DE2520390A1 - Digitaler sinuswellen-synthesizer - Google Patents
Digitaler sinuswellen-synthesizerInfo
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Description
Patentanwalt DipHng. RolfMenges
801T Pöring/München Commerzbank München
Hubertusstrasse 20 440 6120
Telefon (08106) 2176
Telegramme Postscheck München
PATENTMENGES Zorneding 30 74 87-803
Tag/Date 7. Mai 1975
Anwaltsakte: U 248
UNITED TECHNOLOGIES CORPORATION HARTFORD, Connecticut O61O1, V.St.A.
Digitaler Sinuswellen-Synthesizer
Die Erfindung bezieht sich auf Systeme zum Messen der Auswanderung eines Kreisels in einem Strap-Down-Trägheitsnavigationssystem,
und insbesondere auf einen digitalen Sinuswellen-Synthesizer für ein System,das dazu dient,den Drehimpuls
des Kreiselläufers in bekannter Weise zu modulieren, um die Kreiselauswanderungskomponenten von den wahren
Winkelgeschwindigkeitskomponenten zu trennen. Die Kenntnis der Kreisauswanderung erlaubt eine stark verbesserte Genauigkeit
sowohl der Ausrichtung des Trägheitssystem als auch der Leistungsfähigkeit des Navigationssystems.
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~2" 252D390
Kardanisch aufgehängte Trägheitsmess- und -navigations systeme sind in der Lage, die Azimutauswanderung zu beseitigen, die
durch Abgleichfehler in dem Kreisel vermöge des zusätzlichen Freiheitsgrades, der Rardanischen Ringen eigen
ist, verursacht wird. Bislang sind zwar Strap-Down-Trägheitsmessysteme
von einer allgemeinen kommerziellen Anwendung, wie beispielsweise in Flugzeugen, aufgrund der
hohen Kosten ausgeschlossen gewesen, die das Erzielen niedriger Auswanderungswerte bei kardanisch aufgehängten
Systemen verursacht, Strap-Down-Systeme haben sich jedoch aufgrund ihrer Einfachheit und Zuverlässigkeit in Raumfahrzeugen
bewährt.
Die Erfindung schafft einen digitalen Sinuswellen-Synthesizer für ein Strap-Down-Kreiselsystem zur Verwendung
in Trägheitssystemen, in welchen die Auswanderung kontinuierlich oder intermittierend gemessen wird, und
das System kann in bezug auf eine Auswanderung während des Betriebs kompensiert sein. Das Prinzip der Auswanderungsmessung beruht auf der Tatsache, dass auf den Kreisel
ausgeübte Auswanderungsdrehmomente durch Mechanismen erzeugt werden, die in keiner Beziehung zu der Grosse des
Kreiseldrehimpulses, d.h. des Kreiseldralls stehen. Durch
Modulieren des Kreiseldrehimpulses, d.h. durch Modulieren der Geschwindigkeit des Kreiselläufers wird dem Ausgangssignal
des Kreisels eine Vorspannung gegeben, die dazu verwendet werden kann, die Komponenten der wahren Winkelgeschwindigkeit
von den Auswanderungskomponenten zu trennen. Wenn die Kreiselläufergeschwindigkeit in einer sorgfältig
kontrollierten, zyklischen Weise moduliert wird, kann die Auswanderung mit einer verhältnismässig grossen Genauigkeit
gemessen und die Genauigkeit der Kreiselmessungen beträchtlich verbessert werden.
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Das Grundkonzept des Trennens des Kreiselauswanderungsdrehmoments
von dem Präzessionsdrehmoment aufgrund der wahren Winkelgeschwindigkeit mit Hilfe des Modulierens
des Kreiseldralls ist bekannt und ist in Trägheitsnavigationssystemen
in Verbindung mit rotierenden Plattformen bereits angewendet worden. Ein bekanntes Verfahren
beinhaltet die Rotation des Kreiselgehäuses. Dieses Verfahren moduliert jedoch die Richtung des Kreiseldrallvektors
im Trägheitsraum, während die Grosse des Kreiseldralls konstant bleibt. Die Ausbreitungsrichtung des
Winkelfehlers aufgrund des Kreiselauswanderungsdrehmoments wird dann mit der Rotationsfrequenz moduliert,und dieser
Winkelfehler wird in den Navigationsberechnungen ausgesiebt.
Bei einem weiteren bekannten Verfahren wird zwar die Grosse
des Kreiseldralls verändert, dieses letztere Verfahren ist jedoch nur bei stabilen Plattformen von Nutzen und
die Auswanderung wird nicht berechnet. Die wahre Bewegung wird vielmehr aus der modulierten Komponente des
Kreiselausgangssignals gewonnen und zu der Plattform zurückgeführt, um einen Nullabgleich der wahren Bewegung
vorzunehmen. Das ist notwendigerweise eine langsam vonstatten gehende Prozedur, die durch die Modulationsgeschwindigkext begrenzt
ist und nichtbei Strap-Down-Kreiseln verwendet werden kann, die eine Lageinformation geben.
Die Verbesserung, die die Erfindung gegenüber Auswanderungskorrektursystemen
bringt und die im folgenden sowie in der gleichzeitig eingereichten deutschen Patentanmeldung
P , "Strap-Down-Trägheitsnavigationssystem" vorgeschlagen un<3 beansprucht ist, besteht darin, dass die
Grosse des Kreiseldralls und nicht seine Vektorrichtung
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moduliert,d.h. beeinflusst werden, um den Fehlerbeseitigungseffekt
zu erreichen. Ausserdem erfolgt die Fehlerbeseitigung ohne Störung der normalen Betriebsansprechcharakteristik
der geschlossenen Schleife in dem Strap-Down-Kreisel.
Ein weiterer Vorteil des im folgenden beschriebenen Auswanderungskorrektursystems
ist die Tatsache, dass eine schnelle Selbstausrichtung der Strap-Down-Kreisel-Trägheitsmesseinheit
vorgenommen werden kann, wodurch das Erfordernis beseitigt wird, eine optische oder anders
geartete Azimutausrichtung von einer externen Quelle aus vorzunehmen, um den Nordsuchbetrieb des Systems
einzuleiten.
Das Auswanderungskorrektursystem ist von der Genauigkeit
der Kreiselläufergeschwindigkeitsmodulation und der Umschaltverfahren abhängig. Um die gewünschte Genauigkeit
und Wiederholbarkeit zu erzeugen und um ausserdem das Auswanderungsmessprinzip des Systems nach der Erfindung
mit gegenwärtig verfügbaren elektronischen Digitalschaltungen kompatibel zu machen, schafft die Erfindung
einen einzigartigen digitalen Sinuswellen-Synthesizer. Der digitale Sinuswellen-Synthesizer ist zwar speziell
der Kreiselläufergeschwindigkeitsmodulation angepasst, er kann jedoch auch bei anderen Einrichtungen verwendet
werden, die keine Beziehung zu dem Auswanderungskorrektursystem haben.
Gemäss einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung
wird ein digitaler Sinuswellen-Synthesizer offenbart, der die gewünschte zyklische Modulation der Kreiselläufergeschwindigkeit
erzeugt. Die Sinuswelle wird in linearer
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Weise über ihren ansteigenden und abfallenden Abschnitten aufgebaut und es wird eine parabolische Funktion erzeugt,
um die Richtungsänderung der Sinusschwingung an ihren oberen und unteren Amplitudengrenzen zu erzeugen. Das
Ausgangssignal ist ein binäres Äquivalent einer Sinuswelle und nicht ein analoger Signalpegel, wie er üblicherweise
bei bekannten Einrichtungen erzeugt wird.
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Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Zeichnungen dargestellt und wird im folgenden näher beschrieben.
Es zeigen:
Fig. 1 ein Blockschaltbild des Strap-Down-
Kreiselläufergeschwindigkeitsmodulators
und des Auswanderungsrechners, die die Erfindung beinhalten,
Fig. 2 ein Blockschaltbild des Auswanderungs
rechners von Fig. 1,
Fig. 3 anhand eines Diagramms die sinus
förmige Kreiselläufermodulation und ihre Auswirkung auf die Auswanderungskomponenten und die Komponenten der
wahren eingegebenen Bewegung des Kreisels,
Fig. 4 anhand eines Blockschaltbilds die
Verwendung von Filter einrichtungen zum Trennen der Auswanderungskomponenten
und der Komponenten der wahren eingegebenen Bewegung des modulierten Kreiselausgangssignals, und
Fig. 5 ein Blackschaltbild des digitalen
Sinuswellen-Synthesizers von Fig.
Fig. 1 zeigt einen Standardintegrationskreisel 10, der in
ein Strap-Down-Trägheitsmessystem eingebaut ist. Strap-Down-Systeme
unterscheiden sich von kardanisch aufgehängten Standardträgheitssystemen dahingehend, dass sich
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der Kreisel nicht um Kreiselrahmen bewegen kann, wenn er
einem Eingangsdrehmoment ausgesetzt ist, sondern dass das Eingangsdrehmoment als ein Ergebnis von Änderungen des
Kreiselausgangssignals abgefühlt und ein Rückkopplungssignal einer Nachführspule zugeführt wird, die ein Drehmoment
erzeugt, welches das Eingangsdrehmoment ausgleicht. Der Strom in der Nachführspule ist ein Mass für die Winkelgeschwindigkeit,
und das Integral des Stroms über einer Zeitspanne, d.h. die Ladung ist ein Mass für den Drehwinkel
selbst.
Die Kreiselauswanderung führt, wenn keine Winkelgeschwindigkeitseingabe
vorhanden ist, zu einem Gesamtnachführspulenstrom und wird durch Schaltkreise erzeugt, die auf die
Abgriffspannung ansprechen, die ihrerseits aus der Auswanderung
sowie aus Massenungleichgewichten, elektronischen Defekten und anderen kleinen Ungenauigkeiten in dem
Kreisel und zugeordneten Geräten resultiert . Die Auswanderung verursacht jedoch, wenn sie nicht korrigiert wird,
Ungenauigkeiten in dem Kreiselausgangssignal, welche sich mit der Zeit summieren und zu Gesamtfehlern in Navigationssystemen führen.
Die Kreiselbewegung in Abhängigkeit von eingegebenen Geschwindigkeiten
wird durch einen Abgriff abgefühlt, der mit dem Kreiselrahmen verbunden ist, und ein Wechselstromsignal,
dessen Amplitude proportional zu der Kreiselabweichung ist, wird einem Impulsdrehmomentsignal-Servoverstärker
12 über eine Leitung 14 zugeführt. Der Verstärker 12 wandelt das Wechselstromsignal in ein Gleichstromsignal
um, welches dann in eine Reihe von Impulsen gleicher Dauer zerhackt wird, wobei die Anzahl der Impulse während eines
gewählten Zeitintervalls proportional zu der Kreiselabweichung und somit proportional zu der Winkelgeschwindigkeit,
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d.h. zu dem Drehmoment über dem ausgewählten Zeitintervall ist. Die Reihe von Impulsen wird über eine Leitung
16 zu der Kreiselnachführspule (nicht dargestellt) zurückgeleitet.
Die Reihe von Gleichstromimpulsen wird ausserdem über
eine Leitung 18 einem Auswanderungsrechner 20 und über eine Leitung 22 einem Führungscomputer 24 zugeführt.
Wie im einzelnen erläutert werden wird, entnimmt der Auswanderungsrechner der Impulsreihe, die ihm von dem
Verstärker 12 zugeführt wird, die gewünschte Auswanderungsinformation, die dann über eine Leitung 26 dem Computer
24 zugeführt wird. Der Computer 24 berechnet aus der Kreiselausgangsinformation von der Leitung 22 und der Auswanderungsinformation von der Leitung 2 6 die gewünschte Navigationsinformation über die Lage und die Position. Der Führungscomputer 24 und die in ihm ausgeführten Berechnungen sind
bekannt und bilden keinen Teil der Erfindung.
Wie oben bereits erwähnt, beruht die Erfindung auf der Tatsache, dass Auswanderungsdrehmomente durch Mechanismen
erzeugt werden, die nicht in Beziehung zur Grosse des Kreiseldralls stehen. Somit bleibt durch Modulieren des
Dralls des Kreiselläufers, indem eine zyklische Läufergeschwindigkeitsmodulation
auf ihn ausgeübt wird, die Auswanderungskomponente unmoduliert und kann von der modulierten Komponente der wahren Bewegung getrennt werden.
Zum Erzielen der gewünschten Kreiselläufergeschwindigkeitsmodulation
ist in Fig. 1 ein Läufergeschwindigkeitsmodulator 28 gezeigt, der ein zyklisches Ausgangssignal
erzeugt und dieses Signal über eine Leitung 30 dem Strap-Down-Kreisel
10 zuführt, in welchem die Läufergeschwindigkeit
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in Abhängigkeit von dem Modulationssignal moduliert wird. In seiner breitesten Anwendung kann jeder bekannte
analoge Wellenformgeber verwendet werden, dessen Ausgangssignal
irgendeine stabile und wiederholbare zyklische Modulationsschwingung sein kann, die dem Antriebsmotor
für den Kreiselläufer zugeführt und normalerweise in ein Frequenzsignal umgewandelt wird, da die Antriebsmotoren
im allgemeinen mehrphasig sind. Zur Ausführung des Kreisel— auswanderungskompensationssystems nach der Erfindung in
seiner bevorzugten Form wird jedoch der digitale Sinuswellen-Synthesizer von Fig. 5 verwendet, da er speziell
so ausgelegt ist, dass er ein sinusförmiges Ausgangssignal in digitaler Form, das den Einschränkungen von
Kreiselläufermotoren entspricht, und rn'.t hoher Auflösung
und Wiederholbarkeit erzeugt.
Unabhängig von dem bei der Ausführungsform von Fig. 1 verwendeten Typ des Läufergeschwindigkeitsmodulators muss
ein Synchronisierungssignal aus dem Modulator 28 dem Führungscomputer 24 über eine Leitung 32 und dem Auswanderungsrechner
20 über eine Leitung 34 zugeführt werden, um das Kreiselausgangssignal mit der auf es ausgeübten
Modulation zu synchronisieren. Das Synchronisierungssignal braucht nicht mit der Modulationswellenform identisch zu
sein, es muss aber zumindest ein 2-Werte-Signal sein, welches die Richtung des Modulationssignals angibt,
d.h. entweder eine zunehmende oder eine Abnehmende Kreiselläufergeschwindigkeit
.
In den Fig. 2 und 3 ist eine bevorzugte Ausführungsform
des Auswanderungsrechners 20 von Fig. 1 dargestellt. Nimmt man an, dass der Läufergeschwindigkeitsmodulator
eine Sinuswelle erzeugt, beispielsweise unter Verwendung des digitalen Sinuswellen-Synthesizers von Fig. 5 oder
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einer äquivalenten Einrichtung, so wird die Kreiselläufergeschwindigkeit
ebenfalls sinusförmig moduliert. Fig. 3 zeigt anhand einer Kurve A die Auswirkung der sinusförmigen
Modulation, die über einen Zyklus der Modulationsperiode P auf die Kreiselläufergeschwindigkeit ausgeübt
wird, wobei eine typische Periode P fünfzehn Sekunden beträgt. Das Kreiselausgangssignal wird eine Auswanderungsgeschwindigkeitskomponente
D enthalten, die sich nicht mit der Läufergeschwindigkeitsmodulation ändert, und eine Komponente S der wahren Bewegungsgeschwindigkeit,
die durch den Läufergeschwindigkeitsmodulator moduliert
ist. Die wahre Bewegungsgeschwindigkeitskomponente kann beispielsweise die Erddrehgeschwindigkeit sein. Das
durch die Kurve A dargestellte resultierende Kreislausgangssignal ist zwar als ein analoges Signal dargestellt,
in Wirklichkeit handelt es sich jedoch um eine Impulsreihe
aus dem Impulsdrehmomentsigna1-Servoverstärker 12 von Fig. 1, wobei die Frequenz der Impulse über jeder von
mehreren inkrementalen Perioden die Winkelbewegung angibt. Es ist zu erkennen, dass Fig. 3 sowohl die Auswanderungskomponente D als auch die Komponente S der wahren Bewegung
mit Bezug auf das Kreiselausgangssignal in derselben Richtung liegend zeigt, es ist aber ebenso wahrscheinlich,
dass die beiden Komponenten in entgegengesetzten Richtungen wirken.
Die Komponente S rührt von einer wahren Winkelbewegung
her, die über die Periode der Berechnungen als konstant angenommen wird. Das aus der Komponente S resultierende
Signal kann deshalb über den einzelnen Halbperioden der Modulation gemittelt werden. Dieses Verfahren ist durch
die gestrichelten Linien E und F dargestellt. Die Abweichung der Linien E und F von dem Mittelwert, d.h. der
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gestrichelten Linie G ist gegeben durch S/M, wobei S der Mittelwert der Komponente aufgrund der wahren Geschwindigkeit
und M eine mathematische Grosse ist, die gewonnen wird, indem die durch den Läufergeschwindigkeitsmodulator
erzeugte Änderung der Läufergeschwindigkeit über eine halbe Periode gemittelt wird. Die als Linie
E dargestellte Komponente ist dann gleich S + S/M, und die als Linie F dargestellte Komponente ist gleich
S~ - S/M.
Es wird gezeigt werden, dass durch Multiplizieren des Wertes des Kreiselausgangssignals, das als Schwingung
A dargestellt ist, mit einer Zahl kleiner als der Modulationsindex M über der ersten, d.h. positiven
Halbwelle, und dann durch Multiplizieren des Wertes des Kreiselausgangssignals mit der gleichen Zahl grosser
als der Modulationsindex M über der zweiten, d.h. negativen Halbwelle, die Differenz zwischen den beiden Produkten
proportional zur Auswanderung ist. Wie unten dargestellt, werden die Komponenten des Kreiselausgangssignals mit
den Zahlen M-I und M+l über der ersten bzw. zweiten Halbwelle
multipliziert.
Kreiselausgangssignal = P/2 [- (M-I) (S+S/M+D) ] + P/2[(M+1) (S-S/M+D)]
= P/2 [-(M-I) (S+S/M+D) + (M+l) ("s-S/M+D)]
= P/2 [ -?M-S~-MD+S+S/M+D + SM-?+MD+S~-S/M+d]
= P/2 [ 2DJ
= PD
Wenn der Auswanderungsrechner 20 als Hardware ausgeführt ist, muss offenbar der Modulationsindex M eine ganze Zahl sein,
während für Softwareversionen jeder Wert des Modulationsindexes verwendet werden kann. Es kann eine gleichartige
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Definition für M verwendet werden, in welcher die Multiplikationsfaktoren (M-I) und (M+1) um eine andere Zahl
als 2 voneinander abweichen, um die Anzahl der Wahlmöglichkeiten für die Modulationsschwingung zu vergrössern.
Fig. 2 zeigt eine Ausführungsform des Auswanderungsrechners 20. Die Kreiselausgangsimpulse des Impulsdrehmoment
(pulse torquing)-Servorverstärkers 12 werden einem Impulsvervielfacher 34 zugeführt, in welchem sie mit einer
Geschwindigkeit vervielfacht werden, die durch einen Geschwindigkeitsselektor
36 festgelegt wird, der mit dem Impulsvervielfacher 34 über eine Leitung 38 verbunden ist.
Die Geschwindigkeit kann durch den Geschwindigkeitsselektor
36 vorgewählt oder darin in Abhängigkeit von dem Modulationsindex M berechnet werden. Zum Triggern des Geschwindigkeitsselektors
36 wird ihm ein in Fig. 3 als Kurve B dargestelltes Sychronisierungssignal aus dem Läufergeschwindigkeitsmodulator
28 über eine Leitung 4O zugeführt. Eine Einrichtung zum Erzaugen des Synchronisierungssignals ist
in Fig. 5 dargestellt. Bei Bedarf wird der Läufergeschwindigkeitsmodulator 28 so eingestellt oder aufgebaut, dass er
einen ganzzahligen Modulationsindex M erzeugt. Das Synchronisierungssignal wird ausserdem einem Aufwärts-Abwärts-Selektor
42 über eine Leitung 44 und einem Längenselektor 46 über eine Leitung 48 zugeführt.
Die Kreiselausgangssignalimpulse werden nach Vervielfachung in dem Vervielfacher 34 dem Selektor 42 über eine
Leitung 5O zugeführt und durch diesen hindurch auf Leitungen 54 oder 56, in Abhängigkeit von der Richtung des Synchronisierungssignals
auf der Leitung 44, zu einem Zähler geleitet, d.h. das Synchronisierungssignal bestimmt, ob
die Impulse in dem Zähler 52 vorwärts oder rückwärts gezählt werden sollen. Ausserdem ist als ein Eingangssignal
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für den Aufwärts-Abwärts—Selektor 42 ein Kreiselgeschwindigkeitsrichtungssignal
auf einer Leitung 58 dargestellt, bei welchem es sich um ein 2-Werte-Signal
handelt, welches das augenblickliche Vorzeichen des unkorrigierten Kreiselausgangssignals angibt, d.h. ob
die Kreiselwinkelgeschwindigkeit im Uhrzeigersinn oder im Gegenuhrzeigersinn gerichtet ist. Der Aufwärts-Abwärts-Selektor
42 arbeitet wie eine EXKLUSIVES ODER-Schaltung, um die vervielfachten Impulse in Abhängigkeit sowohl von
dem Synchronisierungssignal als auch von der Kreisel—
Winkelgeschwindigkeitsrichtung zu den richtigen Aufwärtsoder Abwarts-Leitungen 54 oder 56 zu leiten und somit
in bezug sowohl auf die Richtung der Modulation als auch die Richtung der Winkelgeschwindigkeit die endgültige
Richtung der Auswanderungskomponente festzulegen.
Der Zähler 52 summiert die Zählungen von den Aufwärts— und Abwärts-Leitungen und führt die algebraische
Subtraktion aus, um den Rest zu berechnen, der zur Auswanderung proportional ist.Der Zähler kann ein Digitalcomputer
sein.
Der Längenselektor 46 ist voreingestellt oder wird so
eingestellt, dass die Anzahl von Modulationsperioden P festgelegt ist, über welche die Auswanderungsberechnungen
ausgeführt werden, und er zählt die Aufwärts- und Abwärts— schwingungen des Synchronisierungssignals von der Leitung
48, bis die richtige Anzahl erreicht ist. Gleichzeitig schickt der Längenselektor 46 ein Signal über eine
Leitung 6O, um den Zähler 52 am Ende jeder Periode zu löschen, und instruiert ein Speicherregister 62 über eine
Leitung 64, dass es die Auswanderungsberechnung des Zählers 52 aufnehmen soll, bevor der Zähler gelöscht wird.
Das Speicherregister 62 arbeitet als ein Speicher für die
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Auswanderungsberechnungen, bis diese durch den Führungscomputer 24 angefordert werden. Das Periodenglied P,
das in der Auswanderungsberechnung als eine Konstante erscheint, kann zwar auf jeder gewünschten Stufe der
Berechnugen eliminiert werden, vorzugsweise erfolgt das jedoch in dem Führungscomputer 24, welcher als ein
Eingangssignal das Synchronisierungssignal empfängt, das in direkter Beziehung zu der Periode P steht.
Fig. 4 zeigt die Verwendung von Bandpässen und Bandsperren in der Rückkopplungsschleife des Impulsdrehmomentsignal—
servoverstärkers zum Ausführen einer Auswanderungssperre.
Dieses Verfahren kann an Stelle der Ausführungsform von Fig. 2 verwendet werden. Bei der Ausführungsform von
Fig. 4 werden die Auswanderungsbewegung und die wahre Winkelbewegung getrennt erfasst und somit wird dem
Führungscomputer 24 eine auswanderungsfreie Information zugeführt.
In Fig. 4 erzeugt der Läufergeschwindigkeitsmodulator 28 eine sinusförmige Schwingung, beispielsweise indem
der digitale Sinuswellen—Synthesizer von Fig. 5 oder ' eine äquivalente Einrichtung verwendet wird. Die sinusförmige
Schwingung wird über eine Leitung 70 einem Kreisel 72 zugeführt, in welchem die Kreiselläufergeschwindigkeit
ebenfalls sinusförmig moduliert wird. Eine Kreiselabgriffstromversorgung 74 liefert dem nicht dargestellten
Kreiselabgriff .über eine Leitung 76 eine Erregungsfrequenz.
Das von dem Kreiselabgriff erzeugte Ausgangssignal· besteht aus einer Auswanderungsgeschwindigkeit
skomponente, die sich nicht mit der Läufergeschwindigkeitsmodulation
ändert, und aus einer Komponente der wahren Bewegungsgeschwindigkeit, die durch den Läufergeschwindigkeit
smodulator 28 moduliert ist. Beide Komponenten werden
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ihrerseits mit der Abgrifferregungsfrequenz der Abgriffstromversorgung
74 moduliert. Das Ausgangssignal des Kreiselabgriffes wird über eine Leitung 78 einem Bandpassverstärker
und Demodulator 8O zugeführt. Die Erregungsfrequenz des Kreiselabgriffes wird dem Bandpassverstärker
und Demodulator 80 ausserdem von der Abgriffstromversorgung 74 über eine Leitung 82 zugeführt.
Der Bandpassverstärker und Demodulator 80 ist auf die Abgrifferregungsfrequenz abgestimmt, so dass sein Aus—
gangssignal zu der konstanten Auswanderungsgeschwindigkeitskomponente
und der läufergeschwindigkeitsmodulierten Komponente der wahren Bewegungsgeschwindigkeit proportional
ist.
Das Ausgangssignal des Bandpassverstärkers und Demodulators 80 wird auf zwei parallelen Wegen abgegeben, und zwar
zum einen über eine Leitung 84 an einen Bandsperrever— stärker 86, welcher auf die Läufergeschwindigkeitsmodulationsfrequenz
abgestimmt ist, und zum anderen über eine Leitung 88 an einen Bandpassverstärker 90, der ebenfalls
auf die Läufergeschwindigkeitsmodulationsfrequenz abgestimmt ist. Das Ausgangssignal des Bandsperreverstärkers
86 ist zu der konstanten Auswanderungsgeschwindigkeit skomponente und der unmodulierten Komponente der wahren
Bewegungsgeschwindigkeit proportional, während das Ausgangssignal des Bandpassverstärkers 9O zu der läufergeschwindigkeitsmodulierten
Komponente der wahren Bewegungsgeschwindigkeit proportional ist. "
Da das Strap-Down-Kreiselrückkopplungssystem für alle
Eingangssignale abgeglichen sein muss, die dem Kreisel
72 zugeführt werden, werden die getrennten Komponenten aus den Verstärkern 86 und 90 in einem Sunmierungsknotenpunkt
92 wieder vereinigt. Das Ausgangssignal des
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Bandsperreverstärkers 86 wird dem Summierungsknotenpunkt 92 über eine Leitung 94 und das Ausgangssignal
aus dem Bandpassverstärker 90 dem Summierungsknotenpunkt 92 über eine Leitung 96 zugeführt. Das resultierende
Ausgangssignal des Summierungsknotenpunkts 92 wird dann über eine Leitung 98 dem Impulsdrehmomentsignalservorverstärker
100 zugeführt, dessen Ausgangssignal über eine Leitung 102 dem Strap-Down-Kreiselüberwachungsmotor
in dem Kreisel 72 zugeführt wird. Obwohl es in Fig. 4 nicht dargestellt ist, sei erwähnt, dass der
Impulsdrehmomentsignalservoverstärker 100 aus einer Quantisiereinrichtung und einer Stromumschaltbrücke besteht,
die ein zeitmoduliertes,konstantes Stromrechtecksignal ableitet, das auf der Leitung 102 erscheint.
In der Praxis wird das Umschalten des Rechtecksignals \on
minus nach plus mit einer vorgeschriebenen Taktgeschwindigkeit von typischerweise 1 kHz gesteuert, wohingegen
das Umschalten von plus nach minus durch einen Vergleich des Rückkopplungssignals mit einer Sägezahnschwingung
festgelegt wird, die mit der vorgeschriebenen Taktgeschwindigkeit synchronisiert ist.
Das Ausgangssignal des Bandpassverstärkers 90 wird ausserdem über eine Leitung 104 einem Demodulator und
Tiefpass 106 zugeführt. Das Ausgangssignal des Läufergeschwindigkeitsmodulators 28 wird ausserdem über eine
Leitung 108 dem Demodulator und Tiefpass 106 zugeführt. Der Demodulator und Tiefpass 106 ist auf die Läufergeschwindigkeitsmodulationsfrequenz
abgestimmt und sein Ausgangssignal ist zu der Komponente niedriger Frequenz
der wahren Bewegungsgeschwindigkeit proportional. Die Komponenten höherer Frequenz der wahren Bewegungsges^hwindigkeit
werden gewonnen, indem das Signal aus dem
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Summierungsknotenpunkt 92 über eine Leitung 110 einem
Hochpass 112 zugeführt wird, welcher die konstante Auswanderungsgeschwindigkeitskomponente und die läufergeschwindigkeitsmodulierte
Komponente in dem Signal nicht durchlässt. Das Ausgangssignal des Hochpasses 112 wird einem Summierungsknotenpunkt 114 zugeführt,
wo es mit dem Ausgangssignal des Demodulator und Tiefpasses 106 vereinigt wird, um ein Signal zu erzeugen,
welches das Ausgangssignal aus einem auswanderungsfreisi
Kreisel darstellt. Das Ausgangssignal des Summierungsknotenpunkte 114 wird dann digitalisiert, indem es
durch einen Analog-Digital-Wandler 116 hindurchgeleitet wird, welcher typischerweise mit dem Impulsdrehmomentsignalservorverstärker
100 bei einer Taktfrequenz von 1 kHz synchronisiert ist. Das Ausgangssignal des Analog-Digital-Wandlers
116, das auf einer Leitung 118 erscheint, ist typischerweise eine Impulsfolge, welche Inkremente
von Winkeländerungen der wahren Bewegung darstellt. Dieses Signal wird dann einem Datenprozessor zugeführt, bei
welchem es sich um den Führungscomputer 24 von Fig. 1 handeln kann.
Fig. 5 zeigt den neuen linear-parabolischen Läufergeschwindigkeitsmodulator
nach der Erfindung zum digitalen Aufbauen einer Sinuswelle. Die Einrichtung kann in Verbindung
mit den Ausführungsformen der Fig. 2 und 4 und
ausserdem überall dort verwendet werden, wo eine digital aufgebaute Sinuswelle erwünscht ist. Die Kreiselläufergeschwindigkeitsmodulation
muss eine hohe Stabilität haben und den Einschränkungen der Kreiselläufermotoren angepasst
sein. In der Praxis kann eine ausreichende Stabilität nur durch Digitalschaltungen erreicht werden, die aus
einem stabilen quarzgesteuerten Oszillator gespeist werden.
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Eine Einschränkung ist bei der Kreiselläufergeschwindigkeit ihre Beschleunigung und Verzögerung, die bei der
Ausführung der Erfindung genau geregelt werden muss. Die Änderungsgeschwindigkeit der Beschleunigung ist ebenfalls
von Bedeutung. Der hier offenbarte linear-parabolische Läufergeschwindigkeitsmodulator schafft bestimmte
Grenzen unabhängig sowohl von dem Beschleunigungskoeffizienten als auch von dem Beschleunigungsgeschwindigkeitskoeffizienten
der Läufergeschwindigkeit.
Der Synthesizer von Fig. 5 enthält einen Hauptzähler 120,
welcher die Anzahl von Impulsen zählt, die ihm durch ein variables Impulsgatter 122 aus einem Taktoszillator
124 zugeführt werden. Es ist eine Regellogik vorgesehen, welche dafür sorgt, dass das digitale Ausgangssignal des
Hauptzählers 120 sich in Abhängigkeit von der zeit sinusförmig ändert. Das digitale Ausgangssignal des Hauptzählers 120
ist, in seiner bevorzugten Ausführungsform, ein digitales 12-Bit-Wort. Die sinusförmige Änderung des Ausgangssignals
ist in Wirklichkeit keine reine Sinusschwingung, sondern eine Annäherung, die durch Kombinieren einer linearen
Änderung über der Zeit mit einer parabolischen Änderung über der Zeit erreicht wird.
Es wird ein Zeitpunkt angenommen, welcher Null Grad einer
Sinuskurve äqivalent ist. der Oszillator 124 erzeugt Impulse mit einer Frequenz von etwa 1 kHz, die über eine
Leitung 126 dem einstellbaren Impulsgatter 122 zugeführt werden, welches zu dieser Zeit so eingestellt ist,
dass es sämtliche auf der Leitung 126 erscheinenden Impulse durchlässt. Diese Impulse werden dann dem Zähler
120 über eine Leitung 128 zugeleitet, welcher von einem Anfangsgrundzählerstand, der von Null verschieden sein
kann, vorwärts zählt. Der Zählerstand in dem Zähler 120
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wird über eine Leitung 130 einem Wertdetektor 132 zugeführt, in welchem ein Zählwert gespeichert ist,
der dem Wert äquivalent ist, den die Sinuskurve bei einer Drehung von ungefähr +60 haben würde. Dieser
Wert wird im folgenden als 60 -Wert bezeichnet. Wenn der Viert des Zählers 120 den in dem Wertdetektor 132
gespeicherten Wert erreicht, wird ein Ausgangssignal über eine Leitung 136 an eine ODER-Schaltung 134 abgegeben.
Die ODER-Schaltung 134 gibt ein Signal über eine Leitung 138 an ein Flipflop 140 ab, um ihn aus seinem rückgesetzten
Zustand in seinen Setzzustand umzuschalten. Wenn der Flipflop 140 gesetzt wird, gibt er ein Signal über
eine Leitung 142 an eine Torschaltung 144 ab, welches diese Torschaltung öffnet und den Impulsen aus dem
Oszillator 124 erlaubt, durch eine durch sechzehn dividierende Schaltung 146 und durch die Torschaltung
144 hindurch zu einem Flankenzähler 148 zu gehen, d.h. einer von jeweils sechzehn Impulsen aus dem Oszillator
124 wird zu dem Flankenzähler 148 geleitet. In diesem Zeitpunkt ist der Flankenzähler 148 so eingestellt
worden, dass er seinen maximalen Zählerstand von binär fünfzehn enthält (es gibt sechzehn mögliche Zählerstände
zwischen binär null und binär fünfzehn). Wenn der Flankenzähler 148 seinen maximalen Zählerstand enthält, wird
ein Signal an das einstellbare Impulsgatter 122 über eine Leitung 150 abgegeben, welches bewirkt, dass das
einstellbare Impulsgatter 122 alle Eingangsimpulse durchlässt, die es auf der Leitung 126 empfängt. Nimmt man
an, dass der Flankenzähler 148 so eingestellt ist, dass er infolge des Setzzustands eines Flipflops 152 rückwärts
zählt, so wird der Flankenzähler langsam rückwärts zählen, und zwar jedesmal dann, wenn er einen Impuls aus der
Torschaltung 144 empfängt. Wenn der Flankenzähler 148 rückwärts zählt, bewirkt das Signal auf der Leitung 150,
dass das einstellbare Impulsgatter 122 für jeden Schritt,
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um den der Flankenzähler 148 seinen Zählerstand verringert
hat, einen Impuls weniger durchlässt, d.h. wenn der Flankenzähler 148 einen Zählerstand vierzehn
enthält, lässt das einstellbare Impulsgatter 122 nur fünfzehn der auf der Leitung 126 abgegebenen sechzehn
Impulse durch, und wenn der Flankenzähler einen Zählerstand dreizehn enthält, lässt das einstellbare Impulsgatter
122 nur vierzehn der sechzehn Impulse durch, usw. bis der Flankenzähler Null erreicht. Während dieses
Zeitintervalls lässt das einstellbare Impulsgatter 122 immer weniger von den Oszillatorimpulsen zu dem Zähler
120 durch. Die durch sechzehn dividierende Schaltung 146 bewirkt, dass dem einstellbaren Impulsgatter 122
sechzehn Oszillatorimpulse für jeden Impuls zugeführt
werden, der dem Flankenzähler 148 zugeführt wird, und wenn der Flankenzähler rückwärts zählt, erreichen weniger
Impulse den Zähler 120, so dass dieser in Abhängigkeit von der Zeit mit einer langsameren Geschwindigkeit
vorwärts zählt, wobei der Zählerstand in dem Zähler 120 als eine Funktion der Zeit die Abrundung des Gipfels
einer Sinuskurve annähert.
Wenn der Flankenzähler 148 einen Zählerstand Null erreicht, wird dieser Zustand durch eine Logikschaltung
154 abgefühlt und es wird ein Signal über eine Leitung 156 an den Flipflop 152 abgegeben, damit dieser Flipflop
rückgesetzt wird und den Flankenzähler 148 vom Rückwärtszählen auf Vorwärtszählen umschaltet.
Das Signal auf der Leitung 156 wird ausserdem über eine Leitung 158 an einen Flipflop 160 abgegeben, um dessen
Zustand umzukehren und den Hauptzähler 120 vom Vorwärtszählen auf Rückwärtszählen umzuschalten.
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Der Flankenzähler beginnt nun in Abhängigkeit von den Impulsen aus der Torschaltung 144 vorwärts zu zählen.
Das einstellbare Impulsgatter 122 lässt am Anfang nur einen von jeweils 16 Impulsen auf der Leitung 126 zu
dem Zähler 120 durch, welcher nun rückwärts zu zählen beginnt. Da der Zähler 148 vorwärts zählt, nimmt die
Anzahl von durch das einstellbare Impulsgatter 122 hindurchgehenden Impulsen allmählich zu und der Zählerstand in
dem Hauptzähler 120 nimmt mit einer grösseren Geschwindigkeit in einer zu seinem Vorwärtszählen gleichartigen
Weise ab. Dieser Vorgang setzt sich fort, bis der Wertdetektor 132 feststellt, dass der Wert in dem Zähler
ungefähr 120 der Sinuskurve äguivalent ist oder dass der Zähler 120 denselben Wert wie der 60°-Wert der Sinuskurve
enthält. In diesem Zeitpunkt wird ein Signal über die Leitung 136 an die ODER-Schaltung 134 abgegeben,
wodurch der Flipflop 140 rückgesetzt und dadurch die Torschaltung 144 gesperrt wird.Anschließend werden sämtliche Impulse,
die vom Oszillator 124 auf der Leitung 126 dem einstellbaren Impulsgatter 122 zugeführt werden, zu dem Hauptzähler
120 geleitet und es wird das lineare Rückwärtszählen wieder aufgenommen.
Wenn der Mittelwert der Sinuskurve erreicht ist, stellt der Wertdetektor 130 fest, dass der Zähler 12O einen
Zählerstand erreicht hat, der gleich dem Nullwert der Modulation ist, und erzeugt ein Signal auf einer Leitung
164, welches, unter der Annahme, dass es sich um ein Zwei-Werte -signal handelt, von den zuvor beschriebenen Auswanderungsrechnern
als Synchronisierungssignal verwendet werden kann. Der Zähler 120 braucht nicht negativ zu
zählen, sondern kann auf einen positiven Zählerstand voreingestellt sein, der 0° der Sinuskurve entspricht,
wobei sämtliche positiven und negativen Ausschläge der
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Sinuskurve durch positive Zahlen dargestellt werden. Das Synchronisierungssignal auf der Leitung 164 kann
ausserdem an den Flipflop 140 abgegeben werden, um sicherzustellen, dass er während der nächsten Zählperiode
in seinem rückgesetzten Zustand ist und gesetzt wird, wenn der nächste 60 -Wert der Sinuskurve erreicht wird.
An dem Mittelwert der Sinuskurve enthält der Flankenzähler seinen maximalen Zählerstand. Dieser Zustand wird
durch die Logikschaltung 154 abgefühlt und es wird ein Signal über eine Leitung 166 an den Flipflop 152 abgegeben,
damit dieser gesetzt wird und den Flankenzähler auf Rückwärtszählen
umschaltet. Der Zähler 120 behält sein Rückwärtszählen bei. Wenn der Zähler 12O rückwärts bis
zu dem -60° (240°)-Wert der Sinuskurve zählt, betätigt der Wertdetektor 132 wieder die ODER-Schaltung 134, die
den Flipflop 140 setzt und die Torschaltung 144 durchsteuert. Der Flankenzähler 148 zählt nun von fünfzehn
bis null rückwärts und die Anzahl der durch das variable Impulsgatter 122 hindurch zu dem Zähler 120 gehenden
Impulse wird verringert, wie zuvor, bis der Flankenzähler 148 einen Zählerstand Null erreicht. In diesem
Zeitpunkt setzt ein Signal aus der Logikschaltung 154 über eine Leitung 156 den Flipflop 152 zurück, was zur
Folge hat, dass der Flankenzähler 148 auf Vorwärtszählen
umschaltet, und kehrt den Zustand des Flipflops 16O um, was zur Folge hat, dass der Hauptzähler 120 wieder
vorwärts zählt, so dass er die Sinuskurve vervollständigen kann. Der Flankenzähler beginnt dann seine Zählung null
bis fünfzehn, in dieser Zeit ist die Torschaltung 144
gesperrt und der übrige lineare Teil der Sinuskurve wird im Zähler 120 gebildet.
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Das Ausgangssignal des Zählers 120 auf der Leitung 130 kann einem Digital-Analog-Wandler (nicht dargestellt)
zugeführt werden, welcher des binäre Ausgangssignal in einen analogen Wert umwandelt, der dem
Kreiselläuferantriebsmotor zugeführt wird. Es kann ausserdem eine Frequenzumwandlung erforderlich sein,
die von dem Typ des Antriebsmotors abhängt, beispielsweise durch Verwendung einer binären Frequenzvervielfacherschaltung.
Im Rahmen der Erfindung bietet sich dem Fachmann über die beschriebenen Ausführ-ungsbeispiele hinaus eine
Vielzahl von Vereinfachungs- und Verbesserungsmöglichkeiten sowohl hinsichtlich der Bauteile als auch ihrer
Zusammenfügung.
S09882/03U
Claims (3)
- Patentansprüche( iJ Verfahren zum Aufbauen einer Sinuswelle, gekennzeichnet durch folgende Schritte:Erzeugen einer Reihe von zeitgesteuerten Impulsen, Zählen der Reihe von zeitgesteuerten Impulsen in einem Zähler,Abfühlen des Erreichens eines ersten ausgewählten Zählerstandes in dem Zähler und kontinuierliches Verringern der Anzahl von dem Zähler zugeführten Impulsen, bis die Anzahl von dem Zähler zugeführten Impulsen Null ist. Umkehren der Zählrichtung in dem Zähler und kontinuierliches Vergrössern der Anzahl von dem Zähler zugeführten Impulsen, bis der Zähler wieder den ersten ausgewählten Zählerstand erreicht,Abfühlen des Erreichens eines zweiten ausgewählten Zählerstandes in dem Zähler und kontinuierliches Verringern der Anzahl von Impulsen, bis die Anzahl von dem Zähler zugeführten Impulsen Null ist, und Umkehren der Zählrichtung in dem Zähler und kontinuierliches Vergrössern der Anzahl von dem Zähler zugeführten Impulsen, bis der Zähler wieder den zweiten ausgewählten Zählerstand erreicht.
- 2. Digitaler Sinuswellen-Synthesizer, gekennzeichnet durch einen Oszillator zum Erzeugen einer Reihe zeitgesteuerter Impulse , durch einen mit dem Oszillator verbundenen Zähler, der die Impulsreihe empfängt und zählt, durch eine auf einen vorgewählten ersten Zählerstand in dem Zähler ansprechende Logik zum allmählichen Verringern der Anzahl von dem Zähler zugeführten zeitgesteuerten Impulsen nach einem vorgewählten Muster, durch eine Einrichtung, die auf einen Betriebszustand der Logik anspricht und die509882/0314Zählrichtung des Zählers umkehrt und bewirkt, dass die Logik die Anzahl von dem Zähler zugeführten Impulsen entsprechend dem vorgewählten Muster allmählich vergrössert, und durch eine Steuereinrichtung, welche die Logik enthält und auf einen vorgewählten zweiten Zählerstand in dem Zähler anspricht, um die Logik zu inaktivieren.
- 3. Digitaler Sinuswellen-Synthesizer nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Logik enthält: eine variable Dividierschaltung, die so angeschlossen ist, dass sie die Oszillatorimpulsreihe empfängt und einen variablen Anteil der Impulsreihe durchlässt, wobei der Zähler mit der variablen Dividierschaltung verbunden ist und die durch dieselbe durchgelassenen Impulse zählt, einen mit dem Zähler verbundenen Wertdetektor, der auf einen vorgewählten Zählerstand in dem Zähler anspricht und ein Torsteuersignal erzeugt, eine Dividierschaltung, die an einem Eingang die Oszillatorimpulse empfängt und eine Reihe von Ausgangsimpulsen erzeugt, die der Anzahl von an dem Eingang empfangenen Oszillatorimpulsen dividiert durch eine ganze Zahl äquivalent ist, eine Torschaltung, die die Reihe von Ausgangsimpulsen aus der Dividierschaltung empfängt, einen Flankenzähler, welcher mit der Torschaltung verbunden ist, eine Einrichtung zum Zuführen des Torsteuersignals zu der Torschaltung, damit diese betätigt und die Reihe von Ausgangsimpulsen durch diese zu dem Flankenzähler durchgelassen wird, wobei der Flankenzähler die ihm durch die Torschaltung zugeführten Impulse zählt, eine Einrichtung zum Verbinden des Flankenzählers mit der variablen Dividierschaltung, damit diese variable Dividierschaltung in Abhängigkeit von dem Zählerstand des Flankenzählers den509882/03UAnteil der zu dem Hauptzähler durchgelassenen Impulse
verändert, dass die Steuereinrichtung auf einen vorgewählten Zählerstand in dem Flankenzähler anspricht und die Zählrichtung in demselben und in dem Hauptzähler umkehrt und dass eine mit dem Hauptzähler verbundene Einrichtung zum Erzeugen eines Ausgangssignals vorgesehen ist.509882/03ULeerseite
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Legal Events
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