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DE2509517A1 - Verfahren zur herstellung einer bromfreien alkali- oder erdalkalichloridloesung - Google Patents

Verfahren zur herstellung einer bromfreien alkali- oder erdalkalichloridloesung

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Publication number
DE2509517A1
DE2509517A1 DE19752509517 DE2509517A DE2509517A1 DE 2509517 A1 DE2509517 A1 DE 2509517A1 DE 19752509517 DE19752509517 DE 19752509517 DE 2509517 A DE2509517 A DE 2509517A DE 2509517 A1 DE2509517 A1 DE 2509517A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
solution
alkali
chloro
dichloroethane
bromoethane
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Granted
Application number
DE19752509517
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English (en)
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DE2509517B2 (de
DE2509517C3 (de
Inventor
Herbert Dr Jenkner
Reinher Dr Karsten
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Chemische Fabrik Kalk GmbH
Original Assignee
Chemische Fabrik Kalk GmbH
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Filing date
Publication date
Application filed by Chemische Fabrik Kalk GmbH filed Critical Chemische Fabrik Kalk GmbH
Priority to DE19752509517 priority Critical patent/DE2509517C3/de
Publication of DE2509517A1 publication Critical patent/DE2509517A1/de
Publication of DE2509517B2 publication Critical patent/DE2509517B2/de
Application granted granted Critical
Publication of DE2509517C3 publication Critical patent/DE2509517C3/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C17/00Preparation of halogenated hydrocarbons
    • C07C17/013Preparation of halogenated hydrocarbons by addition of halogens
    • C07C17/02Preparation of halogenated hydrocarbons by addition of halogens to unsaturated hydrocarbons
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01DCOMPOUNDS OF ALKALI METALS, i.e. LITHIUM, SODIUM, POTASSIUM, RUBIDIUM, CAESIUM, OR FRANCIUM
    • C01D3/00Halides of sodium, potassium or alkali metals in general
    • C01D3/14Purification
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01FCOMPOUNDS OF THE METALS BERYLLIUM, MAGNESIUM, ALUMINIUM, CALCIUM, STRONTIUM, BARIUM, RADIUM, THORIUM, OR OF THE RARE-EARTH METALS
    • C01F5/00Compounds of magnesium
    • C01F5/26Magnesium halides
    • C01F5/30Chlorides

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
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  • Engineering & Computer Science (AREA)
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  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Geology (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung einer bromfreien Alkali- oder Erdalkalichloridlösung Es ist bereits bekannt, 1-Chlor-2-bromäthan durch die Umsetzung von Vinylchlorid mit Bromwasserstoff in Gegenwart von inerten Lösungsmitteln herzustellen. Diese Reaktion verläuft beim Einleiten von gasförmigem Bromwasserstoff in die bei Raumtemperatur flüssige Lösung des Vinylchlorids in dem inerten Lösungsnittel äußerst träge. Die Reaktionszeit beträgt, äe nach Ansatzmenge, mehrere Tage. Jedoch ist bereits ein Verfahren vorgeschlagen worden, nach dem sich die Reaktionszeiten ganz erheblich verkürzen, wenn als Lösungsmittel für das einzusetzende Vinylchlorid ein Dihalogenkohlen:wasserstoff, vorzugsweise das Endprodukt selbst, verwendet wird. Dadurch war es möglich,die genannte Umsetzung zur Herstellung von 1-Ghlor-2-bromäthan in technischem Maßstab durchzuführen. Voraussetzung für die Durchführung dieses Verfahrens ist das Vorhandensein ausreichender Mengen an Bromwasserstoff von hoher Konzentration bzw. Reinheit.
  • Bei bestimmten großtechnischen Verfahren fallen größere Mengen an Alkali- und Erdalkalichloridlösungen an, die noch geringe Reste an Bromiden enthalten. Diese geringen Bromidmengen in der GröRenordnung von etwa 100 bis 5000 ppm sind einerseits unerwünschte Verunreinigungen.
  • Andererseits handelt es sich bei diesen Verunreinigungen um einen gesuchten Rohstoff, dessen Abtrennung und Gewinnung in Form von elementarem Brom jedoch sehr aufwendig ist.
  • Damit war die Aufgabe gegeben, ein geeignetes Verfahren zu finden, um die in Alkali- oder Brdalkalichloridlösungen enthaltenen geringen Brommengen auszunutzen und diese Lösungen weitgehend bromfrei zu machen.
  • Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung einer bromfreien Alkali- oder Erdalkalichloridlösung aus einer Alkali- oder Erdalkalichloridlösung, die mit Brom in Form von Bromiden verunreinigt ist, unter Gewinnung von 1-Chlor-2-brom- bzw. Dichloräthan. Das Verfahren zeichnet sich dadurch aus, daß in die mit Bromiden verunreinigte Alkali- bzw. Erdalkalichloridlösung bei Temperaturen von 0 bis 100 0C eine in bezug auf die zur Oxidation der Bromide zu freiem Brom überschüssige Menge an Chlorgas und anschließend eine in bezug auf die in der Lösung vorhandene Menge an Halogen überschüssige Menge an Olefinen mit 2 bis 6 C-Atomen im Molekül eingeleitet werden. Besonders günstig ist es, als Olefin hier Äthylen zu verwenden. In diesem Fall ergibt sich der Vorteil, daß nach dem Einleiten des Äthylens durch die Lösung ein Inertgasstrom geleitet werden kann, bis das 1-Chlor-2-brom- bzw. Dichloräthan aus der Lösung ausgetrieben ist, wobei das Inertgas nach dem Durchgang durch die Lösung kondensiert und aus dem Kondensat 1-Chlor-2-bromäthan und Dichloräthan durch fraktionierte Destillation gewonnen werden.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren löst somit zwei Aufgaben gleichzeitig: einmal können danach wäßrige Alkali-oder Erdalkalichloridlösungen, die noch geringe Restmengen an Bromiden enthalten, die die Weiterverarbeitung dieser Lösungen stören, in einfacher Weise von diesen Resten befreit werden, gleichzeitig lassen sich nach diesem Verfahren 1-Chlor-2-bromäthan und Dichloräthan aus stark verdünnten, bromidhaltigen, wäßrigen Alkali- oder Erdalkalichloridlösungen direkt ohne Isolierung und Reindarstellung des in diesen Lösungen enthaltenen Broms gewinnen.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren geht dabei von Alkali-oder Erdalkalichloridlösungen, insbesondere von Magnesiumchloridlösungen, aus, in denen geringe Mengen an Alkali- oder Erdalkalibromiden gelöst sind. Der Bromgehalt solcher Lösungen, der praktisch als Verunreinigung anzusehen ist, kann dabei 100 bis 5000ppm und mehr betragen. Dieser Bromgehalt läßt sich erfindungsgemäß fast restlos aus der Lösung entfernen und dabei zu 1-Chlor-2-bromäthan umsetzen. Dibromäthan entsteht dagegen nur in sehr untergeordneter Menge.
  • Zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens wird in die Ausgangslösung zunächst eine überschüssige Menge an gasförmigem Chlor eingeleitet. Die Temperatur der Lösung ist im einfachsten Fall Raumtemperatur. Sie kann jedoch ohne Nachteil bei 10 bis 800C liegen.
  • Der Ueberschuß an Chlor beträgt 100 bis 200 %, kann aber gegebenenfalls auch noch mehr betragen.
  • Sobald die Lösung, die durch das frei gewordene elementare Brom schwach gelb bis braun gefärbt ist, keine Farbvertiefung mehr erfährt, wird ein Olefin mit 2 bis 6 C-Atomen im Molekül in die Lösung eingeleitet. Vorteilhaft wird hierfür Äthylengas eingesetzt. Durch lebhaftes Rühren oder eine andere geeignete Maßnahme ist insbesondere bei gasförmigen Olefinen dafür zu sorgen, daß eine möglichst gute und intensive Vermischung des Olefins mit der Lösung bewirkt wird. Insbesondere soll bei gasförmigen Olefinen eine möglichst große Berührungsfläche zwischen den Gasblasen und der Lösung gebildet werden. Ein großer Teil des Olefins setzt sich jedoch nicht in der gewünschten Weise um, so daß nur mit einem erheblichen Überschuß an Olefin die beabsichtigte Umsetzung erzwungen werden kann. Das nicht umgesetzte Olefin kann jedoch wieder gewonnen und erneut für das Verfahren der Erfindung eingesetzt werden. Bei gasförmigen Olefinen, wie beispielsweise Äthylen, kann der nicht umgesetzte Teil nach Durchlaufen der Lösung aufgefangen und wieder verwendet werden.
  • Mit Verschwinden des freien Chlors aus der Lösung ist die Umsetzung beendet. Das Reaktionsende läßt sich daher durch einen entsprechenden Nachweis, wie beispielsweise eine Tüpfelprobe oder Messung des Oxidationspotentials, feststellen. Nunmehr wird, um das gebildete 1-Chlo2-bromäthan zu gewinnen, ein Inertgas, vorzugsweise Luft, durch die Lösung geleitet, wobei das Endprodukt in Dampfform mitgeführt wird. Dieses Austreiben verläuft bereits bei Raumtemperatur. Es kann durch Erwärmen der Lösung beschleunigt werden, sofern dies nicht bei sehr großen Lösungsmengen unwirtschaftlich ist Aus dem dabei entstehenden Dampf-Inertgas-Gemisch wird das Endprodukt durch Kühlung mit einer Kühlfalle gewonnen. Dabei fällt als Endprodukt ein Gemisch aus 1-Chlor-2-brom- bzw. 1,2-Dichloräthan und Eis an, von dem letzteres nach Verflüssigung in einer Scheidevorrichtung abgetrennt wird. Die dabei halogenierten Äthane lassen sich ohne Schwierigkeiten durch Destillation trennen.
  • Nachfolgend ein Ausführungsbeispiel für das erfindungsgemäße Verfahren.
  • Beist>iel In einem Reaktionsgefäß befinden sich 2258,0 Gewichtsteile einer wäßrigen Magnesiumchloridlösung, die 34 Gewichtsprozent MgCl2 und 610 ppm Bromid enthält. In diese Lösung werden bei Raumtemperatur 1,7 Gewichtsteile Chlorgas eingeleitet, wobei eine leichte Gelbfärbung der Lösung zu beobachten ist. Wach Beendigung der Chlorzugabe werden unter kräftigem Rühren 3,3 Gewichtsteile Äthylen eingeleitet und das überschüssig entweichende Äthylen wieder aufgefangen. Nachdem mit Kaliumåodid-Stärke-Papier kein freies Chlor in der Lösung mehr festzustellen ist, wird bei unveränderter Temperatur ein Luftstrom durch die Lösung geleitet and das Dampf-Luft-Gemisch in einer mit Trockeneis beschickten Kühlfalle aufgefangen. Nach Schmelzen des dabei gewonnenen Rückstandes und Abtrennung des mitgeführten Wassers fallen 2,6 Gewichtsteile Endprodukt an, das zu 62,5 Gewichtsprozent aus 1-Chlor-2-bromäthan besteht, was - bezogen auf das in der Lösung enthaltene Brom - einer Ausbeute von 65,5 Vo der Theorie entspricht. Der Rest besteht fastausschließlich aus 1,2-Dichloräthan, das sich infolge des hohen Chlor- und Äthylenüberschusses gebildet hat. Beide Produkte werden durch Destillation getrennt. 1,2-Dibromäthan ist nur zu 0,1 Gewichtsprozent entstanden. Die eingesetzte Magnesiumchloridlösung enthält nach der Behandlung weniger als 5 ppm Brom.

Claims (3)

Patentansprüche
1. Verfahren zur Herstellung einer bromfreien Alkali- oder Erdalkalichloridlösung aus einer Alkali- oder Erdalkalichloridlösung, die mit Bromiden verunreinigt ist, unter Gewinnung von 1-Chlor-2-brom- bzw. Dichloräthan, dadurch gekennzeichnet, daß in die mit Bromiden verunreinigte Alkali- bzw. Erdalkalichloridlösung bei Temperaturen von 0 bis 1000C eine in bezug auf die zur Oxidation der Bromide zu freiem Brom überschüssige Menge an Chlorgas und anschließend eine in bezug auf die in der Lösung vorhandene Menge an Halogen überschüssige Menge an Olefinen mit 2 bis 6 C-Atomen im Molekül eingeleitet werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Olefin Äthylen eingesetzt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß nach dem Einleiten des Äthylens ein Inertgasstrom durch die Lösung geleitet wird, bis das 1-Chlor-2-bromäthan aus der Lösung ausgetrieben ist, wobei das Intergas nach dem Durchgang durch die Lösung kondensiert und aus dem Kondensat 1-Chlor-2-bromäthan und Dichloräthan durch fraktionierte Destillation gewonnen werden.
DE19752509517 1975-03-05 1975-03-05 Verfahren zur Herstellung einer bromfreien Alkali oder Erdalkalichloridlösung Expired DE2509517C3 (de)

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DE19752509517 DE2509517C3 (de) 1975-03-05 1975-03-05 Verfahren zur Herstellung einer bromfreien Alkali oder Erdalkalichloridlösung

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Publications (3)

Publication Number Publication Date
DE2509517A1 true DE2509517A1 (de) 1976-09-09
DE2509517B2 DE2509517B2 (de) 1979-08-30
DE2509517C3 DE2509517C3 (de) 1980-05-08

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
WO2000002815A3 (de) * 1998-07-07 2001-09-07 Riedel De Haen Gmbh Verfahren zur abreicherung des bromidgehaltes aus einer wässrigen bromid enthaltenden lösung unter verwendung von wasserstoffperoxid
EP1233000A1 (de) * 2001-02-20 2002-08-21 Schüssler Novachem GmbH Verfahren zur Entbromierung von Chloriden

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
WO2000002815A3 (de) * 1998-07-07 2001-09-07 Riedel De Haen Gmbh Verfahren zur abreicherung des bromidgehaltes aus einer wässrigen bromid enthaltenden lösung unter verwendung von wasserstoffperoxid
EP1233000A1 (de) * 2001-02-20 2002-08-21 Schüssler Novachem GmbH Verfahren zur Entbromierung von Chloriden

Also Published As

Publication number Publication date
DE2509517B2 (de) 1979-08-30
DE2509517C3 (de) 1980-05-08

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