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DE2509649A1 - Verfahren zur entfernung von oel aus einer oel/wasser-emulsion - Google Patents

Verfahren zur entfernung von oel aus einer oel/wasser-emulsion

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DE2509649A1
DE2509649A1 DE19752509649 DE2509649A DE2509649A1 DE 2509649 A1 DE2509649 A1 DE 2509649A1 DE 19752509649 DE19752509649 DE 19752509649 DE 2509649 A DE2509649 A DE 2509649A DE 2509649 A1 DE2509649 A1 DE 2509649A1
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DE
Germany
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oil
fibers
fiber structure
fiber
fabric
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DE19752509649
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DE2509649B2 (de
Inventor
David Brian Chambers
Barry Walker
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Imperial Chemical Industries Ltd
Original Assignee
Imperial Chemical Industries Ltd
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Publication date
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Publication of DE2509649B2 publication Critical patent/DE2509649B2/de
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    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01DSEPARATION
    • B01D17/00Separation of liquids, not provided for elsewhere, e.g. by thermal diffusion
    • B01D17/02Separation of non-miscible liquids
    • B01D17/04Breaking emulsions
    • B01D17/045Breaking emulsions with coalescers
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y02TECHNOLOGIES OR APPLICATIONS FOR MITIGATION OR ADAPTATION AGAINST CLIMATE CHANGE
    • Y02WCLIMATE CHANGE MITIGATION TECHNOLOGIES RELATED TO WASTEWATER TREATMENT OR WASTE MANAGEMENT
    • Y02W10/00Technologies for wastewater treatment
    • Y02W10/30Wastewater or sewage treatment systems using renewable energies
    • Y02W10/37Wastewater or sewage treatment systems using renewable energies using solar energy

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Description

Verfahren zur Entfernung von Öl aus einer öl/Wasser-Emulsion
Prioritäten: No. lo687/7^ - Großbritannien
- Großbritannien
Die vorliegende Erfindung betrifft die Entfernung von Öl aus einer Öl-in-Wasser-Emulsion.
Erfindungsgemäß wird ein Verfahren zur Entfernung von Öl aus einer Öl-in-Wasser-Emulsion vorgeschlagen, welches darin besteht, daß die Emulsion durch eine Faserstruktur geleitet wird, welche aus Pasern besteht, die feinverteilte Teilchen enthalten, die oleophile und hydrophobe Eigenschaften auf Medien ausüben, welche in ihre äußeren Oberflächen eintreten, worauf die so gebildeten, zusammengewachsenen Öltropfen entfernt werden.
509844/0708
Bankverbindung Bayer. Vereinsbank München, Konto £20 404 · Postscheckkonto: München 270 44-802
Die Fasern, d.h. kontinuierliche Fäden von Stapelfasern können Homofasern sein, an denen man die Teilchen haften und in ihre Oberflächen eindringen lässt, indem Homofasern einer Oberflächenwärme- und/oder Plastifizierungsbehandlunr oder Behandlungen unterworfen werden. Gegebenenfalls können die Fasern auch Homofasern sein mit einem keine faserbildenden harzartigen oder polymeren Belag auf den Oberflächen, wobei dieser Belag, wenn er der Wärme- und/oder Plastifizierungsbehandlung oder Behandlungen unterworfen wird, ermöglicht, daPj die darauf aufgebrachten Teilchen in den Belag eindringen und darin haften.
Besonders zweckmäßig ist es jedoch, wenn konjugierte Fasern annewendet werden. Unter der Bezeichnung "konjugierte Faser"
faser _ _ (d.h.
ein kontinuierlicher Faden oder eine Stapelfaser)verstanden, welche mindestens aus zwei faserbildenden polymeren Komponenten besteht, die in bestimmten Zonen quer zum Querschnitt der Faser und im wesentlichen kontinuierlich zu der Länge derselben angeordnet sind und wobei eine der Komponenten eine Schmelztemperatur besitzt, welche beträchtlich unterhalb der Schmelztemperatur oder den Schmelztemperaturen der anderen Komponenten liegt und derart angeordnet ist, daß sie mindestens einen Teil der Umfangsoberflache der Faser bildet.
Erfindungsgemäß wird also bei der Durchführung des Verfahrens eine Faserstruktur verwendet, welche aus orientierten, konjugierten Fasern, wie oben beschrieben, besteht, wobei die die geringere Schmelztemperatur aufweisende Komponente feinverteilte Teilchen enthält, welche oleophile und hydrophobe Eigenschaften Medien erteilt, welche/äf'e äußere Oberfläche eindringen.
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Konjugierte Fasern mit zwei Komponenten v/erden bevorzugt. Die besonders bevorzugte Type von einer Bikomponentenfaser ist eine solche, bei der eine Komponente von niedrigerer Schmelztemperatur eine Hülle um eine andere Komponente bildet, die als Kern dient. Es kann aber auch eine Bikomponentenfaser verwendet v/erden, bei der eine eine niedrigere Schmelztemperatur aufweisende Komponente einer der beiden Komponenten ist, die Seite an Seite liegend angeordnet sind.
Das polymere Material der einen niedrigeren Schmelzpunkt aufweisenden Komponente besitzt einen Schmelzpunkt, der mindestens Io C, vorzugsweise mindestens 2o C, unterhalb des Schmelzpunktes der anderen Komponente der Faser liegt.
Die Faserstruktur kann in Form eines gewirkten Textilstoffes, eines gewebten Textilstoffes oder eines nicht-gewebten Textilstoffes vorliegen, wobei der letztere bevorzugt wird. Besonders bevorzugte Faserstrukturen sind Mischtextilstoffe, welche aus Stapelfasern oder orientierten, d.h. verstreckten Hülle/Kern-Heterofäden hergestellt worden sind. Derartige Mischtextilstoffe können entweder punktgebunden oder flachengebunden sein. Irgendeine der Faserstrukturen kann aus mehr als einer Textilstofflage bestehen.
Die bevorzugten Teilchen sind mit einem Silanüberzug versehene Kieselsaureteilchen, obwohl auch andere Teilchen benutzt werden können, welche die gewünschten kombinierten Eigenschaften der Oleophilizität und Hydrophobizitat besitzen. Die mittlere Teilchengröße beträgt mindestens 0,1 μ. Die "mittlere Teilchengröße" bezeichnet die größte Querschnittsabmessung eines Teilchens, beispielsweise den Durchmesser im Falle von kugelförmigen Teilchen. Besonders
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-H-
zweckmäßig ist es, wenn die Teilchen eine mittlere Teilchengröße von einem Mikron oder darunter besitzen. Der Grad der Kydrophobizität der Fasern sollte derart sein, daß die Faserstruktur einen Wasserberührungswinkei von mindestens Ho , vorzugsweise größer als l^o°, bewirkt. Die Größe des Berührungswinkels ist in hohen Maße von der Art der verwendeten hydrophoben Teilchen und deren Konzentration auf die Flächeneinheit an der Oberfläche jeder Faser abhängig. Die oleophile Natur der an der Faser freiliegenden Teilchen ist derart, daß, wenn das öl damit in Berührung kommt und zeitweilig daran haftet, die Teilchen und die öltröpfchen dann zusammenlaufen und durch die Faserstruktur hindurchdringen. Es wird angenommen, daß das Verfahren noch durch die OberfIfichenrauhigkeit der Fasern infolge des Vorhandenseins der Teilchen verbessert wird.
Die Porosität der Faserstruktur wird derart ausgewählt, daß die Viahrscheinlichkeit, daß die Öltröpfchen mit den Fasern in Berührung kommen, so hoch wie möglich ist ohne daß ein Druckabfall durch die Faserstruktur hindurch zu stark erhöht wird. Von den bevorzugten Faserstrukturen haben die punktgebundenen Mischtextilstoffe, da sie fester gepackt sind, einen wesentlich höheren Druckabfall als flächengebundene, gemischte Textilstoffe. Sowohl mit punktgebundenen als auch mit flächengebundenen gemischten Textilstoffen beträgt der Druckabfall gewöhnlich weniger als 15 cm Wasser bei hydraulischen Fließgeschwindigkeiten bis zu lFirr pro Stunde pro Quadratmeter Textilstoff. Der Druckabfall wird jedoch über diesen Wert steigen, wenn der hydraulische Fließdurchsatz und/oder öldurchsatz vergrößert wird.
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Unter einem "punktgebundenen Mischtextilstoff" wird ein solcher verstanden, bei den die Fasern kleine vereinzelte Bereiche aufweisen, in denen die Fasern festhaftend miteinander verbunden sind, wobei diese Bereiche voneinander durch weniger festverbundene, oder sogar ungebundene Bereiche getrennt sind.
Unter einem "flächengebundenen Mischtextilstoff" wird ein solcher verstanden, bei dem die Fasern miteinander an im wesentlichen sämtlichen Kreuzungspunkten durch die ganze Stärke des Textilstoffes und über die ganze Fläche desselben festhaftend verbunden sind.
Besonders wirksame Faserstrukturen sind solche, welche aus zwei oder mehr übereinandergelegten flSchengebundenen Mischtextilstoff en, gefolgt von einem oder mehreren pur.ktgebundenen Mischtextilstoffen, bestehen. Kit einer Faserstruktur, welche aus drei übereinandergelegten flSchengebundenen "ischtextilstoffen, gefolgt von einem aufgelegten punktgebundenen Mischtextilstoff, besteht, ist es möglich, eine Verringerung der ölkonzentration vor. über 97% und bisv/eilen sogar über 99& nach einem ausreichenden Zeitablauf von beispielsweise h bis 8 Minuten für eine gravimetrische Abscheidung zusammengeflossenen öltröpfchen zu erreichen und zwar durch einen einzigen Durchgang durch die Faserstruktur mit einer Fließgeschwin;
stoff.
schwindigkeit bis zu 9,2 η pro Stunde pro Quadratmeter Textil-
Kit anderen Faserstrukturen, wie zwei übereinandergelegten flächengebundenen Kischtextilstoffen, gefolgt von einem aufgelegten punktgebundenen !Mischtextilstoff oder zwei aufgelegten flächengebundenen Textilstoffen, ist die Wirksamkeit nicht so hoch. Trot"dem der Druckabfall durch solche Faser-
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strukturen geringer sein wird, können sie vorteilhaft sein, wenn hohe Belastungen erwünscht sind.
Damit die hier beschriebenen Faserstrukturen r.it maximaler Wirksamkeit arbeiten können, ist es wünschenswert,daß der Fluß der Öl-in-Wasser-Emulsion durch die Struktur im wesentlichen gleichmäßig quer durch die Struktur erfolgt. Zweckmäßig kann dies dadurch erreicht werden, daß die Emulsion durch eine entsprechend gestaltete und dimensionierte Bahn oder einen Block eines offenzelligen expandierten Plastikmaterials geleitet wird, das unmittelbar stromaufwärts der Faserstruktur angeordnet ist.
Abgesehen davon, daß das Vorhandensein des zellförmigen Plastiknaterials auf der einen Seite der Faserstruktur dazu dient, den Fluß im wesentlichen gleichmäßig quer zur Faserstruktur zu verteilen, dient dieses auch noch dazu zu verhindern, daß Fremdstoffe, z.B. Festteilchen und größere öltropfen daran gehindert werden, in die Faserstruktur einzudringen und diese zu verstopfen.
Ein besonders zweckmäßiges poriges Plastikmaterial für diesen Zweck ist ein hydrophiles Plastikmaterial, wie ein hydrophiler Polyurethanschaum.
Die erfindungsgemäß verwendeten Faserstrukturen können irgendeine geeignete Form haben. Obwohl die Faserstruktur in Form einer Platte oder eines Blockes mit den wesentlichen ebenen Flächen vorliegen kann, kann sie auch rohrförmig ausgebildet sein. In diesem Falle kann die Öl-in-Wasser-Emulsion entweder von der Innenseite zur Außenseite oder von der Außenseite zur Innenseite der Faserstruktur geführt werden. Wenn die Faserstruktur in Rohrform vorliegt, hat es sich doch in
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der Praxis als zweckmäßiger erwiesen, die Öl-in-Wasser-Emulsion der Innenseite des Rohres zuzuleiten und sie durch die Wandung des Rohres nach außen fließen zu lassen. Bei Anwendung dieser Ausführungsform hat es sich herausgestellt, daß die Öl/Wasser-Mischung nach dem Durchdringen der Faserstruktur bestrebt ist, einen linearen PIuR anzunehmen, und dies ermöglicht es, daß die zusammengelaufenen Öltropfen sich von dem Wasser durch die Schwerkraft abscheiden können.
Das erfindungsgemäße Verfahren kann für die Verarbeitung von pflanzlichen oder Mineralöl-Emulsionen angewendet werden. Das Verfahren hat sich als besonders wirksam zur Erreichung des Zusammenfließens von öl bei verschiedenartigen sowohl pflanzlichen als auch Mineralöl-Emulsionen erwiesen, beispielsweise Emulsionen, die beim Reinigen von Tankern oder Vorratskesseln entstehen, die zum Transport von Mineral- und pflanzlichen ölen, Ballastwasser in Rohöltankern und ölhaltigen Kühlmitteln erhalten werden.
Die Erfindung ist in folgenden Beispielen näher erläutert: Beispiel 1
Ein punktgebundener,gemischter Textilstoff mit einem Ge-
2
wicht von 137 g/m , der aus Stapelfasern von orientierten, d.h. verstreckten, Hülle/Kern-Keterofäden hergestellt war, wobei der Kern auf 5o Gew.-% des Gesamtgewichts der Fäden aus Polyäthylenterephthalat mit einem Schmelzpunkt von 257°C und die Hülle aus einem Mischpolymer von Polyäthylenterephthalat und Polyäthylenadipat (Molverhältnis 85:15) mit einem Schmelzpunkt von 22o C bestand, wurde durch eine 2/5-ige Dispersion von mit einem Silanbelag versehenen Kieselsäureteilchen (Silanox lol, hergestellt von Cabot
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-s-
Corporation; hauptsächliche Teilchengröße 7 KiIIi-ρ; liET-Oberflache ?25 rT/g) in Trichlorethylen durch~e-Tiiiirt. Der getrocknete Textilstoff wurde hei konstanter Fläche auf einem lladelstreckrahren gehalten und Io "i nut en lang auf 217°C erhitzt, schließlich nit V/asser gespült, um lose, anhaftende Teilchen zu entfernen. Auf den ^trockneten Textilstoff aufgebrachte I-Jassertropfen besaßen einen mittleren Berührungswinkel von 155°. Dieser Textilstoff wurde als Textilstoff A bezeichnet.
Ein flächengebundener Mischtextilstoff von ähnlichen Aufbau wurde in ähnlicher Weise behandelt, und dieser Textilstoff wurde als Textilstoff B bezeichnet.
Eine Einrichtung zun Zusammenfügen von Öltröpfchen wurde durch Bilden einer vierschichtigen Lage hergestellt, indem ein Stück des Textilstoffes A und drei Stücke des Textilstoff es B in dieser Reihenfolge übereinandergelegt wurden. Der so gebildete Faseraufbau war ausreichend starr und fest, um als eine gemeinsame Wandung zwischen zwei Reservoiren X und Y in Stellung gebracht zu werden. Hierbei war die flächengebundene Anordnung des Aufbaues, d.h. der Textilstoff B gegen das Reservoir X und die punktgebundene Fläche des Aufbaues, d.h. der Textilstoff A gegen das Reservoir Y gerichtet.
Jedes Reservoir war mit einem schwimmenden Ableitrohrarm versehen, welcher so eingestellt werden konnte, daß eine auf der Oberfläche der Öl/Wasser-Emulsion schwimmende ölschicht in dem Reservoir abgeschöpft werden konnte.
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Wasser aus der Hauptleitung; wurde durch einen Umlaufmesser dem Reservoir X zugeführt. öl wurde aus einen Fass direkt dem in das Reservoir eintretenden Wasserst rom zugeführt, so daß in diesem eine Öl-in-Wasser-Emulsion gebildet wurde, die 2J>C ppm enthielt. Wer.η das Reservoir X gefüllt war, wurde der Zufluß in das Reservoir X so eingestellt, daß eine konstante Höhe der Öl/Wasser-Eir.ulsion aufrechterhalten wurde. Die Emulsion floß durch den Ölabscheider in das Reservoir Y, bis eine konstante Höhe an Flüssigkeit erreicht wurde. Um in dieser Arbeitsstufe einen konstanten Zustand aufrechtzuerhalten, wurde Flüssigkeit aus dem Reservoir Y mit 3er gleichen Geschwindigkeit abgezogen, wie sie dem Reservoir X zugeführt wurde. Die Druckänderung beim Durchlaufen des öiabscheiders betrug lo,5 cm Wassersäule bei einer konstanten Fließgeschwindigkeit von 9,2 m pro Stunde pro Quadratmeter Textilstoff.
Das anfängliche Zusammenfließen der öltropfen an der Stromabseite des öiabscheiders war sehr langsam, und die Abscheidung bestand aus sehr kleinen öltropfen. Nach etv;a
er
drei oder vier Stunden/folgte jedoch das Zusammenfließen der öltropfen viel rascher, und die Größe der öltropfen war viel größer, sie flössen nach unten und bildeten auf der freien Oberfläche der Flüssigkeit in dem Reservoir Y eine Schicht.
/dieserArbeitsstufe wurden in Zwischenräumen von etwa 3o Minuten von der Öl/Wasser-Emulsion Proben an einer Stelle O in dem Reservoir X entnommen und zwar unmittelbar an der Aufwärtsstromseite des Abscheiders und darüberhinaus auch noch an einer Stelle P innerhalb des Reservoirs Y, die entfernt war von der Abwärtsstromseite des Abscheiders, nachdem die Abscheidung des Öls durch die Schwerkraft stattgefunden
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- Io -
hat. Mit einer Strömungsgeschwindigkeit von 9>2 η pro Stunde pro Quadratneter Textilstoff ließ man die den Abscheider verlassende Flüssigkeit sich 6 Minuten absetzen, bevor sie die Stelle P erreichte. Bei dieser Fließgeschwindigkeit wurde eine mittlere ölkonzentration von 236 ppm (an der Stelle 0), verringert auf einen Mittelwert von o,9 ppm (an der Stelle P), und zwar kontinuierlich über eine Periode von 7 Stunden.
Die Wirksamkeit des Abscheiders wurde dann in verschiedenen Fließgeschwindigkeiten untersucht, und es wurden ähnliche gute Ergebnisse erzielt.
Beispiel 2
Das Beispiel/wurde im ganzen wiederholt (abgesehen ölkonzentration und Fließgeschwindigkeit) mit der Abwandlung, daß der Abscheider in der Weise hergestellt wurde, daß eine Dreikomponentenauflage gebildet wurde, indem zwei Stücke des Textilstoffes 3 und ein Stück des Textilstoffes A übereinandergelegt wurden.
Es wurden folgende Ergebnisse erzielt:
Der Druckabfall an dem Abscheider betrug 26 cm Wassersäule.
Die Ölkonzentration wurde von 690 ppm (an der Stelle 0) auf 17 ppm (an der Stelle P) in einer vierstündigen Periode verringert und zwar bei einer. Fließgeschwindigkeit von 9,8 m pro Stunde pro Quadratmeter Textilstoff.
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- ii -
Eeispiel 3
Das Eeispiel 1 wurde im ganzer, wiederholt (abgesehen von Ölkonzentration und FlieP^geschwindigkeit) mit der Abwandlung, daß der Abscheider hergestellt wurde durch Bilden einer Zweikonponentenaufiage und zwar durch übereinander legen von zwei Stücken des Textilstoffes B.
Es wurden folgende Ergebnisse erzielt:
Der Druckabfall an dem Abscheider betrug 3 cm Wassersäule.
Die ölkonzentration wurde von 68*1 ppm (an der Stelle O) verringert auf 1O PP^ (an der Stelle P) in einer Periode von 1J Stunden bei einer Fließgeschwindigkeit von 8 m pro Stunde pro Quadratmeter Textilstoff.
Beispiel 4
Das Eeispiel 1 wurde im ganzen wiederholt (abgesehen von ölkonzentration und Fließgeschwindigkeit) mit der Abwandlung, daß der Abscheider aus einem einzigen Stück des Textilstoffes A bestand.
Es wurden folgende Ergebnisse erzielt:
Der Druckabfall an dem Abscheider betrug Io cm Wassersäule. Die ölkonzentration wurde von 289 ppm (an der Stelle 0) verringert auf 36 ppm (an der Stelle P) in einer Periode von vier Stunden bei einer Fließgeschwindigkeit von lo,5 κ pro Stunde pro Quadratmeter Textilstoff.
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Aus diesen Beispielen ist ersichtlich, daß eine wirksame ülabschcidung durch Faserstrukturen erreicht wird, welche aus zwei oder mehr übereinandergeiegten, flächen gebundenen Mischtextilstoffen bestehen, an die sich ein oder mehr ungebundene Mischtextilstoffe anschließen.
Beispiel 5
Zum Vergleich wurde das Beispiel 1 -mit der Abwandlung wiederholt, daß der Abscheider aus einer Vierkomponentenzusamnenstellung gebildet wurde, welche aus drei Stücken des Textilstoffes A (bevor dieser mit den einen Silanbelag aufweisenden Kieselsäureteilchen behandelt worden ist,-wie im Beispiel 1 beschrieben) und einem Stück des Textilstoffes E bestand (bevor dieser in der in Beispiel 1 beschriebenen Weise mit dem mit dem Silanbelag versehenen Kieselsäureteilchen behandelt worden ist).
Der Druckabfall an den Abscheider betrug nunmehr 1J1,5 cm Wassersäule. Die ölkonzentration wurde von 232 ppn (an der Stelle 0) auf 3o ppm innerhalb einer Periode von ^ Stunden (an der Stelle P) bei einer Fließgeschwindigkeit von 11,6 m pro Stunde pro Quadratmeter Textilstoff verringert.
Dies zeigt eindeutig, daß der gemäß Beispiel 1 verwendete Abscheider wesentlich wirksamer ist als ein solcher, wie er in dem vorliegenden Beispiel verwendet wird.
Beispiel 6
Ein Abscheider wurde dadurch hergestellt, daß zwei Textilstücke B übereinandergelegt wurden. Diese wurden als gemeinsame Wandung zwischen den Reservoiren X und Y angeordnet.
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Das Abwasser, das sich beim Peiniren von Tankwagen ergibt, die zum Transport von Mineralölen und pflanzlichen Ölen dienen und die mit Dampf- und Reinigungs/ auf "Taraf firibasis gereinigt wurden, wird in das Reservoir X geleitet. Aus den Reservoir Y v/ird Flüssigkeit mit der gleichen Geschwindigkeit abgezogen, wie sie im Reservoir X zugeführt wird. Die Änderung in Druckabfall an dem Abscheider betrug maximal 2o cm Wassersäule bei einer konstanten FlieP.geschwindigkeit von If. ecm pro Stunde pro Quadratmeter Textilstoff.
Aus der Öl/Wasser-Emulsion wurden in regelmäßigen Intervallen an der Stelle 0 innerhalb des Reservoirs X Proben genommen, und zwar unmittelbar in dem Aufwärtsstrom des Abscheiders ur.d auch an der Stelle E innerhalb des Reservoirs Y fern von der Abstromseite des Abscheiders, nachdem sicn das öl durch Schwerkraft abgeschieden hat.
Die Ergebnisse sind in der folgenden Tabelle zusammengestellt
Ölkomponente ölgehalt (ppm) im
Abfluß an Stelle 0
Öigehalt (ppm) nach
Zusammenfließen des
Öls an der Stelle P
Palmöl 153 88
Sonnenblumenöl/
Spindelcl/rohes
Rapsöl
36 23
Weichmacher 212 115
Eleinaphthalat/
Mineralöl
592 29o
Chromflüssigkeit/
Mineralöl
26o If 8
509844/0708
-Ik-
Nach läncerem Gebrauch wurde der Abscheider mit gutem Erfolg durch einen Dampf/Heißwasserstrom gereinigt,und nach dem Reinigen konnte er wieder verwendet werden.
Patentansprüche
509844/0708

Claims (12)

  1. Patentansprüche:
    /lJ Verfahren zur Entfernung von öl aus einer Öl-inWasser-Emulsion durch Hindurchleiten der Emulsion durch eine Faserstruktur und Entfernen der so zusammengelaufenen öltropfen, dadurch gekennzeichnet, daß die Faserstruktur aus Fasern besteht, welche feinverteilte Teilchen aufweisen, die oleophile und hydrophobe Eigenschaften auf Medien ausüben, die in ihre Oberflächen eintreten.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Fasern Homofasern sind, an denen die Teilchen haften und in ihre Oberflächen eindringen.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Fasern Homofasern sind, die einen nicht-faserbildenden harzartigen oder polymeren Belag auf v/eisen, an denen die Teilchen haften und in die Oberfläche eindringen.
  4. Ij. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Fasern konjugierte Fasern sind.
  5. 5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die konjugierten Fasern aus zwei Komponenten bestehen.
  6. 6. Verfahren nach Anspruch kt dadurch gekennzeichnet, daß die konjugierten Fasern eine Komponente mit einem niedrigen Schmelzpunkt aufweisen, Vielehe . eine Hülle um eine andere, einen Kern bildende Komponente bildet.
    509844/0708
  7. 7. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Faserstruktur ein Mischtextilstoff ist, der aus entweder Stapelfasern oder orientierten, verstreckten Heterofasern, hergestellt ist,
  8. 8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Mischtextilstoff punktgebunden ist.
  9. 9. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Mischtextilstoff flächengebunden ist.
  10. 10. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die mittlere Teilchengröße der Paserabscheidung mindestens o,l u beträgt.
  11. 11. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Grad der Hydrophobizität der Fasern einen
    Wasserberührungswinkel von mindestens Ho0, vorzugsweise größer als 1*Ιοο, zur Folge hat.
  12. 12. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Faserstruktur rohrförmig ist, wobei die Ölin-Wasser-Emulsion der Innenseite der rohrförmigen Faserstruktur zugeführt wird und die Wandung der Faserstruktur nach außen durchdringt.
    5098A4/0708
DE2509649A 1974-03-11 1975-03-05 Koaleszer zum Entfernen von öl aus einer öl- in-Wasser-Emulsion Expired DE2509649C3 (de)

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DE2509649B2 DE2509649B2 (de) 1979-09-13
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CH (1) CH592463A5 (de)
DE (1) DE2509649C3 (de)
DK (1) DK98675A (de)
ES (1) ES435493A1 (de)
FR (1) FR2263803A1 (de)
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LU (1) LU72025A1 (de)
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