DE251874C - - Google Patents
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Vorliegende Erfindung betrifft eine Maschine zur selbsttätigen Erzeugung von Behältern,
insbesondere aus Strohpappe, die für die Verpackung von gebrechlichen oder leicht zu beschädigenden
Gegenständen, wie Obst, Eier, Konditorwaren ο. dgl., bestimmt sind.
Die Erfindung bezweckt, eine Maschine herzustellen, welche von fester Bauart, einfacher
und schneller Wirksamkeit und zuverlässiger
ίο und genauer Arbeitsleistung ist.
In der Zeichnung ist eine für die Herstellung von Verpackungsbehältern für Eier oder ähnliche
kleine Gegenstände dienende Maschine beispielsweise dargestellt, und zwar zeigen:
Fig. ι eine Seitenansicht und Fig. 2 die Draufsicht des Formteiles der Maschine, Fig. 3
einen senkrechten Längsschnitt nach der Linie 2-2 in Fig.-2, in der Richtung des Pfeiles 20
gesehen, Fig. 4 einen senkrechten Querschnitt nach der Linie 3-3 in Fig. 3, in der Richtung
des Pfeiles 30 gesehen, Fig. 5 die Stirnansicht einer Patrize, Fig. 6 die Seitenansicht einer
Patrize und der zugehörigen Matrize, Fig. 7 einen senkrechten Querschnitt nach der Linie
1-1 in Fig. 1, in der Richtung des Pfeiles 10
gesehen, und Fig. 8 ein Schaubild des von der Maschine hergestellten Behälters.
Die Maschine besteht .im wesentlichen aus zwei großen Teilen, nämlich dem Formteil und
dem Ausfertigungsteil. Ersterer besitzt Einrichtungen zum Dämpfen, Zuführen, Abschneiden,
Stanzen und Biegen der Werkstücke, während letzterer Einrichtungen zum Zurichten,
Kerben und Trocknen der Werkstücke enthält.
Da die Erfindung sich nur auf den Formteil bezieht, ist nur dieser in den Fig. 1 bis 7 näher
veranschaulicht worden, während der Ausfertigungsteil in der Zeichnung als für die Erfindung
belanglos weggelassen wurde.
Auf einem auf Seitenständern 4, 5 getragenen Tisch 6 sind die Dämpfvorrichtung A, die Zuführungswalzen
B, die Scheren C, die Stanzen D, die Fördervorrichtung E und die Biegevorrichtung
F angebracht. An Ständern 11, 12 ist
in Lagern 13, 14 die Hauptwelle 7 gelagert, auf welcher die Riemenscheibe 9 befestigt ist,
die von einer geeigneten Kraftquelle durch den Riemen 15 angetrieben wird.
Die Dämpfvorrichtung A besteht aus dem Tisch 16, in welchen die Dampfkammer 17
eingelassen ist, die oben mit einem Stabgitter 18 versehen ist, durch welches hindurch der
Dampf zu dem über den Tisch 16 hinweggeführten Papier oder der Pappe gelangt. Die
Dampfkammer 17 wird von einer geeigneten Dampfquelle aus durch das Rohr 19 mit Dampf
gespeist, über dessen Mündung eine Verteilplatte 21 angeordnet ist.
Die Zuführungswalzen bzw. Rollen B sind in Ständern 22, 23 gelagert. Die Welle 26 der
oberen Rollen ist mittels der Schrauben 28, 29 in der Höhenrichtung einstellbar. Die Welle 27
der unteren Zuführungsrollen wird von der Hilfswelle 50 aus mittels des auf dieser sitzenden
Kegelgetriebes 49, des mit diesem kämmenden, am unteren Ende der schrägen Welle 47
befestigten Kegelrades 48 und des Kegelräderpaares 32, 31 angetrieben. Die obere Rollen-.
achse 26 wird in Übereinstimmung mit der Achse 27 durch die Zahnräder 33, 34 in Drehung
versetzt.
Die Abschneidevorrichtung C besteht aus der an den Matrizenbetten 45, 46 befestigten
festen Klinge 35 und der mit dieser zusammen wirkenden Klinge 36, die an den Patrizenträgern
37, 38 befestigt ist.
Die Stanzvorrichtung D umfaßt zwei Reihen Matrizen 42 im Bette 45 und zwei Reihen Patrizen
41 im Träger 37 auf der einen Seite und eine gleichartige Anordnung von zwei Reihen
Matrizen 44 im Bette 46 und zwei Reihen Pa-
ao trizen 43 im Träger 38 auf der anderen· Seite. Bei der dargestellten Maschine sind in jeder
Reihe sechs Matrizen und Patrizen vorhanden, so daß die Maschine im ganzen 24 Matrizen-Patrizenpaare
enthält.
Jede Patrize 41 (Fig. 5 und 6) hat einen mittleren zylindrischen Lochstempel 41^, für
welchen in der Matrize 42 die Bohrung 42 a
vorgesehen ist. Der Stempel 41^ dient zum
Ausstanzen einer kleinen Scheibe in der Mitte jedes Tragkorbes 91 (Fig. 8) des Werkstückes.
Um den Stempel 4ia herum sind radial gestellte
Klingen 41* angeordnet, welche mit Klingen 42* der Matrize 42 zusammen wirken,
um eine Anzahl radialer, die Bildung der Tragkörbe 91 erleichternder Einschnitte herzustellen.
Die Patrizenträger 37, 38 sind an der Unterseite von Preßköpfen 39, 40 befestigt, die mittels
der Stangen 51, 52 in Armen 53, 54 der Ständer 11, 12 geführt sind. Die absetzende
Bewegung der Preßköpfe 39, 40 erfolgt auf folgende Weise: In den Ständern 24, 25 ist
die Welle 55 gelagert, auf welcher die Riemenscheibe 56, die von der Scheibe 9 aus durch
den Riemen 57 beständig angetrieben wird, lose drehbar ist. Auf der Welle 55 ist eine
übliche Kupplung 58 befestigt, mittels welcher die Scheibe 56 so gekuppelt werden kann, daß
letztere eine Umdrehung macht und dann wieder stillsteht. Der Eingriff der Kupplung 58
mit der Riemenscheibe 56 wird durch Herausziehen der Sperrklinke 59 hergestellt, die bei 60
(Fig. 1) an einem Arm 61 des Ständers 12
schwingbar gelagert ist. Die Scheibe 56 besitzt einen schweren Kranz, um beim Einlösen der
Kupplung 58 als Schwungrad zu wirken. Die Welle 55 ist mit Exzentern 62, 63 versehen,
die durch die einstellbaren Stangen 64, 65 mit den Preßköpfen 39, 40 verbunden sind. Die
Sperrklinke 59 wird auf folgende Weise in bestimmten Zeitabschnitten außer Eingriff mit
der Kupplung 58 gebracht. An dem Ende der Welle 7 ist das Kegelrad 66 befestigt (Fig. 2),
welches den Kegeltrieb 67 am oberen Ende der schrägen Welle 68 treibt, auf deren unterem
Ende das Kegelrad 69 sitzt, welches den Kegeltrieb 70 auf der Welle. 71 treibt. Auf dem
hinteren Ende der Welle 71 auf dem Teile ηχα
(Fig. 7) ist die Kurvenscheibe77 befestigt, welche mit der Rolle 79 am unteren Ende der Stoßstange
78 zusammen wirkt, deren oberes Ende mit dem Winkelarm 590 (s. Fig. 1) der Sperrklinke
59 verbunden ist. Beim Aufwärtsbewegen der Stange 78 durch den ausladenden Teil der
Kurvenscheibe 77 wird die Klinke 59 um den Zapfen 60 so gedreht, daß die Kupplung 58
mit der Scheibe 56 in Eingriff kommt. Die Welle 71 besteht aus den beiden Teilen 71 und
ητ.α (Fig. 7), deren gleichartige Drehbewegung
auf folgende Weise herbeigeführt wird. Neben der Welle 71 ist eine parallele Welle 72 gelagert,
welche von der Welle 71 durch die Zahnräder 73, 74 (Fig. 1) angetrieben wird. Am anderen
Ende der Welle 72 ist das Zahnrad 75 (Fig. 3) befestigt, welches das Zahnrad 76 auf der
Welle 71 a treibt.
Die Fördervorrichtung E besteht aus einer endlosen, absatzweise bewegten Kette, deren
Glieder 81 miteinander gelenkig verbunden sind und von der Kettentrommel 82 und der
Leittrommel 83 getragen werden. Die Leittrommel 83 sitzt auf der Welle 84, welche in
am Tisch 6 angebrachten Hängelagern 85 (Fig. 4) frei drehbar ist. Die Glieder 81 sind
alle von gleicher Länge, in welche die Länge des Werkstückes gerade teilbar ist. Die Trommeln
82 und 83 sind in solcher Höhe angeordnet, daß die Oberkanten der Rippen 98, 99
der Kettenglieder 81 in der Oberflächenebene der Matrizen 42, 44 liegen. Für die Führung
der Kettenglieder 81 sind am Tisch 6 Leisten 101, 102 (Fig. 7) vorgesehen. Die Leittrommel
83 ist weiter so gelagert, daß das hintere Ende des jeweils nach oben gebrachten Kettengliedes
mit dem hinteren Ende der Patrizenträger 37, 38 in derselben Vertikälebene liegt.
Jedes zweite Kettenglied, wie ζ. Β. 8ΐΛ, ist
nahe seinem hinteren Ende mit einer von der Mittelrippe 98 nach oben vorstehenden Spitze
oder Nadel 100 versehen, auf welche das Werkstück durch eine an den Patrizenträgern 37, 38
befestigte Stange 104 aufgespießt wird, in welcher ein mit der Spitze 100 zusammen wirkendes
Loch 103 vorgesehen ist.
Nachdem in der hier vorliegenden beispielsweisen Ausführung die Länge des Werkstückes
der Länge zweier Kettenglieder 81 entspricht und das Kettenprisma 82 sechs Flächen besitzt,
so muß das Kettenprisma 82 für jeden Arbeitsgang eine Drittelumdrehung machen,
damit die Kette um eine Werkstücklänge weiterbewegt wird. Eine solche absatzweise.
Drehbewegung wird der Kettentrommel 82 und der Welle 50 auf folgende Weise erteilt.
Das Zahnrad 105 auf der Hauptwelle 7 treibt durch das Zahnrad 106 auf dem Achsstummel
107 ein gleich großes Zahnrad 108 auf dem
Zapfen 109. An dem Zahnrad 108 ist die Scheibe 110 befestigt, welche zwei Mitnehmerrollen
in besitzt, die mit zwei aufeinanderfolgenden Schlitzen 114 des auf der Welle 50
befestigten Sternrades 113 in Eingriff kommen. Die Scheibe 110 ist auch mit der Hemmfläche
112 versehen, welche in bekannter Weise mit den Hemmungsbogen 115 des Sternrades 113
in Berührung kommt. Auf diese Weise wird bei einem Drittel einer Umdrehung der Hauptwelle
7 und der Scheibe 110 dem Sternrade 113, der Welle 50 und dem Kettenprisma 82 eine
. 20 Drittelumdrehung erteilt. Während der beiden anderen Drittel der Umdrehung der Scheibe 110
ist ihre Hemmungsfläche 112 mit einem der.
Bogen 115 des Sternrades 113 in Berührung,
so daß dieses, die Achse 50, das Kettenprisma 82 und die Kettenglieder 81 während dieser
Zeit in Ruhe sind.
Die Formeinrichtung F umfaßt eine Reihe aufeinanderfolgend betätigter Stempel, die unmittelbar
hinter der Stanzeinrichtung D in Übereinstimmung mit den Kettengliedern 81 b
und 81c angeordnet sind. Die Kettenglieder 81
sind mit Nuten 902, 903 (Fig. 7) versehen, ■deren Profile den Formen der Teile 92, 93 des
Behälters (Fig. 8) entsprechen. In einem Querstück 116 sind senkrecht bewegliche Stempel
117, 118 geführt, deren untere Enden entsprechend
den Nuten 902, 903 in den Kettengliedern 81, geformt sind. ' Die Länge der
unteren Enden der Stempel 117, 118 entspricht
der Länge zweier Kettenglieder 81. Neben den Stempeln 117, 118 sind in dem Querstück 116
zwei Stempel 122 geführt, in deren unteren Enden je zwei Reihen von Ausnehmungen 123,
124 angeordnet sind, die in Anzahl und gegenseifiger
Stellung den Matrizen 42, 44 entsprechen. Die unteren Enden der Stempel 117, 118
und 122 sind mit Hohlräumen iig für die Zirku-.lation
von Dampf versehen, um das Werkstück nach dem Formen zu trocknen. Der Dampf
50. kann von einer geeigneten Quelle durch die mit biegsamen Zuleitungen 121 verbundenen
Rohre 120 zugeführt werden. Für das Zusammenwirken mit den Unterflächen der Stempel
122 sind feste Tische 127, und für das Zusammenwirken
mit den Ausnehmungen 123, 124 der Stempel 122 sind vertikal verschiebbare
Bolzen 125, 126 vorgesehen. Die Stempel 117, 118, 122 werden durch auf der Hauptwelle
7 sitzende Kurvenscheiben 128, 129 und
130 mittels der auf der Achse 134 schwingbaren
Doppelhebel 131, 132 und 133 betätigt.
An dem einen Ende der Hebel 131, 132, 133
sind in die Kurvennuten der Scheiben 128, 129, 130 eingreifende Rollen 135 gelagert, während
das andere gegabelte Hebelende 136 mit Rollen 137 in Eingriff ist, die auf Bolzen 138 an den
oberen Enden der Stempel drehbar sind. Die Kurvennuten der Scheiben 128, 129 und 130
sind einander gleich, jedoch zueinander so versetzt angeordnet, daß zuerst der Stempel 117,
dann die Stempel 118 und zuletzt die Stempel 122 niederbewegt werden. Die Bolzen 125, 126
sind in Platten 139, 140 befestigt, die nach unten reichende Zapfen 141 besitzen, an deren
unteren Enden Rollen 143 drehbar gelagert sind, die mit Kurvenscheiben 144, 145 an den
Wellen 71, yi.a so zusammen wirken, daß bei
der immerwährenden Drehung der Wellen 71,yia die Bolzen 125,126 absatzweise auf
und nieder bewegt werden. Die Aufbewegung d,er Bolzen 125, 126 zum Zusammenwirken mit
den Ausnehmungen 123, 124 der Stempel 122
erfolgt immer dann, wenn diese zum Andrücken der Flügel 97 des Werkstückes gegen die Tische
127 niederbewegt werden. Durch die nächstfolgende Weiterbewegung der Fördervorrichtung
E wird das Werkstück unter die Hauptwelle 7 gebracht, wobei das Werkstück unter
einem oder mehreren an der Stange 1403 befestigten Fingern 1402 zu liegen kommt, die
gegen den Grund der Rinnen 92 des Werkstückes drücken und das Ablösen desselben von
den Nadeln 100 des Kettengliedes 8irf beim
Abbiegen desselben nach unten erleichtern. An der am Tische befestigten Querschiene 1442
sind zwei Platten 1440 zum Tragen der Flügel 97 und eine Schiene 1441 zum Tragen, des Mittelteiles
95 des Werkstückes beim Übergang desselben zu den Zuricht- und Kerbeinrichtungen G
vorgesehen. Diese beginnt mit den Wellen 150, 151, die beständig durch das Kettenrad 149,
die Kette 147 und das Kettenrad 148 von der Hauptwelle 7 angetrieben werden, wobei die
Bewegungsübertragung auf die Welle 151 durch Zahnräder 166 und 167 erfolgt.,
Die Arbeitsweise der beschriebenen Maschine ist folgende:
Von einer nicht dargestellten Rolle wird ein Papier- oder Pappestreifen auf dem Tisch A
zwischen den Einzugwalzen B so weit in die Maschine eingeführt, daß der Vorderrand des
Streifens auf die Schneidekante der Klingen 35, 36 trifft. Die Breite des Pappestreifens
entspricht der Entfernung der beiden Ständer 11, 12. Nun wird Dampf durch das Rohr 19
der Kammer 17, durch die Rohre 120 der Formvorrichtung
F und durch die Rohre 174 .der Trockenvorrichtung H zugeführt. Hierauf wird
die Hauptwelle 7 in der Pfeilrichtung in Drehung versetzt, und sobald die Scheibe 110 eine Zwei-
drittelumdrehung vollführt hat, kommt die Mitnehmerrolle in mit dem Schlitz 114 des
Sternrades 113 in Eingriff, so daß dieses eine Drittelumdrehung macht. Durch die Zahnräder
48, 49 wird dabei die Welle 47, und durch die Zahnräder 31, 32 werden die Einzugwalzen
B so weit gedreht, daß der Pappstreifen um die Länge eines herzustellenden Behälters
vorgeschoben wird, so daß der Vorderrand 90^
ίο des Pappestreifens unter die Vorderkante der
Stanzvorrichtung D und über die Nadel 100 zu liegen kommt. Die Kurvenscheibe 77 wirkt
nun mit ihrem am weitesten ausladenden Teile gegen die Rolle 79, und die Stange 78 bringt
die Sperrklinke 59 außer Eingriff mit der Kupplung 58, die nun von der Riemenscheibe 56 mitgenommen
wird, so daß die Welle 55 und ihre Exzenter 62, 63 gedreht und die Patrizenträger
39,40 mit den Patrizen 41,43 zwecks Zusammenwirkens
mit den Matrizen 42; 44 in den Betten 45, 46 niederbewegt werden. Hierbei
wird auch die Klinge 36 gegen die Klinge 35 niederbewegt, um von dem Pappestreifen das
Werkstück längs der Kante 90 (Fig. 8) abzuschneiden. Durch das Zusammenwirken der
niedergehenden Patrizen 41, 43 mit den Matrizen 42,44 werden die Mittelscheiben der
Tragkörbe 91 ausgestanzt und die radialen Einschnitte gemacht. Die Mittelscheiben gelangen
als Abfall in die Löcher 420 im Tische 6". Beim Niedergang der Patrizenträger 37,38
geht auch die an denselben befestigte Querstange 104 nieder, und ihre Matrize 103 spießt
das Werkstück auf die am Kettenglied 81 a
angeordnete Nadel 100. Die Exzenterwelle 55 vollendet sodann ihre Umdrehung, um die
Preßköpfe 39, 40 in die Hochstellung zurückzubringen, worauf die Sperrklinke 59 wieder
mit der Kupplung 58 in Eingriff kommt und diese von der Scheibe 56 losgelöst wird, um
die Welle 55 nach einer vollen Umdrehung wieder stillzusetzen.
Nun bewegt sich die Fördervorrichtung E um eine Werkstücklänge vor und bringt das
gestanzte Werkstück unter die Formvorrichtung F. Jetzt geht der Stempel 117 nieder
und preßt das Werkstück in die Rinnen 902 ein, wobei die Flügel 97 des Werkstückes nach
innen gegen den Stempel 117 gezogen werden.
Hierauf gehen die beiden Stempel 118 gleichzeitig
nieder und pressen die Teile 93 des Werkstückes in die Rinnen 903, wobei die Flügel 97
des Werkstückes noch weiter nach innen gezogen und die sternförmigen Einschnitte derselben
über die Stempel 125, 126 gebracht werden. Nun gehen die Stempel 122 nieder
und pressen die Flügel 97 gegen die Platten 127, und die ausladenden Teile der Kurvenscheiben
144, 145 drücken die Zapfen 141, die Platten
139,140 und die daran befestigten Stempel 125, 126 nach oben, welche die dreieckigen
Lappen der sternförmigen Einschnitte behufs Bildung der Tragkörbe in die Ausnehmungen
123, 124 einpressen, wobei die Lappen auseinandergespreizt
werden. Während des Verweilens der Stempel 117,118 und 122 in der
Tiefstellung wird das Werkstück durch die geheizten Stempel teilweise getrocknet.
Die Stempel 117,118 und 122 werden sodann
wieder angehoben und die Stempel 125, 126 in ihre Tiefstellung gesenkt, worauf das Werkstück
um seine eigene Länge von der Fördervorrichtung E unter die Finger 1402 vorwärts
geschoben wird. Bei der nächsten Vorbewegung der Fördervorrichtung E legt sich das Kettenglied
81^ nach unten an das Kettenprisma 82 an, wobei die Spitze 100 an diesem Kettengliede
aus dem Loch 96. des Werkstückes gezogen wird, nachdem dasselbe an seinem hinteren
Teile von dem Finger 1402 gegen das nächstfolgende Kettenglied gedrückt und so
verhindert wird, dem Kettengliede 8irf zu
folgen.
Das Werkstück gelangt sodann zu dem für die Erfindung belanglosen Ausfertigungsteil der
Maschine.
Claims (3)
1. Maschine zur Herstellung von Verpackungsbehältern
aus Papier oder Pappe, bei welcher ein gedämpfter Papier- oder Pappestreifen um die Länge des herzustellenden Behälters von einer absatzweise
wirkenden Fördervorrichtung über eine Schneidevorrichtung bewegt wird, welche ein abgepaßtes Stück vom Streifen abschneidet,
dadurch gekennzeichnet, daß dieses Stück mittels einer zu gleicher Zeit mit der Schneidvorrichtung in Tätigkeit
gesetzten Stanzvorrichtung (D) mit einer Anzahl von Löchern, die von radialen Einschnitten
umgeben sind, versehen wird und hierauf durch eine Fördervorrichtung (E) zu Vorrichtungen (F) gebracht wird,
welche das Werkstück mit längsverlaufenden Kanälen versehen und die Flügel, welche durch die Einschnitte rings um die
Löcher gebildet werden, in Korbform auspressen.
2. Maschine zur Herstellung von Verpackungsbehältern nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß beiderseits der Stempel (117,118) zwei Stempel. (122) angeordnet
sind, welche die mit den sternförmigen Einschnitten versehenen Seitenflügel des Werkstückes gegen Matrizen (127)
pressen, in denen absatzweise nach oben bewegte Stempel (125, 126) angeordnet sind,
welche die von den sternförmigen Ein-
schnitten gebildeten Lappen des Werkstückes in Ausnehmungen (123, 124) an der
Unterseite der Stempel (122) pressen.
3. Maschine zur Herstellung von Verpackungsbehältern nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß das Werkstück von der die sternförmigen Einschnitte in den Seitenflügeln desselben . herstellenden
Stanzvorrichtung (D) auf an den Förderkettengliedern angeordnete Nadeln (100)
aufgespießt wird, welche sich beim Abbiegen der Kettenglieder nach unten aus dem von federnden Fingern (1402) gegen
die Oberseite eines wagerechten Kettengliedes gedrückten Werkstückes herausziehen.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
BERLIN. GEDRUCKT IN DER REiCHSDRÜCKEREt.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE251874C true DE251874C (de) |
Family
ID=510279
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT251874D Active DE251874C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE251874C (de) |
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0
- DE DENDAT251874D patent/DE251874C/de active Active
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