DE2509307A1 - Vorrichtung zum schutz von gehoelzpflanzen bzw. koniferen und verwendung dieser vorrichtung - Google Patents
Vorrichtung zum schutz von gehoelzpflanzen bzw. koniferen und verwendung dieser vorrichtungInfo
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-
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Description
DIPL.-CHEM. JOACHIM DRESSLER PATENTANWALT 5202 HENNEF/SIEG 1 · ALLNER. ZUM WEINGARTEN 11
den 27. Februar 1975 1343/75 Dr/gr
Simon Barth, 5202 Hennef-Sieg 1, Frankfurter Str. 161
"Vorrichtung zum Schutz von Gehölzpflanzen bzw. Koniferen
und Verwendung dieser Vorrichtung"
Junge Gehölzpflanzen, wie sie beispielsweise in Baumschulen und Anpflanzungen zur Begrünung von Seitenstreifen
und Böschungen an Straßen sowie Autobahnen, aber auch in Garten, Parks und im Forst gesetzt werden,
stehen zumindest in den ersten beiden Vegetationsperioden in Konkurrenz mit Gras und Unkraut. Gras und Unkraut
entwickeln sich meist schneller als die jungen Gehölzpflanzen und nehmen den letzteren das Licht, Luft und
Nährstoffe weg. Die Gehölzpflanzen erleiden dadurch zumindest eine Entwicklungsstörung, wenn sie nicht vollständig
absterben und eingehen.
Um diese Risiken für die Gehölzpflanzen und Koniferen in
den ersten Jahren nach dem Anpflanzen wesentlich zu mindern, kann die Anpflanzung regelmäßig von Gras und Unkraut
befreit und dabei gleichzeitig gehackt werden. Da
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diese Arbeiten, insbesondere in größeren Anpflanzungen, einen erheblichen Zeitaufwand fordern, sind chemische
UnkrautbeJcämpfungsmittel entwickelt worden, die Gehölzpflanzen nicht angreifen, dafür aber das Unkraut zum
Absterben bringen. In größeren Mengen angewendet, tragen diese chemischen Mittel jedoch erheblich zur Umweltverschmutzung
bei und gefährden beispielsweise das Grundwasser. Der Einfluß dieser chemischen Mittel auf den Boden
und auf den Stoffwechsel der Gehölzpflanzen ist außerdem noch nicht abschließend untersucht, so daß auch
aus diesem Grund die Anwendung solcher Unkrautvertilgungsmittel problematisch ist.
Weiterhin ist bekannt, Erdbeeranpflanzungen als sogenannte Folienkultur in Schwarzfolie zu pflanzen, da die Erdbeerpflanzen
als Tiefwurzler die Bearbeitung in stehender Kultur schlecht vertragen. Durch die Schwarzfolie
wird die Bodenbearbeitung hier aber erst vermieden, nachdem der Boden mit einem unkrauttötenden Mittel behandelt
ist. Die Folie muß dann auf dem Boden mit einem besonderen Verlegegerät ausgelegt werden, wenn der Boden ausreichende
Feuchtigkeit enthält. Das Auslegen der Folie soll zwei bis vier Wochen vor dem Pflanztermin erfolgen,
damit noch keimendes Unkraut unter der Folie abstirbt und damit keine schädigende Wirkung mehr auf die zu setzenden
Pflanzen ausüben kann.
Auch im Gemüsebau wird Schwarzfolie als Beetabdeckung empfohlen, in die nach einiger Liegezeit Pflanzlöcher für
die dann einzusetzenden Gemüsepflanzen hineingeschnitten werden. Auch hier dient die Folie als Mittel zur Verhinderung
des Unkrautaufwuchses und zum Zurückhalten der Feuchtigkeit im Boden.
Für die Auspflanzung von Bäumen sind bisher sogenannte Baumscheiben verwendet worden, deren Unterseite aus einem
bitumierten Faservlies besteht, das an seiner Oberseite mit einer Kunststoffschicht abgedeckt ist. Diese
Baumscheiben weisen eine mittig angeordnete Öffnung auf, die den Stamm des Baumes umschließen soll. Gegebenenfalls
ist die Baumscheibe noch mit einem radial verlaufenden Schlitz versehen, der das Anlegen der Baumscheibe
an einen bereits angewachsenen Baum ermöglicht. Abgesehen davon, daß diese Baumscheiben auch das Wachstum
des Unkrauts innerhalb der von ihnen bedeckten Fläche unterbinden, zeichnen sich diese Baumscheiben durch ein
relativ zu ihrer Größe hohes Gewicht aus und sind durch ihren Sandwich-Aufbau in der Herstellung technisch äußerst
aufwendig.
Es wurde deshalb nach einfachen Mitteln und Maßnahmen
gesucht, mit denen die vorteilhafte Wirkung der vorbekannten VoacLchtungen auf die Anpflanzung von Gehölzpflanzen
und Koniferen übertragen werden kann, ohne die Nachteile der vorbekannten Vorrichtungen zu übernehmen.
Es wurde eine Vorrichtung zum Schütze von Gehölzpflanzen
gefunden, die aus einer etwa 30 bis 70 cm breiten Folienbahn aus nicht-durchsichtigem, lichtundurchlässigem, dunkelgefärbtem und nicht-porösen Kunststoff mit einer Dicke
von 0,3 bis 0,7 mm besteht.
Die erfindungsgemäß als Vorrichtung einzusetzende Folie soll vorteilhaft aus einem nicht-verwitternden oder nur
sehr langsam verwitternden Kunststoffmaterial bestehen. Besonders geeignet sind beispielsweise Polyolefinfolien,
wie Polyäthylen- oder Polypropylenfolien oder auch PoIy-
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vinylchloridfolien, Polyesterfolien und dergleichen. Diese Folien werden nach gebräuchlichen Verfahren und mit
gebräuchlichen Mitteln in Bahnen von 30 bis 70 cm Breite gefertigt. Selbstverständlich ist es möglich, auch breitere Bahnen zu fertigen und dann in entsprechender Breite zu zerteilen. In den Folien bzw. in deren Ausgangsmaterialien können Füll- und Farbstoffe gleichmäßig verteilt sein. Besonders bewährt haben sich Pigmente, die als Füllstoff in der Folie verbleiben und dieser gleichzeitig ein farbiges Aussehen verleihen. Durch die Farbstoffe bzw. die Pigmente soll die Undurchsichtigkeit, die Lichtundurchlässigkeit und die dunkle Färbung der Folie gewährleistet sein. Mit besonderem Vorteil wird als Füllstoff ein Pigment verwendet, das der Folie eine kräftig grüne Farbe
gibt. Bei allen farbgebenden Zusätzen zu der Folie ist
jedoch darauf zu achten, daß diese Farbzusätze weder aus der Folie megrieren noch durch UV-Bestrahlung eine Veränderung erleiden.
gebräuchlichen Mitteln in Bahnen von 30 bis 70 cm Breite gefertigt. Selbstverständlich ist es möglich, auch breitere Bahnen zu fertigen und dann in entsprechender Breite zu zerteilen. In den Folien bzw. in deren Ausgangsmaterialien können Füll- und Farbstoffe gleichmäßig verteilt sein. Besonders bewährt haben sich Pigmente, die als Füllstoff in der Folie verbleiben und dieser gleichzeitig ein farbiges Aussehen verleihen. Durch die Farbstoffe bzw. die Pigmente soll die Undurchsichtigkeit, die Lichtundurchlässigkeit und die dunkle Färbung der Folie gewährleistet sein. Mit besonderem Vorteil wird als Füllstoff ein Pigment verwendet, das der Folie eine kräftig grüne Farbe
gibt. Bei allen farbgebenden Zusätzen zu der Folie ist
jedoch darauf zu achten, daß diese Farbzusätze weder aus der Folie megrieren noch durch UV-Bestrahlung eine Veränderung erleiden.
Während ihrer Herstellung kann die Folienbahn im Pflanzabstand mit mittig angeordneten Pflanzöffnungen versehen
werden. Diese Pflanzöffnungen können mit für diese Zwecke bekannten gebräuchlichen Vorrichtungen in die Folie eingestanzt
oder eingeschnitten werden. Die Pflanzöffnungen sollen einen Durchmesser von etwa 4 bis 5 cm haben. In
jedem Fall ist es vorteilhaft, die Pflanzöffnungen so groß zu halten, daß ihre Ränder den Stamm der zu setzenden Gehölzpflanze bzw. Konifere noch zu dem Zeitpunkt lose umschließen, zu dem die Folie nach einem vorzugsweise zweibis dreijährigen Aufwuchs der eingesetzten Gehölzpflanze entfernt wird. Vorteilhaft weist der Rand der Pflanzöffnungen in regelmäßigen Abständen radiale Einschnitte auf,
jedem Fall ist es vorteilhaft, die Pflanzöffnungen so groß zu halten, daß ihre Ränder den Stamm der zu setzenden Gehölzpflanze bzw. Konifere noch zu dem Zeitpunkt lose umschließen, zu dem die Folie nach einem vorzugsweise zweibis dreijährigen Aufwuchs der eingesetzten Gehölzpflanze entfernt wird. Vorteilhaft weist der Rand der Pflanzöffnungen in regelmäßigen Abständen radiale Einschnitte auf,
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deren Länge etwa dem Durchmesser einer Pflanzöffnung gleich ist. Am günstigsten werden 6 bis 8 solcher Einschnitte vorgesehen,
zwischen denen Laschen stehenbleiben, die sich im Verlauf des Aufwuchses der eingesetzten Gehölzpflanze an
deren Stamm anlegen und so einen verhältnismäßig dichten Abschluß der Folienbahn gegen diesen Stamm gewährleisten,
ohne den Stamm in seinem Aufwuchs in irgendeiner Weise zu behindern.
Um das Setzen der Gehölzpflanzen in die Pflanzöffnungen der Folienbahn und um das Entfernen der Folienbahn nach
der vorbestimmten Liegezeit zu erleichtern, kann von jeder Pflanzöffnung ein bis zur seitlichen Außenkante der Folienbahn
reichender Schlitz ausgehen. Dieser Schlitz kann in seiner ganzen Länge mit einem Übertritt ausgerüstet
sein, mit dem eine Verbindung mit der anderen Schlitzkante beispielsweise durch einen einfachen Klettverschluß
hergestellt werden kann.
Die gegebenenfalls mit radialen Einschnitten versehenen Pflanzöffnungen und die zur seitlichen K&ienkante reichenden
Schlitze können auch beim oder nach dem Auslegen der Folienbahn am Pflanzort in die Folienbahn eingeschniizt
oder eingestanzt werden. Hierdurch wird eine auf den jeweiligen Pflanzort und dessen besonderen Gegebenheiten
abgestimmte Auswahl des Abstandes der einzelnen Pflanzöffnungen voneinander möglich.
Diesem Zweck können auch Abreißperforationen dienen, die die Folienbahn mittig zwischen den Pflanzöffnungen aufweist
und die senkrecht zur Achse der Folienbahn verlaufen. Diese Abreißperforation wird vorteilhaft schon während
der Herstellung der Folienbahn in an sich bekannter
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Weise in. diese eingestanzt bzw. eingeschnitzt. An diesen
Perforations linien können Einzelstüclce der Folienbahn abgetrennt
werden und zum Setzen von alleinstehenden Gehölzpflanzen ebenso eingesetzt werden, wie die gesamte Folienbahn
für die Reihenanpflanzung von solchen Gehölzpflanzen.
Für die Massenanpflanzung und deren Vorbereitung zum Begrünen großer Geländestücke, Böschungen oder in Baumschulen
können mehrere Folienbahnen auch durch in gleichmäßigen Abständen angeordnete Stege aus Kunststofffolien miteinander
verbunden sein, wobei die Länge des sichtbaren Teils eines solchen Steges dem um eine Folienbahnbreite verminderten
Pflanzabstand zwischen den Reihen betragen soll. Als sichtbarer Teil des Steges wird dabei der Stegteil verstanden,
der nach dem Auslegen der Folienbahn zwischen diesen sichtbar bleibt. Die Stege können schmaler oder ebenso
breit sein, wie die zu verbindenden Folienbahnen. Die Stege werden vorteilhaft mit den Folienbahnen fest, beispielsweise
durch Verkleben oder Verschweißen, verbunden, so daß beim Auslegen der verbundenen Folienbahnen ein gitterartiges
Netz entsteht.
An der Unterseite der Folienbahnen können Düngestoffe, beispielsweie mit einem vorzugsweise wasserlöslichen
Klebstoff, befestigt sein, die auch in kleinen Papieroder Gewebeumhüllungen eingeschlossen sein können.
Um eine sichere Befestigung der Folienbahn auf dem Erdboden zu ermöglichen, können an den seitlichen Rändern
jeder Folienbahn in Abständen zueinander kleinere Löcher angeordnet sein, von denen jedes vorteilhaft mit einem
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Verstärkungsring, vorzugsweise aus Kunststoffolie oder als Metallöse ausgebildet, umgeben ist. Durch diese Löcher
können Holz- oder Metallnägel bzw. Pflöcke in das Erdreich getrieben werden, auf dem die Folienbahn ausgelegt
ist. Auf diese Weise wird die ausgelegte Folienbahn auch bei stärkerem Wind fest am Boden gehalten.
Die Haftung der Folienbahn am Boden kann auch noch dadurch verbessert werden, daß die Folienbahn an ihrer
Auflageseite, mit der sie nach dem Ausbringen auf dem Erdreich aufliegt, mit einer Strukturierung oder mit
Noppen versehen ist, die beim Andrücken der Folie an den Boden in diesen eindringen.
Bei Verwendung der erfindungsgemäßen Vorrichtung wird zunächst der Boden, in den die Gehölzpflanzen eingebracht
werden sollen, in üblicher Weise durch gärtnerische Maßnahmen, wie Bodenbearbeitung, Befreien von Unkraut, Düngen
usw. vorbereitet. Danach wird mit oder vor dem Pflanzen der Gehölzpflanzen die Folienbahn ausgebracht und am Boden
befestigt. Der Folienbahn entsprechend wird auch der gitterähnliche Verbund von mit Stegen verbundenen Folienbahnen
eingesetzt. Hierzu werden die zur Rolle aufgewickelten Folienbahnen vorteilhaft auf eine Achse gesetzt, die
von zwei Unterstützungen, wie beispielsweise von zwei Personen oder von entsprechenden Vorrichtungen eines Auslegegerätes
an ihren Enden erfaßt und entlang der vorgesehenen Pflanzreihe oder Forstriefe geführt. Dabei wird die
Folienbahn so abgewickelt, daß sie auf die Pflanzreihe oder Forstriefe glatt aufgelegt wird. Es besteht beispielsweise
jedoch auch die Möglichkeit, die Folienbahn im Zick-Zack lagenweise zu einem Stapel aufeinanderzulegen
und diesen Stapel an den Beginn einer Pflanzreihe oder am Ende einer bereits ausgelegten Folienbahn abzulegen.
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Von dem so abgelegten Stapel wird dann der ober· Anfang
der ersten Lage entweder von Arbeitskräften oder von einer Vorrichtung ergriffen und entlang der Pflanzreihe gezogen,
so daß Lage für Lage vom Stapel abgezogen wird, bis die letzte Lage erreicht ist und di« Folienbahn in
ihrer ganzen Länge auf der Pflanzreihe aufliegt. Diese Art der Ausbringung der Folienbahn kann jedoch nur angewendet
werden, wenn die Folienbahn vor dem Einpflanzen der Gehölzpflanzen bsw. Koniferen ausgebracht wird.
Beim Ausrollen der Folienbahnen kann die Auspflanzung der Gehölzpflanzen- und Koniferen mit dem Ausbringen der
Folienbahn gleichzeitig erfolgen. Günstiger für die mit der Anwendung der erfindungsgemäßen Vorrichtung angestrebten
Ziele ist es jedoch, die Folienbahn je nach Gras- und Unkrautwuchs so rechtzeitig vor dem Auspflanzen der Gehölzpflanzen
über die Frostriefe bzw. die Pflanzreihe zu decken, daß das Gras- und Unkraut in der Pflanzreihe,
Forstriefe oder in dem Kulturstrelfen vor der Pflanzung
abgestorben ist.
Bei Begrünung von größeren Flächen, wie beispielsweise Straßen- und Autobahnrandstreifen oder -böschungen werden
neben dem Einsetzen von Gehölzpflanzen häufig Gräser und Leguminosen gesät. Beide Anpflanzungen dienen der Befestigung
des meist angeschütteten Bodens und der Erhöhung der zur Verfügung stehenden Grünfläche. In diesen Fällen
ist es besonders vorteilhaft, die Folienbahn vor der Aussaat von Gräsern und Leguminosen auf den zu bepflanzenden
Boden auszubringen, in dem nach dieser Aussaat die Gehölzpflanzen so gepflanzt werden, daß sie durch die Pflanzöffnung
der Folie hindurchragen.
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Es wurde festgestellt, daß bei dieser Ausbringung der erfindungsgemäßen
Vorrichtung die Anwendung von Unkrautvernichtungsmitteln überhaupt nicht notwendig ist, sondern,
daß durch das Ausbringen der Folie die Aufnahme von Feuchtigkeit durch den bedeckten Boden nicht gestört ist. Die
ausgebrachte Folienbahn vermindert zumindest das Verdunsten von Wasser aus dem Boden, der mit der Folienbahn bedeckt
ist. Darüber hinaus sind in kürzester Zeit sämtliche Unkräuter unter der Folienbahn abgestorben und neigen
auch nicht dazu, erneut zu keimen. Durch die unter der Folienbahn vorhandene Feuchtigkeit und Licht- bzw. Sonneneinstrahlung
bildet sich unter leichter Erwärmung des bedeckten Bodens eine sehr gute Bodengare, die eine der wesentlichsten
Voraussetzungen für das gute und gesunde Gedeihen der einzusetzenden Pflanzen ist. Bei der Begrünung
größerer Flächen, in die auch Gräser bzw. Leguminosen eingesät werden, verhindert die Folie, insbesondere wenn
sie vor der Aussaat der Gräser oder Leguminosen ausgebracht wird, eine Konkurrenz zwischen den aufschießenden
Gräsern bzw. Leguminosen und den gesetzten Gehölzpflanzen.
Mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung und deren Anwendung können sich die Gehölzpflanzen völlig frei entwickeln und
werden in ihrer Entwicklung von Unkräutern in keiner Weise gestört.
Nachdem die Anpflanzung der Gehölzfρlanzen unter Verwendung
der erfindungsgemäßen Vorrichtung erfolgt ist, muß die Folienbahn in irgendeiner Form mit dem Erdreich mechanisch
verbunden werden. Wenn auch die Folienbahnen genügend Eigengewicht haben, um bei niederen Windgeschwindigkeiten
ihren Platz nicht zu verlassen, so kann ein stärkerer Wind doch unter die Folienbahn greifen und sie
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wegwehen. Vorteilhaft werden zum Befestigen der Folienbahnen lange Holz- oder Metallnägel mit einem Breit— oder
Widerhakenkopf verwendet, die in den seitlichen Randzonen durch die Folienbahn geschlagen werden. Hierzu können
gunstigerwa.se an den seitlichen Rändern der Folienbahnen
entsprechende Löcher vorgesehen sein, deren Ränder auch verstärkt sein können.
Der wesentliche technische Vorteil der erfindungsgemäßen Vorrichtung liegt wohl in der Tatsache, daß die Wartungsarbeiten an Neuanpflanzungen für die ersten drei Jahre
sehr stark eingeschränkt werden können, da ein Unkautauf— wuchs, der unter Umständen die Entwicklung der Gehölzpflanzen
und Koniferen stören könnte, völlig ausgeschlossen ist. Nach dem Verlauf von einigen, vorzugsweise zwei bis
fünf, Jahren sind die meisten Gehölzpflanzen bzw. Koniferen so kräftig und widerstandsfähig entwickelt, daß sie die
Konkurrenz der Gräser und Unkräuter nicht mehr zu fürchten brauchen. Aus diesem Grunde ist es vorteilhaft, die Riie
zu diesem Zeitpunkt zu entfernen.
Die Entwicklung der Jungpflanzen kann selbstverständlich noch dadurch gefördert werden, daß der Unterseite der auszubringenden
Folie noch Düngestoffe befestigt sind, die durch die Bodenfeuchtigkeit langsam aufgelöst und in den
Boden hineingetragen werden. Hier stehen sie den aufwachsenden Pflanzen zur Verfügung und können so zur Stärkung
des Aufwuchses dieser Pflanzen beitragen.-
Mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist es nunmehr möglich,
auch größere Anpflanzungen von Gehölzpflanzen oder Koniferen ohne Schwierigkeiten mit einem relativ geringen
Personalaufwand in sehr kurzer Zeit durchzuführen. Die
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aufwachsenden Gehölze bzw. Koniferen werden dabei von konkurrierenden Unkräutern und Gräsern in ihrer Entwicklung
nicht gestört, so daß sie ohne Schwierigkeiten zu kräftigen Gehölzen bzw. Koniferen heranwachsen können,
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Claims (12)
1.) Vorrichtung zum Schutz von Gehölzpflanzen bzw. Koniferen
bestehend aus einer etwa 30 bis 70 cm breiten Folienbahn, aus nicht durchsichtigem, lichtundurchlässigem,
dunkelgefärbtem und nicht-porösen Kunststoff mit einer Dicke von 0,3 bis 0,7 mm.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Folienbahn im Pflanzabstand mittig angeordnete
Pflanzöffnungen aufweist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Rand der Pflanzöffnungen in regelmäßigen Abständen
radiale Einschnitte aufweist, deren Länge etwa dem Durchmesser eines Pflanzloches gleich ist.
4. Vorrichtung nach Ansprüchen 2 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß von jeder Pflanzöffnung ein bis zur seitlichen
Außenkante der Folienbahn reichender Schlitz ausgeht.
5. Vorrichtung nach Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Folienbahn mittig zwischen den Pflanzöffnungen
Abreißperforationen aufweist, die senkrecht zur Achse der Folienbahn verlaufen.
6. Vorrichtung nach Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere Folienbahnen durch in gleichmässigen
Abständen angeordnete Stege aus Kunststoffolie miteinander verbunden sind, wobei die Länge des sichtbaren
Teils eines jeden Stegs dem um eine Folienbahnbreite verminderten Pflanzabstand gleich ist.
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7. Vorrichtung nach Ansprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Folie auf ihrer Unterseite befestigte
Düngestoffe aufweist.
8. Vorrichtung nach Ansprüchen 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß an den seitlichen Rändern der Folienbahnen
in Abständen zueinander kleinere Löcher angeordnet sind.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß jedes dieser Löcher mit einem Verstärkungsring
umgeben ist.
10. Vorrichtung nach Ansprüchen 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet,
daß die Folienbahn an ihrer Auflageseite mit einer Strukturierung oder mit Noppen versehen ist.
11. Verwendung der Vorrichtung nach Ansprüchen 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Folienbahn gleichzeitig
mit oder vor dem Auspflanzen der Gehölzpflanzen bzw. Koniferen ausgebracht und am Boden befestigt wird.
12. Verwendung der Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Folienbahn vor der Aussaat von
Gräsern bzw. Leguminosen auf dem zu bepflanzenden Boden ausgebracht wird, in den nach dieser Aussaat die
Gehölzpflanzen bzw. Koniferen durch die Pflanzöffnungen der Folienbahn ragend eingesetzt werden.
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Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19752509307 DE2509307A1 (de) | 1975-03-04 | 1975-03-04 | Vorrichtung zum schutz von gehoelzpflanzen bzw. koniferen und verwendung dieser vorrichtung |
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| DE19752509307 DE2509307A1 (de) | 1975-03-04 | 1975-03-04 | Vorrichtung zum schutz von gehoelzpflanzen bzw. koniferen und verwendung dieser vorrichtung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2509307A1 true DE2509307A1 (de) | 1976-09-16 |
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ID=5940399
Family Applications (1)
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| DE19752509307 Pending DE2509307A1 (de) | 1975-03-04 | 1975-03-04 | Vorrichtung zum schutz von gehoelzpflanzen bzw. koniferen und verwendung dieser vorrichtung |
Country Status (1)
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|---|---|
| DE (1) | DE2509307A1 (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
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1975
- 1975-03-04 DE DE19752509307 patent/DE2509307A1/de active Pending
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2568447A1 (fr) * | 1984-08-02 | 1986-02-07 | Hazeman Alain | Feuilles de forcage en matiere plastique predecoupees pour varietes legumieres et florales. |
| DE19818740A1 (de) * | 1998-04-27 | 1999-11-04 | Joachim Boesch | Vegetationshemmende Bodenauflage |
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