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Wasserbrause Die Erfindung betrifft eine Wasserbrause mit einem Brausekopf
und einer darin angeordneten Lochscheibe.
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Wasserbrausen dienen bekanntlich den verschiedensten Verwendungszwecken.
Die bekannten Wasserbrausen sind in ihrer Konstruktion und Bauweise dem jeweiligen
Verwendungszweck, fifr den sie bestimmt sind, angepasst. Beispielsweise bei den
zur törperreinigung dienenden Brausen, wie zum Beispiel den an einen Schlauch angeschlossenen
Handbrausen bei Badevannen, den an eine starre Leitung über einer Badewanne oder
Brausetasse angeschlossenen Kopfbrausen und dergleichen, besitzt die Lochscheibe
eine verhältnismäßig große Fläche mit einer relativ großen Anzahl von Auslaufbohrungen,
deren Querschnitte so gewählt sind, daß ein milder, breiter oder großflächiger Wasserstrahl
erzielt wird. Bei sogenannten Sportbrausen und Brausen für Wassermassagen sind dagegen
die Anzahl und Größe der Auslaufbohrungen so gewählt, daß ein schärferer Wasserstrahl
erzielt wird. Handbrausen an Waschbecken, die vornehmlich zur Kopfväsche bestimmt
sind, besitzen eine Lochscheibe mit einer kleinen Fläche und einer relativ kleinen
Anzahl von Auslaufbohrungen, um einen milden und im Querschnitt kleinen Wasserstrahl
zu erzeugen, damit bei über das Waschbecken gebeugtem Kopf und beim Abspülen der
Haare kein Wasser auf die Kleidung spritzt und insbesondere der Wasserstrahl so
genau auf die Kopffläche gerichtet werden kann,
daß kein Wasser
am Hals entlang in die Kleidung läuft. Für medizinische Zwecke, zum Beispiel für
Spülungen von Kbrperteilen wie Mund, Ohren und dergleichen, werden Brausen verwendet,
mit denen ein eng gebündelter milder Wasserstrahl genau auf bzw. in die gewünschte
Körperstelle oder Körperöffnung gerichtet werden kann. An Waschbecken sind die Auslauföffnungen
der Armaturen, zum Beispiel der Ventile, Schwenkausläufe etc., häufig mit einem
Gewinde zum Anschrauben eines Vorsatz-Brausestückes versehen, u,m einen sehr milden
und eng gebündelten Wasserstrahl zu erzeugen, der beim Abspülen der Hände nicht
spritzt, und zu diesem Zweck werden vorzugsweise Brausestücke verwendet, in denen
dem Wasser vom Wasserstrahl angesaugte Luft beigemischt wird, so daß ein weicher9
mit Luftperlen durchsetzter Wasserstrahl austritt.
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Entsprechend der anhand der vorstehenden Beispiele erläuterten vielseitigen
Verwendung von Wasserbrausen für die verschiedensten Zwecke wird eine Vielzahl von
Wasserbrausen verschiedener Konstruktion und Bauweise benötigt, da die bekannten
Wasserbrausen den Nachteil besitzen, daß sie in ihrer Bauweise einem bestimmten
Verwendungszweck angepasst sind und sich nicht anderen Verwendungszwecken anpassen
lassen, so daß sie ftlr andere Verwendungszvecke nur schlecht oder nicht brauchbar
sind0 Es sind auch bereits Wasserbrausen mit mechanischen Mitteln zur Veränderung
des Wasserstrahls bekannt. Bei einer dieser Brausen ragen aus Öfffnungenin der Lochscheibe
mehrere
zylindrische Düsenkörper heraus, die auf ihrem Umfang mit
Austrittsöffnungen versehen sind und durch einen gemeinsamen Kurbeltrieb derart
axial verschiebbar sind, daß durch Herausschieben der Düsenkörper aus der Brause
die Austrittsöffnungen zunehmend mehr geöffnet werden und die Wasserstrahlen zunehmend
dicker werden und mit abnehmendem Druck austreten, und daß durch Hineinziehen der
Düsenkörper in die Brause die Austrittsöffnungen zunehmend verengt werden, wodurch
die einzelnen Wasserstrahlen zunehmend dünner und schließlich fein zerstäubt werden.
Bei einer anderen Brause kann durch Einschaltung eines innerhalb der Brause schwingenden
Organs eine Umstellung von gleichmäßig ausströmenden Wasserstrahlen auf pulsierend
austretende Wasserstrahlen mit veränderlicher Frequenz vorgenommen werden. Wasserbrausen
dieser Art besitzen den Nachteil, daß die mechanisch bewegten Teile einem Verschleiß
unterliegen oder ihre Beweglichkeit durch Ablagerungen aus dem Wasser beeinträchtigt
wird und daß sie in der Herstellung aufwendig und teuer sind. Uberdies ermöglichen
sie auch nur in begrenztem UmEang Anpassungen der Brause und des Wasserstrahls an
die obengenannten verschiedensten Anwendungszwecke.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Wasserbrause mit einem
Brausekopf und einer darin angeordneten Lochscheibe zu schaffen, die als Mehrzveck-
oder Vielzweck-Brause für unterschiedliche Anwendungszwecke der oben geschilderten
Art verwendbar ist, mit einfachen und billigen technischen Mitteln dem jeweiligen
Verwendungszweck anpassbar ist und dabei einfach und billig in der Herstellung,
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kompliziert in der Bauweise, leicht in der Handhabung und nicht
anfällig gegen Ablagerungen aus dem Wasser ist.
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Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß in erster Linie dadurch gelöst,
daß die Lochscheibe in dem Brausekopf mittels einer Schraubverbindung axial verschiebbar
ist, wobei der Brausekopf und die Lochscheibe mit in axialer Richtung der Schraubverbindung
verlaufenden und bei axialen Verschiebungen der Lochscheibe tangential übereinandergleitenden
Flächen versehen sind, zwischen denen in einer Ringnut ein die Flächen gegeneinander
abdichtendes sowie ein Verdrehungen der Lochscheibe hemmend entgegenwirkendes elastisches
Dichtungs- und Reibelement angeordnet ist, und daß der Brausekopf und/oder die Lochscheibe
mit einem Ringansatz versehen sind, der in dem Brausekopf einen inneren und einen
äußeren Ringraum bildet sowie bei einer axialen Verschiebung der Lochscheibe in
den Brausekopf hinein den äußeren Ringraum von dem inneren Ringraum abdichtend trennt
und bei einer entgegengesetzten axialen Verschiebung der Lochscheibe die Ringräume
miteinander verbindet, wobei der Zuflußkanal des Brausekopfes in den inneren Ringraum
einmündet.
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Weitere Merkmale der Erfindung sowie die mit der Erfindung erzielten
Vorteile werden nachstehend anhand der Zeichnung beschrieben, in der Aus£tihrungsbeispiele
der erfindungsgemäßen Wasserbrause dargestellt sind, und zvar zeigt Fig. 1 eine
Wasserbrause mit waagerechtem Wasserzufluß im Längsschnitt,
Fig.
2 eine Brause mit senkrechtem Wasserzulauf im Längsschnitt, Fig. 3 die Brause nach
Fig. 1 in einer abgewandelten Ausführungsform, Fig. 4 ein Vorsatz-Brausestück im
Längsschnitt für die Brause in Fig0 3, Fig. 5 den Brausekopf der Brause nach Fig.
3 in einer abgewandelten Ausführu,ngsform, Fig. 6 die Lochscheibe fUr den Brausekopf
nach Fig. 5 im Längsschnitt, Fig0 7 den Brausekopf nach Fig. 5 in einer abgevandelten
Ausfthrungsform, Fig0 8 eine Lochscheibe mit einem Vorsatz-Brausestück in einer
anderen Ausführungsform im Längsschnitt, Fig. 9 und 10 das Vorsatz-BrausestUck nach
Fig. 8 in einer abgewandelten AusfUhrungsformO Um eine deutliche zeichnerische Darstellung
zu ermöglichen, sind einige Figuren und Details in vergrößertem Maßstab, und zvar
etwa in zveifacher Vergrößerung-dargestellt.
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Die Wasserbrause in Fig. 1 besteht aus einem Brausekopf 1 und einer
darin angeordneten Lochscheibe 2. Der Brausekopf 1 ist als Handbrause in bekannter
Weise mit einem teilweise dargestellten Handgriff 3, durch den ein waagerechter
Wasserzuflußkanal 4 verläuft, versehen, an den ein nicht dargestellter Schlauch
angeschlossen werden kann. Die Lochscheibe 2 ist mit Auslaufbohrungen 5 und 6 versehen.
Erfindungsgemäß
ist die Lochscheibe 2 in dem Brausekopf 1 mittels einer Schraubverbindung 7, 8 axial
verschiebbar. Die Schraubverbindung besteht vorzugsweise aus einer Gevindehülse
7 und einer darin einschraubbaren Gewindespindel 8, von denen das eine Teil am Brausekopf
1 und das andere Teil an der in dem Brausekopf 1 drehbaren Lochscheibe 2 angeordnet
ist. Anstelle der in Fig 1 dargestellten Anordnung der Gewindehülse 7 an dem Brausekopf
1 und der Gewindespindel 8 an der Lochscheibe 2 kann auch die unten zu Fig. 3 beschriebene
umgekehrte Anordnung verwendet werden. Der Brausekopf 1 und die Lochscheibe 2 sind
mit Flächen 9, 10 versehen, die in axialer Richtung der Schraubverbindung 7, 8 verlaufen
und bei axialen Verschiebungen der Lochscheibe 2 tangential übereinandergleiten.
Zwischen den Flächen 9, 10 ist in einer Ringnut 11 ein elastisches Dichtungs- und
Reibelement 12 angeordnet, velches einerseits die Flächen 9, 10 gegeneinander abdichtet
und andererseits infolge seiner Reibung an den Flächen 9, 10 Verdrehungen der Lochscheibe
2 in dem Brausekopf 1 hemmend entgegenwirkt0 Auf diese Weise wird eine selbsthemmende
Schraubverbindung 7, 8 erzielt, durch die ungewollte Verdrehungen der Lochscheibe
2 und damit ungewollte axiale Verschiebungen der Lochscheibe 2 in dem Brausekopf
1 verhindert werden0 Zur leichten Handhabung der Brause beim Verdrehen der Lochscheibe
2 gegen den Widerstand des Reibelementes 12 ist die Lochscheibe 2 vorteilhafterweise
mit einem Griffelement 13, beispielsweise in Form eines äußeren Ringansatzes mit
einer Profilierung 14 versehen.
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Weiterhin sind der Brausekopf 1 und die Lochscheibe 2 mit
einem
Ringansatz 15, 16 versehen. In dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist der Ringansatz
geteilt und der Teil 15 am Brausekopf 1 und der Teil 16 an der Lochscheibe 2 angeordnet.
Stattdessen kann aber auch ein ungeteilter Ringansatz verwendet werden, der am Brausekopf
1 oder an der Lochscheibe 2 angeordnet wird. Der Ringansatz 15, 16 bildet in dem
Brausekopf 1 einen inneren Ringraum 17 und einen äußeren Ringraum 18. Bei einer
axialen Verschiebung der Lochscheibe 2 in den Brausekopf 1 hinein trennt der Ringansatz
15, 16 den äußeren Ringraum 18 dicht von dem inneren Ringraum 17, indem sich die
Teile 15 und 16 des Ringansatzes dicht gegeneinander legen, wie in Figur 1 dargestellt,
oder indem sich bei Verwendung eines ungeteilten Ringansatzes dieser abdichtend
an den Brausekopf 1 oder die Lochscheibe 2 anlegt. Bei einer entgegengesetzten axialen
Verschiebung der Lochscheibe 2 werden die Ringräume 17 und 18 miteinander verbunden,
wie Figur 2 zeigt und unten beschrieben wird. Der Zuflußkanal 4 des Brausekopfes
1 mündet in den inneren Ringraum 17 ein.
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In weiterer Ausgestaltung der Brause ist die Fläche 9 am Brausekopf
1 mit Schrägnuten 19 versehen, wobei die Schrägnuten gleichmäßig und geradlinig
schräg verlaufen können, wie links in Figur 1 dargestellt, oder aber auch zunächst
im wesentlichen axial verlaufen und mit einem schräg verlaufenden Ende versehen
sein können, wie rechts in Figur 1 dargestellt. Die Schrägnuten 19 sind derart in
der Fläche 9 angeordnet, daß das in der Ringnut 11 der Lochscheibe 2 angeordnete
Dichtungs-und Reibelement 12 die Flächen 9 und 10 gegeneinander abdich-
tet,
wenn die Lochscheibe 2 axial in den Brausekopf 1 hinein verschoben wird, Bei einer
entgegengesetzten axialen Verschiebung der Lochscheibe 2 liegt das Dichtungs- und
Reibelement 12 auf den Rippen 20 zwischen den Schrägnuten 19 und gibt einen Wasserauslauf
durch die Schrägnuten 19 frei.
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Die Brause in Figur 2 unterscheidet sich von dem vorstehend beschriebenen
Ausführungsbeispiel nach Figur 1 in folgender Hinsicht Der Brausekopf 1 besitzt
auf seiner Oberseite einen Gewindestutzen 21, so daß der Wasserzuflußkanal 4 senkrecht
in den inneren Ringraum 17 einmündet. Durch diese Ausbildung ist der Brausekopf
1 vielseitig verwendbar. Er kann beispielsweise in Duschkabinen mit dem Gewindestutzen
21 sowohl als Kopfbrause unter ein senkrechtes Zuleitungsrohr oder an ein waagerecht
aus der Wand herausgeführtes Zuleitungsrohr mit einem nach untengerichteten Bogen
angeschraubt werden. Er kann aber auch bei den in Duschkabinen in verschiedenen
Höhen angeordneten seitlichen Brausen mit Kugel gelenken verwendet werden. Und er
kann beispielsweise auch bei den bekannten Handbrausen vervendet werden, die einen
Handgriff mit einem angeschraubten Brausekopf besitzen. Die Gewindehülse7 ist durch
in dem Zuflußkanal 4 liegende Stege 22 mit dem Brausekopf 1 verbunden. In einer
weiteren vorteilhaften Ausgestaltung besteht das Griffelement 13 (Figur 1) bei dem
Ausführungsbeispiel in Figur 2 aus Zapßfen 23 mit DurchElußkanälen 24, so daß die
Anzahl der Auslaufbohrungen 6 nicht durch das Griffelement verringert wird.
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Die Brausen nach Figur 1 und 2 besitzen die folgenden Vorteile, Funktionen
und Verstellmöglichkeiten. Durch Drehen der Lochscheibe 2 an dem Griffelement 13
beziehungsweise 23 kann die Lochscheibe 2 mittels der Schraubverbindung 7, 8 so
weit axial in den Brausekopf 1 hineingeschoben werden, daß der Ringansatz 15, 16
die Verbindung zwischen dem inneren Ringraum 17 und dem äußeren Ringraum 18 dicht
verschließt, wie in Figur 1 dargestellt0 Das durch den Zuflußkanal 4 in den inneren
Ringraum 17 einströmende Wasser kann daher nur durch die mit dem inneren Ringraum
17 verbundenen inneren Auslaufbohrungen 5 austreten, das heißt die Brause erzeugt
einen relativ eng gebündelten Wasserstrahl, der durch Regulierung des Wasserdruckes
kräftig und hart eingestellt werden kann, zum Beispiel für Massagen oder Sportbrausen,
oder weich eingestellt werden kann, zum Beispiel für eine Kopfwäsche. Durch eine
entgegengesetzte axiale Verschiebung der Lochscheibe 2 aus dem Brausekopf 1 heraus
wird zunächst von dem Ringansatz 15, 16 die Verbindung von dem inneren Ringraum
17 zum äußeren Ringraum 18 geöffnet (Figur 2, linke Hälfte),so daß auch aus den
äußeren Auslaufbohrungen 6, die mit dem äußeren Ringraum 18 verbunden sind, Wasser
austreten kann0 Auf diese Weise kann ein Wasserstrahl mit größerem Querschnitt,
beispielsweise zum Abbrausen größerer görperflächen, erzeugt werden, der durch Regulierung
des Wasserdruckes wiederum weicher oder härter eingestellt werden kann. Bei weiterer
axialer Verschiebung der Lochscheibe 2 aus dem Brausekopf 1 heraus schiebt sich
das elastische Dichtungs- und Reibelement 12, zum Beispiel ein O-Ring, auf die Rippen
20 (Figur 2, rechte Hälfte), so daß zusätzlich
durch die von den
Schrägnuten 19 gebildeten Auslauföffnungen Wasser austreten kann. Dabei kann durch
eine mehr oder weniger große axiale Verschiebung der Lochscheibe 2 eine mehr oder
weniger weite Öffnung der Schrägnuten 19 bewirkt werden und auf diese Weise die
aus den Schrägnuten 19 austretende Wassermenge reguliert werden. Da sich die Schrägnuten
19 am Umfang der Lochscheibe 2 befinden, kann eine relativ große Anzahl von Schrägnuten
angebracht werden und auf diese Weise die Anzahl der Austrittsöffnungen der Brause
und damit der Querschnitt des Brausestrahls erheblich vergrößert werden.
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Bei dieser Einstellung kann durch die vorgenannte Regulierung der
öffnungsweite der Schrägnuten 19 sowie durch Regulierung des Wasserdruckes ein großflächiger
wer Wasserstrahl eingestellt werden, wie er bei der Körperreinigung bevorzugt wird0
Diese Verstellmöglichkeiten ermöglichen eine Verwendung der erfindungsgemäßen Wasserbrause
in einem weiten Bereich der eingangs geschilderten Verwendungszwecke.
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Figur 3 stellt eine abgewandelte Ausführungsform der Brause nach Figur
1 dar und weist folgende Unterschiede auf. Die Gewindehülse 7 ist an der Lochscheibe
2 und die Gevindespindel 8 ist an dem Brausekopf 1 angeordnet. Die Lochscheibe 2
ist auf ihrer Außenseite mit einem Gewindeansatz 25 für ein anschraubbares Vorsatz-Brausestück
versehen0 Figur 4 zeigt ein Ausführungsbeispiel eines Vorsatz-Brausestfickes 26,
das mit einem Gewindestutzen 27 und einer griff eigen Rändelung 28 versehen ist.
Die Lochscheibe 2 befindet sich in der gleichen Stellung wie in Figur 1, in der
der Ringansatz 15, 16 den
inneren Ringraum 17 verschließt, so daß
kein Wasser durch den äußeren Ringraum 18 aus den Auslaufbohrungen 6 austreten kann.
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Wenn in dieser Stellung der Lochscheibe 2 das Vorsatz-Brausestück
26 auf den Gewindeansatz 25 aufgeschraubt wird, werden von dem Gewindestutzen 27
zusätzlich die außerhalb des Gewindeansatzes 25 liegenden Auslaufbohrungen 5 dicht
verschlossen. Der aus dem inneren Ringraum 17 durch die innerhalb des Gewindeansatzes
25 liegenden Auslaufbohrungen 5 austretende Wasserstrahl wird in dem sich konisch
verjüngenden Vorsatz-Brausestück 26 noch stärker gebündelt, so daß aus den Auslaufbohrungen
29 des Vorsatz-Brausestücks 26 ein Wasserstrahl mit geringem Durchmesser austritt,
mit dem gezielt kleine Flächen gespült werden können, beispielsweise um Spülungen
von Ohren etc0 vorzunehmen. Vorteilhafterweise besitzen der Gewindeansatz 25 und
das Vorsatz-Brausestück 26 ein Gewinde, das dem üblichen Gewinde an den eingangs
beschriebenen bekannten Armaturen wie Schwenkausläufen, Ventilen etc0 für anschraubbare
Luftbrausen oder dergleichen entspricht. Auf diese Weise wird ermöglicht, daß sowohl
das Vorsatz-Brausestück 26, wenn es nicht benutzt werden soll, von dem Brausekopf
abgeschraubt und bei Armaturen an Waschbecken etc. verwendet werden kann, als auch
umgekehrt handelsübliche Luftbrausen oder dergleichen an den Brausekopf angeschraubt
werden können. Dies ist beisp»1S-weise von Vorteil bei Waschbecken oder dergleichen,
die mit einem Anschluß und einer Halterung für eine Handbrause versehen sind, so
daß beim Anschluß einer erfindungsgemäßen Brause diese durch Verstellung der Lochscheibe
2 und durch Verwendung mit oder ohne Vorsatz-Brausestück 26 oder eine andere be-
kannte
Luitbrause sowohl zum Händewaschen, für die Kopfwäsche und für Spülungen von Ohren
etc. verwendet werden kann.
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Figur 5 und 6 zeigen den Brausekopf 1 und die Lochscheibe 2 der Brause
nach Figur 3 in einer abgewandelten AusfUhrungsform, die sich durch die folgenden
Merkmale von dem AusfUhrungsbeispiel in Figur 3 unterscheidet. Die Gewindespindel
8 ist nicht fest am Brausekopf 1 angeordnet, sondern mit einem glatten Schaftteil
30 versehen, das drehbar im Brausekopf 1 gelagert ist und durch eine Dichtung 31
abgedichtet ist. Zum Drehen der Geuindelspindel 8 ist das Schaftteil 30 auf der
Außenseite des Brausekopfes 1 mit einem Griff 32 versehen, der als Handrad ausgebildet
ist. Zwischen dem Drehgriff 32 und dem Brausekopf 1 ist eine Gleitscheibe 33 angeordnet0
Durch einen auf das Schaftteil 30 aufgepreßten Preßring 34 wird die Gewindespindel
8 im Brausekopf 1 befestigt. Während bei der Brause nach Figur 3 die axiale Verschiebung
der Lochscheibe 2 durch Verdrehen der Lochscheibe 2 selbst mittels des Griffelementes
13 erfolgt, wird bei der Brause nach Figur 5 und 6 durch Drehung der Gewindespindel
8 mittels des Drehgriffes 32 die Lochscheibe 2 axial verschoXben, ohne sich dabei
zu drehen, da das elastische Dichtungs- und Reibelement 12 Verdrehungen der Lochscheibe
2 hemmend entgegenwirkt. Die Lochscheibe 2 benötigt daher kein Griffelement 13.
Bei dieser Ausführungsform kann sowohl eine runde Lochscheibe 2 verwendet werden,
bei der das Element 12 Verdrehungen verhindert, es kann aber auch im Gegensatz zu
den Ausführungsbeispielen in Figur 1, 2 und 3 eine eckige Lochscheibe verwendet
werden, da die axiale Verschiebung der Lochscheibe nicht durch ein Verdrehen der
Lochscheibe
bewirkt wird. Anstelle der dargestellten Aus£ührung
kann natürloch auch in umgekehrter Weise die Gewindespindel 8 fest an der Lochscheibe
2 angeordnet werden und die Gewindehülse 7 drehbar im Brausekopf 1 gelagert werden.
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Bei der in Figur 7 dargestellten abgewandelten Ausführungsform des
Brausekopfes 1 nach Figur 5 bilden die Gewindespindel 8, deren glattes Schaftteil
mit einer Ringnut 35 versehen ist, und der Drehgriff 32 zwei getrennte Teile. Die
Gewindespindel 8 ist von oben her durch eine Bohrung des Drehgriffes 32 eingesetzt,
wobei ein Kopf 36 den Drehgriff 32 an den Brausekopf 1 andrtickt und im Inneren
des Brausekopfes 1 ein in die Ringnut 35 eingesetzter Sicherungsring 37 die Gewindespindel
8 arretiers, Ferner besitzen die Schrägnuten 19 unterschiedliche Längen.Wenn daher
in der oben beschriebenen Weise die Lochscheibe 2 axial aus dem Brausekopf 1 herausgeschoben
wird, werden zuerst die längeren Schrägnuten 19 geöffnet, und erst bei einer weiteren
Verschiebung werden auch die kürzeren Schrägnuten 19 geöffnet, so daß zu den aus
den Auslaufbohrungen 5 und 6 der Lochscheibe 2 austretenden Wasserstrahlen nach
Belieben mehr oder weniger Wasserstrahlen aus den Schrägnuten 19 zugeschaltet werden
können.
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Bei dem Ausführungsbeispiel in Figur 8 ist ebenso wie bei der Ausführungsform
in Figur 3 und 4 die Lochscheibe 2 mit dem Gewindeansatz 25 versehen, auf den das
Vorsatz-Brausestück 26 mit seinem Gewindestutzen 27 aufgeschraubt ist, der außen
mit einer griffigen Rändelung 28 versehen ist. Abweichend von der Ausführungsform
in Figur 4 ist das Vorsatz-Brausestiick 26 mit
einem Einsatzstück
38 versehen, das mittels einer Schraubverbindung 40, 41 axial verschiebbar ist.
Die Schraubverbindung besteht aus einer Gewindehülse 40, die mit Stegen 48 im Brausestück
26 befestigt ist, und aus einer Gewindespindel 41, die an einer Platte 49 des Einsatzstückes
38 befestigt ist und in die Gewindehülse 40 einschraubbar ist0 Das Brausestück 26
und das Einsatzstück 38 sind mit Flächen 42 und 43 versehen, die in axialer Richtung
der Schraubverbindung 40, 41 verlaufen und bei axialen Verschiebungen des Einsatzstückes
38 tangential übereinander gleiten. Zwischen den Flächen 42 und 43 ist in einer
Ringnut 44 des Einsatzstückes 38 ein elastisches Dichtungs- und Reibelement 45 angeordnet,
das die Flächen 42, 43 gegeneinander abdichtet sowie Verdrehungen des Einsatzstückes
38 hemmend entgegenwirkt. Die Fläche 42 des Vorsatz-Brausestückes 26 ist mit radialen
Schrägnuten 46 versehen.
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Bei einer axialen Verschiebung des Einsatzstückes 38 in das Brausestück
26 hinein dichtet das Element 45 die Flächen 42, 43 gegeneinander ab. Bei einer
entgegengesetzten axialen Verschiebung des Einsatzstückes 38 liegt das Element 45
auf den Rippen 47 zwischen den Schrägnuten 46 auf und gibt einen Wasserauslauf durch
die Schrägnuten 46 frei, Die Gewindespindel 41 ist mit einem Durchflußkanal 50 versehen,
dessen Eintrittsöffnung durch axiale Verschiebung des Einsatzstückes 38 an die Lochscheibe
2 andrückbar und dadurch dicht verschließbar ist.
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Wenn das EinsatzstUck 38 bis in seine Endstellung in das Vorsatz-Brausestück
26 hineingeschoben ist, dichtet das Element 45 zwischen den Flächen 42 und 43 ab
und die Gewindespindel 41 liegt mit ihrem oberen Ende an der Lochscheibe 2 dicht
an,
so daß die Eintrittsöffnung des Durchflußkanals 50 verschlossen
ist. Das Wasser kann aus dem Brausekopf nur durch die Auslaufbohrungen 5 der Lochscheibe
2 in den Innenraum 51 des Brausestücks 26 eintreten, der dicht verschlossen ist.
Bei ei entgegengesetzten axialen Verschiebung des Einsatzstückes 38 hebt zunächst
die Gewindespindel 41 von der Lochscheibe 2 ab, so daß Wasser aus dem Raum 51 durch
den Durchflußkanal 50 strömen kann. Eine Lochplatte 52 mit Auslaufbohrungen 53 erzeugt
einen eng gebündelten Brausestrahl. Bei weiterer axialer Verschiebung des Einsatzstückes
38 werden zusätzlich die Schrägnuten 46 geöffnet, so daß ein breiterer Brausestrahl
erzeugt wirlO Figur 9 zeigt das Vorsatz-Brausestück 26 nach Figur 8 mit einem anderen
Einsatzstück 38, und Figur 10 zeigt dieses Einsatzstück 38 im Detail. Die Gewindespindel
41 besitzt keinen Durchflußkanal, und es fehlt auch die Lochplatte 52 mit Auslaufbohrungen
53 aus Figur 8. Stattdessen ist die Platte 49 mit Auslaufbohrungen 54 versehen.
Bei dieser Ausführungsform ist daher keine vollständige Absperrung des Wasserstromes
möglich. Diese Ausführungsform ermöglicht es aber, nach Herausschrauben des Einsatzstückes
38aus dem Brausestück 26 einen trapezförmigen Ring 55 (Figur 10) über die Gewindespindel
41 zu schieben, der auf der Platte 49 aufliegt und folgendem Zweck dient. Man kann
die Auslaufbohrungen 54 nachträglich in die massive Platte 49 bohren, beispielsweise
bei der Herstellung des Einsatzstückes 38 aus Metall, oder man kann, beispielsweise
bei der Herstellung des Einsatzstückes 38 aus
Kunststoff, die Auslaufbohrungen
54 durch die Verwendung von Kernen bereits bei der Formung des Einsatzstückes 38
herstellen. In jedem Fall ist aber die Herstellung sehr feiner Auslaufbohrungen
kompliziert und teuer. Die Verwendung des trapezförmigen Ringes 55 ermöglicht es,
die Auslaufbohrungen 54 mit einem größeren Querschnitt herzustellen und diesen Querschnitt
durch den Ring 55, der die Öffnungen der Auslaufbohrungen 54 teilweise überdeckt,
zu reduzieren, wie in Figur 10 dargestellt. Der trapezförmige Querschnitt des Ringes
55 ermöglicht es, den Ring umgekehrt, das heißt mit seiner Oberfläche nach unten
einzusetzen und dadurch den Querschnitt der Auslaufbohrungen 54 noch weiter zu reduzieren.
Auf diese Weise sind durch Verwendung des Brausestückes 26 wahlweise ohne oder mit
Ring 55 drei verschiedene Stärken des Wasserstrahls von einer normalen StrahlstArke
bis zu einer feinen Vernebelung des Wassers möglich.