DE2505965A1 - Gewirkschlauch als walzenueberzug - Google Patents
Gewirkschlauch als walzenueberzugInfo
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Description
HELMUT SCHROETER KLAUS LEHMANN
Firma · 20-ba-iO,
Baums Prizzi Gesellschaft mbH ' 12. 2. 1975
S/Pf
Gewirkschlauch als Walzenüberzug
Die Erfindung bezieht sich auf einen .Gewirkschlauch, der als
Überzug für Walzen dienen soll. Derartige Gewirkschläuche werden z. B. als Überzüge für Walzen in Naßentwicklungsgeräten
und unter diesen speziell in Farbfilm-Entwicklungsgeräten benötigt. Derartige Schläuche müssen eine Reihe von Bedingungen
erfüllen, und die Aufgabe der Erfindung liegt darin, einen derartigen Schlauch zu schaffen.
Der Schlauch soll als Überzug von Walzen' dienen, die den Film
fördern. Die Walzen tauchen mindestens zum Teil in Entwicklungslösung und andere Lösungen ein, die chemisch aggressiv sind.
Die für den Schlauch verwendeten Materialien müssen daher chemisch beständig sein, insbesondere resistent- gegen Basen
und Säuren, wie sie in der Fotochemie verwendet werden. Es hat sich gezeigt, daß Gummi hierfür ungeeignet ist, da der
sich auflöst..
Die Walzen müssen eine sehr glatte Oberfläche haben, damit vermieden
wird, daß auf dem zu behandelnden Filmmaterial Streifen entstehen. Ein Aufrauhen der Walzenoberfläche für eine bessere
Haftung der Gewirkschläuche scheidet daher aus.
Die Wandstärke des Schlauches soll etwa 0,5 cm betragen, was
für eine schonende behänd ItA *i\ öl er- 1Fi line erforderlich ist.
Telefon: (07171) 56 90
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- 2 - ' ' 20-ba-lO
Der Schlauch muß auf der Walze derart fest haften, daß er von der Walze gegen den Widerstand der zu fördernden Filme gedreht
wird, ohne auf der Walze zu rutschen. Dies ließe sich zwar durch
Ankleben des Schlauches erreichen. Kleber können jedoch nicht verwendet werden, da zumindest Teile von ihnen in Lösung gehen
und die Bäder verunreinigen würden. Kleben wurden auch das Aus-•
tauschen der Gewirkschlauehe erschweren. Nach einer Betriebsdauer
von einem oder mehreren Monaten müssen jeweils die Schläuche erneuert werden. Bei Verwendung von Klebern müßten
dann die Klebstoffreste von den Walzen entfernt werden, was einen zeitraubenden und kostspieligen Vorgang bedeutet. Irgendwelche
Rückstände der Klebstoffe würden den Walzenumfang ungleichmäßig machen und damit die erwähnten Streifen auf dem
Filmmaterial erzeugen.
Versuche mit Schläuchen aus Baumwolle führten zu keinem Erfolg. Die Baumwolle löste sich in den Chemikalien auf. Andere Versuche,
einen Plüschschlauch unter Verwendung von Schrumpfgarnen
(Dolan) herzustellen, führten ebenfalls nicht zum Erfolg. Für
einen festen Sitz auf der Walze mußte der Plüsch durch heißes Wasser oder Dampf geschrumpft werden. Dabei wurde er aber zu
hart/ so daß sich Streifen auf dem Filmmaterial ergaben. Außer- ':
.dem wurde der Fond des Plüschschlauches zu hart, sogar spröde,
so daß er auf der Walze nicht mehr festsaß.
Ein geeigneter Gewirkschiauch wird durch die vorliegende Erfindung
gemäß Anspruch 1 geschaffen. Durch die Verwendung ausschließlich synthetischer Fäden erhält man die erwünschte
Beständigkeit gegenüber Chemikalien. Durch die Elastomerfäden erhält man einen elastischen Fond, der durch seine Spannung
beim Aufziehen auf die Walze für ein gutes Haften des
Plüsches auf der Walzenoberfläche· sorgt. Die Acryl-Plüsohfäcten
ergeben einen weichen, das Filmmaterial schonenden. Flor.
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Ein besonders geeigneter Schlauch läßt sich unter Verwendung der.Materialien nach. Anspruch 5 erzielen.
Die Erfindung bezieht sich auch auf ein Verfahren zur Herstellung derartiger Gewirkschläuche. Anspruch 6 ist auf ein
Verfahren gerichtet, durch das ein ganz spezieller Schlaucherzielt werden kann. Hierbei ist unter anderem wesentlich, daß
bei Verwendung von zwei-Systemen an einer Rundstrickmaschine
die Plüschfäden nur einem von beiden Systemen zugeführt werden.
Damit erhält nur jede zweite gestrickte Maschenreihe Plüsch-· fäden. Durch diese Maßnahme erhält man die für die Schonung
des Filmmaterials erforderliche Weichheit des Plüsches.
Ein nach Anspruch 5 und 6 hergestellter Plüsch wird durch das beigefügte Muster veranschaulicht.
Dieser Plüsch wurde auf einer Schlauch-Rundstrickmaschine hergestellt,
die sich durch folgende nähere Angaben kennzeichnen läßt: Durchmesser 2,5", 6er-Teilung, 52 Nadeln, 2 Systeme.
Zur Bildung des Fonds wird dem einen der beiden Systeme ein
Elastomergarn 420 Td und ein Acrylgarn 50 Nm 26/1 zugeführt.
Dem anderen System werden zwei Acrylgarne 50 Nm 26/1 zugeführt.-Zur
Bildung des Flors werden dem einen der beiden Systeme zusätzlich zwei Acrylzwirne, nämlich Dralon-Hochbauseh Nm Hb 22/2
zugeführt. Über die Platinen der Rundstrickmaschine werden die den Flor des Plüsches darstellenden Henkel gebildet.
Nach Fertigstellung der Rundstrickarbeit wird der Schlauch gesendet,
so daß dann die Henkel nach außen zeigen. Der Schlauch
wird in dieser Weise, Henkel nach außen, auf die Walzen der Entwicklungsgerate aufgezogen.
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Die freien Enden des Schlauches werden durch Aufsteckmuffen
-an den Walzenenden festgehalten.
Statt der oben erwähnten Zweifachzwirne können auch Garne zwei- oder mehrfach ("gefacht") verwendet werden.
Wenngleich besonders gute Ergebnisse mit einem Elastomergarn der Feinheit 420 Td und Acrylfäden der Feinheit Nm 26/1 sowie
Dralon-Hochbauschfäden der Feinheit Nm 22 erzielt wurden, lassen sich brauchbare Schläuche und für spezielle Zwecke
besonders geeignete Schläuche durch Verwendung von Elastomergarnen im Bereich der Feinheiten 120 bis 690 Td, Acrylgarnen
im Bereich der Feinheiten Nm 60 bis I50 und Dralon-Hochbauschfäden
im Bereich der Feinheiten Nm 10 bis 50 erzielen.
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Claims (1)
- - 5 - ' ■ 20-ba-lO12. 2» 1975 S/PfANSPRÜCHEGewirkschlauch·als Überzug für Walzen, dadurch gekennzeichnet, daß er als Henkelplüsch-Rundstricks chi auch ausgebildet ist, daß der Pond des Schlauches Elastomer- und (sonstige) Acrylfäden und der Flor Acryl-Plüschfäden aufweisen.2. Gewirkschlauch nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Elastomerfaden eine Feinheit von 120 bis 690 Td hat.3. Gewirkschlauch nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Acrylfäden eine Pein-, heit von Nm 60 bis 150 haben.4. Gewirkschlauch nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß als Acryl-Plüschfäden zweimal zweifache Dralon-Hochbauschgarne Nm HB 10 bis 30 oder zwei Dralon-Hochbauschzwirne Nm HE1 10/2 bis 30/2 dienen.5. Gewirkschlauch nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Fond drei Aeryl-Garne 50 Nm 26/1 und ein Elastomer-Garn 420 Td und der Flor zwei Dralon-Hochbauschzwirne.Nm HB 22/2 enthalten.6. Verfahren zur Herstellung eines Gewirkschlauches nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch ge kenn.zeich net, daß auf.einer Schlauch-Rundstrickmaschine an zwei6098 35/0835- 6 - 20-ba-lOMaschen bildenden Systemen je zwei der zur Bildung des Fonds dienenden Garne und nur an dem einen dieser Systeme die Plüschfäden zugeführt werden, daß beim Einstricken der Plüschfäden über die Platinen der Schlauch-Rundstrickmaschine Henkel gebildet werden und daß der fertige Schlauch mit dem Flor nach außen gewendet wird.609 8 3 57 08 35
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19752505965 DE2505965A1 (de) | 1975-02-13 | 1975-02-13 | Gewirkschlauch als walzenueberzug |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19752505965 DE2505965A1 (de) | 1975-02-13 | 1975-02-13 | Gewirkschlauch als walzenueberzug |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2505965A1 true DE2505965A1 (de) | 1976-08-26 |
Family
ID=5938744
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19752505965 Pending DE2505965A1 (de) | 1975-02-13 | 1975-02-13 | Gewirkschlauch als walzenueberzug |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE2505965A1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0069335A1 (de) * | 1981-07-04 | 1983-01-12 | Johs. Girmes & Co. AG | Bezug aus Polstoff für den Trägerkörper von Malerrollen |
-
1975
- 1975-02-13 DE DE19752505965 patent/DE2505965A1/de active Pending
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0069335A1 (de) * | 1981-07-04 | 1983-01-12 | Johs. Girmes & Co. AG | Bezug aus Polstoff für den Trägerkörper von Malerrollen |
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