DE2508744C3 - Vorrichtung zum Zentrieren eines Schiffes im Dock - Google Patents
Vorrichtung zum Zentrieren eines Schiffes im DockInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Zentrieren eines Schiffes im Dock, bei welcher an den
Dockseiten befestigte und um diese senkrechte Achse gegen das Schiff schwenkbare Zentrierteile vorgesehen
sind.
Es ist ein an einer Schmalseite offenes Dockschiff zum Einführen von zu dockenden Schiffen bekannt, bei
welchem in den Seitenwandungen des Docks aus diesen Wandungen um eine senkrechte Achse verschwenkbare
Klappen vorgesehen sind, die den Zweck haben, eine unerwünschte Hin- und Herbewegung des das eingedockte
Schiff umgebenden Wassers zu vermindern. Diese Klappen legen sich in einem vergleichsweise
spitzen Winkel an das eingedockte Schiff an (FR-PS 5 56 629).
Es ist außerdem eine Vorrichtung zum Zentrieren eines Schiffes im Dock bekannt, die im wesentlichen aus
einer Mehrzahl von fest auf dem Dock installierten Spills besteht, mit denen über Stahldrahtseile das
einzudockende Schiff quer bewegt wird, bis es mittig zum Dock liegt.
Große Schiffe, insbesondere große Containerschiffe, ragen mit ihren hohen Seitenwänden weit über die
Höhe der Dockseiten, auf denen die Spills aufgestellt sind, hinaus. Die hierdurch entstehende vergleichsweise
steile Schräglage der Seile macht ein Querverziehen der Schiffe insbesondere bei Seitenwind sehr schwierig, da
die Kräfte in den Seilen sehr groß werden.
Ferner ist eine Puffervorrichtung für sich in einer Mooring-Lage befindliche Schiffe bekannt, bei welcher
zusätzlich bei Entladen des einen Schiffes und Beladen des anderen Schiffes dafür Sorge getragen wird, daß
keine unerwünschten Kräfte in senkrechter Richtung auftreten. Zu diesem Zweck ist eines der Schiffe mit
einem in senkrechter Richtung verstellbaren Rahmen versehen, durch welchen die Puffereinrichtung in eine
Lage unmittelbar oberhalb des Wasserspiegels gebracht werden kann. Der eigentliche Puffer besteht aus einem
in dem Rahmen um eine waagerechte Achse schwenkbar gelagerten einen Rollenfender tragenden Winkelhebel
dessen zweites Ende mit einem Stoßdämpfer verbunden ist (US-PS 35 85 959).
Es sind auch schon Lenkrollenverbindungen zwischen Rollenfendern und deren Steuerarmen bekannt (siehe
US-PS30 84 517).
Die der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe besteht darin, eine in den Seitenwandungen eines Docks ein-
und ausfahrbare Zentriervorrichtung zu schaffen, bei welcher eine besonders vorteilhafte Verteilung der auf
die Mehrzahl von Zentriervorrichtungen ausgeübten Kräfte beim Zentriervorgang erreicht wird und
weiterhin erreicht wird, daß jede Zentriervorrichtung praktisch stets in senkrechter Richtung zu der mittleren
Längsachse des Schiffes an der Schiffswand angreift.
Zur Lösung dieser Aufgabe wird gemäß der Erfindung vorgeschlagen, daß jedes der Zentrierteile
aus einem Armparallelogramim mit einem Stützarm und zwei am Dock ortsfest gelagerten Schwenkarmen
besteht, deren freie Enden mit dem Stützarm schwenkbar verbunden sind.
Nach einer vorteilhaften weiteren Ausführungsform der Erfindung sind die der Dockseite zugewandten
Schwenkarme etwa rnittig mit je einem schwenkbar gelagerten Hydraulik-Kolbenzylinder schwenkbar verbunden.
Nach einer weiteren günstigen Ausführungsform der Erfindung weist das Ende des am Schiff angreifenden
Stützarms einen Ro!lenfende:r mit Doppelrollen auf und
es können dabei die Rollenfender am Stützarm um eine waagerechte Achse drehbar gelagert sein.
Die Erfindung wird anhand eines durch Zeichnungen erläuterten Ausführungsbeispiels beschrieben.
Die Zeichnungen stellen ein Ausführungsbeispiel und ein Anordnungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes
dar.
F i g. I zeigt ein Schwimmdock in Draufsicht mit der Anordnung von vier Zentriervorrichtungen,
F i g. 2 zeigt einen Querschnitt durch das in F i g. 1 gezeigte Dock in der abgesenkten Lage mit der
Anordnung zweier Zentriervorrichtungen,
Fig.3 zeigt einen senkrechten Querschnitt durch
einen Teil der Dockseitenwandung mit einem Teil eines eingedockten Schiffes und einer Zentriervorrichtung,
F i g. 4 zeigt eine Draufsicht entsprechend der F i g. 3 mit einer Draufsicht auf die 2Ientriervorrichtung.
Das in den F i g. 1 und 2 dargestellte Schwimmdock besteht in bekannter Weise aus zwei Seitenteilen 5 und
einem Bodenteil 6. Ein solches Schwimmdock kann in bekannter Weise geflutet und gelenzt werden.
Mit 7 (F i g. 2) ist allgemein ein Schiff bezeichnet, das in das Dock 5, 6 in der in F i g. 1 durch Pfeil 8
dargestellten Richtung einfahrbar ist.
Wie aus F i g. 1 ersichtlich ist, ist in jedem Seitenponton 5 paarweise einander gegenüberliegend
eine allgemein mit 9 bezeichnete Zentriervorrichtung für das Schiff in einer dafür vorgesehenen Nische 10 in
der Dockseitenwand angeordnet.
Jeder der in Fig. 1 dargestellten Zentriervorrichtungen 9 besteht aus einem Schwenkarm 11, der bei 12 in
die Nische 10 um eine senkrechte Achse schwenkbar gelagert ist. Der Schwenkarm 11 weist einen Ansatz 13
auf, an dessen Ende bei 14 ein Antrieb z. B. in der Form eines Hydraulik-Kolbenzylinders 15 schwenkbar gelagert
ist, der seinerseits be:i 16 in der Wandung des Hohlraumes 10 schwenkbar gelagert ist. Der Schwenkarm
11 ist an seinem freiem Ende bei 17 mit einem Stützarm 18 schwenkbar verbunden, und mit diesem
Stützarm 18 ist an der Stelle 19 ein (strichpunktiert
wiedergegebener) Schwenkarm 20 gelagert, der an seinem gegenüberliegenden Ende bei 2i in die Nische 10
schwenkbar gelagert ist. Der Abstand zwischen den Schwenkpunkten 17 und 19 der Schwenkarme U und 20
ist gleich dem Abstand der Schwenkpunkte 12 und 21, so daß die Schwenkarme 11 und 20 ein Armparallelogramm
bilden. Durch diese Ausbildung des Armparallelogramms wird erreicht, daß der Stützarm 18 sich beim
Verschwenken des vorgenannten Armparallelogramms stets in der gleichen Richtung bewegt. Der Stützarm 18
ist an seinem freien Ende mit einem Rollenfender 22 versehen, der mit dem Stützarm 18 um eine waagerechte
Achse verschwenkbar und gewünschtenfalls universell drehbar ist.
Bei Betätigung des Hydraulik-Kolbenzylinders 15 verschwenkt sich das Armparallelog-ammpaar U, 20
und damit bewegt sich der Stützarm 18 mit dem Rollenfender 22 aus der Nische 10 heraus und kann sich
mit seinem Rollenpaar gegen die Seitenwand eines Schiffes legen und dem Schiff die gewünschten
Querbewegungen bis zur zentrischen Lage des Schiffes 7 im Dock erteilen. Durch diese Ausführung wird
erreicht, daß sich die Rollenfender 22 gegebenenfalls unter entgegengesetzter Drehrichtung zueinander und
selbsttätig auf ihre optimale Richtung in bezug auf im Zentrierbereich vorkommende Schrägebenen der
Schiffsseitenwand und/oder in bezug auf d'\e Bewegungsrichtung der Schiffsaußenhaut längs des Docks
(restlicher Einfahrvorgang) und vertikal zum Dock (beim Lenzen des Docks, bis das Schiff an den
Dockpallen aufliegt) einstellen können.
Der Antrieb für die Zentriervorrichtung 9 int vorzugsweise eine Hydrauhk-Kolben-Zylinder-Anordnung,
die von einem mit 23 bezeichneten Pumpenaggregat aus betätigt wird, das vor oder hinter der Nische 10
im wasserdichten Teil des Docks untergebracht ist.
Die manuelle Steuerung der vier Hydraulikkolben-Zylinder-Anordnungen
ist zentral im Dockführerhaus vorgesehen, so daß die Bedienung der Zentriervorrichtungen
durch nur einen Mann möglich ist. Dazu ist die außermittige Lage des Schiffes im Dock sowie die gegen
die Schiffsseite wirkende Zentrierkraft Für jeden Schwenkarm mittels je zweier Anzeigegeräte beim
Zentral-Steuerstand ablesbar.
Die praktische maximale Zentrierkraft kann unter Berücksichtigung der zu erwartenden Dockungsverhällnisse
gewählt und mittels entsprechender Einstellung eines an sich bekannten Öldruck-Rücklaufs (Überlastsicherung)
in der Hydraulik festgelegt werden. Die so eingestellten Hydrauliksysteme bewirken damit eine
Federung (d. h. Energievernichtung) zwischen Dockseiten und Schiff beim »Gegen-Zentrieren« sowie auch im
Falle von querschiffsgerichteten Windböen, wodurch Eindruck-Beulen in der Außenhaut des einzudockenden
Schiffes vermieden werden.
Versuche haben ergeben, daß es durch geeignete Wahl des Abstandes der Anlenkpunkte voneinander,
der Länge der Schwenkarme und des Angriffspunktes des hydraulischen Antriebs möglich ist, daß bei
verschiedenen Schwenkwinkeln der Arme die gleichen Kräfte von dem Steuerarm ausgeübt werden. Das
gleiche gilt für den Hydraulikantrieb.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (4)
1. Vorrichtung zum Zentrieren eines Schiffes im Dock, bei welcher an den Dockseiten befestigte und
um eine senkrechte Achse gegen das Schiff schwenkbare Zentrierteile vorgesehen sind, dadurch
gekennzeichnet, daß jedes der Zentrierteile aus einem Armparallelogramm mit einem Stützarm (18) und zwei am Dock ortsfest
gelagerten Schwenkarmen (11, 20) besteht, deren freie Enden (17, 19) mit dem Stützarm (18)
schwenkbar verbunden sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die der Dockseite zugewandten
Schwenkarme (11) etwa mittig mit je einem schwenkbar gelagerten Hydraulik-Kolbenzylinder
(15) schwenkbar verbunden sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Ende des am Schiff
angreifenden Stützarms (18) einen Rollenfender (22) mit Doppelrollen aufweist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Rollenfender (22) am Stützarm (18)
um eine waagerechte Achse drehbar gelagert sind.
25
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19752508744 DE2508744C3 (de) | 1975-02-28 | Vorrichtung zum Zentrieren eines Schiffes im Dock |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19752508744 DE2508744C3 (de) | 1975-02-28 | Vorrichtung zum Zentrieren eines Schiffes im Dock |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2508744A1 DE2508744A1 (de) | 1976-09-09 |
| DE2508744B2 DE2508744B2 (de) | 1977-03-03 |
| DE2508744C3 true DE2508744C3 (de) | 1977-10-20 |
Family
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