DE2509649A1 - Verfahren zur entfernung von oel aus einer oel/wasser-emulsion - Google Patents
Verfahren zur entfernung von oel aus einer oel/wasser-emulsionInfo
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Description
Verfahren zur Entfernung von Öl aus einer öl/Wasser-Emulsion
Prioritäten: No. lo687/7^ - Großbritannien
- Großbritannien
Die vorliegende Erfindung betrifft die Entfernung von
Öl aus einer Öl-in-Wasser-Emulsion.
Erfindungsgemäß wird ein Verfahren zur Entfernung von Öl
aus einer Öl-in-Wasser-Emulsion vorgeschlagen, welches darin besteht, daß die Emulsion durch eine Faserstruktur geleitet
wird, welche aus Pasern besteht, die feinverteilte Teilchen enthalten, die oleophile und hydrophobe Eigenschaften auf
Medien ausüben, welche in ihre äußeren Oberflächen eintreten, worauf die so gebildeten, zusammengewachsenen Öltropfen entfernt
werden.
509844/0708
Die Fasern, d.h. kontinuierliche Fäden von Stapelfasern können Homofasern sein, an denen man die Teilchen haften
und in ihre Oberflächen eindringen lässt, indem Homofasern einer Oberflächenwärme- und/oder Plastifizierungsbehandlunr
oder Behandlungen unterworfen werden. Gegebenenfalls können die Fasern auch Homofasern sein mit einem keine faserbildenden
harzartigen oder polymeren Belag auf den Oberflächen, wobei dieser Belag, wenn er der Wärme- und/oder Plastifizierungsbehandlung
oder Behandlungen unterworfen wird, ermöglicht, daPj die darauf aufgebrachten Teilchen in den Belag eindringen
und darin haften.
Besonders zweckmäßig ist es jedoch, wenn konjugierte Fasern annewendet werden. Unter der Bezeichnung "konjugierte Faser"
faser _ _ (d.h.
ein kontinuierlicher Faden oder eine Stapelfaser)verstanden,
welche mindestens aus zwei faserbildenden polymeren Komponenten besteht, die in bestimmten Zonen quer zum Querschnitt
der Faser und im wesentlichen kontinuierlich zu der Länge derselben angeordnet sind und wobei eine der Komponenten eine
Schmelztemperatur besitzt, welche beträchtlich unterhalb der Schmelztemperatur oder den Schmelztemperaturen der anderen
Komponenten liegt und derart angeordnet ist, daß sie mindestens einen Teil der Umfangsoberflache der Faser bildet.
Erfindungsgemäß wird also bei der Durchführung des Verfahrens eine Faserstruktur verwendet, welche aus orientierten,
konjugierten Fasern, wie oben beschrieben, besteht, wobei die die geringere Schmelztemperatur aufweisende Komponente feinverteilte
Teilchen enthält, welche oleophile und hydrophobe Eigenschaften Medien erteilt, welche/äf'e äußere Oberfläche
eindringen.
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Konjugierte Fasern mit zwei Komponenten v/erden bevorzugt.
Die besonders bevorzugte Type von einer Bikomponentenfaser ist eine solche, bei der eine Komponente von
niedrigerer Schmelztemperatur eine Hülle um eine andere Komponente bildet, die als Kern dient. Es kann aber auch
eine Bikomponentenfaser verwendet v/erden, bei der eine eine niedrigere Schmelztemperatur aufweisende Komponente
einer der beiden Komponenten ist, die Seite an Seite liegend angeordnet sind.
Das polymere Material der einen niedrigeren Schmelzpunkt aufweisenden Komponente besitzt einen Schmelzpunkt, der
mindestens Io C, vorzugsweise mindestens 2o C, unterhalb
des Schmelzpunktes der anderen Komponente der Faser liegt.
Die Faserstruktur kann in Form eines gewirkten Textilstoffes,
eines gewebten Textilstoffes oder eines nicht-gewebten
Textilstoffes vorliegen, wobei der letztere bevorzugt wird.
Besonders bevorzugte Faserstrukturen sind Mischtextilstoffe, welche aus Stapelfasern oder orientierten, d.h. verstreckten
Hülle/Kern-Heterofäden hergestellt worden sind. Derartige
Mischtextilstoffe können entweder punktgebunden oder flachengebunden
sein. Irgendeine der Faserstrukturen kann aus mehr als einer Textilstofflage bestehen.
Die bevorzugten Teilchen sind mit einem Silanüberzug versehene Kieselsaureteilchen, obwohl auch andere Teilchen
benutzt werden können, welche die gewünschten kombinierten Eigenschaften der Oleophilizität und Hydrophobizitat besitzen.
Die mittlere Teilchengröße beträgt mindestens 0,1 μ. Die "mittlere Teilchengröße" bezeichnet die größte
Querschnittsabmessung eines Teilchens, beispielsweise den Durchmesser im Falle von kugelförmigen Teilchen. Besonders
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-H-
zweckmäßig ist es, wenn die Teilchen eine mittlere Teilchengröße von einem Mikron oder darunter besitzen.
Der Grad der Kydrophobizität der Fasern sollte derart sein, daß die Faserstruktur einen Wasserberührungswinkei
von mindestens Ho , vorzugsweise größer als l^o°, bewirkt.
Die Größe des Berührungswinkels ist in hohen Maße von
der Art der verwendeten hydrophoben Teilchen und deren Konzentration auf die Flächeneinheit an der Oberfläche
jeder Faser abhängig. Die oleophile Natur der an der Faser freiliegenden Teilchen ist derart, daß, wenn das
öl damit in Berührung kommt und zeitweilig daran haftet, die Teilchen und die öltröpfchen dann zusammenlaufen und
durch die Faserstruktur hindurchdringen. Es wird angenommen, daß das Verfahren noch durch die OberfIfichenrauhigkeit
der Fasern infolge des Vorhandenseins der Teilchen verbessert wird.
Die Porosität der Faserstruktur wird derart ausgewählt,
daß die Viahrscheinlichkeit, daß die Öltröpfchen mit den Fasern in Berührung kommen, so hoch wie möglich ist ohne
daß ein Druckabfall durch die Faserstruktur hindurch zu stark erhöht wird. Von den bevorzugten Faserstrukturen haben
die punktgebundenen Mischtextilstoffe, da sie fester gepackt sind, einen wesentlich höheren Druckabfall als flächengebundene,
gemischte Textilstoffe. Sowohl mit punktgebundenen als auch mit flächengebundenen gemischten Textilstoffen
beträgt der Druckabfall gewöhnlich weniger als 15 cm Wasser bei hydraulischen Fließgeschwindigkeiten bis zu lFirr pro
Stunde pro Quadratmeter Textilstoff. Der Druckabfall wird jedoch über diesen Wert steigen, wenn der hydraulische
Fließdurchsatz und/oder öldurchsatz vergrößert wird.
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Unter einem "punktgebundenen Mischtextilstoff" wird ein
solcher verstanden, bei den die Fasern kleine vereinzelte Bereiche aufweisen, in denen die Fasern festhaftend miteinander
verbunden sind, wobei diese Bereiche voneinander durch weniger festverbundene, oder sogar ungebundene Bereiche
getrennt sind.
Unter einem "flächengebundenen Mischtextilstoff" wird ein
solcher verstanden, bei dem die Fasern miteinander an im wesentlichen sämtlichen Kreuzungspunkten durch die ganze
Stärke des Textilstoffes und über die ganze Fläche desselben
festhaftend verbunden sind.
Besonders wirksame Faserstrukturen sind solche, welche aus zwei oder mehr übereinandergelegten flSchengebundenen Mischtextilstoff
en, gefolgt von einem oder mehreren pur.ktgebundenen Mischtextilstoffen, bestehen. Kit einer Faserstruktur,
welche aus drei übereinandergelegten flSchengebundenen "ischtextilstoffen,
gefolgt von einem aufgelegten punktgebundenen Mischtextilstoff, besteht, ist es möglich, eine Verringerung
der ölkonzentration vor. über 97% und bisv/eilen sogar über
99& nach einem ausreichenden Zeitablauf von beispielsweise
h bis 8 Minuten für eine gravimetrische Abscheidung zusammengeflossenen
öltröpfchen zu erreichen und zwar durch einen
einzigen Durchgang durch die Faserstruktur mit einer Fließgeschwin;
stoff.
stoff.
schwindigkeit bis zu 9,2 η pro Stunde pro Quadratmeter Textil-
Kit anderen Faserstrukturen, wie zwei übereinandergelegten
flächengebundenen Kischtextilstoffen, gefolgt von einem
aufgelegten punktgebundenen !Mischtextilstoff oder zwei aufgelegten
flächengebundenen Textilstoffen, ist die Wirksamkeit
nicht so hoch. Trot"dem der Druckabfall durch solche Faser-
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strukturen geringer sein wird, können sie vorteilhaft sein, wenn hohe Belastungen erwünscht sind.
Damit die hier beschriebenen Faserstrukturen r.it maximaler
Wirksamkeit arbeiten können, ist es wünschenswert,daß der
Fluß der Öl-in-Wasser-Emulsion durch die Struktur im wesentlichen gleichmäßig quer durch die Struktur erfolgt.
Zweckmäßig kann dies dadurch erreicht werden, daß die Emulsion durch eine entsprechend gestaltete und dimensionierte
Bahn oder einen Block eines offenzelligen expandierten
Plastikmaterials geleitet wird, das unmittelbar stromaufwärts der Faserstruktur angeordnet ist.
Abgesehen davon, daß das Vorhandensein des zellförmigen Plastiknaterials auf der einen Seite der Faserstruktur
dazu dient, den Fluß im wesentlichen gleichmäßig quer zur Faserstruktur zu verteilen, dient dieses auch noch dazu
zu verhindern, daß Fremdstoffe, z.B. Festteilchen und größere öltropfen daran gehindert werden, in die Faserstruktur einzudringen
und diese zu verstopfen.
Ein besonders zweckmäßiges poriges Plastikmaterial für diesen
Zweck ist ein hydrophiles Plastikmaterial, wie ein hydrophiler Polyurethanschaum.
Die erfindungsgemäß verwendeten Faserstrukturen können irgendeine geeignete Form haben. Obwohl die Faserstruktur in Form
einer Platte oder eines Blockes mit den wesentlichen ebenen Flächen vorliegen kann, kann sie auch rohrförmig ausgebildet
sein. In diesem Falle kann die Öl-in-Wasser-Emulsion entweder von der Innenseite zur Außenseite oder von der Außenseite
zur Innenseite der Faserstruktur geführt werden. Wenn die Faserstruktur in Rohrform vorliegt, hat es sich doch in
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der Praxis als zweckmäßiger erwiesen, die Öl-in-Wasser-Emulsion
der Innenseite des Rohres zuzuleiten und sie durch die Wandung des Rohres nach außen fließen zu lassen. Bei
Anwendung dieser Ausführungsform hat es sich herausgestellt,
daß die Öl/Wasser-Mischung nach dem Durchdringen der Faserstruktur bestrebt ist, einen linearen PIuR anzunehmen, und
dies ermöglicht es, daß die zusammengelaufenen Öltropfen
sich von dem Wasser durch die Schwerkraft abscheiden können.
Das erfindungsgemäße Verfahren kann für die Verarbeitung von pflanzlichen oder Mineralöl-Emulsionen angewendet werden.
Das Verfahren hat sich als besonders wirksam zur Erreichung des Zusammenfließens von öl bei verschiedenartigen
sowohl pflanzlichen als auch Mineralöl-Emulsionen erwiesen, beispielsweise Emulsionen, die beim Reinigen von
Tankern oder Vorratskesseln entstehen, die zum Transport von Mineral- und pflanzlichen ölen, Ballastwasser in Rohöltankern
und ölhaltigen Kühlmitteln erhalten werden.
Die Erfindung ist in folgenden Beispielen näher erläutert: Beispiel 1
Ein punktgebundener,gemischter Textilstoff mit einem Ge-
2
wicht von 137 g/m , der aus Stapelfasern von orientierten, d.h. verstreckten, Hülle/Kern-Keterofäden hergestellt war, wobei der Kern auf 5o Gew.-% des Gesamtgewichts der Fäden aus Polyäthylenterephthalat mit einem Schmelzpunkt von 257°C und die Hülle aus einem Mischpolymer von Polyäthylenterephthalat und Polyäthylenadipat (Molverhältnis 85:15) mit einem Schmelzpunkt von 22o C bestand, wurde durch eine 2/5-ige Dispersion von mit einem Silanbelag versehenen Kieselsäureteilchen (Silanox lol, hergestellt von Cabot
wicht von 137 g/m , der aus Stapelfasern von orientierten, d.h. verstreckten, Hülle/Kern-Keterofäden hergestellt war, wobei der Kern auf 5o Gew.-% des Gesamtgewichts der Fäden aus Polyäthylenterephthalat mit einem Schmelzpunkt von 257°C und die Hülle aus einem Mischpolymer von Polyäthylenterephthalat und Polyäthylenadipat (Molverhältnis 85:15) mit einem Schmelzpunkt von 22o C bestand, wurde durch eine 2/5-ige Dispersion von mit einem Silanbelag versehenen Kieselsäureteilchen (Silanox lol, hergestellt von Cabot
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-s-
Corporation; hauptsächliche Teilchengröße 7 KiIIi-ρ;
liET-Oberflache ?25 rT/g) in Trichlorethylen durch~e-Tiiiirt.
Der getrocknete Textilstoff wurde hei konstanter
Fläche auf einem lladelstreckrahren gehalten und Io "i nut en
lang auf 217°C erhitzt, schließlich nit V/asser gespült,
um lose, anhaftende Teilchen zu entfernen. Auf den ^trockneten Textilstoff aufgebrachte I-Jassertropfen besaßen einen
mittleren Berührungswinkel von 155°. Dieser Textilstoff wurde als Textilstoff A bezeichnet.
Ein flächengebundener Mischtextilstoff von ähnlichen Aufbau
wurde in ähnlicher Weise behandelt, und dieser Textilstoff wurde als Textilstoff B bezeichnet.
Eine Einrichtung zun Zusammenfügen von Öltröpfchen wurde
durch Bilden einer vierschichtigen Lage hergestellt, indem ein Stück des Textilstoffes A und drei Stücke des Textilstoff
es B in dieser Reihenfolge übereinandergelegt wurden. Der so gebildete Faseraufbau war ausreichend starr und fest,
um als eine gemeinsame Wandung zwischen zwei Reservoiren X und Y in Stellung gebracht zu werden. Hierbei war die flächengebundene
Anordnung des Aufbaues, d.h. der Textilstoff B gegen das Reservoir X und die punktgebundene Fläche des Aufbaues,
d.h. der Textilstoff A gegen das Reservoir Y gerichtet.
Jedes Reservoir war mit einem schwimmenden Ableitrohrarm versehen, welcher so eingestellt werden konnte, daß eine
auf der Oberfläche der Öl/Wasser-Emulsion schwimmende ölschicht
in dem Reservoir abgeschöpft werden konnte.
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Wasser aus der Hauptleitung; wurde durch einen Umlaufmesser
dem Reservoir X zugeführt. öl wurde aus einen
Fass direkt dem in das Reservoir eintretenden Wasserst rom zugeführt, so daß in diesem eine Öl-in-Wasser-Emulsion
gebildet wurde, die 2J>C ppm enthielt. Wer.η
das Reservoir X gefüllt war, wurde der Zufluß in das Reservoir X so eingestellt, daß eine konstante Höhe der
Öl/Wasser-Eir.ulsion aufrechterhalten wurde. Die Emulsion
floß durch den Ölabscheider in das Reservoir Y, bis eine konstante Höhe an Flüssigkeit erreicht wurde. Um in dieser
Arbeitsstufe einen konstanten Zustand aufrechtzuerhalten, wurde Flüssigkeit aus dem Reservoir Y mit 3er
gleichen Geschwindigkeit abgezogen, wie sie dem Reservoir X zugeführt wurde. Die Druckänderung beim Durchlaufen des
öiabscheiders betrug lo,5 cm Wassersäule bei einer konstanten Fließgeschwindigkeit von 9,2 m pro Stunde pro
Quadratmeter Textilstoff.
Das anfängliche Zusammenfließen der öltropfen an der Stromabseite
des öiabscheiders war sehr langsam, und die Abscheidung bestand aus sehr kleinen öltropfen. Nach etv;a
er
drei oder vier Stunden/folgte jedoch das Zusammenfließen der öltropfen viel rascher, und die Größe der öltropfen war viel größer, sie flössen nach unten und bildeten auf der freien Oberfläche der Flüssigkeit in dem Reservoir Y eine Schicht.
drei oder vier Stunden/folgte jedoch das Zusammenfließen der öltropfen viel rascher, und die Größe der öltropfen war viel größer, sie flössen nach unten und bildeten auf der freien Oberfläche der Flüssigkeit in dem Reservoir Y eine Schicht.
/dieserArbeitsstufe wurden in Zwischenräumen von etwa 3o Minuten von der Öl/Wasser-Emulsion Proben an einer Stelle
O in dem Reservoir X entnommen und zwar unmittelbar an der
Aufwärtsstromseite des Abscheiders und darüberhinaus auch
noch an einer Stelle P innerhalb des Reservoirs Y, die entfernt war von der Abwärtsstromseite des Abscheiders, nachdem
die Abscheidung des Öls durch die Schwerkraft stattgefunden
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- Io -
hat. Mit einer Strömungsgeschwindigkeit von 9>2 η pro
Stunde pro Quadratneter Textilstoff ließ man die den Abscheider verlassende Flüssigkeit sich 6 Minuten absetzen,
bevor sie die Stelle P erreichte. Bei dieser Fließgeschwindigkeit wurde eine mittlere ölkonzentration von
236 ppm (an der Stelle 0), verringert auf einen Mittelwert
von o,9 ppm (an der Stelle P), und zwar kontinuierlich
über eine Periode von 7 Stunden.
Die Wirksamkeit des Abscheiders wurde dann in verschiedenen Fließgeschwindigkeiten untersucht, und es wurden ähnliche
gute Ergebnisse erzielt.
Das Beispiel/wurde im ganzen wiederholt (abgesehen ölkonzentration
und Fließgeschwindigkeit) mit der Abwandlung, daß der Abscheider in der Weise hergestellt wurde, daß
eine Dreikomponentenauflage gebildet wurde, indem zwei Stücke des Textilstoffes 3 und ein Stück des Textilstoffes A
übereinandergelegt wurden.
Es wurden folgende Ergebnisse erzielt:
Der Druckabfall an dem Abscheider betrug 26 cm Wassersäule.
Die Ölkonzentration wurde von 690 ppm (an der Stelle 0)
auf 17 ppm (an der Stelle P) in einer vierstündigen Periode verringert und zwar bei einer. Fließgeschwindigkeit von
9,8 m pro Stunde pro Quadratmeter Textilstoff.
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- ii -
Eeispiel 3
Das Eeispiel 1 wurde im ganzer, wiederholt (abgesehen von
Ölkonzentration und FlieP^geschwindigkeit) mit der Abwandlung,
daß der Abscheider hergestellt wurde durch Bilden einer Zweikonponentenaufiage und zwar durch übereinander
legen von zwei Stücken des Textilstoffes B.
Es wurden folgende Ergebnisse erzielt:
Der Druckabfall an dem Abscheider betrug 3 cm Wassersäule.
Die ölkonzentration wurde von 68*1 ppm (an der Stelle O)
verringert auf 1O PP^ (an der Stelle P) in einer Periode
von 1J Stunden bei einer Fließgeschwindigkeit von 8 m
pro Stunde pro Quadratmeter Textilstoff.
Das Eeispiel 1 wurde im ganzen wiederholt (abgesehen von ölkonzentration und Fließgeschwindigkeit) mit der Abwandlung,
daß der Abscheider aus einem einzigen Stück des Textilstoffes A bestand.
Es wurden folgende Ergebnisse erzielt:
Der Druckabfall an dem Abscheider betrug Io cm Wassersäule.
Die ölkonzentration wurde von 289 ppm (an der Stelle 0)
verringert auf 36 ppm (an der Stelle P) in einer Periode
von vier Stunden bei einer Fließgeschwindigkeit von lo,5 κ pro Stunde pro Quadratmeter Textilstoff.
509844/0708
Aus diesen Beispielen ist ersichtlich, daß eine wirksame ülabschcidung durch Faserstrukturen erreicht wird,
welche aus zwei oder mehr übereinandergeiegten, flächen gebundenen Mischtextilstoffen bestehen, an die sich ein
oder mehr ungebundene Mischtextilstoffe anschließen.
Zum Vergleich wurde das Beispiel 1 -mit der Abwandlung wiederholt, daß der Abscheider aus einer Vierkomponentenzusamnenstellung
gebildet wurde, welche aus drei Stücken des Textilstoffes A (bevor dieser mit den einen Silanbelag
aufweisenden Kieselsäureteilchen behandelt worden ist,-wie im Beispiel 1 beschrieben) und einem Stück des Textilstoffes
E bestand (bevor dieser in der in Beispiel 1 beschriebenen Weise mit dem mit dem Silanbelag versehenen
Kieselsäureteilchen behandelt worden ist).
Der Druckabfall an den Abscheider betrug nunmehr 1J1,5 cm
Wassersäule. Die ölkonzentration wurde von 232 ppn (an der Stelle 0) auf 3o ppm innerhalb einer Periode von ^ Stunden
(an der Stelle P) bei einer Fließgeschwindigkeit von 11,6 m pro Stunde pro Quadratmeter Textilstoff verringert.
Dies zeigt eindeutig, daß der gemäß Beispiel 1 verwendete Abscheider wesentlich wirksamer ist als ein solcher, wie
er in dem vorliegenden Beispiel verwendet wird.
Ein Abscheider wurde dadurch hergestellt, daß zwei Textilstücke B übereinandergelegt wurden. Diese wurden als gemeinsame
Wandung zwischen den Reservoiren X und Y angeordnet.
5098U/0708
Das Abwasser, das sich beim Peiniren von Tankwagen ergibt,
die zum Transport von Mineralölen und pflanzlichen Ölen dienen und die mit Dampf- und Reinigungs/ auf "Taraf firibasis
gereinigt wurden, wird in das Reservoir X geleitet. Aus den Reservoir Y v/ird Flüssigkeit mit der gleichen Geschwindigkeit
abgezogen, wie sie im Reservoir X zugeführt wird. Die Änderung in Druckabfall an dem Abscheider betrug
maximal 2o cm Wassersäule bei einer konstanten FlieP.geschwindigkeit
von If. ecm pro Stunde pro Quadratmeter Textilstoff.
Aus der Öl/Wasser-Emulsion wurden in regelmäßigen Intervallen
an der Stelle 0 innerhalb des Reservoirs X Proben genommen, und zwar unmittelbar in dem Aufwärtsstrom des
Abscheiders ur.d auch an der Stelle E innerhalb des Reservoirs Y fern von der Abstromseite des Abscheiders, nachdem sicn
das öl durch Schwerkraft abgeschieden hat.
Die Ergebnisse sind in der folgenden Tabelle zusammengestellt
| Ölkomponente | ölgehalt (ppm) im Abfluß an Stelle 0 |
Öigehalt (ppm) nach Zusammenfließen des Öls an der Stelle P |
| Palmöl | 153 | 88 |
| Sonnenblumenöl/ Spindelcl/rohes Rapsöl |
36 | 23 |
| Weichmacher | 212 | 115 |
| Eleinaphthalat/ Mineralöl |
592 | 29o |
| Chromflüssigkeit/ Mineralöl |
26o | If 8 |
509844/0708
-Ik-
Nach läncerem Gebrauch wurde der Abscheider mit
gutem Erfolg durch einen Dampf/Heißwasserstrom gereinigt,und nach dem Reinigen konnte er wieder
verwendet werden.
509844/0708
Claims (12)
- Patentansprüche:/lJ Verfahren zur Entfernung von öl aus einer Öl-inWasser-Emulsion durch Hindurchleiten der Emulsion durch eine Faserstruktur und Entfernen der so zusammengelaufenen öltropfen, dadurch gekennzeichnet, daß die Faserstruktur aus Fasern besteht, welche feinverteilte Teilchen aufweisen, die oleophile und hydrophobe Eigenschaften auf Medien ausüben, die in ihre Oberflächen eintreten.
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Fasern Homofasern sind, an denen die Teilchen haften und in ihre Oberflächen eindringen.
- 3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Fasern Homofasern sind, die einen nicht-faserbildenden harzartigen oder polymeren Belag auf v/eisen, an denen die Teilchen haften und in die Oberfläche eindringen.
- Ij. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Fasern konjugierte Fasern sind.
- 5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die konjugierten Fasern aus zwei Komponenten bestehen.
- 6. Verfahren nach Anspruch kt dadurch gekennzeichnet, daß die konjugierten Fasern eine Komponente mit einem niedrigen Schmelzpunkt aufweisen, Vielehe . eine Hülle um eine andere, einen Kern bildende Komponente bildet.509844/0708
- 7. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Faserstruktur ein Mischtextilstoff ist, der aus entweder Stapelfasern oder orientierten, verstreckten Heterofasern, hergestellt ist,
- 8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Mischtextilstoff punktgebunden ist.
- 9. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Mischtextilstoff flächengebunden ist.
- 10. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die mittlere Teilchengröße der Paserabscheidung mindestens o,l u beträgt.
- 11. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Grad der Hydrophobizität der Fasern einen
Wasserberührungswinkel von mindestens Ho0, vorzugsweise größer als 1*Ιοο, zur Folge hat. - 12. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Faserstruktur rohrförmig ist, wobei die Ölin-Wasser-Emulsion der Innenseite der rohrförmigen Faserstruktur zugeführt wird und die Wandung der Faserstruktur nach außen durchdringt.5098A4/0708
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| EP0277584B1 (de) * | 1987-02-04 | 1990-12-19 | Ideal-Standard Gmbh | Mischbatterie |
Also Published As
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