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DE2506293A1 - Hochtemperaturreaktor mit geschlossenem gaskuehlkreislauf - Google Patents

Hochtemperaturreaktor mit geschlossenem gaskuehlkreislauf

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Publication number
DE2506293A1
DE2506293A1 DE19752506293 DE2506293A DE2506293A1 DE 2506293 A1 DE2506293 A1 DE 2506293A1 DE 19752506293 DE19752506293 DE 19752506293 DE 2506293 A DE2506293 A DE 2506293A DE 2506293 A1 DE2506293 A1 DE 2506293A1
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DE
Germany
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reactor
gas
hot gas
circular wall
high temperature
Prior art date
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Application number
DE19752506293
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English (en)
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DE2506293C2 (de
Inventor
Klaus Hendrich
Alija Dipl Ing Hodzic
Muhamed Mahalbasic
Dieter Prasch
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Hochtemperatur Reaktorbau GmbH
Original Assignee
Hochtemperatur Reaktorbau GmbH
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Publication date
Application filed by Hochtemperatur Reaktorbau GmbH filed Critical Hochtemperatur Reaktorbau GmbH
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    • G21NUCLEAR PHYSICS; NUCLEAR ENGINEERING
    • G21CNUCLEAR REACTORS
    • G21C1/00Reactor types
    • G21C1/04Thermal reactors ; Epithermal reactors
    • G21C1/06Heterogeneous reactors, i.e. in which fuel and moderator are separated
    • G21C1/08Heterogeneous reactors, i.e. in which fuel and moderator are separated moderator being highly pressurised, e.g. boiling water reactor, integral super-heat reactor, pressurised water reactor
    • G21C1/10Heterogeneous reactors, i.e. in which fuel and moderator are separated moderator being highly pressurised, e.g. boiling water reactor, integral super-heat reactor, pressurised water reactor moderator and coolant being different or separated
    • G21C1/12Heterogeneous reactors, i.e. in which fuel and moderator are separated moderator being highly pressurised, e.g. boiling water reactor, integral super-heat reactor, pressurised water reactor moderator and coolant being different or separated moderator being solid, e.g. Magnox reactor or gas-graphite reactor
    • GPHYSICS
    • G21NUCLEAR PHYSICS; NUCLEAR ENGINEERING
    • G21CNUCLEAR REACTORS
    • G21C11/00Shielding structurally associated with the reactor
    • G21C11/02Biological shielding ; Neutron or gamma shielding
    • G21C11/022Biological shielding ; Neutron or gamma shielding inside the reactor vessel
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    • Y02E30/00Energy generation of nuclear origin
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Description

  • Jiochtemperaturreaktor mit geschlossenem Gaskühlkreislauf Die Erfindung betrifft einen Hochtemperaturreaktor mit geschlossenem Gaskühlkreislauf, der gemeinsam mit wärmetauschenden Apparaten und mindestens einem Gasturbosatz sowie den das Gas führenden Leitungen zwischen den einzelnen Komponenten in Ausnehmungen eines Spannbetondruckbehälters untergebracht ist, wobei der Reaktor in einer zylinderförmigen Kaverne und die anderen Komponenten in teils horizontalen, teils vertikalen Stollen installiert sind. In seinem unteren Bereich weist der Hochtemperaturreaktor einen Heißgassammelraum auf, an den sich mehrere vorzugsweise radiale Austrittsstutzen anschließen, die jeweils mit einer zu der Turbine oder den Turbinen führenden Heißgasleitung verbunden sind.
  • Wenn aus Kernreaktoren oder sonstigen Einrichtungen, die gegen Strahlungen nach außen abgedichtet sein müssen, Rohrleitungen oder dgl. austreten, so sind besondere Sicherheitsvorkehrungen zu treffen, um den Durchtritt von schädlicher Strahlung durch den Rohrleitungsquerschnitt zu verhindern. Bei einem Kernreaktor der eingangs beschriebenen Bauart wird zu~dem davon ausgegangen, daß die im Spannbetondruckbehälter integrierten Einbauten wie Gasführungen, wärmetauschende Apparate, Armaturen u. a. für Inspektion, Wartung, Reparatur und Ausbau weitgehend zugänglich sein müssen. Dies setzt voraus, daß diese Einbauten so weit wie möglich vor einer Aktivierung durch direkte Neutronenbestrahlung geschützt werden müssen, um eine technisch und wirtschaftlich sinnvolle Demontage dieser Komponenten - d.h. ohne großen Strahlenschutzaufwand - zu ermöglichen. Insbesondere trifft dies auf die Heißgasleitungen zu, die den Reaktorkern mit der Turbine oder den Turbinen verbinden.
  • Es gehört zum Stand der Technik, bei Atomkernreaktoren, die mit den Wärmetauschern in einem gemeinsamen Druckbehälter untergebracht sind, den den Reaktorkern enthaltenden Teil der Anlage durch Abschirmeinrichtungen von dem Teil zu trennen, in dem die Wärmetauschergruppen installiert sind. Durch eine besondere Formgebung des Abschirmungsaufbaus wird dafür Sorge getragen, daß das Kühlmittel ohne wesentlichen Druckabfall vom Reaktorkern zu den Wärmetauschern strömen kann, ohne daß die Abschirmwirkung beeinträchtigt wird.
  • In der Auslegeschrift 1 083 945 wird z.B. ein Kernreaktorschirm beschrieben, der ein zylindrisches Innenstück und einen äußeren Abschirmungsring aufweist, die zusammen teilringförmige Strömungswege für das Kühlmittel bilden. Durch einen weitern Abschirmungsring mit kleinerem Innendurchmesser wird die Kühlmittelströmung nach innen umgeleitet. Der Abschirmungsaufbau setzt sich aus Borstahl- und Graphitschichten zusaninen, auf die oben und unten Platten aus Flußstahl aufgesetzt sind.
  • Bei dem in der Auslegeschrift 1 589 848 dargestellten Kernreaktor bestehen die Abschirmeinrichtungen zwischen dem Reaktorkern und den Wärmetauschergruppen-aus Betonwänden, die Öffnungen für das Kühlmittel besitzen. Die Betonws cle sind mit Leitflächen ausgestattet, die eine durch die Öffnungen zu den Wärmetauschern gerichtete Strahlung verhindern.
  • Während die beiden erwähnten Auslegeschriften einen Atomkernreaktor mit zylindrischem Kernaufbau und zylindrischem Druckbehälter betreffen, ist in der Auslegeschrift 1 169 045 ein weiterer mit einer Schutzabschirmung vers eli euer Kernreaktor beschrieben, der zwar ebenfalls einen zylindriscllen Kernaufbau aufweist, aber in einem kugelförmigen Druckbehälter untergebracht ist. Hierbei wird der normalerweise freibleibende Hohlraum zwischen Reaktorkern und Druckbehälter durch die Installierung einer Abscllirmung aus Bohrstahl- und Grapilitschichten nützlich ausgefüllt, und in diesem Bereich werden die Zuführungsleitung und die Abführungsleitung für a Kühlmittel durch den Druckbehälter verlegt. Auf diese Weise werden die beiden Leitungen und die sich an diese anschließenden Wärmetauscher vor einer Aktivierung geschützt. Um die Höhe der Abschi-rmung relativ gering halten zu können, sind die Zufi;iiungs- und die Abführungsleitung für das Kühlmittel koaxial zueinander verlegt.
  • Ferner wird noch auf die Offenlegungsschrift 1 464 705 verwiesen, die eine gegen Strahlung abgeschirmte Rohrleitung betrifft.
  • Die Rohrleitung wird gerade aus dem Kernreaktor herausgeführt, wobei sie im Bereich der Durchführung erweitert und die Abschirmung gewissermaßen in die Rohrleitung hineinverlegt ist.
  • Die Abschirmung deckt den Leitungsquerschnitt ab, und die Gas-oder Flüssigkeitsströmung wird um die Abschirmung herumgeführt.
  • Diese Art der Abschirmung zeigt den Nachteil, daß der Leitungsquerschnitt im Bereich der Abschirmung vergrößert sein muß.
  • Von diesem Stand der Technik wird bei der vorliegenden Erfindung ausgegangen, wobei ihr die Aufgabe zugrundeliegt, einen Hochtemperaturreaktor der eingangs geschildorten Bauart anzugeben, bei dem eine direkte Neutroneneinstrahlung aus dem Heißgassammelraum in die Heißgasleitungen und damit eine Aktivierung der metallischen Einbauten dieser Leitungen verhindert wird.
  • Gemäß der vorliegenden Erfindung wird die gestellte Aufgabe dadurch gelöst, daß in dem Heißgassammelraum er dessen ganze Höhe eine Abschirmung in Form einer Ringmauer vorgesehen ist, die koaxial zu der Reaktorkaverne und mit eineil; solchen Abstand zu ihr angeordnet ist, daß der entstehende Ringraum für die Kühlgasströmung ausreichend dimensioniert ist, und daß die Ringmauer mehrere Reihen von Schlitzen für tloi Kiihlgasdurchtritt aufweist, die zu den Reaktoraustrittsstutzen versetzt angeordnet sind.
  • Durch den Einsatz der Ringmauer gemäß der Erf ndung werden die metallischen Einbauten der Heißgasleitungen zwischen dem Reaktorkern und der Turbine oder den Turbineii abgeschirmt, so daß eine Ativierung und Versprödung des Materials vermieden wird. Außerdem ermöglicht die Abschirmung den Ausbau der Heißgasleitungen mit einem geringeren StrahlenscllllLzaLLfwand, als er ohne die erfindungsgemäße Maßnahme erforderlich wäre. Ein weiterer Vorteil der Erfindung liegt darin, daß durch Anordnung der Ringmauer und der vornehmlich radial verlaufenden Schlitze eine Zwangsführung des heißen Kühlgases erreicht wird, die eine Verbesserung der Temperaturverteilung an den Reaktoraustrittsstutzen zur Folge hat; durch eine gute Vermischung des Kühlgases können keine heißen oder kalten Strähnen entstehen.
  • Tragende Funktionen werden von der Ringmauer nicht ausgeübt.
  • Die Ringmauer besteht vorzugsweise aus Graphit, t, der eine borierte Zone aufweist. Bei einem Kernkraftwerk, das drei gleich parallelgeschaltete und symmetrisch angeordnete Wärmnutzungskreislüufe (Loops) umfaßt und für 8 x 350 MWe ausgelegt ist, besteht die Ringmauer beispielsweise aus einer Graphitschicht von 40 cm Dicke, und die borierte Zone (mit einem Gehalt von ca. 0,5 % Bor) ist ungefähr 20 cni stark. Die Höhe der Ringmauer beträgt etwa 210 cm.
  • Unter Berücksichl;i gung der wichtigsten Aktivierungsprodukte (Co, Hf, Ta) ergab eine Abschätzung, daß der tllerrnische Neutronenfluß #th in den Heißgasleitungen durch Einbau der Ringmauer um ca. zwei Größenordnungen reduziert wird. Im Bereich des Anschlusses der Heißgasleitungen an die Reaktoraustrittsstutzen beträgt #th#2 x 107 n/cm² sec, während am Turbineneintritt mit einem thermischen Neutronenfluß von #th# 2 x 10³ n/cm² sec gerechnet werden muß.
  • Um den Einbau zu erleichtern, besteht die Ringmauer aus einer Anzahl von Graphitesegmenten. Bei dem als Beispiel angeführten Kernkraftwerk mit drei Wärmenutzungskreisläufen wird die Ringmauer von ca. 36 Graphitesegmenten gebildet, die so bemessen sincl, daß sich e in Innendurchmesser von 837 Ciii ind ein Außendurch von 953 cm für die Ringmauer ergibt.
  • Vorteilhafterweise sind die Ringmauersegmente in die Tragblöcke für den Reaktoren und in die Bodenisolierung der Reaktorkaverne eingezogen, um eine Überseckung mit anderen Abschirmwerkstoffen zu erreichen. Die Abstützung der eittæolnen Graphitseg mente erfolgt - ähnlich wie bei den Tragsäulen fiir den Reaktorkern - über Wärmeisolatoren auf dem Liner, mit dem die Reaktorkaverne wie auch die übrigen Ausnehmungen i m Spannbetondruckbehälter üblicherweise ausgekleidet sind. Das obere Ende der Graphitsegmente ist mittels Dübeln im Seitenroflektor des Reaktors verankert.
  • Es ist zweckmäßig, in den Ringmauersegmenten Aussparungen vorzusehen, die die Tragsäulen zur Abstützung des Reaktorkerns aufnehmen. Die Ausnehmungen sind groß genug dimensioniert, um eine freie Bewegung der Säulen unter allen Betriebsbedingungen zu gestatten; d.h. die Funktionen der Tragsäulen werden durch das Vorhandensein der Abschirmringmauer nicht beeinträchtigt.
  • In weiterer vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung ist in der Ringmauer eine Anzahl von Abschirmstäbeti alls B4 C vorgesehen, die in Verüikalbohrungen der einzelnen Graphitsegmente installiert sind. Jede Bohrung ist mit einem Gru-phitstopfen verschlossen. Die Abschirmstäbe sind beispielsweise in vier auf verschiedenen Teilkreisen befindlichen Reihen angeordnet, wobei sie derart gegeneinander versetz-t sind, daß sich ihre Wirkungsbereiche vollständig überdecken. In ihrem Außendurchmesser entsprecheii die Abschirmstäbe vorteilhafterweise den in an sich bekannter Weise in der BodenrefLektorabscllirmung vorgesehenen Abschirmstäben.
  • Bei einem Kernkraftwerk mit drei Wärmenutzungskreisläufen, zu dem also drei Turbosätze gehören, ist die Ringmauer mit 6 x 6 Sclilitzreihen für den Kühlgasdurchtritt ausgestattet, wobei jeweils zwei Schlitzzeihen einem Reaktoraustrittsstuten zugeordnet sind. Jeder Stutzen ist über eine Heißgasleitung mit einem der d-rei Turbosätze verbunden. Die Schlitze sind strömungstechnisch optimiert.
  • Ist das Kernkraftwerk mit einem an sich bekaiiriten Nachwärmeabfuhrsystem ausgerüstet, so sind dessen Heißgasleitungen vorteilhafterweise versetzt zu den Reaktoraustrittsstutzen angeordnet, und die Kühlgasschlitze befinden sich in den Bereichen der Ringmauer, die jeweils dem zwischen einem Reaktoraustrittsstützen und einem Anschluß für das Nachwärmeabfuhrsystem befindlichen Teil der Kaverne gegenüberliegen.
  • In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel <jes Hochtemperaturreaktors gemäß der Erfindung schematisch dargestellt, und zwar zeigen Fig. 1 einen Schnitt durch den Kernreaktor nach der Linie I-I der Fig. 2, Fig. 2 einen Schnitt nach der Linie TT-II der Fig. 1, Fig. 3 einen Schnitt nach der Linie IEI-III der Fig. 2 in vergrößerter Darstellung.
  • Die Figuren 1 und 2 lassen einen Hochtemperaturreaktor 1 erkennen, der im Zentrum eines zylindrischen Spannbetondruckbehälters 9 angeordnet ist, in dem auch die übrigen Kreislaufkomponenten (Turbogruppen, wärmetauschende Apparate, Gasführungen) in teils horizontalen, teils vertikalen Stollen untergebracht sind. Von diesen sind in der Zeichnung nur zwei vertikale Gasfüilrungsstollen 3 zu sehen. Der Hochtemperaturreaktor l ist in einer zylinderförmigen Kaverne 4 eingebaut, die (wie alle anderen Ansnehmungcn im SpannbetondruclcbehXiller 2) mit einem Liner 5 ausgekleidet ist und zusätzlich eine thermische Isolierung 6 aufweist.
  • Über den Hochtemperaturreaktor 1, der als graphitmodierter, heliumgekühlter Kernreaktor ausgeführt ist, sind drei parallelgeschaltete und symmetrisch angeordnete Wärmenl1tzung-skreisläufe gekoppelt, von denen jeder einen aus Turbine und Verdichter bestehenden Gasturbosatz sowie einen Rekuperator und einen Vorkühler umfaßt. Unterhalb des Bodens des Reaktorkerns, der aus Tragblöcken 7 für die Kernabstützung gebildet wird, befindet . sich ein Heißgassammelraum 8 zur Aufnahme des aus dem Kern aus tretenden erhitzten Gases, Die Tragblöcke-7 stützen-sich auf Säulen 9 ab. Über dem Reaktorkern ist ein Kaltgassammelraum 10 vorgesehen, der das aus dem Hauptkreislauf zurückströmende Gas aufnimmt, bevor es wieder dem Reaktorkern zugleitet wird. Durch drei radiale Austrittsstutzen 11 und ebensoviele radiale Eintrittsstutzen 12 ist der Hocjtemperaturreaktor 1 mit den drei WarrneUt zungskre.i s i iiuf en verbunden, wobei die Zuführung des heißen Gases zu den drei Turbinen durch drei iinerhalb der vertikalen Gasführungsstollen 3 verlegte Heißgasleitungen 13 erfolgt. Die an die Reaktoreintrittsstutzen 12 angeschlossenen Kaltgasleitungen 14 sind ebenfalls in den vertikalen Gasführungsstollen 3 installiert.
  • Der Reaktorkern ist von einem Seitenreflektor 15 umgeben und besitzt nach dem Kaltgassammelraum 10 hin eine Abschirmung 16, die Durchlässe (nicht dargestellt) für das Kühlgas aufweist.
  • In dem Heißgassammelraum 8 ist koaxial zur Reaktorkaverne 4 eine weitere Absciiirmung vorgesehen, die die Ferm einer Ringmauer 17 hat iind einen Ringraum 18 entstehen läßt, der auf der anderen Seite vom Liner 5 der Reaktorkaverne 4 begrenzt wird.
  • Nach oben hin ist der Ringraum 18 durch einc Umfangsdichtung 19 abgeschlossen. Die Ringmauer 17 ist aus einer Anzahl von Segmeuten 20 zusammengesetzt; sie besteht aus Graphit, der eine borierte Zone aufweist. Ihre Aufgabe ist es zu verhindern, daß die Heißgasleitungen 13, die sich an die Reaktoraustrittsstutzen 11 anschließen, einer direkten Neutroneneintrahlung aus dem Heißgassammelraum 8 ausgesetzt sind. Für den Durchtritt des heißen Kühlgases sind in der Ringmauer 17 mehrere Reihen von Schlitzen 21 vorgesehen, deren Anordnung so getroffen ist, daß sie zu den Reaktoraustrittsstutzen 11 versetzt liegen.
  • Bei dem hier dargestellten Ausführungsbeispiel gehört zu dem Hochtemperaturreaktor auch ein Nachwärmeabfuhrsystem (nicht dargestellt), dessen Heißgasleitungen 22 ebenfalls an den Heißgassammelraum 8 angeschlossen sind. Das gesandte System ist in drei vertikalen Stollen installiert, die sich jeweils auf Lücke zwischen den Gasführungsstollen 3 befinden. Die Anschlüsse 23 für die drei Heißgasleitungen 22 sind ebenfalls auf Lücke zu den drei Reaktoranstrittsstutzen 11 gesetzt, wie aus der Fig. 2 ersichtlich. Die Anordnung der Kühlgasschlitze 21 ist so getroffen, daß die den Reaktoranstrittsstutzen 11 und den Anschlüssen 23 gegenüberliegenden Teile der Ringmauer 17 frei von Schlitzen Bleiben; d.h. die dazwischen liegenden Bereiche weisen je eine Reihe von Schlitzen 21 a-uf. Zahl und Größe der Schlitze 21 sowie Breite des Ringraumes 18 sind strömungstechwisch optimiert. In der Fig. 2 sind nur zwei Reihen von Schlitze zen gezeigt.
  • In der Figur 3 i i. i'd eine genauere Darstellung der Ringmauer 17 und ihrer Funktion gegeben. Gleiche Bauteile s-ind dabei mit den gleiche Bozugsziffern bezeichnet wie in den Figuren 1 und 2 Wie bereits erwähnt. schließt die Ringmauer 17 zusammen mit dem Liner 5 der Reaktorverne 4 einen Ringraum 18 ein, durch den das heiße Kühigas zu den Reaktoraustrittsst1ltzen 11 strömt. Der Durchtritt des Kühlgases zu dem Ringraum 18 erfolgt durch die Schlitze 21, elie versetzt zu den ReaktorausUtsittsstutzen 11 unc1 den Anschlüsseji 23 für das Nachwärmeabfuhrsystem in der Ringmauer 17 angeor<lnot sind. Auf diese Weise wird eine gute Abschirmung (letw sich an die Stutzen 11 und Anschlüsse 23 anschließenden Leitungen 13 bzw. 22 gegen direkte Neutroneneinstrahlung erreicht und eine Aktivierung und Versprödung des Materials dieser Leitungen verhindert. Die Ileißgasleitungen lassen sich daher mit geringem Strahlenschutzaufwand ausbauen-.
  • Um die Abschirmwirkung der Ringmauer 17 noch zu verbessern, sind ihre Graphitsegmente 20 auf der oberen Seite in die Tragblöcke 7 für die Reaktorabstützung und auf der unteren Seite in die Bodenisiolierung 24 der Kaverne 4 eingezogen. In den Tragblöcken 7 sind die Graphitsegmente 20 durch Dübel 25 fixiert. Mit ihrem unteren Ende stützen sie sich über Wärmeisolatoren 26 auf der Bodenisolierung 24 ab. Ähnliche Wärmeisolatoren 27 dienen auch zur Abstützung und gleichzeitigen Lagerung der Säulen 9.
  • Innerhalb der Ringmauer 17 sind ebenfalls Tragsäulen 9 vorgesehen, wo sie in besonderen Aussparungen angeordnet sind, die der Funktion der Tragsäulen unter allen Betriebsbedingungen Rechnung tragen (nicht dargestellt). Damit die bei thermischer Belastung auftretenden vertikalen und horizontalen Dehnungen der Ringmauersegmente 20 kompensiert werden können, sind in den Tragblöcken 7 hinreichend große Aussparungen 33 zur Aufnahme der Segmente 20 vorgesehen.
  • Ferner weist die Ringmauer 17 eine Anzahl von vertikalen Bohrungen 30 auf, in denen je ein Abschirmstab 28 untergebracht ist.
  • Die Bohrungen 30 sind oben je mit einem Stopfen 29 verschlossen.
  • Das Material der Abschirinstäbe 28 ist B4 0. Die Bohrungen 30 sind in vier auf verschiedenen Teilkreisen liegenden Reihen angeordnet, und ihr Abstand sowie der Abstand der Reihen ist so festgelegt, daß sich die Wirkungsbereiche der einzelnen Stäbe 28 überdecken.
  • Durch Pfeile ist der Strömungsweg des Kühlgases aus dem Heißgassammelraum 8 durch die Schlitze 21 in der Ringmauer 17 in den Reaktoraustrittsstutzen 11 angedeutet. Da der Stutzen 11 hohen thermischen Belastungen (ca. 8500 C) ausgesetzt ist, besteht er aus Keramik, und zwischen ihm und dem Liner 32 des Stollens, in dem der Stutzen 11 installiert ist, befindet sich eine Wärmeisolierung 31.

Claims (9)

  1. Patent ansprüche:
    Hochtemperaturreaktor mit geschlossenem Gaskühlkreislauf, der gemeinsam mit wärmetauschenden Apparaten und mindestens einem Gasturbosatz sowie den das Gas führenden Leitungen zwischen den einzelnen Komponenten in Ausnehmungen eines Spannbetondruckbehälters untergebracht ist, wobei der Reaktor in einer zylinderförmigen Kaverne und die anderen Komponenten in teils horizontalen, teils vertikalen Stollen installiert sind, und der in seinem unteren Bereich einen Heißgassammelraum aufweist, an den sich mehrere vorzugsweise radiale Austrittsstutzen anschließen, die jeweils mit einer zu der Turbine oder den Turbinen führenden Heißgasleitung verbunden sind, dadurch gekennzeichnet. daß in dem Heißgassammelraum (8) über dessen ganzen Höhe eine Abschirmung in Form einer Ringmauer (17) vorgesehen ist, die koaxial zu der Reaktorkaverne (4) und mit einem solchen Abstand zu ihr angeordnet ist, daß der entstandene Ringraum (18) für die Kühlgasströmung ausreichend dimensioniert ist, und daß die Ringmauer (17) mehrere Reihen von Schlitzen (21) für den Kühlgasdurchtritt aufweist, die zu den Reaktoraustrittsstutzen (11) versetzt angeordnet sind.
  2. 2) Hochtemperaturreaktor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Ringmauer (17) aus Graphit besteht, der eine borierte Zone aufweist.
  3. 3) Hochtemperaturreaktor nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet.
    daß die Ringmauer 17 aus einer Anzahl von Graphitsegmenten (2Q) zusammengesetzt ist.
  4. 4-) Hochtemperaturreaktor nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Ringmauersegmente (20) in die Tragblöcke (7) für den Reaktorkern und in die Bodenisolierung (24) der Reaktorkaverne (4)- eingezogen sind.
  5. 5) Hochtemperaturreaktor nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß sich jedes Ringmauersegment (20) über Wärmeisolatoren (26) auf dem Liner (5) abstützt, mit dem in an sich bekannter Weise die Reaktorkaverne (4) ausgekleidet ist.
  6. 6) Hochtemperaturreaktor nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Ringmauersegmente (20) Aussparungen zur Aufnahme von Tragsäulen (9) für die Reaktorkernabstützung aufweisen.
  7. 7) Hochtemperaturreaktor nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß in der Ringmauer(17) eine Anzahl von in Vertikalbohrungen (30) angeordneten Abschirmstäben (28) vorgesehen ist, die auf verschiedenen Teilkreisen derart gegeneinander versetzt angeordnet sind, daß sich ihre Wirkungsbereiche überdecken.
  8. 8) Hochtemperaturreaktor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jedem Reaktoraustrittsstutzen (11) zwei Reihen von Schlitzen (21) zugeordnet sind.
  9. 9) Hochtemperaturreaktor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zu dem Hochtemperaturreaktor (l) in an sich bekannter Weise ein Nachwärmeabfuhrsystem gehört, dessen Heißgasleitungen (22) versetzt zu den Reaktoraustrittsstutzen (all) an den Heißgassammelraum (8) angeschlossen sind derart, daß in den Bereichen der Ringmauer (17),die jeweils dem zwischen einem Reaktoraustrittsstutzen (11) und einem Anschluß (23) für das Nachwärmeabfahfisystem befindlichen Teil der Kaverne (4) gegenüberliegen, eine Reihe von Kühlgasschlitzen (21) vorhanden ist.
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FR2385183A1 (fr) * 1977-03-26 1978-10-20 Kernforschungsanlage Juelich Centrale nucleaire dont le coeur du reacteur est refroidi par du gaz
US5173251A (en) * 1989-05-03 1992-12-22 Siemens Aktiengesellschaft Mixing apparatus for fluids

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