DE2516397A1 - Scharnier fuer duennwandige tueren von schraenken, insbesondere badezimmer-spiegelschraenken sowie verfahren zur montage desselben an solchen tueren - Google Patents
Scharnier fuer duennwandige tueren von schraenken, insbesondere badezimmer-spiegelschraenken sowie verfahren zur montage desselben an solchen tuerenInfo
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Description
- Scharnier für dünnwandige Türen von Schränken, insbesondere Badezimmer-Spiegelschränken sowie Verfahren zur Montage desselben an solchen Türen.
- Die Erfindung betrifft Scharniere für dünnwandige Türen von Schränken, insbesondere von Eadezimmer-Spiegel schränken, die einen mit einem an den Schranktragwänden befestigbaren Tragarm gelenkig verbundenen, in einer in der Innenseite der Tür vorgesehenen passenden Vertiefung durch Verklebung befestigbaren flachen Türanschlagteil aufweisen. Außerdem befasst sich die Erfindung mit einem Verfahren zur Montage derartiger Scharniere an dünnwandigen Türen.
- Die im modernen Möbelbau seit einigen Jahren in zunehmendem Maße zur Anlenkung von Türen verwendeten Viergelenk-Scharniere erfordern bei Anwendung in Möbelstücken mit dünnwandigen Türen, wie sie beispielsweise bei Badezimmer-Spiegelschränken gegeben sind, eine extrem flache Ausbildung des Türanschlagteils, das also nicht in der bei dickwandigen Holztüren üblichen Weise als Einsteck- oder Einschlagtopf relativ großer Höhe ausgebildet werden kann.
- Vielmehr werden die Anschlagteile - wie eingangs erwähnt - in flache, beispielsweise eingefräste oder auf andere Weise eingeformte Vertiefungen der Türinnenseite eingeklebt. Die Abmessungen dieser Vertiefungen können dabei etwas variieren, so daß unterschiedliche Klebermengen zur Befestigung gleicher Scharniere erforderlich sind, wenn der zwischen dem Türanschlagteil und den Wänden der Vertiefung verbleibende Zwischenraum vollständig mit Kleber gefüllt werden soll, wie das zur Erreichung einerFptimalen Haftung erforderlich ist. Bisher erfolgte die türseitige Montage derartiger Scharniere so, daß in die Vertiefung Kleber im Übermaß eingebracht und dann das Türanschlagteil eingedrückt wurde. Der hierbei austretende, überschüssige Kleber mußte dann sofort, d.h.
- vor dem Abbinden, sorgfältig von Hand abgewischt werden, um unschöne Rückstände zu vermeiden. Abgesehen davon, daß eine solche Montage weitgehende Handarbeit erfordert, wird auch mehr Kleber verbraucht, als für eine sichere Befestigung an sich erforderlich ist.
- Demgegenüber liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein Scharnier zu schaffen, das eine einfachere Montage des Türanschlagteils und eine genauere Kleberdosierung ermöglicht und daher grundsätzlich auch für eine automatisierte maschinelle Montage geeignet ist.
- Ausgehend von einem Scharnier der eingangs erwähnten Art wird diese Aufgabe erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der Türanschlagteil in seinen dem Boden und den Seitenwänden der Vertiefung zugewandten Flächen mit zusammenhängenden flachen Kleber-Verteilungskanälen und einer den TUranschlagteil von seiner Außenseite zur Rückseite durchsetzenden und in einem der Kleber-Verteilungskanäle mündenden Bohrung versehen ist. Bei einem derartigen Scharnier wird der Kleber erst nach dem trockenen Einsetzen des Scharniers in die Vertiefung über die von außen zugängliche Bohrung eingespritzt. Hierzu kann an der Bohrung die Einspritzdüse einer Kleberfüllvorrichtung angesetzt werden, die solange Kleber einspritzt, bis der gesamte Zwischenraum zwischen dem Türanschlagteil und den Wänden der Vertiefung gefüllt ist. Über das System der zusammenhängenden Kleber-Verteilungskanäle geht dies sehr schnell. Die Dosierung kann dabei durch ein Einspritzdruck gesteuert werden, der zwangsläufig ansteigt, wenn der gesamte Zwischenraum gefüllt ist.
- Beim Abschalten der Kleberfüllvorrichtung bei Druckanstieg wird dann sichergestellt, daß die erforderliche Klebermenge eingebracht ist, ohne daß bereits Kleber austritt.
- Die Bohrung zur Einspritzung des Klebers wird in einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung in dem in der Schließlage des Scharniers vom Tragarm überdeckten Bereich des Türanschlagteils vorgesehen. Das Ansetzen der Einspritzdüse der Kleberfüllvorrichtung erfolgt dann bei in die Öffnungslage verschwenktem Tragarm.
- Bei den heute bevorzugten Scharnieren mit gelenkiger Verbindung des Tragarms mit dem Türanschlagteil durch zwei türseitig in einer Vertiefung des Tbranschlagteils drehbar gelagerten Lenkern wird die Bohrung vorzugsweise im Boden der Vertiefung angeordnet.
- Wenn das Scharnier in einer zum seitlichen Türrand hin offenen Vertiefung der Tür befestigt werden soll, wird die Ausgestaltung erfindungsgemäß so getroffen, daß Kleber-Verteilungskanäle nur im Boden und den von Seitenwänden der Vertiefung umgebenen Flächen des Türanschlagteils vorgesehen sind, und daß diese Kleber-Verteilungskanäle zwar bis in die Nähe der im Bereich der offenen Vertiefungsseite liegenden Fläche des Türanschlagteils geführt sind, diese Fläche selbst jedoch keine derartigen Kanäle aufweist oder Verbindung zu ihnen hat. Die am Türrand zwischen dem Türanschlagteil und der Tür im Bereich der Vertiefung noch bestehenden schmalen Spalte können während des Einspritzens des Klebers durch Andrücken eines elastischen Abdichtelements auf diese Spalte gegen den Austritt von Kleber gesichert werden.
- Die Montage des erfinlungsgemäßen Scharniers erfolgt erfindungsgemäß dadurch, daß das Türanschlagteil des Scharniers in der vorgesehenen Befestigungslage in die kleberfreie Vertiefung eingesetzt wird, und daß dann von der Außenseite des Türanschlagteils aus flüssiger oder pastöser Kleber in der erforderlichen Menge in die mit den Kleber-Verteilungskanälen in Verbindung stehende Bohrung eingespeist wird.
- Die Kl eberdo si erung erfolgt erfindungsgemäß dadurch, daß die Einspritzung von Kleber solange durchgeführt wird, bis der Einspritzdruck im zugeführten Kleber infolge der vollständigen Füllung der zwischen den Kleber-Verteilungskanälen und der Türvertiefung gebildeten Räume ansteigt.
- Wenn das Scharnier in der oben erwähnten Weise in einer zum seitlichen Türrand hin offenen Vertiefung befestigt werden soll, werden die an der offenen Seite zwischen dem Türanschlagteil des Scharniers und den Vertiefungsseitenwänden mündenden Spalt während des Einspritz~ vorgangs abgedichtet.
- Die Erfindung ist in der folgenden Beschreibung eines Ausführungsbeispiels des erfindungsgemäßen Scharniers in Verbindung mit der Zeichnung näher erläutert, und zwar zeigt bzw. zeigen: Fig. 1 und 2 eine Draufsicht bzw. eine Seitenansicht eines erfindungsgemäßen Scharniers; Fig. 3 eine Schnittansicht entlang der Linie 3-3 in Fig. 1; und Fig. 4 eine Draufsicht auf die Unterseite des Türanschlagteils des in den Fig. 1 bis 3 gezeigten Scharniers.
- Das in den Figuren 1 bis 3 in seiner Gesamheit mit 10 bezeichnete Scharnier weist den erfindungsgemäß ausgestalteten Turanschlagteil 12 auf, der über zwei schwenkbar an ihm angelenkte Lenker 14 und 16 mit einem Tragarm 18 verbunden ist, in dem die Lenker 14 und 16 ebenfalls schwenkbar gelagert sind. Der Tragarm 18 ist in bekannter Weise einstellbar auf einer an der Mbbeltragwand angeordneten, nicht gezeigten Montageplatte befestigbar.
- Der in der Draufsicht langgestreckte und an der dem Tragarm gegenüberliegenden Seite abgerundete Türanschlagteil 12 ist, wie am besten in den Figuren 2 und 3 zu erkennen istt sehr flach ausgebildet und weist einen unteren oder rückwärtigen, sich etwa bis zur halben Höhe oder Dicke erstreckenden Befestigungsabschnitt 20 auf, der in eine passende Vertiefung 22 eines dünnen Türflügels 24, beispielsweise einer Spiegelechranktür, einsetzbar ist.(Fig. 3). Der Türflügel 24, in dessen Vertiefung 22 der Abschnitt 20 passend einsetzbar istt kann beispielsweise aus einer äußeren, aus Spiegelglas bestehonden Platte 26 und einer inneren, mit dem Spiegel verklebten Halteplatte 28 bestehen, die ihrerseits - wenn gewünscht - ebenfalls eine mit ihrer Rückseite gegen die äußere Platte 28 weisend angeordnete Platte aus Spiegelglas sein kann. In jedem Fall ist die zur Anlenkung des Abschnitts 20 des Türanschlagteils 12 bestimmte Vertiefung 22 in dieser Halteplatte 28 gebildet. Oberhalb des Befestigungsabschnitts 20 ist der Türanschlagteil 12 bei 30 flanschartig verbreitert. Diese flanschartige Verbreiterung, die den zwischen dem Abschnitt 20 und der Begrenzung der Vertiefung bestehenden Spalt abdeckt, umgibt den Befestigungsabschnitt mit Ausnahme seiner dem Tragarm 18 zugewandten Kante. Diese Kante verläuft etwa bündig mit dem Türrand, so daß die Vertiefung 22 also an der Tragarmseite offen ist.
- Im Türanschlagteil 12 ist eine langgestreckte, zur Sichtseite hin offene Vertiefung 32 eingeformt, in deren tragarmseitigem Bereich die zu Ösen umgeformten Enden der Lenker 14 und 16 auf Stiften gelagert sind.
- Der dem Tragarm 18 gegenüberliegende Bereich der Vertiefung 32 dient zur Aufnahme eines vorspringenden Abschnitts des Tragarms in der Schließlage des Scharniers. In diesem Bereich ist eine Bohrung 34 geringen Durchmessers vorgesehen, welche den Boden des Türanschlagteils bis auf dessen Unterseite durchsetzt.
- Dort mündet die Bohrung 34 in einem quer über den Befestigungsabschnitt verlaufenden flachen Kanal 36, der bis zu den äußeren Seitenwänden des Befestigungsteils 20 durchläuft und mit längsverlaufenden Kanälen 38 in Verbindung steht, die in geringem Abstand von den Seitenwänden des Abschnitts 20 parallel zu diesen verlaufen. Auf halber Länge und in der Nähe der tragarmseitigen Kante des Befestigungsabschnitts 20 haben die Kanäle 38 Verbindungen 40 und 42 zu den Seitenwänden des Abschnitts 20. In diesen Seitenwänden sind direkt im Anschluß an die flanschartige Verbreiterung 30 ebenfalls seitliche Kanäle 44 gebildet, die gegenüber der eigentlichen Seitenwand etwas zurückspringen. Das System der Kanäle 36, 38, 40, 42 und 44 ist miteinander verbunden, so daß von der Oberseite her in die Bohrung 34 eingespritzter Kleber sich über das Kanalsystem verteilt und so an alle zu verklebenden Flächen gelangt. Es hat sich gezeigt, daß eine solche vollständige Füllung bei einem derart ausgestalteten Türanschlagteil tatsächlich erreicht wird, daß also nicht die Gefahr besteht, daß die im Kanalsystem eingeschlossene Luft das Einspritzen des Klebers behindert.
- Wie bereits erwähnt, sind die Kanäle 38 nicht bis zu der dem Tragarm 18 zugewandten Seite des Befestigungsabschnitts 20 durchgeführt, so daß ein Austreten des Klebers an dieser Seite lediglich im Bereich der stirnseitig zwischen dem Abschnitt 20 und den Vertiefungswänden bestehenden Spalte infolge des Einspritzdrucks möglich wäre. Dieses Austreten kann jedoch in sehr einfacher Weise dadurch verhindert werden, daß die Spalte während des Einspritzvorgangs durch ein aufgedrücktes elastisches Abdichtelement verschlossen werden.
- Es ist klar, daß im Rahmen des Erfindungsgedankens weitere Ausgestaltungen möglich sind. So ist die Anordnung der Kleber-Verteilungskanäle nicht auf die gezeigte Ausgestaltung beschränkt. Wichtig ist lediglich, daß die Kanäle einen Durchtritt de-s Klebers zu möglichst allen zu verklebenden Flächen gestatten.
Claims (7)
- AnspriicheScharnier für dünnwandige Türen von Schränken, insbesondere von Badezimmer-Spiegelschränken, das ein mit einem an den Schranktragwänden befestigbaren Tragarm gelenkig verbundenen, in einer in der Innenseite der Tür vorgesehenen passenden Vertiefung durch Verklebung befestigbaren flachen Türanschlagteil aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß der Türanschlagteil (12) an seinen dem Boden und den Seitenwänden der Vertiefung (22) zugewandten Flächen mit zusammenhängenden flachen Kleber-Vert eilungskanäl en (36, 38, 40, 42, 44) und einer den Türanschlagteil (12) von seiner Außenseite zur Rückseite durchsetzenden und in einem der Keber-Verteilungskanäle (36) mündenden Bohrung (34) versehen ist.
- 2. Scharnier nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Bohrung (34) in dem in der Schließlage des Scharniers (10) vom Tragarm (18) überdeckten Bereich des Türanschlagteils (12) vorgesehen ist.
- 3. Scharnier nach Anspruch 2, bei dem die gelenkige Verbindung des Tragarms mit dem Türanschlagteil durch zwei tseitig in einer Vertiefung des TAranschlagteils drehbar gelagerte Lenker erfolgt, dadurch gekennzeichnet, daß die Bohrung (34) im Boden der Vertiefung (32) vorgesehen ist.
- 4* Scharnier nach einem der Ansprüche 1 bis 3, das in einer zum seitlichen Türrand hin offenen Vertiefung der Tür befestigt wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Kleber-Vetteilungskanäle (36,38,40,42,44) nur im Boden und den von Seitenwänden der Vertiefung (22) umgebenen Flächen des Türanschlagteile (12) vorgesehen sind, und daß Kleber-Verteilungskanäle (38, 44) bis in die Nähe der im Bereich der offenen Vertiefungsseite liegenden Fläche des Türanschlagteils (12) geführt sind, diese Fläche selbst jedoch keine derartigen Kanäle aufweist oder Verbindung zu ihnen hat.
- 5. Verfahren zur Befestigung eines Scharniers nach einem der Ansprüche 1 bis 4 in Türen von Schränken, insbesondere Badezimmer-Spiegelschränken, durch Verklebung eines flachen Türanschlagteils in einer in der Innenseite der Tür vorgesehen passenden Vertiefung, dadurch gekennzeichnet, daß der Türanschlagteil des Scharniers in der vorgesehenen Befestigungslage in die kleberfreie Vertiefung eingesetzt wird, und daß dann von der Außenseite des Türanschlagteils aus flüssiger oder pastöser Kleber in der erforderlichen Menge unter Druck in die Bohrung eingespritzt wird.
- 6. Verfahren nach Anspruch5, dadurch gekennzeichnet, daß die Einspritzung von Kleber solange durchgeführt wird, bis der Spritzdruck im zugeführten Kleber infolge der vollständigen Füllung der zwischen den Kleber-Verteilungskanälen und der Tür-Vertiefung gebildeten Räume ansteigt.
- 7. Verfahren nach Anspruch 5 oder 6, bei einem Scharnier, das in einer zum seitlichen Türrand hin offenen Vertiefung befestigt werden soll, dadurch gekennzeichnet, daß während der Einspritzung von Kleber die an der offenen Seite zwischen dem Türanschlagteil des Scharniers und den Vertiefungsseitenwänden mündenden Spalte abgedichtet werden.
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