DE250867C - - Google Patents
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- DE250867C DE250867C DENDAT250867D DE250867DC DE250867C DE 250867 C DE250867 C DE 250867C DE NDAT250867 D DENDAT250867 D DE NDAT250867D DE 250867D C DE250867D C DE 250867DC DE 250867 C DE250867 C DE 250867C
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Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F23—COMBUSTION APPARATUS; COMBUSTION PROCESSES
- F23Q—IGNITION; EXTINGUISHING-DEVICES
- F23Q21/00—Devices for effecting ignition from a remote location
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Combustion & Propulsion (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Switches Operated By Changes In Physical Conditions (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 250867 KLASSE Ad, GRUPPE
in BERLIN.
Die Erfindung betrifft ein Schaltwerk, insbesondere für mit Preßgas oder Preßluft betriebene
Fernzünder, bei welchem die Vorderseite der einen von zwei verschieden stark belasteten Membranen mit der Rückseite der
anderen durch einen Umgangskanal verbunden ist. Während bei einem bekannten Schaltwerk
dieser Art der Umgangskanal mit der Zuleitung unmittelbar in Verbindung steht
ίο und dadurch das mit der schwächer belasteten
Membran verbundene Ventil geschlossen gehalten wird, das sich nur bei einer Druckverminderung
unter die normale Druckhöhe öffnet, ist die Wirkungsweise bei dem Schaltwerk nach der Erfindung eine wesentlich
andere. Sie besteht darin, daß die schwächer belastete (Betriebs-) Membran beiderseits mit
dem gleichen Druck belastet wird, wenn die stärker belastete (Druckwellen-) Membran beim
Anheben durch eine Druckwelle die öffnung des Umgangskanals freigibt. Dies ist dadurch
erreicht, daß die mit der Zuleitung in Verbindung stehende Seite der stärker belasteten
Membran auch die öffnung des Umgangskanals abschließt.
In der Zeichnung sind mehrere Ausführungsformen der Vorrichtung dargestellt.
Fig. ι zeigt den Querschnitt eines Schaltwerks
in Ruhestellung,
Fig. 2 den Grundriß zu Fig. 1,
■ ■ . Fig. 3 das Schaltwerk in Arbeitsstellung,
■ Fig. 4 den zu Fig. 3 um 90 ° versetzten Querschnitt;
■ ■ . Fig. 3 das Schaltwerk in Arbeitsstellung,
■ Fig. 4 den zu Fig. 3 um 90 ° versetzten Querschnitt;
Fig. 5 bis 7 sind Querschnitte einer anderen Ausführungsform,·
Fig. 8 und 9 zeigen Schnitte dieser Ausführungsform in Verbindung mit einem Umschalter
;
Fig. 10 bis 13 sowie
Fig. 14 und 15 zeigen je eine weitere Ausführungsform.
Der Durchgang vom Eingangsstutzen 1 zum Ausgangsstutzen 2 wird in der Ruhestellung
(Fig. 1) durch eine Membran 3 unterbrochen, welche durch eine Feder 7 gegen die Ventilflächen
5 angedrückt wird. Der Druck der Feder 7 ist so gewählt, daß die Membran 3 durch den Betriebsdruck der bei 1 eintretenden
Luft oder des Gases von dem Ventilsitz 5 abgehoben wird (Fig. 3) und infolgedessen Luft
oder Gas zum Ausgang 2 gelangen kann.
Wird der Betriebsdruck erhöht, so wird auch die unter dem Druck der Feder 8 stehende
Membran 4 von dem Ventilsitz 6 abgehoben (Fig. 4), und die Luft gelangt nunmehr durch
einen Umleitungskanal 11 auf die Rückseite der Membran 3. Da auf diese Weise die
Membran 3 auf beiden Seiten unter dem gleichen Luftdruck steht, kommt die Feder 7
zur Wirkung, indem sie die Membran 3 gegen die Ventilsitze 5 (Fig. 4) drückt und den Luftdurchgang
nach dem Ausgangsstutzen 2 absperrt. Wird später der höhere Druck wieder vollständig herabgemindert, so kehrt auch die
Membran 4 in ihre Ruhelage zurück, und das Spiel kann von neuem beginnen.
In Fig. 5, 6 und 7 ist eine Ausführungsform dargestellt, welche sich von der soeben
beschriebenen nur durch die besondere Ausbildung des Ventilsitzes 6 unterscheidet. In
der Ruhestellung ist die Druckfläche der Druckwellenmembran 4 kleiner als in der Arbeitsstellung,
und es ist daher zur Steuerung des Schaltwerkes nur ein \Orübergehend erhöhter
Betriebsdruck erforderlich. Bei Niederdruck schließt die Betriebsdruckmembran 3 unter
Einwirkung des Druckes der Feder 7 den Durchtritt nach dem Ausgang 2 ab. Durch
Einwirkung des Betriebsdruckes wird die Membran 3 von ihrem Sitz abgehoben und der
Durchtritt zum Ausgang 2 freigegeben (Fig. 6). Wird eine den Betriebsdruck übersteigende
Druckwelle gegeben, so wird auch die Druckwellenmembran 4 von ihrem Sitz abgehoben,
so daß durch den Umgangskanal 11 der Luftdruck auf die Gegenseite der Betriebsdruckmembran
3 gelangt, welche infolge des beiderseitigen Luftdruckes, der Einwirkung der Feder 7 folgend, gegen ihren Ventilsitz 5 gedrückt
wird und den Luftdurchgang schließt (Fig. 7). Bei Rückgang der Druckwelle auf den normalen Betriebsdruck bleibt aber die
Membran 4 in ihrer geöffneten Stellung stehen, weil durch die Vergrößerung der Druckfläche,
welche mit Anheben der Membran 4 eintritt, der von unten auf diese wirkende Gesamtdruck
die Feder 8 zu überwinden vermag. Trotz des Rückganges der Druckwelle auf den normalen Betriebsdruck bleibt daher der
Durchgang durch das Schaltwerk gesperrt.
Erst wenn der Druck im Leitungsnetz unter den Betriebsdruck heruntergesetzt wird, kommt
auch die Membran 4 in ihre Ruhestellung zurück.
Die Ausführungsform gemäß Fig. 5 bis 7 gestattet beispielsweise die Anwendung auf eine
Beleuchtungsanlage, bei welcher die Lampen in bekannter Weise mit Preßluft betrieben
werden. Bisher wurden bei einer solchen Anlage einfache Schalter verwendet, durch welche
beim Anstellen des Betriebsdruckes im Leitungsnetz das öffnen und beim Abstellen des
Betriebsdruckes das Schließen des Gaszuganges zu den Lampen geschah. Wollte man um Mitternacht eine Lampe um die andere
löschen, so mußte dies durch Betätigung jedes Lampenhahnes von Hand geschehen. Bei
Anwendung des Schalters gemäß Fig. 5 bis 7 kann eine Lampe um die andere von der
Betriebszentrale ausgeschaltet werden, wenn die Luftzuleitung zu denjenigen Lampen,
welche um Mitternacht gelöscht werden sollen, mit dem in Fig. 5 bis 7 dargestellten Schaltwerk
ausgerüstet werden. Dabei sind sämtliche Lampen, also auch diejenigen, welche nicht
gelöscht werden sollen, mit einem der üblichen Schalter versehen, welcher bei Zutritt des
Betriebsdruckes in die Luftleitung den Gaszufluß öffnet und bei Nachlassen des Druckes
in der Luftleitung den Gaszufluß schließt.
Das Schaltwerk nach der Erfindung kann in der vom Hauptrohr zur Lampe führenden
Abzweigleitung vor dem üblichen Umschalter angebracht sein oder mit diesem aus einem
Stück bestehen, wie beispielsweise die Fig.'8 und 9. zeigen. Bei dieser Ausführungsform
ist die Membran 3 mit einem Stift 14 versehen, welcher gegen das die Gasleitung abschließende
Ventil 15 stoßen kann. Fig. 8 zeigt die Einrichtung in Ruhestellung. Wird
der Luftdruck im Leitungsnetz auf den Betriebsdruck erhöht, so hebt die bei 1 eintretende
Luft die Membran 3 von dem Sitz 5 ab und gelangt nach dem Ausgang 2, welcher mit der Luftleitung der Lampe verbunden ist.
Gleichzeitig wird bei Bewegung' der Membran 3 der Stift 14 gegen das Ventil 15 gedrückt,
so daß das bei 12 eintretende Gas nach dem an die Lampe angeschlossenen Ausgang 13 gelangen
kann (Fig. 9).
Wird nun eine Druckwelle gegeben, so wird die Membran 4 von ihrem Sitz abgehoben und
durch den Umgangskanal 11 die Luft auf die Rückseite der Membran 3 geführt. Die von
beiden Seiten vom Luftdruck getroffene Membran 3 geht auf ihren Sitz 5 zurück und
schließt damit den Luftzugang zur Lampe. Mit der Rückbewegung der Membran 3 wird
auch der Stift 14 wieder frei und dadurch dem Gasventil 15 die Möglichkeit gegeben,
unter Einwirkung der Feder 16 auf seinen Sitz zurückzugehen und den Gasdurchgang
nach der Lampe abzusperren.
Durch die Einrichtung der Fig. 8 und 9 wird erreicht, daß die Membran, die sonst in
dem üblichen Umschalter vorhanden ist, erspart wird, so daß die ganze Einrichtung
statt sonst drei nur zwei Membranen erfordert.
In Fig. 10 bis 13 ist eine Ausführüngsform
dargestellt, bei welcher der auf der Rückseite der Membran 3 befindliche Raum nicht unmittelbar
mit der freien Luft, sondern durch einen Kanal 17 mit der Rückseite der anderen
Membran 4 verbunden ist, wobei der Kanal 17 durch ein mit der anderen Membran 4
gekuppeltes Ventil geschlossen werden kann.
Bei Niederdruck liegen beide Membranen 3 und 4 auf ihren Sitzen auf (Fig. 10). Bei
Eintritt des Betriebsdruckes wird in schon beschriebener Weise die Membran 3 von ihrem
Sitz abgehoben und der Gasdurchtritt nach 2 ermöglicht. Der Raum auf der Rückseite
der Membran 3 steht durch einen Kanal 17 mit dem Raum auf der Rückseite der anderen
Membran 4 in Verbindung, so daß, wenn die Membran 3 abgehoben wird, die auf ihrer
Rückseite befindliche Luft entweichen kann
(Fig. 12). Bei Eintritt der Druckwelle wird die Membran 4 angehoben und damit auch
das mit ihr gekuppelte Ventil 18 geschlossen, so daß das gleichzeitig durch den Umgangskanal
11 auf die Rückseite der Membran 3 gelangende Gas nicht auch auf die Rückseite
der Membran 4 treten und nicht entweichen kann (Fig. 13). Nach Abstellen der Druckwelle
bleibt die Membran 4 in angehobener Stellung und damit das Ventil 18 geschlossen.
Erst wenn der Betriebsdruck abgestellt wird und die Membran 4 den Gaszutritt zum Umgangskanal
11 abgeschlossen hat, wird das Ventil 18 freigegeben und die Rückseite der
Membran 3 mit der Außenluft in Verbindunng gesetzt.
Dieses für Preßgas oder andere unter höheren Druck gesetzte Gase gedachte Schaltwerk
bedingt bei Verwendung von Lampen, sobald eine Lampe um die andere gelöscht werden
soll, während die benachbarten brennen bleiben, einen gebräuchlichen Umschalter in ähnlicher Weise, wie es bereits für die Preßluftlampen
beschrieben wurde. Die neue Einrichtung kann auch gleichzeitig mit einem solchen Umschalter vereinigt sein, wie es beispielsweise
in Fig. 14 und 15 dargestellt ist. Die Membrankammern sind in ähnlicher Weise
wie bei Fig. 10—13 durch die Kanäle 11 und
17 miteinander verbunden.
In der Ruhestellung gelangt das bei 1 eintretende Niederdruckgas durch Kanal 19, 17
und 22 zur Zündflammenleitung. Bei allmählicher Erhöhung des Gasdruckes auf den Betriebsdruck
wird die Membran 3 angehoben und dadurch dem Gas der Durchgang nach der bei 2 angeschlossenen Lampe gestattet,
während die Membran 4 durch das Gewicht 8 so belastet ist, daß sie durch den üblichen
Betriebsdruck nicht angehoben wird. Gleichzeitig gelangt das Gas durch den Kanal 19
in den Raum 25 und von diesem durch die Kanäle 17 und 22 zu der an den letzteren
angeschlossenen Zündflammenleitung. Sobald der volle Betriebsdruck erreicht ist und das
Gewicht 7 die höchste Stellung eingenommen hat, wird durch den Stift 20 der Zugang vom
Kanal 19 abgeschlossen.
Wird eine den Betriebsdruck übersteigende Druckwelle gegeben, so wird die Membran 4
abgehoben und dadurch der Zugang zu dem Kanal 11 frei. Durch diesen Kanal 11 gelangt
das Gas über die Membran 3, welche infolge des beiderseitigen Druckausgleiches aitf ihren Sitz zurücksinkt. Gleichzeitig wird
beim Anheben der Membran 4 das Ventil 24 geschlossen und dadurch das Abfließen des
Gases in den über der Membran 4 liegenden Raum verhindert. Durch eine Drosselschraube
wird der Druck des nach dem Kanal 22 strömenden Gases so weit gemindert, daß ein
schädlicher Rückdruck auf die Membran 4 nicht möglich ist. Beim Rückgang der Druckwelle
auf den Betriebsdruck bleiben beide Membranen in den Stellungen, welche sie soeben
-eingenommen hatten, da auf der Membran 3 beiderseits gleicher Druck lagert, die
Membran 4 aber infolge der beim Anhub erfolgenden Flächenvergrößerung durch das Gewicht
8 nicht zurückgedrückt werden kann. Erst wenn der Betriebsdruck abgestellt wird
und Niederdruck eintritt, sinkt die Membran 4 auf ihren Sitz zurück und läßt das durch den
Kanal 17 fließende Gas durch das geöffnete Ventil 24, die Öffnung 23 zum Kanal 22 und
in die angeschlossene Zündflammenleitung strömen.
In ihren Einzelheiten können die dargestellten Ausführungsformen bauliche Abänderungen
erfahren, ohne daß an dem Wesen der Erfindung etwas geändert wird.
Claims (3)
1. Schaltwerk, insbesondere für mit Preßgas oder Preßluft betriebene Fernzünder,
bei welchem die Vorderseite der einen von zwei verschieden stark belasteten Membranen mit der Rückseite
der anderen durch einen Umgangskanal verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, daß die schwächer belastete (Betriebs-)
Membran beiderseits mit dem gleichen Druck belastet wird, wenn die stärker belastete
(Druckwellen-) Membran beim Anheben durch eine Druckwelle die öffnung
des Umgangskanals freigibt.
2. Ausführungsform des Schaltwerkes nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die mit der Zuleitung in Verbindung stehende Seite der stärker belasteten Mem-
. bran zugleich die öffnung des Umgangskanals abschließt.
3. Ausführungsform des Schaltwerkes nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die stärker belastete Membran mit einem Ventil (18) verbunden ist,
welches bei angehobener Membran einen die Rückseite der beiden Membranen verbindenden
Kanal (17) sperrt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE250867C true DE250867C (de) |
Family
ID=509356
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT250867D Active DE250867C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE250867C (de) |
-
0
- DE DENDAT250867D patent/DE250867C/de active Active
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