DE2511913A1 - Stranggiessanlage fuer brammen - Google Patents
Stranggiessanlage fuer brammenInfo
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- B22D—CASTING OF METALS; CASTING OF OTHER SUBSTANCES BY THE SAME PROCESSES OR DEVICES
- B22D11/00—Continuous casting of metals, i.e. casting in indefinite lengths
- B22D11/14—Plants for continuous casting
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- Mechanical Engineering (AREA)
- Continuous Casting (AREA)
Description
PATENTANWALT DiPLrING C. O. BOf=CKER 251 1913
6670 ST.INGBERT(SAAR). ENSHEIMERSTR.48
Maschinenfabrik Sack G.m.b.H. 17.3.1975
Düsseldorf-Rath s_559
Stranggießanlage für Brammen
Die Erfindung "betrifft eine StranggieSanlage für Brammen mit
mindestens zwei Strangführungen, denen jeweils eine Kokille zugeordnet ist, und mit einer den Kokillen gemeinsamen Verteil
err inne zum Verteilen und Zuführen der aus einer Gießpfanne großen Fassungsvermögens vergossenen Schmelze zu den Kokillen,
wobei von den Führungsrollen der Strangführungen einige Rollen von einer der freien Seiten der Strangführungen aus einzeln
angetrieben sind.
Stranggießanlagen für Brammen hat man wegen des Platzbedarfes für die einzelne Strangführung und deren Rollenantriebe bisher
nur mit höchstens zv/ei Strängen bauen können, da die Aneinanderreihung von mehr als zwei Strangführungen - wenn große Chargengewichte
aus einer einzigen Gießpfanne in einem Zuge vergossen werden sollen - mit der Breitenabmessung der Gießquerschnitte
die Länge der gemeinsamen Verteilerrinne zu groß wird. Kit der Länge einer Verteilerrinne wächst nämlich auch die Oberfläche
der eingefüllten Schmelze, wodurch nicht nur ein erhöhter Temperaturverlust wegen Abstrahlung eintritt, sondern auch die
große Badoberfläche einem erhöhten und schädlichen Sauerstoffangriff
ausgesetzt wird. Auch wünschen meine Stahlv/erke eine Begrenzung der Breitenabmessung der stranggegossenen Brammen,
verbunden mit der Forderung, trotzdem maximale Chargengewichte in der Größenordnung von 400 t und mehr vergießen zu können.
609840/0478
Telefon; (06894) 14396, Wohnung 7124 · Konten : Postscheckamt Essen 101328-438, Gebr.Röchiing Bank St. Ingbert 20.013.490
2b1 1913
Kan hat daher schon erwogen, entweder die Kokillen zu unterteilen,
um in einer jeden Strangführung ein Paar von Strängen zu erzeugen, womit aus der Länge der Kihrungsrollen hinsichtlich
deren Durchbiegung und Anstellung mancherlei Probleme erwachsen, oder man hat den Weg zu beschreiten versucht,
breite Brammen zu vergießen, die nach dem Verlassen der Sekundärkühlzone durch Brennschneiden aufgeteilt werden. Hier
ist jedoch zu erwarten, daß im Bereich der Trennfuge, wo ein nicht vollständig ausgebildetes metallurgisches Gefüge vorliegt,
nachteilige Sauerstoffeinschlüsse auftreten.
Die Erfindung verfolgt das Ziel, die Voraussetzungen dafür zu schaffen, eine mehrsträngige Stranggießanlage für Brammen
bauen zu können, bei der die Strangzahl erhöht werden kann, ohne daß die Länge der Verteilerrinne in dem Maße entsprechend
der Strangzahl zunimmt, wie es unter Berücksichtigung der Gestaltung von Rollenantrieben nach dem Stande der Technik zu
erwarten wäre. Ausgehend vom Vorhandensein von zwei Stranführungen und in Erkenntnis dessen, daß es die Gestaltung der
Rollenantriebe ist, die ein näheres Aneinanderrücken mehrer Strangführungen bisher verhindert hat, vird gemäß der Erfindung
vorgeschlagen, daß die anzutreibenden Rollen einer zweiten Strangführung von der freien Aussenseite der ersten Strangführung
aus über jeweils eine zu den Rollen achsparallele und beide Stränge kreuzende Welle, die bis zur Aussenseite
der zweiten Strangführung reicht, antreibbar sind, wobei zwischen dem Wellenende und der anzutreibenden Rolle der
zweiten Strangführung eine schmalbauende getriebliche Verbindung besteht, und daß beide Strangführungen so dicht wie
möglich nebeneinander angeordnet sind.
Hierdurch wird erreicht, daß an einer Aussenseite der Doppel-Strangführung
nur Platz beansprucht wird von den schmalbauenden getrieblichen Verbindungen für einzelne anzutreibende Rollen
zwischen den Wellen und diesen Rollen der zweiten Strangführung. Damit wird der Weg eröffnet, entweder eine dritte Strangführung
neben der zv/eiten Strangführung anzuordnen, die mit ge trieblichen
Verbindungen versehen ist, oder zwei spiegelbildlich angeordnete Doppel-Strangführungen mit je einer ersten
und einer zweiten Strangführung vorzusehen, wobei die mit den
609840/0478 " 3 ~
getrietlichen Verbindungen versehenen Strangführungen einander
gegenüberliegen. In jedem Falle sind die Rollen der jeweils äusseren Strangführungen in konventioneller Weise angetrieben.
Unter dem Gesichtspunkt der Platzersparnis in der Breitenabmessung
einer Strangführung ist die/mit besonderem Vorteil zu verwirkliehen mit einem bekannten Bogenstrangführungsgerüst
nach der DT-AS 1 950 772, bei der jede Strangführung aus einem bogenförmigen Tragrahmen mit zwei parallelen Rahmenteilen be~
steht, die durch rohrförmige Traversen miteinander verbunden sind, wobei die gebogenen Rahmenteile zu deren Krümmungsmittelpunkt
hin offene Taschen zur Aufnahme der Zapfenlager der Rollen aufweisen. Im Gegensatz zur sogenannten Segmentbauweise einer
Strangführung etwa nach der DT-PS 1 239 440 bestimmt bei dem Bogenstrangführungsgerüst mit Einzelrollen-Lagerung unmittelbar
in den Tragrahmenteilen der Abstand der Zapfenlager voneinander den Platzbedarf für die Breite des oder der Tragrahmen und damit
der Strangführungen. Ausserdem tritt gegenüber der Segmentbauweise der Vorteil hinzu, daß die Rollen aller Strangführungen
einzeln oder auch paarweise zum Krümmungsmittelpunkt der Bogenstrangführungen
ausgebaut werden können. Diese Ausbaurichtung wirkt sich auf den Platzbedarf einer Strangführung nicht aus.
Für den Rollenausbau wird gemäß der Erfindung eine allen Rollen mehrerer nebeneinanderliegender Strangf"1:; -yngen gemeinsame
Roll en-Ausbauvorrichtung vorgesehen, bestehend aus einer die Gesamtbreite der Anlage überspannenden, in bogenförmigen Laufschienen
geführten Traverse mit einem quer zu den Strangführungen verfahrbaren Ausbauwagen. Über die verfahrbare Traverse und den
quer|zu den Strangführungen verfahrbaren Ausbauwagen kann jedes Rollenpaar einer jeden Strangführung zum Aus- und Einbau angefahren
werden.
Die Erfindung führt dazu, daß zumindest zwei Kokillen so dicht
nebeneinander liegen, daß zur Veränderung der Brammenbreite die schmalen Wände der Kokillen nicht mehr ohne weiteres beide verstellt
werden können. Die Erfindung sieht daher vor, daß nur die aussenliegenden schmalen Kokillenwände verstellbar sind.
Auch wird es für zweckmässig erachtet, die Kokillen eines Doppelstranges auf einem gemeinsamen Hubtisch anzuordnen.
- 4 609840/0478
- "" ¥ 2b 11 91 3
In der Zeichnung ist als AusfüiirungelDeispiel des Erfindungsgegenstandes eine Stranggießanlage für Brammen mit zwei Doppel-Strangführungen
dargestellt, und zwar zeigen
Fige1 die Stranggießanlage in Seitenansicht,
Fig. 2 die schematische Darstellung einer teilv/eisen Ansicht
der Anlage in Pfeilrichtung A, in der Abwicklung der Eogenform in die Zeichenebene, und
Fige3 einen Schnitt nach der Linie III - III in Fig.1
bezw. Fig„2.
Die Stranggießanlage gemäß der Erfindung "besteht im Ausführungsbeispiel aus vier Strangführungen 1 2,3 und 4, von denen die
eng benachbarten Strangführungen 1 und 2 bezw. 3 und 4 jeweils eine Doppel-Strangführung bilden. Jeder Strangführung ist eine
Kokille 5,6,7 und 8 zugeordnet, deren jeweils aussenliegenden
schmalen Wände zur Veränderung der Brammenbreite verstellbar
sind, wie strichpunktiert bei 5',6',7' und 8' für eine schmale
Brammenbreite angedeutet ist. Alle vier Kokillen werden von einer gemeinsamen Verteilerrinne 9 aus mit Schmelze beliefert.
Nach Fig. 1 und 2 besteht jede Strangführung aus einem mehrteiligen,
bogenförmigen Tragrahmen 10, der seinerseits aus
zwei parallelen Rahmenteilen 10a und 10b besteht, die von
rohrförmigen Traversen 12 auf Abstand voneinander gehalten sind■_ (Fig. 1 und 3), Die gebogenen Rahmenteile 10a und 10b sind
zum Krümmungsmittelpunkt B hin mit offenen Taschen 13a und 13b
versehen (Fig.2), in denen die Zapfenlager von Führungsrollen 14 g "itirt sind. In Fig. 2 sind nur einige der sichtbaren inneren
Führungsrollen 14 unterhalb der Kokillen 5 bis 8 dargestellt.
Aus Fig.1 geht hervor, daß zwei der ausseren Führungsrollen 15
aller Strangführungen angetrieben sind,, d.h. der üblicherweise
nicht anstellbaren Rollen des äusseren Kreisbogens der Rollenführung. In Fig.2 ist diejenige Flucht von angetriebenen Aussenrollen
15 dargestellt, durch die der Schnitt nach der Linie III-III in Fig.1 verläuft. Man erkennt aus Fig.2,. daß die Führungsrolle
15 der ersten, äusseren Strangführung 1 (und das gilt auch für die gleichachsige Führungsrolle der anderen äusseren
Strangführung 4) in üblicher Weise von der Aussenseite her von einem Motor 16 bezw.17 unmittelbar angetrieben ist,
fiO984O/iH78
_~,1913
Der Antrieb der Führungsrollen 15 der einander *-"-■*
den Strangführungen 2 und 3 erfolgt gemäß der Erfindung ebenfalls
von den freien Aussenseiten der Strangführungen 1 und 4 aus, und zwar - wie Fig,3 zeigt - von je einem Kotor IS über
zv/ei eng "benachbarte Strangführungen 3,4 bezw, 1,2 kreuzende
Wellen 19 und eine sehmarbauende getrietliche Verbindung 20
an den benachbarten Innenseiten der Strangführungen 2 und 3,
Jede Welle 19 ist durch eine rohrförmige Traverse 12 zwischen den Rahmenteilen 10a und 10b eines jeden Tragrahmens 10 hindurchgeführt.
Jede getriebliche Verbindung 20 besteht im Ausführungsbeispiel aus einem Stirnradgetriebe mit Untersetzung,
dessen Eingangsritzel 21 auf dem innenliegenden Ende einer
jeden Welle 19 aufgekeilt ist. Auf dem verlängerten Lagerzapfen
einer jeden Führungsrolle 15 sitzt das letzte Stirnrad 22.
Durch den erfindungsgemäßen Antrieb der Führungsrollen 15 der beiden innenliegenden Strangführungen 2 und 3 ist es möglich,
zwei spiegelbildlich gleiche Doppel-Strangführungen 1,2 bezw.
3,4 so eng aneinander zu verlegen, wie es unter Berücksichtigung eines begehbaren Zwischenraumes erforderlich ist, wie Fig.2
zeigt. Es können hohe Chargengewichte aus einer gemeinsamen
Verteilerrinne 9 aus vergossen werden, deren Länge in Grenzen gehalten ist. Eine v/eitere Verringerung des Platzbedarfes einer
Doppel-Strangführung 1,2 bezw.3,4 kann dadurch erhalten v/erden,
daß die benachbarten Iragrahmenteile 10b und 10a vereinheitlicht
sind.
Auch wenn-t neben eine Doppel-Strangführung 1,2 nur noch eine
dritte Strangführung mit von aussen angetriebenen Rollen verlegt werden soll, wirkt sich der durch die schmalbauenden getrieblichen
Verbindungen 20 an der Strangführung 2 gewonnene Platz vorteilhaft aus.
Zum Ausbau der einzeln gelagerten Führungsrollen nach innen zum Krümmungsmittelpunkt B hin dient eine in einem Schienenpaar
verfahrbare Traverse 32, die die Gesamtbreite der Stranggießanlage
überspannt und in der ein laufkatzenähnlicher Ausbauwagen 34 verfahrbar geführt ist.
6098 40/0478
Claims (1)
- PATENTANWALT DSPL: iNG. C. O. BOECKER 25 1 19 136670 ST.INGBERT(SAAR), ENSHEiMERSTR.48Maschinenfabrik Sack G-.nub,H. - 17.3.1975 Dusseldorf-Rath JLJL59.PatentansprücheStranggießanlage für Brammen mit mindestens zwei Strangführungen, denen jeweile eine Kokille zugeordnet ist und mit einer den Kokillen gemeinsamen Verteilerrinne zum Verteilen und Zuführen der aus einer Gießpfanne großen Fassungsvermögens vergossenen Schmelze zu den Kokillen, wobei von den Führungsrollen der Strangführungen einige Rollen von einer aer freien Seite der Strangführungen aus einzeln angetrieben sind säadurch gekennzeichnet, daß die anzutreibenden Rollen (15) einer zweiten Strangführung (2,3) von der freien Aussenseite der ersten Strangführung(1,4) aus über jeweils eine zu den Rollen achsparallele und beide Stränge kreuzende Welle (19), die bis zur Aussenseite der zweiten Strangführung reicht, antreibbar sind, wobei zwischen dem Wellenende und der anzutreibenden Rolle eine schmalbauende getriebe liehe Verbindung (?0) besteht, und daß beide Strangführungen so dicht wie möglich nebeneinander angeordnet sind,Stranggießanlage nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine dritte Strangführung, die neben der zweiten, mit der ge-•trieblichen Verbindung (20) versehenen Strangführung (2) angeordnet ist und deren Rollen von der freien Aussenseite aus angetrieben sind,Stranggießanlage nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch zwei spiegelbildlich zueinander angeordnete Doppel-Strangführungen (1S2 bezwe35.4) mit je einer ersten und einer zweiten Strangführung., %tfobei die mit den getrieblichen Verbindungen (20) T@rseh.enen Strangführungen (2,3) einander gegenüberliegen,,6098A0/0478 " 2 "? 2b 1 19134# Stranggießanlage nach Anspruch 1 und 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß jede Strangführung (1 bis 4) aus einen bogenförmigen Tragrahmen (10) mit zwei parallelen Rahmenteilen (10a, 10b) besteht, die durch rohrförinige Traversen (12) miteinander verbunden sind, durch die die VJeIlen (19) zum Antrieb der Rollen (15) der zweiten Strangführung (2 bezw.3) hindurchgeführt sind, wobei die gebogenen Rahmenteile zu deren Krümmungsmittelpunkt (B) hin offene Taschen (13a,13b) zur Aufnahme der Zapfenlager der Rollen aufweisen,5. Stranggießanlage nach Anspruch 4, gekennzeichnet durch eine allen Strangführungen gemeinsame Rollen-Ausbauvorrichtung, bestehend aus einer die Gesamtbreite der Anlage überspannenden Traverse (32), die in bogenförmigen Laufschienen (50) geführt ist und in der ein quer zu'den Strangführungen verfahrbarer Ausbauwagen (34) geführt ist.6. Stranggießanlage nach Anspruch 1 mit verstellbaren Kokillen • zur Veränderung der Brammenbreite, dadurch gekennzeichnet, daß nur die aussenliegenden schmalen Wände der Kokillen (5 bis 8) verstellbar sind,7. Stranggießanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, aaß die Kokillen eines Doppelstrar_ge- 1.2 bezw.3,4) auf einem gemeinsamen Kubtisch angeordnet sind.609840/0 4
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