DE2518321C3 - Strombetriebenes ODER-Glied - Google Patents
Strombetriebenes ODER-GliedInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein strombetriebenes ODER-Glied nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Mit »Inklusiv-ODER-Glied« oder kurz »ODER-Glied«
wird gemäß geltender Übereinkunft ein Verknüpfungsglied bezeichnet, dessen Ausgangssignal
den Zustand »hoch« hat, wenn irgendeines seiner Eingangssignale »hoch« ist, und dessen Ausgangssignal
den Zustand »niedrig« dann und nur dann hat, wenn alle Eingangssignale des Gliedes »niedrig« sind. Häufig
werden die beiden Zustände »hoch« und »niedrig« auch mit den Binärziffern »1« bzw. »0« bezeichnet. Es sind
ODER-Glieder bekannt, bei denen die Zustände »niedrig« und »hoch« der Eingangs- und Ausgangssignale
jeweils durch Spannungswerte definiert sind. Glieder dieser bekannten Bauart sind aber für manche
Zwecke ungeeignet. Beispielsweise lassen sie sich in Fernsprechanlagen mit sogenannter »Crosspoint«-
Technik schlecht einsetzen, da sich ihr Strombedarf mit der Betriebsspannung ändert, während es erwünscht ist,
daß der Gesamtstrombedarf von Crosspoint-Anordnungen in einem Vermittlungsschrank oder einer Telefonzentrale
innerhalb ziemlich enger Grenzen gleich bleibt. Hierbei können nämlich Überstrombedingungen als
Indiz für eine Störung des Systems gefühlt werden, und auf solche Bedingungen ansprechende Schutzschaltungen
können dann einer weitergehenden Beschädigung der Anlage vorbeugen. Gleichzeitig ist es aus Gründen
der Wirtschaftlichkeit, Zuverlässigkeit und Kompaktheit der Anlage sehr günstig, wenn man auf eine
Regelung der den verschiedenen Teilen der Anlage zugeführten Betriebsspannungen verzichten kann, obwohl
die Betriebsspannungen in einer Fernsprechvermittlungsanlage Schwankungen unterworfen sind, da
nicht genau festgelegt werden kann, welche Betriebsströme die Versorgungseinheiten zu liefern haben.
Unter normalen Betriebsbedingungen werden die Versorgungsspannungen aus dem Wechselspannungsnetz
abgeleitet, indem die Netzspannung transformiert, gleichgerichtet und geglättet wird. In Notfällen, d. h.
wenn das Netz ausfällt, werden die Versorgungsspannungen von Ersatzbatterien geliefert. Wenn die
Ersatzbatterien entladen werden, sinken die von ihnen gelieferten Versorgungsspannungen ab. In Fällen, wo
die Ersatzbatterien nicht derart mit der normalen Stromversorgung zusammengeschaltet sind, daß sie
gleichzeitig mit ihrer kontinuierlichen Ladungserhaltung eine Stabilisierungsfunktion ausüben, besteht die
Gefahr einer Änderung der gelieferten Betriebsspannung, wenn die Ersatzbatterien zur Übernahme der
Speisung gerufen werden. Diese Umstände machen es wünschenswert, in Fernsprechanlagen strombetriebene
anstelle von spannurtgsbetriebenen ODER-Schaltglie-
dem zu verwenden.
Ein anderer wichtiger Grund zur Verwendung sirombetriebener ODER-Glieder ist auch dann gegeben,
wenn ihre Eingangssignale durch Abfühlen der Zustände von Thyristoren gewonnen werden, welche
die Crosspoint-Schalter bilden. Da die Ströme zur Aufrechterhaltung der leitenden Zustände der Thyristoren
über die Signalleitungen geliefert werden und da die Signalleitungen so wenig wie möglich belastet weruen
sollen, ist es praktisch notwendig, hochohmige Fühleinrichtungen zu verwenden. Der hohe Quell- oder
Innenwiderstand der auf die ODER-Glieaer arbeitenden
Fühleinrichtungen läßt stromgesteuerte Verknüpfungsglieder geeigneter erscheinen als spannungsgesteuerte
Schaltungen.
Bei einem Strom-ODER-Glied sind die Zustände »niedrig« (oder 0) und »hoch« (oder 1) der Signale durch
Stromwerte und nicht durch Spannungswerte definiert. Bei manchen bekannten Crosspoint-Baugruppen, die in
integrierter Schaltungstechnik hergestellt sind, wird die strommäßige ODER-Verknüpfung einfach dadurch
realisiert, daß man die Eingangsströme zur Bildung des Ausgangsstroms lediglich summiert. Dies ist jedoch nur
so lange möglich, wie die Summe der maximalen jeweils eine »0« darstellenden Eingangsstromwerte wesentlich
kleiner ist als das M iiimum des noch als Signalzustand »1« zu betrachtenden Ausgangsstromwerts. Au ierdem
hat die bekannte Methode der einfachen Addition von Eingangsströmen zur Bildung der ODER-Verknüpfung
den Nachteil, daß der Ausgangsstrom übermäßig groß wird, wenn viele der Eingangsströme den Zustand
»hoch« haben. Wenn η die Anzahl der Eingangsströme ist, beträgt also der Ausgangsstrom das /7-fache des für
seinen »hohen« Zustand zur Darstellung einer »1« an sich ausreichenden Wertes. Wenn in einem System viele
ODER-Glieder benötigt werden, führt ein solch übermäßig hoher Ausgangsstrom zu einer unnötigen
Belastung der Speisequellen für die Betriebsleistung.
Aus der US-PS 33 28 603 ist ein Verknüpfungsglied der eingangs genannten Art bekannt, bei dem eine
Konstantstromquelle ständig einen bestimmten Strom liefert, der je nach den Eingangsbedingungen des
Verknüpfungsgliedes zu dessen Ausgang gelenkt oder statt dessen von ihm weg gesteuert wird. Ein solches
»Stromlenkw-Verknüpfungs-Glied verbraucht also ständig
eine beträchtliche Leistung.
Es stellt sich daher die Aufgabe, ein Strom-ODER-Glied anzugeben, das bei seinem »niedrigen« Ausgangszustand
wesentlich weniger Leistung verbraucht als bei Erzeugung seines Ausgangsstromsignals.
Diese Aufgabe wird durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.
Die Erfindung hat den Vorteil, daß keine ständig arbeitende Stromquelle erforderlich ist, wei Dei dem
bekannten Stromlenk-Verknüpfungsglied. Dank der gesonderten Schwellenfühlschaitung, die für jeden der
zum ODER-Glied fließenden Eingangsströme den Binärwert feststellt, kann es ferner den Fall, daß nur
eines seiner Eingangssignale eine »1« darstellt, gut unterscheiden von dem Fall, daß alle seine Eingangssignale
»0« sind, auch wenn die Summe dieser Signale so groß wie ein einziges !-Eingangssignal ist, was z.B.
infolge der die Eingangsströme begleitenden Rauschund Leckströme eintreten kann. Von Vorteil gegenüber
einer einfachen Stromaddition ist auch, daß das ODER-Glied den I-Wert seines Ausgangsstromes auf
eine gleichmäßige Höhe stabilisieren kann, die unabhängig
davon ist, ob die »i« arn Ausgang durch nur eines
oder mehrere Eingangssignale vom Wert »1« hervorge rufen wird.
Andere Merkmale der Erfindung betreffen eine integrierte Schaltungstechnik, mit der sich ein solches
strombetätigtes ODER-Glied realisieren läßt. Von besonderem Interesse ist das Prinzip der dynamischen
Vorspannung einer Trennwanne, um die darin befindlichen Komponenten zusätzliche Funktionen erfüllen zu
lassen. Dies steht im Gegensatz zur herkömmlichen
ίο Praxis, bei welcher die Trennwanne mit fester Spannung
vorgespannt wird. Die Technik der dynamischen Trennwannen-Vorspannung wird angewandt, um eine
Diodensteuerschaltung auf kleinem Raum in einer integrierten Schaltung zu realisieren.
Die Erfindung wird nachstehend anhand von Zeichnungen erläutert.
Fig. 1 und 2 sind Schaltbilder strombetriebener ODER-Glieder gemäß der Erfindung;
F i g. 3 ist das Schaltbild eines Teils eines Crosspoint-Schalters,
der ein erfindungsgemäß ausgebildetes strombetriebenes ODER-Glied enthält;
F i g. 4, 5 und 6 zeigen in einer Draufsicht und in einer ersten und einer zweiten Schnittansicht einen Teil eines
in integrierter Bauweise hergestellten strombetriebenen ODER-Gliedes nach Fig. 3.
Die Fig. 1 zeigt die Grundschaltung 2 des strombetriebenen
ODER-Gliedes. Zwei geschaltete Stromquellen (nicht dargestellt) sind mit den beiden Eingangsklemmen /Ni und IN 2 verbunden. Jede dieser
Stromquellen liefert einen Signalstrom, der entweder »niedrig« (Binärzustand 0) ist, wobei die Stromstärke
einen Nennwert von 0 Ampere hat, oder der »hoch« (Binärzustand 1) ist, wobei die Stromstärke einen
positiven Wert hat, oder der sich im Übergang zwischen den beiden vorerwähnten Zuständen befindet. Der
Quell- oder Innenwiderstand jeder dieser Stromquellen ist mindestens genauso groß wie der Eingangswiderstand
des ODER-Gliedes, auf den die Stromquellen arbeiten. Die »gemeinsame Klemme« (in der Zeichnung
mit G bezeichnet) ist mit einem Punkt festen Potentials verbunden, der im folgenden mit »Masse« bezeichnet
wird. Die Ausgangsklemme A ist mit einer (nicht dargestellten) Last verbunden, die einen Gleichstromweg
zu einem Betriebspotential bildet, welches die Kollektor-Basis-Übergänge von Transistoren 12 und 22
in Sperrrichtung gespannt hält.
Jeder der Transistoren 12 und 22 wirkt im wesentlichen wie ein Schalter. Die in ihrer Leitfähigkeit
steuerbare Strecke zwischen seinem Kollektor und seinem Emitter ist nichtleitend, d. h. gesperrt, wenn die
Basis des betreffenden Transistors von der mit ihr verbundenen Eingangsklemme einen »niedrigen« Strom
vom Wert 0 empfängt. Die besagte Strecke ist leitend, wenn die Basis des betreffenden Transistors von der
zugehörigen Eingangsklemme einen Strom mit höherem Wert empfängt, der eine 1 darstellt.
Wenn beide Eingangsklemmen INi und IN2 jeweils
einen Strom vom Nennwert 0 Ampere empfangen, dann reichen die daraufhin an den Widerständen 11 und 21
abfallenden Spannungen nicht aus, die Basis-Emitter-Übergänge der Transistoren 12 und 22 in Durchlaßrichtung
vorzuspannen. Die Widerstände 11 und 21 halten die Basen der Transistoren 12 und 22 auf Massepotential.
Der Widerstand 3 hält die Emitter der Transistoren 11 und 21 auf Massepotential. Bekanntlich leitet ein
Transistor nicht, wenn die an seinen Basis-Emitter-Übergang gelegte Spannung in Durchlaßrichtung nicht
Volt für Siliziumelemente). Da weder der Transistor 12 noch der Transistor 22 einen Kollektorstrom aus der
Ausgangsklemme A zieht, liegt der Ausgangsstrom im wesentlichen beim Nullwert. Das heißt, der Ausgangsstrom
ist »niedrig«, d. h., er hat den Zustand 0.
Da die Transistoren 12 und 22 auch keine Emitterströme liefern, wenn den Klemmen IN 1 und
IN 2 Eingangsströme »0« zugeführt werden, fällt am Widerstand 3 keine ausreichende Spannung ab, um die
Basis-Emitter-Übergänge von Transistoren 13 und 23 so weit in Durchlaßrichtung vorzuspannen, daß diese
Transistoren leitend werden.
Falls der Eingangsstrom zur Klemme IN 1 »hoch« ist,
fällt am Widerstand 11 genügend Spannung ab, um den Basis-Emitter-Übergang des Transistors 12 so weit
vorzuspannen, daß ein Strom von dessen Kollektor zu dessen Emitter fließt. Ist der Transistor 13 gesperrt und
der an der Klemme IN 1 zugeführte Strom »hoch«, dann übersteigt der daraufhin erzeugte Kollektorstrom des
Transistors 12 den Wert, der zur Einstellung eines »hohen« Ausgangsstroms erforderlich ist. Wenn der
Transistor 23 gesperrt ist und der an der Eingangsklemme IN 2 empfangene Strom «hoch« ist, dann wird dem
Ausgangsstrom der vom Transistor 22 kommende Kollektorstrom hinzuaddiert (der Kollektorstrom des
Transistors 22 entsteht bei einem »hohen« Eingangsstrom an der Klemme IN 2 in genau der gleichen Weise
wie der Kolleklorstrom des Transistors 12 bei »hohem« Eingangsstrom an der Klemme IN 1).
Die für den Zustand »hoch« oder 1 am Ausgang charakteristische Amplitude des Ausgangsstroms wird
auf einem vorbestimmten Wert gehalten, und zwar unabhängig davon, wie viele der Eingangsströme
jeweils eine 1 darstellen. Dies wird auf folgende Weise erreicht. Da jeder der Kollektorströme der Transistoren
12 und 22 gegenüber dem betreffenden Emitterstrom einen Verhältnisfaktor α hat (der bei normalen
Transistoren über 0,97 oder in dieser Größenordnung liegt), stehen die kombinierten Kollektorströme der
besagten Transistoren ebenfalls in diesem Verhältnis zu den kombinierten Emitterströmen. Die kombinierten
Emitterströme der Transistoren 12 und 22 bewirken einen Spannungsabfall am Widerstand 3. Falls dieser
Spannungsabfall den bei 0,6 Volt liegenden Schwellenwert übersteigt, den die Basis-Emitter-Spannung der
Transistoren 13 und 23 erreichen muß, damit diese Transistoren gut leitend werden, dann werden Teile der
an den Eingangsklemmen INi und IN 2 zugeführten
Eingangsströme über die Kollektor-Emitter-Strecken der Transistoren 13 und 21 abgeleitet, d. h. von den
Basen der Transistoren 12 und 22 ferngehalten. Das heißt, die Transistoren 13 und 23 bewirken gemeinsam
eine Parallelregelung des Spannungsabfalls am Widerstand 3. Die Beschränkung des Spannungsabfalls am
Widerstand 3 auf einen Maximalwert bestimmt nach dem ohmschen Gesetz den Maximalwert des durch
diesen Widerstand fließenden Stroms und begrenzt somit die kombinierten Emitterströme der Transistoren
12 und 22. Auf diese Weise werden diese kombinierten Emitterströme und somit auch die kombinierten
Kollektorströme der Transistoren 12 und 22 so lange auf vorbestimmten Werten gehalten, wie mindestens einer
der Eingangsströme eine 1 darstellt.
Falls einer der den Eingangsklemmen IN 1 und IN 2
zugeführten Eingangsströme »niedrig« und der andere »hoch« ist, dann übernimmt der mit der »hohen«
Eingangsklemme verbundene Transistor 13 oder 23 die gesamte Parallelregelung. Der Kollektor des anderen
Transistors liegt auf Massepotential, so daß sich dieser Transistor in der Sättigung befindet und sein Kollektor-Basis-Übergang
in Durchlaßrichtung gespannt ist. Daher sollten die Werte der Widerstände 11 und 21 so
gewählt sein, daß sie etwa um eine Größenordnung höher als der Wert des Widerstands 3 sind, damit der
Widerstand 3 im Falle einer Sättigung des Transistors 13 oder 23 nicht so stark überbrückt wird. Es kann auch
wünschenswert sein, zwischen den zusammengekoppelten Emittern der Transistoren 12 und 22 und jeder der
Basen der Transistoren 13 und 23 einen Trennwiderstand vorzusehen, um im Falle einer Sättigung des einen
oder des anderen der Parallelregeltransistoren 13 und 23 den Nebenschluß für den Widerstand 3 zu
vermindern.
Bei der Schaltung nach F i g. 1 kann ein durch gesättigte Parallelregeltransistoren hervorgerufener
Nebenschluß zum Widerstand 3 dazu führen, daß sich der »hohe« Ausgangsstrom des ODER-Gliedes 2 leicht
ändert, und zwar abhängig davon, wie viele der Eingangsklemmen INi und IN 2 mit einer 1 beaufschlagt
werden. Dieser Effekt macht sich stärker bemerkbar, wenn ODER-Glieder des hier beschriebenen
Typs eine größere Anzahl von Eingangsklemmen aufweisen. Solche Glieder unterscheiden sich von der
Schaltung nach Fig. 1 lediglich dadurch, daß die Anordnung aus der Klemme INi. dem Widerstand U
und den Transistoren 12 und 13 nicht nur ein zweites Mal, sondern mehrere Male in der Schaltung enthalten
ist.
Die F i g. 2 zeigt eine etwas verfeinerte Form 4 eines strombetriebenen ODER-Gliedes, wobei das obenerwähnte
Problem der Sättigung des Parallelregellransistors. der mit einer keinen »hohen« Eingangsstrom
empfangenden Eingangsklemme verbunden ist, vermieden wird. Ein einzelner Parallelregeitransistor 5 und
eine Art Steuerschaltung aus Dioden 13', 23' und 33' bilden zusammen eine Gegenkopplung, mittels welcher
die Spannung am Widerstand 3 nur etwas oberhalb der Schwellenspannung gehalten wird, die zum Spannen des
Basis-Emitter-Übergangs des Transistors 5 in die Leitfähigkeit erforderlich ist.
Die Spannung am Widerstand 3 versucht abhängig von den kombinierten Emitterströmen der Transistoren
12, 22 und 32 immer dann über den besagten Schwellenwert anzusteigen, wenn eine oder mehrere
der Eingangsklemmen INi. IN2 und /Λ/3 des ODER-Gliedes 4 mit einer 1 beaufschlagt werden. Dies
treibt den Transistor 5 in die Leitfähigkeit, so daß er nach Kollektorstrom verlangt. Diese Nachfrage wird
über diejenigen der Dioden 13', 23' und 33' befriedigt deren angeschlossene Eingangsklemmen /Nl bzw. IN 2
bzw. /N 3 gerade auf relativ hohem Potential liegen. Bei den auf relativ hohem Potential liegenden Eingangsklemmen handelt es sich um diejenigen, die mit einer 1
beaufschlagt sind. Der Spannungsabfall an denjeniger
der Widerstände 11, 21 und 31, deren zugeordnete Eingangsklemme einen »hohen« Eingangsstrom empfängt,
ist größer als der Spannungsabfall an denjeniger Widerständen, deren zugeordnete Eingangsklemme
einen »niedrigen« Eingangsstrom empfängt.
Bei manchen Systemen (z. B. bei den an späterei
Stelle noch beschriebenen Crosspoint-Anordnungen' können die den verschiedenen Eingangsklemmen IN 1
IN2 und /Λ/3 jeweils als »1« zugeführten Stromwert«
erheblich voneinander abweichen. Das ODER-Glied A nimmt diese Unterschiede dadurch auf, daß sich die
Leitfähigkeiten der mit den jeweils »hohen« Eingangs
klemmen verbundenen Dioden 13' bzw. 23' bzw. 33' relativ derart zueinander einstellen, daß die von den
Basen der Transistoren 12, 22 und 32 fortgelenkten Beträge der Eingangsströme zueinander im selben
Verhältnis stehen wie die den Eingangsklemmen //Vl, IN 2 und //V 3 zugeführten Eingangsströme. Die
Verhältnisse unterscheiden sich nur infolge der geringen Strombeträge, die über die Widerstände 11, 21 und 31
fließen. Dies liegt an den exponentiellen Strom/Spannungskennlinien der Dioden 13', 23', 33' und der
Basis-Eniiuer-Übergänge der Transistoren 12, 22 und
32. Bei allen diesen Halbleiterübergängen verdoppelt sich der hindurchfließende Strom jeweils, wenn die
Spannung am Übergang um 26 Millivolt ansteigt. Alle Dioden 13', 23' und 33' sind mit ihren Kathoden |S
zusammengeschaltet, und alle Transistoren 12,22 und 32 sind mit ihren Emittern zusammengeschaltet. Dies führt
zwangsläufig dazu, daß der Anstieg der Emitter-Basis-Spannung eines der Transistoren 12, 22, 32, der bei
erhöhtem Eingangsstrom in die zugeordnete Eingangsklemme INI. IN2 oder IN3 entsteht, von einem
entsprechenden Anstieg der Kathoden-Anoden-Spannung der jeweils zugeordneten Diode 13', 23' oder 33'
begleitet wird. Wenn z. B. der in die Eingangsklemme IN 1 gegebene Eingangsstrom doppelt so groß wie der
Eingangsstrom zur Klemme IN2 ist, dann ist das
Potential an der Klemme /Nl um etwa 2b Millivolt
höher als das Potential an der Klemme IN2. Hierdurch
kann der Basissirom zum Transistor 12 doppelt so groß wie der Basisstrom zum Transistor 22 werden, und der
Strom durch die Diode 13' kann doppelt so groß wie der Strom durch die Diode 23' werden. Die Dioden 13', 23'
und 33' wirken als Steuereinrichtung, die bestimmt, aus welchen der Eingangsklemmen der Kollektorstrombedarf
des Regeltransistors 5 befriedigt werden soll und in welchem Verhältnis die Eingangsströme ihren Beitrag
zum Kollektorstrom des Transistors 5 zu liefern haben.
Diejenigen der Dioden 13', 23' und 33', die an eine mit 0 beaufschlagte Eingangsklemme angeschlossen sind,
sind nicht leitend. Wenn alle Eingangsklemmen INi, ^0
IN 2 und IN3 mit einer 0 beaufschlagt werden, ist keine
der Dioden 13', 23' und 33' leitend. Unter dieser Bedingung ist bei keinem derTransistoren 12,22,32 sein
Basis-Emitter-Übergang auf Durchlaß gespannt. Der Widerstand 3 hält die Basis des Transistors 5 auf
Massepotential, so daß ein Spannen des Basis-Emitter-Übergangs dieses Transistors in Durchlaßrichtung
verhindert wird. Der Transistor 5 führt keinen Kollektorstrom und stellt somit eine relativ hohe
Koliektorimpedanz her. Das heißt, der Transistor 5 ist unter der erwähnten Bedingung nicht gesättigt.
Es wird auch nicht zugelassen, daß der Tranistor 5 während derjenigen Zeiten gesättigt wird, in denen ein
oder mehrere Eingangsklemmen mit einer 1 beaufschlagt werden. Um dies zu erreichen, wird der
Transistor 5 groß genug ausgelegt, damit sein Kollektorwiderstand zu niedrig ist, um bei einem Strom,
der gleich ist der Summe alle »hohen« Maximalwerte der Eingangsströme einen merklichen Spannungsabfall
zu erzeugen.
Die höchste der an den Eingangsklemmen INi, IN 2
und /Λ/3 erscheinenden Spannungen muß größer sein als die Summe der Basis-Emitter-Offsetspannung, die
zum Vorspannen des betreffenden Schwellenfühler-Transistors 12,22 und 32 in den Leitzustand erforderlich u*.
ist, mit der Basis-Emitter-Offsetspannung, die zum Vorspannen des Parallelregeltransistors 5 in den
Leitzustand erforderlich ist. Diese Offsetspannungen liegen bei Siliziumtransistoren jeweils in der Größenordnung
von 0,6 Volt. Auch hat die Offsetspannung an derjenigen der Dioden 13', 23' und 33', die mit der auf
der höchsten Spannung liegenden Eingangsklemme verbunden ist und somit durch den Kollektorstrom des
Transistors 5 auf Druchlaß gehalten wird, im wesentlichen den gleichen Wert wie die Spannung am
Basis-Emitter-Übergang des Transistors 5, wenn dieser leitend ist. Wenn also der Transistor 5 leitet, dann wird
sein Kollektor auf im wesentlichen der gleichen Spannung gehalten (innerhalb etwa 0,1 Volt), wie sie an
seiner Basis erscheint. Dies stellt sicher, daß der Kollektor-Basis-Übergang des Transistors 5 so lange in
Sperrichtung gespannt ist, wie seine Kollektorspannung nicht etwa 0,4 Volt übersteigt, und daß daher keine
Sättigung stattfinden kann.
Die strombetriebenen ODER-Glieder nach den Fig. 1 und 2 haben beide die folgenden vorteilhaften
Eigenschaften: Jeder der den Eingangsklemmen /WI, IN 2 usw. zugeführten »niedrigen« Eingangsströme
wird durch einen gesonderten Schwellenfühler daran gehindert, über das ODER-Glied auf die Ausgangsklemme
A gekoppelt zu werden. Das heißt, der an die Klemme IN 1 gelegte Eingangsstrom muß am Widerstand
11 eine ausreichend hohe Spannung erzeugen, damit die Schwellenspannung zur Durchschaltung des
Basis-Emitter-Übergangs des Transistors 12 überwunden wird, bevor ein Kollektorstrom über die Ausgangsklcmme
A zum Transistor 12 fließt. In ähnlicher Weise muß der an die Eingangsklemme IN 2 (oder /W 3)
gelegte Eingangsstrom am Widerstand 21 (oder 31) erst eine ausreichend hohe Spannung erzeugen, um die
Schweüenspannung zum Durchschalten des Basis-Emitter-Übergangs
des Transistors 22 (oder 32) zu überwinden, bevor ein Kollektorstrom über die Ausgangsklemme A zum Transistor 22 (oder 32) fließt.
Dies ist ein wirksamer Schutz davor, daß kombinierte »niedrige« Eingangsströme fälschlich zu einem Ausgangsstrom
des ODER-Gliedes führen, der als »hoch« zu bewerten ist.
Es ist ein Merkmal eines erfindungsgemäß ausgebildeten strombetriebenen ODER-Gliedes, daß kein
Bereitschafts- oder Leerlaufstrom aufgewendet wird wenn alle Eingangsströme im Zustand »niedrig« sind.
Die F i g. 3 zeigt ein strombetriebenes ODER-Glied in
Verbindung mit einer Crosspoint-Anordnung, für welche dieses Glied ausgelegt ist. Die hier gezeigte
Crosspoint-Anordnung enthält vier Thyristoren als Crosspoint-Schalter 151, 161, 171 und 181. Eine für der
praktischen Einsatz hergestellte Crosspoint-Anordnung enthält acht Thyristoren als Crosspoint-Schalter.
Innerhalb eines gestrichelten Rahmens ist eine Anordnung 110 aus Widerständen 111, 121, 131, 141
dargestellt, die in ihrer Funktion den Widerständen 11 21,31 der ODER-Glieder 2 und 4 nach den Fig. 1 und 2
entsprechen. Die Widerstände 111, 121 und 131, 141 können als widerstandsbehaftete Diffusionszonen innerhalb
einer gemeinsamen Trennwanne gebildet werden. Diese diffundierten Widerstandselemente bilden
mit der gemeinsamen Trennwanne Halbleiterübergänge. Jeder dieser Halbleiterübergänge verteilt siel·
längs dem betreffenden Widerstandselement. In einerr Ersatzschaltbild können diese verteilten Halbleiterübergänge
jedoch als konzentrierte Elemente in Form vor Dioden 113, 123, 133 und 143 gezeichnet werden, di«
jeweils den Halbleiteriibergang zwischen den Wider ständen 11, 121, 131 und 141 und der Trennwann«
darstellen. Dies ist deswegen zulässig, weil die verteilter
Halbleiterübergänge nur an denjenigen Punkten längs der zugeordneten Widerstandselemente 111, 121, 131
und 141 in Durchlaßrichtung gespannt sind (wenn sie überhaupt eine Durchlaßvorspannung haben), wo sie
das höchste positive Potential haben. Diese Punkte liegen an denjenigen Enden der Widerstandselemente
111, 121, 131 und 141, die mit den Basen der Transistoren 112, 122, 132 und 142 verbunden sind. Die
gemeinsame Verbindung zwischen den Kathoden der Dioden 113, 123, 133 und 143 wird durch die
Trennwanne selbst hergestellt, die in ohmschen Kontakt mit dem Kollektor des Transistors 105 steht.
Die Transistoren 112, 122, 132 und 142 bilden jeder
eine Darlington-Kaskadenschaltung mit dem Transistor 106, um das Äquivalent eines Schwellenfühler-Transistors
darzustellen, der in seiner Funktion den Transistoren 12, 22, 32 der ODER-Glieder 2 und 3 nach den
F i g. 1 und 2 entspricht. Der Stromverstärkungsfaktor der Darlington-Kaskadenschaltungen ist jedoch im
wesentlichen gleich dem Produkt der Stromverstärkungen des Transistors 112 bzw. 122 bzw. 132 bzw. 142
einerseits und des Transistors 106 andererseits, wodurch die Empfindlichkeit der Schwellenwertfühlung wesentlich
verbessert wird. Die am Widerstand 103 erscheinende Spannung bestimmt den Emitterstrom des Transistors
106, der im wesentlichen gleich dem Kollektorstrom dieses Transistors ist, der wiederum den
Hauptbeitrag zum Ausgangsstrom des ODER-Gliedes 100 liefert, der auf die Basis eines Transistors 201
gegeben wird.
Genauer gesagt enthält der Ausgangsstrom, den das ODER-Glied 100 an die Basis des Transistors 201 liefert,
neben dem Kollektorstrom des Transistors 106 noch die kombinierten Kollektorströme der Transistoren 112,
122, 132 und 142. Diese kombinierten Kollektorströme sind im wesentlichen gleich den kombinierten Emitterströmen
dieser Transistoren, d. h. dem Basis-Strom des Transistors 106. Der vom ODER-Glied 100 auf die Basis
des Transistors 201 gegebene Ausgangsstrom ist dann gleich dem Kollektorstrom des Transistors 106 plus
einem Zusatzbetrag, der im wesentlichen gleich dem Basisstrom des Transistors 106 ist. Da der Emitterstrom
eines Transistors die Summe seiner Kollektor- und Basis-Ströme ist, kommt der vom ODER-Glied 100 auf
die Basis des Transistors 201 gegebene Strom in seinem Betrag dem Emitterstrom des Transistors 106 sehr nahe.
Die Spannung am Widerstand iO3 und somit auch der
Emitterstrom des Transistors 106 werden durch die Parallelreglerwirkung des Transistors 105 stabilisiert.
Der Transistor 105 ist selektiv mit denjenigen Basiselektroden der Transistorgruppe 112,127, 132 und
142 gekoppelt, die von »hohen« Eingangsströmen beaufschlagt werden. Diese selektive Kopplung geschieht
mittels einer Steuerschaltung, die aus den »Dioden« 113, 123, 133 und 143 besteht. Die
Parallelreglerwirkung dieser Steuerschaltung ist analog zu derjenigen, die in Verbindung mit dem ODER-Glied
4 nach F i g. 2 beschrieben wurde.
Die Crosspoint-Schalter werden durch Vierschichtdioden oder siliziumgesteuerte Gleichrichter 151, 161,
171 und 181 gebildet, die nachfolgend mit kurz »Thyristor« bezeichnet werden. Die Crosspoint-Anordnung ist von einem Typ, wie er in einer Arbeit
»Monolitic IC Telephone Cross-Point Subsystem« der Autoren Adel A. A h m e d (Erfinder des hier beschriebe-
nen Gegenstands), Stephen CAhrens und Murray A. Polinski beschrieben ist. Die Arbeit wurde der 1974
International Solid-State Circuits Conference vorgelegt
und ist auf den Seiten 120, 121, 238 des »Digest of Technical Papers« dieser Konferenz abgedruckt. Die
Crosspoint-Anordnung ist dazu gedacht, eine Zeile in einer adressierbaren Matrix von Crosspoint-Schaltern
zu bilden. Die Thyristoren 151, 161, 171, 181 (die
vorzugsweise von anderen Elementen der integrierten Schallung luftinsoliert sind) haben einen gemeinsamen
Anodenanschluß an der Klemme 150 und sollen Thyristoren innerhalb einer Zeile einer Crosspoint-Matrix
darstellen, jeder dieser Thyristoren liegt in einer gesonderten Spalte der Crosspoint-Matrix, worin seine
Kathode mit den Kathoden einer Anzahl anderer Thyristoren verbunden ist, deren jeder in der Reihe der
Matrix liegt. Zu diesem Zweck sind die Kathoden der Thyristoren 151, 161, i/1 und 181 mit jeweils einer
gesonderten Klemme 153, 163, 173 und 183 versehen. Zur Adressierung eines bestimmten Crosspoint-Thyristorschalters
wird mit der betreffenden Spalte ein Spalten-Treiberstrom-Generator verbunden, während
alle in der Zeile des adressierten Thyristors liegenden Thyristoren durch ein Befehlseingangssignal mit Steueroder
Zündströmen für ihre Steuerelektroden beaufschlagt werden. Das gleichzeitige Anlegen eines
Steuerstroms und eines Anoden-Kathoden-Stroms an den adressierten Thyristor macht diesen Thyristor
leitend, so daß der Crosspoint-Schalter geschlossen w:rd. Auch bei Fortnahmc des Steuerstroms bleibt er so
lange im geschlossenen Zustand, bis der Spalten-Treiberstrom unterbrochen wird. Das strombetriebene
ODER-Glied 100 dient dazu, eine Zeilenadressierung zu verhindern. Eine solche Zeilenadressierung würde
nämlich andernfalls beim Erscheinen des Befehlseingangssignals immer dann stattfinden, wenn einer der
Thyristoren 151,161,171 und 181 in dieser Reihe bereits
leitend ist.
Das Fühlen, ob irgendeiner der Thyristoren 151, 161,
171 oder 181 leitend gemacht worden ist, so daß das Anlegen von Steuerstrom an irgendeinen der anderen
Thyristoren verhindert werden kann, erfolgt durch bekannte Mittel. Die »schwimmenden« Halbleiterübergänge
der Thyristoren 151, 161, 171 und 181 dienen dazu, die Basis-Emitter-Übergänge der Transistoren
154, 164, 174 und 184 vorzuspannen. Ein leitender Thyristor legt an den ihm zugeordneten Transistor eine
höhere Durchlaß-Vorspannung als eine nichtleitender Thyristor. Somit übersteigt der Kollektorstroin eines
Transistors, dessen Basis-Emitter-Kreis von einem leitenden Thyristor vorgespannt ist, den Kollektorstrom
eines Transistors, dessen Basis-Emitter-Kreis von einem nichtleitenden Thyristor vorgespannt ist. Die Transistoren
154, 164, 174 und 184 sind mit Emittergegenkopplungswiderständen 155, 165, 175 und 185 versehen, die
eine Stromrückkopplung bringen, urn die durch die jeweiligen Basiselektroden dargestellte Last relativ
gering zu halten, so daß keine nennenswert starken Ströme aus den Thyristoren abgelenkt werden.
Bei bestimmten Thyristoranordnungen, deren Einsatz
ansonsten vorteilhaft ist, besteht allerdings folgendes Problem: Der Kollektorstrom eines Transistors, dessen Basis-Emitter-Obergang in Durchlaßrichtung vom
schwimmenden Halbleiterübergang eines Thyristors vorgespannt ist, beträgt immerhin noch etwa 6
Mikroampere, wenn der Thyristor nichtleitend ist, und oft nicht mehr als etwa 20 Mikroampere, wenn der
Thyristor leitend ist. Daher reicht eine ODER-Verknüpfung durch einfache Stromsummierung nicht aus, eine
zuverlässige Unterscheidung zu treffen zwischen
1. einer Bedingung, bei welcher die Ströme von 3 oder
4 Transistoren für deren Zustand »niedrig« noch relativ hoch sind, und
2. einer Bedingung, wo die Ströme der Transistoren für deren Zustand »niedrig« relativ schwach sind
und einer der Transistoren für seinen Zustand »hoch« einen relativ geringen Kollektorstrom
liefert.
Außerdem kann es vorkommen, daß der Kollektorstrom eines Transistors 154, 164, 174 oder 184 bis auf
100 Mikroampere geht, wenn der den Basis-Emitter-Übergang dieses Transistors in Durchlaßrichtung
spannende Thyristor leitend ist. Wenn man die ODER-Verknüpfung durch einfache Stromsummierung
vornehmen würde, dann ergäbe sich in diesem Fall ein unnötig starker Ausgangsstrom für den Zustand »hoch«.
Das strombetriebene ODER-Glied 100 eignet sich besonders gut dazu, die Feststellung zu treffen, ob einer
der Thyristoren 151, 161, 171, 181 leitend ist oder nicht. Der Mindest-Widerstand im Toleranzbereich der
Widerstandswerte aller Widerstände 111, 121, 131 und
141 wird so gewählt, daß die bei einem Strom von 20 Mikroampere am Widerstand abfallende Spannung
eindeutig höher ist als die Spannung von 1,65 bis 1,8 Volt, die notwendig ist, um die hintereinander
geschalteten Basis-Emitter-Übergänge der Transistoren 105 und 106 und des jeweils zugeordneten der
Transistoren 112, 122, 132 und 142 auf Durchlaß vorzuspannen. Für den normalerweise zu erwartenden
Toleranzbereich von ±20% für die Werte der Widerstände 111,121,131,141 bedeutet dies, daß die bei
6 Mikroampere an jedem dieser Widerstände abfallende Spannung nicht dazu ausreicht, die hintereinandergeschalteten
Basis-Emitter-Übergänge der Transistoren 105 und 106 und des jeweils zugeordneten Transistors
112,122,132 oder 142 auf Durchlaß vorzuspannen.
Die jeweiligen Werte der Widerstände 155, 165, 175 und 185 stehen zum Wert des jeweils zugeordneten
Widerstands 111, 121, 131 oder 141 alle im gleichen Verhältnis. Die Unterschiede des zu erwartenden
»hohen« Ausgangsstroms, die durch Abweichung der Absolutwerte der Widerstände 155, 165, 175 und 185
von ihren Nennwerten zu befürchten wären, werden durch die in entsprechender Beziehung stehenden
Abweichungen der Werte der Widerstände 111, 121, 131 und 141 von ihren jeweiligen Nennwerten
kompensiert.
Der Wert des Widerstands 103 wird so gewählt, daß
bei der Spannung von ungefähr 0,6 Volt (die an diesem Widerstand durch die Parallelreglerwirkung des Transistors
105 aufrechterhalten wird, wenn einer der Eingangsströme »hoch« ist) der durch diesen Widerstand
103 fließende Strom den Wert hat, der als Ausgangsstrom im Zustand »hoch« zur Basis des
Transistors 201 fließen soll. Der Einzeltransistor 201 bildet mit einem weiteren Einzeltransistor 202 eine
Kaskadenschaltung aus einem pnp- und einem npn- Transistor. Diese Kaskadenschaltung läßt sich als
»kombinierter pnp-Transistor« auffassen, dessen »Basis-Elektrode« den Ausgangsstrom des strombetriebenen ODER-Gliedes 100 empfängt. Der als »Emitterelek-
trode« zu wertende Anschluß dieses kombinierten pnp-Transistors ist mit dem positiven Pol einer
Spannungsquelle 200 verbunden. Der als »Kollektorelektrode« zu wertende Anschluß liegt am Eingangsanschluß eines mit mehreren Ausgängen versehenen
Stromspiegelverstärkers 200. Dieser Eingangsanschluß ist die Basis eines in Kollektorschaltung angeordneten
Dnp-Transistors 221 (Emitterfolger). Zwei Widerstände 203 und 204 sind hochohmige (sogenannte »pulldown«)-Widerstände
zum Abführen der an den Basis-Emitter-Übergängen der Transistoren 201 und
202 gespeicherten Ladung. Nur wenn das strombetriebene ODER-Glied 100 einen »hohen« Ausgangsstrom
liefert, ist der pnp-Transistor 201 leitend, wobei sein Kollektorstrom seinerseits den npn-Transistor 202
leitend macht, so daß ein Transistor 216 über ihn Kollektorstrom ziehen kann.
Die Schaltungsanordnung 210 ist ein Schwellenschaller.
Der Transistor 216 zieht dann einen bemessenen Kollektorstrom, wenn die Spannung eines an die
Klemme 211 gelegten Befehlseingangssignals ausreichend positiv ist, um sowohl den Halbleiterübergang
einer Flächendiode 2J3 als auch den Basis-Ernitter-Übergang
eines Transistors 214 auf Durchlaß zu spannen. Wenn der Transistor 214 in der Sättigung ist,
dann wird die positive Kollektorspannung des Transistors 214 auf 0,1 bis 0,2 Volt gegenüber Masse gebracht,
und die an der Basis des Transistors angebotene Impedanz wird vermindert. Infolge der niedrigen
Basisimpedanz des Transistors 214 und der Durchlässigkeit der Diode 213 wird die Basis des Transistors 216 auf
eine Spannung geklemmt, die im wesentlichen doppelt so groß ist wie die Spannung an einem in Durchlaßrichtung
gespannten Halbleiterübergang. Das Anheben der Basisspannung des Transistors 216 auf diese Klemmspannung
und das Herunterziehen des Potentials am unteren Ende des Emittergegenkopplungswiderstands
durch Sättigung des Transistors 214 hat zur Folge, daß der Basis-Emitter-Übergang des Transistors 216 in
Durchlaßrichtung gespannt wird. Da die Basis des Transistors 216 auf eine Spannung geklemmt ist. die
doppelt so hoch wie eine Durchlaßspannung an einem Halbleiterübergang ist, liegt der Emitter des Transistors
216 durch Emitterfoigerwirkung auf einer Spannung, die
gleich dem einfachen Wert der Durchlaßspannung an einem Halbleiterübergang ist (etwa 0,6 Volt). Die
Potentiale an den Enden des Widerstands 215 sind somit bestimmt, und nachdem er einen festen bekannten
Widerstandswert hat, ist der Emitterstrom, den der Transistor 216 zur Aufrechterhaltung dieses Spannungsabfalls
liefern muß, nach dem ohmschen Gesetz bestimmt. Der Transistor 216 hat eine Stromverstärkung
in Basisschaltung von nahezu 1. so daß sein Kollekiorsirom praktisch gleich seinem Emitterstrom
ist.
Wenn der Transistor 216 als Antwort an ein auf die Klemme 211 gegebenes Befehlseingangssignal Kollektorstrom
zieht, und wenn der Transistor 202 nichtleitend ist und daher keinen niederohmigen Weg zur Bereitstellung
dieses Kollektorstroms darstellt, wird der mit mehreren Ausgängen versehene Stromspiegelverstärker
220 in den leitenden Zustand gespannt. Genauer gesagt wird ein Teil des Kollektorstroms des Transistors
216 aus dem Transistor 221 als Basisstrom gezogen, so daß der Transistor 221 als Verstärker in Kollektorschaltung
einen verstärkten Emitterstrom liefert. Dieser Emitterstrom führt zu einem Spannungsabfall am
Widerstand 222 (»pull-up«-Widerstand) und an den Basis-Emitter-Übergängen von Transistoren 223, 225,
226, 227 und 228. Dieser Spannungsabfall spannt den Transistor 223 in den Leitzustand. Der Transistor 223
erfährt eine Kollektor-Basis-Gegenkopplung durch die Emitterfolgerwirkung des Transistors 221. Hiermit wird
die Spannung am Basis-Emitter-Übergang des Transistors 223 so geregelt, daß sie gerade zur Bereitstellung
eines Kollektorstroms ausreicht, um den Kollektor-
strombedarf des Transistors 216 (abgesehen von einem
vernachlässigbar kleinen Teil, der durch den Basisstrom des Transistors 221 geliefert wird) zu befriedigen, wenn
dieser Strombedarf nicht vom Emitter des Transistors 202 befriedigt wird.
Die geregelte Basis-Emitter-Spannung des Transistors 223 wird auch an die Basis-Emitter-Übergänge der
Transistoren 225, 226, 227 und 228 gelegt, um diese Transistoren Kollektorströme liefern zu lassen, die alle
proportional dem Kollektorstrom des Transistors 223 sind. Die Transistoren 223,225,226,227 und 228 können
mit Emittergegenkopplungswiderständen versehen sein, um das gegenseitige Verhältnis ihrer Kollektorströme
genauer und zuverlässiger zu erreichen.
Die Kollektorströme der Transistoren 225, 226, 227 und 228, die fließen, wenn:
1. ein Befehlseingangssignal an der Klemme 211 den
Transistor 216 in den Leitzustand bringt und
2. das ODER-Glied 100 nicht so steht, daß Eingangsstrom aus dem Stromspiegelverstärker 220 gezo-
gen wird,
werden den Basen der Transistoren 235, 236, 237 und 238 jeweils zur Verstärkung zugeführt. Die resultierenden
Emitterströme der Transistoren 235, 236, 237 und 238 werden über Dioden 245, 246, 247 und 248 auf die
einzelnen Klemmen 152, 162, 172 und 182 gegeben. Wenn also an die Klemme 211 ein Befehlseingangssignal
gelegt wird, dann werden alle Thyristoren 151,161, 171, 181 mit Steuerstrom beliefert. Von diesen
Thyristoren wird dann derjenige leitend, dessen Kathode an einem Stromweg liegt, der in einem
Spalten-Treiberstrom-Generator endet. Wenn das Befehlseingangssignal von der Klemme 211 verschwindet,
bleibt dieser ausgewählte Thyristor leitend.
Die Dioden 245, 246, 247 und 248 sind vorzugsweise durch Lateraltransistoren gebildet, in denen Kollektor
und Basis zusammengekoppelt sind, um jeweils die Anode darzustellen, während der Emitter des Transistors
die Kathode darstellt. Diese Dioden verhindern, daß denjenigen der Thyristoren 151, 161, 171 und 181
Steuerstrom zugeführt wird, die in Spalten liegen, welche bereits einen leitenden Thyristor enthalten. Alle
Thyristoren 151, 161, 171, 181 liegen mit ihren Anoden auf einem Potential, welches positiver ist als das positive
Betriebspotential der Spannungsquelle 200. Die Steuerelektroden derjenigen der Thyristoren 151,161,171 und
181, die entweder leitend sind oder in einer einen leitenden Thyristor enthaltenden Spalte liegen, haben
ebenfalls positiveres Potential als die positive Seite der Spannungsquelle 200. Diejenigen der Dioden 245, "!46,
247 und 248, die mit Steuerelektroden dieses positiveren Potentials verbunden sind, sind in Sperrichtung
gespannt, so daß sie keinen Strom in die betreffende Steuerelektrode leiten.
Diejenigen der Dioden 245, 246, 247 und 248, die keinen Strom in eine Thyristor-Steuerelektrode leiten,
bewirken, daß der ihnen jeweils zugeordnete npn-Transistor 235 bzw. 236 bzw. 237 bzw. 238 nichtleitend ist.
Dies wiederum hat zur Folge, daß die jeweils zugeordneten der pnp-Transistoren 225, 226, 227 und
228, die nichi zur Belieferung eines der npn-Transistoren
235, 2.36, 237 und 238 mit Basisstrom aufgerufen werden, gesauigt sind. Wenn irgendeiner der pnp-Transistorcn
225, 226, 227 und 228 gesättigt ist, wird ein parasitärer Transistor zum Substrat gebildet, dessen (.s
Stromverstärkung ausreichend groß ist, um die Impedanz an der Basis des pnp-Transistors nicht allzusehr /11
vermindern. Sonnt wird die Stromspiegeibe/iehung
zwischen dem Transistor 223 und irgendeinem nichtgesättigten der Transistoren 225, 226, 227 und 228 nicht
gestört.
Die F i g. 4, 5 und 6 zeigen eine Draufsicht sowie eine erste und eine zweite Schnittansicht eines Teils einer
monolithischen Schaltung, welche die Widerstands-Dioden-Anordnung UO und den Transistor 105 aufweist.
Zur Bildung dieser Schaltung wird mit einem p-leitenden
Substrat 41 begonnen, auf welcher e;ne Epitaxialschicht
42 aus η-leitendem Material gewachsen ist. Durch eine tiefgehende p + -Diffusion wird diese
Epitaxialschicht in Wannen 42' und 42" unterteilt, die jeweils rechteckige Umrißlinien 42a' und 42a" haben.
Die Trennwanne 42' ist die Kollektorzone des Transistors 105 und kann gemäß herkömmlicher Praxis
unter sich ein »Nest« 42b aus η+ -Material haben. Die Trennwanne 42" ist die Kathodenzone der Widerstands-Dioden-Anordnung
110.
Durch gleichzeitige Diffusion oder Implantation werden innerhalb der Kollektorzone 42' ein p-Gebiet 44
als Basiszone für den Transistor 105 und innerhalb der Trennwanne 42" D-Gebiete 61,62,63 und 64 als Körper
Tür die Widerstände 111, 121, 131, 141 gebildet. Das Gebiet 44 ist in der Draufsicht nach Fig.4 mit einer
rechteckigen Unirißlinie 44a dargestellt, und die Lage des Gebiets 44 innerhalb der Kollcktor/.onc 42' ist
besonders deutlich in F i g. b zu erkennen, die einen durch den Transistor 105 gehenden SchnittD— D'
darstellt. Der in F i g. 5 dargestellte Schnitt C— C zeigt die Lage des p-Gebiets 64 in der Trennwanne 42".
Nach dem Einbringen der p-Gebicie in die Trennwannen
42' und 42" werden durch einen folgenden Diffusions- oder Implantationsprozeß mehrere η'-Zonen
gebildet: eine η+ -Emitterzone 48 mit rechteckiger Umrißlinie 48<( innerhalb der Basiszone 44 des
Transistors 105; eine η *-Zone 42c innerhalb der
Kollektorzone 42' des Transistors 105: eine η'-Zone
innerhalb der Trennwannc 42'. und zwar unter der IJmrißlinie 50^r. Gleichzeitig kann auch eine η ' -Zone 65
eingebracht werden, um die Widerstände 111, 121, 131
und 141 zu »eingeschnürten« Widerständen zu machen. d. h. um ihre Widerstandswerte durch Qucrschnitisverminderung
der p-Zonen 61,62,63,64 zu erhöhen.
Der bis hierher beschriebene Aufbau wird mit einer Schicht aus Isoliermaterial überzogen, lypischerwcise
ein Oxyd oder Nitrid des darunterliegenden Siliziummatcrials. Dieser Überzug bedeckt alle Bereiche mit
Ausnahme bestimmter Fenster, durch welche elektrische Leiter mit den freiliegenden Halbleitorgebielen in
Berührung treten können. Diese Leiter können beispielsweise eine durch Aufdampfung oder Zerstäubung
gebildete Aluminium-Metallisierung sein. |edc der p-Zonen 61, 62, 63, 64 hat zwei Fenster, und zwar an
jedem Ende eines. Durch die am einen Ende liegender Fenster wird jeweils ein ohmschcr Kontakt zu einerr
Masseleiter 55 hergestellt. Über die an den anderer Enden liegenden Fenster werden die p-Zonen 61,62,63
und 64 jeweils in ohmschen Kontakt mit gesonderter Leitern oder Metallisierungen 51, 52, 53 und 54
gebracht, die anschließend mit den Eingangsklcmmer des strombetriebenen ODER-Gliedes verbunden wer
den. F.in Fenster mit dem Umriß 50,-j liegt über dci
Emitterzone 48 des Transistors 105, und durch diese
Fenster steht diese Emitterzone mit dem Masseleiter 5' in Kontakt. F.in I ensier mit der IJmrißlinie 50/)gestatte
einen ohmschen Kontakt einer Metallisierung 5<i 1111:
<!■ Basiszone 44 des Transistors 105.
Ein Firmier iiiii der Unirißlinic 50/ bilde! den Zugan;
zum η+ -Gebiet 42c in der Kollektorzone 42' des
Transistors 105. Ein Fenster mit der Umrißlinie 50g erlaubt den Zugang zu einem n+-Gebiet, welches
innerhalb des Gebiets 42" der Widerstands-Dioden-Anordnung 110 liegt. Eine Me allisierung 57 stellt einen
ohmschen Kontakt zwischen diesen n+-Gebieten her. wodurch die Kollektorzone 42' des Transistors 105 mit
dem Gebiet 42" der Widerstands-Dioden-Anordnung 110 verbunden wird.
Wie oben erwähnt, kann ein n + -Gebiet 65 in der aus
den F i g. 4 und 5 ersichtlichen Weise vorgesehen sein, um die Querschnitte der p-Zonen 61, 62, 63, 64
senkrecht zu der zwischen ihren kontaktierten Enden verlaufenden Achse zu verengen und somit den
ohmschen Widerstand zwischen diesen Enden zu vergrößern. Die in Durchlaßrichtung gespannten Teile
von »Dioden« 113, 123, 133 und 143 liegen unter denjenigen Teilen der p-Zonen 61, 62, 63 und 64, die
relativ hohes Potential aufweisen, d. h. dort, wo die
ohmschen Kontakte mit den Metallisierungen 51,52,53 und 54 hergestellt werden. Die Lage dieser »Dioden«
wird nicht merklich davon beeinflußt, ob man die erwähnte »Einschnürung« der Widerstände schafft oder
nicht.
Die relative Lage der p-Zonen 61, 62, 63 und 64 und des Transistors, dessen Kollektorzone mit ihrer
Trennwanne oder ihren Trennwannen verbunden ist, muß nicht unbedingt genau so sein, wie es in der
Draufsicht nach Fig.4 gezeigt ist, sondern kann auch
wesentlich von dem gezeigten speziellen Ausführungsbeispiel abweichen.
Die in den Fig. 1, 2 und 3 gezeigten und vorstehend speziell beschriebenen strombetriebenen ODER-Glieder
enthalten Bipolartransistoren, und in den Patentansprüchen sind Ausdrücke verwendet, wie sie gemeinhin
für Transistoren dieses Typs gebräuchlich sind. Die Erfindung ist jedoch auch allgemein auf Ausführungen
mit Feldeffekttransistoren anwendbar, da für die hier beschriebene Art der Stromlogik weniger die Stromverstärkung,
sondern vielmehr die Transkonduktanz (machmal auch Gegenwirkleitwert genannt) von Transistoren
wichtig ist. Der Ausdruck »Transistor« in den Patentansprüchen soll sowohl Feldeffekttransistoren als
auch Bipolartransistoren umfassen, ausgenommen wenn spezielle Einzelheiten der physikalischen Struktur dem
entgegenstehen. Die hier speziell verwendeten Ausdrücke »Basis«, »Emitter« und »Kollektor« stehen auch
stellvertretend für die entsprechenden Elektroden von Feldeffekttransistoren (Gate oder Steuerelektrode,
Source oder Quellenelektrode, Drain oder Abflußelektrode), wo Einzelheiten der physikalischen Struktur dem
nicht entgegenstehen.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen
Claims (5)
1. Strombetriebenes ODER-Glied mit mehreren Eingangsklemmen und einer Vielzahl von Transistoren,
deren Steuerelektroden einzeln mit einer jeweils zugeordneten der Eingangsklemmen gleichstromgekoppelt
sind, ferner mit einer Ausgangsklemme, die den Ausgangselektroden aller der Transistoren gemeinsam ist, und mit einer gemeinsamen
Klemme, mit der die gemeinsamen Elektroden aller der Transistoren gleichstromgekoppelt sind,
und die mit jeder der Eingangsklemmen über je ein ohmsches Element verbunden ist, dadurch
gekennzeichnet, daß ein Stromregler (13, 23; 5,13,23,33'; 105,113,123,133,143) vorgesehen ist,
der den kombinierten Strom der gemeinsamen Elektroden der Transistoren (12, 22; 12, 22, 32; 112,
122, 132, 142) fühlt und eine Anzahl von Ausgangskreisen (Kollektoren von 13, 23; 13', 23', 33'; 113,
123, 133, 143) aufweist, deren jeder mit der Steuerelektrode eines der Transistoren gleichstromgekoppelt
ist und die an die Steuerelektroden dieser Transistoren gelangenden Teile der Eingangsströme
so einstellt, daß der kombinierte Strom der gemeinsamen Elektroden ungeachtet der Anzahl der
den Eingangsklemmen zugeführten Eingangssignale einen vorbestimmten Wert nicht übersteigt.
2. Strombetriebenes ODER-Glied nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Stromregler ein
weiteres ohmsches Element (3) aufweist, welches zwischen die gemeinsame Klemme und die zusammengeschalteten
gemeinsamen Elektroden (Emitter) der ersten Vielzahl der Transistoren (12, 22) geschaltet ist, und daß der Stroniregler eine zweite
Vielzahl von Transistoren (13, 23) aufweist, deren gemeinsame Elektroden (Emitter) mit der gemeinsamen
Klemme verbunden sind und deren Steuerelektroden (Basen) mit den zusammengeschalteten
gemeinsamen Elektroden der ersten Vielzahl der Transistoren verbunden sind und deren Ausgangselektroden
(Kollektoren) jeweils gesondert mit den Steuerelektroden (Basen) der ersten Vielzahl der
Transistoren verbunden sind.
3. Strombetriebenes ODER-Glied nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Stromregler ein
zusätzliches ohmsches Element (3; 103) aufweist, welches gleichstrommäßig zwischen die gemeinsame
Klemme (C; Masse) und die zusammengeschalteten gemeinsamen Elektroden (Emitter) der ersten
Vielzahl von Transistoren (12, 22, 32; 112, 122, 132,
142) geschaltet ist, und daß der Stromregler einen weiteren Transistor (5, 105) aufweist, dessen
gemeinsame Elektrode (Emitter) mit der gemeinsamen Klemme verbunden ist und dessen Steuerelektrode
gleichstrommäßig mit den zusammengekoppelten gemeinsamen Elektroden der ersten Vielzahl
der Transistoren gekoppelt ist und dessen Ausgangselektrode (Kollektor) über jeweils einen gesonderten
Halbleiterübergang (13', 23', 33'; 113, 123, 133,
143) mit den Steuerelektroden (Basen) aller Transistoren der ersten Vielzahl verbunden ist.
4. Strombetriebenes ODER-Glied nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Vielzahl
ohmscher Elemente (11, 21, 31; 111, 121, 131, 141) durch gesonderte Bereiche (61, 62, 63, 64) eines
Halbleitermaterials eines ersten Leitungstyps (p) gebildet sind, die sich innerhalb eines gemeinsamen
Bereichs (42") eines Haibleilermaterials des entgegengesetzten Leitungstyps (n) befinden, und daß
dieser gemeinsame Bereich kontaktiert und mit der Ausgangselektrode (Kollektor) des weiteren Transistors
(5, 105) verbunden ist, und daß die Grenzschicht zwischen jedem der gesonderten Bereiche
(61,62,63,64) des ersten Leitungstyps einerseits und dem besagten gemeinsamen Bereich (42") andererseits
jeweils einen der Vielzahl der Halbleiterübergänge (13', 23', 33'; 113,123,133,143) bildet.
5. Anwendung des strombetriebenen ODER-Gliedes in einem Fernsprech-Crosspoint-System.
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US05/463,606 US4051391A (en) | 1974-04-24 | 1974-04-24 | Current-operated circuits and structures |
| US46360674 | 1974-04-24 |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2518321A1 DE2518321A1 (de) | 1975-11-06 |
| DE2518321B2 DE2518321B2 (de) | 1977-07-14 |
| DE2518321C3 true DE2518321C3 (de) | 1978-02-23 |
Family
ID=
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