktischcn
Schicht 21 unter denselben Bedingungen wurde mittels des F.leklronenslrahls 30 mit einer Geschwindigkeit
von 3 kcV und mit einem Durchmesser von etwa 200 (im in der (J tOJ-Richtung eine vorher ausgewählte
Stelle oder Zone 22 abgetastet. Die dem Elcklronen
slrahlbcschuß ausgesetzte, vorher ausgewählte Stelle
oder Zone wurde p-leilcnd, während der übrige Bereich
21, der nicht dem ElcktronenstrahlbcschiiU ausgesei/t
war, n-lcitcnd wurde. In diesem lieispiel wurde nur eine
Elektronenkanone für eine fortlaufende Absirahlung des Elektronenstrahls verwendet: selbstverständlich
können jedoch auch eine Anzahl Elektronenkanonen
verwendet werden, um eine Anzahl Stellen oiler Zonen gleichzeitig zu bombardieren und dies kann auch mit
impulsform igen Elektionenstrahlbcschüssen erreich;
werden.
Bei dem Beispiel ist somit, wie in Cig. i dargestellt,
die erste n-lcitcndc epitaklische Schicht 20 aiii dem
Substrat 2 unter den vorbeschriebenen Bedingungen aufgewachsen, und danach ist dann die zweite n-leitende
Schichl 21 unter den gleichen Bedingungen aufgewachsen
worden, wobei mittels des Elektronenstrahls gleichzeitig die geforderte Zone 22 beschossen worden
ist. Nur die vorher ausgewählte Zone 22 wiril auf eine
höhere Temperatur erhitzt und wird dadurch p-leiiend.
In ähnlicher Weise können aufeinander eine Anzahl epilaktischer Schichten aufwachsen.
Gemäß der Erfindung kann eine epitaklische Schuh ι
einer bestimmten Leitfähigkeit und mit einer gleichmä Digcn Stärke zusammen nut vorher ausgewählten
Stellen oder Zonen der entgegengesetzten Leitfähigkeit aufwachsen und es können ferner nacheinander cmc
Anzahl cpitaktischcr Schichten übereinander auf der Subsiraloberfläche aufwachsen. Das heißt, durch ein
einziges Verfahren kann eine epitaklische Schuh; der·
einen Leitfähigkeit zusammen mit einer oder eine; Anzahl vorher ausgewählter Stellen oder Zonen des
entgegengesetzten l.ci/ähigkeitstyps aufwachsen. Die
Stellen oder Zonen der enigegcngescC'on Lc il iahig keil
können frei gewählt werden, so daß die dreidimensionalen
Halbleiter frei bemessen und hergestellt werden können.
!Die zweite, in Γ i g. 4 dargestellte Ausführungsform
weist im wesentlichen den in Fig. 1 dargestellten Aufbau aul, außer daß statt des Elektronenstrahls ein
Laserstrahl auf die Substratoberfläche gerichtet wird. In dieser Ausführungsform wird der von einem Argonlaser
15 abgegebene Laserstrahl 16 mittels eines Spiegels 17 durch einen Laserstrahldurchgang 19 auf die Substratoberfläche
gerichtet, um eine bestimmte Stelle örtlich zu erwärmen. In dieser Einrichtung wächst die erste
η-leitende Schicht 20 auf dem Substrat 2 unter denselben Bedingungen %vie die bei dem in Verbindung
mit der in Fig. 1 dargestellten Einrichtung beschriebenen
Beispiel: danach wäscht die zweite n-leitende ep'iaktische Schicht 21 unter_ denselben Bedingungen
bei einem Beschüß in der (ÜO)-Richtung durch den Laserstrahl 16 auf. Die dem Laserstrahlbeschuß
ausgesetzte Sielle oder Zone wird dann p-leitend.
Anhand von F i g. 5 wird ein Beispiel zum Ändern des Verhältnisses /wischen den Ill-V-Vcrbindungcn bei
Verwendung der in I i g. I dargestellten Einrichtung beschrieben. Bei dem cpilaktischen Aufwachsen des
Mischkristalls GaAs1Pi , mittels der CJaP- und GaAs-Molekularstrahlen
ist es bekannt, daß die folgende Beziehung einzuhalten ist:
Ix P1C*
wobei A/l-x gleich dem Verhältnis As; /u P.. in der
epitaktischen Schichl. IWIY2 das Verhältnis der
Intensität des As;-Molekularstrahls zu der Intensität des
!'•-Molekularstrahl·, ist und K = 4,2 ist.
Versuche haben gezeigt, daß die Subsiraloberfläche bezüglich des Elements der Gruppe V stabilisiert ist.
wenn die cpilaktischen Schichten unter den vorbe schnebenen Bedingungen aufgewachsen sind. Wenn
jedoch dei Ga-Molckularstrahl zusätzlich verwendet
wurde, wurde die Proporlionalilätskonstanle A>
\erklei nert. Insbesondere wurden die Temperatur ties Sub
struts und die Intensität der Ill-V-Mnlckularstrahlcn so
leslgelegl. dall das Substrat bezüglich des Elements tier gruppe V stabilisiert war. Danach wurde die geforderte
Stelle oder Zone auf der Subsiraloberfläche dem Elektronenbeschuß ausgesetzt, so daß sie bezüglich des
Elements der Gruppe 111 stabilisiert wurde. Das Verhältnis f\/der hinsichtlich des Elements der Gruppe
V stabilisierten, epilaklischen Schicht unterscheidet sieh
von dem Verhältnis der bezüglich des Elements der Gruppe III stabilisierten, epitaktischcn Schicht. Dies lsi
im einzelnen in Verbindung mil dem Aufwachsen der epilaklischen Schicht aus GaAs1Pi >
auf der ((M)I) Oberfläche des GaAs-Substrais beschrieben.
Wie in I i g. 3 dargestellt, wurde ein rechteckiges
GaAs-Subsiratpliiitchen vorbereitet, welches entlaus,
der (001) llbene geschnitten worden ist. wobei die
Schnittflächen in den (I 10) und den (1 I0)-Kichtungen
\erlaufen. Die Substratoherfläche wurde mit Diamant
paste poliert, mn einer Ürom-Mclhanol-Lösung ge.itzi
.iikI dann an dem R.evol\ erkopf 4 angebracht. Hierauf
wurde GaP in die Molckularstrahlkanone 7u und GaAs
in die Kanone 7b gefüllt. Die in Eig. I dargestellte Vakuumkammer 1 wurde auf entsprechendes Vakuum
gebracht und dann zehn Stunden lang erhitzt, um Gase /\\ beseitigen. Danach wurde die .Substratoberfläche
einer Argonbcsprühung ausgesetzt, und die Vakuumkammer I wurde auf ein hohes Vakuum gebracht. Das
Substrat 2 wurde dann zum Atzen seiner Oberflache auf
biO C" gebracht. Danach wurde die Subsiratoberfläche
mittels der lonenzerstäubungscinrichtung 5 einer Ionenätzung ausgesetzt. Die atomar reine Subsiratoberfläche
wurde dann mittels des Analysators 13 betätigt. Das Substrat 2 wurde dann auf 630"C gehalten und es
wurde flüssiger Stickstoff eingebracht. Die GaAs-MoIekularstrahlkanone
wurde auf 830=C und die GaP-MoIekularstrahlkanonc
auf 800"C erhitzt. Der Verschluß 14 wurde dann geöffnet, um die GaAs- und die
GaP-Molckularstrahlen auf die Substratoberfläche zu
richlen. damit eine epitaktische Schicht 40 aufwächst. Danach wurden die GaAs- und Ga-PrMolekularstrahlen
gleichzeitig auf die Substratoberfläche gerichtet, wenn mittels des Elektronenstrahls mit einer Geschwindigkeit
von 3 keV und einem Durchmesser von etwa 200 pm eine ausgewählte Stelle 42 in der(TiO)-Richtung
beschossen wurde. Die dem Elektronenstrahlbesehuß ausgesetzte Stelle oder Zone enthielt mehr P als die
Zone, welche dem Elektronenstrahlbesehuß nicht
ausgesetzt war. In diesem Beispiel wurde das Substrat
durch den Elektronenstrahl 30 abgetastet; selbstverständlich kann aber auch die Elektronenstrahlkanone so
angeordnet sein, daß nur eine ausgewählte feste Stelle beschossen wird, und es können auch impulsförmige
Elektronenstrahlbeschüsse vorgesehen sein. Zusätzlich zu den Ga-As- und Ga-P-Molekularstrahlen wurde ein
Al-Mokttilarstrahl zum Aufwachsen der epitaktischen
Schicht von vier Elementen verwendet. Die Ga-As- und Ga-P-Molekularstrahlkanonen wurden auf die vorbeschriebenen
Temperaturen erwärmt, und eine- Al-Molekularstrahlkanone
wurde auf 96O0C erwärmt. Die hinsichtlich des Elements der Gruppe V stabilisierte
Substratoberfläche wurde dann dadurch erhalten. Wenn die Elektronenstrahlintensität so gesteuert wurde, daß
die hinsichtlich des Elements der Gruppe III stabilisierte Oberfläche erhalten wurde, dann wurde festgestellt, daß
der Gehalt an P in der dem Elektronenstrahlbeschuß ausgeseUien Zone größer im als der Gehaii der Zone,
welche dem Elektronenstrahlbeschuß nicht ausgesetzt war.
Wie vorbeschrieben, können gemäß der Erfindung epitaktische Schichten mit einer Zone oder einer Anzahl
Zonen mit verschiedenen Zusammensetzungsverhältnissen aufwachsen, und die Zone oder die Zonen mit
verschiedenen Zusammensetzungsverhältnissen können frei in dem dreidimensionalen Raum gewählt werden.
Bei den herkömmlichen lithographischen Verfahren, bei welchen eine Schicht nur in einer vorher ausgewählten
zweidimensionalen Zone aufwächst, wird die Schichtoberfläche unvermeidlich abgestuft. Bei dem erfindungsgemäßen
Verfahren kann jedoch eine epitaktische Schicht mit ebener Oberfläche aufwachsen, und es kann
eine mehrlagige epitaktische Schicht erhalten werden, in weicher eine oder eine Anzahl epitaktischer
Schichten mit verschiedenen Zusammensetzungsverhältnissen an irgendwelchen geforderten Stellen und in
einer geforderten Stärke frei aufwachsen können. Infolgedessen können dreidimensionale Halbleiter gc-ρΪΗΐιί
lind iiergesieüi werden, so uaß iiieiuuicN neue und
verbesserte elektronische Einrichtungen geschaffen werden können.
Hierzu 2 Matt Zeichnungen
Claims (1)
- Patentanspruch:Verfuhren zur epitaktischen Abscheidung dotierter Ill-V-Verbindungshalbleiter-Schiehten auf Kristallsubstraten, wobei im Vakuum auf eine Hauptebene des erhitzten Subsiratkristalls aus III- und V-Elementen oder aus solchen und einem IV-EIe- -■neni bestehende Molekularstrahlen gerichtet werden, dadurch gekennzeichnet, daß während der epitaktischen Abscheidung ausgewählte Bereiche der Substratobcrfläche mit einem Elektronen- oder einem Lagerstrahl erwärmt werden.in
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| JP6529974A JPS5516452B2 (de) | 1974-06-07 | 1974-06-07 |
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