DE2508168B2 - Auswerfeinrichtung an einer automatischen Mehrstufenpresse zur Kalt- und Warmmassivumformung - Google Patents
Auswerfeinrichtung an einer automatischen Mehrstufenpresse zur Kalt- und WarmmassivumformungInfo
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
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- B21J13/08—Accessories for handling work or tools
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Description
Die Erfindung betrifft eine Auswerfeinrichtung zum matrizenseitigen Auswerfen eines Preßlings an einer
automatischen Mehrstufenpresse zur Kalt- und Warmmassivumformung mit einem periodisch hin- und
hergehend angetriebenen Pressenschlitten, einem an demselben angeordneten Stempel und einer ortsfest am
Pressenrahmen befestigten, koaxial zum Stempel angeordneten Matrize, sowie einem am Pressenschliiten
starr befestigten, zur Führung desselben dienenden Führungsarm, der unterhalb des Stempels und der
Matrize verläuft. Bei einer in der DE-PS 10 59 268 beschriebenen Auswerfeinrichtung für eine Mehrstufenpresse
ist neben dem Pressen- bzw. Stempelschlitten ein zusätzlicher gegenläufig zum Stempelschlitten angetriebener
Steuerschlitten mit zugeordneten Antriebsübertragungsorganen vorgesehen. Dieser Steuerschlitten
dient zur Betätigung eines Steuerorganes, das um eine ortsfest im Pressenrahmen gelagerte Drehachse verschwenkbar
ist und zur Betätigung bzw. zum Antrieb einer Auswerferstange dient.
Es ist weiterhin bekannt, die Führung des Pressenschlittens einer Mehrstufenpresse durch einen sogenannten
Überarm zu gewährleisten, der die Kurbelwelle und den Pleuelzapfen übergreift und somit sowohl vor
als auch hinter der Kurbelwelle gleitend geführt ist. Bei dieser Ausführungsform ist für den matrizenseitigen
Auswerfer ein separater Antrieb vorgesehen. Dieser Antrieb erfordert die Anordnung einer rotierenden, mit
einer Steuerkurve versehenen Welle. Kin weiterer Nachteil dieser bekannten konstruktion liegt darin, daß
die Auswerfbewegung matri/.enseitig nicht direkt von der Stempelbewegung abgeleitet ist, dieser aber doch
entsprechen sollte, da sonst zum Halten relativ kurzer Preßteile lange Haltestifte erforderlich sind, und die
Anordnung stempelseitiger, gefederter Haltestifte ist aufgrund des relativ langen Hubes nicht möglich.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Auswerfeinrichtung zum matrizenseitigen Auswerfen
eines Preßlings an einer automatischen Mehrstufenpresse so zu gestalten, daß für den Auswerfvorgang auf ein
zusätzliches Antriebsübertragungssystem verzichtet
ίο werden kann, um die Gesamtkonstrukticn einer
Mehrstufenpresse und insbesondere der Auswerfeinrichtung zu vereinfachen und damit auch die Störanfälligkeit
des Auswerfmechanismus herabzusetzen.
Erfindungsgemäß ist diese Aufgabe dadurch gelöst, daß am Ende des Führungsarmes, etwa im Bereich des
freien Endes der Auswerferstange, ein Steuerorgan in Form eines schwenkbar gelagerten Winkelhebels zur
periodischen Betätigung des matrizenseitigen Auswerfers angeordnet ist, wobei der eine mit einer Laufrolle
versehene Arm des Winkelhebels mit einer ortsfest am Pressenrahmen angeordneten Steuerkurve zusammenwirkt
und der andere Arm des Winkelhebels einen in der Auswerfstellung koaxial zum Auswerfer liegenden
Schlagbolzen trägt und am Winkelhebel ein unter Federdruck stehender Schwenkbolzen angreift, dessen
eines Ende am Winkelhebel angelenkt und dessen anderes Ende in einer auf dem Führungsarm angeordneten
Büchse gleitend gelagert ist, wobei die Büchse um eine quer zu ihrer eigenen Längsachse verlaufenden
Achse schwenkbar ist.
Bei einer derartigen Anordnung wird somit der Antrieb für die Auswerfeinrichtung direkt von der
Preßschlittenbewegung abgeleitet, da das auf die Auswerferstange einwirkende Steuerorgan unmittelbar
« an dem einen Teil des Preßschlittens bildenden Führungsarm befestigt ist. Das Ausstoßen des Preßlings
ist mit dem Rücklauf des Stempels direkt gekoppelt und kann ferner noch durch die Auslegung der Steuerkurve
in beliebigem Maße variiert werden. Dadurch können stempelseitig gefederte Haltestifte verwendet werden,
da deren Hub in Anbetracht der Anpassung der Bewegung des matrizenseitigen Auswerferstiften relativ
klein gehalten werden kann.
Der Begriff »ortsfest« am Pressenrahmen angeordnete Steuerkurve bezieht sich auf die ortsfeste Anordnung
dieser Steuerkurve während eines bestimmten Arbeitszyklus, ohne daß dadurch die Möglichkeit genommen
ist, diese Steuerkurve beispielsweise mittels einer Stellschraube für einen anderen Arbeitszyklus neu zu
V) justieren.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes veranschaulicht.
Fig. Ia/lb ist ein vereinfachter Vertikalschnilt einer
Ümformstation an einer automatischen Mehrstufenr>5
presse,
F i g. 2 veranschaulicht ein Konstruktionsdetail und
Fig.3 ist eine vereinfachte Gesamtdarstellung der Vorrichtung.
Fig.3 ist eine vereinfachte Gesamtdarstellung der Vorrichtung.
Die Zeichnung zeigt einen Pressenschlitten 1, der
W) durch eine Kurbelwelle 2 über eine Pleuelstange 3
periodisch hin- und hergehend angetrieben ist. An der .Stirnseite des Pressenschlittens I ist ein Stempel 4
angeordnet. Die zugehörige Matrize 5 ist koaxial zum Stempel 4 ortsfest am Pressenrahmen 41 befestigt. Die
ΊΊ Matrize 5 besitzt eine Matrizcnbohrung 6 für den
Preßling 7, an welche sich die Bohrung für den Auswerferstift 8 und die Aiiswcrfcrstange 9 anschließt.
Die Auswerferstange 9 wird, falls keine Kräfte von
außen auf diese einwirken, durch eine Schraubenfeder 10 in der gezeichneten Stellung gehalten bzw, wieder in
diese zurückgedrückt An dem freien Ende der Auswerferstange 9 ist ein Ringflapsch 11 befestigt der
mit einem Schlagbolzen 12 zusammenwirkt Die Anbringung dieses Ringflansches 11 gewährleistet daß
die Stirnfläche des Schlagbolzens 12 auch bei geneigter Stellung desselben immer noch in Wirkungsverbindimg
mit der Auswerferstange 9 bleibt
Von der Unterseite des Pressenschlittens 1 verläuft ein Führungsari'·) 13 unterhalb des Stempels 4 und der
Matrize 5 hindurch bis etwa in den Bereich des freien Endes der Auswerferstange 9. Der als Kastenhohlprofil
von annähernd rechteckigem Querschnitt ausgebildete Führungsarm stützt sich dabei auf ein Lager 14, in
welchem er bei seiner hin- und hergehenden Bewegung gleitend geführt ist Das Gleitlager 14 ist im oberen Teil
auf seiner ganzen Länge offen und läßt somit freien Raum für einen Lagerbock 15, der mittels Schrauben 16
und Keil 17 auf dem Führungsarm 13 befestigt ist und damit an dessen hin- und hergehender Bewegung
teilnimmt
Am freien Ende des Führungsarmes 13 ist ein
Steuerorgan in Form eines Winkelhebels ,% mittels einer Achse 19 schwenkbar gelagert Der untere Arm
18a des Winkelhebels trägt eine Laufrolle 20, die auf einer Steuerkurve 21 abrollt. Am freien Ende des oberen
Armes 18Z> ist der bereits erwähnte Schlagbolzen 12 befestigt Eine Mutter 22 hält den mit einem
Außengewinde versehenen Schlagbolzen 12 am Kopf des oberen Winkelhebelarmes 18ö.
Der Winkelhebel 18 ist aus zwei Teilen zusammengesetzt, die über einen Reißbolzen 23 miteinander
verspannt sind. Diese dem Schutz der wertvollen Antriebsteile dienende Konstruktion ist einerseits dem
Fachmann bekannt, andererseits im vorliegenden Zusammenhang von untergeordneter Bedeutung und
wird daher nicht in ihren Einzelheiten beschrieben.
Am Winkelhebelarm 186 ist mittels eines Zapfens 24 ein Schwenkbolzen 25 angelenkt, der an seinem dem
Winkelhebel 18 gegenüberliegenden Endabschnitt einen Führungszapren 26 besitzt. Der Führungszapfen 26 ist
gleitend in einer Büchse 27 gelagert, die ihrerseits quer zu ihrer eigenen Längsachse schwenkbar ist. Fig.2
zeigt die Büchse 27 und den dieselbe umgebenden Stufenring 28, welcher an zwei einander gegenüberliegenden
Seiten je einen Schwenkzapfen 29 bzw. 30 besitzt. Auf Grund dieser schwenkoaren Aufhängung
kann sich die Büchse 27 um eine quer zu ihrer eigenen Längsachse verlaufende Schwenkachse 31 drehen.
Eine am Umfang des Schwenkbolzens 25 angeordnete Schraubenfeder 32 sucht den Schwenkbolzen 25
ständig in Richtung des Winkelhebels 18 zu drücken, wodurch die Anlage der Laufrolle 20 auf der
Steuerkurve 21 gewährleistet ist.
Die beschriebene Einrichtung arbeitet folgendermaßen:
Nachdem der Preßling 7 durch das Zusammenwirken von Stempel 4 und Matrize 5 geformt wurde, muß
derselbe aus der Matrizenbohrung 6 ausgeworfen werden, damit er von den bereitstehenden Quertransportzangen
zur nächsten Umformstation befördert werden kann. Der Moment kurz vor dem Auswerfen ist
auf der Zeichnung festgehalten. Beim Rücklauf des den
ίο Stempel 4 tragenden Pressenschlittens 1 bewegt sich
auch der Führungsarm 13 mit demselben. Dabei rollt die Laufrolle zunächst auf dem waagerechten Abschnitt a
der Steuerkurve 21 ab. Der Winkelhebel behält somit zunächst die gezeichnete Winkellage bei, so daß der
I) Schlagbolzen 12 über den Ringflansch U auf die
Auswerferstange 9 einwirkt und den Preßling 7 über die Auswerferstange 9 und den Auswerferstift 8 aus der
Matrizenbohrung 6 herausstößt Unmittelbar nach der Beendigung dieses Auswerfvorgangts hat die Laufrolle
20 die Stelle A der Steuerkurve 21 erreicht und gelangt nun auf den geneigten Kurvenabschnitt b. Der
Neigungswinkel dieses Kurvenabsr'.nittes ist so gewählt,
daß die unter der Kraft der Schraubenfeder 32 erfolgende Schwenkung des Winkelhebels 18 die immer
2r> noch andauernde Translationsbewegung des Führungsarmes
13 gerade aufhebt, so daß der Schlagbolzen 12 vordem Ringflansch 11 der Auswerferstange 9 verharrt.
Beim Verschwenken des Winkelhebels 18 um die Achse 19 beschreibt der Zapfen 24 des Schwenkbolzens 25
jo einen Kreisbogen um die Achse 19, wobei der Führungszapfen 26 in der Büchse 27 gleitet und die
letztere eine leichte Schwenkung um die Achse 31 (Fig.2) vollzieht. Damit ist der Auswerfervorgang
beendet. Nach dem Einbringen eines neuen Preßlings
i"> bewegt sich der Pressenschlitten 1 mit dem Stempel 4
wieder gegen die Matrize 5, und der Winkelhebel wird durch die Steuerkurve 21 wieder in die dargestellte Lage
gebracht.
Die Auswerfeinrichtung benötigt somit keinen separaten Antrieb für die matrizenseitigen Ausrverferorgane.
Das Ausstoßen des Preßlings ist mit dem Rücklauf des Stempels 4 direkt gekoppelt und kann
ferr.tr noch durch die Auslegung der Steuerkurve 21 in beliebigem Maße variiert werden. Dadurch können
4ϊ stempelseitig gefederte Haltestifte verwendet werden,
da deren Hub in Anbetracht der Anpassung der Bewegung des matrizenseitigen Auswerterstiftes relativ
klein gehalten werden kann.
Die Steuerkurve 21 ist auf einer Gleitschiene 37
r>» montiert und kann durch einen Gewindebolzen 33 auf
dieser Gleitschiene verschoben werden.
Eine zur Führung der Auswerferstange 9 dienende Büchse 34 ist über eine Mutter 35 und einen Druckring
36 /um Pressenrahmen 41 verspannt
Hierzu 3 Watt Zeichnungen
Claims (1)
- Patentanspruch:Auswerfeinrichtung zum matrizenseitigen Auswerfen eines Preßlings an einer automatischen Mehrstufenpresse zur Kalt- und Warmmassivumformung mit einem periodisch hin- und hergehend angetriebenen Pressenschlitten, einem an demselben angeordneten Stempel und einer ortsfest am Pressenrahmen befestigten, koaxial zum Stempel angeordneten Matrize, sowie einem am Pressenschlitten starr befestigten, zur Führung desselben dienenden Führungsarm, der unterhalb des Stempeis und der Matrize verläuft, dadurch gekennzeichnet, daß am Ende des Führungsarmes (13), etwa im Bereich des freien Endes der Auswerferstange (9), ein Steuerorgan in Form eines schwenkbar gelagerten Winkelhebels (18) zur periodischen Betätigung des matrizenseitigen Auswerfers (8, 9) angeordnet ist, wobei der eine mit einer Laufrolle (20) versehene Arm (18a,) des Winkelhebels (18) mit einer ortsfest am Pressenrahmen (41) angeordneten Steuerkurve- (21) zusammenwirkt und der andere Arm (18iy des Winkelhebels (18) einen in der Auswerfstellung koaxial zum Auswerfer liegenden Schlagbolzen (12) trägt und am Winkelhebel (18) ein unter Federdruck (32) stehender Schwenkbolzen (25) angreift, dessen eines Ende am Winkelhebel (18) angelenkt und dessen anderes Ende in einer auf dem Führungsarm (13) angeordneten Büchse (27) gleitend gelagert ist, wobei die Büchse (27) um eine quer zu ihrer eigenen Längsachse verlaufende Achse (31) schwenkbar 'SL
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19752508168 DE2508168C3 (de) | 1975-02-26 | 1975-02-26 | Auswerfeinrichtung an einer automatischen Mehrstufenpresse zur Kalt- und Warmmassivumformung |
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| DE19752508168 DE2508168C3 (de) | 1975-02-26 | 1975-02-26 | Auswerfeinrichtung an einer automatischen Mehrstufenpresse zur Kalt- und Warmmassivumformung |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2508168A1 DE2508168A1 (de) | 1976-09-09 |
| DE2508168B2 true DE2508168B2 (de) | 1980-07-10 |
| DE2508168C3 DE2508168C3 (de) | 1981-03-19 |
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ID=5939789
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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| DE19752508168 Expired DE2508168C3 (de) | 1975-02-26 | 1975-02-26 | Auswerfeinrichtung an einer automatischen Mehrstufenpresse zur Kalt- und Warmmassivumformung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE2508168C3 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3911061A1 (de) * | 1989-04-06 | 1990-10-11 | Istvan Bartha | Federnde druckhuelse mit formkopf |
Family Cites Families (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE382162C (de) * | 1921-11-23 | 1923-09-29 | Josef Kuhne | Herstellung von Bolzen, Nieten o. dgl. |
| US2342928A (en) * | 1943-10-26 | 1944-02-29 | Chicago Pneumatic Tool Co | Guide for ejector rods |
| DE1059268B (de) * | 1954-09-13 | 1959-06-11 | Peltzer & Ehlers K G Maschinen | Liegende Mehrstufenpresse mit waagerechter Kurbelwelle fuer den Stempelschlitten und uebereinander angeordneten Werkzeugen |
| NL7012683A (de) * | 1970-08-27 | 1972-02-29 |
-
1975
- 1975-02-26 DE DE19752508168 patent/DE2508168C3/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3911061A1 (de) * | 1989-04-06 | 1990-10-11 | Istvan Bartha | Federnde druckhuelse mit formkopf |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE2508168C3 (de) | 1981-03-19 |
| DE2508168A1 (de) | 1976-09-09 |
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