DE2505560C3 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Einrichtung zur Messung der Ebenheit eines unter Zugspannung
stehenden Bandes, das über eine Ablenkwalzc geführt wird, wobei Unebenheiten des Bandes im Bereich der
Ablenkwalze an einer Vielzahl von Stellen längs der Breite des Bandes gemessen werden. Eine derartige
Einrichtung ist aus der Zeitschrift »Blech. Rohre, Prolile«. 3/1971, S. 117, bekannt. Derartige Einrichtungen
werden bei der Verarbeitung von Bandmetall verwendet, welches insbesondere durch Kaltwalzen auf
die endgültige Dicke reduziert wurde. Im Idealfall soll
Bandmetall eine konstante Dicke über seine gesamte Ausdehnung aufweisen und sollte auch vollständig eben
sein. Diese Ebenheit sollte auch dann beibehalten werden, nachdem das Band oder der Streifen in kleinere
Abschnitte abgeschnitten oder gespalten wurde, wobei jedoch dieser Vorgang häufig Restspannungen in dem
Metall freigibt.
In der Praxis läßt sich die Ebenheit des Bandes oder
Streifens nur mit extremen Schwierigkeiten verwirklichen und es besteht dabei die Neigung dazu, Abschnitte
des Streifens zu überwalzen, wodurch zentrale oder Kantenwellen entstehen können. Bandmetall wird
gewöhnlich kaltgewalzt, wobei es jedoch unter längsgerichteter Zugspannung gehalten wird, so daß diese
Kanten- oder Zentrumswellen der Aufsichtsperson des Bandwalzenwerkes nicht immer erkennbar sind; darüberhinaus
arbeiten derartige Walzwerke mit hoher Geschwindigkeit und mit einer minimalen Überwachung
durch die überwachende Person, so daß selbst offensichtliche Wellen, Buckel oder Stauchungen und
ίο Bandebenbeitsschwankungen nicht festgestellt werden.
Bei der oben genannten Einrichtung besteht die
Ablenkwalze aus einer Vielzahl von einzelnen Ringen, die von dem Band mitgeschleppt werden. Die Planheit
des Bandes wird über die unterschiedliche Geschwindigkeit
der mitgeschleppten Ringe gemessen. Diese Meßwerte werden dann zur Steuerung des Walzendruk-Jces
oder der Temperatur einer Kühlvorrichtung verwendet.
Zur Messung der Ebenheit bzw. der dicken Schwankungen
eines unter Zugspannung stehenden Bandes ist weiterhin bekannt (vgL Zeitschrift »Klepzig Fachberichte«,
1970, Heft 10, S. 526-535) die Banddicke im Walzenspalt über induktive Geber, die ein Magnetfeld
aufbauen, zu messen. Zwischen zwei Meßplatten wird ein Magnetfeld aufgebaut, daß sich mit einer Abstandsänderung
der Platten und damit der Walzen verändert. Aus der DE-PS 17 73 088 ist bekannt. Mikrowellen aus
in einer Linie quer zum Band ausgerichteten Antennen auf eine Seite des Bandes zu schicken und die durch
Λ lokale Ungleichmäßigkeiten des Bandes hervorgerufenen
Phasenverschiebungen der reflektierten Mikrowellen zu messen und in impulsförmige Signale umzuwandeln.
Aus der GB-PS 11 41 584 ist bekannt, den Anpreß-
3ϊ druck der Walzen sowie die Zugspannung des Bandes
zu messen, um hieraus Rückschlüsse auf dessen Ebenheit zu ziehen und die Walzparameter zu regeln
Aus der Zeitschrift »Stahl und Eisen«. 1968, S. 1086—1089, ist eine optische Ei,· richtung mit einem
*° Drehstrahltaster bekannt geworden, mit dem die Dicke
— und damit die Form — eines Walzdrahtes gemessen werden kann.
Aus der GB-PS 12 31 008 ist bekannt geworden, lokal unterschiedliche Längungen des Bandes und damit
4J Unebenheiten über eine Vielzahl einzelner Meßräder zu
messen, die mit dem Band in Berührung stehen und von diesem angetrieben werden.
Schließlich ist aus der GB-PS 1301489 bekannt geworden, das Band aus dem Walzspalt über eine Rolle
*) zu führen, in der Einrichtungen zum Messen der
Spannung des Bandes vorhanden sind. Die einzelnen Meßwerte werden über Schleifringe einer Auswerteelektronik
zugeführt, um den Anpreßdruck oder Heiz- und Kühlcinrichtungen zu steuern.
Zusammenfassend war es also bekannt, die Ebenheit eines Bandes berührungslos (induktiv, optisch oder
durch Mikrowellen) zu messen oder indem man das Band über eine in Segmente eingeteilte Walze gelenkt
hat und die durch das Band auf jedes Segment ausgeübte
ω Kraft oder die Umfangsgeschwindigkeit der einzelnen
Segmente gemessen hat. Nachteilig an den berührungslos arbeitenden Meßeinrichtungen ist die Tatsache, daß
durch den Walzvorgang bedingte Schwingungen und Erschütterungen des Bandes die Meßgenauigkeit
6^ nachteilig beeinflussen, während bei den mit Ablenkwalzen
arbeitenden Einrichtungen durch die endliche Ausdehnung der einzelnen Meßelemente das Auflösungsvermögen
der Messing entscheidend hcrabge-
setzt ist Insbesondere sind geringfügige Formschwankungen
mit diesen Einrichtungen kaum meßbar. Weiterhin ist das Auflösungsvermögen aufgrund der
nach unten begrenzten Größe der Abtastvorrichtungen, insbesondere nahe den Bandkanten, begrenzt, selbst
dann, wenn die Abtastvorrichtungen auf eine minimale
Breite reduziert sind.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, eine
Einrichtung der oben genannten Art zu schaffen, bei der unter Verwendung einer Ablenkwalze ein hohes
Auflösungsvermögen bei der Messung der Ebenheit des Bandes über die gesamte Breite erzielt werden kann.
Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß die
Oberfläche der Ablenkwaize federnd nachgiebig ausgebildet
ist und daß die Meßeinrichtung zur Messung der Eindrucktiefe des Bandes in die äußere Fläche der
Ablenkwalze ausgebildet ist
Hierdurch wird erreicht daß das Band einerseits an der Ablenkwalze definiert geführt wird, wobei die
Ablenkwalze selbst das unter Zugspannung stehende >o
Band jedoch nicht verformt und dadurch das Meßergebnis verfälscht Vielmehr wird die Ablenkwalzp durch das
Band verformt und es wird die Eindrucktiefe des Bandes in die äußere Räche der Ablenkwalze gemessen, wobei
diese Eindringtiefe ein direktes Maß für die Spannungsverteilung in dem Band und damit für die (Un)-Ebenheit
ist.
Die Eindrucktiefe kann dadurch gemessen werden, indem man den Abstand einer oder beider Flächen des
Bandes von einer festen Bezugsstelle an einer erforderlichen Anzahl von Stellen über die Breite des
Bandes mißt Dies kann mit Hilfe irgendeines bekannten Abstands-Meßgerätes, beispielsweise auf der Grundlage
einer Triangulierung, unter Verwendung von entweder einer abtastenden Lichtquelle oder eines
Zeilenstrahles — wobei die Lichtquelle allgemein aus einem Laser besteht — erreicht werden. Das Ergebnis
dieser Abstandsmessung kann dann in ein Ebenheitssignal umgewandelt werden, welches dann den kombinierten
Effekt innerer Zugspannungsschwankungen und Flächenbuckel, verursacht durch Längungsschwankungen,
darstellt.
Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung sind den Unteransprüchen zu entnehmen.
Im folgenden wird die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispieles unter Bezugnahme auf die
Zeichnung näher erläutert, deren einzige Figur schematisch eine Einrichtung zur Messung der Ebenheit eines
unter Zugspannung stehenden Bandes zeigt.
Ein in Längsrichtung unter Spannung gehaltenes Metallband I wird in Richtung des Pfeiles über die
Ablenkwa'ze 2 bewegt die sich frei um ihre Welle in den Lagern 3 drehen kann. Die Walze 2 kann aus federnd
nachgiebigem Material bestehen oder kunn (wie dargestellt) von einer Schicht aus einem federnd
nachgiebigen Material 4 einheitlicher Dicke bedeckt sein. Wenn das Band 1 über und teilweise um die Walze
2 läuft, so vcmrsachen Längsspannungen innerhalb des Metalles ein Zusammendrücken oder Niederdrücken
des Abdeckungsmaterials 4.
Die Ablenkungen des Streifens können dann gemessen werden, beispielsweise mit Hilfe einer Abtastvorrichtung
5, die elektromagnetisch arbeiten kann oder aus einer Laservorrichtung besteht deren Ausgangssignal
X den Eindruck des Bandes in die nachgiebige Fläche wiedergibt wobei Schwankungen in der Dicke
des Bandes, die entlang and über den Streifen hinweg
auftreten können, berücksichtigt werden.
Die Abtastvorrichtung kann beispielsweise aus irgendeiner, einer Reihe von bekannten Vorrichtungen
bestehen, die auf dem Prinzip der Triangulierung arbeitet Derartige Abtastvorrichtungen enthalten gewöhnlich
eine Strahlungsquelle (die beispielsweise aus einer Laserquelle bestehen kann), eine Abtastvorrichtung
(die beispielsweise aus in Drehung versetzten Spiegeln oder einer elektro-optischen Vorrichtung
bestehen kann), und einen Detektor, der entsprechend der verwendeten Strahlung ausgewählt wird.
Es lassen sich unabhängige Messungen der Nenndikke (Y), der Dickenverteilung oder des Profiles (U) und
der Zugspannung (Z) vornehmen und dazu verwenden, daß Verschiebe- oder Ablenksignal durch elektronische
Schaltungen oder durch einen Computer 6 zu verarbeiten.
Das verarbeitete Signal (W) kann dann für die betriebhabende Person zur Anzeige gebracht werden,
um eine Ebenheitskorrektur von Hand vorzunehmen,
oder zu einem automatischen Ebenheits-Regulierer gesendet werden.
Die Wirkungen der Bandvibration und Spannungsschwankung (Z) können durch geeignete Filterung oder
durch Dämpfung der Abtasterausgangssigncle (X)
minimal gehalten werden.
Der Durchmesser der Ablenkwalze 2, die Dicke des nachgiebigen Deckmaterials 4 und die Zusammensetzung
der Schicht werden durch die Anforderungen des Walzwerkes und die Eigenschaften des Metalls bestimmt.
Die Walze kann selbst aus einem federnd nachgiebigen Material bestehen, wobei dann in diesem
Fall das nachgiebige Deckmaterial 4 nicht erforderlich ist. Wenn, wie gezeigt ist, die Walze selbst aus einem im
wesentlichen nicht kompressiblen Material besteht, kann die nachgiebige Ummantelung aus einer einzigen
Schicht oder aus einer Vielzahl von Schichten bestehen, die nicht notwendigerweise aus dem gleichen oder
ähnlichen Material bestehen müssen und auf irgendeine Weise auf die Walze aufgebracht sind.
Es kann wünschenswert sein, in der nachgiebigen Ummantelung Perforationen vorzusehen, oder diese in
unteren Schichten vorzusehen, sofern diese vorhanden sind. Eine andere Möglichkeit besteht auch darin, die
Walzenfläche mit Vertiefungen auszustatten oder zu perforieren, um Raum zu schaffen, in welchen das
nachgiebige Material »fließen« kann, und zwar unter der Wirkung der Spannung, die auf das Material durch
das Bandmetall ausgeübt wird. Es besteht auch die Möglichkeit, daß das nachgiebige Material eine
zellenförmige Struktur aufweist, wie beispielsweise im Falle von geschäumtem Gummi, so daß dadurch dieser
»Luftraum«-Effekt erzielt wird
Dort wo die nachgiebige Ummantelung oder die Walze selbst mit Vertiefungen ausgestattet ist oder in
irgendeiner Weise perforiert ist, müssen diese Lufträume in einem regelmäßigen Muster vorgesehen sein, und
zwar quer und um die Walzenfläche herum, so daß die Ablenkung gemäß irgendeiner gegebenen Last für alle
Flächenabschnitt" konstant ist.
Bei einer noch weiteren Ausführungsform kann die Ablenkwalze mit einer nicht komprimierbaren, jedoch
deformierbaren äußeren Hülle ausgesiane. sein. Eine solche äußere Hülle kann aus Metall bestehen. Die
Verwendung einer äußeren Metallhülle, die über einer oder über mehreren Schichten aus nachgiebigem
Material angeordnet ist, führt dazu, daß die Walze als Ganzes nachgiebig ist, wobei jedoch Verschmutzungsprobleme vermieden werden, die manchmal dann in den
Vordergrund treten, wenn eine nicht-metallische nachgiebige äußere Schicht in Berührung mit Chemikalien
oder ölen gelangt, die auf dem Band vorhanden sein können. Ein äußerer Metallstreifen kann auch bessere
Verschleißeigenschaften gewährleisten.
Claims (6)
1. Einrichtung zur Messung der Ebenheit eines
unter Zugspannung stehenden Bandes, das über eine Ablenkwalze geführt wird, wobei Unebenheiten des
Bandes im Bereich der Ablenkwalze an einer
Vielzahl von Stellen längs der Breite des Bandes gemessen werden, dadurch gekennzeichnet,
daß die Oberfläche der Ablenkwalze (2, 4) federnd nachgiebig ausgebildet ist und daß die
Meßeinrichtung (S) zur Messung der Eindrucktiefe des Bandes (1) in die äußere Fläche der Ablenkwalze
(2,4) ausgebildet ist.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die federnd nachgiebige Ablenkwalze
(2, 4) aus einem im wesentlichen nicht-kompressiblen zylindrischen Kern oder Zapfen (2) und einem
kompressiblen äußeren Mantel (4) besteht, der aus
einer oder mehreren Schichten aus nachgiebigem Material bes.eht.
3. Einrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der äußere Mantel (4) aus mehreren
Zwischenschichten aus federnd nachgiebigem Material und einer dünnen, verformbaren äußeren
Metallschicht besteht.
4. Einrichtung nach den Ansprüchen 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß eine oder mehrere der
federnd nachgiebigen Schichten des kompressiblen Mantels (4) einheitlich perforiert oder mit Vertiefungen
ausgestattet sind und einen Raum schaffen, in den das nachgiebige Material unter der Wirkung der
auf dieses einwirkenden Spannung fließen kann.
5. Einriclnung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet,
daß der kompnissible Mantel aus geschäumtem
Gummi besteht.
6. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Meßeinrichtung
zur Messung der Eindrucktiefc (5) aus einer als Triangulierungs-Abtastvorrichtung ausgebildeten
Abstandsmeßeinrichtung besteht.
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