DE250518C - - Google Patents
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Classifications
-
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- B65H—HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL, e.g. SHEETS, WEBS, CABLES
- B65H59/00—Adjusting or controlling tension in filamentary material, e.g. for preventing snarling; Applications of tension indicators
- B65H59/10—Adjusting or controlling tension in filamentary material, e.g. for preventing snarling; Applications of tension indicators by devices acting on running material and not associated with supply or take-up devices
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- B65H59/28—Co-operating surfaces mounted for relative movement and arranged to deflect material from straight path the surfaces being urged towards each other
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
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Landscapes
- Treatment Of Fiber Materials (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 250518 KLASSE 76 d. GRUPPE
Patentiert im Deutschen Reiche vom 28. Mai 1911 ab.
Die Erfindung bezieht sich auf Fadenspannungsregler für Spul- und andere Textilmaschinen,
bei denen der Faden in Windungen durch die Sprossen zweier gegeneinander verstellbarer
Gitter gezogen wird. Durch die Erfindung soll den Mißständen vorgebeugt werden, die dadurch entstehen, daß durch die
ständige Reibung des Fadens in den Sprossen der Spannungsvorrichtung eine Abnutzung und
ίο Zerstörung der letzteren eintritt. Um den genannten
Mißständen vorzubeugen, werden häufig die Zähne aus glasartigem Material, z. B. Porzellan
oder Glas hergestellt. Gemäß der Erfindung ist jede Sprosse auf einem achsialen
Zapfen verdrehbar und einstellbar gelagert und einzeln auswechselbar.
Die Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt. Fig. ι ist eine seitliche Ansicht der Vorrichtung,
Fig. 2 eine Ansicht von oben, Fig. 3 ein Querschnitt durch Fig. 1 nach der Linie z-z
in der Richtung des Pfeiles χ gesehen. Fig. 4
ist die Darstellung eines von der .Spannungsvorrichtung abgenommenen Teiles.
Die Spannungsvorrichtung besteht im wesentliehen aus zwei gitterartigen Teilen T und T1,
von denen jeder eine Anzahl von untereinander parallelen Sprossen t und t1 besitzt, die einander
gegenüberstehen und gegeneinander versetzt sind (Fig. 3). Der Teil T ist in seinen Lagern
an einer Konsole B drehbar, so daß er gegen den Teil T1, der in seinen Lagern feststeht,
schwingen kann. Außerdem ist noch eine geeignete Vorrichtung angebracht, die den
schwingbaren Teil gegen den feststehenden Teil andrückt, so daß er auf den zwischen beiden
hindurchgezogenen Faden y einen Druck ausüben kann.
Die beiden Gitter T und T1 besitzen parallel aufrecht stehende Wände P· und i3 sowie tl
und is; diese sind aus Metallblech hergestellt
und tragen die wagerechten Sprossen t und t1.
Die Wände t2 und ^4 besitzen am oberen und
unteren Ende Lappen te, f und i8, t9, die durch
rechtwinkliges Umbiegen der Wände gebildet werden. Diese Lappen sind von Löchern ^10
durchbohrt, durch die eine Stange r hindurchgeht, die in den Lagern b, b1 der Konsole B
ruht. Die Lappen t6 und P dienen als Scharniere
für den Teil T, so daß er um die Stange r schwingen kann. Der obere Lappen te besitzt
eine Verlängerung t" (Fig. 4), die als Hebel dient, durch den ein Druck auf die Vorrichtung
ausgeübt wird. Zur Ausübung des Druckes auf den Teil T kann eine beliebige Vorrichtung
dienen; in der dargestellten Ausführungsform dient dazu eine am Arm t" befestigte Schnur c,
die über eine Rolle -p an der Konsole B geleitet
ist. An ihrem Ende befindet sich eine Stange d,
an der Gewichte w angebracht werden. Von diesen werden so viel aufgelegt, daß der Druck
auf den Teil T die gewünschte Stärke erhält.
Die Lappen ts und i9 des Teiles T1 werden
ebenfalls von der Stange r gehalten, um aber den Teil T1 starr mit der Konsole B zu verbinden,
ist in der Mitte der Wand t4· ein Vorsprung
ii12 angebracht, der einen Schlitz ii13
besitzt und mittels der durch diesen hindurchgehenden Schraube s an der Konsole B befestigt
ist (Fig. i).
Gewöhnlich werden die Sprossen zwischen den Seitenwänden der zur Spannungsregelung
dienenden Gitter aus Metall hergestellt und mit abgerundeten Oberflächen versehen, so daß sie
dem Faden eine glatte Auflagefläche bieten. Während eine derartige Anordnung für weiche
ίο ^Garne durchaus geeignet ist, zeigt es sich, daß
harte Garne, wie z. B. Leinen, Seide u. dgl., in das Metall einschneiden und Rinnen in dessen
Oberfläche bilden. Die dauernde Reibung von zwischen den Sprossen hindurchgezogenen harten
Fäden erzeugt bald Rinnen, die tiefer sind als der Durchmesser des Fadens, und hierdurch
erhält letzterer eine Spannung, die nicht mehr dem Druck entspricht, auf den die Vorrichtung
eingestellt ist. Außerdem haben auch die Rinnen häufig scharfe Kanten, die den Faden zerstören und seine Haltbarkeit beeinträchtigen
und ihn daher unbrauchbar machen. Es sind infolgedessen mehrfach Versuche gemacht worden, die Sprossen mit einem Material
zu umkleiden, das derartigen Verletzungen widersteht, doch ist der Erfolg dieser Versuche
bisher noch kein befriedigender gewesen. Der Überzug der Sprossen bekommt leicht
Risse und löst sich ab, so daß derartige Sprossen kaum dauerhafter sind als die nichtumkleideten.
Es ist auch schon der Versuch gemacht worden, vollständig aus Porzellan hergestellte Sprossen
in die Spannungsgitter einzusetzen; doch erwies sich auch diese Anordnung nicht für
zweckmäßig, da Porzellan oder Glas zu spröde und zerbrechlich ist, um den Erschütterungen
und der starken Beanspruchung, die die Vorrichtung auszuhalten hat, zu widerstehen. Es
ist auch schwierig, die Sprossen so herzustellen, daß sie beim Glasieren ihre ursprüngliche Form
beibehalten. Es stört aber wieder die Wirkungsweise der Vorrichtung, wenn die Sprossen unregelmäßig
angeordnet sind. Außerdem war es beim Zerbrechen einer Sprosse erforderlich, jedesmal das ganze Gitter auszuwechseln.
Durch Ausbildung der Sprossen nach der vorliegenden Erfindung wird diesem Nachteil
vorgebeugt. Eine zerbrochene Sprosse kann schnell und leicht ausgewechselt werden, ohne
daß dabei die übrigen Sprossen in Mitleidenschaft gezogen werden. Außerdem können die
Sprossen in der richtigen Weise gegeneinander ausgerichtet und stets in dieser richtigen Lage
gehalten werden. Ein weiterer \forteil der An-Ordnung
besteht darin, daß die Sprossen so verdreht werden können, daß sie stets dem Faden eine glatte Auflagefläche zukehren, so
daß, sobald eine Stelle der Oberfläche beschädigt wird, diese ohne Auswechselung der Sprosse
durch eine andere Stelle ersetzt werden kann.
Die Lebensdauer der Vorrichtung wird dadurch außerordentlich erhöht.
In der Hauptsache besteht die Erfindung darin, daß die Sprossen in Form von Rohren
hergestellt und über Stifte gesteckt werden, die zwischen den Seitenwänden der Gitter befestigt
sind. Die Sprossen werden zweckmäßig nahezu zylinderisch mit einer geringen Verjüngung
ihres mittleren Teiles hergestellt, und ihre Wände werden so stark gehalten, daß sie
die nötige Sicherheit gegen Zerbrechen bieten. Infolge der konkaven Form der Sprossen läuft
das Garn stets nach der Mitte zu, während anderseits die Verstärkung der Sprossen an
ihren Enden verhütet, daß das Material beim Einsetzen in die Gitter leicht abbröckelt.
In Fig. ι ist eine der Sprossen im Querschnitt dargestellt und zeigt die Art, in der die Sprossen
zwischen den Seitenwänden der Gitter befestigt werden. Es dienen hierzu Stifte f, die einerseits
mit einem Schraubenkopf versehen sind und durch Bohrungen in den Wänden i2 und tl
gesteckt werden, worauf das Aufsetzen der Porzellanröhrchen t und t1 erfolgen kann. Die
Stifte f tragen am anderen Ende ein Gewinde, mit dem sie in die Wände tz und t° eingeschraubt
werden. Die Stifte dienen auf diese Weise zur Verbindung der beiden Seitenwände und pressen
diese dabei fest gegen die Enden der Sprossen t und t1. Die Durchbohrungen der Porzellanröhrchen
besitzen einen etwas größeren Durchmesser als die Stifte f, so daß ihre Drehung
nicht durch Abweichungen ihrer Form gehindert wird. Die Röhrchen bestehen aus Porzellan,
Glas oder ähnlichem glasartigen Material; sie verziehen sich daher leicht bei ihrer Herstellung,
doch ermöglicht der Spielraum zwischen ihnen und den Stiften f, daß sie auch ohne genau
zu passen leicht ausgewechselt und gedreht werden können. Ein zerbrochenes Röhrchen kann sofort
durch Herausnehmen des Stiftes f entfernt und durch ein neues ersetzt werden. Werden
die Röhrchen nach längerem Gebrauch an ihrer Oberfläche rauh, so werden sie nach Lockern
des Stiftes f etwas gedreht, so daß sie dem Faden wieder eine glatte Auflagefläche bieten.
Eine derartige Einstellung kann öfter vorgenommen werden, bevor die Röhrchen an ihrer Auflagefläche vollständig abgenutzt und
zerkratzt sind. Auch kann eine Erneuerung der Röhrchen öfter stattfinden, so daß es leicht
möglich ist, die Vorrichtung dauernd in gutem Zustande zu erhalten.
Aus Fig. 3 ist ersichtlich, daß die Sprossen der beiden Spannungsgitter in der Arbeitsstellung
etwas übereinandergreifen. Ihre inneren Flächen befinden sich nicht genau in der gleichen
Ebene. Hierdurch wird der Fäden y. gezwungen, in Schlangenwindungen zwischen den
Sprossen hindurchzulaufen, wodurch ihm eine
.
größere Spannung erteilt wird. Die Wände t2
und tl sind wellenförmig an ihren aneinanderliegenden
Seiten ausgeschnitten, so daß sie genau mit der Oberfläche der Sprossen abschneiden
und einen geringen Spielraum zwischen den beiden Teilen T und Γ1 lassen.
Die Sprossen der beiden Spannungsgitter stehen an derem oberen Teil näher zusammen
als an dem Unteren Teil. Der Zweck dieser Maßnähme ist folgender: Wenn der Faden von
seiner Spule ruckweise abläuft, so übt er einen unregelmäßigen Druck auf die gegeneinander
stehenden Sprossen der zwei Spannungsgitter aus und versetzt diese daher in Erschütterungen.
Werden nun am unteren Teil der Spannungsvorrichtung die Sprossen in weiterer Entfernung voneinander angebracht, so läuft
der Faden an dieser Stelle in einer weniger stark gekrümmten Schlangenlinie hindurch,
und seine Stöße gegen die Sprossen sind daher nicht so heftig. Erst nachdem der Faden zwischen
mehreren Sprossen hindurchgegangen ist und dadurch seine Neigung zu ruckweiser Bewegung
verloren hat, wird allmählich die Krümmung seiner einzelnen Wendungen verstärkt
und ihm auf diese Weise die erforderliche Spannung erteilt.
Es ist auch möglich, die Sprossen t und t1
nur an den Wänden t2 und tl zu befestigen und
die anderen Wände ts und is fehlen zu lassen,
so daß eine kammartige Vorrichtung entsteht, deren Zähne von den Röhrchen gebildet werden.
Eine derartige Form der Spannungsvorrichtung ist viel gebräuchlich, namentlich da,
wo man von einem selbsttätigen Einlegen des Fadens absehen will. Die in der Zeichnung
dargestellte Vorrichtung ist jedoch vorzuziehen, da die äußeren Wände des Gitters zur
Führung dienen und die Vorrichtung selbsttätig auseinanderklappt, wenn der Faden durch
den Führer g eingelegt wird.
In der Zeichnung ist nur ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt, und diese
ist nicht an die Einzelheiten der gezeichneten Konstruktion gebunden.
Claims (3)
1. Fadenspannungsregler für Spul- und andere Textilmaschinen, bei dem der Faden
zwischen den Sprossen von regelbaren Gittern hindurchgezogen wird, dadurch gekennzeichnet,
daß jede Sprosse auf einem achsialen Zapfen verdrehbar und einstellbar gelagert
und einzeln auswechselbar ist.
2. Fadenspannungsregler nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Sprossen
von röhrenförmigen Körpern (t und t1) aus
glasartigem Material gebildet werden, die mittels durch sie mit Spielraum hindurchgehender
Schrauben (f) an den Seitenwänden (P-, t3, tl, P) des Gitters oder an
einer dieser so befestigt sind, daß sie nur nach Lösen der durch sie hindurchgehenden
j Schraube (f) drehbar sind.
3. Fadenspannungsregler nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die
Sprossen der Gitter an derem unteren Teile weiter voneinander abstehen als am oberen
Teile.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE250518C true DE250518C (de) |
Family
ID=509038
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT250518D Active DE250518C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE250518C (de) |
-
0
- DE DENDAT250518D patent/DE250518C/de active Active
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