DE2510558A1 - Einrichtung zum profilieren und abrichten von schleifscheiben - Google Patents
Einrichtung zum profilieren und abrichten von schleifscheibenInfo
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Description
A 4o 393 h
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5.Märζ 1975
Firma K. Jung GmbH
732o Göppingen, Jahn Str. 8o
732o Göppingen, Jahn Str. 8o
Einrichtung
zum Profilieren und Abrichten von Schleifscheiben
zum Profilieren und Abrichten von Schleifscheiben
Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zum Profilieren und Abrichten von Schleifscheiben, mit einer drehantreibbaren
Profilier- und Abrichtscheibe, die an einem Träger einer Führungsvorrichtung gelagert und mit deren Hilfe an den Schleifscheibenumfang
unter Druck anlegbar ist.
In der Schleiftechnik bedient man sich zum Profilieren von Schleifscheiben bereits seit langem «iler Einrichtungen der
eingangs erwähnten Art, die üblicherweise einen Bestandteil der Schleifmaschinen bilden. Das Profilier- und Abrichtwerkzeug ist
dabei durch eine z.B. aus gehärtetem Stahl hergestellte
—i - O —
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5. März 1975
Profilrolle gebildet, in deren Umfang das Gegenprofil von dem in die Schleifscheiben einzuformenden Profil eingearbeitet ist.
Die Formgenauigkeit von auf diesem Wege in Schleifscheiben eingearbeiteten
Profilen ist allerdings nicht allzu gross, insbesondere dann, wenn es sich um verhältnismässig tiefe Profile
handelt. Aus diesem Grunde bedient man sich deshalb üblicherweise eines Formdiamanten als Profilier- und Abrichtwerkzeug,
der an einem Träger einer entsprechenden Führungsvorrichtung angeordnet ist und mit dem sich eine hohe Arbeitsgenauxgkeit
erzielen lässt. Der Formdiamant ist zu diesem Zweck in einer Fassung eines lösbar in den Träger eingesetzten Halters angeordnet,
die aus Festigkeitsgründen nicht so klein auszulegen ist, dass in die Umfangsflache von Schleifscheiben auch schmale
und tiefe Nuten oder.Rillen eingearbeitet und nachträglich abgerichtet
werden können. Ausserdem muss beim Einarbeiten eines
Profils die Lage des Formdiamanten,d.h. dessen Angriffswinkel zu
den herzustellenden bzw. abzurichtenden Flächen stets so eingestellt werden, dass der ihn haltende Halter nicht mit der
Schleifscheibe in Berührung kommen kann. Aus der erforderlichen, laufend neu vorzunehmenden Schrägeinstellung des Formdiamanten
zu den Abrichtflächen resultiert auch die Notwendigkeit, diesen entlang von Teilstücken der Kontur des Profils in entgegengesetzten
Richtungen bewegen zu müssen, um eine Berührung der Profilflanken durch die Diamantfassung zu vermeiden. Diese Notwendigkeiten
erfordern von der betreffenden Bedienungsperson für das Profilieren von Schleifscheiben sehr viel Aufmerksamkeit und
grosse Erfahrung. Darüber hinaus wird für das auf diese Weise praktizierte Profilieren und für das spätere Abrichten von
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Schleifscheiben sehr viel Zeit benötigt.
Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, von diesen Schwierigkeiten und Nachteilen beim Profilieren und Abrichten
von Schleifscheiben Abhilfe zu schaffen. Zur Lösung dieser
Aufgabe bedient 3ich die Erfindung einer Einrichtung der eingangs
beschriebenen Art, die erfindungsgeraäss dadurch gekennzeichnet
ist, dass der Träger an der Führungsvorrichtung um eine zur Rotationsachse der dünn ausgebildeten Profilier und
•Anriehtscheibe senkrechte Schwenkachse ver^ohv^nkbar
ist und der ferner mit Hilfe der Führungsvorrichtung entsprechend dem in den Schleifscheibenumfang einzuarbeitenden
vorzugsweise
Profil nach einer vorgegebenen Form steuerbar ist, dass der/abrichtbare
Belag der Profilier- und Abrichtscheibe eine grössere Härte als die Schleifscheibe aufweist und deren ebenen Stirnflächen,
in Umfangsrichtung gesehen, konvergieren und zwischen sich einen Winkel kleiner als 22 einschliessen, dass die Umfangsfläche
der Profilier- und Abrichtscheibe konvex gekrümmt ist und dass die Schwenkachse mit einem Radiusmittelpunkt der
konvexen Umfangsflache fluchtet.
Mit einer in der vorbeschriebenen Weise ausgebildeten Profilierund
Abrichtscheibe einer derartigen Einrichtung ist die Einarbeitung enger und tiefer Umfangsnuten in Schleifscheiben ohne
weiteres möglich, wobei es die besondere Gestaltung der Profilier- und Abrichtscheibe in den meisten Fällen erlaubt, diese
entlang der Profilkontur zu bewegen, ohne aufgrund des Profilverlaufes deren einmal eingestellten Anstellwinkel und die Bewegungsrichtung
verändern zu müssen. Dieser Vorteil ergibt
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sich einmal durch die geringe Dicke der Abrichtscheibe und zum andern durch die Möglichkeit, den Anstellwinkel entsprechend
klein wählen und dadurch eine Berührung der Profilflanken durch die Stirnflächen der Profilier-und Abrichtscheibe
vermeiden zu können.
Ein weiterer wesentlicher Vorteil besteht darin, dass eine entsprechende
Zusammensetzung des Abrichtbelages der Profilierund Abrichtscheibe in Verbindung mit der Wahl entsprechender
Umfangsgeschwindigkeiten im Vergleich zu Diamanten wesentlich längere Standzeiten erbringt.
Schliesslich erlaubt die erfindungsgemäss ausgelegte Profilierund
Abrichtscheibe im Vergleich zu Diamanten eine exaktere Formung des Profilgrundes besonders tiefer Profile.
In diesem Zusammenhang ist noch auf eine zum Stand der Technik gehörende Hartmetallformschloifeinrichtung hinzuweisen, die
bereits eine drehantreibbare Profilscheibe aufweist ( vgl. Prospekt der Firma Indimant, Industriediamanten GmbH.,2o72
Bargteheide bei Hamburg). Diese Einrichtung dient z.B. dazu, die Schneidkante der Hartmetallauflage von Drehmeissein oder
ähnlichen Werkstücken zu profilieren. Obgleich diese Einrichtung in der Schleiftechnik seit langem eingeführt ist, vermochte
sie die Fachwelt,für die das durch die Erfindung gelöste Problem schon lange zur Lösung anstand, nicht zu dem der Erfindung
zugrunde liegenden Gedanken zu inspirieren, das Profilieren und Abrichten von Schleifscheiben selbst mit einer drehantreibbaren
Scheibe vorzunehmen.
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5.3.75
5.3.75
Was nun die erfindungsgemässe Einrichtung betrifft, so ist es
günstig, wenn der die Profilier- und Abrichtscheibe tragende Träger an der Führungsvorrichtung nach dem Verschwenken feststellbar
ist, damit sich die Bedienungsperson der Einrichtung ausschliesslich auf die exakte Reproduzierung des gewünschten
Profils an der Schleifscheibe konzentrieren kann. Dabei hat es sich erwiesen, dass sich insbesondere dann optimale Arbeitsergebnisse
erzielen lassen, wenn die Stirnflächen der Profilierund Abrichtscheibe unter einem Winkel von mindestens 1 bis 3 '
vorzugsweise 2° zu einer Senkrechten ihrer Lagerachse angeordnet sind und wenn die Profilier- und Abrichtscheibe einen Durchmesser
von ungefähr 5o mm und eine Dicke von ca. 2 mm hat. Zweckmässigerweise wird man hierbei den Radius der konvex gekrümmten
ümfangsflache der Profilier- und Äbrichtscheibe kleiner
als 1 mm, vorzugsweise orl mm wählen.
In weiterer vorteilhafter Weiterbildung der Erfindung ist die Ümfangsflache der Profilier- und Abrichtscheibe,quer zur Umfangsrichtung
gesehen, konvex gekrümmt. In herstellungstechnischer Hinsicht ergeben sich bezüglich der Führung des Trägers
besondere Vorteile, wenn die Führungsvorrichtung ein mit dem Träger gekoppeltes und an einer die Kontur des herzustellenden
Schleifscheibenprofiles aufweisenden Kopierschablone entlangführbares Tastorgan aufweist. Um beim Einrichten der Einrichtung
eine fluchtende Lage eines Radiusmittelpunktes der konvex gekrümmten Umfangsfläche der Profilier- und Abrichtscheibe mit
der Schwenkachse des Trägers herstellen oder aus Gründen eines entsprechenden Materialverschleisses die verloren gegangene
Flucht wieder herstellen zu können, ist in weiterer vorteil-
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hafter Ausgestaltung eine Einstellvorrichtung vorgesehen, mit
deren Hilfe sich auf messtechnischem Wege eine entsprechende
Abweichung exakt ermitteln und auf einfachem Wege wieder kompensieren lässt , indem die Profilier- und Abrichtscheibe relativ
zur Schwenkachse des Trägers in deren Querrichtung verstellbar und feststellbar ist.
Als Hilfsmittel zur Einstellung des SchwenkwinkeIs der*Profilier-
und Abrichtscheibe b2w. des sie tragenden Trägers können schliesslich mit Vorteil Anschläge und gegebenenfalls
eine an den relativ zueinander verschwenkbaren Teilen von Führungsvorrichtung und Träger vorgesehene Winkelskalierung
dienen.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemässen
Einrichtung in Verbindung mit einem Schleifkopf einer Schleifmaschine dargestellt. Es zeigen:
Fig.l eine Seitenansicht eines mit einer Schleifscheibe
und einer Einrichtung zum Profilieren und Abrichten der Schleifscheibe ausgestatteten Schleifkopfes einer
üblichen Schleifmaschine, z.B. Flachschleifmaschine,
Fig.2 eine Draufsicht auf den Schleifkopf gemäss Fig.l,
Fig.3 einen Längsschnitt durch die Profilier- und Abrichtscheibe
der Einrichtung,
Fig.4 einen in Fig.3 durch einen strichpunktierten Kreis
angedeuteten Ausschnitt der Profilier- und Abrichtscheibe,
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y - 137 5.3.75
Fig.5 einen Schnitt durch das auf herkömmliche Weise
mit Hilfe eines Formdiamanten in den Umfang einer Schleifscheibe eingearbeitete Gegenprofil,
Fig»6 eine Darstellung ähnlich Fig.5 zur Veranschaulichung
der Arbeitsweise der erfindungsgemassen Einrichtung,
Fig. 7
bis 9 weitere Darstellungen ähnlich Fig.6 zur Veranschaulichung
der Einstellung der Profilier- und Abrichtscheibe zum Einformen eines Gegenprofiles in den
Umfang einer Schleifscheibe.
Wie aus Fig.l und 2 zu ersehen ist, ist auf die Oberseite
eines als Ganzes mit Io bezeichneten und auf ein Untergestell einer an sich bekannten Flachschleifmaschine aufgebauten,
eine Schleifspindel 12 aufweisenden Schleifkopfes eine als Ganzes mit 14 bezeichnete Einrichtung zum Profilieren und
Abrichten einer auf der Schleifspindel angeordneten Schleifscheibe 16 aufgebaut. Zum Profilieren und Abrichten der Umfangsfläche
der Schleifscheibe 16 weist diese Einrichtung eine mit einer Lagerwelle 18 in einem durch einen Tragarm 2o gebildeten
Träger drehantreibbar gelagerte Profilier- und Abrichtscheibe 22 auf, die beispielsweise über einen Keilriemen
24 durch einen z.B. am Tragarm oberhalb der Profilier- und Abrichtscheibe 22 angeordneten Elektromotor 26 hochtourig antreibbar
ist. Dessen Drehzahl ist vorzugsweise stufenlos veränderbar. Der Tragarm 2o ist mit seinem gemäss Fig.l oberen
Ende mit einem in diesem drehfest angeordneten Schwenkzapfen
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ausgestattet, dessen Achse sich in senkrechter Lage zur Schleifspindel
12 befindet. Der Schwenkzapfen ist in einem Lagerkörper 3o eines Oberschlittens 32 eines Kreuzschlittens drehbar gelagert
und vorzugsweise mittels einer Feststellschraube 33 feststellbar. Der einstellbare Schwenkwinkel des Tragarmes ist vorzugsweise
über nicht näher gezeigte Anschläge, gegebenenfalls in Verbindung mit einer geeigneten Winkelskalierung als Einstellhilfen
einstellbar. Der Unterschlitten 34 des Kreuzschlittens ist auf einem auf dem Schleifkopf fest montierten Führungskörper 36 geführt. An der dem Lagergehäuse 3o gegenüberliegenden
Seite des Oberschlittens 32 ist ein Lagerkörper 38 vorgesehen, in dem achsparallel· zum Schwenkzapfen 28 ein Träger 4o
eines als Taststift 42 ausgebildeten Tastorganes drehbar und feststellbar gelagert ist, welch letzterem eine stationäre Kopierschablone
44 zugeordnet ist, an der das an den Umfang bzw. in den Umfang der Schleifscheibe i6 an- bzw. einzuformende
Profil angeformt ist, das mit Hilfe des Taststiftes 42 abtastbar ist. Der Tragarm 2o sowie der Träger 4o des Taststiftes 42 sind
zu diesem Zweck am Oberschlitten 32 drehbar und feststellbar angeordnet, um die Profilier- und Abrichtscheibe 22 zu Beginn des
Profilierens bzw. Abrichtens in eine solche Schrägstellung relativ zur Schleifscheibe einstehen zu können, dass das anzuformende
bzw. abzurichtende Profil· über einen mögiichst grossen Bereich durchkopiert werden kann, ohne dass die Schragste^ung
der Profiiier- und Abrichtscheibe, bedingt durch die gegenseitige
Zuordnung der Profiifl·anken, geändert werden muss. Damit
der günstigste Angriffswinkel· durch Schragste^en der Profiiier-
und Abrichtscheibe mit Hiife des Taststiftes 42 gefunden und eingesteht werden kann, ist der Lagerzapfen 46 des Taststift-
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trägers 4o mit dem Schwenkzapfen 28 durch ein Hebelgetriebe kraftschlüssig verbunden, das zwei jeweils an einem der Zapfen
28,46 angreifende Hebelarme 48 und 5o aufweist, die parallel zueinander angeordnet und durch eine Verbindungsstange 52 spielfrei
miteinander verbunden sind. Ein Verdrehen des Tatstiftträgers 4o bewirkt somit eine entsprechende Verdrehung des Tragarmes
2o und damit eine entsprechende Schrägstellung der Profilier- und Abrichtscheibe. Wie aus Fig.2 zu ersehen ist, stehen
die Längen der beiden Hebelarme 48,5o vorzugsweise in einem
untersetzenden Verhältnis zueinander, in dem Sinne, dass das in die Schleifscheibe einzuarbeitende Profil um ein bestimmtes
Verhältnis kleiner ist als das an der Kopierschablone 44 angeformte Kopierprofil, wodurch eine vereinfachte Abtastung und
eine optimale Profilgenauigkeit erreicht wird.
Die Profilier- und Abrichtscheibe 22 besitzt beispielsweise einen Stahlkörper/von vorzugsweise 2 mm Dicke, der, im Querschnitt
gesehen, von innen nach aussen zunächst parallele Stirnflächen 56,58 aufv/eist, die dann nach aussen in Richtung
des Scheibenumfanges konvergieren und dabei zwischen sich einen Winkel- von vorzugsweise 4 einschiiessen. Auf die konvergie-
I I
renden, ebenen Flächenteile 56 ; 58 sowie auf die quer zur
Umfangsrichtung konvex gekrümmte Scheibenumfangsflache 62 ist
ein vorzugsv/eise abrichtbarer Belag 65 in bekannter Weise als Schicht fest aufgebracht, der härter ist als die zu profilierende
bzw. abzurichtende Schleifscheibe. Die Profilier- und
Abrichtscheibe 22 hat einen Durchmesser von ungefähr 5o mm.
Wie aus Fig.l zu ersehen ist setzt sich der Tragarm 2o aus zwei
- Io -
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A 4o 39 3 h - Io - 0 ρ Λ n r ro
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Teilstücken 53 und 55 zusammen, die beispielsweise mittels einer Schwalbenschwanzführung relativ zueinander verstellbar
sind. Diese senkrecht zur Schwenkachse 28 durchführbare Verstellbarkeit des unteren Tragarmteilstückes 55, die z.B. mittels
einer Mikrometerschraube 57 feinfühlig durchführbar ist, dient dazu, den Radiusmittelpunkt 6 4 der konvexen Umfangsfläche 62
der Profilier- μηα Abrichtscheibe fluchtend zur Achse a des
Schwenkzapfens 28 einstellen zu können.
Bevor nun im einzelnen die Wirkungsweise der beschriebenen Einrichtung
erläutert wird, sei zunächst anhand der Fig.5 erklärt, wie bisher mit Hilfe eines Formdiamanten gearbeitet werden musste,
um in den Umfang einer Schleifscheibe ein bestimmtes Profil hineinzuformen.
Um in die Schleifscheibe 16 mit Hilfe eines Formdiamanten 66
das in Fig.5 gezeigte Profil einzuformen, musste dieser bei
verhältnismässig steilen Profilflanken 68 um ca. 3o° verschwenkt
werden, um eine Berührung seiner Fassung 7o mit den Profilflanken zu vermeiden. Diese notwendige Schrägstellung
hatte wiederum zur Folge, dass bei dieser Diamanteinstellung nur ein verhältnismässig kurzes Teilstück des Profils in die
Scheibe eingeformt und hierbei gemäss Fig.5 der Formdiamant
beispielsweise zum Abrichten nur von innen nach aussen geführt werden konnte. Zum Abrichten des gekrümmten mittleren Profilteilstückes
war dann der Formdiamant in die entgegengesetzte Richtung zu verschwenken und in einer anderen Richtung zu führen,
was anhand der angegebenen Pfeile ersichtlich ist. Es war damit eine mehrmalige Winkelverstellung des Formdiamanten sowie eine
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S.-3.75
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mehrmalige Richtungsänderung seiner Kopierbewegung notwendig,
was nur durch grosse praktische Erfahrung sowie umständlich und entsprechend zeitraubend zu bewerkstelligen war.
Betrachtet man nun Fig.6, so ist zu ersehen, dass sich mit
Hilfe der erfindungsgemässen Einrichtung, aufgrund der speziellen Ausbildung des Profilier- und Abrichtwerzeuges als rotierende
dünne, nach aussen spitz zulaufende Scheibe, beispielsweise ein Abrichtvorgang sehr schnell durchführen lässt,
indem die Scheibe 22 lediglich einen geringen Anstellwinkel von beispielsweise 3° erfordert und in dieser Scheibenstellung
in den meisten Fällen in einem Zuge das Profil durchkopiert werden kann, d.h. für den Abrichtvorgang ist die Scheibe, von
wenigen Ausnahmen einmal abgesehen, üblicherweise weder verschiedene Male in andere Schrägstellungen zu bringen, noch
muss die Bewegungsrichtung der Scheibe geändert werden. Eine Änderung der Bewegungsrichtung kann zwar bei bestimmten Profilquerschnitten
auch einmal notwendig v/erden, doch kommt man dann in der Regel mit einer Richtungsänderung aus.
Die Fig. 7 bis 9 veranschaulichen beispielsweise die Anfertigung bzw. das Abrichten eines solchen, eine Änderung der Schrägstellung
der Profilier- und Abrichtscheibe 22 erforderlich machenden Schleifscheibenprofiles. Dieses weist einander gegenüberliegende,
parallele, ebene Profilflächen 72,74 auf, die senkrecht zur Rotationsachse einer Schleifscheibe liegen und
demgemäss eine zweimalige Verschwenkung der Profilier- und Abrichtscheibe 22 erforderlich werden lässt. Zu diesem Zweck ist
die Profilier- und Abrichtscheibe zunächst so zu verschwenken,
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dass deren Stirnfläche 56 bzw. 58 zusammen mit der Profilflache
72 bzw. 74 einen kleinen Freiwinkel definiert. Danach kann in einem Zuge durchkopiert werden bis kurz vor das Profilende,
beispielsweise bis zum Punkt 76. Danach ist, wie Fig.9 zeigt, die Profilier- und Abrichtscheibe 22 in die entgegengesetzte
Richtung so weit zu verschwenken, dass deren Stirnfläche 56 zusammen mit der Profilfläche 74 einen kleinen Freiwinkel de-
dann
finiert. Danach kann/das Profil fertig kopiert werden. Es ist
aber auch möglich, entsprechend Fig.8 zu verfahren und zunächst mit einer senkrecht zur Rotationsachse der Schleifscheibe eingestellten
Profilier- und Abrichtscheibe das gewünschte Profil bis zu den Punkten 76,78 fertigzustellen und anschliessend nach
entsprechender Schrägstellung der Profilier- und Abrichtscheibe 22 die Restkonturen des Profiles fertigzubearbeiten. Dabei kann
mit einer kräftiger dimensionierten Profilier- und Abrichtscheibe zunächst derart vorgearbeitet werden, dass nachfolgend
mit der beschriebenen Profilier- und Abrichtscheibe sehr schnell das Fertigprofil hergestellt werden kann.
Bei Durchführung von Profilier- und Abrichtarbeiten kann die Profilier- und Abrichtscheibe im Gleich- oder Gegenlauf und
gegebenenfalls mit veränderbarer Drehzahl zur Schleifscheibe
rotieren, wobei die Differenz der Umfangsgeschwindigkeit beider Scheiben die Materialabnahme beim Kopieren bzw. Abrichten und
die Drehrichtung die Abtragsleistung und Wirkrauhtiefe der
Schleifscheibe bestimmen wird. Ausserdem kann die Einrichtung zum automatischen Profilieren und Abrichten in einfacher Weise
umgerüstet werden. Schliesslich ermöglicht es die Einrichtung, am Umfange von Schleifscheiben ein Profil ins Volle hineinzuformen.
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Claims (9)
1. Einrichtung zum Profilieren und Abrichten von Schleif- y scheiben, mit einer drehantreibbaren Profilier- und Abrichtscheibe,
die an einem Träger einer Führungsvorrichtung gelagert und mit deren Hilfe an den Schleifscheibenumfang
unter Druck anlegbar ist, dadurch gekennzeichnet , dass der Träger (2o) an der Führungsvorrichtung
(32,34) um eine zur Rotationsachse (18) der dünn ausgebildeten Profilier- und Abrichtscheibe (22) senkrechte
Schwenkachse (a) verschwenkbar angeordnet ist und der ferner mit Hilfe der Führungsvorrichtung (32,34) entsprechend dem
in den Schleifscheibenumfang einzuarbeitenden Profil nach einer vorgegebenen Form steuerbar ist, dass der vorzugsweise
abrichtbare Belag (56) der Profilier- und Abrichtscheibe (22) eine grössere Härte als die Schleifscheibe (16) aufweist
und deren ebenen Stirnflächen (56,58), in Umfangsrichtung gesehen, konvergieren und zwischen sich einen
Winkel ( ) kleiner als 22 einschliessen, dass die Umfangsfläche (62) der Profilier- und Abrichtscheibe (22) konvex
gekrümmt ist und dass die Schwenkachse (a) mit einem Radiusmittelpunkt
( bei 64 ) der konvexen Umfangsflache (62) fluchtet.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Träger (2o) an der Führungsvorrichtung (32,34) nach
dem Verschwenken feststellbar ist.
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Λ 4ο 39 3 h -X-
γ - 137 5.3.75
3. Einrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Stirnflächen (56,58) der Profilier- und Abrichtscheibe
(22) unter einem Winkel von mindestens 1 bis 3 , vorzugsweise 2° zu einer Senkrechten ihrer Lagerachse (18)
angeordnet sind.
4. Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Profilier- und Abrichtscheibe
(22) einen Durchmesser von ungefähr 5o mm hat.
5. Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprücke, dadurch gekennzeichnet, dass die Profilier- und Abrichtscheibe
(22) eine Dicke von ungefähr 2 riUn hat.
6. Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Umfangsflache (62) der
Profilier- und Abrichtscheibe (22),quer zur Umfangsrichtung gesehen, konvex gekrümmt ist.
7. Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Führungsvorrichtung (32,34)
ein
/mit dem Träger (2o) gekoppeltes und an einer die Kontur
des herzustellenden Schleifscheibenprofils aufweisenden
Kopierschablone (44) entlangführbares Tastorgan (42) aufweist,
8. Einrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Radius der konvex gekrümmten Umfangsflache (62) der
Profilier- und Abrichtscheibe (22) kleiner als 1 mm, zugsweise o,l mm ist.
609-840/0021
y - 137
5.3.75
9. Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
gekennzeichnet durch eine Mess- und Einstellvorrichtung, mit deren Hilfe die Profilier- und Abrichtscheibe relativ
zur Schwenkachse des Trägers in deren Querrichtung verstellbar und feststellbar ist.
Io. Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass zur Einstellung des Schwenkwinkels der Profilier-und Abrichtscheibe (22) bzw. des sie
tragenden Trägers (2o) Anschläge und gegebenenfalls eine an den relativ zueinander verschwenkbaren Teilen von
Führungsvorrichtung (32,34) und Träger (2o) vorgesehene Winkelskalierung dienen.
S'J 9840/0027
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| DE19752510558 DE2510558A1 (de) | 1975-03-11 | 1975-03-11 | Einrichtung zum profilieren und abrichten von schleifscheiben |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2510558A1 true DE2510558A1 (de) | 1976-09-30 |
Family
ID=5941037
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19752510558 Pending DE2510558A1 (de) | 1975-03-11 | 1975-03-11 | Einrichtung zum profilieren und abrichten von schleifscheiben |
Country Status (6)
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|---|---|
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Families Citing this family (2)
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|---|---|---|---|---|
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Also Published As
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